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Alt 17.03.17, 12:48   #1231
Theseus532
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In München oder auch Bayern wird es keine Gebietsreform mehr geben, das ist aber auch nicht so dringend, problematisch wird es eher in Regionen, die schrumpfen und auch wenn dort - wie in Brandenburg - der Widerstand enorm ist, ist die gegenwärtige Verwaltungsstruktur einfach nicht mehr bezahlbar, das muss den Bürgern vermittelt werden, sicherlich keine leichte Aufgabe aber ich sehe keine Alternativen.

Wenn ich mich recht entsinne war die letzte Gebietsreform in Bayern in den siebziger Jahren und selbst damals - in den Vorwutbürgerzeiten sozusagen - hat es schon mächtig gegärt.
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Alt 17.03.17, 21:21   #1232
sweet
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sweet hat die ersten Äste schon erklommen...
^ Karlsfeld scheint es finanziell nicht so gut zu gehen "Schon seit Jahren balanciert Karlsfeld finanziell am Abgrund: Die Ausgaben steigen kontinuierlich, die Gewerbesteuereinnahmen reichen kaum zur Finanzierung der Kommune aus.": http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...ng-1.3410370#4
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Alt 17.03.17, 21:43   #1233
Isek
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Keine der großen Metropolen in Deutschland hat einen Landkreis. Den Landkreis sollte man überwiegend München zuschlagen. Ländliche Gebiete im Osten kommen zu Ebersberg. Ländliche Gebiete im Süden kommen zu Starnberg.

https://c1.staticflickr.com/9/8190/8...76b9b361_b.jpg

Stand 2014:
https://c1.staticflickr.com/9/8044/8...0a9b99ab_b.jpg

..aktuell vermutlich ca. 1,85 Millionen auf einer Fläche kleiner als Hamburg.

Mod.: Bilder ge-urlt, da Medienquelle. Bitte Forumsregeln zum Einbinden von Bildern beachten.
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München - Stadt ohne Stadtplanung oder die Stadt der vergebenen Möglichkeiten
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Alt 17.03.17, 22:04   #1234
Endokin
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Das wird nicht passieren. Das gebe ich Dir schriftlich. Die lokalen Dorffürsten werden sich nicht entmachten lassen. Und was soll das München bringen? Nichts. Warum die Stadt künstlich größer rechnen als sie ist. Innerhalb Münchens gibt es genug Platz. Blumenau, Allach, SEM, Hart, Perlach. Der Nachteil wäre dann auch dass München einen erheblichen Anteil seines Speckgürtels nimma hätte. Das will sicher niemand in München.

Und was Du immer mit den Hamburg vergleichen vergiss: Innerhalb Hamburgs hast Du 2 Flughäfen und einen Hafen die zusammen sicherlich mehr 1/3 der Fläche Münchens ausmachen.
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Alt 17.03.17, 22:32   #1235
MiaSanMia
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@Endokin:

Der Grund für eine potentielle Gebietsreform wie Isek sie grafisch darstellt, ist doch offensichtlich. Es geht schlicht um eine Vereinfachung der Zuständigkeiten. Nicht jede Gemeinde soll ihre eigenen Beschlüsse aufstellen oder unterbinden. Dadurch ergeben sich für München größere Handlungsspielräume (z.B. Infrastruktur). Platz für Neubaugebiete innerhalb der Stadtgrenzen hin oder her.

Dass das so nie eintreten wird, steht auf einem anderen Blatt. Warum München seinen Speckgürtel nicht mehr haben sollte, verstehe ich aber nicht. Dieser reicht einerseits weit über den Landkreis München hinaus (insbesondere, da der LK im Westen gar nicht existiert) und andererseits, selbst wenn er "eingemeindet" werden würde, was wäre das Problem für München? Die Mieten in München würden dadurch wohl eher sinken.

Der eigentliche Grund, warum dieses Szenario nie eintreten wird, ist bei den Kommunen zu suchen: Warum sollten diese ihre Unabhängigkeit aufgeben wollen? Sollte Horst Seehofer also nicht völlig verdreht aus dem Zarenpalast zurückkommen...

Stattdessen muss es andere Lösungen geben, wie auch Gemeinden, die sich weigern zu wachsen, zu mehr Kooperation angeregt werden können. Es kann ja nicht sein, dass ich als Dorfbürgermeister überzeichnet dargestellt, eine neue Umgehungsstraße, einen S-Bahn Halt, diverse Buslinien bekomme und gleichzeitig in Sachen Wohnungsbau sämtliche Aktivitäten zur Baulandausweisung einstelle, während die Nachbargemeinden das Wachstum auffangen müssen.
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Alt 17.03.17, 23:04   #1236
Endokin
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Ja da stimme ich zu. Allerdings kann ich nicht erkennen dass sich Gemeinden "weigern" zu wachsen. Die wachsen doch eh fast alle. Und dass es in München keinen Platz mehr geben würde um zu wachsen, da sind wir uns einig dass das nicht der Fall ist.
Andererseits sind sicher einige, wenn nicht alle, Dorffürsten zufrieden mit dem Status Quo. Gut, Karlsfeld jetzt vielleicht nicht.

Laut den neuesten Einwohnerzahlen, stabilisiert sich j adas Wachstum in München. Es gab ja sogar einen leichten Schwund von 30.000 EW. Das würde ja erst unlängst hier diskutiert. Sicherlich eine Pendelbewegung M+Umland. Deswegen würde ich jetzt erstmal abwarten was die nächsten Jahre bringen. Derzeit sind ja in München locker 50.000 neue Bürger in den ganzen Projekten von Bayernkaserne, Freiham,SEM,Ostbahnhof in der "Planung". Vielleicht gibt das wieder einen Sog auf die umliegenden Orte in Richtung Stadt.
Man muss ja auch ehrlich sein die aufgelisteten Orte sind alles nur Käffer, oder gewachsenes Ackerland. Da ist nicht ein Ort mit der Bedeutung von z.B Traunstein. Das muss man auch mal sagen.

Das muss jetzt mal erwähnt werden:

"Das Landgericht Traunstein ist zuständig für die Landkreise Traunstein, Rosenheim, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf am Inn sowie die Kreisfreie Stadt Rosenheim. Ihm unterstehen die Amtsgerichte in Altötting, Laufen, Mühldorf am Inn, Rosenheim und Traunstein."

Geändert von Endokin (17.03.17 um 23:20 Uhr)
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Alt 17.03.17, 23:50   #1237
MiaSanMia
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Zitat:
Allerdings kann ich nicht erkennen dass sich Gemeinden "weigern" zu wachsen.
Es gibt Gemeinden wie z.B. Karlsfeld, Poing, Unterföhring, Ismaning und Garching, die Wachstum begrüßen und dafür auch etwas tun. Dazu gehört eben auch nicht bei jedem noch so kleinen Widerstand einzuknicken. Oder auch mal nicht nur bis zu den eigenen Gemarkungen zu denken und überregionale Zusammenhänge berücksichtigen. Taufkirchen wäre da ein Kandidat.

Zitat:
Und dass es in München keinen Platz mehr geben würde um zu wachsen,
Richtig, aber wie schon gesagt, es geht ja bei diesem Planspiel nicht nur um das Wachsen an sich, sondern um das Wie. Letztlich muss einfach eine bessere Zusammenarbeit her. Auf welchem Weg ist egal.

Zitat:
Es gab ja sogar einen leichten Schwund von 30.000 EW.
Haha, aus welchem Paralleluniversum hast du denn diese Zahlen ?

Zitat:
stabilisiert sich ja das Wachstum in München
Den aktuellen Zahlen zufolge ja. Entweder es liegt an den geringen Fertigstellungszahlen im jetzigen Winter oder an preislich bedingten stärkeren Pendelbewegungen ins Umland. Belastbares Zahlenmaterial lässt sich allerdings leider derzeit (noch) nicht finden. 2016 wurden in München laut IVD mehr als 9500 Wohneinheiten im Stadtgebiet genehmigt.

Zitat:
Derzeit sind ja in München locker 50.000 neue Bürger in den ganzen Projekten von Bayernkaserne, Freiham,SEM,Ostbahnhof in der "Planung".
Wohl eher 50.000 neue Wohneinheiten und nicht Bürger.

Zitat:
die aufgelisteten Orte sind alles nur Käffer, oder gewachsenes Ackerland. Da ist nicht ein Ort mit der Bedeutung von z.B Traunstein.
Ich gehe mal davon aus, du hast eine persönliche Beziehung zu Traunstein. Diese scheint deine objektive Wahrnehmung etwas zu trüben. TS ist halt leider mit 20.000EW auf 45km2 nicht größer als Karlsfeld mit 22.000EW auf 15km2 oder Ottobrunn mit 21.000EW auf 5km2, Unterhaching mit 25.000EW auf 10km2 etc. oder? Wirtschaftlich dürfte Unterföhring oder auch Garching ein Vielfaches an BIP erwirtschaften als es TS kann. Da hilft auch ein Landgericht nicht viel. Das soll das schöne Städtchen nicht abwerten. Richtig einordnen sollte man es aber schon.
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Alt 18.03.17, 06:34   #1238
Isek
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Zitat:
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Und was Du immer mit den Hamburg vergleichen vergiss: Innerhalb Hamburgs hast Du 2 Flughäfen und einen Hafen die zusammen sicherlich mehr 1/3 der Fläche Münchens ausmachen.
Es soll nur zeigen, dass eine Fläche der Verwaltungseinheit von 700 qkm in Deutschland nichts außergewöhnliches für eine Stadt der Größe München ist. Hamburg hat 755 qkm, Köln 405 qkm, Wien 415 qkm und Berlin 892 qkm.

Es gibt ja nicht mal einen Zusammenhang zwischen Einwohnerzahl und Größe des Stadtgebietes. Damals nach der Wende z.B. hat man Leipzig und Dresden ein relativ großes Verwaltungsgebiet gegönnt. Aber auch im Westen gibt es viele Großstädte die eine München ähnliche Fläche haben, aber nur einen Bruchteil der Einwohner zählen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_...n_Deutschlands
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Alt 18.03.17, 08:53   #1239
Bau-Lcfr
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Wie man auch zu den Eingemeindungen steht, es wären entfernte Siedlungen während der Trend zum möglichst zentralen Wohnen und Arbeiten geht - bevorzugt auf Arealen, die eh längst in den Stadtgrenzen sind. In letzter Nacht fand ich den hier zusammengefassten Text vom Anfang März eines Projektentwicklungsfirma-Managers, der mit den Top-7-Städten natürlich auch München meint. Hochhäuser höher als angestammte Kirchtürme (es muss ja nicht dicht daneben sein), urbane Quartiere mit Mischnutzung, künftig wieder weniger Nutzfläche pro Person, starke ÖPNV-Orientierung - die vier beschriebenen Trends in einem Satz zusammengefasst.
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Alle Fotos von mir. Fotos der Städte Europas, London
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Alt 18.03.17, 11:01   #1240
MiaSanMia
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Ja, inneres Wachstum durch diese vier Punkte ist das Eine.
Es ist aber unübersehbar, dass eine boomende Stadt nicht nur innerhalb der eigenen Grenzen, sondern auch in ihrem Speckgürtel kräftig wächst. Dies ist nachvollziehbar nicht damit zu verhindern, dass in der Kernstadt bei gleichbleibenden Grenzen unbegrenzt Wohnraum zur Verfügung gestellt wird. Ähnlich verhält es sich mit Arbeitsplätzen. Das Umland bietet bestimmten Unternehmen bzw. Unternehmensbereichen Standortvorteile gegenüber einem zentralen Sitz. Dazu zählt z.B. das Autobahnnetz und im Norden der schneller erreichbare Flughafen. Bestehende Strukturen im Umland entwickeln sich in Folge weiter. Eine kompakte, verdichtete Kernstadt jetziger Fläche (310km2) mit außenherum auch untereinander klug vernetzten Umlandgemeinden, die im Idealfall Subzentren ausbilden und zusammenwachsen, wären meine Idealvorstellung. Und da das nicht ohne umfangreiche Koordination geht, braucht es in der Politik einen Paradigmenwechsel, weg vom "jeder für sich" hin zum "einer für alle, alle für einen".
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