Grafental (ehemals Hohenzollernareal), Flingern Nord

  • Grafental (ehemals Hohenzollernareal), Flingern Nord

    Auf einem 40 ha großen Areal südlich der Grafenberger Allee plant der israelische Investor Brack Capital ein neues Viertel mit ca. 1000 Wohnungen verteilt auf 120.000 qm Geschossfläche, dazu kommen Parkflächen.
    Weiter sind "120 qm [sic!] BGF" Bürofläche geplant.


    Baubeginn ist für das 4. Quartal 2011 geplant.


    Quelle: Düsseldorf Real Estate





    Quelle: Düsseldorf Real Estate
    Hoster: abload.de

  • Die Visualisierungen machen einen ganz guten Eindruck; ich selber kann mir aber nicht so recht vorstellen, in der Ecke zu wohnen. (wenigstens zu Fuß in weingen Minuten beim Mediamarkt ;))
    Aber eine solche Investition kann gerade hier nur vorteilhaft sein. Bislang gibt es ja hier auf der einen Seite nur recht langweilige Bürohäuser und auf der anderen Seite Schlicht-Wohnungsbau und Reihenhäuschen.
    Leider fällt dort dann wohl auch ein beliebter Schleichweg weg.

  • Dafür, das Grafenberg überwiegend keine billige Ecke ist, wundern mich die ambitionslosen Bauten doch. Vielleicht wird durch hochwertige Materialien der Billigeindruck wettgemacht.

  • Dafür, das Grafenberg überwiegend keine billige Ecke ist, wundern mich die ambitionslosen Bauten doch. Vielleicht wird durch hochwertige Materialien der Billigeindruck wettgemacht.


    Auf mich wirken die dargestellten Häuser weder unambitioniert noch billig - es ist halt kein Ralf-Schmitz-Design; es muß ja auch nicht nur noch Retro gebaut werden. Verwechselst Du da nicht modern mit billig?


    Zudem finde ich es vorteilhaft; dass nicht alle Häuser gleich aussehen; so entsteht keine seelenlose Mietskaserne, sondern ein abwechslungsreiches Quartier mit individualisierten Häusern.
    Moderne und zeitgemäße Architektur statt modischem Retro.

  • Stehe gar nicht auf den von Dir erwähnten Ralf-Schmitz-Retro (es kommt vor allem auf die Umgebung an, ob Retro funktioniert!)
    ganz im Gegenteil, ich würde definitiv eine gut gemachte Moderne jederzeit vorziehen.


    Aber die (wohl Verwaltungs-)Gebäude auf dem obersten Bild im Hintergrund in Steingrau und Karminrot wirken für mich ambitionslos.
    Und diese glattverputzten Würfelwohnbauten in Pastelltönen (!) werden nach ein paar Jahren Witterung echt übel aussehen.


    Und ich bleibe dabei, es ist wie beim Ur-Bauhaus und seinen Millionen Nachahmern:
    Die Gebäude werden billig aussehen, wenn die Materialien nicht hochwertig sind.


    Positiv zu bemerken ist: Es gibt viel Grün zwischen den Bauten zu sehen!


    Fettdruck macht einen Satz nicht immer richtiger, aber in diesem Fall kann ich deinen letzten Satz voll unterstützen.

  • Das graue Bürogebäude auf dem erwähnten Bild ist ein von JSK (SOP) vor einigen Jahren errichtetes Bürohaus. Ich selber finde es allerdings ganz gut (erinnert etwas an das von Ingenhoven an der Kaistraße umgebaute Cretschmar-Gebäude).

  • Mir gefallen die Entwürfe ganz gut. Schön kleinteilig und recht abwechslungsreich.
    Die Lage ist nicht gerade erstklassig. Ich denke man kann durchaus zufrieden sein. Die Verkehrsbelastung ist dort auch nicht so hoch, dass die Putzfassaden gleich ruiniert wären.


    Das Gebäude von JSK finde ich übrigens auch nicht schlecht.

  • Im Vergleich dazu kann ich die bunte Kleinteiligkeit hier loben, zumal die Wahl nur zwischen glattverputzten Würfelwohnbauten in Pastelltönen oder welchen ohne Farbtöne zu existieren scheint. Etwas Abwechslung könnten andere Gebäudeformen hier und da oder zumindest ein besonders interessantes Geländer schaffen.


    Viel Grün zwischen den Bauten bedeutet bei 400.000 qm Grundfläche und je 120.000 qm BGF Wohn- und Bürofläche eine GFZ von 0,6, die Bebauungspläne in reinen Wohngebieten mit Reihenhäusern vorsehen. Nicht sehr weit von der City könnte man 0,8 oder gar 1,0 anpeilen, also zusätzliche stets fehlende Wohnungen.


    Wenn man von 120.000 qm brutto verteilt auf 1000 Wohnungen ausgeht und ca. 10-20% der Fläche für Wände, Schächte, Haustechnik usw. abzieht, kommt man auf über 90 qm netto pro WE. Ist das in einer teuren Stadt in der Zeit des wachsenden Anteils der Single-Haushalte nicht sehr großzügig?

  • Die Flächen für den geplanten Park und die notwendigen Erschließungen werden üblicherweise vorher abgezogen, so ergibt sich eine höhere Ausnutzung der jeweiligen Grundstücke.


    Der Durchschnitt von rund 90 m² ist eigentlich nicht zu groß; sicherlich wird es eine Mischung unterschiedlich großer Wohnungen geben; zudem wohnen auch Singles gerne in größeren Wohnungen.


    Im Allgemeinen halte ich den Standort als geeignet für Familien; Singles dürften eher noch etwas näher an der Innenstadt wohnen wollen, z.B. in Pempelfort oder Unterbilk.

  • Und wieder ein Vorhaben bei dem noch in der Planungsphase Büros in Wohnungen umgewandelt werden... und wieder ein großer Lückenschluss mit viel Geschossfläche – ohne Hochhäuser.


    Die halbe Milliarde € wird allerdings über einen längeren Zeitraum hinweg investiert werden. Schon erstaunlich, dass sich auf den Grundstücken so lange so wenig getan hat. Mit den Neubauten der 0er-Jahre (Metro, Global Gate, Grafenberger Höfe) wurde der Standort offenbar erst entscheidend verbessert.

  • ^ Diese Umwandlung wird plausibler, wenn man berücksichtigt, dass nach einem Artikel der RP vom 07.07 die Grafenberger Allee im ersten Halbjahr den stärksten Zuwachs an Büro-Leerflächen hatte - von 36.000 auf 92.000 Qm (die Altersstruktur der Objekte entspricht wahrscheinlich dem Schnitt der gesamten Stadt). In der gesamten Stadt blieb der Leerstand beinahe konstant, im Norden wurde er geringer. Wenn ambitionierte Büroprojekte am Mörsenbroicher Ei Probleme bekommen, weil die Gegend zuwenig urban wirkt, gilt dies doch für die Umgebung der Metro-Zentrale nicht weniger. Eher hat sie als (doch verdichtete?) Wohngegend Zukunft.



    Nach kurzer Überlegeung habe ich dem Hohenzollernareal einen eigenen Thread gelassen. Ec

  • "Graflingern" würde wohl eher passen. Düsseltal ist noch am weitesten entfernt. Die Hälfte der Geschossfläche als Büros ist ein bisschen viel an diesem Standort.

  • 1. BA beginnt

    Die niederländische BAM Gruppe hat den Auftrag zu schlüsselfertigen Errichtung von 191 WE, kleineren Gewerbeeinheiten und den dazugehörigen 141 TG-Plätzen erhalten. Dies ist der erste Bauabschnitt auf dem Areal Grafental.


    Bauzeit ist von September 2012 bis März 2014 geplant.


    Auf der Projektseite der BAM Gruppe findet man noch einige Nebeninformationen und Visualisierungen

  • Grafental

    Die auf den Visualisierungen unter #16 sichtbare Wohnanlage wird gebaut, hier habe ich im Oktober die Baugrube mit einigen wenigen Fundamenten gezeigt. Gestern habe ich neue Fotos gemacht - bereits gibt es mehrere Etagen, die im Oktober geisternden Fabrikhallen-Säulen sind nicht mehr da:











  • Grafental

    Da ich sowieso in der Nähe war, habe ich nach über einem Monat zwei neue Fotos gemacht - immerhin ist die Baustelle halb so groß wie jene der FH und viel größer als jene von PraDus. Das erste zeigt KG-Wände dort, wo es auf dem letzten Foto des Vorbeitrags noch nicht mal die Bodenplatte gab. Das zweite zeigt den Einsatz prefabrizierter Betonelemente - ungefähr diese Stelle sieht man auf den ersten beiden Fotos des Vorbeitrags.


    Gegenüber dieser Baustelle sollte ein neuer Park (an der Stelle früherer Bahngleise) entstehen - derzeit wird nur an ener neuen Straße gebaut, vielleicht aus Sorge um die Belebung des Parks in den Abendstunden.