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Alt 09.04.15, 17:59   #196
antonstädter
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@Elli:
Zitat:
Bei der Lichtplanung kann ich jedoch (gottseidank) noch keine Aussagen zu Masten und Oberbeleuchtung erkennen. Das Lichtbüro beschäftigte sich mE nur mit der seitlichen Abendillumination. Wobei sich für mich diesbezüglich schon länger - die Baustelle beobachtend - die Frage stellt, ob die noch die arg fleckige, zersalzene und überdunkle Sandsteinpatina an den Brückenseiten abstrahlen - zumindest etwas - damit nicht nur ein "gepflegteres" Äusseres entsteht sondern eine Abendbeleuchtung überhaupt Sinn macht.

Da ich davon ausgehe, dass das Lichtbüro die Basis für die Visu von der Landeshauptstadt geerbt hat, befürchte ich doch einen Zustand wie an der Marienbrücke. Man erkennt die eichendicken Pfeiler mit den bereits im Original angebrachten hübschen Peitschenlampenaufsätzen und links und rechts irgendwelche hypermodernen Schreibtischlampen.

Ich hoffe ja innigst, Du oder ich oder im besten Fall beide haben recht, sollten die irgendwie totalitaristisch anmutenden Standard-OL-Masten aber doch die Endlösung der Oberleitungsfrage sein, glaube ich nicht, dass man sich die Gelegenheit zur Dekorierung derselben mit Fußwegbeleuchtung nehmen lässt - wäre auf jeden Fall die billgste Variante.

Beruhigend ist lediglich, dass im Gegensatz zu den gewöhnungsbedürftigen Überbauten sich die Masten im Falle der Wiedereinkehr eines Mindestmaßes an ästhetischem Empfinden relativ problemlos ersetzen lassen - die DDR hat es erfolgreich vorgemacht
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Alt 09.04.15, 21:37   #197
Elli Kny
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^ Ok, sei es drum, da sehe ich tatsächlich ein bisschen was anderes:
Ich sehe eher eine einfache Eigenzeichnung des Büros - wohl auf Grundlage eines Lageplans - mit Platzhaltern an Lampen, die Fußwegstrahler zeigen. Die neuen Masten sind höher als die auf der Bürozeichnung und die mal recherchierte Sache bleibt als Frage, daß keine Bohrungen in den Masten für die Fußwegbeleuchtung eingebracht sind, was nachträglich sehr schwierig sei - so die meist ausführende Firma berichtete. Das könnte auf ein Interim hindeuten, aber danach aussehen tuts nicht. In der Bürozeichnung ist zudem auf jedem Brückenpfeiler derselbe Platzhaltermast eingezeichnet, was real in der Form nicht zutrifft, da zumindest aller zwei Bögen eine normale Leuchte anstatt eines Fahrleitungsmastes stehen wird.
Es ist leider ein gestalterischer Fauxpas zu befürchten, da es bereits zahlreiche solch unsensiblen Eingriffe gab - immer nach DVB-Schema F. Anderweitige Amtseinwände - hier v.a. der ja beteuert-berücksichtigte Denkmalschutz - wird turnusgemäß qua Machtposition ausgebootet. Hier sollte sich die Stadtspitze echt Gedanken machen, wie das stadteigene Verkehrsunternehmen zu gewissen Auflagen verpflichtet werden kann, die letztlich nicht mal jemandem wehtun, da bei solchen Projekten enorm viel Geld fließt und solche Details ja geradezu als Peanuts zu bewerten sind. Man will sich einfach keine Mühe machen, bekommt keine Ansage von "oben", Presse und Bürgerschaft pennen wie immer und ein leicht Machbares wird versäumt.

Das nächste Beispiel inakzeptabler Strassenverschandelung droht nicht nur sondern ist vor kurzem bereits als Vorzugsvariante in den Geschäftsgang von Politik und Verwaltung gegangen: die neue Nürnberger Strasse mit der Stadtbahn.
Die Trasse wird doch extrem aufgeweitet und reicht dann auch fast bis an die nördlichen Häuserzeilen.



Hier gleichmit die eher unkritische Sache an der Nossener Brücke:



Wer genaueres erfahren will: ratsinfo


Dabei ist besagte und heute fachlich überholte Aufweitung infolge "sauberer Nebeneinanderlegung" aller Verkehrsarten nicht mal ein unsensibles Mißgeschick der Planer oder Folge verschwörungstheoretischer Bösartigkeit, sondern banale Vorschrift gemäß Rechtslage und Richtlinien. Dazu gehört hier eine für die vorab laufende Variantenuntersuchung nachzuweisende "Abwägungsmatrix", welche ausschließlich auf Verkehrsflusserwägungen / Durchlässigkeitsqualitäten ausgerichtet ist. Da hier einfach der "Platz" dazu da ist, gelten wohl auch keine raumbedingten Ausnahmeregelungen. Na, wen wundert dann solch ein Ergebnis - es ist anders quasi nicht erlaubt. Auch hier gehen anderweitige Aspekte keinesfalls ins Abwägungsprozedere ein, damit muss auch künftig jeder noch breite Grünstreifen rechtskonform geopfert werden. Vorliegende Regelwerke sowie die anschließenden Fördermittelkriterien sind als bürokratisches Monster kaum mehr reformierbar, änderte man eine Stellschraube, müssten weitere nachziehen - und das auf verschiedenen Zuständigkeitsebenen. Ein Glück, dass es kaum Städte gibt, wo so viele Strassen einen solchen Platz aufweisen, denn dort schützt allein die angrenzende Bebauung.
Ganz in Schutz nehmen kann man die Planer allerdings mitnichten, denn das Dresdner Abwägungsprozedere unterscheidet sich signifikant von dem anderer Städte. Hier werden von unten bis zur Oberbehörde breite autogerechte Strukturen durchgewunken und anderweitiges untersagt, während natürlich auch anderes möglich gewesen wäre, wenn das Personal dafür am Hebel säße.
Im Fall der Nürnberger Strasse ist mir eigentlich nur die Variante 5 als einigermassen verträglich aufgefallen, falls jemand mal in der ratsinfo rumstochern möchte.

Nossener Brücke wie auch Nürnberger Strasse werden die ersten beiden Bauabschnitte der Ersatzanlage für die Buslinie 61 sein, da hier fast alles in trockenen Tüchern zu sein scheint. Am Zelleschen Weg hakts noch an der Finanzierung, sodass ggf ein paar Jahre (bzw bei längerer Verzögerung) ein Tramnetz-Interim bestehen wird, unter Einschluss des neuen Abschnitts von Löbtau zum Nürnberger Ei.
Die Kreuzung Chemnitzer-/Nürnberger wird final einen gigantischen Ausbau erfahren - mit Tramabzweigen in alle Richtungen.
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Alt 10.04.15, 11:31   #198
antonstädter
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Die 61 soll ja neben der Straßenbahn solange weiterexistieren, bis die Weiterführung der Straßenbahn zum Pohland- bzw. Schillerplatz gesichert ist - also bis zum Sankt-Nimmerleinstag.

Die bisherigen Pläne sahen ja eine Bedienung des Abschnittes Nürnberger Straße durch die Umverlegung der Linie 7 über Südvorstadt - Nürnberger Platz - Fritz-Löffler-Straße vor. Damit würde die Freiberger Straße nur noch durch die LInie 12 und der Westring nur noch durch die 10 befahren, die 8 soll bis Wallstraße verkürzt werden.

Ich sehe als täglicher Nutzer der Linien 7 und 8 diese Planung äußerst kritisch. Der ohnehin von Gorbitz kommend schon oft mehr als zumutbar ausgelasteten 7 würde noch zusätzlich der Uni-Verkehr aufgedrückt, während die nur zu Uni-Stoßzeiten gut genutzte 8, die aus Richtung Neustadt bisher eine brauchbare Alternative zur stets auch aus Norden randvollen 7 darstellte, endgültig in die Fast-Bedeutungslosigkeit degradiert würde. Bis zur Stilllegung des Buschabschnittes nach Hellerau wäre es dann auch nicht mehr so weit...

Wann die (übrigens genauso dringend benötigte) Straßenbahn entlang der Chemnitzer/Budapester Straße gebaut wird, steht ja ebenso in den Sternen.
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Alt 26.04.15, 09:16   #199
Elli Kny
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^ Ja, gesegnet sei das eigene Himmelreich. Ich weiß ja, was du damit sagen willst. Ja, ja, ja! Aber so ist es nicht und so wirds auch nirgends (ausser vielleicht bei diesem verlinkten Gaunerverein) betrachtet usw. usf. Mir ist auch klar, dass viele Dresdner, mangels Informationen, sich gar 100 oder 180% Autoanteil wünschten, wäre es denn möglich. Korrelierend mit der Aufteilung der Strassenfläche/Öff. Raum vergessen sie, daß sie dann nicht mehr aus dem eigenen Haus kämen, denn dann stünde überall Blech bis zum Fußabtreter.
Also lassen wir die Planer mal machen, die möchten eine weitere Reduzierung des MIV im Stadtgebiet (wie in LE auf ca. 30%) - alles andere wäre ja auch Schwachsinn. Bei solchen Fällen wie der Nürnberger Strasse gehts eher in die strukturelle Problematik, die da schon benannt wurde: das Regelwerk ist untauglich, Planer nutzen Spielräume nicht (Ansage von Oben/Chef) und es ist zuviel "Wirtschaftsförderung durch die Hintertür" (man nutzt den Geldregen für allerlei Unnützes).

Die letzte Bahn-Brücke am Leisniger Platz wird abgerissen - SäZ

Augustusbrücke - neustädter Brückenkopf (am Narrenhäusel)





^ Geht es hier noch voran? Eindruck ist, das Ding wird sich verzögern.
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sofern keine quellenangabe - alle bilder copyright by elli kny
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Alt 26.04.15, 10:30   #200
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Hätt' nicht gedacht, dass man dort die halbe Brücke wegbaggert...

Wenn ich die Arkaden am ehemaligen Biergarten des alten Narrenhäusels sehe komme ich nicht umhin, dessen Rekonstruktion für die Gestaltung eines annehmbaren Neustädter Brückenkopfes als unverzichtbar anzusehen. Eine solche wäre ja nun mit Aufgabe des unsäglichen Fußgängertunnels und der Augustusbrücke als öffentliche Durchfahrtsstraße eigentlich auch völlig problemlos machbar, da die Abbiegespuren am Neustädter Markt nicht mehr benötigt werden. Ob das noch mal auf die Agenda kommt?
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Alt 10.05.15, 23:15   #201
Elli Kny
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^ bei so wenigen Radfahrern und ÖV-Usern (liebe Mitlesende: es war der vorletzte "Peggi-Montag" samt Unwetter) ist ein kräftiger Ausbau der Infrastrukturen umso nötiger, gell.

Ponte d'Alberto (Bilder icke)

Das Brückengesims ist nun weit ausgeschalt und sichtbar - na dass das mal einigermassen gut aussieht später (???)
Was sich andeutet - zumindest aus der Nahperspektive - sieht eher nach Vergewaltigung des Altbestandes aus. Natürlich gesetzeskonforme Vergewaltigung.



Die Masten reihen sich nun, wenngleich ich mich schon leidlich daran gewöhnt habe.
unten: rechts im Bild: ein alter Mast zum Vergleich



In etwa einem Vierteljahr wird die Behelfsbrücke wieder abgebaut und der Umweltverbund nutzt die neue Brückenhälfte - stromlinienförmig-oberstromig - während die Abgaslawine erst gen Jahresende durchgelassen werden soll.
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Alt 11.05.15, 09:50   #202
Tobito
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Wird da noch was mit Sandstein verblendet oder bleibt das Ganze jetzt so nacksch-grau? Die Masten finde ich in Live gar nicht so sehr störend. Auf den vorangegangenen Bildern sah es schlimmer aus. Wie erfolgt denn jetzt dort der Aufbau des Fußweges. Der Radweg scheint ja betoniert zu bleiben. Den Fußweg hat man wohl tiefer betoniert so das es aussieht als kähne da noch was drauf. Aber für die Granitplatten ist da nicht genug Platz.

Jedenfalls ein straffer Zeitplan, bleibt spanndend ob der gehalten wird.

Geändert von Tobito (13.05.15 um 13:26 Uhr)
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Alt 12.05.15, 16:54   #203
FritzTowner
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FritzTowner hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Albertbrücke

Ich befürchte, dass die Beton"verzierungen" wohl so bleiben. Aber die Stadt darf mich ruhig eines besseren belehren. Hier noch mal ein paar Detailaufnahmen vom Februar diesen Jahres:





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Alt 12.05.15, 17:17   #204
antonstädter
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Grauenhaft...damit meine ich nicht Deine Bilder, sondern das Motiv...
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Alt 12.05.15, 19:38   #205
Dunkel_Ich
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Sorry, wenn ich das so sagen muss, aber auf mich wirkt das alles unglaublich dilettantisch.
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Alt 12.05.15, 19:58   #206
antonstädter
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Wenn nicht dilettantisch, dann auf jeden Fall lieblos und technokratisch. Erinnert mich irgendwie an den einfühlsamen Umgang der Deutschen Bahn mit ihrem baulichen Erbe, insofern reiht es sich ja (un)würdig ein.

Mich würde auch mal interessieren, ob man zumindest noch gedenkt, die versiffte Sandstein-Oberfläche zu reinigen. Auch ein wenig Farbe auf dem nackten Beton könnte den brutalistischen Eindruck zumindest etwas mildern.
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Alt 13.05.15, 00:35   #207
Elli Kny
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Technokratisch ist hier treffend und vollumfänglich. Von DVB-Planungen ist man die Vermastung und Schneisenbildung gewöhnt (man ließ sich die Kettenwerksfahrleitung aufschwatzen wie Medizinern die Apparatetechnik) und im Tiefbauamt gibts in der Tat nur reine Strassen- und Tiefbauer von geringster Gestaltungskompetenz. Der Brückenbau wird mE in voller Obhut des STA geführt - das Ergebnis ist volltypisch, nur Oberbau (Masten und Feste Fahrbahn) sind DVB-Zuständigkeit.

Es existiert kein öffentlicher Druck auf bessere Gestaltung, keine (Vorab-)Diskussion anhand von fairen Visualisierungen und die Lokalmedien schlafen bzw ahnen nichtmal was abläuft. Es wäre sehr zu wünschen, daß solche Fragen in den Blättern thematisiert werden, denn dafür ist es nie zu spät.

Der Frage nach der Sandsteinoptik sowie einer farblichen Angleichung der Betongesimse schließe ich mich an. Noch halte ich beide Szenarien für möglich. Generell vermeidet man ja (abseits der Mietshäuser) fast durchweg besagte "Reinigung" der Sandsteinfassaden in Dresden. Das ist aber eine eigene Diskussion, wo ich schon länger was vorbereite.
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Alt 13.05.15, 13:31   #208
Tobito
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Tobito befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Es war ja mal am Anfang die Rede davon, dass die Außenmauern und Bögen im Anschluß aller Arbeiten noch saniert werden. Aber an eine farbliche Angleichung geschweige denn einer Reinigung des Sandstein glaube ich ehrlich gesagt nicht.
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Alt 13.05.15, 13:37   #209
eryngium
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Liebe Forengemeinde,
ich melde mich hier nur sehr selten zu Wort, bin aber regelmäßiger Leser der Beiträge...
Prinzipiell bin ich begeistert, wie rege hier auf den vielen Dresden-Seiten Informationen ausgetauscht werden. Dafür ein großes Danke.
Was mir aber ab und an und gerade hier an dieser Stelle besonders auf- und missfällt: es werden regelmäßig auch ordentliche Leistungen von Planern und Architekten per se als schlecht oder "dilettantisch" abgetan.

Im vorliegenden Fall:
akzeptiert man, dass die Brücke bei der Sanierung auch verbreitert werden sollte, dann ist dafür die Errichtung einer Kragplatte aus Stahlbeton technisch notwendig.
Diese Kragplatte wurde nun (wie in den Fotos zu sehen) durch Konsolsteine und zahlreiche weitere Versprünge mit gestalterischem Bezug zur historischen Bausubstanz (aus meiner Sicht passend) strukturiert.
Hätte man DAS besser machen können?

Ich denke, man sollte sich vor Äußerung solch harter Kritik mal Gedanken machen, was die Alternative wäre...
Eine Erweiterung der Brücke über eine Konsole aus Sandstein hätte die Aufbaustärke der Brücke deutlich vergrößert und damit Ihre Optik und Proportion deutlich zum Nachteil verändert. Abgesehen davon, ist die Einbindung der umliegende Straßen und Straßenbahnen an eine höhere Brücke nahezu unmöglich.

Wenn hier einige Nutzer jedwede Änderung und Fortentwicklung - ohne Rücksicht auf technische Notwendigkeiten und eine städtebaulich-infrastrukturelle Weiterentwicklung (Verbreiterung für Radverkehr) - prinzipiell als "Teufelszeug" "runterschreiben", dann vertut man sich an dieser Stelle die Chance, echte Missstände wirkungsvoll zu kritisieren.

Politik nimmt FACHLICH FUNDIERTE Volkes-Stimme im Netz immer mehr Ernst und muss diese letztlich zur Grundlage für Entscheidungen machen.
Voll-Utopisten, ewig Gestrige, Net-Trolle und Romantiker KANN Politik hingegen weiter ignorieren...

Fundierte Kritik, wie hier an vielen Stellen geäußert, ist natürlich unbedingt wichtig. Ich Teile z.B. die Meinung, dass der Verlust der histor. Bahnbrücken-Konstruktion am Bhf. Neustadt hier zu Recht gebrandmarkt wird.
Aber alles in einen Topf und mal kräftig rühren.... ; das hilft nicht weiter, denke ich.

Ich finde wir sollten abwarten. Das Ergebnis wird sich an dieser Brücke sehen lassen. Und denkt mal nach: Farbe und Reinigen.... Sowas ist immer am ENDE einer Baumaßnahme angesetzt.

Grüßle aus Striesen.
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Alt 13.05.15, 15:24   #210
Saxonia
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Jetzt hast du das Repertoir an Emoticons aber ausgeschöpft.
Sollte die Brücke so bleiben, ist sie m.E. optisch auf jeden Fall verhunzt. Das ist erstmal . Inwiefern das praktischen Ansprüchen geschuldet ist, sei mal dahingestellt. Eine wirkliche, der Bedeutung des Elbpanoramas angemessene Wertschätzung des innerstädtischen Brückenbestandes, kann ich nicht erkennen. Die Augustusbrücke wird jetzt die einzige nicht unansehnlich verbreiterte Bogenbrücke in Dresden sein. In Prag oder Paris käme auch niemand auf die Idee, historische Brücken für so einen Spiddel wie separate Radwege zu verbreitern. Das mag für manche ein unpassender Vergleich sein, entspricht aber dem zumindest kolportierten Anspruch der Stadt.
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