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Alt 12.11.13, 12:14   #1
Andy429
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Registriert seit: 23.01.2012
Ort: Duisburg
Beiträge: 45
Andy429 hat die ersten Äste schon erklommen...
London Britannia Airport

Die Londoner Flughafen-Kommission stellte Pläne für einen neuen Flughafen 80 km östlich des Stadtzentrums vor. Der Flughafen soll auf einer künstlichen Insel in der Themse-Mündung angelegt werden. Dafür könnte Heathrow geschlossen werden und an seiner Stelle ein neues Stadtviertel für 300.000 Bewohner und 200.000 neuen Jobs entstehen. In den Medienberichten ist zwar von 300.000 Häusern die Rede, aber in den Presse-Unterlagen der Entwicklungsgesellschaft Testrad wird von Bewohnern gesprochen. Diese Presse-Unterlagen sind wie ein Exposé mit interessanten Details, habe die einfach mal übersetzt:

6 Landebahnen / 24 Stunden Betrieb
30 Minuten vom Stadtzentrum Londons, Check-in "auf Land"
172 Millionen Passagiere pro Jahr
Anbindung per Zug und Schiff
Geplanter Ort verursacht geringe Störungen ("Low impact Estuary location")
Kosten: 47,3 Milliarden Pfund (56,4 Milliarden Euro) (Quelle: Spiegel Online)
Zum Vergleich: Kosten für dritte Landebahn in Heathrow bei 14 - 18 Millarden Pfund (Quelle: Presse-Unterlagen Testrad)

Das neue Stadtviertel in Heathrow hat laut der Unterlagen einen "Entwicklungswert" von mindestens 45 Millarden Pfund und könnte teilweise dazu dienen die Kosten des neuen Flughafens zu decken.

Laut der Unterlagen gibt es den Bedarf die östlichen Gemeinden an der Themsemündung ökonomisch zu entwickeln. Der neue Flughafen wäre der Motor einer solchen Entwicklung. Die Zulieferer, Lieferanten, Caterer, Wartungsfirmen etc. würden sich in der Nähe ansiedeln. Hier ist Frage, wie ist das mit dem Anspruch "Low impact location" vereinbar?

Interessant finde ich die Anbindung per Schiff, es gibt dort Anlegestellen für inländische und internationale Fähren, hieße das Einzugsgebiet des geplanten Flughafens könnte sich auch auf die nahegelegenen Nordsee-/Kanalanrainer erstrecken, wie Niederlande, Belgien oder Nordfrankreich.

PKWs sollen den Flughafen nicht direkt ansteuern können, dadurch verlagert sich die Park-/Stellplatzproblematik in die Zubringerstationen. Durch Dezentralisierung der Zubringer kann Fläche am Flughafen eingespart werden. Fläche in der Stadt wäre traditionell eher teurer als Fläche am Flughafen, aber hier ist die Fläche am Flughafen eine künstliche Insel, also eher begrenzt.

Hier Link zur Entwicklungsgesellschaft:
http://testrad.co.uk/

Hier Bilder, wie es aussehen könnte:
http://testrad.co.uk/london-britannia-airport/

Hier ein Bericht auf Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/reise/europa/l...-a-933066.html

Geändert von Andy429 (12.11.13 um 13:03 Uhr)
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