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Alt 22.03.16, 12:51   #226
LEconfidential
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Eine Frage zur Visualisierung aus dem verlinkten LVZ Artikel:

Wenn ich mir den blauen Grundriss Anschaue und ihn mit der Visualisierung vergleiche, frage ich mich, wie das zusammen passt.

Der Grundriss schließt nicht mit dem nebenstehenden Gebäude ab und reicht sogar weiter bis zur Straße heran.

Auf der Visualisierung ist aber kein Vorsprung zu sehen und es sieht so aus, als schlössen beide Gebäude ab.

Habe ich einen Denkfehler?
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Alt 22.03.16, 14:38   #227
Aixois
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Ich würde vermuten, dass der Grundriss nicht richtig ist. So wie auf der Visualisierung dargestellt, nimmt der Neubau die Rundung des Nachbarn auf, so ist es auch im Stadtentwicklungsplan vorgesehen. Schon, dass die Ecke sich langsam Richtung Leuschnerplatz vorarbeitet.
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Alt 03.06.16, 12:37   #228
Whywolf_Larry
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Whywolf_Larry braucht man einfachWhywolf_Larry braucht man einfachWhywolf_Larry braucht man einfachWhywolf_Larry braucht man einfachWhywolf_Larry braucht man einfachWhywolf_Larry braucht man einfach
Gestern hatten Studenten der TU-Drmstadt in Leipzig eine kleine Ausstellung gemacht und Sieben Entwürfe für die Leuschnerplatz bebauung vorgestellt. Dazu waren auch Politiker und der BDA eingeladen. Es gab ein gewaltiges 1:50 Modell und kleine 1:500 Modell (in weiß). Auf Pläne wurde verzichtet. Die Städtebauliche Qualität war sehr flach und auf schöne Bilder begrenzt, welche nur in den üblichen Architektenperspektiven funktionieren.


















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Alt 03.06.16, 17:48   #229
DAvE LE
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^ Danke für die Eindrücke!

Wer kommt nur auf die Idee, den Wilhelm-Leuschner-Platz zu bebauen? Nu ja, die, die die Entwürfe gemacht haben. Aber wozu, wenn es dann keinen großen Stadtplan mehr gibt. Komplett kann man die Fläche auch nicht bebauen.
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Alt 04.06.16, 10:22   #230
Basso
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Habe auch gerade einen Beitrag zur Markthalle am Wilhelm-Leuschner-Platz eines Studenten entdeckt. Die städtebauliche Lösung gefällt mir eigentlich ganz gut und greift den B-Plan Vorentwurf aus städtebaulicher Sicht weitestgehend auf, ändert ihn aber etwas, sodass eine neue Wegeachse und Neubebauung gegenüber der Trinitatiskirche entsteht. Mit der vorgeschlagenen Platzbespielung, die ein eigenständiger Entwurf des Freiheits- und Einheitsdenkmal ist, wirkt der Platz ziemlich harmonisch und bricht dessen Größe auf ein menschliches Maß.

https://issuu.com/ronnyz./docs/brot_...esis_ronny_zsc
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Alt 04.06.16, 11:10   #231
Whywolf_Larry
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Interessant wie Studenten aber alle auf die gleichen Vorbilder und Grundideen kommen. Wenn das nicht aus Münster wäre könnte man denken der Saß bei uns im Entwurfsseminar. Gerade das Gebäude von JAJA-Arhitekten, das hatte ich auch damals entdeckt, übrigens auch hier im Thread gepostet. Nicht schlecht.
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Alt 26.08.16, 00:49   #232
Rundling
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Zitat:
"Streitgespräch Architektur"

Am 24. August, 19 Uhr, Alte Nikolaischule, Richard-Wagner-Aula
„Wiederaufbau des Leuschner Platzes, Planungen, Konzepte, Ideen"
u.a. mit
Jochem Lunebach, Leiter des Stadtplanungsamtes der Stadt Leipzig,
Dr. Arnold Bartetzky, Kunsthistoriker und Architekturkritiker,
Manfred Denda, Freier Architekt
Moderation: Dr. Wolfgang Hocquél, Kulturstiftung Leipzig
Gestern hab ich das erste Mal eine solche Veranstaltung besucht...
Neben den auf dem Podium versammelten Gesprächsteilnehmern hatten sich etwa 100 Bürger in der damit etwas überfüllten Aula eingefunden, darunter auch Herr Gormsen und Herr Böhme, die sich im weiteren Verlauf zu Wort meldeten.

Zunächst gab Herr Hocquél einen Überblick zur Gesamtsituation, anschließend ging Herr Lunebach auf die Entwicklung der Planungen der letzten Jahre etwas ausführlicher ein.
Herr Denda bezog sich in seinen Ausführungen auf die Überlegungen aus der Zeit vom Ende der DDR bis in die frühen 90er. Im Anschluss sollte wohl Herr Bartetzky das Streit-Gespräch in Gang bringen, meinte aber, er könne beiden Konzepten etwas abgewinnen. Später äußerte er wiederholt Zweifel an der Nutzbarkeit und dem Sinn eines großen Platzes und verwies außerdem auf ein Frankfurter Projekt als Beispiel für kleinteilige Bebauungen.

Es geht vor allem um die Frage, ob ein sehr großer Platz entstehen soll (entspricht dem aktuellen Stadtratsbeschluss) oder der Königsplatz ungefähr in alter Größe.

Zitat:
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Promenade:

Rechte: Initiative Leipziger Architekten

Esplanade:

Rechte: Initiative Leipziger Architekten
Um dieses Thema wurde ein bisschen drumherumgeredet, ohne wirklich auf den Punkt zu kommen. Wer dem Stadtrat den Floh ins Ohr gesetzt hat, dass Leipzig unbedingt einen unförmigen Riesenplatz benötigen würde, blieb leider unklar. Konsens bestand aber darüber, dass es durchaus möglich ist, die S-Bahn für die Königsplatz-Variante zu überbauen.

Herr Lunebach favorisiert jedoch die Planung nach aktuellem Beschluss, zwar wäre ein neuer Beschluss in dieser Frage nicht ausgeschlossen, aber es wurde der Eindruck vermittelt, dass dies sehr unwahrscheinlich (und wohl auch nicht gewollt) ist.
Demgegenüber stellten Böhme und Gormsen die Vorteile des Königsplatzes heraus, an eine Begründung von Herrn Lunebach für die Notwendigkeit des Riesenplatzes kann ich mich nicht erinnern...

Dazu nahm dann aus dem Publikum kommend Herr Schlegel Stellung (während der Veranstaltung hielt ich ihn für einen Vertreter der CDU-Fraktion, die Suche nach dem richtigen Namen ergab jedoch, dass er Sprecher für Stadtentwicklung und Bau der Linksfraktion ist ).
Er posaunte gleich mal in den Raum, dass nun auch mal Schluss sein müsse mit immer neuen Vorschlägen und Diskussionen... und auf den Einwand hin: "Auch wenn das Ergebnis schlecht ist!?" wurde er pampig.

Überzeugende Argumente für den Riesenplatz und dessen Nutzung konnte er bezeichnenderweise auch nicht liefern... Er brachte vergleichsweise die Grünfläche am Thomaskirchhof (Thomaswiese ) ins Spiel, sowie den Weihnachtsmarkt und Fahrgeschäfte...
Ähnlich qualifizierte Beiträge gab es zum Leuschnerplatz auch schon aus anderen Fraktionen (Arkaden seien untypisch für Leipzig, man solle doch die Planung einfach mal akzeptieren... usw.)
Anerkennenswert ist aber, dass sich Herr Schlegel im Gegensatz zu den übrigen Stadträten der Diskussion gestellt hat.

Die Vertreter des Stadtrats und der Verwaltung vermittelten nicht den Eindruck, ihre Pläne im wesentlichen Punkt noch einmal überdenken zu wollen, so dass es sich zu einer Alibiveranstaltung in Bezug auf die vorgeblich so sehr gewünschte Bürgerbeteiligung zu entwickeln schien.
Dazu passend war im weiteren Verlauf des Verfahrens die Beiteiligung der Bürger planmäßig an vorletzter Stelle vorgesehen (also im Prinzip, wenn alles bereits entschieden ist).

Ich empfand das Ganze letztendlich als frustrierend - nicht nur, weil ich den derzeitigen Entwurf für die schlechteste aller vorgestellten Varianten halte, sondern weil sein Zustandekommen von mangelnder Planung und Abstimmung (Teilverkauf von Grundstücken, Tunnelbauwerke, Freiheitsdenkmal...) sowie von einem erschreckenden Desinteresse an der gestalterischen Qualität der weiteren Stadtentwicklung zeugt.

Abschließend Respekt und Anerkennung für die geleistete Arbeit an alle, die sich mit Ideen und überzeugend ausgearbeiteten Vorschlägen samt ausführlichem Informationsmaterial in die Diskussion eingebracht haben, obwohl offenbar wenig Interesse an einer tatsächlichen Bürgerbeteiligung zu diesem Thema besteht.

Zitat:
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Rechte: Initiative Leipziger Architekten
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Alt 26.08.16, 10:18   #233
Cowboy
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Cowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes Ansehen
^ Danke für den Bericht. Die LVZ greift das Thema von gestern in der Alten Nikolaischule auch auf, und formuliert gleich in der Überschrift, dass mit einem Bebauungsplan frühestens 2018 zu rechnen sei. Vor 2020 passiert baulich also erst einmal gar nichts auf dem Leuschnerplatz (vermutlich auch nicht vor 2025).

Kritisiert wurde allgemein, dass die jetzigen Pläne keine Verbindung zwischen Innenstadt und Südvorstadt herstellen würde und nur mit vier Baufeldern ein lebendiges Viertel geschaffen werden könnte, statt mit drei wie vorgesehen. Funfact aus meiner Sicht: Der Bowlingtreff soll jetzt mehr Freiraum erhalten, um als Solitär wirken zu können.
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Alt 26.08.16, 14:32   #234
C. S.
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C. S. könnte bald berühmt werden
Ich danke auch, kann nur viel Kraft und Ausdauer wünschen, dass sich der Widerstand durchsetzt und Qualitätsansprüche zu Änderungen führen.

Wie haben sich Gormsen und Co geäußert?

S.Schlegel poltert gern herum, der ist tatsächlich gefühlt in der IHK/CDU-Fraktion zu verorten, mit seinen Thesen zu Bauen & Verkehr. Doch es stimmt, er stellt sich immer einer Diskussion.
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Alt 28.08.16, 14:05   #235
Whywolf_Larry
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Das gibt es doch nicht, es gab damals ein bis zwei gute alternativ-Entwürfe von der Architekten-Initiative. Und jetzt wollen die immer noch diesen Unterirdischen "Leuschner-Forum" Entwurf zurückgreifen den der beste Kumpel von Dubrau verbockt hat.
Und wenn schon das Einstein-Zeit drunter schreibt, warum wird dann die Alte unnütze Markthallenforum wiederaufgegriffen. Das ding gilt schon in kleinerer Form als unwirtschaftlich. Auch das aktuell nochmal ein Workshop stattfindet und die Entwürfe schon wieder überarbeitet werden (auch von Wolf mal wieder).
Derselbe mist ist der Denkmalschutz für den Bowlingtreff, ein 1987 erbauter Postmoderner Bau der die Westdeutschen Nachwende-Verschandelungen Leipzigs vorausnimmt.
Das ist ausnahmsweise mal keine Ostmoderne-Bau (wenn man das überhaupt so nennen sollte) den man erhalten sollte.
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Alt 04.10.16, 20:17   #236
LE Mon. hist.
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Strategiepapier - erweiterte Innenstadt

Strategiepapier - erweiterte Innenstadt
https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020...OLFDNR=1004112

Zitat:
Status Quo und Hintergrundinformationen

- Plangebietsgröße: ca. 62.000 m²
- Bebauung und Nutzung: Oberirdische und unterirdische Bebauung besteht mit der CityTunnel-Station, dem ehemaligen Bowlingtreff und dem Kellergeschoss der ehemaligen Markthalle. Der westliche Teil des Areals wird seit Herbst 2015 als temporär hergerichtete Platzfläche, die östlichen Teile werden temporär als Parkplatz genutzt bzw. liegen brach.
- Planungsrechtlicher Status: Darstellung im FNP als gemischte Baufläche (Kerngebiet möglich), für Teilflächen besteht Baurecht im Rahmen des § 34 BauGB. Insgesamt besteht zur städtebaulichen Neuordnung jedoch ein Planungserfordernis.
- Eigentumsverhältnisse: Der Großteil der Flächen befindet sich im Eigentum der Stadt Leipzig. Zwei kleine Flurstücke befinden sich in Privateigentum.
- Planungsgeschichte: Verschiedene Planungen seit Anfang der 1990er-Jahre, Planungsziel innerstädtische Nutzungsmischung, zwischen 2011 und 2014 Planungen für das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal, seit 2011 Durchführung des Bebauungsplanverfahrens Nr. 392.
- Besonderheiten: Das Areal des Wilhelm-Leuschner-Platzes dürfte die innerstädtische Potenzialfläche sein, zu der in der Vergangenheit und bis heute andauernd die intensivsten und - bezogen auf die Planungsziele - die kontroversesten stadtgesellschaftlichen und kommunalpolitischen Diskussionen geführt worden sind und werden.

Planungsziele
- Gemäß Stadtratsbeschlüssen soll der Bowlingtreff erhalten und über einen Konzeptvergabe ausgeschrieben werden (Beschlüsse Nr. RBIV-1374/08 vom 20.11.2008 und A-00702/14 vom 19.11.2015)
- Gemäß Stadtratsbeschluss soll für eine Markthalle Baurecht geschaffen werden (Beschluss Nr. RBV-1189/12 vom 18.04.2012). Für das Markthallengrundstück erfolgte 2013 eine Ausschreibung. Für den Abschluss des Kaufvertrages bedarf es noch der Klärung einiger städtebaulicher Aspekte.
- Gemäß Stadtratsbeschluss wurden die Leitlinien für die Weiterführung des Bebauungsplanverfahrens Nr. 392 bestimmt ( Beschluss Nr. VI-DS-01690-NF-02 vom 16.12.2015) Darin erfolgten Festlegungen zur städtebaulichen Grundlage, zur Nutzungsstruktur (insbesondere zum Mindestwohnanteil), zur Markthalle, zum Themenbereich Stadtökologie / Klima, zur Erschließung, zum öffentlichen Platzraum, zur städtebaulichen Gestaltung des nördlichen und südlichen Quartiers und zur Umsetzungsqualität.
- Der Freistaat Sachsen plant auf der Südspitze des Wilhelm-Leuschner-Platzes ein Gebäude zur wissenschaftlichen und gegebenenfalls behördlichen Nutzung zu errichten und das Leibnitzinstitut für Länderkunde anzusiedeln.
- Der Wilhelm-Leuschner-Platz ist als Standort zur langfristigen Verwaltungsunterbringung in Prüfung.

Entwicklungspriorität, Umsetzungsstrategie, Zeithorizont
- Abschluss des Bebauungsplanverfahrens Nr. 392 als Grundlage der Ansiedlungen hat hohe Priorität. Ein Verfahrensabschluss wird bis Herbst 2017 angestrebt.
- Für das südliche Quartier (Bereich zwischen Brüderstraße und Windmühlenstraße) können bei Kompatibilität mit der Gesamtplanung auch vorzeitige Baugenehmigungen auf der Grundlage von § 34 BauGB erteilt werden. In diesem Fall werden die erforderlichen Maßnahmen der vom Stadtrat beschlossenen Leitlinien als Verpflichtung in die Kaufverträge aufgenommen.
- Die Schaffung von Baurecht für eine Markthalle erfolgt durch einen ergänzend zum Bebaungsplan Nr. 392 aufzustellenden vorhabenbezogenen Bebauungsplan.
- Der Stadtrat hat mit Beschluss Nr. VI-DS-01690-NF-02 weiterhin beschlossen, dass zur Vorbereitung der Vermarktung der kommunalen Grundstücke eine Arbeitsgruppe aus Mitarbeitern der Verwaltung und Vertretern der im Stadtrat vertretenden Fraktionen gebildet wird.
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Alt 05.10.16, 14:31   #237
DaseBLN
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DaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiell
^ In diesem Zitat finden sich ja zwei durchaus interessante und m.W. bisher nicht bekannte Ansiedlungsinformationen:

Zitat:
Der Freistaat Sachsen plant auf der Südspitze des Wilhelm-Leuschner-Platzes ein Gebäude zur wissenschaftlichen und gegebenenfalls behördlichen Nutzung zu errichten und das Leibnitzinstitut für Länderkunde anzusiedeln.
und

Zitat:
Der Wilhelm-Leuschner-Platz ist als Standort zur langfristigen Verwaltungsunterbringung in Prüfung.
M.E. grundsätzlich gute Nachrichten, wenn öffentliche Bauherren hier zusammen mit der Markthalle irgendwann den Anstoß für eine rasche Neubebauung des WLP geben könnten. Die LVZ weiß zur langfristigen Verwaltungsunterbringung hier heute zu berichten, dass die Stadt aufgrund auslaufender Mietverträge fürs technische Rathaus (2029) und das Jugendamt (2019) sowie mit dem Wachstum verbundener Personalaufstockungen gegenwärtig zwei Lösungen für Neubauten überprüft, eine davon innerstädtisch. Bevorzugt im "nordöstlichen Bereich" des WLP könnte ein Gebäude mit 29 100 m² Nettogrundfläche entstehen, ergänzt um einen weiteren Neubau in der Großen Fleischergasse. Nach Prognose könnten so Platz für insgesamt 1620 Mitarbeiter bei Kosten von 140 Mio. Euro geschaffen werden. Bis zum Frühjahr 2017 sollen der Verwaltungsspitze eine konkrete Stellenprognose sowie ein Feinkonzept zur künftigen Unterbringung vorliegen, die eine Standortentscheidung ermöglichen - die Alternative wären Umbauten von Messehallen auf der Alten Messe.
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Alle Bilder, soweit nicht anders angegeben, von mir.

Fotos im DAF: Moskau
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Alt 05.10.16, 17:15   #238
Altbaufan_
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Altbaufan_ ist ein hoch geschätzer MenschAltbaufan_ ist ein hoch geschätzer MenschAltbaufan_ ist ein hoch geschätzer MenschAltbaufan_ ist ein hoch geschätzer Mensch
Der Umzug des "Institut für Länderkunde" ist schon lange geplant und auch der Favorit Leuschnerplatz nicht erst seit o.g. Strategiepapier neu. War bisher nur nicht in den Medien sonderlich präsent, da diese Einrichtung für LVZ und Co. sicher nicht so großen Wert hat wie die Uni, HHL oder BioCity, Max Plank Inst. usw, welche schon oft in der LVZ präsent waren.

2014
http://www.daniela-kolbe.de/pressemi...en-haushaltsau
2015
https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/198626
"Es wird von einem Umzug Ende 2017 ausgegangen."

Leider zieht sich in öffentlichen Bereichen vieles ewig hin, ein NEUBAU ist wohl gesetzt (sicher). Ein Umzug Ende 2017 jedoch mehr als fraglich, wurde doch noch nicht mal ein Bauantrag o.ä. eingereicht.
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Alt 06.10.16, 17:08   #239
hedges
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Ich finde den Ansatz gar nicht so gut lässt man außer Acht, dass die öffentlichen Gebäude den Anstoß zur Neubebauung geben könnten. Am Leuschner Platz eine Zentrierung der Stadtverwaltung zu verwirklichen wird dem Platz, meines Erachtens, nicht gut tun. Eine (fast) reine Verwaltungsnutzung wird vor allem am Abend und am WE das Quartier völlig verwaist lassen. Dann könnte man auch gleich eine reine Büronutzung zuordnen.

Städtebaulich angestrebt und geplant ist eine Mischnutzung. Das wäre dann auch eine wirkliche städtebauliche Weiterentwicklung. Nicht zu vergessen, sind die Wohnriegel rund um dem Bayrischen Platz. Diese der LWB gehörenden Riegel bieten viel Platz und bilden keine wirkliche bauliche Fassung für den Platz. Eine Verdichtung mit Wohnbauten und Bauten für die Stadtverwaltung scheinen mir da eher geeignet als am Leuschner Platz. Dieser besticht ja gerade durch die Brücke zwischen Innenstadt und der sehr belebten Südvorstadt. Gastronomie, Einkaufen, Hotel, Gewerbe, und Wohnen sollten da im Vordergrund stehen. Eben eine Mischnutzung.
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Alt 07.10.16, 08:24   #240
DAvE LE
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^ Da stimme ich zu. Ich denke aber mal, soweit wird es nicht kommen. Ein Museum ist super an dieser Stelle. Ein paar Verwaltungsräume kann es ebenso geben. Zumindest Gewerbe in den Erdgeschossen - Café, Restaurant, Buchhandel, ... - würde dies dann wieder lebendig machen. Die Mitarbeiter im Technischen Rathaus, die im Erdgeschoss sitzen, wohlen ja auch nicht ständig beobachtet werden und haben meistens die Vorhänge zu.
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