Leipzig: Freiheits- und Einheitsdenkmal

  • Leipzig: Freiheits- und Einheitsdenkmal

    5 Mio. EUR fürs FREIHEITSDENKMAL!


    Die Bundesregierung stellt der Stadt Leipzig rund 5 Mio. EUR für das Freiheitsdenkmal zur Verfügung. Spätestens am 9. Oktober 2009 soll der künstlerische Wettbewerb beginnen. Also nix zum passenden Jubiläum "20 Jahre friedliche Revolution". Bundestagsabgeordneter Weißgeber favorisiert den Platz für das Denkmal vor dem Opernhaus.


    weiteres auf >> http://www.lvz.de/aktuell/content/86026.html

  • na das kann ja was werden. wieder so ein architektenwettbewerb, wo am ende nen kubus rauskommt, weil sich irgendwelche künstler verwirklichen müssen. was spricht denn dagegn, bei so einer sache, die sich das volk erkämpft hat (mit ihren friedlichen demonstrationen) auch das volk entscheiden zu lassen. man könnte doch sagen, bis zum datum XX kann jeder sein halbwegs profesionellen entwurf einreichen, dann entscheidet ein gremium über die besten 50, da werden jeden tag ind er lvz 10 veröffentlicht, dann könn die leses abstimmen, die besten 2 jeden tages kommen weiter, un von den 10 wird dann am ende entschieden .... find ich voll klasse die idee :D dann kommt wenigstens ein denkmal raus, was auch jeder versteht, und wo man nicht 8 semester kunst oder 10 semester architektur studiert habn muss, um die "intention das autors", wie es in deutsch immer so schön hiess, zu erkennen ....

  • ^ Wenn dabei allerdings pathetisch die Mauer überkletternde Leute bei rauskommen, wie in den Ideenrunden hier, bin ich doch eher dafür, dass Ganze in etwas professionellere Hände zu geben. Wenn die Leipziger basisdemokratisch über die Stadtausgaben bestimmen dürften, würdne ausschliesslich Kidnergärten gebaut werden.

  • ^ Sehe ich nicht so. Das grundsätzliche Bild sollte schon erkennbar sein. Eben tendenziell demonstrierende Menschen mit Banner, etc. in der Hand, die nach Freiheit streben.
    Den professionell künstlerischen Aspekt sehe ich darin WIE das Ganze dann im Detail umgesetzt wird, so dass es eben nicht so aussieht wie Denkmäler im Sozialismus.


    Heutige Denkmäler scheitern ja oftmals daran, dass sie dermaßen abstrakt gestaltet sind, dass der Sinn des Denkmals überhaupt nicht erkennbar ist.
    Wann sonst war die Darstellung von Menschen bei einem Denkmal passender, als bei einer friedlichen Revolution, die vom Volke ausging? Man könnte natürlich auch eine große Friedenstaube darstellen. :D Wobei wir dann wieder beim Thema Sozialismus wären.


    Die Idee mit der Abstimmung durch das Volk, die Leipziger, finde ich im Ansatz auch gut. Wie das ganze dann im Detail ausschaut, ist wiederum eine andere Sache und strittig.

  • mh, also leute bei der arbeit oder beim kampf oder was acuh immer darzustellen, hat schon sehr was sozialistisches .... vorallem dann noch menschen in aktion ..... egal ob mit dem pflug oder mit dem gewehr in der hand .... ^^ ich denk ein klassisches motiv aufzugreifen, wie eben zb ein "triumphbogen", und das mit modernen materialien zu gestalten sieht noch mit am besten aus. man könnte ja zb den bereits gezeigten entwurf aus edelstahl erstellen, und in sockelbereich in lebensgröße die demonstrierende masse einprägen (geht doch so schön mit lasertechnik, die oberfläche anzurauen ..... ähnlich einer gravur) ... oder wie immer "gedanktafel" <--- langweilig, liest sich eh keiner durch .... erst recht keine "deutschland in 3 tagen"touristen. die müssen 14 uhr ja schon wieder in dresden sein, und 18 uhr dann in berlin, weil brandenburgertor noch wichtig ist, bevor 22 uhr der flieger nach paris geht ...

  • ^ Wer legt denn fest, dass das grundsätzliche Bild schon erkennbar sein sollte? Du? Wer sagt denn, dass es nicht ein paar Demonstranten von damals gibt, die sich durch ein an sozialistische Propagandakunst erinnerende 'realistische' Abbildung ein wenig, sagen wir, mißrepräsentiert fühlen? Sollten überhaupt alle Leipziger ein Mitspracherecht haben, auch diejenigen, die damals auf der anderen Seite standen oder zu diesem Zeitpunkt die Stadt gar nicht kannten oder noch gar nicht geboren waren?


    Wie du siehst, Fragen über Fragen. Fest stellen kann man aber, dass 1. viele Köche den Brei verderben und dass es 2. keine Kunst gibt, die allen gefällt.


    Dass es trotzdem natürlich ein wenig mehr sein sollte, als die Waschanlage auf dem Postplatz in Dresden, ist klar. In dem Zusammenhang finde ich das hier seit ein paar Tagen diskutierte Fussballtor absolut grottig, das erinnert nämlich extrem daran.

  • mit der waschstraße geb ich dir recht, deswegn wäre es auch sicherlich nicht so praktisch, straßenbahnen durchfahren zu lassen, wie am goerdler ring angedacht. allerdings scheint für dich ja auch jeder bogen und jedes tor auszusehen wie ein fussballtor. hauptsache öffnung in der mitte = fussball ... alles klar. bloß manchmal ist wie beim arc de triomphe die pfosten und die querlatte n bissl dick geraten. vielleicht führen die pariser für dich ja noch nachträglich ein paar änderungen durch, damits mehr deiner vorstellung eines fussballtores entspricht ;)


    ich hab jetzt viel im ineternet mal rumgesucht, nach denkmälern. wirklich was "Neues" was auch gut aussieht, is da schwer zu finden. immerhin habn wir ja im nikolaikirchhof schon den säulennachbau aus dem inneren stehen, der eine ähnliche symbolik hat, wie das geplante denkmal. also sollte das neue denkmal diese schon übertrumpfen. sonst können wir uns die millionen wirklich sparen.


    die sache mit dem "abstimmen der leipziger bevölkerung" ist auch erstmal nur ein gedanke, der eh nur schwer durchzusetzen ist. ob da nun JEDER leipziger mitmachen darf, oder wie du es anscheinend machn würdest, nur die "guten menschen" die auch damals auf der straße waren .... am ende würden sich doch eh nur die beteiligen, die es auch interessiert. manchmal ist es garnicht so schlecht, die bevölkerung entscheiden zu lassn, mit eurem mahnmal an die ermordeten juden habt ihr berliner euch ja auch nicht gerad mit ruhm bekleckert ^^ jetzt springen schön die kinder von säule zu säule ^^

  • Früher wurden Kaiser, Könige, Feldherren dargestellt. Warum soll nicht auch mal "nur" das gemeine, einfache Volk dargestellt werden? Wie gesagt, nicht übertrieben harmonisch oder kämpferisch, wie bei sozialisitischen Denkmälern üblich, sondern einfach so, wie es tatsächlich anno '89 war. Zeitzeugen und Videoaufnahmen gibts bekanntlich genug. Aber so, dass es auch einen ästhetischen Wert hat und schön aussieht. Wobei das ja auch wieder relativ ist...allen kann mans bekanntlich nicht recht machen.
    Aber ich glaub, mit 5 Mio. ist da sowieso nich allzuviel zu machen. Der Künstler möchte ich schließlich auch für seine geniale Idee bezahlt werden. Letztlich wirds wohl eher wieder auf ein nichtssagendes Gebilde und eine 100-zeilige Erklärungstafel hinauslaufen.


    Um nicht generell moderne Denkmäler zu kritisieren: Den Jahrhundertschritt find ich z.B. sehr gelungen. Sowohl von der Idee, als auch der Umsetzung.

  • ^^ @ Ranger:


    Ein kleiner Vergleich ;)


    Hier nochmal der Stoepel-Entwurf.


    Arc de Triomf in Barcelona:



    Quelle: flickr.com user Matti Mattila, cc-Lizenz


    Aufblasbares Human-Tablesoccer Tor:



    Quelle: flickr.com user roryrory, cc-Lizenz


    Wem ähnelt der Entwurf mehr? Dort wo du einen Triumphbogen siehst, sehe ich bei diesem simplen Teil eben ein Fussbaltor. Zu hoffen, dass ein Triumphbogen wie in Paris, Barcelona oder Madrid im 21. Jahrhundert in Leipzig gebaut wird ist erstens naiv und zweitens aufgrund des geschichtlichen Hintergrund von Triumphbögen (der abgebildete Arc de Trimof bildet eine Ausnahme, da er EIngangstor zur Weltausstellung 1889 war) äusserst unpassend, schliesslich war das besondere im Jahre 1989, dass das ganze unblutig verlaufen ist und eben keinem "Triumphzug" gleicht.


    ^ @ LEgende: eben - Kaiser, Könige und Feldherren. Dafür dann im Sozialismus die Arbeiterklasse, als Ausgleich. Beides keine Assoziationen, die man mit der ersten unblutigen Revolution Deutschlands in Verbindung bringen möchte. Dass Ästhetik relativ ist und für 5 Mio. Euro keine großen Sprünge gemacht werden können, ist dir ja ebenfalls bewusst, insofern halte ich es für verkehrt, optische Vorgaben zu machen. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich deutlich machen.

    Einmal editiert, zuletzt von DaseBLN ()

  • Ich hätte auch noch zwei Vorschläge, der erste wer eine Art Siegessäule und die zweite wer ein Tor zur Freiheit (die Art wie das Brandenburger Tor in Potsdam). Hauptsache das Denkmal wird groß, so das man es auch von der Straße auch sieht .

  • mal fernab von straßenbauregeln und realisierungshindernissen:
    was haltet ihr denn davon, ein wenig das vielgelobte sächsische understatement zu nutzen und a la goerdelerdenkmal oder denkmal des 17.6.1953 lieber zehntausende fußstapfen in den ring hinein zu lassen. würde sich dann auch gut mit der noch zu realisierenden notenspur in ein bodenständiges leipziger kunstkonzept integrieren ;)


    oder statt irgendwelchen superabstrakten kunstfernen kubaturen etwas, was den gesamten ring (natürlich nur im sinne der umsetzbarkeit) umspannt: licht, pflanzen, "leitplanken"
    prinzipiell sehe ich figürliche kunst als menschennäher und deshalb greifbarer an und würde sie irgendwelchen sonstigen "kunst im öffentlichen raum verbrechen" (siehe kunstrasenlabyrinth an der gfzk oder den metallkletterer an der wundtstraße) jederzeit vorziehen. diese wiederum werden aber sehr leicht irgendeiner vergangenen kunstepoche zugeordnet.


    unsere nachbarn, die polen, haben ein gutes händchen für kunst im öffentlichen raum. ich versuch mal ein paar gute beispiele zusammenzutragen.

    Einmal editiert, zuletzt von ungestalt () aus folgendem Grund: satz vervollständigt.

  • Meiner Meinung nach braucht es nicht ein weiteres abstraktes Denkmal, dessen Sinn man nur erkennt, wenn man sich das Alu-schild durchliest.
    Früher wusste man doch auch, wie man sachen gedenken sollte, mit Größe und etwas imposanten. Eben etwas womit Leute zum staunen und/oder zum hochgucken angeregt werden. Ein Plasteklotz oder diese komische Waschanlage am Ranstädter Steinweg halte ich auch für blödsinnig.


    Z.b das Nationaldenkmal der Niederlanden in Amsterdam, das steht auch auf dem Hauptplatz der Stadt (de Dam) und stellt auch Menschen dar (ohne sozialistisch zu wirken).


    Was haltet ihr von so einer Art großem Obelisk?


    Ich denke 5 Millionen Euro alleine vom Bund sind doch schon recht viel und immerhin steuert das Land Sachsen und die Stadt Leipzig ja auch noch einen Teil hinzu. Ich bin nicht so beflissen in Baukosten berechnen, aber es handelt sich doch "nur" um ein Denkmal. Da hast du doch keine Innenausstattung und sowas, wie bei einem Gebäude.

  • zum geplanten Einheitsdenkmal:


    auch ich bin wie wohl die meisten meiner Vorredner für ein Denkmal im klassischen Sinne (also nichts abstraktes). Man möge sich nur mal vorstellen was jetzt vor der Thomaskirche für ein Mendelssohn stehen würde, wenn der ausgeschrieben wurden wäre....


    ^ein Obelisk? Na ja, da gibt es ja schon einige in der Innenstadt.
    Eisenbahndenkmal
    zumindest ähnlich: Plato-Dolz-Denkmal


    wäre zwar eine klassische Form, kann mir aber die Umsetzung des Themas nicht vorstellen.


    Auch der Augustusplatz will mir nicht so recht gefallen, er wäre meiner Meinung nach überladen, wenn nun vor der Oper noch so ein Denkmal stehen würde. Und überhaupt soll dann der Springbrunnen auf der Opernseite demontiert werden? Zumal wird die Operseite oft für Veranstaltungen genutzt die etwas Raum brauchen.


    hier mal ein Luftbild vom Augustusplatz zum Überblick


    Mir würde eine Lösung auf/unter Einbeziehung des Rings gefallen. So in etwa einen Bogen der an bestimmten Stellen den Ring auf seiner Breite überwölbt (ähnlich dem hier irgendwo gezeigten Bogen an der Angermühle)

  • gut ... also sind wir uns eigentlich fast alle einig, dass augustusplatz die falsche stelle in unseren augen ist??? ich denk auch, dass es a) zu einer überladung kommt und b) die statue entweder an den rand gedrängt wird, oder die nutzbarkeit des platzes arg einschränkt .... immerhin ist es ja der größte innerstädtische platz von ... mhh .. deutschland, is das richtig?


    nur bei der gestaltung gehn unsere meinungen stark außeinander ....
    mit dem obelisk hab ich auch schonmal nachgedacht .... ich war zwar noch nicht dort, aber das washington monument find ich ja von der dimension ziemlich beeindruckend.


    mit dem triumphbogen auf dasebln bezogen. es beitet sich ja daher an, das man 2 hälften hat, die oben in der mitte zusammenführen / zusammenwachsen..... un das hat ja dann auch null mit nem fussballtor zutun. und ich finde auch nicht, dass man da einen "kampf" braucht. ich hatte auch schon an das "gateway arch" in st louis gedacht. mit 192 m natürlcih etwas groß für 5 millionen budget und auch leipzig. aber von der idee her ..... :cool:

  • Ich wollte mich eigentlich nicht in die Diskussion einmischen, da ich a) 1989 noch ein bißchen jung war und nicht in Leipzig wohnte - mitbekommen habe ich es mit 14 natürlich trotzdem - und b) wir ja glaube ich nicht gefragt werden. Aber nun mache ich es trotzdem ;-):


    Auch ich halte den bereits mit Bedeutung ziemlich überladenen Augustusplatz für wenig geeignet und würde mir einen räumlichen Bezug zum Ring, dem eigentlichen Schauplatz der Demonstrationen wünschen, z.B. mit mehreren Stationen etwa am Augustusplatz als was kleinerem, der Runden Ecke und dem Rathaus.


    Die traditionellen Formen halte ich für wenig geeignet. Bei diesen Thriumphbögen und Obesliken habe ich andere Assoziationen als zehntausende Menschen mit ganz unterschiedlichen Anliegen, Sehnsüchten, Hoffnungen und Ängsten und an einen Prozeßcharakter, den die Ereignisse in Leipzig ja hatten.



    es beitet sich ja daher an, das man 2 hälften hat, die oben in der mitte zusammenführen / zusammenwachsen.....


    An der Stelle möchte ich noch mal daran erinnern, dass das eigentliche und zentrale Einheitsdenkmal in Berlin entstehen wird. In Leipzig sollte es eher um die friedliche Revolution 1989 gehen, bei denen die Einheit weder abzusehen noch überhaupt Ziel war ("Wir sind das Volk!").


    Ich könnte mir in dem Zusammenhang tatsächlich eine neue Form von Raumgestaltung vorstellen, die mit diesen klassischen Denkmalen oder Statuen als Erinnerung an Einzelereignisse wie die Siege großer Männer in großen Schlachten wenig gemein hat, eben nicht an einem einzelnen Platz, sondern im Stadtraum als Ort der Ereignisse angeordnet sind, und damit den anderen Charakter besser zum Ausdruck bringt.


    Lichtinstallationen etc. würden sich da wohl anbieten oder ähnliches "ungebautes". Und ohne jetzt schon den Künstler_innen vorgreifen zu wollen, so etwas könnte z.B. durch eine Steigerung z.B. immer Montags den historischen Bezug besser herstellen als ein ständiges und bald schon alltägliches, normales "Stadtmöbel".

  • LVZ vom 15. Januar 2009:
    Stelen sollen in Leipzig an 1989 erinnern
    http://www.lvz-online.de/aktuell/content/86028.html


    Dieses Ding von Miley Tucker-Frost erinnert mich eher an Entwürfe aus dem Kunstgeschichtsunterricht einer achten Klasse, wobei die bei Waldorf-Schüler_innen wahrscheinlich noch besser aussehen würden. Hoffentlich macht das neue Denkmal, wie auch immer es aussehen wird, dieses Teil überflüssig. Das würde ich nicht mal geschenkt wollen ;-):
    http://imageserver.abacho.com/…/a2008052915272344323.jpg


    http://www.mdr.de/artour/5554160.html

  • Was ist denn nun mit dem Bronze-Ei des Berliner Künstlers Via Lewandowsky:


    Etwa 1,50 Meter groß, aus Bronze, innen Schlagwerk und Glocke, außen glatte Goldhaut, versehen mit einer Inschrift. Letztere soll der Dresdner Dichter Durs Grünbein verfassen. Die Plastik selbst wird der Berliner Künstler Via Lewandowsky, Träger des LVZ-Kunstpreises 1995, schaffen.


    http://wwischer.itrnet.com/denkmalleipzig/vorschlag.php

  • @ stoney/648: Früher wurden für so ziemlich alles Wettbewerbe veranstaltet, das Ganze also mehr oder weniger ausgeschrieben. Es würde mich also nicht wundern, wenn es auch damals etliche andere Entwürfe gab.


    @ Ranger/649: siehst du, du denkst auch bereits abstrakt. Wenn schon hier im Forum die Meinungen so stark auseinander gehen, will ich gar nicht wissen, was bei einer Volksbefragung o.Ä. los wäre.


    @ LE Mon. hist./650: Fände ich auch nicht so schlecht. Die zwei künstlerischen Verarbeitungen der Ereignisse in der Nikolaikirche metaphorisieren ja da das Heraustragen der Idee aus der Kirche (Nikolaisäule) sowie die Vermehrung der Menge (Leuchtpflastersteine im Nikolaikirchhof) - finde ich beides vom Gedanken her sehr gut. Wäre schön, wenn das 'offizielle' Leipziger Wendedenkmal dann als nächsten Schritt wie du sagst die Montagsdemos am Ring aufzeigt. Dafür ist es m.E. wichtig, keine Vorgaben an die Form zu machen. Schön fände ich es aber trotzdem, wenn man das Ganze dann nicht nur Abends als Lichtinstallation erleben kann.


    Einige grundsätzliche Ergänzungen noch: Das Bronzeei eines Berliner Künstlers mit Dresdner Inschrift kam gar nicht gut an.


    Das Denkmal von Miley Tucker-Frost entspricht doch dem, was sich einige hier vorstellen. Insofern hat es durchaus eine Existenzberechtigung. Die Aufstellung wird m.W. nur erstmal aufgeschoben, um die Ortsdiskussion des eigentlichen Denkmals nicht zu beeinflussen.

  • Erstmal von mir ein kräftiges Hallo an alle.
    Lese schon seit über einem Jahr kräftig mit und erfreue mich der zahlreichen Information über meine Geburtsstadt.
    Zum Thema fänd ich den ehemaligen Königsplatz ganz angemessen.
    Als Verbindung zum doch sehr alternativ denkenden Süden, dazu direkt am Ring und in letzter Konsequenz auch zur Wiederbelebung klassischer Straßen- und Platzzüge hervorragend geeignet, dass entstehende Viertel um den Leuschnerplatz aufzuwerten.

  • hallo francois, leider wird wohl das praktische nicht so sehr ins gewicht fallen, da auf dem königsplatz nicht so viel bewegendes wie auf dem gördeler/tröndlinring geschehen ist.
    aber im zuge der langsamen regenerierung (markthalle, kirche, kulturzentrum & co) wäre es tatsächlich eine gute stelle, zumal die anderen bereiche schon ziemlich zugestellt sind.