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Alt 30.08.17, 12:03   #211
Schmittchen
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Das stimmt meines Wissens nicht so ganz. Für Höhen zwischen der Hochhausgrenze von 22 Metern und einer Gebäudehöhe von bis zu 60 Metern kann nach der Muster-Hochhaus-Richtlinie ein Treppenraum genügen, wenn er als Sicherheitstreppenraum ausgestaltet ist. Er gilt dann zugleich als erster und zweiter Rettungsweg. Mindestens zwei Sicherheitstreppenräume sind erst bei höheren Gebäuden erforderlich. Die MHHR sollte auch in NRW gelten (eventuell mit Modifikationen, aber wohl kaum in dieser Frage).
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Alt 30.08.17, 12:03   #212
jnhmsbn
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jnhmsbn könnte bald berühmt werden
Ich zitiere hierzu mal aus der Muster-Hochhaus-Richtlinie:


4.2 Notwendige Treppenräume, Sicherheitstreppenräume

4.2.1 In Hochhäusern mit nicht mehr als 60 m Höhe genügt an Stelle von zwei notwendigen Treppenräumen ein Sicherheitstreppenraum.

4.2.2 In Hochhäusern mit mehr als 60 m Höhe müssen alle notwendigen Treppenräume als Sicherheitstreppenräume ausgebildet sein.


Es gibt also schon einen Mehraufwand bei einer Höhe ab 60m. Die Häufung von 60m Hochhäusern ließe sich sonst wahrscheinlich auch schwer erklären.
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Alt 30.08.17, 15:00   #213
Echnaton
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Echnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfach
Richtig, das Thema Sicherheitstreppenraum hatte ich nicht angesprochen - Mehraufwand stellt der allerdings auch dar. Bei Aufstockungen lässt er sich auch nicht immer nachrüsten.

Nachtrag: Die Höhengrenzen richten sich - jedenfalls in NRW - nach der tatsächlichen Ausstattung der örtlichen Feuerwehr.

17 III LBO NRW:
Zitat:
(3) Für jede Nutzungseinheit müssen in jedem
Geschoss mit einem Aufenthaltsraum zwei
Rettungswege vorhanden sein; die Rettungswege
dürfen innerhalb eines Geschosses über
einen gemeinsamen notwendigen Flur führen.
Der erste Rettungsweg muss in Nutzungseinheiten,
die nicht zu ebener Erde liegen, über
mindestens eine notwendige Treppe führen;
der zweite Rettungsweg kann eine mit Rettungsgeräten
der Feuerwehr erreichbare Stelle
oder eine weitere notwendige Treppe sein.
Ein zweiter Rettungsweg ist nicht erforderlich,
wenn die Rettung über einen sicher erreichbaren
Treppenraum möglich ist, in den Feuer
und Rauch nicht eindringen können (Sicherheitstreppenraum).
Gebäude, deren zweiter
Rettungsweg über Rettungsgeräte der Feuerwehr
führt und bei denen die Oberkante der
Brüstungen notwendiger Fenster oder sonstiger
zum Anleitern bestimmter Stellen mehr als
8 m über der Geländeoberfläche liegt, dürfen
nur errichtet werden, wenn die erforderlichen
Rettungsgeräte von der Feuerwehr vorgehalten
werden.
__________________
"Die technischen Gründe, mit denen einst das System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gerechtfertigt wurde, sind heutzutage weitgehend verblasst." Wiss. Beirat beim BmF
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Alt 02.12.17, 02:09   #214
Bau-Lcfr
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Für den Thread dort wird es langsam zu allgemein:

Zitat:
Zitat von mamamia Beitrag anzeigen
Ein rechtkräftiger B-Plan ist nicht mal eben zu ändern.
Auf die Schnelle nicht. Da das Ausgegangen-Sein der Baugrundstücke so offensichtlich ist, dass man nicht mehr wegschauen kann, sollte die Stadt spätestens jetzt damit beginnen, die Bauplanung diverser Gebiete in der Innenstadt und in der nahen Umgebung so anzupassen, dass man an vielen Orten etwas in die Höhe gehen kann. Ich meine dabei nicht solche Rekorde wie in Dubai - in der Praxis wären eher Projekte bis 50-60 Meter zu erwarten, ganz selten höhere.

In Stuttgart etwa meinen Experten, kein Weg gehe an der Nachverdichtung der Innenstadt vorbei - diesen sollte man rechtzeitig vorbereiten.
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Alt 05.01.18, 13:24   #215
Bau-Lcfr
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Nachverdichtung vs. Grüne Wiese

Gerade fand ich diesen gestrigen FNP-Artikel, in dem der Hochhausbau samt Debatten (als Beispiele Frankfurt, Köln, München genannt) den Siedlungen auf der Grünen Wiese entgegengesetzt wird. Es gibt einen Düsseldorfer Bezug - der Geschäftsführer einer Düsseldorfer Immobiliengruppe fordert Ausweisung des Wohnbaulands an ÖPNV-Strecken, die jedoch spätestens beim Einzug neuer Bewohner fertig sein müssen. Bei der in Deutschland langen Planungszeit der Schienenstrecken wären dies nicht Jahre, sondern Generationen - es stehen praktisch nur die bestehenden Strecken zur Verfügung und dort ist die Umgebung der Haltestellen bebaut oder verplant. Eine weitere Frage, ob die Strecke neue Fahrten aufnehmen kann - etwa die S-Bahn-Gleise vom Düsseldorfer HBf Richtung Norden sind reichlich ausgelastet. Davon habe ich genauso am Rande der Planung der Rheinischen Bahn durch Ratingen gelesen wie auch höre fast jeden Tag vom Lautsprecher - die S-Bahn steht, weil der Verkehr davor stockt.

Man sollte auch nicht vergessen, dass der Betrieb zusätzlicher Fahrten kostet und die Fahrzeuge mehrere Millionen pro Stück kosten. Fazit: Je kürzer die Summe aller Wege in die City, desto besser.

Kürzlich zitierte ich die Wohnqualität-Kriterien - ob Einkaufsmöglichkeiten oder schnelles Internet, kein Normalmensch fordert, dass Hochhäuser in seinem Umfeld möglichst niedrig oder gar keine sein sollen - besonders wenn er eh in die Innenstadt zieht. Umso absurder erscheint das Vorgehen mancher Lokalpolitiker, die die vermeintliche Lebensqualität im Beschneiden möglichst vieler Geschosse der Neubauprojekte definieren.

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Die genannte Anzahl von 15 startenden Hochhaus-Projekten in Frankfurt präzisierte dieser FNP-Artikel wenige Tage zuvor - 7 Türme über 60 Meter Höhe seien im Bau, 15 weitere sollen in den nächsten Monaten folgen. Das Hochhaus-Wohnen sei in Mode, leer stehende Wohnhochhäuser seien nicht bekannt.
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Alt 07.01.18, 19:53   #216
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^ Ich lese die beiden FNP-Artikel aber anders - vor allem, da man sie nicht ohne weiteres von Frankfurt auf andere Städte projizieren kann (vor allem nicht den Hochhausbau, da nimmt Frankfurt eine einzigartige Sonderstellung in Deutschland ein).
Grundsätzlich lese ich da, dass es umstritten ist, ob und wie Hochhausbau die Wohnungsprobleme lösen kann.

Im zweiten Artikel steht, dass in die Wohnungen in Hochhäusern in Deutschland im Schnitt für 9000 Euro pro m² angeboten werden und dass die Mieten dafür bei bis zu 25 Euro pro m² liegen.
Da weder alle Gutbetuchten in Hochhäusern wohnen wollen, noch die Anzahl derer unbegrenzt ist, stösst man da auch irgendwann an die Grenzen (spätestens, wenn die Zinsen wieder steigen und sich die Rendite nicht mehr rechnet).

Der Bezug im ersten Artikel zur "grünen Wiese" bezieht sich eigentlich nur auf die Fehler des Großsiedlungsbau in den 60ern bis Anfang der 70er.

Der Bezug zu Düsseldorf ist ein Artikel in der Immobilienzeitung über (für mich) vernünftige Ansichten zum Bauen von Jörg Schnorrenberger, mit der der Autor die ähnlichen Ansichten des Frankfurter Baudezernent Mike Josef vergleicht, weil es eben in beiden Städten ähnlich ist.

In den Speckgürteln oder auch Einzugskreisen (bis zu 80 km), aus denen die Arbeitnehmer nach Frankfurt bzw. Düsseldorf (oder auch München) pendeln, wird ein Teil der Lösung der Wohnungsprobleme gesehen.

Da die Flächen möglichst nah an ÖPNV-Wegen liegen sollen und bei vorhandenen Haltestellen der Wachstum nur stark begrenzt möglich ist, soll Wohnbauland auch dort ausgewiesen werden, wo zusätzliche Haltestellen an bereits existierenden Strecken gebaut werden können.
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Alt 08.01.18, 13:17   #217
Bau-Lcfr
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^ Die Möglichkeiten der Siedlungsentwicklung um umliegende ÖV-Haltestellen kann man besonders gut in Benrath beobachten - dort gibt es nicht nur die S-Bahn, sondern auch noch RE-Züge (der einzige Ort in Düsseldorf mit RE-Anschluss außer dem HBf, wo Wohnungsbau möglich ist - am Flughafenbahnhof ja nicht) und eine Strab auch noch. Würde man das frei werdende Areal von Thyssen Krupp Nirosta bebauen, müsste man nicht mal die Natur vernichten. Bevor hier Enthusiasmus ausbricht - heute veröffentlichte die WZ ein Interview mit dem zuständigen Bezirksbürgermeister, der einen "zu hohen Anteil an Wohnungen" dort für "nicht gesund" hält, wegen Verkehr und so - was genau die vermeintlichen Gesundheitsschäden sein sollen, wird nicht verraten. Weniger Wohnanteil dort bedeutet mehr Gewerbe, also Lastenverkehr - ergo den Verkehr eben, den er angeblich fürchtet.

Fazit: Ob Innenstadt oder Stadtrand, Nimbytum kommt sowieso herausgekrochen - dann schon lieber zentrumsnahe Nachverdichtungen durchsetzen. In Frankfurt gibt es Wohnprojekte in Türmen mit weit über 100 Metern Höhe, dort kostet ein Qm mehr - in Düsseldorf kommen eher welche bis 50-60 Meter in Frage wie in Grand Central, wo die Wohnungen dennoch bezahlbar sein sollen.
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Alt 08.01.18, 20:28   #218
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^ Warum muss man eigentlich immer versuchen, Bedenken als Nimbytum abzutun anstatt erst mal genauer hin zu schauen?

Am Beispiel in Benrath mit dem Thyssen Krupp Nirosta finde ich die Bedenken vom Bezirksbürgermeister, Herrn Graf sehr wohl angebracht.
Aktuell entsteht direkt daneben mit dem Mühlenviertel und dem Bereich neben dem Albrecht-Dürer-Kolleg bereits fast 900 Wohnungen und dazu kommt natürlich auch noch das Albrecht-Dürer-Kolleg selber.

Selbst wenn man das Verkehrsaufkommen zugunsten der ÖPNV unrealistisch schön rechnet und annimmt, dass dieser auf 50 % kommt (realistisch betrachtet würde so ein Schlüssel auf den ganzen ÖPNV in NRW diesen zusammenbrechen lassen), bleibt noch ein sehr stark erhöhtes MIV-Aufkommen über, für dass die Straßen in dem Bereich schon jetzt nicht ausgelegt sind.
Daher ist es keinesfalls sinnvoll, diese Betrachtungen bei weiteren Bauplanungen außer aucht zu lassen!

Zitat:
Weniger Wohnanteil dort bedeutet mehr Gewerbe, also Lastenverkehr - ergo den Verkehr eben, den er angeblich fürchtet.
In der Summe aber nicht mehr Verkehr als nur bei Wohnbebauung, aber auf jeden Fall weniger Verkehr, der durch die Wohngebiete fliesst, denn LKW-Verkehr lässt sich durch Verkehrsbeschilderungen aus diesen heraushalten - wobei dieser Verkehr sich sowieso, da das Gebiet direkt an der B 228 liegt, sich von dieser auf die A 59 und B8 verteilen würde.
Zudem darf man nicht davon ausgehen, dass neben den Wohngebieten Gewerbe entsteht, wo sich lärm- und verkersintensive Firmen niederlassen können.
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Alt 09.01.18, 01:33   #219
Bau-Lcfr
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^ Wie man es auch dreht oder bedenkt, es ist vermutlich der letzte Standort, wo fußläufig vom SPNV erreichbar eine größere WE-Anzahl errichtet werden kann - und gerade deswegen soll es am SPNV sein, um den MIV-Verkehr zu minimieren. Es hiess bereits bei der Gerresheimer Glashütte, es sei die letzte solche Chance (dort wäre ich gar für mehr Wohnungen als nur 1500), hier gäbe es noch eine - und das wär's mal. Solche Chancen darf man nicht verschwenden - für Gewerbe gibt es auch sonstwo Platz, Lagerhallen&Co am Bahnhof mit RE-Zügen und S-Bahnen sind eine absurde Idee.

Doch selbst bei intensiver Ausnutzung decken die Möglichkeiten der letzten Gebiete am SPNV längst nicht den gesamten Bedarf - innenstädtische Nachverdichtung mit Hochpunkten braucht man ebenfalls. (Auf kürzere Distanzen ist der ÖV-Anteil am Verkehr erfahrungsgemäss größer.)
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Geändert von Bau-Lcfr (09.01.18 um 03:07 Uhr)
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Alt 09.01.18, 09:33   #220
Roman
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^Ich muss dem Bauteufel recht geben - das Bevöllkerungswachstum kommt so oder so - wenn nicht in Benrath, dann in den umliegenden Gemeinden (Hilden, Neuss, Mettmann etc). Und dann ist die Wahrscheinlichkeit noch höher, dass die Einpendler MIV nutzen, wenn z.B. nur alle 30 Minuten ein RE nach Düsseldorf fährt, im Vergleich zu Benrath, wo es neben der Strab mehrere RE und S-Bahn Linien gibt. Dieser Pendelverkehr wird dann natürlich nicht durch Benrath hindurch führen, sondern über die Autobahnen und großen Einfallstraßen direkt nach Düsseldorf rein.
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Alt 10.01.18, 08:17   #221
Bau-Lcfr
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^ Zum Wachstum habe ich gestern für diesen Thread diesen Text mit der Überschrift Megatrend Urbanisierung ergoogelt. Die Urbanisierung gebe es weltweit, sei eh nicht zu bremsen und biete Chancen. Zu den politischen Herausforderungen gehöre Nachhaltigkeit und dabei vor allem die Kompaktheit. Barcelona mit dichter Bebauung am gut ausgebauten ÖV-Netz erzeuge 10mal weniger CO2 für die Mobilität eines Einwohners als Atlanta.

Abgesehen jetzt von Benrath - je näher der City desto besser und Nachverdichtung kann man fast nur noch mit Hochpunkten im Zentrum bzw. innenstadtnah erreichen.
Gestern wurde gefragt, wo man um die Erkrather Straße nachverdichten könnte. Nehmen wir an, etwa diese Tankstelle an der Ecke Ronsdorfer Straße würde Wohnbebauung weichen, ähnlich wie die Stadt von Vergleichbarem für ein Tankstellengelände an der Grafenberger Allee träumt. Mit der Stadtbahn-Haltestelle direkt daneben - dann vielleicht mit einem Hochhaus der verbreiteten Klasse bis 50-60 Meter an der Straßenecke und ansonsten einem Sockel der Höhe des Nachbarhauses?
Die flachen Gewerbebauten gegenüber betrachte ich an dieser Stelle als Platzverschwendung. Würde man diese Parkplätze auf beiden Seiten der Straße bebauen, könnte ebenfalls zumindest ein Hochpunkt (oder ein paar) dabei sein.
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Alt 11.01.18, 10:48   #222
Bau-Lcfr
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Die Grenzen des Wachstums?

Da auch in Düsseldorf manche nach den Grenzen des Wachstums gefragt haben (allerdings nicht so lautstark wie in den letzten Monaten in München), verlinke ich noch diesen kürzlich gefundenen Welt-Artikel. Prominente Ökonomen haben sich überlegt, was passieren würde, würde die gesamte Bevölkerung Deutschlands in die Städte ziehen, vorwiegend in die Metropolen - und kamen zum Ergebnis, dass dies extrem gut funktionieren könnte, dank guter Infrastruktur usw. Weiter gibt es Überlegungen über die Vorteile der Urbanisierung wie Produktivität, größerer Arbeitsmarkt usw.

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Interessant fand ich dieses gestrige FAZ-Interview mit einem Architekten, der u.a. das Frankfurter Projekt Four mit vier Hochhäusern entwarf. Dabei war es sehr wichtig, das Viertel in der City lebendiger zu gestalten - eine Prämisse, die man bei innenstädtischen Projekten auch woanders befolgen sollte. (Im Vergleich damit wird Francis verschlossen sein, wie eine Gated Community - und auch im Quartier Central vermisse ich irgendwelche Gastronomielokale o.ä. in den EG-Räumen um die Höfe vor den Hochhauseingängen, die dadurch weniger einladend wirken. (*)) Man wollte städtische Räume schaffen, in den man sich wohl fühlen kann.

Wenn man es richtig macht, könnte man mit gut entworfenen Ensembles mit Hochpunkten (an möglichst zentralen Standorten) noch sehr viel Wachstum bewältigen.

------
(*) Etwa das kleine Hochhaus im LeFlair-Quartier hat meiner Erinnerung nach eine kleine KiTa und einen Friseur im EG - das macht schon eher den Vorplatz zum lebendigen öffentlichen Ort. Die drei höheren Türme weiter südlich haben EG-Wohnungen - und angrenzende Bauten wie LeFlux bloß Büroräume. Selbst das Holiday Inn Hotel neben d'Or hat kein Restaurant oder Bistro im EG.
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Geändert von Bau-Lcfr (11.01.18 um 13:07 Uhr)
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Alt 12.02.18, 10:11   #223
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Blick nach München

Wenn man verschiedene kommunalpolitische Debatten verfolgt, könnte man den Eindruck bekommen, die CDU hätte ein Problem mit Nachverdichtung (etwa in Benrath) und mit Hochhäusern (Berliner Allee, am Hauptbahnhof). Umso erfreulicher las ich diesen Artikel über die Aussagen des Münchner CSU-Fraktionschefs im Stadtrat, der "Akzeptanz für Nachverdichtung" fordert, besonders mit Hochhäusern, wo er die Erwartung mit "100 Meter plus X" präzisiert. Die Gestaltung ähnlich wie in Düsseldorf wird als "Einheitsbrei" und "Langweiler-Architektur" bezeichnet - es wird u.a. angeregt, kreative Gestaltungsideen mit mehr genehmigter BGF zu belohnen (etwas, was ich ebenso schon mal vorgeschlagen habe).

Endlich kann irgendwo in Deutschland die C*U etwas mit der Urbanisierung anfangen? Es wäre schön, wenn die Düsseldorfer CDU es sich zum Vorbild nehmen würde.
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Alt 12.02.18, 12:25   #224
DUS-Fan
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^ Vieleicht sollte man mit ein wenig sachlicherer Betrachtungsweise an die Sache rangehen und nicht versuchen, irgendeiner Partei die Schuld in die Schuhe zu schieben!

Jedes Projekt oder jeder Vorschlag muss separat betrachtet werden und ich bin froh, dass es nicht so ist, dass bestimmte Parteien für bestimmte Meinungen stehen (so wie du es empfindest), sondern Menschen sich Gedanken darüber machen.
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