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Alt 13.01.18, 17:29   #136
Birte
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Birte ist im DAF berühmtBirte ist im DAF berühmt
^ Wir sind vielleicht gar nicht so weit voneinander entfernt.

Was ich für eine gesunde Stadtentwicklung nicht besonders förderlich finde, sind Wohnsiedlungen endloser, gleich aussehender bzw. gleich aufgebauter Häuserreihen, insbesondere wenn alle eine höhere Geschosszahl haben. So etwas ist langweilig, in den meisten Fällen hässlich und vermutlich gerade für Kinder auch nicht besonders nett.

Ich habe nichts gegen eine heterogene Gebäudelandschaft mit der ein oder anderen Höhendominante, die dann auch gern mal mehr als 16 Geschosse haben darf.
Für eine reine WOHN-Bebauung wurde ich 6-8 Geschosse bevorzugen mit Akzenten zwischen 10 und 14 PLUS ggf. einer Höhendominante.

Bei Mischnutzung und an passender Stelle kann das auch für mich ganz anders aussehen. Ich stimme dir zu, dass am Alten Zoll ein HETEROGENES Hochhausgebiet mit einer entsprechenden Mischnutzung hervorragend hinpassen würde - mit gern auch teilweise mehr als 16 Geschossen.
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Alt 13.01.18, 21:09   #137
Cowboy
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Zitat:
Zitat von Blumfeld
... was ziemlich identisch ist mit dem historischen Schlachtfeld von 1631. Nachdem schon das südliche Schlachtfeld der Völkerschlacht zwischen Wachau, Güldengossa und Liebertwolkwitz durch den Bau der A38 dauerhaft entstellt wurde jetzt bitte nicht auch noch den Norden betonisieren. Gerade im Umfeld des Gustav-Adolf-Denkmals bei Breitenfeld erahnt man die historische Landschaft noch ganz gut.
Also ich bin jetzt mal spaßeshalber die Gustav-Adolf-Allee auf Streetview entlanggefahren. Sieht für mich alles eher nach "Junkerland in Bauernhand" als nach einer historischen Landschaft Anfang des 17. Jh aus.

Im Prinzip wird eine urbane Entwicklung erst in 10, vielleicht sogar 15 Jahren notwendig. Ich denke da vor allem an die Fläche südlich der Wiederitzscher Landstraße zwischen Wiederitzsch und Lindenthal. Wer hier steht und sich vielleicht irgendwo in Norddeutschland wähnt, merkt nicht gleich, dass er sich tatsächlich nur 6 km von der Leipziger Innenstadt entfernt befindet. Aber ich befürchte, dass dieses Gebiet schon viel früher bebaut werden wird und dann leider in etwa so aussehen wird.
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Alt 13.01.18, 21:37   #138
Saxonia
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Ist doch sonstewo. Die etwaige Nähe zum Zentum ist in meinen Augen auch nicht so entscheidend, sondern eher die Distanz zu anderer urbaner Bebauung. In deinen Beispielen sind ringsum Einfamilienhäuser und dann soll da Geschosswohnungsbau hin? Überall "Inseln" entstehen zu lassen, sollte nicht das Ziel sein. Nach Möglichkeit ist direkter Anschluss an schon bestehende Bebauung zu suchen. Und da sind wie bereits erwähnt die Kleingärten im Weg. Entweder kompakte Stadt oder ein ausfleddern in Randgebiete.
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Alt 18.01.18, 07:49   #139
Cowboy
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^ Das von mir gezeigte Gebiet liegt aber nicht sonstewo, auch wenn es wie Sonstewo aussieht. Im Prinzip befindet sich dieses Sonstewo noch mitten in der Stadt, denn die Stadtgrenze verläuft nördlich der A14 und südlich des Schladitzer Sees. Bis dahin sind es noch gut 2km Luftlinie hin.

Ich sehe das Entwicklungspotenzial mit einer durchdachten Stadtplanung dort wie schon gesagt eher langfristig. Die Lage zwischen Messe, BMW, GVZ, Porsche und der A14 im Norden sowie der Kernstadt im Süden bedingt sehr wahrscheinlich schon eine deutlich frühere Bebauung in den nächsten 10 Jahren. Dann sehr wahrscheinlich nicht zu deiner oder meiner Zufriedenheit. Zersiedelung und Sub-Urbanisierung in "Klötzchenbauweise" nehmen leider auch innerhalb der Stadtgrenzen wieder deutlich zu.
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Alt 18.01.18, 10:01   #140
DrZott
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DrZott ist einfach richtig nettDrZott ist einfach richtig nettDrZott ist einfach richtig nettDrZott ist einfach richtig nettDrZott ist einfach richtig nett
Fläche ist dort tatsächlich genug vorhanden, und die Entfernung zum Zentrum in der Tat geringer, als man bei bloßer Inaugenscheinnahme der Gegend erwarten würde.

Wenn Du da aber nicht in 10 +/- X Jahren ein paar verschlafene autogene Einfamilienhausviertel, die das Junkerland zersiedeln, vorfinden möchtest, bedarf es einer passablen ÖPNV-Anbindung. Und da eine im 30-Minuten-Takt fahrende Quartierbuslinie mit fraglicher Umsteigebeziehung (so sehen bei LVB und Stadt die ÖPNV-Konzepte aus) nur den MIV fördert, könnte eigentlich nur eine Verlängerung der 4 und eine zweite Linie über die Delitzscher Straße dorthin fahren - ergänzt um eine Vorortbahn, die am Bahnhof Wiederitzsch hält.

Wie wir wissen, wird es in Leipzig auf ERSTERES hinauslaufen ....
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So Sie bei mir Photos sehen, sind diese von mir. Wenn Sie keine sehen, brauchen Sie eine Brille. ;)
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Alt 20.01.18, 12:17   #141
Birte
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Birte ist im DAF berühmtBirte ist im DAF berühmt
Quasi als Abfallprodukt der Datensammlung für die DAFmap habe ich mal die Zahlen der von mir angefassten Projekte angesehen.

Berücksichtigt habe ich dabei überwiegend die Neubauprojekte, ergänzt um größere Sanierungen, bei denen ich aus dem Kopf sagen konnte, dass sie vorher leer waren, wie z. B. die Heeresbäckerei.

Demnach sind derzeit 3500 WE im Bau und rund 10.000 in der Planung (egal mit welcher Realisierungswahrscheinlichkeit). Wenn ich mal die Anzahl der Sanierungen im Bau bzw. in Vorplanung mit 6500 WE schätze, ergibt das 20.000 WE.

Bei einem angenommen Wohnungsbedarf von 40.000 WE bis 2030 bei der konservativen Variante würde das bedeuten, dass nochmal die gleiche Anzahl an WE benötigt würde, d. h. alles was derzeit in der Karte rot oder blau ist und mit Wohnen zu tun hat, in den kommenden 12 Jahren noch einmal entstehen müsste - inklusive der Infrastruktur (Nahversorgung, KiTa, Schule, med. Einrichtungen).

Ich sehe den Großteil davon grundsätzlich noch in den bestehenden Quartieren als machbar an - vorausgesetzt, man kommt langsam in die Hufe. Baulücken, Brachen oder auch Garagenhöfe sehe ich allerdings 2030 nicht mehr in großer Anzahl im Stadtgebiet.

Die Stadt wäre zudem sicher gut beraten, auf der Fläche des Matthäi-Kirchhofs und am Leuschner-Platz den Wohnungsbau mehr in den Vordergrund zu stellen. Insgesamt 1000 WE könnte man sicher dort unterbringen - vermutlich sogar mehr, da ich zumindest bei ersterem eher kleine Wohnungen in einem dichten neuen Quartier mit kleinteiligem Einzelhandel sehen würde.

Wenn die Bevölkerungsentwicklung allerdings eher in die Richtung der 720.000 gehen sollte, käme man m. E. nicht ohne neue Baugebiete aus. Erweiterungsmöglichkeiten sehe ich neben dem von Cowboy angesprochenen Bereich im Norden u. a. auch in Richtung Herzzentrum.

Ist natürlich nur eine Zahlenspielerei mit einem großen hätte-wäre-Faktor, aber in die Richtung könnte es schon gehen.
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Alt 20.01.18, 20:25   #142
C. S.
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C. S. könnte bald berühmt werden
Ein Wachstum wird 2030 nicht spontan zu Ende sein. :-)

Der Bedarf wird eher bei 70.000 Wohnungen liegen, denn die groben 120.000 noch hinzutretende Einwohnerzahl benötigt beim gegenwärtigen Schnitt Einwohner je Wohnung diese Menge. Das ist schon ein anderes Kaliber!

Nicht enthalten ist in dieser Zahl der Umstand, dass ein etwas größerer Lehrstand für mehr Umzugflexibilität innert Leipzigs sorgen kann. Mit anderen Worten: Man wird sich sonst immer am gerade noch erträglichen Mangen entlanghangeln.
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Alt 25.01.18, 06:42   #143
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Wohngebiete mit S-Bahn-Anschluss im Umland

Der Regionale Planungsverband Leipzig-Westsachsen schaltet sich in die Diskussion um den Wohnbauflächenbedarf ein. Andreas Berkner, Leiter der Regionalen Planungsstelle, spricht von einer gravierenden „Verschiebung der Bevölkerungsanteile zwischen der Kreisfreien Stadt Leipzig einerseits und den beiden Landkreisen Nordwestsachsen und Leipzig andererseits“. Während das Verhältnis bis 2005 noch bei etwa 50:50 lag, hat es sich mittlerweile zu 60:40 zugunsten Leipzigs verschoben und könnte sich bis 2030 sogar bis auf 75:25 verschieben.

Berkner fordert deshalb ein Umdenken und gleichzeitig ein kooperatives Entwicklungskonzept für Wohnbauflächen. Der Kerngedanke besteht darin, neue Bauflächen vorrangig in Gemeinden im Umland mit guter Verkehrsanbindung, beispielsweise einem S-Bahn-Haltepunkt, und Infrastruktur zu schaffen. Konkret nennt er dabei die Orte Borsdorf, Machern, Bennewitz, Jesewitz, Mockrehna, Beilrode (???), Neukieritzsch und Großpösna.

Gesamtfortschreibung Regionalplan Westsachsen

Der Regionalplanentwurf steht online ab Montag unter www.rpv-westsachsen.de; er liegt unter anderem in den Landratsämtern, in der Landesdirektion und im Planungsverband aus.

http://rpv-westsachsen.de/der-region...tsachsen-2008/

LVZ, 24.1.2018
Wohngebiete mit S-Bahn-Anschluss
Leipzigs Umland blutet aus – Hilft Wohnungsbau in der Fläche?
http://www.lvz.de/Region/Mitteldeuts...in-der-Flaeche
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Alt 25.01.18, 10:25   #144
hedges
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hedges ist im DAF berühmthedges ist im DAF berühmt
Tja - das ist halt eine schwierige Angelegenheit. Denn zum Einen will Berkner "keine neue Suburbanisierungswelle wie in den 1990ern". Zum Anderen sind aber neue Freigaben für Wohngebiete im weiteren Kreis Leipzigs eben genau das. Auch wenn es keine Welle werden würde. Das einzig positive wäre dabei nur, dass es eben um die Konzentration entlang des S-Bahnstrecken geht. Nur steuert das hier eben kein Zentralkomitee, sondern die Gemeinden bzw. Landkreise geben die Baufelder selber frei. Da kann niemand garantieren, auch Flächen auszuschreiben, welche nicht direkt vom ÖNV angeschlossen sind. Was dann eben genau die negative Entwicklung mit den Begleiterscheinungen bedeutet, die wir nicht haben wollen.

Ich kann die Dramaturgie zwar nachvollziehen, aber dennoch nicht so wirklich verstehen. Die Stadt Leipzig wächst sich gerade gesund. Und das nicht auf Kosten des Umlands sondern Dank seiner Qualitäten als Stadt. Wie schon oft im Forum diskutiert, wird ein weiteres Wachstum auch die Umlandgemeinden in den beiden Landkreisen betreffen. Über kurz oder lang. Also gibt es auch einen Nutzen der Landkreise an der Attraktivität der Stadt Leipzig.

Etwas fragwürdig finde ich die Aussagen Berkners bzgl. der "Grenzen des Stadtorganismus ab 700.000". Diese sollen die "Verkehrssituation, das Stadtklima durch überbaute Freiflächen, sowie Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten" beinträchtigen. Diese Argumentation ist natürlich so völlig falsch und hat keinerlei Grundlage.

Wie gesagt, langfristig wird auch das direkte Umland der Stadt von einer weiteren positiven Entwicklung profitieren. Politisch gegenzusteuern wäre die absolut falsche Reaktion.
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Alt 25.01.18, 10:40   #145
rilla90
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rilla90 wird schon bald berühmt werdenrilla90 wird schon bald berühmt werden
Kann es nicht sein,dass Leipzig dringend einen neuen Baudezernenten braucht?

Ich meine Leipzig ist zwar eine schöne Stadt,aber der meiste Neubau ist doch genauso langweilig wie in Berlin und Co.Man sollte endlich (wieder?) höher und dichter bauen und nicht solche 4-5 Geschosser in die zentralen Lagen setzen.

Damit es mehr nach Großstadt ausschaut als nach Stadtrand einer Mittelstadt.Die Gebäude in der Leipziger Innenstadt waren ja auch Solitäre für ihre Zeit und man braucht sich mit Neubauten auch nicht zwischen sie verstecken. Den Neubau kann man ja auch als eine Chance zur Weiterentwicklung sehen und nicht,wie immer nur als einen Zwang,der sich zu unterordnen hat um die Nachfrage zu befriedigen.
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Alt 25.01.18, 10:50   #146
C. S.
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C. S. könnte bald berühmt werden
Nicht vergessen werden darf, dass:
- selbst bei guter S-Bahn-Anbindung (Delitzsch, Eilenburg, Markkleeberg...) der Marktanteil des ÖPNV in etwa bei 10 bis optimistisch 20% liegen wird. Ohne hochattraktive Fernschnell-Radwege rollt der Rest von 80% auf vier Rädern nach Leipzig hinein.
- Siedlungen ohne guten ÖPNV Anschluss werden noch negativere Folgen haben
- die Kommunen im Umland werden davon nicht wesentlich profitieren
- erst wenn die Kleinstädte selbst (binnen)wirtschaftlich auf die Beine kommen, werden sie nicht nur Schlafstädte mit Gartenzwergen sein, sondern selbst Ziel für Arbeit und Freizeit.
- einige avisierte Kommunen im Umland ihre eigenen Standortnachteile haben (Jesewitz: Einflugschneise nachts)
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Alt 25.01.18, 11:03   #147
Birte
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Dem würde ich mich anschließen - ganz sicher würde der MIV stark zunehmen, da der ÖNV in den meisten kleineren Städten nicht gut genug ausgebaut ist. Mittelfristig wird das Umland (damit meine ich den Umkreis von 30 - 40 km) sicher profitieren.

Abgesehen mal davon kommen die Leute ja nicht in erster Linie nach Leipzig, weil das Umland so schön ist, sondern weil sie in einem urbanen Umfeld leben wollen.

Die "Grenzen des Stadtorganismus" sind wohl der Rolle des betreffenden Herrn geschuldet. Hier wird versucht, Ängste zu schüren - und damit den betroffenen Gemeinden im Umland zu helfen. Und die LVZ haut noch in diese Kerbe.

Sicher ist die Aufgabe groß, vor der Leipzig in den nächsten 10 - 20 Jahren steht - aber die Grenzen des Stadtorganismus wären auch bei einem anhaltenden Wachstum noch lange nicht erreicht. Jetzt im Umland weiteres neues Bauland (incl. Infrastruktur) bereitzustellen - und damit weitere Flächen zu versiegeln - in dem Fall unnötigerweise - wäre sicher gleich in mehrfacher Hinsicht keine gute Idee.
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Alt 25.01.18, 11:12   #148
hedges
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^^dito!

@rilla90: naja - also eigentlich gibt es in Leipzig das Phänomen, dass es eben nicht nach einer "mittleren Stadt" aussieht. Sondern die nicht stattgefundene Suburbanisierung der 1960er-1980er den Stadtrand abrupt abbrechen lässt. Es vermittelt also eher den Eindruck einer angehaltenen Entwicklung, welche ja so auch passierte. Da treffen dann gerne mal 4-5 Geschosser der vorletzten Jahrhundertwende, Bauten aus den 1920/30er, sowie die Großwohnsiedlungen an den Feldrand.

Eine Nachverdichtung mit auch höheren Gebäuden kommt ja durch den Bedarf gerade erst in den Diskurs.
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Alt 25.01.18, 11:28   #149
Saxonia
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Ich bin etwas verwirrt. Erstens kenne ich keinen Kreis "Nordwestsachsen". Zweitens kann ich aus den mir bekannten Zahlen nicht erkennen, dass Leipzigs Umland "ausblutet". Im Gegenteil, gehören die Landkreise Nordsachsen und Leipzig zu den wenigen, die seit einigen Jahren stabil sind oder gar leichtes Wachstum aufweisen. Das Umland von Leipzig profitiert also vom Wachstum der Stadt. In den weiter entfernten Randgebieten der Kreise mag es etwas weniger gut aussehen, aber hier ist dann auch die Frage erlaubt, was denn noch zum "Umland" gehört.
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Alt 07.05.18, 22:18   #150
Birte
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Ich packe es mal hier rein, da es ja noch nicht spruchreif ist:

Die LVZ schreibt heute über ein erstes Maßnahmenpaket zur Beschaffung von bezahlbarem Wohnraum, das von den Koalitionspartnern noch vor der Sommerpause in den Bundestag eingebracht werden soll.

Vier Maßnahmen:
  • Zusätzliche Sonderabschreibung von 5 % für zwischen September 2018 und Dezember 2021 eingereichte Bauanträge für Mietwohnungsneubau im bezahlbaren Bereich.
  • Baukindergeld 1200 pro Kind und Jahr für 10 Jahre, falls das Haushaltseinkommen 90 TEURO p. a. (bei einem Kind) plus ggf je 15 TEURO p. a. für weitere Kinder nicht übersteigt. Das Ganze soll für Bauanträge und Kaufverträge ab 01.01.2018 gelten.
  • Gesetzliche festgelegte Auskunftspflicht des Vermieters bei Neuvermietung über die vorherige Miete.
  • Absenkung des bei Modernisierungmaßnahmen umlegbaren Anteils von 11 auf 8 % und Deckelung der dadurch verursachten Mieterhöhung auf max. 3 Euro pro m².

Potenzielle Auswirkungen auf Leipzig? Ich denke, dass insbesondere die erste Maßnahme zu einem Anstieg des Wohnungsbaus auch im gemäßigten Segment führen könnte. Die Frage wird sein, was unter "bezahlbarem Bereich" verstanden wird.
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