Dresden: Südvorstadt und TU Dresden

  • Dresden: Südvorstadt und TU Dresden

    Das Gebäude befindet sich an der Grenze vom Schweizer Viertel im Norden und Plauen im Süden. Diese Ecke in der Stadt gefällt mir wirklich ausgesprochen gut, da sie einen sehr gepflegten Eindruck macht. Leider hat der Krieg viele Löcher in die Baustruktur geschlagen, die anschließend durch Blockbauten der DDR mal besser mal schlechter geschlossen wurden.



    Das Gebäude Bayreuther Straße 9 ist im näheren Umkreis eines der letzten unsanierten Vorkriegsgebäude. Das Spitzdach soll scheinbar rekonstruiert werden.
    So sieht es auf der Rückseite aus:



    In der Gartenlaube und drumherum lagen Unmengen an Müll und Unrat. Gut, dass da was gemacht wird. Der Hinterhof wird zukünftig als Parkfläche für die Bewohner genutzt werden.
    Noch ein Foto der Eingangssituation:



    Die Fotos habe ich vorgestern selbst gemacht. Ciao

  • Dresden: Südvorstadt und TU Dresden

    Die Gamma-Immobilien-Gruppe errichtet derzeit unweit der Lukaskirche, deren Turm immer noch auf eine Bekrönung wartet, in der Andreas-Schubert-Straße in der Südvorstadt ein 4-geschossiges (inklusive Staffeldach) Mehrfamilienhaus mit 16 Wohnungen.


    http://www.gamma-immobilien.de…reas-Schubert-630x370.jpg


    Nicht weit weg, ist die Palasax mit einem Block aus 75 Wohnungen am Start, die als Appartments für Studenten ausgelegt sind


    http://www.palasax.de/index.php?id=18&tx_ttnews[tt_news]=19&cHash=c2b54084483b56cd8397b350b2fab1c7


    In der Franklinstraße entstehen (bzw sind schon entstanden) ebenfalls Mehrfamilienhäuser. Das Projekt trägt den Namen "Franklin-Garden". Vermarktet von der Cosmo-Immobiliengruppe.


    http://www.cosmo-dresden.de/ga…klin/vogelperspektive.pdf


    http://www.cosmo-dresden.de/ga…ht_gartenseite_riegel.pdf


    Der gestalterische Anspruch tendiert allerdings gegen Null.


    Die hbh-Gruppe hat in der Schnorrstraße ein weiteres Projekt in der Pipeline


    http://www.hbhimmobilien.de/in…s/Schnorrstra%C3%9Fe.html


    Modhinweis Cowboy: Aufgrund dieser Beitragsverschiebung erfolgt der ursprüngliche Eingangsbeitrag von RianMa jetzt an zweiter Stelle. Das lässt sich aus datumstechnischen Gründen leider nicht ändern.

    Einmal editiert, zuletzt von Dunkel_Ich ()

  • Südvorstadt und TU Dresden

    Dann eröffne ich hier jetzt den Strang, in dem wir alles zusammentragen können, was die Dresdner Südvorstadt betrifft. Und da gibt es sicher so einiges Interessantes zu sehen.


    Ich würde das Gebiet mal grob abstecken. Da hatte ich gerade Lust drauf. Im Norden bildet die Bahntrasse am Hauptbahnhof die Grenze der Südvorstadt zur Seevorstadt samt Prager Straße. Im Westen würde ich auch die Bahnschienen als Abschluss nehmen. Dahinter haben wir dann schon Löbtau bzw. die Friedrichstadt in Richtung Nordwest. Im Osten ist an der Teplitzer Straße Schluss. Im Süden wird das alles ein wenig schwammig. Aber das Gebiet der Technischen Universität Dresden gehört offiziell auch in die Südvorstadt. Also kommt die hier auch rein. ;)
    Hier mal alles in der Grafik zu sehen:



    © 1987-2013 HERE, Digital Globe


    Wir haben also das Schweizer Viertel im Nordwesten, das Bayrische Viertel im Südwesten, das Amerikanische Viertel im Osten und als eigenen Bereich habe ich noch die Technische Universität Dresden markiert.
    Bei Wikipedia stehen noch einige aufschlussreiche Informationen zur Südvorstadt.


    Die Südvorstadt ist aus architektonischer und städtebaulicher Sicht deshalb so interessant, weil hier ein starker Mix aus Vorkriegsbebauung, DDR-Architektur und Nachwende-Bauten vorhanden ist. Während im Amerikanischen Viertel im zweiten WK aufgrund der Nähe zum Hauptbahnhof fast alles zerstört und anschließend abgeräumt und sehr lückenhaft neu bebaut worden ist, kann man im Bayrischen und besonders im Schweizer Viertel noch zahlreiche Bauten aus der Zeit von 1850 bis 1910 bestaunen. Gerade im Schweizer Viertel sind einige tolle Villen erhalten. Auf dem Gelände der Universität gibt es aus allen Epochen tolle Beispiele zu sehen.

  • Gestern habe ich mir das Projekt „Franklin-Garden“ angesehen, dass Dunkel_Ich an dieser Stelle bereits angesprochen hat. Vielen Dank nochmal dafür.
    Das Projekt befindet sich an der Ecke Franklinstraße/Schnorrstraße in der Nähe des Beutlerparks. Von dieser Ecke aus habe ich auch das folgende Foto aufgenommen:



    Ein Blick auf das Bauschild:



    Es folgen vier Fotos aus der Schnorrstraße:





    Interessant ist, wie man die Parksituation gelöst hat. Zum Einen werden Stellplätze an der Grundstücksgrenze angeboten. Man fährt also auf einen Privatweg zu seinem Parkplatz. Zum Anderen kann auch das Untergeschoss genutzt werden. Dazu fährt man entweder an der Franklin- oder der Schnorrstraße eine Rampe runter und kann dann im Untergeschoss von Haus zu Haus fahren. Dort sind dann wohl auch noch private Abstellmöglichkeiten für Fahrräder usw. vorgesehen. Hier ein Blick ins Untergeschoss:



    Dadurch kann man den zentralen Innenbereich, der ja doch erstaunlich groß ist, komplett begrünen. Spielmöglichkeiten werden dort scheinbar auch geschaffen.


    Es kommen jetzt Fotos von der Franklinstraße:



    Durch die leichte Aufständerung muss jedoch an jedem Gebäude eine behindertengerechte Rampe errichtet werden. Vielleicht hätte man das auch besser lösen können. Ich finde diese leichte Erhöhung aber für die Bewohner sehr positiv, weil die dazugehörigen Terassen ebenfalls erhöht sind. Dadurch kann eine bessere Trennung von privaten Außenflächen und öffentlichem Hof geschaffen werden.



    Die Gebäude an der Franklinstraße sind schon viel weiter als die anderen. Ich finde irgendwie, dass die Gebäude durchaus noch eine Etage mehr hätten vertragen können.


    Hier ein Blick auf den entstehenden Gebäuderiegel, der das Projekt optisch zum DDR-Hochhaus abgrenzt.



    Und nochmal ein Blick zurück. Hier ist auch die zweite Rampe ins Untergeschoss zu sehen.



    Es entstehen also insgesamt 81 Wohneinheiten. Der Riegel im Norden enthält 33 WE. Und jedes einzelne Punkthaus besitzt 8 Wohnungen, wobei die Wohnungen im Erdgeschoss behindertengerecht ausgebaut sind.

  • Danke RianMa

    vielleicht kann man meinen Beitrag ja irgendwie hier rüber schieben. (erledigt, C.)


    Im Schweizer Viertel ist das MFH der USD an der Ecke Schweizer Str/Hohe Str. so gut wie fertig.


    Entstanden sind 19 Eigentumswohnungen, die 3-Zimmer-Wohnung a 90 m² ist für 720 Euro Kaltmiete (930 Euro warm) zu haben.


    http://www.milkereit-co.de/typ…edvorstadt_ff4145e6dd.jpg


    http://www.usd-immobilien.de/o…etail1.php?sid=18&oid=148


    Freifläche zuvor: http://goo.gl/maps/eBg1m

  • Andreas-Schubert-Straße 44

    Wie bereits hier (erster Link) von Dunkel_Ich angesprochen, befindet sich dieses Projekt an der nordwestlichen Ecke des Lukasplatzes. Dort war zuvor eine Brachfläche, also erstmal positiv, dass die Lücke geschlossen wird.
    Von Süden geschaut:



    Und ein Blick auf die Ecke:



    Es dauert also noch ein bisschen bis zur Fertigstellung. Das Gebäude soll 4 Etagen plus Staffelgeschoss haben und die Wohnungen bewegen sich zwischen 65 und 171 m² Grundfläche.



    Nochmal ein Blick auf die Lukaskirche gegenüber des Projektes. Diese Kirche wurde von 1899 bis 1903 von dem Leipziger Architekten Georg Weidenbach im Stil der Neorenaissance erbaut (zumindest äußerlich, im Inneren soll der Jugendstil dominieren).
    Ein Förderverein sammelt Spenden für die Rekonstruktion der Turmhaube (von Dunkel_Ich erwähnt^^). Da schon einiges zusammengekommen ist, kann es mit den Bauarbeiten ja nicht mehr so lange dauern. Zumindest hatte ich vor einiger Zeit mal was diesbezüglich gehört.



  • Einsteinstraße 10

    Bei diesem Projekt in der Einsteinstraße (in der Nähe des Lukasplatzes) finden Dachdeckerarbeiten statt. Ob auch etwas an der Fassade gemacht wird, kann ich nicht sagen. Zumindest sieht es nicht danach aus.


    Ein Beweis:


  • Schnorrstraße/Uhlandstraße

    Seit 2010 wird an der Ecke Schnorrstraße/Uhlandstraße ein Neubau errichtet, in dem in Zukunft der Studiengang Fahrzeugtechnik der Hochschule für Technik und Wirtschaft und das Forschungsinstitut Fahrzeugtechnik (FIF) an einem Ort zusammengefasst werden. Der Entwurf stammt aus der Feder des Architekturbüros Knerer & Lang, auf deren Seite man Informationen zum Projekt bekommt. Auch bei Competitionline hat das Projekt einen Eintrag.


    Fotos des weit fortgeschrittenen Objektes gibts jetzt:



    Die Ansicht zur Schnorrstraße präsentiert sich wie folgt:



    Die Seite zur Uhlandstraße ist fast fertiggestellt.




  • ich würde jetzt nicht jedes einfamilienhaus reinstellen (einsteinstraße), wir sollten hier nur die wirklich großen und mittelgroßen projekte behandeln.


    am "palais südvorstadt" von USD (hohe-/schweizer str.) wurde mE erst richtfest gefeiert, wenns gut läuft, ziehen die ersten leute ums jahresende ein.

    der HTW-neubau schnoorstrasse wurde entgegen der visualisierung doch nicht mit glänzenden alublechen verkleidet, sondern mit matten blechen, die wesentlich stupider ausschauen. kleines detail, aber großer arch. wirkungsverlust. leider steht dieser funktions-flachbau auf einer für wohnbau hochgeeigneten fläche. hier sieht man das allgegenwärtige problem der flächenverfügbarkeit. dort wo es zu bauen sinnvoll ist, stehen die sogar brachliegenden bzw. untergenutzten grundstücke oft nicht zur verfügung/zum verkauf, wohingegen dann dort gebaut wird, wo es überhaupt nicht passt. ganz dresden ist voll von diesen beispielen. nicht mal die kommune und der freistaat können sich einigen, bzw. flächen mit wertausgleich tauschen.


    so breitet sich die HTW in die südvorstadt-ost aus, anstatt zwischen lärmiger strehlener strasse und den gleisen der bahn. die ruhigen wohnlagen im quartiersinneren werden für netto- und aldimärkte, eine fleischerei (flachbau), kitas und eben dem HTW-autobastel- bude verschleudert. immerhin ist hinter dem HTW-hauptgebäude ein echter hochschul-neubau für die nächsten jahre vorgesehen, der das quartier dort schließen könnte.


    erst verwirrt und nun doch positiv überrascht bin ich von den "franklin-gardens" (schnoor-/franklinstr.): die bauten sehen erstaunlich angenehm aus - entgegen der visuals. mit etwas bewuchs drumrum in bälde sieht es vielleicht sogar ganz gut aus. leider fehlen an den würfeln 2-3 geschosse, hoffentlich ist die statik so ausgelegt, später aufzustocken. anzunehmen ist das eher nicht. das ein etwas allzu-vorstädtischer wohnpark entstand, finde ich an dieser stelle tolerierbar, denn seit ewigen zeiten wollte niemand dort etwas entwickeln. ich hätte allerdings den wohnriegel an die schnoorstrasse gesetzt, unklar warum man bei 4 etagen solche angst vor verschattung hat. es ist nunmal "stadt", da ist eigentlich viel höhere dichte, blockrand und nicht jede wohnung ist von früh bis spät optimiert besonnt und belichtet. seis drum, immerhin ein erster fortschritt dort, der auch die schäbigen nachbargrundstücke attraktiviert.


    übrigens: offiziell ist das im o.g. plan eingetragene "amerikanische viertel" mE die "südvorstadt-ost", während die südvorstadt-west links der löfflerstrasse liegt.

  • So, da bin ich wieder.
    Also wegen dem Einfamilienhaus in der Einsteinstraße war ich auch zuerst unschlüssig, ob ich es reinstelle. Aber ich habe es nunmal fotografiert, also warum nicht auch zeigen. Ich füttere die Threads eben gerne mit Fotos und da macht es doch keinen Unterschied ob der Größe des Projektes. Kleinvieh macht auch Mist ;) Aber ich nehme mir deinen Hinweis zu Herzen.


    Wegen dem HTW-Neubau bin ich total deiner Meinung. Wertvolle Fläche geht dort verloren, zumal dieser Neubau wie du sagst, hervorragend auf der nördlichen Seite der Strehlener Straße Platz gefunden hätte. Diese Architektur wäre an dieser Stelle auch viel passender gewesen. Hier bildet sie nur einen weiteren Baustein im baulichen Kuddelmuddel, der in diesem Areal zu finden ist. Gegen ein heterogenes Gesamtbild habe ich generell nichts, aber auch ich fände es gut, wenn man in der Südvorstadt-Ost viel stärker auf Verdichtung setzt. Und mit Gebäuden wie diesen erreicht man natürlich genau das Gegenteil.


    In diesem Zusammenhang finde ich auch die „Franklin-Garden“ für dieses Gebiet nicht wirklich angemessen. Hundert Meter weiter südlich befindet sich der große Beutlerpark. Da ist es für mich nicht verständlich, warum man hier so eine geringe Bebauungsdichte genehmigt hat. Die Freifläche, die zwischen den Punkthäusern geplant ist, hat sicher ihre Qualitäten, aber sie ist dennoch viel zu groß. Oder man hätte den Gebäuden noch mehr Etagen verpasst. Aber das ist auch nicht geschehen.


    Elli Kny, meinst du mit der Fleischerei den auf der Südseite der Schnorrstraße entstehenden Neubau? Da war ich wirklich auch sehr überrascht, dass die an dieser Stelle bauen dürfen. Aber da stelle ich bald noch einen Artikel zu rein.


    Und wegen der Bezeichnung in der Karte. Ich dachte, es ist nicht erforderlich die Unterteilung West und Ost nehmen, weil letztlich jeder weiß, wo West und Ost ist. Deshalb habe ich es eher aus dem geschichtlichen Aspekt heraus gegliedert. Zumal ich vorher von diesen Bezeichnungen auch nichts wusste. Erst durch die Recherche bin ich darauf gestoßen und fand es ziemlich interessant. Ich dachte, dass solche grafischen Darstellungen zum Verständnis immer ganz praktisch sind. Wenn jemand Verbesserungsvorschläge hat oder unzufrieden ist, ich bin für jede Kritik bereit.

  • das mit der unsäglichen fleischerei ist richtig, rian, und natürlich können auch kleinere bauten hier erwähnt werden, mitunter sind die sogar die interessanteren. angesichts der kommenden baumasse sollten wir aber allerweltskram übergehen. die luftbilddarstellung ist wunderbar.


    die schnoorstrasse habe ich derweil komplett als budenansammlung abgeschrieben, dort ist fast auf ganzer länge eine nichtgestaltung durch flachbuden zementiert worden. möglicherweise werden wir aber zukünftig von besseren lösungen abseits der schnoorstrasse überrascht. der mist kompriminiert sich also dort, wo es nunmal so sein musste. leider wurde bereits eine weitere günstige blockrandschließung an der reichenbach-/uhlandstraße durch das dortige popelige kita-projekt vermasselt.


    ähnlich wie die flächenverfügbarkeit und die raumzersetzende flächeninanspruchnahme durch kita-areale ist auch die niedrige verdichtung beim franklingarden ein und dasselbe spezifikum dresdens: wir haben einfach so dermaßen viel freiflächen, dass keinerlei druck oder sinn zur verdichtung vorliegt. der bauboom findet zudem flächig im gesamten stadtgebiet statt und nicht vorwiegend im stadtinneren. die südvorstadt-ost soll seit langem zum büro- und institutsviertel ausgebaut werden, das wird auch in zukunft noch möglich sein. wir dürfen nicht vergessen, dass lange zeit hier niemand in den wohnungsbau investieren wollte und man froh war, die altgewerbezone an der hinteren schnoorstrasse langsam zu einem wohngebiet umzuwandeln, um familien in der stadt zu halten. schaut man sich andere bereiche der stadt an, nimmt der verdichtungsgrad einzelner bauprojekte derzeit zu, aber dresden wird wohl trotz boom keine stadt für klötzchenschieberei von planern. ein der vorkriegssituation vergleichbarer zustand der südvorstadt ist leider unmöglich geworden.


    übrigens: ggü den drei wohnheim-hochhäusern an der oberen hochschulstrasse ist bald ein neuer wohnbau-würfel fertig. und nähe Hbf wird an der bernardstraße ein gammliger ddr-bürobau zu einem wohngebäude umgebaut, ggf der zweite danach auch. zunächst wurde die 3. und oberste etage abgerissen, dann alles entkernt und nun wieder ausgebaut. sah letztens so aus, als ob die 3.etage wieder augestockt wird.
    an der ruge-/eisenstuckstrasse baut gamma-immo ein stadthaus mit 10 ETWs.
    und auf dem zelleschen weg wurden für die studenten die radwege neu asphaltiert, wenn auch leider nicht gleich verbreitert. das kommt dann evtl. mit der stadtbahntrasse.

  • Das Areal Reichenbachstraße/Uhlandstraße/Schnorrstraße/Andreas-Schubert-Straße ist ja fast exemplarisch für die Schwierigkeiten und Herausforderungen in der Südvorstadt-Ost. Mit dem Lukasareal, welches von 1999 bis 2005 gebaut worden ist, wurde damals ein erster Schritt gemacht. Diese Anlage gefällt mir persönlich sehr gut, da sie vom öffentlichen Raum aus sehr dicht und urban wirkt, aber im Inneren den Bewohnern viel Freiraum und Grün bietet.




    Diese Wohnanlage wurde mit dem Baupreis der Stadt Dresden ausgezeichnet und hat sogar einen eigenen Wiki-Eintrag.
    Insofern greifen die Franklin-Garden die Idee einer Wohnanlage, die sich nach innen orientiert, zunächst auf. Aber in diesem Fall wurde alles viel zu stark einsehbar und weiträumig konzipiert. Also (in Sachen Verdichtung) ein Rückschritt, den ich mir schlecht erklären kann, da das Wohnraumangebot in Dresden vor 10 Jahren doch wesentlich größer war und doch hat man hier beim Lukasareal verdichtet gebaut. Jetzt, wo der Wohnraum knapp wird, verschenkt man diese Flächen so leichtfertig.
    Dazu passt natürlich auch das Projekt nördlich des Lukasareals. Hier baut ein Lebensmittelunternehmen ein Frischecenter, das eine Fleischerei und eine Bäckerei aufnehmen soll.



    Zunächst hätte ich nicht gedacht, dass man heutzutage noch ein eigenes Gebäude für eine solche Nutzung errichten muss. Fleisch- und Backwaren bekommt man doch in jeder Kaufhalle. Und dafür muss man nur ein, zwei Straßen weiterlaufen. Also ich halte dieses Projekt für vollkommen absurd. Und es verschenkt wiedereinmal wertvollen Grund und Boden. Das Baugrundstück ist viel zu groß für diese Nutzung.



    Auch dieses Objekt (geplant von O+M Architekten) hätte hervorragend an die Strehlener Straße gepasst, architektonisch wie bedarfstechnisch. Dort wären auch die Kundenströme größer. In der Schnorrstraße gibt es doch nur Anliegerverkehr, und der ist äußerst gering (weil ja nur so wenig Leute hier wohnen). Also städtebaulich und ökonomisch fragwürdig.


    Nebenan steht das recht neue Krippen- und Kindergartengebäude, das vom Architekturbüro Klinkenbusch + Kunze geplant worden ist. Hier stand schon vorher ein Kindergarten, der aber zuvor abgerissen wurde. Auf dem Kellergrundriss wurde dann das neue Gebäude hochgezogen, das 60 Krippen- und 90 Kindergartenplätze aufnimmt.




    Es handelt sich um eine massive Holzbaukonstruktion mit Vollholzwänden und Decken im Holz-Beton-Verbundsystem. Auf der Gartenseite hat man das Gebäude mit vorgefertigten Lamellenholztafeln aus Lärchenholz verkleidet.


    Südlich daran schließt sich der letzte Altbau der hier urspünglich in Blockrand ausgeführten Gründerzeitbebauung an. Ein Foto:



    Eine Brandwand grenzt also an den eben erwähnten Kindergarten. Leider grenzt auch die andere Brandwand an einen weiteren Kindergarten, den Elli Kny schon erwähnt hat und der im Moment im Entstehen ist.




    Auf der Seite des Architekturbüros Karsten Tille habe ich nichts gefunden, aber an anderer Stelle gibt es einige Informationen. Es handelt sich also um einen zweigeschossigen Neubau in Holz-Ständer-Bauweise. Die Welle dient als Vorlage für das geschwungene und extensiv genutzte Dach. Die Wellenform wird auch bei der Außenraumgestaltung genutzt werden.


    Das wären damit alle in diesem Areal vorhandenen oder geplanten Objekte. Nochmal alles von oben (das alte Kindergartengebäude ist im Süden noch zu sehen und das Frischecenter ist im Norden noch nicht gebaut):



    © 1987-2013 HERE, Digital Globe


    Und hier wird das Problem deutlich. Jedes Projekt nimmt eine Solitärstellung ein. Keiner reagiert auf den anderen. Die beiden Kindergärten nehmen den Altbau in die Zange und verdeutlichen den Bruch von Alt und Neu bzw. Verdichtet und Unverdichtet. Genauso ist der Bruch zwischen Kindergarten und Lukasareal. Oder vom Lukasareal zum Frischecenter im Norden. Hier passt einfach nichts zusammen. Architektonisch sind alle Objekte in Ordnung. Aber was hier fehlt, ist ein Gesamtkonzept!
    Elli Kny hat es schon kurz angedeutet. Auch ich hätte an der südlichen Ecke stärker verdichtet. Dafür hätte man den Kingergarten, der jetzt ensteht, dorthin verpflanzt, wo jetzt der Frischemarkt gebaut wird. So hätte man im nördlichen Bereich auf der gesamten Breite eine Zone für soziale Einrichtungen schaffen können. An die südliche Brandwand des Altbaus hätte man super anbauen können und das Frischecenter in den Neubau integriert. Und durch die Verdichtung an dieser Stelle wäre auch der Übergang zum Lukasareal besser gelungen....


    Aber es sind ja nur Überlegungen, andere Fakten werden gerade geschaffen. Mal sehen, wie das alles wirkt, wenn es fertig ist.
    Grüße und Danke nochmal für deine Antwort, Elli K.

  • um es nochmal zu verdeutlichen: es entstand insgesamt ein "stadtraum-schlauch" von Flachbauten und Buden, der sich vom umfeld des Hbf bis nach strehlen zur august-bebel-strasse auf wertvollem innerstädtischen grund ertreckt.
    dieser schlauch beginnt beim kita-neubau südwestlich des Hbf (bergstrasse), erstreckt sich über die baracken südlich des Hbf über die feuerwache strehlener strasse nebst riesigem dynamo-parkplatz (ein zweiter droht auf der fabrikabrissfläche), der schnoorstrasse mit netto, kitas, fleischerei, HTW-autozentrum, neuen HTW-versuchshallen, baracken, den franklin-gardens und reihenhäusern, über den völlig entstellten strehlener platz mit neuen supermarkthütten von lidl und netto samt riesigen parkierungen, videoworld-hütte und einzelner einfamilienhäuser bis zur aug-bebel-strasse mit dem sanierten NVA-hörsaalflachbau für die TUD und dahinterliegenden gewerbehallen (in sanierung für die TU-autotester). alles nur hin und wieder durchbrochen von größeren gebäudetypologien des altbestandes.
    insgesamt kann hier getrost von einem städtischen supergau gesprochen werden, welcher bereits heute für blankes entsetzen sorgt: funktionelle minimallösungen abseits jeglicher stadtPLANUNG - ein stück amerikanische stadtwüste, gewerbegebiet. auch nördlich der bahntrasse sowie westlich des stadtzentrums schließen sich fast nahtlos schier unendliche stadtwüsten gleicher art an. und der witz ist: es fällt kaum jemanden auf.

  • Auffallen tut es nur dem, der auch etwas genauer hinschaut. Abseits des Neumarktes und vlt. um den Schützenplatz ist man in Dresden kaum in der Lage, wieder die Struktur aufzugreifen die noch im Wegenetz angelegt ist. Stattdessen wird weiter wild durcheinander gebaut. Auch die Neubauten im Blockrand sind in den meisten Fällen banale Würfe ohne jeglichen Gestaltungswillen. Und das noch im besten Fall! Es geht auch noch schlimmer wie dieses Parkahausungetüm in der Bautzener Straße zeigt oder der Neubau am Ende Heinrichstraße. Es ist ja absolut löblich, dass durch den Abriss der Platte diese Straße wieder hin zur Hauptstraße geöffnet wurde. Aber was baut man dann dort hin? Einen Riegel den man glatt für eine Aufrischung der alten Platte halten könnte.


    Schade ist es hier natürlich um den Altbau der weiterhin allein wie ein Mahnmal am Straßenrand steht.

  • Neubau Hochschulstraße

    Ich komme mal zu den anderen Projekten in der Südvorstadt. Wie von Elli Kny weiter oben erwähnt, steht ein Bauprojekt in der Hochschulstraße kurz vor der Fertigstellung. Ich habe leider nicht rausfinden können, wer der Investor ist. Aber Fotos habe ich gemacht:




    Gleich daneben befindet sich übrigens diese recht neue Kindertagesstätte:


  • Ecke Schweizer Straße/Hohe Straße

    Das folgende Projekt hatte Dunkel_Ich schon im Post #4 erwähnt. Ganz fertig sind sie hier noch nicht, aber lange kann es nicht mehr dauern.


    Zunächst der Blick nach Osten aus der Schweizer Straße, dann die Ecke frontal und als drittes noch aus der Hohen Straße nach Norden:





    Und der Vollständigkeit halber das Bauschild der USD Immobilien GmbH:



    Hier die Lage des Projektes bei GoogleMaps. Der Entwurf stammt übrigens von 2_ECK Architekten.

  • Eisenstuckstraße 13

    Hat jemand eine Ahnung, was mit der Eisenstuckstraße 13 passieren soll? Vor dem Gebäude steht ein Werbeschild der Firma Gamma Immobilien, aber das scheint dort wohl schon Jahre zu stehen, so wie ich es bei StreetView erkennen konnte. Gab es da mal irgendwelche Pläne? Ich finde das Gebäude recht interessant. Es macht den Eindruck eines DDR-Gebäudes, ist aber in einem ganz anderen Stil gebaut als die angrenzenden Zeilenbauten.
    Hier mal zwei Aufnahmen:



    So umwuchert wirkt es fast schon idyllisch.


  • Ecke Eisenstuckstraße/Rugestraße

    Etwa 300 Meter weiter wird in der Eisenstuckstraße an der Ecke Rugestraße ein weiterer Neubau hochgezogen (hat Elli K. oben erwähnt). Hier mal der Link zum Projektentwickler. Die 10 Wohnungen bewegen sich zwischen 85 und 110 m². Gestalterisch hätte ich vielleicht ein wenig mehr erwartet.



    Das Ergeschoss ist fertig und man beginnt allmählich mit dem Bau des 1. OG.




    Die Bauarbeiter mochten es gar nicht, dass ich Fotos mache, zumindest nach dem Gesichtsausdruck zu urteilen :) Das letzte Foto ist übrigens aus der Rugestraße fotografiert.

  • Kita Bergstraße 6

    Hier in der Bergstraße an der Ecke zur Bernhardstraße wird im Moment die gesamte Kindertageseinrichtung saniert. Zwischen den beiden Querriegeln wurde ein neu konzipierter Verbindungsbau angelegt, der auf den folgenden Fotos zu sehen ist.