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Alt 20.05.17, 17:26   #706
epizentrum
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Ausstellungsgebäude

^ Absolute Zustimmung, bei Nacht kommt eine schöne Stimmung auf. Das mit der Beleuchtung war mir nicht aufgefallen.

Weiter geht es mit dem Ausstellungsgebäude, also dem Neubau-Nordriegel mit dem markanten Doppelgiebel und den beiden parallel liegenden, langen schiefergedeckten Spitzdächern. Wie oben geschrieben, wird das Haus im Herbst seine Pforten öffnen, wenn dann nach etwa einem Jahr Vorbereitungszeit die Museografie fertig eingerichtet ist. Da das Haus nur Fluchttüren besitzt, geht es über die Verteilerebene unter dem Museumsplatz (Saalhof) in das 1. Untergeschoss, wo sich der Saal für Sonderausstellungen befindet:

Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2017/EPI_D8G1199.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2017/EPI_D8G1201.jpg

Wie man sieht, bietet sich hier eine enorme Fläche. Jedes der vier Geschosse hat auf etwa 60 Meter Länge knapp 1.000 Quadratmeter fast frei unterteilbarer Fläche für Ausstellungen (+ 2. UG mit den Werkstätten). Nur das Treppenhaus in der Mitte gliedert die riesigen Räume:



Das Obergeschoss hat durch die hohe Decke unter den Spitzdächern noch mehr Volumen sowie Oberlichter, die je nach Bedarf geöffnet werden können:

Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2017/EPI_D8G1213.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2017/EPI_D8G1217.jpg

Auf dem letzten Bild ist übrigens das spannende Stadtmodell "Frankfurt jetzt!" des Niederländers Hermann Helle (und 12 Teamkollegen) zu sehen - leider noch gut verpackt und ohne Brücken über den Main. Fertiggestellt sind dafür die markanten Erker an den Giebeln. Man hat sich auf Drängen der Architekten entschieden, die Erker mittig zu teilen, sodass sie keinen erschlagenden Rundum-Panoramablick bieten, sondern je nach Standort nur einen Ausschnitt der Nachbarschaft freigeben. Der Erker zur Fahrgasse:



Die Aussicht ist dennoch phänomenal:

Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2017/EPI_D8G1220.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2017/EPI_D8G1221.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2017/EPI_D8G1208.jpg
Bilder: epizentrum

Zuletzt eine kompakte Zusammenstellung von Projektdaten, entnommen der Dokumentation des Hochamts:
  • 30.000 mmm Beton abgebrochen
  • 245.000 m³ Grundwasser in den Main gepumpt
  • 10.150 m² Bruttogrundfläche entstanden
  • 51.150 m³ Bruttorauminhalt
  • 6.420 m² Hauptnutzfläche
  • 4.200 m² Ausstellungsfläche
  • 54,3 Mio. Euro Projektkosten insgesamt
  • 1,5 Mio Euro Abbruchkosten
  • 43,2 Mio. Euro Kosten für die Gebäude
  • 9,6 Mio. Euro Kosten der Museografie
  • 51 Ausführende Firmen beteiligt
  • 15 Ämter bzw. städtische Gruppen beteiligt

Chronologie:
  • 10/2007 Wettbewerb (mit der Vergabe eines 1. Preises)
  • 4/2008 Planungsbeginn
  • 6/2011 Abbruch
  • 3/2012 - 12/2012 Baugrube
  • ca. 8 Monate Umplanung wg. historischer Funde
  • 9/2013 Rohbaubeginn
  • 5/2017 Inbetriebnahme Foyer/Verwaltung
  • 10/2017 Kompletteröffnung (mit Museografie)
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Alt 08.06.17, 10:02   #707
tunnelklick
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Zu der von @Beggi in #700 geäußerten Befürchtung hinsichtlich der Wiederherstellung der umgebenden Platzflächen kann man Entwarnung geben. Das Straßenbauamt hat die Erneuerung von rd. 1.800 m² Pflasterflächen im Bereich Römerberg/Saalgasse ausgeschrieben, und zwar für die Zeit zwischen 21.8. und 20.10.2017. Das düfte von der Fläche her den gesamten Bereich Saalgasse ab TG-Ausfahrt nach westen, zwischen Nikolaikirche und Eisdiele und die Fläche zwischen dem Hist. Museum und Haus Wertheym umfassen.
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Alt 12.06.17, 23:31   #708
epizentrum
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Im Innenhof wird ganz standesgemäß der historische Teil weiter bearbeitet und sorgfältig saniert:



Weitere Architektur-, Materialien- und Spolien-Details als Betthupferl:

Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2017/EPI_D8G1533.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2017/EPI_D8G1534.jpg Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2017/EPI_D8G1536.jpg
Bilder: epizentrum
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Alt 16.06.17, 03:12   #709
RobertKWF
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RobertKWF sorgt für eine nette AtmosphäreRobertKWF sorgt für eine nette AtmosphäreRobertKWF sorgt für eine nette Atmosphäre
Was mag sich der Künstler dabei gedacht haben?

Historisches Museum - Sanierung und Neubau (realisiert/in Bau)

Warum die große Westwand (ähnlich wie die Ostwand) beim nördlichen Teil des Nordbaus des neuen Historischen
Museums, zur Seite des Haus–Wertheym hin, bis zum Spitzgiebel so einförmig leer und kahl gebaut wurde, ist mir bis
heute unverständlich geblieben. Ich sehe darin auch keine bedeutende künstlerische Variante der Architektur. Das sieht
beinahe aus wie eine Brandmauer an der ein Gebäudeteil abgebaut wurde wenn es nicht so fein mit Sandstein verklinkert
wäre. Der Nordbau grenzt sich ja in seiner Schlichtheit ohnehin schon sehr extrem und bunkerartig von seiner kleinteiliger
gegliederten Umgebung ab. Jedes Mal wenn ich daran vorbeigehe versuche ich den Sinn in dieser Art der Gestaltung zu
ergründen, die ja bei diesem aufwändigen Gebäude nicht trivial sein dürfte.

Beim südlichen Teil des Nordbaus wurde das an dieser Seite ja wenigstens etwas abgemildert und aufgelockert durch
diese halbgeöffneten, schweren Verschlusselemente, die mich ein wenig an falsch angeordnete Öffnungen für
Bronzekanonen auf Kriegsschiffen von Admiral Nelson erinnern.

Nun könnte ich mir noch vorstellen, dass man vielleicht beabsichtigt dort an dieser riesigen, schmucklosen Wand des
Nordbaus wechselnde überdimensionale Werbebanner für das Museum und Ausstellungsevents anzubringen, ähnlich
wie beim Kunstverein am historischen Steinernen Haus und an der Schirn über der Treppe vom Römerberg aus
gesehen. Man darf also dahingehend noch gespannt sein.
.
__________________
Text und Gestaltung: R.KWF
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Alt 20.06.17, 11:34   #710
ma-frey
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Gute Architektur kann gewohnte Sehgewohnheiten schon mal auf den Kopf Stellen. Mich beeindruckt diese große geschlossene Stirnwand, ich hoffe mal nicht, dass sie nicht durch Werbebanner zugehängt wird:



Die Wand erinnert mich an einen sehr schönen Schulbau der selben Architekten bei Stuttgart, dort vielleicht noch radikaler:



Ein sehr kraftvolles Stück Architektur wie ich finde.

In Frankfurt stört mich doch etwas der gläserne Erker, er weckt bei mir Assoziationen an eine Orgel im Kirchraum.

Trotz seine Größe fügt sich der Bau doch recht schön in sein Umfeld ein. Sehr schön finde ich die Reihung der Fenster im Obergeschoss:



Kurios ist eigentlich, dass das große Gebäude eigentlich überhaupt keine Türen hat, bis auf gut getarnte, mit Stein verkleidete Notausgangtüren:



Der eigentlich Zugang erfolgt ja über das Nachbargebäude und von dort durch das Untergeschoss.

Zwei Aufnahmen zur wertigen Detaillierung und Ausführung der Fassade, insbesondere beim Eingangsgebäude. Verwundert bin ich über die zahlreichen Lüftungsöffnungen da der Eingangsfassade:




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