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Alt 02.02.14, 18:41   #16
nothor
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In der gestrigen Ausgabe widmete die NZ der Altbausubstanz unserer Stadt besondere Aufmerksamkeit. Gleich zwei Artikel sind erschienen, von denen nur einer online nachzulesen ist:

http://www.nordbayern.de/nuernberger...t-zu-1.3430697

Besonders herausgestellt wird darin das heraufziehende Schicksal der Bärenschanzkaserne, für die Ende 2013 die oben besprochenen Pläne an die Öffentlichkeit geraten sind. Sowohl der Baukunstbeirat als auch die Stadtbildinitiative Nürnberg (SBIN), in der sich verschiedene Einzelpersonen und einflussreiche Vereine der Stadt organisiert haben und nicht zuletzt auch Stadtratsfraktionen bemühen sich sehr um den Erhalt des Geländes. Idealfall wäre natürlich der Erhalt des Kasernengeländes so, wie es sich heute noch darstellt. Denn noch lässt sich gut ablesen, wie ein Militärgelände Mitte des 19. Jahrhundertes entstand und wie es sukzessive bis in die Zeit vor dem 2. WK weiter verändert wurde, bevor man die militärische Nutzung aufgegeben hat. Für meine Begriffe handelt es sich dabei um den historisch-kulturellen Kern dessen, was heute der Stadtteil "Bärenschanze" mit der gleichnamigen U-Bahn-Haltestelle ist.

Zumindest aber sollte der zweifellos repräsentative Altbau erhalten bleiben, doch selbst hierzu besteht noch keine Sicherheit. Dabei bezeichnet die Zeitung die Situation um den Kasernenbau als "zumindest ungewiss". Nachvollziehbar, da die Absichtserklärungen für den Erhalt noch keine Rettung bedeuten, darüber hatte ich ja schon einige Gedanken niedergeschrieben. Im Raum steht ja nach wie vor der Bedarf des ZBFS, wobei die verwaltungsmäßige Planung eben einen Abriss vorsieht.

Tenor des Artikels jedoch ist ein anderer, nämlich den Finger in die Wunde des andauernden Verlustes historischer Bausubstanz und damit auch kultureller Identität der Stadt zu legen. Schaut man sich hier im Forum die Berichterstattung aus der vergleichbar großen Stadt wie Leipzig an, kann einen das wirklich deprimieren. Während in der Altstadt dank der Altstadtfreunde nach allgemein akzeptierten Regeln geplant und gebaut wird, herrscht außerhalb der Altstadtmauer scheinbar Chaos und Ungewissheit. Historische Sandsteinhäuser verlieren ihr Gesicht (z.B. hier oder hier) weil scheinbar kein Verständnis für dessen Wert vorhanden ist, stadtbildlich bedeutsame Gebäude verfallen oder drohen zu verschwinden z.B. das Trafowerk), weil Zugeständnisse und Versprechungen von Investoren und Stadtverwaltung zu einer kaum durchschaubaren Gemengenlage an Abhängigkeiten geführt haben, in der mir als Bürger ganz klar das Selbstbewusstsein der Stadt Nürnberg fehlt. An erster Stelle muss stets die lebenswerte und erlebbare Stadt stehen, und daran ist zu messen, ob sich Pläne von Investoren darin einfügen können. In Nürnberg werden Gebäude als marode und unrettbar beschrieben, die während in Leipzig eifrig um die Wette rekonstruiert wird.

Nun ist es den Altstadtfreunden jedoch nicht zuzumuten, sich um ganz Nürnberg zu kümmern. Möglicherweise aber kann die Stadtbildinitiative (Link Homepage: http://stadtbild-initiative-nuernberg.de/) hier Impulse setzen und den einen oder anderen unnötigen Verlust abwenden. Ziel ist doch, dass Nürnberg eine abwechslungsreiche und spannende Stadt bleibt, in der man ihre Geschichte erleben kann, in der aber auch Platz für die Zukunft ist. Wenn ein bedeutendes Industriedenkmal abgerissen wird zugunsten eines flächenfressenden Autohauses am Ufer des Wöhrder Sees, oder eben hier eine 150 Jahre alte Kaserne einem Parkhaus geopfert werden soll, ist das für mich ganz klar das falsche Signal.

Nachtrag: Die Begründung für die Aufnahme in die Denkmalliste wurde auf der Seite von SBIN veröffentlicht: http://stadtbild-initiative-nuernberg.de/?page_id=190
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Alt 23.02.14, 18:43   #17
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Das schicke Kasernengebäude ist sogar von der Fürther Straße aus gut zu sehen, es fällt nur kaum auf. Denn zum einen fehlt der Staffelgiebel, der mal das Hauptportal schmückte, und zum anderen steht entwertend ein Parkhaus aus Blech davor:

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Alt 11.03.14, 10:03   #18
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BKB-Sitzung am 13.03. ab 14:00 Uhr

Wie gefordert wird die Planung des Freistaats für den Neubau des Bayerischen Zentrum für Familie und Soziales in der Roonstrasse dem Baukunstbeirat vorgelegt. Dessen nächste Sitzung findet am kommenden Donnerstag, 13.03. ab 14:00 Uhr im Baumeisterhaus statt. Die online-Tagesordnung bietet dazu schon ein paar erstaunlich deutliche Skizzen an:

http://www.nuernberg.de/internet/ref...014_03_13.html

Wie schon in der letzten Vorlage 2013 will sich der Freistaat eigentlich nur das "Ok" für den geplanten Neubau an der Roonstraße holen. Viel interessanter wird jedoch die Planung für den gesamten Komplex werden, die der BKB hoffentlich spätestens in Protokoll diskutieren wird. Darum hat sich ja schon in der letzten Sitzung alles gedreht, der Neubaukomplex lief da unter "ferner liefen": http://www.nuernberg.de/imperia/md/b...2013_11_14.pdf

Man kann hier echt froh sein, dass Nürnberg etwas wie den Baukunstbeirat hat. Selbst wenn er das eine oder andere nicht verhindern kann, oder manches andere leider verhindert, ist der BKB doch m.E. die letzte Instanz, die Bauprojekte in den öffentlichen Dialog stellt bevor alles zu spät ist.
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Alt 12.03.14, 12:50   #19
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Im Vorlauf der morgigen Sitzung des BKB ist heute in den Nürnberger Nachrichten nochmal ein kleiner Artikel zur Bärenschanze erschienen, der sich gleichsam als Plädoyer für den Erhalt der Kaserne und ebenso für die Arbeit des Baukunstbeirates liest. Ich kann mich dem nur anschließen.
Zugleich aber wird auch darauf aufmerksam gemacht, dass der Baukunstbeirat in seiner jetzigen Zusammensetzung sein letztes Amtsjahr begonnen hat. Hoffentlich bildet sich für 2015 und fortfolgende Jahre ein ähnlich erfolgversprechendes Gremium.
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Alt 12.03.14, 21:28   #20
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Entwürfe Neubau

Zwischenzeitlich hat die Stadt die von den Architekten eingereichten Pläne veröffentlicht. Für den Neubau an der Roonstraße sind dabei folgende Renderings zu sehen.

Ansicht nordwärts, die Roonstraße Richtung Hallerwiese hinab:

Architekten: Heinle, Wischer und Partner GbR, Quelle: http://www.nuernberg.de/internet/ref...14_03_13.html; Stand: 12.03.2014

Im Hintergrund sieht man vielsagend das zu vermeidende Parkhaus.

Ansicht südwärts, Richtung Fürther Straße:


Architekten: Heinle, Wischer und Partner GbR, Quelle: http://www.nuernberg.de/internet/ref...14_03_13.html; Stand: 12.03.2014

Der neue Entwurf sieht für mich wie eine aufpolierte Version des letzten Entwurfs aus. Die an den Neubau gerichteten Forderungen aus der vergangenen BKB-Sitzung wurden nicht berücksichtigt: Der neue Entwurf lässt den Baukörper dem bogenförmigen Straßenverlauf der Roonstraße zwar folgen, das war aber schon im letzten Entwurf so. Auf die S-förmige Rundung wollen die Architekten dennoch nicht verzichten, und behalten Sie ab dem 2. OG bei. Auf die wichtigste Forderung, nämlich die Erforschung aller Möglichkeiten durch einbeziehung mehrerer Architekturbüros, um sowohl einen Neubau als auch den Erhalt des Altbaus gemeinsam zu verwirklichen, wurde offensichtlich nicht eingegangen. Sehr schade, denn der Stadtraum, der für alle Bürger Arbeitsplatz oder Lebensraum ist, für manche sogar beides, sollte nicht leichtfertig verplant, umgebaggert und zubetoniert werden. Und so wirkt das auf der Visualisierung sichtbare Parkhaus, das ja Hauptkritikpunkt gewesen ist, wie ein unterschwelliger Hilferuf des Architektenteams, dem Bauherren doch zu angepassten Vorgaben zu zwingen (Im Falle dass sie nicht umplanen dürfen), oder durch Einbeziehung der Konkurrenz das Entwurfsgeschäft zu beleben (Im Falle des nicht könnens).

Man hat sich also wenig bewegt, es bleibt spannend.
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Alt 12.03.14, 22:57   #21
dankogreen
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Also wenn ich das richtig sehe handelt es sich bei dem Parkhaus auf der Visualisierung um das dort bereits vorhandene.
In den Plänen wird zudem erwähnt das Bestandsgebäude 8a erhalten werden soll.
8c soll hingegen platz für ein neues Parkhaus machen.
Stimmt schon oder?
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Alt 12.03.14, 22:59   #22
dankogreen
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dankogreen könnte bald berühmt werden
Wenn ja finde ich die Lösung gut.
Zudem gefällt mir der Neubau recht gut
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Alt 23.03.14, 22:30   #23
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Der Baukunstbeirat ist von der Fassade für den Neubau nicht so wirklich begeistert:

http://www.nuernberg.de/imperia/md/b...2014_03_13.pdf

Man kritisiert sie als nicht mehr zeitgemäß, solche Aluminium-Vorhangfassaden seien Architektursprache vergangener Epochen und wären zudem ökologisch fragwürdig. In der Tat, die Aluminiumverarbeitung verschlingt viel Energie, weshalb wahrscheinlich alle Aluminiumverarbeitenden Betriebe von der EEG-Umlage befreit sind. Immerhin wird gelobt dass man das Konzept der Außendämmung (WDVS+Glattputz+weiße Farbe) aufgegeben habe. Na ich hoffe dass man nicht wieder zu ihr zurück findet!!
Wichtiger finde ich aber die Forderung, den Haupteingang für den langgestreckten Riegel in die Roonstraße zu legen. Erst damit könnte das Haus ein würdiges Gegenüber zum Gebäude auf der anderen Straßenseite (klick) werden.

Aber völlig zu recht fordert der BKB noch wie vor, das Grundstück städtebaulich klug zu entwickeln: Denn noch immer ist vorgesehen ein Parkhaus im rückwärtigen Bereich des Areals zu errichten, wo heute noch das Haus 8c steht. Dies sei angeblich so marode das es nicht zu retten sei. Interessant, wenn man sich ansieht was man in Leipzig alles so zu retten im Stande ist.

Leider sieht es nicht so aus, als würde das Projekt dem BKB abermals vorgelegt. Damit entschwindet es aus der öffentlichen Kritik und .. wenn alles fertig ist will's wieder keiner gewesen sein.
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Alt 01.08.14, 15:53   #24
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Zitat:
Zitat von nothor Beitrag anzeigen
Leider sieht es nicht so aus, als würde das Projekt dem BKB abermals vorgelegt. Damit entschwindet es aus der öffentlichen Kritik und .. wenn alles fertig ist will's wieder keiner gewesen sein.
Und so ist es gekommen, der BKB wurde nur noch proforma über die Planungen informiert, die weiterhin eine massive Umgestaltung des Areals vorsehen, unter anderem mit einem überirdischen Parkhaus. Dies ruft die Stadtbildinitiative Nürnberg auf den Plan, die diese ignoranten Planungen des Freistaats nicht hinnehmen wollen. Die NN berichtet:

http://www.nordbayern.de/region/nuer...iter-1.3803172

Dabei geht es um den nach wie vor geplanten Abriss des Hauses 8c, das zwischen den teuer sanierten und zu Wohnlofts umgestalteten Reithallen, und dem repräsentativen Kasernengebäude 8 a steht. Damit stellt der Riegel 8 c ein wichtigen Bestandteil der Bärenschanze dar, der das Ensemble als ehem. Kasernengelände erkennbar werden lässt:


[c] Google Maps


Insbesondere der Punkt
Zitat:
Doch der Freistaat baut prinzipiell keine Tiefgaragen.
verbunden mit
Zitat:
Zudem seien Parkplätze in Hochlagen unzeitgemäß. „Es geht auch um die Frage: Wie behandelt München Nürnberg?“
(beide Zitate NN vom 01.08.2014)

macht deutlich, die wenig man sich hier auf der Planungsseite in die Gegebenheiten hineinzudenken bereit ist. Das Zubauen von Flächen in einem Wohngebiet mit Parkhäusern kann nun nicht wirklich Stadtplanung 2014 sein. Vor allem der verantwortliche Minister Söder, der hier in Nürnberg ja lieber mit positiver Presse glänzen will, scheint gedanklich hier nicht anwesend zu sein. In anderen Städten, anderen Bundesländern würde man sicherlich viel weitsichtiger vorgehen und nicht nur in Amtsperioden denken. Vor allem Leipzig, eine Partnerstadt Nürnbergs in Sachen Städtebau, macht vor wie es geht: http://www.deutsches-architektur-for...ead.php?t=9092

Die Stadtbildinitiative hat ausführliche Informationen zum Thema aufbereitet und auf ihrer Website zugänglich gemacht, die sich zu studieren lohnen:

http://stadtbild-initiative-nuernberg.de/?page_id=190
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Alt 20.12.14, 19:36   #25
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Parkhaus vom Tisch!

Die NZ berichtet über Neugkeiten beim geplanten Bauprojekt des Freistaats an der Bärenschanze: http://www.nordbayern.de/region/nuer...haus-1.4084055

Es heisst, nachdem nun nicht nur das historische Kavalleriegebäude (Block 8a)....



an der an der Bärenschanzstraße erhalten bleibt, wird nun doch neu überlegt ob man dem Ensemble und den Anwohnern nicht auch das geplante Parkhaus ersparen könnte. Dieses war an Stelle des Blocks 8c vorgesehen:



Es bleibt sicherlich dabei, dass dieses Haus abgerissen wird, da es dem Vernehmen nach nicht wirtschaftlich zu sanieren ist. Aber wertvoller städtischer (staatlicher) Baugrund wird nicht an eine PKW-Stapelanlage vergeudet, sondern lässt sich vielleicht doch intelligenter nutzen. Die direkten Nachbarn spielen hier wohl nicht richtig mit, die erst vor wenigen Jahren die aufwändig sanierten Reithallen eingezogen sind (links angeschnitten), die ebenfalls zum ehemaligen Militärareal gehören. Denn ein Parkhaus ist nun wirklich kein schöner Anblick, wer will schon aus seinem Fenster in einen Autoauspuff schauen. Zumal ein Parkhaus nicht so schlank zu erstellen ist wie der bestandsbau, und daher auch zu deutlichen Verschattungen führen würde. Und so stehen die Chancen gut, dass parkende Autos so wie es sich für eine moderne Großstadt gehört, in einer Tiefgarage geparkt werden, und über Tage Platz ist für Wohnen und Arbeiten!

Die nun notwendig werdenden Neuplanungen sollten allerdings den Baubeginn des bereits genehmigten Verwaltungsgebäudes an der Roonstraße, die "Amöbe", nicht weiter verzögern.
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Alt 01.12.16, 21:10   #26
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Nachdem es hier nun lange still geworden ist haben offenbar die ersten Arbeiten am Projekt begonnen. Tiefbauarbeiten an der Straßenecke Roonstraße/Bärenschanzstraße kündigen den Neubau an. Vo vorher noch ein ausgedehnter, erhöht liegender Parkplatz war, hat man jetzt eine Mondlandschaft geschaffen. Da es sich hier um ein ehemaliges kasernengelände handelt, dessen verbliebende Hochbauten denkmalgeschützt sind, sind hier offenbar archäologische Untersuchungen im Gange.



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Alt 29.05.18, 19:54   #27
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Zwischenzeitlich hat der erste Bauabschnitt des ZBFS-Neubaus Endhöhe erreicht und zeigt erfreuliche Übereinstimmung mit dem ambitionierten Entwurf. Ich freue mich auf den Neubau und hoffe, dass man ihn auch genau so umsetzt wie es die Visus des Architektenbüros Heinle, Wischer und Partner versprechen.
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Alt 29.05.18, 20:20   #28
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Ja, das lässt sich gut an! Schade, dass dieser Baukomplex sozusagen "in 2. Reihe" stehen wird, während einen Block südwärts entlang der Fürther Straße noch einiges an Wiederaufbau- und Wirtschaftswunder-Tristesse herumsteht. Zwischen Plärrer und der Einmündung der Mittleren Kanalstraße könnte das Stadtbild da noch einiges an ambitionierterer moderner Architektur vertragen...!
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