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Alt 23.09.12, 15:27   #76
Oranien
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Der vom Krieg praktisch an allen Seiten zerstörte Barbarossa Platz http://goo.gl/maps/NlD7S bekommt einen Teil seiner traditionellen Platzeinfassung wieder. Der 50iger/60iger?-Jahre Nachkriegsbau zur Barbarossa-Strasse hin ist bereits leergezogen.

Bestandsbau


Der Neubau folgt der Platz/Strassen-Flucht. Und dürfte mit Berliner Maßstäben nicht billig sein
http://goo.gl/maps/NlD7S bekommt einen Teil seiner traditionellen Platzeinfassung wieder. Der 50iger/60iger?-Jahre Nachkriegsbau zur Barbarossa-Strasse hin ist bereits leergezogen.




"Impressionen" und Grundrisse siehe http://formart.hochtief.de/de/angebo.../impressionen/
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Alt 23.09.12, 18:22   #77
ARCADIEN
 
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@oranien

der von dir als ”leergezogen"e bau ist keineswegs leer. es wohnen immer noch 3 parteien darin. ausserdem ist der neubau hier im kiez sehr umstritten weil preisgünstige mietwohnungen durch eigentumswohnungen ersetzt werden. gentrifizierung in reinkultur also. dass der 50er jahre bau keine augenweide ist .. ausser frage. aber zu wiederaufbau zeiten war das wohl nicht die vorrangige fragestellung.
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Alt 24.09.12, 01:15   #78
Ben
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Sicher wars das nicht. Dafür stellt man diese Notlösungen heute infrage. Sicher ists doof für die Leute (wenn das Haus von innen nicht im selben Zustand ist, wie von außen). Aber Der Platz hat mit dem Brunnen in der Mitte und die Lage zu viel Potenzial, um ihn so Und Schöneberg ist ja nicht erst seit gestern ein interessanter Bezirk. Da muss man bei der aktuellen Entwicklung halt damit rechnen, dass solche Bruchbuden früher oder später weichen müssen, obs nun gefällt oder nicht...
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Alt 24.09.12, 01:22   #79
Konstantin
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Stimmt. Aber in Westberlin ist häufig allein die Veränderung verachtenswert.

So richtig mitstinken mit den Vorgängerbauten kann aber der Entwurf kaum. Ich frage mich immer, warum alle Etagen die gleichen Grundrisse und somit Fassaden haben müssen (bis auf das DG). So kommt immer etwas statisches, undynamisches in die Bauwerke...
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Alt 24.09.12, 08:19   #80
ARCADIEN
 
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interessant ist, dass der investor hochtief auf seiner homepage das objekt mit 2 fotos vom viktoria luise platz bebildert obwohl der garnichts mit diesem objekt zu tun hat. die gleich hinter dem objekt im alice salomon park ansässigen gruppen von wohnungslosen/alkoholikern etc. sind wohl nicht so verkaufsfördernd wie die bobos im cafe vor dem lette-verein ;-) schade dass diese tricks nötig sind.

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Alt 24.09.12, 10:41   #81
Backstein
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Barbarossaplatz

^^ Der Nachkriegsbau ist sicher keine Schönheit, als Bruchbude würde ich ihn aber nicht bezeichnen. Dass ein Investor diesen gern für einen Neubau abreißen möchte, ist wirtschaftlich natürlich nachvollziehbar. Immerhin gilt das Bayerische Viertel ja als attraktiv und beliebt - auch wenn ich weite Teile davon persönlich gar nicht so sehr schätze. Es gibt dort eigentlich recht wenige Ecken, die noch über größere Bereiche die alte Vorkriegspracht aufweisen - alles ist durchsetzt bis dominiert von eben diesen 50/60er Nachkriegsbauten. Zudem wurden zahlreiche erhaltenen Altbauten entstuckt und/oder stark vereinfacht umgestaltet.

Am Barbarossaplatz gibt es z. B. kaum Altbauten, am Viktoria-Luise-Platz noch recht viele (auch wenn dort ebenfalls einige Nachkriegs-Schlichtheiten stehen). Zudem wirkt das Bayerische Viertel auf mich doch etwas öde, da dort (im Gegensatz zur Gegend Nollendorf/Winterfeldtplatz oder Goltzstraße) recht wenig Leben in Form von Kneipen, Restaurants usw. herrscht. Ich empfinde im Bayerischen Viertel immer eine gediegene Ruhe bis hin zur Langeweile.

Der geplante Neubau ist daher das, was zu erwarten war: Ein klassisch-gediegenes, unspektakuläres und konservatives Wohngebäude für den gehobenen Geldbeutel, wie es heutzutage in zahlreichen bürgerlichen Wohnvierteln zuhauf gebaut wird. Sieht passabel aus und lässt sich problemlos mit entsprechender Rendite verkaufen/vermieten.

@ ARCADIEN: Dass der Investor mit dem Viktoria-Luise-Platz wirbt, der fußläufig erreichbar ist, leuchtet auch mir ein - er ist das Aushängeschild des Viertels. Dort sieht es zudem wesentlich charmanter und repräsentativer aus, er hat eine schöne Atmosphäre und ist belebt (mit seinen Bobos, wie du sie nennst ). Am Barbarossaplatz hingegen ist tote Hose.
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Alt 24.09.12, 11:51   #82
Ben
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Schlimmer, als die Bebauung an sich finde ich in der Gegend eher die Spuren (im wahrsten Sinne des Wortes) der autogerechten Stadt, z.B. entlang der Nachod-/Hohenstaufenstraße...Selbst mit der aktuellen Bebauung auf der Südseite würde diese mit angemessenen Ergänzungen auf der Nordseite nach einem Fahrbahnrückbau sicher attraktiver.

@Anonym
Das ist keine Arroganz, das ist der aktuelle Lauf der Dinge, wie man ihn in vielen heruntergekommenen Gegenden der Stadt beobachten kann, obs dir nun gefällt oder nicht. Falls du aufgrund dessen deine Wohnung verlieren solltest, tutes mir leid. Ich helfe dir gern bei der Suche einer neuen...Oder werde doch Hausbesetzer?! Zum Thema selbst scheinst du ja nichts zu sagen zu haben...
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Alt 24.09.12, 19:00   #83
Kleist
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Dem Abrisskandidaten ist sein grosses Grunsstück zum Verhängniss geworden.Da wird der Investor ordentlich Geschoßfläche hinklotzen.Mit Blick auf den kleinen Park/ Grünstreifen,der den Babarossaplatz mit der Karl Schrader /Grunewaldstraße verbindet.

Das die Gegend von Nachkriegsbauten dominiert wird,stimmt so nicht,ganze Straßenzüge sind mehrheitlich von Vorkriegsbebauung gekennzeichnet.Und die Nachkriegsbebauung fügt sich realtiv unauffällig in die vorhandenen Strukturen.


Hier ein paar Bilder des abzureissenden Hauses,aufgenommen im Juni 2012.
Ein ganz normales Wohnhaus,weder besonders schön noch häßlich.











alles eigene Bilder,gemeinfrei
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Alt 24.09.12, 19:31   #84
Oranien
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Geschmäcker sind verschieden. Ich finde das Gebäude ausgesprochen unschön. Eine Aufbereitung der heruntergekommenen Fassaden würde sicher ein wenig helfen - aber eben auch nur ein wenig. Der Vergleich mit den Viktoria-Louise-Platz zeigt meines Erachtens ein weiteres Defizit: Die 50iger/60iger-Wohn-Bebauungen schaffen in dieser Gegend alles andere als ein urbanes Umfeld. Das beste, was man von ihnen sagen kann ist in der Tat, wie ein Vorredner meinte, dass sie sich "unauffällig einfügen" - also hoffentlich nicht gross wahrgenommen werden. Zum Thema Gentrifizierung: Ein weites Feld. Die Wilmersdorfer Wittwe (ist ja gleich ums Eck ;-) will dass genügend Geld verdient wird, damit ihre Rente sicher ist, aber bitte woanders neue Häuser bauen. So wie die Leute Mobiltelefonieren wollen, aber bitte die Mobilfunkmasten woanders. Und fliegen, aber bitte den Flughafen woanders. Und mehr Zug statt Auto, aber bitte die Trasse woanders. Und bitte keine Atomkraft, aber bitte das Windrad woanders. Also bitte gefälligst Berlin vorbringen, aber bitte woanders.
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Alt 24.09.12, 19:44   #85
Berliner Kindl
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Berliner Kindl befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Oraniens Beitrag spricht mir aus der Seele. Fortschritt ist in diesem Fall halt ein zweischneidiges Schwert.
Als neutraler Beobachter finde ich den gezeigten Entwurf durchweg gut. Er gibt dem Platz zusammen mit seinem wirklich schmucken nördlichen Nachbarn eine gelungene Fassung, zumindest nach Osten hin.
Ausserdem wird laut des Renderings der Vorgarten neu umzäunt und die Büsche entfernt, allein das wäre ein Gewinn. Momentan wirkt das Grundstück eher wie aus einem etwas heruntergekommenen Vorort hergezaubert.
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Alt 24.09.12, 23:13   #86
Kleist
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Kleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes AnsehenKleist genießt höchstes Ansehen
Was ihr immer mit eurem urbanen Umfeld habt. Nicht jede Straße muss vor lauter Leben brummen. Es gibt in jedem,noch so urbanen Viertel immer auch ruhigere Straßen. Vom Babarossaplatz sind es 2-3 Gehminuten zur Goltz / Akazienstraße.Winterfeldplatz und warmes Dreieck sind kaum weiter.


Unter anderem 23 m² 1 Zi- Wohnungen werden im Neubau errichtet.Da verhält sich der Bestandsbau aber grosszügiger mit seinen Bewohnern.

War in dem Querbau Babarossastraße nicht ein Wohnheim untergebracht oder irre ich mich da ? Von mir aus kann die Kiste abgerissen werden,eine echte Verbesserung sehe ich mit dem Neubau aber nicht kommen.


Hier ein Bild einer ruhigen aber sehr urbanen Straße in der Nähe.Die Wartburgstraße.


eigenes Bild,gemeinfrei
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Alt 25.09.12, 10:53   #87
Backstein
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^ Ja, der von dir gezeigte Straßenabschnitt sieht sehr angenehm aus.

Wer aber mal z. B. mal die Landshuter, Heilbronner oder Bamberger Str. speziell südlich der Hohenstaufenstr. entlanggeht, kann vielleicht nachempfinden, was ich in Beitrag #175 mit (relativer) Langeweile und Ödnis meinte.

Auch die Regensburger Str., die von Westen kommend auf den Viktoria-Luise-Platz zuläuft, ist eher langweilig. Es gibt zwar recht viele Altbauten, sehr viele von denen sind aber entstuckt und/oder stark vereinfacht renoviert worden. Und im Bayerischen Viertel gibt es nach meinem Eindruck mehr solche mäßig interessanten Straßen, als wirklich schöne wie auf Kleists Foto.

Natürlich ist es für Leute, die es ruhig mögen, dennoch eine ganz attraktive Gegend. Nur verstehe ich nicht, dass manche das Bayerischen Viertel so super finden. Wer es ruhig, bürgerlich und dennoch von den Gebäuden her schön und repräsentativ haben möchte, wird z. B. eher in Friedenau fündig. Aber das ist natürlich - wie so vieles - Geschmackssache.
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Alt 25.09.12, 20:41   #88
necrokatz
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Also wirklich, dem abgebildeten Gebäude auch nur eine Sekunde lang nachzutrauern ist absurd. Die urbane Wirkung oder den gefühlten Mangel derer an diesem Ort steht dabei eher im Hintergrund, finde ich. Jeder, wirklich jeder Neubau ist besser als diese abgewrackte Scheune. Dass alte Häuser abgerissen werden und neue Häuser gebaut werden, ist eigentlich Alltag in einer Großstadt. Hier trifft es ja noch nicht mal ein Gebäude, was auch nur ansatzweise als denkmalswürdig gelten kann. Warum also ist der Abriss ein Problem?
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Alt 25.09.12, 22:04   #89
Echter Berliner
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Echter Berliner braucht man einfachEchter Berliner braucht man einfachEchter Berliner braucht man einfachEchter Berliner braucht man einfachEchter Berliner braucht man einfachEchter Berliner braucht man einfach
Ich finde den Abriß als solchen auch gut und freue mich über mehr Blockrand- und Altbaufeeling. Nur muß man eben immer die Entwicklung der Stadt als ganzes sehen. Je nach Situation kann dann auch der schönste Neubau problematisch sein, wenn die Mieten steigen und Alteingesessene verdrängt werden. Es muß eben alles in Maßen und sozialverträglich passieren. Das darf man nicht außer Acht lassen bei der Freude über "renaturierende" Architektur.

Ich freue mich eigentlich auch über das Teil. Ich fahre da öfter vorbei. Auf der gegenüberliegenden Seite sind allerdings auch nicht sehr schmucke Nachkriegsbauten, zurückgesetzt mit Flachdach.

Vielleicht kommt ja irgendwann eine Zeit, in der von staatlicher Seite preiswerte Mietwohnungen gebaut werden, die auch ästhetisch in Ordnung sind.

Zitat:
Zitat von Backstein
Nur verstehe ich nicht, dass manche das Bayerische Viertel so super finden. Wer es ruhig, bürgerlich und dennoch von den Gebäuden her schön und repräsentativ haben möchte, wird z. B. eher in Friedenau fündig. Aber das ist natürlich - wie so vieles - Geschmackssache.
Es kommt eben auf die Ecke im BV an. Und dann ist Freidenau eben nicht sehr zentral und psychologisch recht weit draußen.
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Alt 26.09.12, 00:01   #90
ARCADIEN
 
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@necrokatz

du hast es wirklich nicht kapiert.
ausnahmsweise ist das problem nicht die architektur.
das problem ist, dass preiswerter mietwohnraum durch eigentumswohnungen ersetzt wird. auf neudeutsch auch gentrifizierung genannt.
alles klar?.
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