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Alt 20.06.17, 23:10   #31
nothor
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Wie ich erfahren habe droht wiederum eines dieser charakteristischen und filigranen Fassadenbilder in Nürnberg verloren zu gehen. Neben dem Hickhack um das Wöhrder Pfarrhaus, bei dem die Kirchengemeinde höchstselbst die Vernichtung eines Kunstwerks mit christlichem Thema vorantreibt und wohl nur noch durch den Denkmalschutz zu stoppen sein könnte, bahnt sich vergleichbares im Nibelungenviertel an. Das im Krieg zerstörte und bereits 1952 wieder aufgebaute Gründerzeithaus Wilhelm-Späth-Straße 67 erhielt in dieser Zeit, die Altvordere oft mit Entbehrungen und "da gabs ja garnichts" mit bemerkenswerter Fassadenzier versehen:



Der Erker wurde wieder errichtet (nicht selbstverständlich) und mit drei schönen Sgraffitto versehen, die möglicherweise von Kurt Busch geschaffen worden sein könnten (Signatur KD oder KB). Sie verbildlichen die Anstrengungen der Wiederaufbauzeit, für deren Ergebnisse sich Nürnberg auch von offizieller Seite so gerne aufplustert. Wie ich erfahren habe steht auch dei Dämmung des Hauses an, womit die Bilder verschwinden dürften.



Nur wenn das so weitergeht ist davon bald wirklich kaum mehr etwas übrig. Das wäre dann ebenso still und heimlich getilgt wie ein vergleichbares am Platz der Opfer des Faschismus direkt um die Ecke, welches vor einigen Jahren bereits plump weg gedämmt wurde.
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Alt 14.07.17, 23:03   #32
nothor
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Schuckertplatz 13

Am Schuckertplatz ist mir heute ein zeigenswertes Nachkriegswohnhaus aufgefallen: Laut Inschrift schuf Architekt Carl M. C. Laurer diesen Bau 1958.



Dabei verlieh er diesem Gebäude schon fast eine gewisse Pracht. Gekonnt wird auf die Ecksituation zu Gabelsberger Straße eingegangen: Das Flächige geht einen Wechsel ein mit einem Fassadenvorsprung, der den Eindruck entstehen lässt es handele sich um Loggien, die wiederum zum Balkonen übergehen.



Überhaupt, das Highlight dieser Zeit, und ebenso dieses Entwurfs sind die Balkone, die an den jeweiligen Fassadenseiten unterschiedlich gestaltet sind. Die Balkone zum Schuckerplatz hin sind noch originale aus der Zeit und sind nicht nierenfärmig, sondern eher expressionistisch geformt wie die Klinge eines Beils:





Gemeinsam mit der lebendigen Textur des Verputz stellt dieses Gebäude einen sehr attraktiven Vertreter des Bauens der 1950'er Jahre dar - mal abseits von den Hochglanzbildern der Architekturausstellungen und selten gezeigt, aber trotzdem sehenswert. Leider aber werden solche Bauten nicht ausreichend durch den Denkmalschutz geschützt, womit es bei der aktuellen Dämmerei und Modernisiererei in 30 Jahren ziemlich schwer werden wird wenn man jemandem vermitteln möchte, dass in den 1950'er Jahren auch hübsche Durchschnittsbauten entstanden sind, und nicht nur anerkannte Prestigeprojekte.
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Alt 15.07.17, 00:23   #33
Saxonia
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Was schützt der Nürnberger Denkmalschutz eigentlich überhaupt, außer das Mayersche Pellerhaus? So was wie in der Wilhelm-Späth-Straße 67 gehört doch in jedem Fall erhalten. Geht mir wirklich jedes Verständnis ab.
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Alt 16.07.17, 10:34   #34
Hans Ebert
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Hans Ebert könnte bald berühmt werden
@nothor: Das Eckhaus am Schuckertplatz ist ja wirklich klasse! Vielen Dank, dass Du es dokumentiert hast. Ich halte es auch für höchst bedenklich, dass das Landesamt sich nicht dazu durchringen kann, zumindest ein paar typische Bauten der 1950er und 1960er Jahre unter Schutz zu stellen. Damit widerspricht es seinen eigenen Reglements. Die Fehler früherer Zeiten wiederholen und wiederholen sich…
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Erst wenn die letzte Fassade gedämmt, die letzte Villa entkernt, der letzte Garten zugebaut ist, werden die Menschen feststellen, dass Denkmalschutz doch sinnvoll ist.
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Alt 16.07.17, 18:57   #35
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Ja, nachdem nun immer mehr verschwindet werden die "einfacheren" Sachen zunehmend spannend, weil einzigartiger und wohltuend schön.

Ich frage mich außerdem wie es heutzutage noch erstrebenswert sein kann, den Beruf des Architekten auzuüben. Denn wenn man wie hier Architekt Gerhard Beck die Wilhelm-Späth-Straße 67 ruiniert, ist das doch kein Traumberuf mehr. Traumberuf: Gemäldezerstörer, Oldtimer-Verschrotter, Bücherverbrenner, Goldmünzeneinschmelzer, Regenwaldabholzer, Architekt (bei sog. Modernisierungen")... Und der Denkmalschutz geht auf Tauchstation. Mich macht das fassungslos.
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Alt 17.08.17, 22:47   #36
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Wilhelm-Späth-Straße 67

Zitat:
Zitat von nothor Beitrag anzeigen
Wie ich erfahren habe droht wiederum eines dieser charakteristischen und filigranen Fassadenbilder in Nürnberg verloren zu gehen.
[...]
Wie ich erfahren habe steht auch dei Dämmung des Hauses an, womit die Bilder verschwinden dürften.
Offenbar haben die Eigentümer bzw. der Architekt sein Herz für die sensible Schönheit der Nürnberger Südstadt entdeckt? Jedenfalls ist das wunderbare Fassadenbild und auch die Sandsteinkonsole des mächtigen Erkers von der Beklebung verschont geblieben:



Es geht also doch, wenn man nur will.
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Alt 03.05.18, 20:15   #37
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Ergebnis: Wilhelm-Späth-Straße 67

Der jüngst fassadengedämmte Bau in der Wilhelm-Späth-Straße 67 ist nun abgerüstet und steht unmittelbar vor der Vermarktung. Das Ergebnis ist eigentlich ganz akzeptabel geworden, da durchaus die wesentlichen Merkmale des Bestandes beibehalten wurden:



Besonders bei der neuerlichen Sockelgestaltung ist man zurückhaltend ans Werk gegangen:



Ganz anders der obere Bereich. Nicht nur dass eines der drei Fassadenbildern merkwürdigerweise überklebt wurde, ist der Dachbereich völlig entstellt und wirkt wie eine Fratze in der Straße. Eine sehr unruhige, störende Konstruktion:



Das Ergebnis ist - naja - akzeptabel halt.
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Alt 26.08.18, 12:44   #38
bau-beck
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bau-beck befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Neues aus der Wilhelm-Spaeth-Strasse

Guten Tag alle miteinander.
Ich bin der Architekt, ueber den hier geredet wir und freue mich, dass zumindest die Bemuehungen, die Fassadenbilder zu erhalten, Anklang gefunden haben. Das zweite Fassadenbild war leider zu stark beschaedigt, um es erhalten zu koennen.
Die Dachgestaltung und die Erker / Gauben sind natuerlich auch dem Bemuehen geschuldet, hier Wohnraum ( und selbstverstaendlich auch Verkaufserloes ) zu generieren.
Uebrigens : Nachdem meine Adresse auf der Bautafel steht, kann man auch MIT MIR reden, nicht nur UEBER MICH.
Viele Gruesse.
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Alt 26.08.18, 13:56   #39
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Hallo bau-beck,
danke für die Rückmeldung zum Objekt! Dass das zweite große Sgraffito verschwunden ist ist sehr schade, aber ein konstruktives Problem war zu vermuten. Ich nehme an dass sich der Putz partiell vom Untergrund gelöst hatte und eine Sicherung zu hohem denkmalpflegerischem Aufwand geführt hätte. Leider verschwinden heutzutage überall in der Stadt solche Fassadenbilder, aktuell sind gleich 5 Stück in der Eschenstraße unter Dämmung verschwunden, und hier nichtmal weil sie kaputt waren sondern weil man es sich einfach machen wollte mit der Dämmung. Jedes Jahr gehen welche verloren aber es kommt kein einziges neu hinzu. Das Stadtbild wird so unweigerlich ärmer und öder, und die Wohnlagen nicht attraktiver.

Mit dem "mit mir" reden statt "über mich" haben Sie völlig Recht, sehe ich auch so: Vor Jahren noch habe ich das noch gemacht, bzw. versucht, aber nicht ein einziges mal eine Rückmeldung bekommen. Irgendwann habe ich das sein gelassen und mich darauf beschränkt zu dokumentieren und kommentieren was ich sehe. Ich persönlich bin auch kein Journalist der Hintergründe eruieren müsste, sondern letztlich schreibe ich nur das was ich sehe und fotografieren kann. Aber ich bemühe mich sehr niemanden zu beleidigen und möglichst nichts zu unterstellen, auch wenn manchmal der Frust überwiegt. Das Beispiel Wilhelm-Späth-Straße 67 ist allerdings doch eher positiv, ich hoffe das ist unterm Strich auch heraus gekommen.

Eine technische Frage hätte ich aber, nachdem nun zwei der Sgraffito erhalten bleiben konnten, wie hat man die Unterbrechung der Außendämmung an dieser sensiblen Stelle ausgeglichen. Sind die Wände an der Stelle innen gedämmt oder hat man darauf ganz verzichtet?
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Alt 27.10.18, 18:44   #40
nothor
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Gibitzenhofstraße 34 - 42

Eine ganz besondere Hauszeile aus der Nachkriegszeit in der Südstadt ist dieses Ensemble an der Gibitzenhofstraße, zwischen Landgrabenstraße und Espanstraße. Die Architektur ist so einfach, monoton und eigentlich hässlich, dass sie schon fast wieder morbide-charmant wird.



Denn bei genauerem Hinsehen beweist die Gestaltung durchaus Stil und Geschmack: Der strenge Rhythmus der Fensterreihen ohne jegliche Durchbrechung über die gesamte Fassadenreihe ist schon etwas seltens im Stadtbild. Und dennoch sieht man klar und deutlich die Unterscheidung in einzelne Gebäude durch die farbliche Unterteilung. Das wenige was schmückend wirkt, nämlich die farblich abgesetzten Fensterumrahmungen und den speziell aufgespachtelten Putz haben ebenfalls alle gemein und bilden dadurch städtebaulich eine Einheit.



Ich fremdel zwar ein bisschen mit diesen alten Häusern, die wohl Anfang der 50'er Jahre gebaut wurden. Dennoch fürchte ich, eine Sanierung würde ihr Erscheinungsbild keineswegs aufwerten, wenn man in die Gestaltung der Fassade eingreift.

Erst letztens hat man das Eckhaus mit der Bäckerei IPTA im Erdgeschoss renoviert, der Vergleich mit dem oberen Foto zeigt den dezenten Unterschied:



Die Sache ist eigentlich gerade nochmal gut gegangen. Trotzdem bringt das aktuelle Farbschema ein gewisse Unruhe in das Ensemble, indem der Kontrast zwischen der grünen Fassade und den weißen Fensterrahmen ziemlich stark ausfällt. Zudem hat man vergessen auch unter den Fenstern weiß zu streichen. Und auch der dünne Oberputz, der neu aufgebracht werden musste, ist viel glatter als er ursprünglich war, die Fassade wird also ganz anders altern und patinieren als bisher. Worauf ich also hinaus will ist die unfassbare Empfindlichkeit der Nachkriegsästhetik, die sich so leicht stören lässt. Da reicht es oft schon Lampen und Türklinken auszutauschen und alles ist futsch. Kein Wunder dass man weite Teile Nürnbergs als hässlich wahrnimmt, denn viele gut gemeinte und leider zu oft daneben gegangene Renovierungen haben Stil und Charme gekostet. Hier ist es gerade nochmal so gut gegangen, denn die genannten Details fallen wohl wirklich nur den aufmerksamen Passanten auf.
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Alt 28.10.18, 19:38   #41
Planer
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Planer könnte bald berühmt werden
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Hier ist es gerade nochmal so gut gegangen, denn die genannten Details fallen wohl wirklich nur den aufmerksamen Passanten auf.

Stimmt! ich komme hier gelegentlich vorbei, habe aber noch nie auf die Details geachtet und das wäre mir sonst nicht aufgefallen.
Beim nächsten Mal schaue ich mich genauer um, und versuche nicht möglichst schnell wieder weiter zukommen.
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