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Alt 07.01.17, 12:19   #106
Kostik
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Neugestaltung des Zentralen Omibusbahnhofes

Ab nächster Woche biginnen die Bauarbeiten an der Neugestaltung des Zentralen Omibusbahnhofes (ZOB) Bochum. Im Rahmen dieser Arbeiten wird auch der gesamte Kreuzungsbereich Wittener Straße/Kurt-Schumacher-Platz neu geordnet und asphaltiert. Durch die Entfernung der alten Gleisanlagen aus der Wittener Straße kann dieser Raum genutzt werden, um den Mittelbussteig des ZOB in Richtung Nordosten zu verlängern und so mehr Halteplätze für Linienbusse zu schaffen.

Das alte Dach mit seinen vielen Halbrund-Konstruktionen wird durch ein durchgehenden Flachdach ersetzt. Und der Untergrund für die Busse wird ebenfalls vollständig erneuert. Auch die Bussteige werden etweitert und neugestaltet. Die Anzahl wird sich nun von sechs auf acht erhöhen, sie werden auch in Form einer Zahnung angeordnet, die Busse stoppen am Bussteig dann schräg statt wie bisher parallel dazu.

Zudem bekommt der ZOB mehr Sitzgelegenheiten, eine hellere Beleuchtung, eine dynamische Fahrgastinformation (DFI) auf jedem Bussteig, einen barrierefreien Zugang zu den Bussen, ein taktiles Leitsystem für Sehbehinderte und windgeschützte Wartemöglichkeiten mit Sitz- und Stehplätzen. Das Mitarbeiterhäuschen der Bogestra auf der Businsel bleibt erhalten. Insgesamt wird der ZOB nach dem Umbau länger und breiter sein. Die Bauarbeiten sollen ca. ein Jahr dauern. Die Kosten liegen bei rund 4,5 Mio €.

Quelle: Stadt Bochum | WAZ - 14 000 Buskunden erhalten jetzt einen neuen Bahnhof







Bilder: (C) Stadt Bochum
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Alt 27.04.17, 20:08   #107
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Neubau des Zentralen Omibusbahnhofes | 01/2017

Anfang Januar begannen die Abrissarbeiten am alten ZOB





Nun, ende Januar ist der alte ZOB Geschichte.





Fotos: mit freundlicher Erlaubnis von Bastian n.


Hier eine weitere Visualisierung zum Neubau



Bild: Stadt Bochum / Quelle: WAZ
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Alt 27.04.17, 20:10   #108
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Neubau des Zentralen Omibusbahnhofes | 02/2017

Zitat:
Das Tiefbauamt bereitet seit Januar den Um- und Ausbau von Bochums Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) vor. Nachdem es die nötigen Abriss- und Sondierungsarbeiten abgeschlossen hat, startet nun der Um- und Ausbau des ZOB. [...]

Die Umgestaltung und Erweiterung ermöglicht künftig vor allem gleichzeitige An- und Abfahrten mehrerer Busse, wodurch sich für Fahrgäste zum Beispiel Umstiegszeiten deutlich verbessern. Der neue ZOB wird zudem einen barrierefreien Zugang für seh- und bewegungseingeschränkte Menschen und ein neues lichtdurchlässiges Dach erhalten. Im Zuge der Arbeiten ordnet und erneuert das Tiefbauamt auch die Kreuzung von Wittener Straße und Kurt-Schumacher-Platz. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 4,7 Millionen Euro; etwa 2,4 Millionen Euro erhält die Stadt als Zuwendung vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Während der Bauarbeiten, die voraussichtlich bis Ende November dauern, wickelt die Bogestra den Linienbusverkehr über einen Ersatz-ZOB an der Ferdinandstraße ab.

Der Zentrale Omnibusbahnhof am Bochumer Hauptbahnhof zählt zu den bedeutendsten Haltepunkten im Bochumer Nahverkehrsnetz und dient gleichzeitig als Anbindung an den Regional- und Fernverkehr. Zehn Buslinien im Tagesbetrieb und acht Nachtexpresslinien fahren den ZOB an, in der Regel als Start- bzw. Endhaltepunkt der jeweiligen Linie. Täglich nutzen etwa 14.000 Fahrgäste den ZOB. Insgesamt finden rund 500 Abfahrten pro Tag statt, davon 32 in der Spitzenstunde. [...]

Der bisherige ZOB hatte sechs Halteplätze für Linienbusse, von denen seinerzeit drei für Gelenkbusse (mit 18 Meter Länge) und weitere drei für Standardlinienbusse (mit zwölf Meter Länge) konzipiert worden waren. Die Aufstellung der Busse erfolgte hintereinander, so dass ihnen ein unabhängiges An- und Abfahren der Halteplätze nicht möglich war. Der neue Zentrale Omnibusbahnhof, den das Tiefbauamt in Zusammenarbeit mit den beteiligten städtischen Fachämtern und der Bogestra geplant hat, wird dagegen den veränderten Anforderungen an Funktionalität, Fahrbetrieb, Fahrgastkomfort und Barrierefreiheit gerecht. „Das ist wichtig für die Menschen einer universitären Großstadt wie Bochum, die täglich auf dem Weg zur und von der Arbeit oder Hochschule auf eine gute Mobilitätsinfrastruktur angewiesen sind“, unterstreicht Oberbürgermeister Thomas Eiskirch.

Die wichtigsten Anforderungen an den neuen ZOB sind daher zum einen ein unabhängiges An- und Abfahren der Linienbusse sowie die Barrierefreiheit für die Fahrgäste. Um den Linienverkehr effizienter abwickeln zu können, entstehen acht Haltepositionen für Busse in leicht versetzter „Sägezahnanordnung“. Davon sind fünf für Gelenkbusse dimensioniert. „Ein unabhängiges An- und Abfahren der Busse wird aus allen Positionen möglich“, erläutert Susanne Düwel. Die Verbesserung und Aufstockung der Haltebuchten kann das Tiefbauamt dadurch erreichen, dass es den ZOB nach Osten hin in Richtung der Wittener Straße ausdehnt. Möglich wird dies durch den Rückbau des in der Wittener Straße noch vorhandenen, aber nicht mehr genutzten Gleiskörpers der Straßenbahnen sowie durch eine Neuaufteilung der Fahrspuren auf der Wittener Straße.

Die Fahrbahn um die neue Businsel herum entsteht aus miteinander verzahnten Betonplatten. „Diese Bauweise ist wegen der enormen Schubkräfte der anfahrenden Busse deutlich widerstandsfähiger als die bislang verwendete Pflasterfahrbahn“, schildert die stellvertretende Leiterin des Tiefbauamts. Beim Umbau erneuert das Tiefbauamt auch das Dach und passt es an die vergrößerte Businsel an. Es orientiert sich in seiner Gestaltung an den bisher ergänzten Dächern auf dem Bahnhofsvorplatz und an den „Schmetterlingsflügeln“ des Spannbetondaches über der Eingangshalle des denkmalgeschützten Hauptbahnhofs. Das neue Lichtband schafft eine angenehm helle Warteatmosphäre, schützt aber zugleich im Sommer bei direkter Lichteinstrahlung. Der Entwurf übernimmt das Achsraster des alten Daches und kann somit dessen Fundamente und Stützen nutzen. Das neue Dach misst etwa 78 mal 16 Meter und überspannt somit eine Fläche von rund 1.250 Quadratmetern.
Pressemitteilung: Stadt Bochum







Fotos: mit freundlicher Erlaubnis - http://westfalenbaenkler.blogspot.de/
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Alt 25.06.17, 10:27   #109
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Neubau des Zentralen Omibusbahnhofes | 06/2017







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Alt 06.09.17, 20:21   #110
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Baufortschritt am ZOB: Neue Fahrbahn wird aufgebracht

Zitat:
Die Baustelle für den neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) hat einen wichtigen Zwischenschritt erreicht: Am 28. August haben die Arbeiten an der neuen Fahrbahn vor dem Hauptbahnhof begonnen.

Auf einer Gesamtfläche von rund 3.000 Quadratmetern um die neue Businsel herum wird eine 36 Zentimeter starke Betonfahrbahn erstellt. Nach Abbinden des mit Stahlmatten bewehrten Betons fahren die Busse zukünftig über eine – gegenüber der alten, gepflasterten Fahrbahn – deutlich widerstandsfähigere Fläche.

Absackungen und Verschiebungen der Fahrbahn, bedingt durch die enormen Schubkräfte der anfahrenden Busse, können so zukünftig nicht mehr entstehen. Dadurch verringert sich der Unterhaltungsaufwand erheblich.



Der Einbau der circa 1.080 Kubikmeter Beton (einschließlich der Bewehrung) mit einem Gesamtgewicht von rund 2.500 Tonnen erfolgt über einen Zeitraum von etwa drei Wochen.

Die Montage der neuen Dachkonstruktion beginnt im Laufe des Oktobers. In der ersten Hälfte des Monats erfolgen außerdem die Straßenbauarbeiten auf der Kreuzung vor dem ZOB (Kurt-Schumacher-Platz / Wittener Straße / Ostring / Massenbergstraße). Hier werden die alten Gleisanlagen der BOGESTRA entfernt und der Bereich neu asphaltiert.

Insgesamt befinden sich die Arbeiten, trotz der zu Beginn notwendigen umfangreichen Verfüllarbeiten am alten Luftschutzstollen, im Zeitplan.


Pressemitteilung + Fotos: Stadt Bochum
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Alt 15.10.17, 22:22   #111
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Neue Buselohbrücke fertig

Zitat:
Innerhalb von weniger als 24 Monaten hat die Stadt Bochum die Buselohbrücke, die die Hauptzugstrecke von und nach Bochum überquert, durch einen Neubau ersetzt und die Anbindung an das Straßennetz verbessert. Da die neue Buselohbrücke in einem fast rechten Winkel die Gleise der Deutschen Bahn überspannt, ist sie etwa 30 Meter kürzer als ihre Vorgängerin und entsprechend günstiger in der Herstellung und künftigen Unterhaltung. Sie hat eine Läge von rund 80 Metern, ist zirka 20 Meter breit und wiegt 2.100 Tonnen.

Die alte Buselohbrücke – errichtet von 1941 bis 1943 und ausgebaut 1972 –, die die Stadt 1984 von der deutschen Bahn übernommen hatte, war in die Jahre gekommen und daher seit 2008 für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 2,8 Tonnen gesperrt. Davon betroffen waren auch Buslinien der Bogestra, die entsprechend eine Umleitung fahren mussten. Das Tiefbauamt hat die neue Brücke westlich der alten errichtet und im Zuge des Neubaus den Verlauf der Buselohstraße verändert.

Nach der Inbetriebnahme ist diese nun über einen Kreisverkehr direkt an die Harpener Straße angebunden. Die Einmündung Harpener Straße / Auf der Prinz hat das Tiefbauamt ebenfalls vollständig neu gestaltet. Hier hat nun der Verkehr auf der Harpener Straße bis zur Auffahrt auf den Sheffield-Ring Vorrang. Alle neu gebauten Straßen und die Brücke hat das Tiefbauamt zudem mit Radwegen ausgestattet

Im November 2015 hatten die vorbereitenden Arbeiten für die Erneuerung der Brücke an der Buselohstraße begonnen. Bezirksbürgermeisterin Gabriele Spork, Bezirksbürgermeister Heinrich Donner und Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke hatten im Dezember den ersten Spatenstich gesetzt. Für die Widerlager der Brücke bohrte ein Spezialgerät auf beiden Seiten der Bahntrasse, dort wo nun die Brücke aufliegt, je 13 Löcher mit einem Durchmesser von jeweils eineinhalb Metern rund 20 Meter in die Tiefe. Diese wurden mit Stahlbeton gefüllt und tragen die gesamte Last der Konstruktion. Parallel zu den Arbeiten an den Widerlagern begann im Frühjahr 2016 zwischen der Bahnanlage und der Harpener Straße die Montage der neuen Brücke. Nach der Montage wurde sie im November 2016 mit Hydraulikpressen Stück für Stück über die Gleise eingeschoben. Die Kosten für die neue Brücke liegen bei 12 Mio Euro.
Pressemitteilung: Stadt Bochum
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Alt 18.10.17, 20:51   #112
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Baustelle des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB)

Die letzten Tage wurden die Straßenarbeiten an der Wittenerstraße und um den ZOB durchgeführt. Außerdem wurde mit dem Bau der Dachkonstruktion begonnen.



Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Referat für Kommunikation
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Alt 02.01.18, 20:01   #113
nikolas
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Eröffnung des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB)

Nach 1-jähriger Bauzeit wird der Neubau des ZOB am 07.01.2018 feierlich eröffnet. Der Bauverlauf erfolgte im Zeit-& Kostenrahmen!

Quelle: https://www.waz.de/staedte/bochum/ne...212996381.html
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Alt 14.01.18, 18:55   #114
Databo
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Eröffnung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB)

Vor einer Woche, am 7. Januar 2018, wurde der neue Zentrale Omnibusbahnhof am Bochumer Hauptbahnhof eröffnet. Er wurde Richtung Wittener Straße ausgedehnt, so daß nun acht statt sechs Halteplätze zur Verfügung stehen. Das Dach über der Businsel wurde entsprechend vergrößert und orientiert sich laut Angaben der Stadt in seiner Gestaltung an den übrigen Dächern auf dem Bahnhofsvorplatz und an dem geschwungenen Spannbetondach über der Eingangshalle des Haupbahnhofs. Die Fahrbahn besteht nun vollständig aus 36 cm starkem Beton, was die Haltbarkeit gegenüber der vorherigen Fahrbahn deutlich verbessern soll. Die vollständige Pressemitteilung der Stadt Bochum ist hier zu finden und enthält auch eine Reihe von Fotos.

Meine Meinung: Die Funktionalität des ZOBs wird sich durch den Umbau sicher verbessern, und der Abriß des fürchterlichen Tonnendachs ist zu begrüßen. Gestalterisch finde ich das Ergebnis insgesamt aber enttäuschend. Das Dach als de facto einziges architektonisches Element wirkt auf mich langweilig und nichtssagend. Man kann argumentieren, daß man nicht durch eine zu dominante Konstruktion von dem denkmalgeschützten Hauptbahnhof ablenken will, aber etwas ambitionierter hätte es an einem so bedeutenden und frequentierten Ort schon sein dürfen. Die Aussage der Stadt, das Dach orientiere sich an dem geschwungenen Dach des Hauptbahnhofs, ist zum Teil nachvollziehbar. Ich finde aber, wenn man dieser Idee folgen wollte, die ich durchaus für gut halte, hätte man viel konsequenter sein müssen. Warum rundet man nicht 50er-Jahre-typisch die Ecken des Dachs ab und greift vor allem die Farbgestaltung des Hauptbahnhofs auf? Es wäre so einfach gewesen, die Stützen dunkelgrün und die Unterseite des Dachs hellgelb zu streichen. Dann hätte es sich in die Umgebung eingefügt und wie ein natürliches Element des Hauptbahnhofs gewirkt. So ist es ein Fremdkörper, der zwar durch die Schräge ein einzelnes Gestaltungsmerkmal des Hauptbahnhofs aufgreift, sich ansonsten aber stark davon abgrenzt. Ist es eigentlich in Bochum heute noch möglich, etwas anderes als weiße Aluminiumverblendungen zu benutzen? Das ist einfallslos, langweilig, und ich kann es nicht mehr sehen.

Die Betonfahrbahn ist in funktionaler Hinsicht wahrscheinlich die beste Lösung, in optischer dagegen wohl die schlechteste. Die hellgraue Betonoptik dominiert den ganzen Platz und erschlägt einen, wenn man aus dem Hauptbahnhof kommt. Ich weiß nicht, ob es nicht eine Möglichkeit gegeben hätte, die Oberfläche ohne allzu großen Stabilitätsverlust wenigstens irgendwie einzufärben oder etwas zu strukturieren. Massiv verschlimmert wird die Trostlosigkeit des neuen ZOBs durch die Fällung sämtlicher Bäume vor dem Hotel im Hauptbahnhof, die wegen der Erweiterung der Fahrbahn nötig war. Zitat aus der Beschlußvorlage 20152170 der Verwaltung:

Zitat:
Durch die Umgestaltung und Erweiterung des ZOB müssen die 18 Kastenplatanen, die sich in dem Trennstreifen zwischen dem ZOB und der heutigen Umfahrt (Anlieferung, Hotelvorfahrt) befinden, gefällt werden. Eine fachtechnische Prüfung hat ergeben, dass im nahen Umfeld des neuen ZOB keine neuen Bäume als Ersatz gepflanzt werden können. Die Restflächen, die sich außerhalb der für den Busverkehr notwendigen Verkehrsfläche ergeben, sind wegen der unterirdischen Verteilerebene zu den Stadtbahnlinien bzw. der Nähe zum Bahnhofsgebäude nicht geeignet, um Ersatzbäume zu pflanzen.

Die einzige Möglichkeit, Bäume in dem Plangebiet anzuordnen, wäre die Freifläche, die sich zwischen dem ZOB und der Reisebushaltestelle an der Wittener Straße ergeben wird. Hier befindet sich heute ein Baum an dem dortigen Hochbeet, dass im Zuge des Ausbaus entfernt wird. Der Baum muss ebenfalls gefällt werden, weil er abgängig ist. Aus Sicht der Grünplanung wäre die Anordnung von Bäumen auf dieser Fläche ein ungeeigneter Versuch, zwanghaft Bäume platzieren zu wollen. Die Restriktionen der Verkehrsplanung ermöglichen kein schlüssiges Gesamtkonzept für eine Grünplanung auf der Fläche des ZOB. Daher wird davon abgesehen, Ersatzpflanzungen an gleicher Stelle bzw. im nahen Umfeld des ZOB durchzuführen. Die Ersatzpflanzung nach Baumschutzsatzung erfolgt innerhalb des Gleisdreiecks.

Im Rahmen der Ausführungsplanung wird geprüft, ob die Mittelinsel der Wittener Straße geeignet ist, um dort neue Bäume zu pflanzen. Bereits jetzt kann mitgeteilt werden, dass dort neue Beleuchtungsmaste aufgestellt werden müssen, um die Fahrbahn ausleuchten zu können.

Ebenso wird geprüft, ob auf Grund der Lage von Versorgungsleitungen auf der Freifläche zwischen ZOB und Reisbushaltestelle an der Wittener Straße neue Bäume gepflanzt werden können? Es ist bereits festgelegt worden, dass das vorhandene Hochbeet wegen der Ratten- und Müllproblematik im Zuge der Baumaßnahme entfernt wird.
Der Gehweg vor dem Hotel ist noch immer etwa 8 m breit. Ich weiß nicht, ob genau darunter etwas das Pflanzen neuer Bäume verhindert, aber zu nah am Gebäude wäre der Gehwegrand wohl nicht, wenn man kleine, schmalkronige Bäume verwendet. Wenn man tatsächlich überhaupt nicht in den Untergrund gehen kann, könnte man wenigstens einige Hochbeete anlegen, notfalls auch nur mit größeren Büschen. Auch der Streifen zwischen dem ZOB und der Straße hätte unbedingt bepflanzt werden müssen. So ist nun der gesamte Bahnhofsvorplatz eine riesige graue Betonfläche ohne jede Spur von grün oder irgendwelche Gestaltungselemente. Auf mich macht das einen unglaublich tristen, trostlosen Eindruck. Hier hält man sich als Fahrgast sicher nicht gerne auf, und es ist nicht gerade ein würdiger Empfang für Gäste der Stadt. Den Satz „Die Restriktionen der Verkehrsplanung ermöglichen kein schlüssiges Gesamtkonzept für eine Grünplanung auf der Fläche des ZOB.“ halte ich insofern für schwach. Es kann nicht sein, daß man alles kompromißlos der Funktionalität unterordnet und so unwirtliche Betonwüsten schafft, und das auch noch an einem so bedeutenden Ort. Man hätte ja auch mal darüber nachdenken können, die Straße vor dem Bahnhof schmaler zu machen. Überlegungen zu einer Neuordnung des Innenstadtrings mit einer Reduzierung des Autoverkehrs werden ja bereits diskutiert. Wie es jetzt ist, darf es meiner Ansicht nach jedenfalls nicht dauerhaft bleiben.

Im Anschluß noch einige Fotos des neuen ZOBs von heute morgen.




















Alle Fotos aus: ZOB Bochum Hbf von Databo, auf Flickr
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Alt 15.01.18, 23:11   #115
Databo
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Zentraler Omnibusbahnhof - farbiges Dach

Zitat:
Zitat von Databo Beitrag anzeigen
Die Aussage der Stadt, das Dach orientiere sich an dem geschwungenen Dach des Hauptbahnhofs, ist zum Teil nachvollziehbar. Ich finde aber, wenn man dieser Idee folgen wollte, die ich durchaus für gut halte, hätte man viel konsequenter sein müssen. Warum rundet man nicht 50er-Jahre-typisch die Ecken des Dachs ab und greift vor allem die Farbgestaltung des Hauptbahnhofs auf? Es wäre so einfach gewesen, die Stützen dunkelgrün und die Unterseite des Dachs hellgelb zu streichen. Dann hätte es sich in die Umgebung eingefügt und wie ein natürliches Element des Hauptbahnhofs gewirkt.
In Ergänzung meines zitierten Gedankens von gestern hier eine Bearbeitung, wie das Dach des ZOBs im Farbschema des Hauptbahnhofs und mit (nur sehr leicht) abgerundeten Ecken hätte aussehen können. Zum Vergleich ist darunter noch einmal das Originalfoto gezeigt.




Fotos aus: ZOB Bochum Hbf von Databo, auf Flickr
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Alt 20.01.18, 19:28   #116
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Neubau ZOB

Erstmal ist der neue ZOB eine Verbesserung zum ursprünglichen Bau. Das ganze Areal scheint nun größer und aufgeräumter zu sein. Durch das helle Dach wirkt die Konstruktion unaufdringlich, so dass besonders auf den Nachtaufnahmen das Dach durch die Lichtreflektionen fast unsichtbar wird. Auf der anderen Seite hätte ich ich mir auch einen gewagteren Entwurf gewüscht. Andere, kleinere Städte haben interesantere ZOB's bekommen.
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Alt 15.09.18, 20:22   #117
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Umgestaltung des Ümminger Sees

Die Stadt Bochum erhält über 5 Millionen Euro Fördermittel für die Umgestaltung des Ümminger Sees. Bis August 2021 sollen folgende Maßnahmen vollendet sein:
  • Der Bootsanleger auf der Ostseite soll zu einer Vogel-Insel umgestaltet werden.
  • In Teilbereichen sollen die Wege auf der Ostseite neu befestigt werden. Zudem soll ein Waldstück durchforstet werden.
  • Zudem sollen neue Sichtschneisen herausgeschnitten werden.
  • In Abhängigkeit der Zusage weiterer Fördermittel soll zudem der Eingangsbereich am Suntums Hof aufgewertertet sowie Maßnahmen für die Gewässerrenaturierung des Harpener Bachs in Angriff genommen werden.
Quelle: https://www.waz.de/staedte/bochum/ue...215190975.html
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Alt 07.10.18, 11:46   #118
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Umbau August-Bebel-Platz

Mit einer Größe von ca. 175 m x 80 m bildet der August-Bebel-Platz den größten innerstädtischen Platzraum in Wattenscheid. Mit Stadtumbau-Mitteln in Höhe von drei Millionen Euro soll die rund 20 000 Quadratmeter große Fläche umgebaut werden. Vorgabe für die Architekten war es, den Platz so umzuplanen, dass vor allem auch Fußgänger und Radfahrer ihn besser nutzen können. Zukünftig soll das Nebeneinander von öffentlichem Nahverkehr, Autos, Fußgängern, Gastronomie und Gewerbe sowie Pavillons besser strukturiert werden. Die Stadt hat die Büros Berchtoldkrass space & options aus Karlsruhe, Molestina Architekten aus Köln und Christoph Mäckler aus Frankfurt mit den Entwürfen beauftragt.

Quelle: WAZ - August-Bebel-Platz soll mehr Aufenthaltsqualität bekommen


Bild: Büro "berchtoldkrass space&options"


Bild: Büro "Christoph Mäckler Architekten"


Bild: Büro "Molestina Architekten"
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Alt 05.11.18, 16:14   #119
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Pilotprojekt SMARTE-Straßenlaternen startet in Bochum

PM: "Straßenlaternen sollen in Zukunft mehr können, als einfach nur Licht spenden. Entsprechend ausgerüstet könnten sie Autofahrer zum Beispiel über freie Parkplätze informieren und den Bürgern einer Stadt Zugang zu öffentlichen WLAN-Netzen geben. Als erste Großstadt Deutschlands testet Bochum nun entsprechende Anwendungen der intelligenten Straßeninfrastruktur, der sogenannten „Smart Poles“.

Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Energieunternehmen innogy SE gestartet und soll mit den Stadtwerken umgesetzt werden. Es ist auf zwei Jahre angelegt. Im ersten Schritt sollen geeignete Standorte ausgewählt werden. Start ist im Stadtteil Ehrenfeld, hier werden in bestehende Straßenlaternen neue Technologien integriert, die im Zusammenspiel mit intelligenter Software einzelne Stadtviertel zu smarten Quartieren werden lassen."

Neben der Integration von WLAN Access Points sollen die Laternen zukünftig freie Parkplätze erkennen und damit einen wichtigen Beitrag zu einem effizienteren Parkraummanagement leisten. Zudem ist angemacht, über eine integrierte Sensorik Informationen zu Anzahl und Laufrichtung von Passanten zu erheben. Dies könnte hilfreich für die Lenkung von Besucherströmen bei Veranstaltungen werden."

Quelle: https://www.westfalen-heute.de/intel...zum-vorreiter/

siehe auch: https://www.pottblog.de/2018/11/05/i...rt-city-ratbo/
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Alt 08.01.19, 20:46   #120
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Entfernung der Bahnschienen auf der Universitätsstraße

Die Bogestra wird im Sommer die Gleise auf der Universitätsstraße zwischen Südring und Alsenstraße entfernen. Die Fahrbahnen werden verschoben und erneuert, so entsteht Platz auch für Radstreifen. Damit wird auch endlich eine angemessene Einfahrtsituation zum Hauptbahnhof an der Universitätsstraße geschaffen.

Quelle: https://www.waz.de/staedte/bochum/bo...216162817.html
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