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Alt 17.09.17, 00:26   #1
Kreuzviertel
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Revitalisierung Gesundheitshaus [in Planung]

Das Gesundheitshaus in der Hövelstraße gehört zu den ganz wenigen Gebäuden der Nachkriegsmoderne in Deutschland, das bis heute weitgehend im Originalzustand erhalten ist. Es wurde vom Dortmunder Architekten Will Schwarz konzipiert und zwischen 1958 und 1961 erbaut. Seit 1993 steht es unter Denkmalschutz.


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Der Komplex besteht aus einem fünfteiligen Gebäudeensemble, wobei das Hauptaugenmerk auf dem achtgeschossigen Verwaltungstrakt liegt. Das Stützenraster der Stahlbetonskelettkonstruktion ist mit vorgefertigten Brüstungselementen aus dreiteiligen Fenstern mit schmalen Profilen und Betonplatten, die mit blauen Glasplättchen in der Größe 15 mal 15 Millimeter belegt sind, verkleidet.


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Im und am gesamten Baukörper haben sich sogar mehrere Künstler verewigen dürfen, die ihre Beiträge explizit für dieses Gebäude und zum Thema Gesundheit geschaffen haben. Darunter zum Beispiel sechs Kunstwerke im großen Treppenhaus.


abstraktes Glas- und Keramikmosaik von Gustav Deppe
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figürliches Gipsrelief von Wilhelm Viegener
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Lackbilder von Hans Kuhn
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gegenständliche Keramik von Walter Lindgens
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Blick ins Erd- und Untergeschoss
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Alt 17.09.17, 00:40   #2
Kreuzviertel
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Wird Gesundheitshaus zu einem Wohnhaus?

Derzeit nutzt noch die Verwaltung des Gesundheitsamtes die Räumlichkeiten, wobei zahlreiche Zimmer und das gesamte vierte Obergeschoss bereits leerstehen. Die Stadt wird das Gebäude in naher Zukunft sogar in Gänze aufgeben. Deshalb wurde ein Interessenbekundungsverfahren für eine Nach- beziehungsweise Neunutzung gestartet. Insgesamt sind rund ein Dutzend Angebote eingegangen. Den Zuschlag erhielt wohl ein Investor, der das Gesundheitshaus zu einem Mehrgenerationenwohnhaus mit unterschiedlichsten Wohnformen umbauen möchte.






Visualisierungen und Lageplan: http://wp-winkler-partner.de/project...haus-dortmund/
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Alt 17.09.17, 09:45   #3
Ruhrgebietskind
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Liest sich erstmal gut.
Ich hätte es aber für besser gefunden, die Stadt hätte selbst renoviert und das Haus behalten. Ich finde, das wäre für die Sicherung der einzigartigen Stellung des Hauses der bessere Weg gewesen.
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Alt 17.09.17, 16:55   #4
Kreuzviertel
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Ich denke, der Denkmalschutz und vor allem das vorgeschaltete Interessenbekundungsverfahren dürften als Sicherung ausreichen - zumindest für die nächsten dreißig bis vierzig Jahre.
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Alt 02.12.17, 13:07   #5
Kreuzviertel
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Landmarken AG erhält wohl den Zuschlag

Das Interessenbekundungsverfahren wurde schon vor geraumer Zeit gestartet. Nun sickerte durch, dass wohl die Landmarken AG den Zuschlag erhält. Die Aachener möchten das Gebäude zu einem Hotel umbauen. Ein weiterer Teil könnte zu Büros und einer Kindertagesstätte umfunktioniert werden. Ob Wohnungen entstehen, bleibt (noch) offen. Das Konzept soll spätestens im Februar 2018 vorgestellt werden, danach geht es an die Detailplanung.

Quelle: http://www.ruhrnachrichten.de/Staedt...l-1232957.html
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Alt 03.12.17, 09:01   #6
Ruhrgebietskind
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Designer-Hotels sind ja weltweit in, und sowas könnte das ja werden. Allerdings habe ich mit einem der Anbieter gesprochen, der jetzt vielleicht nicht zum Zuge kommt, der mir auch noch einmal bestätigt hat, dass ein denkmalgerechter Umbau unglaublich schwierig und teuer wird. Dämmung hatte er innen geplant, für die Fenster zu einem Teil den Erhalt der alten Rahmen. Auf jeden Fall ist auch die Mosaikfassade in weiten Teilen aufzunehmen und neu aufzusetzen. Es kommt eins zum anderen. Man muss das nicht unbedingt bekommen, so seine Antwort.
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Alt 10.04.18, 22:45   #7
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FanDerModerne könnte bald berühmt werden
Gesundheitshaus

Die aktuellen Pläne für das neue Gesundheitshaus wurden veröffentlicht.

- Hotel mit 155 Zimmer
- 40-50 Appartements
- Kita
- Co-Working Büros
- Café im obersten Geschoss mit Dachterrasse

Dabei soll der 50er Jahre Stil beibehalten werden.


https://www.ruhrnachrichten.de/Staed...e-1274249.html
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Alt 21.04.18, 23:59   #8
Kreuzviertel
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Hier zunächst die Pressemeldung des Investors:

Zitat:
Das Gesundheitshaus in Dortmund ist einer der bedeutendsten Zeitzeugen der Architektur der 50er Jahre in Deutschland. Insofern ist es eine große Freude für die Landmarken AG dieses Gebäude im Geiste des Dortmunder Architekten Will Schwarz gründlich zu sanieren und seine Qualitäten und Schätze freizulegen.

Dazu hatte sich die Landmarken AG - die dieses großartige Gebäude für einen privaten Investor, der das ‚Neue Gesundheitshaus‘ langfristig im Bestand halten wird, entwickelt - am Interessenbekundungsverfahren der Stadt Dortmund beteiligt. „Das ‚Neue Gesundheitshaus‘ soll eine Pilgerstätte für Freunde der Architektur der 50er Jahre werden. Es gibt kaum einen vergleichbaren Schatz in unserem Land“, so Norbert Hermanns, Landmarken-Vorstand und Hauptgesellschafter der ,Das Neue Gesundheitshaus GmbH und Co. KG‘.

Nachdem bereits eine Fachjury den gemeinsam mit pinkarchitektur eingereichten Wettbewerbsbeitrag zum Sieger gekürt hatte, hat am 10. April der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund das überzeugende Ergebnis bestätigt: Er wird dem Rat der Stadt vorschlagen, in seiner Sitzung am 17. Mai für den Landmarken-Entwurf als Sieger zu votieren.

Folgt der Rat dieser Empfehlung, dann entsteht in dem markanten Ensemble des bekannten Architekten Will Schwarz, das fünf Gebäudeteile aus den 1950er Jahren vereint, ein ganz neuer Nutzungsmix aus Hotel, Wohnen, Kita und innovativen Bürokonzepten. Damit wird eine Belebung der Innenstadt auch nach Ladenschluss gewährleistet. Mikrowohnungen schaffen ein Angebot für Auszubildende, Studenten, Absolventen oder Uni-Mitarbeiter und die Kita dient Familien mit Kindern mitten in der Innenstadt. Außerdem wird der Innenhof, der heute als Parkplatz ein Schattendasein führt, wieder zu einer grünen Oase – ganz so, wie es der Architekt auch ursprünglich geplant hatte.
Und dann auch noch die dazugehörigen Visualisierungen:




Quelle: https://www.landmarken-ag.de/projekt...haus-dortmund/
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