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Alt 15.11.17, 14:43   #1576
Schachbrett
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@Isek:
Wenn die hiesige Politik und Verwaltung so versagt wie du schilderst:
Wieso veranstalten die dann regelmässig diese Zukunftskongresse mit den hochrangigen Deligierten und Fachexperten ?

Sind diese Kongresse evtl. Handlungserzatz ?

Ich denk, dass eher mehr Firmen kommen werden.
Folge wird sein, dass die Verdrängung der mittleren Schichten zunimmt.
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Alt 15.11.17, 15:03   #1577
iconic
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Entschuldige, aber das ist eine überflüssige Frage und es kommt eine überflüssige Antwort: Weil es ihre Aufgabe ist. Wilde Beschuldigungen und Verschwörungstheorien ("Handlungsersatz") bringen uns kein bisschen weiter.

Natürlich sollen weiterhin auch Unternehmen kommen. Eine Region braucht eine gesunde wirtschaftlicher Basis - nur so kann eine attraktive städtebauliche Entwicklung stattfinden. Isek's Bemerkung war wohl eher ironisch bzw. sarkastisch gemeint.
__________________
Alle von mir geposteten Bilder sind, wenn nicht anders angegeben, von mir selbst gemacht.
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Alt 15.11.17, 15:03   #1578
Munich_2030
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Das war ja nicht der 1. Kongress und es ist ja jetzt nicht so, daß man nicht schon seit ca. 3-4 Jahren über die minimale Leerstandsquote von Büroflächen weiß und ebenso, daß 55.000 Wohnungen fehlen.

Daher ist es für mich ganz klar ein Handlungsersatz. Was tun gegen die Langeweile

Oder sieht jemand schon die Pläne der grünen Wohntower (bis zu 200m hoch) von Frau Merk oder etwa eine Planung für das Gebiet BVT bis hin zur Messe, als HH Standort?

Ich sehe davon leider absolut nichts.
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Alt 15.11.17, 15:06   #1579
Munich_2030
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@iconic: Nein, es ist nicht ihre Aufgabe zum 10. mal darüber zu reden, sondern lieber mal Taten folgen zu lassen.
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Alt 15.11.17, 15:11   #1580
Isek
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Was kommt denn aktuell als wirklich neue Planung hervor? Ich sehe, dass man immer wieder die selbe Suppe umrührt. Tatsächlich neue größere konkrete Projekte der Stadtplanung gibt es nicht. Nordost ist für mich noch eine große Blase und Nordwest ist sogar schon eine zerplatze Blase. Ansonsten immer wieder Freiham (Bauland seit den 60er Jahren), Kasernen und NMA (Bauland seit den 90er), Werks- und Kreativviertel und ab dann nur noch Kleinzeugs. Dazu kommt Stagnation seit Jahren beim Ausbau der Infrastruktur und Blockade gegen Wachstum im Umland.

Mittelschicht? Die ist doch schon jetzt kaum mehr existent? Was ist denn Mittelschicht? Und wenn sich BMW und Co. nur noch Mitarbeiter mit über 100.000 Euro Jahresgehalt leisten will? Wenn das der Markt und Wettbewerb mitträgt und BMW diese Personalkosten gerne trägt? Ich sehe da kein Problem, solange der Konsum von Luxusgütern und der Boom der Oberschicht global gesehen immer weiter geht. Geld wird sich immer weiter zu Geld akkumulieren.
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Alt 15.11.17, 18:05   #1581
Jai-C
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Zitat:
Zitat von Munich_2030 Beitrag anzeigen
Der Uptown hat jedenfalls nicht das Bürgerbegehren ausgelöst.
Das habe ich etwas anders in Erinnerung. Das Bürgerbegehren hat damals massiv Kritik an den "hässlichen Vierkantbolzen" (damit war vor allem Uptown gemeint) geübt. So gesehen war dieser Bau einer der Hauptauslöser für das Bürgerbegehren.

Zitat:
Zitat von Isek Beitrag anzeigen
Die Leerstandsquote von damals war doch gerade mal im Bereich des globalen Mittels. 10 %, 15 % vielleicht in einem Jahr mal bis 20 %! Das ist im angelsächsischem Raum vollkommen normal und für Asien ein sehr geringer Wert.
Das mag sein, aber dennoch wurde der hohe Leerstand als eines der Hauptargumente ins Feld geführt.

Fazit: Ohne Uptown wäre das Bürgerbegehren definitiv anders ausgegangen.
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Alt 15.11.17, 18:09   #1582
MiaSanMia
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Zitat:
Zitat Isek:
Tatsächlich neue größere konkrete Projekte der Stadtplanung gibt es nicht. Nordost ist für mich noch eine große Blase und Nordwest ist sogar schon eine zerplatze Blase. Ansonsten immer wieder Freiham (Bauland seit den 60er Jahren), Kasernen und NMA (Bauland seit den 90er), Werks- und Kreativviertel und ab dann nur noch Kleinzeugs.
1.
Sind kleine Projekte nicht ebenso wichtig, wie große? Diese sind schneller geplant und gebaut, kommen oft ohne weitläufige Grünanlagen aus.

2.
Nordost ist keine Blase, sondern in konkreter Planung, was bei näherer Beschäftigung mit dem Gebiet auch schnell ersichtlich wird.
Woher hast du die Information, dass das Bauland Nordwest nicht weiter verfolgt wird? Gebaut wird dort höchstwahrscheinlich sowieso, ob mittels SEM oder ohne.

3.
Ab welcher Wohnungsanzahl fangen für dich größere Projekte an? Ab 1.000?
Dann fällt das Kreativquartier raus. Zu den NMA und Kasernen kommen allerdings noch Entwicklungen wie die Friedrich-Creuzer Straße (1.300), Campus Süd (2.300), das Lerchenauer Feld (2.500) oder schon etwas länger bekannt das Paulaner Areal (1.500). Eine Stufe darunter sind allein in den letzten sechs Monaten zwei neue Projekte im Osten mit 400 und 750 Wohnungen auf Ackerflächen angekündigt worden.

4.
Daraus folgt: Das dringende Problem für heute ist nicht die Anzahl der Projekte, sondern die lange Umsetzungsdauer.
Was nutzt es, wenn zwanzig Projekte gleichzeitig in der Pipeline stehen, ein jedes aber fünf bis zehn Jahre Vorlauf benötigt bzw. Projekte in zig Bauabschnitte zerteilt werden (Messestadt Riem!)?
Sicher: Umso mehr WE im Projekt ermöglicht werden, desto eher gleicht das lange Planungszeiten aus.
Für mich sind dennoch die endlosen Zeitrahmen vieler Neubauplanungen das Hauptübel der Misere. Trotz aller versprochenen Transparenz ist das Planungssystem extrem undurchsichtig.
Munich_2030 hat schon Recht, man stellt sich schnell die Frage, was die Politiker eigentlich den ganzen Tag so machen, wenn wichtige, projektfortschrittsentscheidende Abstimmungen Monate auseinander liegen. Liegt es an der Komplexität der Verfahren? Warum wird dann nicht versucht, diese zu vereinfachen? Mittlere Projekte wie die Macherei - dort vergingen keine vier Wochen zwischen Wettbewerbsentscheidung und Baubeginn - zeigen doch wie es laufen kann.

Bei der Infrastruktur das Gleiche. Klar, der Straßenausbau für den MIV kommt schnell voran, was wir im Umland häufig sehen, doch dafür dauert es beim schienengebundenen Transport umso länger. Du wirst es selbst am besten wissen, Isek, wie zäh und langwierig, die Planungen von neuen Schienenwegen sein können. Zu viele, die mitreden wollen, zu viel Bürokratie, zu viele Untersuchungen.

Die Chinesen und Südkoreaner werben eine Menge deutscher Ingenieure ab, vielleicht würden uns im Gegenzug ein paar ostasiatische Bauingenieure und Stadtplaner als Ratgeber manchmal nicht schaden .
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Alt 15.11.17, 19:04   #1583
Schachbrett
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Es wird mehr Mut gefordert........
Aber wir FÜHLEN uns an den Bürgerentscheid von 2004 gebunden, gell......
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Alt 18.11.17, 20:23   #1584
MiaSanMia
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Wohnraumbedarf 2017:

Gerhard Matzig von der SZ über die Wohnungsnot in Deutschland (den Artikel gibt es online leider nur im SZ-Plus Abo, daher hier Auszüge aus der Printversion):
  • 422.000 Menschen haben keine Wohnung, 860.000, wenn Flüchtlinge mit eingerechnet
  • Mehr als jeder Zehnte davon ist obdachlos
  • Wohnungsnot kein punktuelles Phänomen mehr, sondern mittlerweile auch um große Ballungszentren herum präsent
  • Zunehmend wird auch die Mittelschicht vom Markt ausgeschlossen
  • 1.000.000 Wohnungen fehlen derzeit in Deutschland
  • Nur 60% der jährlich 400.000 benötigten Wohnungen werden realisiert
  • Im sozialen Wohnungsbau fehlen bis zu 82% des jährlichen Bedarfs
  • Die nicht mehr vorhandenen Zinsen führen zwar zu nie dagewesener Bautätigkeit, allerdings einer, die an der Nachfrage vorbei geht
  • Auf dem Land entstehen kleine Häuser, die künftig leer stehen werden, in der Stadt für eine hohe Rendite Luxuswohnungen oder Mikroappartements
  • Der Wohnungsbau besaß einst ein eigenes Ministerium, jetzt dümpeln die verbliebenen Kompetenzen in anderen Ressorts herum
  • Zu hohe Auflagen an Baustandards führen zu einer Umverteilung des Geldes von Mieter zu Vermieter
  • Eine Reform des Bodenrechts sei sogar noch wichtiger. Der Boden dürfe nicht dem Markt allein überlassen werden, die Politik begreift dies allerdings nicht
  • Doch selbst die Gesellschaft trägt Schuld: Besitzstandswahrer empören sich, sobald eine Brache bebaut werden soll, selbst einer wie die des Berliner Tempelhofs. Eine Stadt besteht allerdings aus denen "die drin sind, und denen die rein wollen". Ein sog. "Raum-Nationalismus" sei entstanden
  • Der Wohnraumbedarf pro Kopf hat sich z.B. in München seit 1972 verdoppelt. Auch hier müsse ein Umdenken einsetzen
Hier die im Artikel zitierte Prognos-Studie "Wohnraumbedarf in Deutschland 2017":
https://www.prognos.com/uploads/tx_a...autag_2017.pdf
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Alt 23.11.17, 10:36   #1585
Jöran
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Neuer Höchststand bei den Wohnungsbaugenehmigungen (für die ersten drei Quartale so viele wie im ganzen Vorjahr):

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/...-nie-1.3761558

7800 Wohnungen wurden vergangenes Jahr gebaut, so stand es vor ein paar Wochen in der Rathausumschau. Alles gute Zahlen - aber immer noch ein Tropfen auf den heißen Stein, wie absolut bescheuerten Preise für den Nockherberg zeigen. Die Mittelschicht kann sich ohne Erbschaft Preise von um die einer Million für eine Familienwohnung definitiv nicht mehr leisten - das wären überschlagen 3000 - 5000 Euro pro Monat oder ein Haushaltseinkommen von 9 000 - 15 000 netto. Verdienen nicht viele Haushalte, selbst in München nicht.
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Alt 23.11.17, 17:06   #1586
MiaSanMia
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Offizielle Zielvorgabe bereits im 2.Jahr erreicht???

Genehmigte Wohnungen 2016: 9.550
Genehmigte Wohnungen 2017: prognostiziert > 10.000

Fertiggestellt Wohnungen 2016: 7.800
Fertiggestellte Wohnungen 2017: prognostiziert +15% = 8.970

Hä?

Seit wann liegen die Ist-Zahlen bei der Stadt München über den Soll-Zahlen (8.500)?

Das glaube ich erst, wenn nächstes Jahr die detaillierte Auswertung erscheint. Zu hoffen wäre es natürlich.
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Alt 24.11.17, 09:14   #1587
Schachbrett
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In der SZ online stehen ähnliche Zahlen.

Titel: In München werden so viele Wohnungen gebaut wie noch nie.

Die Aussage stimmt aber nicht.

Scheinbar möchte auch ein seriöses Medium eine kleine Bautätigkeit
groß erscheinen lassen. Immer schön die hiesige Bevölkerung manipulieren
( mein persönlicher Eindruck ).

1950-1965 ca. 12.000 W/J
1965-1973 ca. 15.000 W/J

In normale Städte in der Welt schau ich jetzt gar nicht.
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Alt 24.11.17, 09:33   #1588
Munich_2030
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Absolut richtig. In der Ära H-J Vogel (1960-1972) sind im Zuge den Olympischen Spiele enorm viele Wohnungen entstanden. Aber auch Straßen, Bahnlinien, etc.

Und das Alles vor ca. 50 Jahren. Dachte man wäre jetzt mit der Technologie, dem Fortschritt schon weiter und ein Zuzug wäre somit viel leichter zu bewältigen, als damals.

Es erscheint jedoch in München genau andersherum?

Um genau zu sein, hier ein kleiner Auszug aus dem Schaffen des OB:

Mod.: Medien-Direktzitat entfernt. Bitte in eigenen Worten wiedergeben. Informationen dazu in den Richtlinien:
Zitat:
•Texte anderer Verfasser könnt Ihr wegen fremder Urheberrechte grundsätzlich nicht einbinden, auch nicht in Auszügen und/oder als Zitat. Das gilt insbesondere für Presseartikel (Mitteilungen der Presse), gleich ob es sich um gescannte oder abgetippte Artikel aus Printausgaben oder Texte aus Onlineauftritten handelt.
http://www.deutsches-architektur-for...ead.php?t=6540


https://www.merkur.de/lokales/muench...0-6090408.html
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Alt 24.11.17, 09:36   #1589
Munich_2030
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Über andere Boomtowns (im asiatischen Raum, etc.) will ich jetzt gar nicht sprechen.

Wenn die hören 8.500WE/Jahr sei eine enorme Leistung, dann lachen die sich doch tot.

Das wird dort in 1-2 Wochen gebaut.

Beispiel Shanghai: Zuzug von ca. 500.000 -1 Million EW/Jahr!
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Alt 24.11.17, 13:03   #1590
MiaSanMia
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Zitat:
Und das Alles vor ca. 50 Jahren. Dachte man wäre jetzt mit der Technologie, dem Fortschritt schon weiter und ein Zuzug wäre somit viel leichter zu bewältigen, als damals.
Es war in den 50er bis 70er Jahren sogar deutlich einfacher, da nach dem Krieg quasi eine ganze Stadt neu aufgebaut werden wollte. Bauflächen gab es da wie Sand am Meer. Es herrschte Aufbruchsstimmung, Höhepunkt 1969 bis 1972. Anschließend setzte dann eine starke Suburbanisierung ein: Die Wohlhabenden und Teile der Mittelschicht zogen in die Vororte, die Einwohnerzahl nahm deutlich ab. Häufig ließt man in diesem Zusammenhang von einem Gefühl der Sättigung, einer zu starken Beschleunigung, es wurden Stimmen laut, dass es so nicht weiter gehen dürfe. Zu schnell wurden breite Autoschneisen durch die Stadt geschlagen (AR, MR), nur durch Bürgerwehr konnte noch der Viktualienmarkt gerettet werden, zu schnell wurden neue Wohngebiete errichtet. Im Grunde ähnlich wie bei Kronawitters HH-Entscheid. Ende der 80er hatte München gegenüber dem Jahr 1972 100.000 Einwohner verloren. Nach dem Mauerfall stieg die Zahl sprunghaft an, sank dann aber ebenfalls wieder genauso schnell. Kontinuierliches Wachstum gibt es erst wieder seit den 2000er Jahren durch starkes wirtschaftliches Wachstum und Zuwanderung. Die Einstellung vieler Menschen des Baubooms hat sich seit damals aber nicht mehr geändert.

Flächen gibt es meiner Meinung nach heute auch noch genug, um dem Wachstum gerecht zu werden. Aber das Gesamtverhältnis ist ein anderes als damals.

Die voranschreitende Technik hat einen Hausbau / Bau von Infrastruktur eigentlich nicht einfacher, sondern deutlich komplizierter gemacht. Mehr Vorschriften und Auflagen, mehr Reglementierung, wirkungsvollere Proteste durch neue Kommunikationsmethoden, höhere Kosten. Im Grunde vergleichbar mit einem Auto von 1970 und einem von heute.

Aufgabe der Stadtverwaltung sollte es sein, mit diesen veränderten Rahmenbedingungen umzugehen, das heißt höhere Anstrengungen zu unternehmen. Das hat die Ära Ude allerdings größtenteils verschlafen, wodurch sich heute ein Veränderungsdruck ergibt, der vielen wieder zu schnell ist. Lange gar nichts tun und dann plötzlich alles auf einmal, funktioniert vielleicht bei Hausaufgaben in der Schule, nicht aber bei den Hausaufgaben, die die Stadt erledigen sollte.

______

Da die Stadt nun 8.970 fertiggestellte Wohnungen für dieses Jahr prophezeit: Wo sollten diese denn bitte entstanden sein? Ehrlich gesagt sehe ich überall nur Rohbauten stehen.
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