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Alt 04.08.18, 13:07   #1
Wolfman-Al
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Frankfurt in Zeiten des Klimawandels: Was tun?

Es ist heiß. Wir haben in Deutschland eine Hitzewelle wie seit langen nicht mehr. Die Landwirtschaft leidet unter der Trockenheit und hier in der Stadt ist es auch schwierig. Die Parks vertrocknen, die U-Bahn hat täglich hitzebedingte Störungen. Und es wird nicht dabei bleiben, durch den Klimawandel werden in den kommenden Jahren solche Hitzeperioden eher die Regel als die Ausnahme werden. Die Frage ist wie können wir Städte im Allgemeinen und Frankfurt in Besonderen tauglicher Für die Hitze machen? Dieser Thread soll dazu dienen Ideen zu sammeln und zu diskutieren.
- Eine Idee die ich seit längeren habe ist unter der Stadt große Zisternen anzulegen um in Herbst, Winter und Frühjahr Regenwasser zu sammeln welches dann bei einer solchen Hitzewelle verwendet werden kann um die Trinkwasserquellen zu entlasten, z.B. zum Wässern der Parks, für Toilettenspülungen etc.
- Gleichzeitig brauchen wir mehr öffentliche Trinkwasserbrunnen. Ich sehe jedes mal wenn ich daran vorbeigehe dass die Leute an dem Brunnen in der Liebfrauenstraße schlange stehen.
- Mehr Schatten. Entweder durch mehr Bäume der Sonnensegel die über die Straßen gespannt werden.
Was denkt ihr?
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Alt 04.08.18, 14:48   #2
skyliner
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Ja, es wird etwas getan werden müssen, das scheint sicher.
Zum Punkt "mehr Schatten": Ernsthaft, ich hatte es hier auch irgendwann schon einmal erwähnt, jedesmal wenn ein neuer Wolkenkratzer gebaut werden soll, machen sich Experten und Nachbarn etc. grosse Sorgen um zusätzliche Verschattungen...Warum wird Verschattung eigentlich immer negativ gesehen? Ein neues Allianz- Hochhaus an der Taunusanlage (über die Höhe könnte man sich dann im zweiten Schritt streiten) und der Opernplatz wäre zu gewissen Stunden verschattet. Ein 230 m Turm der DZ Bank an der Mainzer Ldstr. und Teile der Wohnbebauung im Westend hätten für geringe Stunden täglich mehr Schatten! Schlimm? Ich meine das wirklich wertfrei, auch weil ich nicht wirklich davon betroffen bin, aber das wäre mMn eine Überlegung wert. Schatten kann auch (und gerade künftig) ein echter Segen sein!
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Alt 04.08.18, 18:16   #3
Fachwerkhaus
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Fachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfachFachwerkhaus braucht man einfach
Wenn nicht gerade apokalyptischer Hochsommer herrscht ist Schatten auf öffentlichen Plätzen und Wohnhäusern nicht sonderlich wünschenswert, besonders nicht wenn es wie im letzten Winter monatelang nur regnerisch und grau war. Noch sind wir nicht an dem Punkt, wo man solche Dinge nur unter dem Gesichtspunkt der derzeitigen Wetterlage berücksichtigen müsste.

Gut vorstellen könnte ich mir aber Sonnensegel, die an belebten Plätzen über den Sommer aufgespannt werden. Idealerweise schmutzabweisend und hoch genug, damit nicht irgendwelche Idioten mit Feuerzeugen drankommen.

Sehr bedeutsam für das städtische Klima sind in jedem Fall helle Straßen und Plätze, die weniger Hitze aufnehmen und nachts wieder abstrahlen. Auf dem allseits beliebten schwarzen Standardasphalt kann man auch lange nach Sonnenuntergang noch Eier braten. Helles Pflaster wie auf der Zeil sollte auch an anderen Standorten zum Standard werden, auch wenn der Reinigungsbedarf größer sein mag. In Los Angeles experimentiert man derweil mit weißer Straßenfarbe, langfristige Erfahrungen stehen aber noch aus.
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Alt 04.08.18, 22:58   #4
Megaxel
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Beiträge: 553
Megaxel sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreMegaxel sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreMegaxel sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Die positiven Auswirkungen der Verschattung im Sommer sind durchaus bekannt. Aber einzelne GEbäude werden es nicht bringen. Konsequente Begrünung auch bestehender Gebäude bringt aber auch viel. Das wird zwar nicht so schön funktionieren wie in Singapur, wo es klimatisch einfach ganzjährig kein Problem ist, Pflanzen überall wachsen zu lassen. Aber vielleicht kann man die Dächer auch nachträglich mit großen Pflanzkübeln bedecken. Die Idee mit den Zisternen finde ich auch nicht schlecht, zB für die Parkbewässerung.
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Alt 04.08.18, 23:50   #5
stormcloak
Mitglied

 
Registriert seit: 19.09.2013
Ort: Rheinhessen
Beiträge: 164
stormcloak sorgt für eine nette Atmosphärestormcloak sorgt für eine nette Atmosphärestormcloak sorgt für eine nette Atmosphäre
Weniger versiegelte Flächen wäre der offensichtlichste Ansatz. Braunes Gras ist vielleicht nicht so richtig ansprechend, aber allemal besser als Asphalt.

Und was gefühlte Temperatur angeht, macht Schatten natürlich einen gigantischen Unterschied. War heute in Mainz unterwegs und habe versucht, mich hauptsächlich in baumbestandenen Straßen zu bewegen, was mangels baumbestandener Straßen leider nicht ganz einfach ist. Da Bäume bekanntlich sehr lange brauchen, um zu Schattenspendern anzuwachsen (bei uns im Städtchen steht eine 125-jährige Eiche - solche Bäume gibt es in Siedlungen leider viel zu wenige), kommt es auf jedes Jahr an.
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Alt 10.08.18, 11:16   #6
tunnelklick
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Vor zehn Jahren hat der Magistrat eine ämterübergreifende Koordinierungsgruppe Klimawandel (KWK) ins Leben gerufen. In einem ersten Sachstandsbericht aus dem Jahr 2009 ist nachzulesen, was man so alles überlegt und besprochen hat. Offensichtlich ist das Thema sehr umfassend angegangen worden.

2012 gab es einen weiteren Sachstandsbericht, mit dem zusammen eine Frankfurter Anpassungsstrategie vorgestellt wurde. Seither haben wir nichts mehr zum Thema gehört, das heißt nicht unbedingt, dass sie nicht tätig gewesen sind, nur kommuniziert worden ist seither nichts mehr, das dürfte sich aber nach diesem Sommer vielleicht ändern. Interessant wäre ja, ob sie von dem, was sie vor Jahren als notwendig erkannt haben, schon irgend etwas umgesetzt haben.

B_712_2009

B_113_2012

Anpassungsstrategie
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Alt 10.08.18, 11:28   #7
MiaSanMia
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Zitat:
Braunes Gras ist vielleicht nicht so richtig ansprechend
Dem Klimatologen Dieter Scherer (TU Berlin) zufolge, heizen sich verdorrte Grünflächen stärker auf als Beton, weswegen eine Bewässerung der städtischen Parks unabdingbar sei, um die Städte nicht zu Hitzeinseln verkommen zu lassen.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell...007-08-28.html
__________________

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Alt 10.08.18, 22:24   #8
Lu-Mo
Junior-Mitglied

 
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Beiträge: 61
Lu-Mo könnte bald berühmt werden
Die Umweltdezernentin will in den Mainwiesen Sprinkleranlagen installieren, die in Trockenperioden Mainwasser zur Bewässerung nutzen.

Heutiger Artikel in der fnp:

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/...art675,3071036
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Alt 15.08.18, 12:22   #9
Adama
...
 
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Adama genießt höchstes AnsehenAdama genießt höchstes AnsehenAdama genießt höchstes AnsehenAdama genießt höchstes AnsehenAdama genießt höchstes AnsehenAdama genießt höchstes AnsehenAdama genießt höchstes AnsehenAdama genießt höchstes AnsehenAdama genießt höchstes AnsehenAdama genießt höchstes AnsehenAdama genießt höchstes Ansehen
Sollten Hitzewillen wie die gerade durchlebte in den nächsten Jahren zum Standard werden, sollte man tatsächlich darüber nachdenken große Plätze wie den Goetheplatz, Straßen wie die Zeil (die ja wie eine Schlucht gebaut ist) mit Sonnensegeln zu überbauen. Diese können je nach Bedarf ausgefahren oder eingezogen werden.

Beispiel für Plätze: http://www.str-ucture.com/was/baupro...-arabien-2010/

Über der Zeil könnte man leichte Segel von Dach zu Dach spannen, das Gewicht der Segel sollte vernachlässigbar sein.

Wichtiger fände ich jedoch den vermehrten Einsatz von Grün und hier vor allem von großen Bäumen. Dies sollte zukünftig viel stärker bedacht werden.

Als Negativ Beispiel wieder einmal der Goetheplatz und der Europa Garten.
Welche Oase hätte der Europa Garten werden können mit mehr großem Baubestand, bzw. Bauminseln um so schattige Plätze zu erzeugen.
Der Goetheplatz als einer der schönsten Plätze verkommt zu einer trockenen Steinwüste, warum hier nicht endlich Abhilfe geschaffen wird verstehe ich nicht.

Als weitere Maßnahme wünsche ich mir mehr öffentliche Wasserspiele, gerade in der warmen Abendzeit ist hier eine deutliche Abkühlung wahrzunehmen.
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