Straßenbau & -planung


  • Falsch, 40er-Zonen auf Steigungsstrecken, die warum auch immer auch bergabwärts gelten (!), die in der Summe 0,0 gebracht haben,


    Dass diese gerade was die Stickoxide angeht sehr wohl etwas gebracht haben (Stichwort Hohenheimer Strasse) wurde hier doch schon oft gezeigt. Vielleicht hast du andere Quellen? Könntest du da vielleicht kurz erklären wie du auf 0,0 kommst?



    ... Man kann den klugen Münchner Bürgern hier nur gratulieren, die sich für eine leistungsfähige Infrastruktur für ihre seit Jahrzehnten unaufhörlich boomende Stadt entschieden haben...


    Auch in München droht jetzt ein Fahrverbot.


    Quelle: http://www.stuttgarter-nachrichten.de


    Tunnel etc. sind schöne Lösungen sofern finanzierbar aber eben leider nicht kurzfristig umsetzbar.



    ... Zetsche spricht (im Anschluss an die deftige Kritik von Fehrenbach ("unklug, verheerend und fragwürdig") hier zu Recht vom "Eigentor für den Standort Stuttgart". Nun, das hat ja bei unserer Stadtspitze bzw. unserem Verkehrsministerium (Winne keilt natürlich in Oppositionsmanier pauschal zurück) mittlerweile leider schon Tradition.


    Zetsche soll sich mal lieber darum kümmern dafür zu sorgen dass die eigenen Autos wenigstens ansatzweise die selben Abgaswerte im Alltag erbringen wie auf dem Teststand. Da haben die Autohersteller und zwar alle die letzten 10 Jahre gründlich geschlafen. Wäre dem nicht so würden wir jetzt nicht über Fahrverbote diskutieren.

  • Da haben die Autohersteller und zwar alle die letzten 10 Jahre gründlich geschlafen.


    Warum haben die Autohersteller geschlafen?


    Die Grenzwerte sind doch in erster Linie strenger geworden.


    Dabei werden die Werte auf dem Prüfstand (NEFZ) in der EU unter völlig unrealistischen Bedingungen ermittelt (siehe Flexibilitäten des NEFZ, 70/220/EWG). Für diesen Umstand können kaum die Hersteller verantwortlich gemacht werden. Diese nutzen hier lediglich die rechtliche Grauzone aus. Auch dies kann man einem Wirtschaftssubjekt kaum zum Vorwurf machen.
    Den Amerikanern gelingt z.B. mit dem FTP-75 ein deutlich realistischerer Fahrzyklus. Der neue WLTP - wenn er denn mal eingeführt wird - ist zwar schon um einiges besser als der NEFZ, von Alltagsnähe kann aber keine Rede sein. Diese kann auf dem Prüfstand nie erreicht werden.


    Und dennoch: Vergleiche einmal den Schadstoffausstoß eines Autos von vor 15 Jahren mit dem eines heutigen.


    Von Betrügereien wie sie der VW Konzern im ganz großen Stil durchgeführt hat, brauchen wir nicht zu diskutieren.

  • Warum haben die Autohersteller geschlafen?


    Nun weil m.M nach teilweise mehr Anstrengung unternommen wurde um das Verhalten auf dem Teststand zu optimieren. Es mutet seltsam an wenn Neuwagen mit Euro6 10-20fach höhere Werte im Betrieb also auf der Strasse bringen als auf dem Teststand bzw. wenn die Abgaskontrolle einfach bei bestimmten Temperaturen abgeschalten wird.


    Technisch machbar wäre es nämlich grösstenteils die Werte auch im Betrieb einzuhalten. Das zeigen ja einige Hersteller mit bestimmten Modellen.


    Zudem wurde ja durch die Autolobby gezielt verhindert dass andere Prüfszenarien durchgeführt werden bzw. die Grenzwerte verschärft wurden.

  • Zetsche soll sich mal lieber darum kümmern dafür zu sorgen dass die eigenen Autos wenigstens ansatzweise die selben Abgaswerte im Alltag erbringen wie auf dem Teststand. Da haben die Autohersteller und zwar alle die letzten 10 Jahre gründlich geschlafen. Wäre dem nicht so würden wir jetzt nicht über Fahrverbote diskutieren.


    Du solltest dir wirklich mal überlegen ob du dich eigentlich weiterhin auf die Propaganda der Grünen einlassen willst. Bei Daimler sitzt nicht etwa ein raffgieriger Bonze Zetsche lachend im Ledersessel und überlegt sich wie er der Umwelt schaden kann! Das ökologische Bewußtsein in der deutschen Industrie ist vermutlich so hoch wie in keinem anderen Land auf diesem Planeten. Seit Jahrzehnten vollbringen Ingeneure hier Spitzenleistungen was Effizienz und Nachhaltigkeit angeht wie kaum irgendwo sonst. Das Problem ist, dass meist vollkommen Fachfremde Politiker willkürlich unrealistische Grenzwerte vorgeben die nicht so ohne weiteres einfach so einzuhalten sind. Autos waren noch nie so sauber und Effizient wie heute, das sollte man nicht vergessen. Im Gegenzug dazu ist z.B. die Umweltbillanz eines hochgepriesenen Tesla keinesfalls besser als die eines Mercedes!

  • Du solltest dir wirklich mal überlegen ob du dich eigentlich weiterhin auf die Propaganda der Grünen einlassen willst....


    ... Das Problem ist, dass meist vollkommen Fachfremde Politiker willkürlich unrealistische Grenzwerte vorgeben die nicht so ohne weiteres einfach so einzuhalten sind.


    Ach Regent issed dann ok wenn das ein internationaler Forscherverbund macht oder is das nur Propaganda?
    Auto-Bild ist durchsetzt von linkgrünen Politikern ;)


    Quelle: http://www.autobild.de


    Krass ist z.B. diese Aussage dass Diesel Pkw der Euro 6 Klasse mehr Stickoxide ausstossen als LKW.


    "Laut ICCT ergaben Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) sowie aus Finnland im Schnitt für Euro-6-Personenwagen mit Dieselmotor im realen Straßenbetrieb einen NOx-Ausstoß von 500 Milligramm pro gefahrenem Kilometer. Bei Nutzfahrzeugen waren es im Schnitt nur 210 Milligramm je Kilometer. Selbst in der modernsten Schadstoffklasse blasen viele Diesel-Pkw mehr giftige Stickoxide (NOx) aus dem Auspuff als neue Lkw oder Busse. "


    oder hier auch eine Studie seitens des ADAC, da schneidet z.B. der Smart ForTwo richtig mies ab, dagegen gibt es andere Modelle wie z.B. den i3 die super abschneiden.


    Quelle: http://www.autobild.de



    Im Gegenzug dazu ist z.B. die Umweltbillanz eines hochgepriesenen Tesla keinesfalls besser als die eines Mercedes!


    Hast du da ne Quelle dafür? und kommt wohl drauf an was für ein mercedes da gibts gute und schlechte.

  • Zitat Ohlsen:
    Es mutet seltsam an wenn Neuwagen mit Euro6 10-20fach höhere Werte im Betrieb also auf der Strasse bringen als auf dem Teststand


    Nein, den Testparametern nach, mutet es beim NEFZ nicht seltsam an, sondern es ist von vorn herein deutlich, dass die Straßenwerte um ein Vielfaches vom Testwert abweichen werden.
    Dass strengere Tests von der Automobilindustrie versucht werden zu verhindern ist nachvollziehbar. Kein Industriezweig freut sich über neue Emissionsgrenzwerte. Es liegt dann an der Politik diese auch gegen eine starke Lobby durchzusetzen. Wenn diese das nicht schaffen, kann nicht der Autoindustrie die Schuld gegeben werden bzw. behauptet werden, diese hätte geschlafen. Wenn dann hat die EU geschlafen, schon früher einen verlässlicheren Zyklus einzuführen, wie das in den USA seit Jahrzehnten der Fall ist.


    Zitat Ohlsen:
    Technisch machbar wäre es nämlich grösstenteils die Werte auch im Betrieb einzuhalten.


    Das kommt darauf an, wie der Hersteller den Test gefahren hat. Wurden Verbraucher eingeschalten, Fugen abgedichtet, das Fahrzeuggewicht auf ein Minimum reduziert, das Fahrwerk optimal eingestellt etc. Je nach späterer Fahrweise des Kunden können die Praxiswerte dann den Testwerten mehr oder weniger entsprechen. Das bleibt allerdings die Ausnahme.


    Der NEFZ ist ein Alibi Test zur Zulassung. Nicht mehr und nicht weniger. Das muss man auch als jemand der so wie ich in der Automobilindustrie arbeitet, klar sagen.


    Zitat Regent:
    vollkommen Fachfremde Politiker willkürlich unrealistische Grenzwerte vorgeben die nicht so ohne weiteres einfach so einzuhalten sind.


    Nunja, vollkommen fachfremd ist dann wohl doch etwas übertrieben. Schließlich bestimmt nicht die Politik einfach willkürlich irgendwelche Grenzwerte, sondern wird von einer mächtigen Autolobby "beraten", die mit Sicherheit nicht aus Verwaltungsfachangestellten der Grünen besteht.
    Einzuhalten wären diese Grenzwerte zudem allemal. Wenn man wollte. Aber der Markt fordert seit Jahren immer stärkere und luxuriösere Fahrzeuge, mit immer strengeren Emissionsgrenzen lässt sich das nicht vereinbaren (wenn wir von nicht serientauglichen Produkten einmal absehen).
    Wollte ein jeder einen 120PS 1.4l Benziner mit verbrauchsoptimierter sieben Gang Automatik und sonstiger Spritspartechnik fahren, dann hätten wir diese Diskussion jetzt nicht.

  • Ohlsen


    Dass diese gerade was die Stickoxide angeht sehr wohl etwas gebracht haben (Stichwort Hohenheimer Strasse) wurde hier doch schon oft gezeigt. Vielleicht hast du andere Quellen? Könntest du da vielleicht kurz erklären wie du auf 0,0 kommst?


    Eben nicht, Ohlsen, langsam müsstest Du es doch wirklich besser wissen:


    Das behauptet doch (nur) die verzweifelte Stadt (und das selbst bei dem einzig umstrittenen "positiven" Beispiel Hohenheimer Straße unter xx Bedingungen) auch nur bergaufwärts!). Der TÜV hat im Auftrag der LUBW hingegen festgestellt, dass generell die Wirkung Geschwindigkeitsreduzierungen auf Tempo 30 oder 40 nicht zu einer Verminderung der NOx-Emissionen führen + (auch das noch) "eindeutiger Trend zu steigenden (!!) Emissionen bei geringeren Geschwindigkeiten".


    Und wieder einmal die auch hier bereits gepostete Quelle:


    StZ-Online


    In anderen Worten, nicht einmal 0,0 Effekt, sondern auch noch Negativeffekt durch die Maßnahmen. Geht es wirklich dümmer? :nono:


    Tunnel etc. sind schöne Lösungen sofern finanzierbar aber eben leider nicht kurzfristig umsetzbar.
    Die Finanzierung fällt nicht einfach so vom Himmel, sondern die Stadtspitze muss natürlich hierfür kämpfen. Es ist nicht verboten, dass Fritzle und BB PP im Dienste der Bürger auch mal schwitzen. Traurige Realität aber: Nicht mal einen Plan haben sie für einen Tunnel, weil sie schlicht nicht WOLLEN, was für die Stadt gut ist.

  • Ohlsen
    Das behauptet doch (nur) die verzweifelte Stadt (und das selbst bei dem einzig umstrittenen "positiven" Beispiel Hohenheimer Straße unter xx Bedingungen) auch nur bergaufwärts!).


    Eben es geht doch um Steigungsstrecken. und 16% weniger NOx is doch super oder? Problematisch ist halt dass es bei den anderen Steigungsstrecken keine Messstationen gibt.



    Der TÜV hat im Auftrag der LUBW hingegen festgestellt, dass generell die Wirkung Geschwindigkeitsreduzierungen auf Tempo 30 oder 40 nicht zu einer Verminderung der NOx-Emissionen führen + (auch das noch) "eindeutiger Trend zu steigenden (!!) Emissionen bei geringeren Geschwindigkeiten".


    Laut deiner Quelle gibt es dazu Gegengutachten die dem TÜV widersprechen


    "Die Landesumweltanstalt setzte nach dem Tüv auch die in Aachen ansässige Aviso GmbH in Bewegung. Die fuhr Testrunden zwecks einer „Ersteinschätzung der Wirkung von Tempo 30“, wie die Studie benannt ist, und unterzog die Testfahrten des Tüv einer Modellrechnung. Das Ergebnis des Gutachtens: Während der Aviso-Messrunden stießen die Motoren bei niedriger Geschwindigkeit weniger Gift aus. Den Tüv-Fahrern rechneten die Gegengutachter vor, dass sie falsche Streckenabschnitte gewählt oder zu stark beschleunigt hätten, was entgegen landläufiger Meinung Sprit spart, damit den Schadstoffausstoß senkt"

  • Zitat Wagahai:
    generell die Wirkung Geschwindigkeitsreduzierungen auf Tempo 30 oder 40 nicht zu einer Verminderung der NOx-Emissionen führen + (auch das noch) "eindeutiger Trend zu steigenden (!!) Emissionen bei geringeren Geschwindigkeiten".


    Das halte ich für höchst fragwürdig. Emissionen hängen von Unmengen an Parametern ab, ein "generelles" Statement, ob die Reduzierung der Geschwindigkeit nun zu niedrigeren oder höheren Schadstoffmengen führt, kann nicht existieren (weshalb sich die Wissenschaft auch uneinig ist und jeder Versuch andere Ergebnisse liefert). Dafür reicht es schon, sich vor Augen zu führen, dass der Faktor Mensch mit seiner Fahrweise eine entscheidende Rolle spielt.


    Wenn ich mit 30km/h im 2.Gang fahre brauche ich mich nicht zu wundern, wenn die Schadstoffwerte (NOx, CO, HC) höher sind, als wenn ich bei 50km/h im 4. oder 5.Gang fahre.


    Ob Tempo 30 den Verkehrsfluss verbessert oder verschlechtert ist ebenso nicht eindeutig beweisbar. Das hängt im Zweifel individuell von jeder einzelnen Straße ab.


    Zitat Ohlsen:
    Tunnel etc. sind schöne Lösungen sofern finanzierbar aber eben leider nicht kurzfristig umsetzbar.


    Wie Wagahai schon geschrieben hat, muss man nur früh genug einen Plan haben. Dann ist der Tunnel auch halbwegs rechtzeitig fertig. Dass Autos Abgase ausstoßen und die Zahl der Verkehrsteilnehmer eher steigt als sinkt, ist schließlich nicht erst seit gestern bekannt. Auch ohne Grenzwertüberschreitung ist ein Tunnel eben (fast) immer die beste Lösung für alle Seiten.

  • Ohlsen
    Eben es geht doch um Steigungsstrecken. und 16% weniger NOx is doch super oder? Problematisch ist halt dass es bei den anderen Steigungsstrecken keine Messstationen gibt.


    Dann eben Satz für Satz:
    BUND vollmundig "bis zu 20% weniger Stickoxide durch Geschwindigkeitsreduzierung". Realität: Am Beispiel Stuttgart nicht belegbar (siehe Artikel oben).


    Im Fall Hohenheimer Straße wurden neben der Temporeduzierung seinerzeit folgende Maßnahmen ergriffen:


    • grüne Welle geschaltet
    • mehr Verkehrsfluss durch Freigabe einer Fahrspur (davor Parkstreifen, Sensation für Stuttgart!)


    Das hat daher unschwer zu erkennen 0,0 mit der Reduzierung auf 40km/h zu tun, sondern allein mit dem verbesserten Verkehrsfluss. Es passten so mehr Autos als vorher durch und daher wird insgesamt weniger abgebremst und angefahren. Dass an irgendeiner anderen Steigungsstraße in Stuggi bergaufwärts eine neue (!) Fahrspur eingerichtet worden wäre oder würde, wäre mir hingegen neu und solange Fritzle OB ist, natürlich auch nicht vorstellbar. Eher werden Radwege zur Vernichtung einer Fahrspur gebaut, die dann natürlich kein einziger Radler befährt (da eben Steigungsstrecke über 5%). Im Ergebnis: Die Hohenheimer Straße belegt überhaupt nichts (s.o.).


    (Weiterer Artikel, bei dem sogar Stuggis Chefklimatologe keinen Effekt durch das Tempolimit an der Hohenheimer sieht:
    http://www.stuttgarter-zeitung…b9-99c8-889f0ee31aa3.html)


    Für bergab oder auf ebener Strecke gilt in Stuttgart ohnehin: 40 km/h bestenfalls wirkungslos oder schädlich (Artikel, s.o.).


    Laut deiner Quelle gibt es dazu Gegengutachten die dem TÜV widersprechen
    Falsch, es gibt nur ein Gutachten, das behauptet, die Fahrer vom TÜV seien einfach nur "falsch" gefahren, was immer das auch heißt. Unklar ist ebenso, ob die selben Fahrzeuge wie vom TÜV verwendet wurden. Die Aussagekraft dieser Studie daher: Denkbar gering, da vertraue ich doch viel lieber auf den TÜV.
    Das Gesamtergebnis von Aviso (siehe Artikel) lautet aber ebenso: Bei konstanter Fahrt schont die höhere Geschwindigkeit die Umwelt und nicht die niedrigere. Noch Fragen?

  • Ohlsen


    Weiterer Artikel, bei dem sogar Stuggis Chefklimatologe keinen Effekt durch das Tempolimit an der Hohenheimer sieht:


    Der scheint gelegentlich mal lichte Momente zu haben verbreitet aber ansonsten überwiegend Dummfug:


    http://www.stuttgarter-nachric…d6-a604-f0680b8f796c.html


    Er faselt von den Stuttgarter Winden die auch im Kessel pfeifen müssen und meint deshalb man müsste dort alles freihalten - und wenn dann doch mal was gebaut wird "bitte nicht so hoch":bah:


    Ausserdem meint dieser sogenannte "Experte" es brauche in Stuggi möglichst viel Grün und viel Wind weil ja die Erderwärmung " nicht mehr wegzudiskutirern" sei. Das würde den Menschen jetzt schon zusetzen und es sei manchmal "unerträglich heiß"...:nono:


    Ach Gottchen: Mag ja sein das die Ü60-Fraktion zu der er auch gehört manchmal ins Schwitzen kommt - aber ansonsten findet jeder den ich kenne die oft traumhaften Stuttgarter Sommer mit Freibad- Cabrio- und Biergartenwetter eigentlich nur geil! Vielleicht sollte man statt dauend von Feinstaub und angeblichem Klimawandel zu faseln einfach mal das Leben geniesen :daumen:

  • ... weil ja die Erderwärmung " nicht mehr wegzudiskutirern" sei. ...


    Ach Gottchen: Mag ja sein das die Ü60-Fraktion zu der er auch gehört manchmal ins Schwitzen kommt - aber ansonsten findet jeder den ich kenne die oft traumhaften Stuttgarter Sommer mit Freibad- Cabrio- und Biergartenwetter eigentlich nur geil!


    That's it!


    Klimawechsel rulez! :cool2:


    Fuck die Umweltschutz, wir wollen auch an Weihnachten ins Freibad! :rock:

  • Er faselt von den Stuttgarter Winden die auch im Kessel pfeifen müssen und meint deshalb man müsste dort alles freihalten - und wenn dann doch mal was gebaut wird "bitte nicht so hoch"


    Ich hoffe stark, der Herr hat mal was studiert. Unter diesen Voraussetzungen müsste man doch irgendwann mal begreifen können, dass dieses ständige Nicht-so-hoch-nicht-so-hoch stark dazu beiträgt, dass man überhaupt mit Autos von weiter Ferne hineinfahren muss?
    Dass die dazugehörige Verkehrsfläche, Asphalt, sich besonders stark in der Sonne erhitzt (selbst wenn darauf E-Autos fahren sollten) müsste ebenso begreifbar sein?
    Was redet der Herr von "Freiwilligkeit" - zuerst die Leute in der Stadt weder wohnen noch arbeiten lassen (da man dicht und hoch nicht bauen darf) - und dann mit Verboten schwingen?


    Wenn der Herr das Thema der Hitze in der Stadt anspricht - damit hat man sich doch bereits seit Jahrhunderten in Südeuropa beschäftigt. Man setzte aber nicht auf Lüftchen, sondern genau umgekehrt - es wurde dicht mit engen Gassen gebaut, die im Schatten und damit kühl bleiben können.


    Sonst ist bei jedem Hochhaus gleich von ach sooo starken Fallwinden die Rede. Ja, vielleicht braucht Stuttgart ein paar richtig hohe Hochhäuser, damit die Fallwinde den Kessel durchpusten?


    Frankfurt befindet sich ebenso in einer Senke (Taunus im Norden, im Süden wird auch gleich hügelig) und auch um das Londoner Zentrum gibt es Hügel. Dass ich in keiner dieser Städte erstickt bin, muss mir ein Klimatologe erst mal erklären.

    2 Mal editiert, zuletzt von Bau-Lcfr ()

  • ^Ideologen erklären nichts – sie behaupten! Und da heute ja quasi alles zur Ersatz-Religion wird glauben die Jünger natürlich auch ganz ganz fest an ihre Propheten. Es ist ja bei allen Religionen so das man an Sachen glaubt die noch nie einer gesehen hat und für die keinerlei (wissenschaftliche) Beweise exisitieren. :lach:

  • Danke Regent:cheers:
    Schon unfassbar was für Pfeifen sich grade in Stuttgarter Ämtern die Hintern platt sitzen und mit ihrem ideologischen Unsinn dann auch noch gläubige Anhänger finden! Aber logisch das das ökogtüne Lager natürlich alle Posten mit Parteigängern besetzt die willig die eigene Lehre verbreiten.:nono:

  • Man braucht doch nur auf die Webseite des Umweltbundesamtes zu schauen: "Die Zersiedelung erzeugt mehr Verkehr". Und wenn man dicht und kompakt bauen darf, so wie die Grünen oft eine Stadt der kurzen Wege in den Mund nehmen (vermutlich ohne je richtig darüber nachzudenken), reduziert man den Verkehr (inkl. Feinstaub usw. usw.).


    Etwa dieser Zeit-Artikel erinnert, dass die Städte der kurzen Wege gesünder seien - wie auch dass die Verkehrsflächen zum Hitzespeicher werden. Was man brauche, sind die "dichten, gemischten, chaotischen Städte" - und es wird als positives Beispiel Berlin mit dem Gleisdreieck erwähnt. Den passenden DAF-Thread habe ich schon mal verlinkt, was sehen wir da? Planungen für ein sehr dichtes Viertel mit vielen Hochpunkten. Ähnlich könnte man es auch in Stuttgart machen, auf frei gewordenen Bahnarealen etwa. (Ich meine die Dichte, die konkreten Entwürfe sind doch verbesserungsbedürftig, vor allem was Vielfalt und Abwechslung betrifft.)

    3 Mal editiert, zuletzt von Bau-Lcfr ()

  • Natürlich hat Dr. Reuter studiert, soweit ich weiß ist er Meteorologe. Er macht den Job im Übrigen auch nicht erst seit die Grünen im Rathaus sitzen.
    creolius demonstriert hier mal wieder eindrucksvoll den Dunning-Kruger-Effekt.

  • Frankfurt befindet sich ebenso in einer Senke (Taunus im Norden, im Süden wird auch gleich hügelig) und auch um das Londoner Zentrum gibt es Hügel. Dass ich in keiner dieser Städte erstickt bin, muss mir ein Klimatologe erst mal erklären.


    Deinen Absätzen zum Thema Zersiedlung und südlicher Bebauung kann ich zustimmen aber der Vergleich hier ist komplett sinnlos. Die Kessellage Stuttgarts ist wohl kaum mit den flachen Anhöhen Londons, welches zudem in unmittelbarer Meeresnähe liegt, vergleichbar. FFM liegt selbst auch nicht eingebettet zwischen Hügeln. Es ist thermisch ein deutlicher Unterschied ob Hügel nur in der Nähe einer Stadt sind oder ob die Stadt mitten drin liegt.


    Der Stadtklimatologe nennt auch gleich die wichtigste Tatsache:
    "Es habe halt immer mal ein Absenken der Grenzwerte gegeben, denen man dann hinterher laufe. „Und dann meint man, die Situation wäre schlechter geworden“.


    Es liegt halt am OB wie viel Gewicht er seinem Klimaexperten einräumt und wie viel anderen Interessenten. Der Vorwurf der Ideologie kann Herrn Reuter sicher nicht gemacht werden ohne selbst einer Ideologie verfallen zu sein. Generell scheint mir hier dieser Begriff ein Totschlagargument für alles geworden zu sein, wenn man mal anderer Ansicht ist. Dass es sich schlicht auch einmal um sachliche Gegenargumente, die auf umfangreichem Zahlenwerk beruhen, handeln könnte, wird ignoriert. Dass nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden kann (z.B. die Passage "unerträgliche Hitze in Stuttgart", welche eine subjektive Meinung darstellt) ist auch klar. Ein Vetorecht hat er laut Zeitung ohnehin nicht. Also ist es doch nur logisch, dass der Bürgermeister letztlich alle Interessen zusammenführen und sich für eine zukunftsfähige Entwicklung Stuttgarts entscheiden muss.


    Partielle Dieselfahrverbote sind dabei doch allemal besser, als dauerhaft flache Bebauung im Stuttgarter Zentrum.

  • Es tut mir Leid dir das sagen zu müssen, aber die Grünen sind nun einmal eine Partei, die einen sehr starken ideologischen Grundton hat bei dem Fakten schnell mal in den Hintergrund treten. Als einzige nennenswerte Großstadt (die Universitätsstadt Freiburg mal außen vor) ist Stuttgart jetzt leider das Experimentierfeld für die Grünen – leider auch in Bezug darauf wie weit sie mit ihrer Ideologie gehen können.

  • soweit ich weiß ist er Meteorologe.


    Und dennoch trifft er öffentliche Aussagen zum Städtebau - wie hoch oder dicht man bauen darf - dabei verkauft er sich den Medien als ein "Experte". Das wäre nicht so schlimm, würde er verschiedene Aspekte des Städtebaus berücksichtigen, doch genau das tut er nicht.


    Alles der freien Lüftchenzirkulation unterzuordnen ist denkbar absurd - diese wäre erst recht ungehindert, wenn es Stuttgart gar nicht gäbe. Dies müsste zeigen, wie grotesk der einseitige Ansatz ist, besonders wenn es um eine Großstadt geht.


    Stuttgart ist sicherlich nicht mehr eingekesselt als Lüttich im engen Tal der Meuse. Dennoch sind dort innenstädtische Blockrandbauten mit 10-12 Geschossen und mehr verbreitet - und auch richtige Hochhäuser werden - in verdichteter Umgebung am Hauptbahnhof - errichtet.


    Es liegt halt am OB wie viel Gewicht er seinem Klimaexperten einräumt


    Soweit ich die News im Stuttgarter Unterforum verfolge, immer wieder heisst es, die Baudichte wurde wegen den Luftströmen reduziert. Das ist eindeutig zuviel Gewicht.