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Alt 03.07.17, 17:28   #136
DaseBLN
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DaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiell
@Cowboy - auch wenn es beim Einsteigen am Diakonissenhaus nicht hilft - das mit Prag ist schon eher eine subjektive Einschätzung, laut offizieller Liste fahren in Prag noch mehrere Hundert Tatras, die meisten umgebaut, allerdings meist mit einem Niederfluranteil, der dem der von dir gezeigten Beiwagen (von den m.W. nur noch 3 von ehemals 8 fahren) entspricht, wobei halt auch noch Fahrten völlig ohne Niederflur erfolgen, was in Leipzig fast gar nicht mehr der Fall ist. Kann sein, dass der Eindruck in der Innenstadt etwas verfälscht wird, aber in den (Gründerzeit-)Wohnbezirken ist Prag schon noch eine richtige Tatrastadt.
__________________
Alle Bilder, soweit nicht anders angegeben, von mir.

Fotos im DAF: Moskau
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Alt 03.07.17, 21:47   #137
C. S.
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C. S. könnte bald berühmt werden
@Dr. Zott

Zur Fortschreibung des NVP wurden von der Verwaltung drei Szenarien entwickelt, vereinfacht gesagt, mit ganz viel MIV, einem weiter-so-gewurschtel und einem doch erstaunlich ÖPNV-freundlichem. Diese Szenarien liegen seit einem halben Jahr unter strengem Verschluss beim OBM und alle rätseln warum und überlegen, in welchem vorauseilendem Gehorsamssinne anzupassen ist. Klar, dass dem Ökoleu die Geduldsstricke reißen! Denn am Ende muss pünktlich stadtratsbeschlossen werden, also wird an der Zeit der Beteiligung und Bürgerdiskussion gespart werden. Nur sind solche 200 Seiten Kompendien nicht mal ebenso durchkommentiert. Dabei wäre das dringend nötig...

@Cowboy
habe ich live gesehen und hätte es vorher auch nicht geglaubt. Immerhin, es herrschte eine freundliche rücksichtsvolle Atmospäre drinnen. Leider mussten die Muttis mit Kinderwagen Nr. 7 und 8 die Bimmel ziehen lassen... War mal am Augustusplatz, im Jahre des Herrn um 2010 herum.

Tatra hin oder her, es herrscht eine so große Knappheit im Wagenpark, dass kein Fahrzeug ausfallen darf. Also würde ich weniger gegen Tatras stänkern als für Angebotserweiterungen werben. Wichtig ist, dass mehr rollt. Neue Bahnen kosten und dauern. Selbst im finanziellen Füllhornland. Sofern es das jemals geben wird.
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Alt 04.07.17, 09:50   #138
hedges
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hedges ist im DAF berühmthedges ist im DAF berühmt
Auch ich will hier nichts beschönigen. Dennoch muss man ja auch die Tatsachen zum Kontext betrachten. Dass sind dann meines Erachtens, drei Dinge. a) das Leipziger Tram-Netz ist eines der größten und folglich braucht es Zeit dieses zu erneuern, ob mit Fahrzeugen oder der Schiene; b) das Liniennetz ist, wie die Stadt selbst, komplett von einer Konzentrität geprägt und auch komplett erschlossen, was den Linienausbau entweder nicht notwendig oder schwierig macht (bsp. Kurt-Eisner-Str-Schleußiger-Weg); c) die Regionalisierungsmittel des Bundes bzgl. des ÖPNV werden vom Freistaat umgenutzt und nicht weiter an die Kommunen abgegeben. Hier sollte man auch nicht vergessen, dass MP Tillich vor einigen Jahren Wahlkampf gegen seinen Vorgänger bzgl. der Gelder der Stammstrecke in Leipzig machte, und öffentliche Gelder der Stadt entziehen wollte um die Mehrkosten zu deckeln.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob z.B. der Anschluss der Linie 4 und Linie 15 an das Herzzentrum und Probstheida gerade brennen. Oder ob man diese nicht noch - im Hinblick auf dort ausgeschrieben Baufelder - in einem Atemzug mit der sehr wahrscheinlichen Erweiterung des Quartiers tätigt. Gelder können dann auf dringendere Dinge umgenutzt werden.

Eine andere Grundsatzfrage besteht sicher auch darin, ob man die Probleme einer der am schnellsten wachsenden Städte der EU bei der LVB nicht hat. Warum sollte es ein Alleinstellungsmerkmal bei den Verkehrsbetrieben geben, mit dem Wachstum spielend umgehen zu können? Bis 2020 werden über 40 neue Züge angeschafft. Das sind gerade noch drei Jahre und man wird die Tratra kaum noch sehen.

Was wirklich reformiert werden muss, ist das Tarifsystem, der Takt auf Hauptstrecken, und die Nachtlinien. Mit einer Verbesserung in diesen Bereich ließen sich etliche Pendler vom Fahrrad holen.
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Alt 04.07.17, 09:59   #139
hedges
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hedges ist im DAF berühmthedges ist im DAF berühmt
Anknüpfend an meinen obigen Kommentar, hatte ich vor einigen Wochen mit einem Verkehrsexperten aus Wien gesprochen. Er ist dort seit den 1990er Jahren in den ÖPNV involviert und war an dem 365 Tage/Euro Ticket beteiligt. Welches am Anfang ein reines Zuschussgeschäft war, aber nach Jahren der Entwicklung richtig gut lief.

Er meinte auch, dass Städte auch eine gewisse Konzentration brauchen. Kopenhagen z.B. mit seinem Radwegesystem konzentriert das Radfahren in der inneren Stadt und den äußeren Vorstädten, welche dann mit einem sehr komfortablen S-Bahnnetz verbunden ist. Wien wiederum, hat mit dem Tarifsystem und dem Ausbau der Öffentlichen auf der Schiene mit Tram und U-/S-Bahn, kaum in das Radwegesystem investiert. Beide Städte gelten aber als Musterschüler des Stadtverkehrs.

Was ist also in Leipzig möglich bzw. wichtig? Schiene oder Radwege, oder eine Kombination aus beidem?
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Alt 04.07.17, 15:49   #140
Altbaufan_
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Leipzig braucht zu allererst eines:
Mehr Bekenntnis zum ÖPNV. Dazu gehört auch, mehr Geld zu investieren. Von Stadt übe Land bis Bund. Ansonsten verläuft jede Aktion im Sande.

Danach folgt:
- attraktivere Preise
- modernere Fahrzeuge
- ein zeitgemäßes Tarifsystem (das aktuelle hat viele Besonderheiten, Einschränkungen usw.)
- ein modernes Tarifsystem (z.B. haltestellengenaue Abrechnung mit Obergrenze mittels moderner Systeme, die es im Ausland bereits gibt und wohl auch in einer Testkommune in BaWü)
- Priorisierung der LVB auf Straßen ggü. dem Auto
- Verdichtung der Haltestellenabstände nur dort, wo es wirklich große Abstände gibt (permanentes Halten macht die Bahn langsamer und verschreckt ggf. Fahrgäste)
- Verbesserung der Taktzeiten, v.a. auf den Gebieten, die nicht durch 2 oder 3 Linien erschlossen werden
- Abschaffung der sinnlosen Einkürzung der Linie 10 (2, 8) in den Sommerferien - gab es bis 2014 nicht, d.h. als 100.000 Einwohner weniger in der Stadt waren, fuhren die Bahnen alle 10 min und angeblich rentiert es sich heute weniger als damals, obwohl immer mehr damit fahren, v.a. Studenten im Bereich der SüVo nutzen die 10 seit dem Vollticket stärker >>> wer soll das glauben, dass es heute hohe Verluste einbringt und damals ""Luft transportieren" zu Gewinn führte?!
- Streckenneubauten oder Ergänzung von Querverbindungen (z.B. ist an der Lützowstraße das Abbiegen der 10, 11 und 12 bei Umleitung,Baustellen oder Unfall in keine einzige Richtung möglich, ähnlich verhält es sich an vielen anderen Kreuzungen)
- größere Fahrzeugreserven für den alltäglichen Verkehr, der 1:1 Austausch der Tatras reicht durch das Wachstum Leipzigs nicht!
- stärkere Verknüpfung mit der S-Bahn

Und parallel sollten natürlich auch Radwege gestärkt werden... jedoch nicht so, dass Auto + Bahn sich eine Spur teilen und diese am Ende beide genervt im Stau stehen, nur damit überall Radwege auf ehemalige Straßen gemalt werden. Das ist eine Übergangslösung bzw. nur dort, wo der Platz nichts anderes zulässt.

kann fortgeführt werden...
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Alt 04.07.17, 18:36   #141
stormcloak
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stormcloak ist im DAF berühmtstormcloak ist im DAF berühmt
Zitat:
Zitat von Altbaufan_ Beitrag anzeigen
- Abschaffung der sinnlosen Einkürzung der Linie 10 (2, 8) in den Sommerferien
Über diesen Unfug habe ich mich kürzlich auch geärgert. Die 2 ist jetzt morgens noch überfüllter als ohnehin schon.

Die LVB erdreistet sich sogar, auf der Homepage darauf hinzuweisen, dass diese Linien "fast überall parallel zu anderen Linien verkehren" und Fahrgäste daher auf diese Linien ausweichen könnten. Als ob es Fahrgästen aus dem Leipziger (Süd)westen helfen würde, auf die 1 auszuweichen - wer mit der 2 fährt, will nicht zum Hbf, sonst würde er ja von vornherein die 1 nehmen. Und natürlich fahren gerade zu morgendlichen Stoßzeiten nahezu alle Fahrgäste in die Innenstadt und nicht vom Adler zur Stieglitzstraße.

Das ist so sturzdämlich, dass ich mich frage, ob die LVB ihr eigenes Liniennetz überhaupt versteht!?
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Alt 04.07.17, 19:50   #142
Altbaufan_
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Altbaufan_ ist ein geschätzer MenschAltbaufan_ ist ein geschätzer MenschAltbaufan_ ist ein geschätzer MenschAltbaufan_ ist ein geschätzer Mensch
Tja ... die LVB haben da wohl vor allem bei den Fahrgastzahlen die Daten von 2010 im Kopf!? .

Die 10 ist immer gut gefüllt, die 11 sowieso. Wenn da zwischendurch jede zweite 10 fehlt, ist die 11(E) noch voller.
Die 10 ist im Bereich Connewitz > SüVo > City und im Norden im Bereich Gohlis / Arbeitsagentur / Rentenversicherung nicht wegzudenken. Ich erinnere mich an Zeiten, als die 10 am Hbf. endete wg. Bauarbeiten und die 11 so voll war, dass manche lieber gelaufen sind ... gerade seit Einführung des Volltickets für Studenten ist es insbesondere im Bereich Karli nochmal voller geworden in den Bahnen.

Die 2 ist als Verstärker der 1 zwigend nötig, vor allem im Bereich Schleussig.
Im Bereich Naunhofer Straße kenne ich die Zahlen für die 2 nicht gut.
Die 8 ist vor allem im Bereich der Eisenbahnstraße bis City immer wichtiger, da in dem Areal sehr sehr viele neue Bewohner eingezogen sind, wo vorher große Leerstände herrschten. Und hier ziehen v.a. Leute mit geringen und mittleren Einkommen hin, die eben auch besonders häufig Fahrrad oder Bahn nutzen und weniger Autos... (Studenten, Ausländer, ...). Habe ich die 8 vor 5 Jahren oft noch sehr leer erlebt, ist auch diese Linie deutlich besser gefüllt.

Mich dünkt, dass die LVB hier ihre Ressourcen schont, da die Bahnen gerade so ausreichen für den Regelbetrieb - durch Wartung, Unfälle, Defekte etc. fehlt ja immer ein Teil des Fuhrparks.
Die XL (Solaris) sollte im Juni 2017 im Regelbetrieb starten ... man hört und sieht nichts davon, selbst Probefahrten hab ich seit 2 Wochen keine mehr gesehen. Ob es technische Probleme und keine Genehmigung für den Fahrbetrieb gibt? Weiß jemand etwas? Wir haben mittlerwiele den 4.7. ... würde die XL schon fahren, hätte man eine große Selbstinszenierung in den Medien gesehen, ähnlich wie bei der Anlieferung der 1. Bahn .

MfG
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Alt 04.07.17, 20:38   #143
stadtbeobachter-LE
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stadtbeobachter-LE befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Aktuelle "NGT10"-Beobachtungen finden sich hier: http://l-nv.info/pages/nahverkehr/st...euge/ngt10.php
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Alt 31.07.17, 15:13   #144
DrZott
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DrZott ist einfach richtig nettDrZott ist einfach richtig nettDrZott ist einfach richtig nettDrZott ist einfach richtig nettDrZott ist einfach richtig nett
Mit Bezug zu LE Mon. hist.s Beitrag hier: http://www.deutsches-architektur-for...&postcount=290

(FDP schlägt abermals einen Tunnel unter der Jahnallee diesmal für die Straßenbahn vor.)

Aus meiner Sicht sollte die Politik mal endgültig mit dem Tunnelquatsch aufhören! Warum? Darum:
- einmalige Kosten zu hoch
- diese Kosten verdrängen andere Investitionen in ÖPNV
- Folgekosten für Unterhalt des Tunnels
- lange Bauzeit
- keine Verbindung der Tunnelstrecke zu den Strecken in Waldstraße und Ebert-Straße möglich
- damit bescheuerte Streckenführung für die 4 (müßte aus dem Norden über den Westplatz fahren)
- keine Einbindung der 8 Richtung Westen aus der Ebertstraße möglich
- etliche Umleitungsstrecken entfallen

Bitte stärkt den ÖPNV mit billigeren, effektiveren, schnelleren und damit wirksameren Mitteln! Diese haben wir hier schon oft genug diskutiert.
__________________
So Sie bei mir Photos sehen, sind diese von mir. Wenn Sie keine sehen, brauchen Sie eine Brille. ;)
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Alt 31.07.17, 16:32   #145
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Lokalpolitiker_innen, vor allem der "gefühlten" Opposition, also von CDU, FDP/"Freibeuter"-Fraktion und AfD - wir haben bekanntlich wechselnde Mehrheiten im Stadtrat, aber eine r2g-Mehrheit, die häufiger gemeinsam abstimmt - werden nicht aufhören, solche Pläne in die Debatte zu werfen, egal, wie wenig sinnvoll sie sind oder welche offensichtlichen Probleme ihnen entgegenstehen. Das ist die Logik der (Lokal)-Politik, denn man kann sich so als Macher_innen generieren, deren zukunftsweisende Visionen von der Kleingeistern der anderen Parteien und der Verwaltung nicht erkannt werden, und damit Signale an die eigenen (potentiellen) Wähler_innen vor allem unter den Autofahrer_innen senden. Es geht nicht um realisierbare Verbesserungen vor allem für den ÖPNV, sondern das eigene Wähler_innenklientel soll bedient werden. Wer die Ausführungen im Detail widerlegt und auf die Probleme hinweist und sei es "nur" bei der Finanzierung, fängt sich schnell den Vorwurf ein, er/sie habe keine Visionen, sei ein "Meckerer" oder noch beliebter "ideologiegesteuert". Es ist Bundestagswahlkampf und danach kommen irgendwann wieder Landtags- und Kommunalwahlen - also werden wir noch manch andere Tunnellösungen vorgeschlagen bekommen.

Zitat:
Der Kreisvorsitzende Friedrich Vosberg meint, dass die Verkehrsangebote flexibel sein müssten: „In der aktuellen Debatte ist viel zu viel Ideologie.“
LE Mon. hist. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.17, 19:58   #146
Altbaufan_
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^
Nun, ein Tunnel (S-Bahn oder Straßenbahn erstmal egal) wurde selbst von SPD-Politikern schon indirekt erwähnt im Zusammenhang mit RB Leipzig ... da muss definitiv etwas passieren, die Jahnallee ist im Bereich der Bebauung einfach zu eng, wer dort im Berufsverkehr außerhalb der Ferienzeiten lang kommt, weiß was ich meine. Auch vor dem Hbf staut es sich da regelmäßig mehr als deutlich.
Die Stadt ist vielleicht für 700.000 EW ausgelegt, jedoch wohnten die Leute damals viel enger zusammen und zudem gab es deutlich weniger Autos. Für 700.000 EW + deren PKW ist das Straßennetz definitiv nicht ausgelegt und das unendlich propagierte Wachstum braucht auch Lösungen, dass Leipzig nicht irgendwann im Dauerstau versinkt.
Echte Lösungen / Planungen, v.a. im Innenstadt- und Gründerzeitbereich, sehe ich keine. wenn man dann noch bedenkt, dass am Hbf + Bayr. Bhf. größere Wohngebiete hinzukommen, wird es ab 2020 noch enger in der City, da die Leute sicher nicht alle nur Rad + Bahn fahren werden.

Der Straßenbahntunnel Ri. Sportforum ist nicht zu Ende gedacht, da die angesprochene Linienführung der 4 + 8 weiter oberirdisch stattfinden müsste - oder aber die Linienführung geändert.

Es bleibt spannend...

Geändert von Altbaufan_ (03.08.17 um 17:18 Uhr)
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Alt 01.08.17, 16:08   #147
C. S.
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C. S. könnte bald berühmt werden
für das Stadtwachstum bietet der ÖPNV doch noch jede Menge Potenzial nach oben. Gerade die S-Bahn kann rund um ihre Stationen Platz für jede Menge Wohnungen bieten und gleichzeitig eine schnelle Anbindung sichern.

Wenn eine weitere Ost-West-Verbindung spruchreif wäre, dann würde ich für ein autarkes System plädieren. Die Stadtgröße rechtfertigt das. Das kann eine echte U-Bahn sein, preiswerter dürften im Betrieb auch automatische Systeme werden, so genannte Gummi-U-Bahnen gibts ja z.B. in Lausanne oder in Frankreich. Damit werden bestehende Strukturen kaum gestört und eher ZUSATZnutzen generiert. Die Länge von rund 10km wäre kostenseitig mit ca. 1,5 Mrd zwar nicht für lau, doch mittel bis langfristig kann das eine Option sein.

Kurzfristig braucht es mehr Intelligenz bei zahlreichen Entscheidungen.
C. S. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.17, 17:19   #148
Altbaufan_
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Die LI-Z beschäftigt sich mit der schlechten Finanzierung des ÖPNV, Fahrverboten aufgrund schlechter Luft und den (auch für mich) unverständlichen und nicht nachvollziehbaren Aussagen des Herrn Middelberg, welcher meint, man brauche von der Stadt weiterhin nicht mehr Geld, gleichzeitig erhöht man aber per Ritual zum 01.08. die Preise.
Wer so für sein Unternehmen "kämpft", wird auch 2025 noch am Hungertuch nagen und unterfinanziert bleiben.
Die Finanzierung der LVB muss endlich wieder an das Fahrgastwachstum gekoppelt werden!
Danke an unseren OB Herrn Jung, der diese Regelung zeitnah nach Amtsantritt gekappt hat. Ihn stört es eh nicht, da er mit Chauffeur durch die Stadt gefahren wird, die Stelle war erst vor einigen Wochen wieder ausgeschrieben . Man könnte da auch weiterspinnen und fragen, was er eigentlich "Großes" erreicht hat. Leipzig wächst auch ohne sein zutun, die großen wirtschaftlichen Ansiedlungen hat alle OB a.D. Tiefensee ins Rollen gebracht und somit erst die Grundlagen für Leipzigs Aufstieg gelegt. Das Wachstum von ÖPNV über Schulen bis Wohnen und Autoverkehr gestalten klappt momentan eher mittelmäßig, vieles dauert zu lange (siehe Bayr. Bhf., KITAs, LVB Herzzentrum seit JAHREN kein Vorankommen usw.)

LINK
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Alt 04.08.17, 09:23   #149
C. S.
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C. S. könnte bald berühmt werden
an Middelberg konkret bleibt zu kritisieren, dass er - wie du richtig geschrieben hast - keine Ambitionen zeigt, die Hanss'sche Deckelungssumme aufheben zu lassen. Damals wurde mit der Knechtung die wettbewerbsfreie Direktbetrauung für 25 Jahre erkauft.

Sei es drum, wenn er da kneift. Dann ist ebenso kritisch zu hinterfragen, waurm die zig anderen Möglichkeiten, mit wenig Aufwand zu mehr Einnahmen zu kommen, ungenutzt verstreichen.
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Alt 06.08.17, 21:15   #150
LE Mon. hist.
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Nur mal so ganz am Rande, weil die Leipziger Tatras ja hier ein häufiger Aufreger sind:

DNN, 3.8.2017
Hoher Fahrzeugbedarf
DVB setzen wieder auf Tatra-Bahnen
http://www.dnn.de/Dresden/Auto-Verke...f-Tatra-Bahnen

Nach dem Ende der Sommerferien werden die Dresdner Verkehrsbetriebe wieder insgesamt fünf Tatra-Bahnen einsetzen, da der Fahrzeugbedarf steigt und die modernen Niederflurwagen nicht mehr reichen.
LE Mon. hist. ist offline   Mit Zitat antworten
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