Die Welle Köln (Neuentwicklung Deutsche Welle-Areal)

  • Ich muss zugeben, diese Meldung überrascht mich positiv! Endlich kommen wir mal davon weg, dass nahezu alles was höher als 60m ist eine Büronutzung verschrieben bekommt. Mal schauen wie teuer die Wohnungen so werden sollen und was für Grundrisse angeboten werden. Verkehrstechnisch könnte das Hochhaus kaum besser liegen... Es muss gigantische Aussichten in den oberen 10 Stockwerken geben, vielleicht schaue ich mir so eine Wohnuung ja mal an wenn es soweit ist?

  • Deutsche Welle jetzt "Rheintower Köln-Marienburg"

    Laut einem Bericht in der FAZ vom Samstag (08.04.2006, Seite 45) soll der Turm nun endgültig stehen bleiben und zu einem "Zentrum der Medienbranche" entwickelt werden. Die Eckdaten aus dem Artikel:
    - Käufer ist die Unternehmensgruppe Clees, "angemessener Preis"
    - 3/4 sollen als Wohn- und Gewerbefläche genutzt werden, der Rest sei noch nicht durchgeplant
    - Käufer hat sich zur Sanierung und Wiederherrichtung verpflichtet
    - die 61 voll ausgestatteten und funktionsfähigen Studios will man erhalten (das ist wahrscheinlich das restliche 1/4 Fläche)
    - der Turm heißt künftig Rheintower Köln-Marienburg
    - Sanierungsbeginn wenn "tragfähige" Mietverträge geschlossen sind
    - Gesamtinvestitionsvolumen: 70 Mio. €

  • Gute Nachrichten, beinhaltet die Sanierung denn auch eine Fassadenerneuerung? Die hätte es wirklich dringend nötig....

  • Rheintower II

    also im Artikel hieß es, der Turm werde "saniert und wiederhergerichtet", das klingt für mich schon nach Fassadensanierung aber wohl kein komplett neues Gewand...

  • Fast 4 Jahre sind vergangen und es gibt tatsächlich mal eine Meldung zum Deutsche-Welle Hochhaus. Allerdings keine sehr konkrete. Nachdem das Immobilien-Unternehmen Clees aus Wülfrath das Gebäude vor 5 Jahren erworben hat, haben sich alle hochtrabenden Umnutzungspläne seither wohl als Luftnummern heraus gestellt. Jetzt hat man einen Spezialisten beauftragt. Dieser hält die Vermarktung von Wohnungen in Hochhäusern für "schwierig" und glaubt eher an eine vollständige Büronutzung. Am besten auch noch an einen einzigen Mieter. Bis Ende des Jahres will er einen solchen gefunden haben.


    http://www.ksta.de/html/artikel/1270457638169.shtml


    Schön, dass es hier offenbar weitergeht. Wenngleich die jetzigen Pläne mich doch etwas enttäuschen. Keine Wohnnutzungen, keine Fassadenerneuerung, kein wirklicher Interessent. Vor allem ist es mir schleierhaft, wie er die 45000 m² Nutzfläche einem einzigen Unternehmen andrehen will. Und das gleichzeitig bei so einer Sparsanierung. Für mich klingt das alles ein bisschen windig, aber ich lass mich gerne überraschen.

  • Dieser Spezialist hat wohl keine Ahnung von Köln.


    Wohnungsnutzung ist eig. langsam mal Pflicht und heiss begehrt, da Neubau Projekte ja fast ausschließlich Büros/Gewerbenutzung sind (siehe Rheinauhafen. Die Firmen die Größere Flächen von Büros brauchen/Nutzen haben sich hier in die Kranhäuser oder Nachbarhäuser gemietet/gekauft)


    Schade, wirklich schade weil das hätten ein paar Wohnungen sein können und ich denke die Aussicht die man von dort auf Köln hat ist bestimmt 1A und wäre sehr begehrt.

  • Woher nimmt man die Erkenntnis, daß Wohnungen in Hochhäusern schlecht zu vermarkten sind? Soweit ich das vom Uni-Center und vom Axa-Hochhaus weiß, sind da fast alle Wohnungen vermietet bzw. verkauft. Also scheint da ja schon Nachfrage zu sein.........

  • Mal wieder ein Bericht in der Kölner Rundschau zum ehemals Deutsche Welle Gebäude am Raderthalgürtel. Wieder werden große ankündigungen seitens des Vermarkters Anton Neuberger von Development Services GmbH gemacht.


    http://www.rundschau-online.de…tikel/1280128807976.shtml


    Ich bezweifle, dass sich dieses Areal in seiner Insellage wirklich vermarkten läßt. Es hat eine nicht vorhandene bzw. schlechte ÖPNV Anbindung (niemand weiß wann die Nord-Süd-Stadtbahn dann mal auf der Bonner Straße verkehren wird).


    Außerdem fehlt es an entsprechender Infrastruktur in direkter Nachbarschaft. Zudem ist das Gebäude Asbestverseucht und müsste erstmal kernsaniert werden. Wie will man das bitte vermarkten? Man sollte diesen Klotz besser abreißen um dort Platz für ein Wohngebiet schaffen.

  • Richtig daran glauben kann ich auch noch nicht. Hoffentlich folgen diesmal den Ankündigungen auch wirklich Taten. Eigentlich unglaublich, dass sich dort seit 7 (!) Jahren nichts getan hat.

  • Im Netz habe ich neue Visualisierungen zu dem Areal und den Gebäuden mit dem Projektnamen Rheintower gefunden. Ob es sich dabei um neue oder ältere Visualisierungen handelt läßt sich nicht beurteilen. Sieht meines Erachtens aber eher nach neuen Bildern aus. Zumindest entsprechen sie der Beschreibung aus dem Artikel in der Rundschau aus August letzten Jahres. Es wäre wünschenswert das dort endlich etwas passiert. Wie man der Visualisierung entnehmen kann sind wohl auch ergänzende Anbauten geplant.


    In Raderthal tut sich ja auch im Bereich der Wohnprojekte im Moment sehr viel, Projekt Vorgebirgsgärten, Areal der ehem. Reiterstaffel, Projekt Arnoldshöhe von Corpus Sireo etc. . Einziges Manko ist meines Erachtens die "bisher" noch schlechte Anbindung an den ÖPNV. Aber die Nord-Süd-Stadtbahn wird ja hoffentlich dann doch irgendwann fertig. :lach:


    Ein Blick auf das Gebäude mit Stand von heute:



    Quelle: Bilderbuch-Koeln.de


    Und hier die Visualisierungen nach dem geplanten Umbau:


    http://foto.arcor-online.net/p…8327/3961613036633331.jpg


    http://foto.arcor-online.net/p…8327/3464393366353133.jpg


    http://foto.arcor-online.net/p…8327/3861646437303961.jpg


    http://foto.arcor-online.net/p…8327/3961396638303761.jpg


    Quelle: HH-Vision



    Bilder geurlt. rec

  • Wirklich sehr sehr schade, dass es hier auch ca. 6 Jahre nach dem Verkauf an Clees nicht weitergeht.


    Wenn man sich vor Augen hält, dass das Gebäude mittlerweile gut 1/3 seiner Existenz (BJ 1980, seit ca. 2002 leer) ohne Benutzung verweilt, kann dies doch nicht gesund sein!


    Sicher weiß niemand, woran eine Neubelebung hinter den Kulissen scheitert, jedoch hätte man m.E. in einem Kaufvertrag eine Pflicht zur Revitalisierung in einem bestimmten Zeitraum mit aufnehmen müssen... Schade!

  • Interessanter Report der Ereignisse hier. Finde ich wirklich spannend ... es ist wohl nicht so einfach diese Dimension zu vermarkten, zumal die Unternehmen in Köln eher in die imagestarken Lagen am Rhein ziehen. Der Kölner Süden ist doch seit jeher die gute Wohnlage, zumal wenn man Nachbar der Marienburg und der Englischen Siedlung ist.


    Ich bin da in der Ecke aufgewachsen und habe daher einen starken Bezug zu den Stadtteilen. Gegenüber vom Hochhaus war ich sogar in der Grundschule, da stand das Ensemble aber noch nicht.


    Ich würde es sehr begrüßen hier mit den Fachleuten mal eine Diskussion zu starten, was man denn wirklich machen könnte. Bisher fehlen mir hier die Impulse oder Ideen. Ich teile die Auffassung das Wohnen sicher dazu gehört, aber es müsste ein Mix aus verschiedenen Nutzungen sein. Dem steht aber das Interesse der großen Investoren entgegen die so gut wie nie in eine gemischte Nutzung investieren.


    Eigentlich ist das Hochhaus-Ensemble ein Stadtquartier in der Höhe ... da passen rund 300 Einfamilienhäuser rein. Ein Knackpunkt ist sicher die Geschosstiefe. Ich hab mal grob überschlagen 25 x 15 m beim blauen und 20 x 20 m beim roten Turm. Beim Siebengebirge im Rheinauhafen waren es 22 m Tiefe ... wie will man das lösen? Wer hat eine Idee?

  • Hallo und willkommen im Forum, Wahrzeichen!


    Ich hab mir den Strang hier und die Links dazu nochmal etwas angeschaut und muss sagen, dass ich das wohl auch etwas zu optimistisch eingeschätzt hatte. Die Idee, hier ein neues schickes Wohnhochhaus im Kölner Süden zu erschaffen ist immer noch reizvoll, aber realistisch betrachtet wohl doch schwierig. Wie du schon angesprochen hast, ist die Geschosstiefe eine der Hürden. Beim Siebengebirge war das glaube ich aber noch gravierender, da der Denkmalschutz dort nur Fenster bis zu gewissen Größen zugelassen hat (Man möge mich sonst korrigieren). Dies ließe sich hier aber durch eine geschickte Aufteilung von Wohnungen/Räumen und große Fensterflächen besser abmildern.


    Für mich das größte Manko sind die fehlenden Balkone. Kein neu zu vermarktender Wohnraum kommt eigentlich heutzutage ohne Balkon/Terrasse aus. Ohne diese würde das durchschlagskräftige Argument einer wundervollen Wohnaussicht wieder stark abgewertet. Dieser Umstand fällt meines Erachtens umso mehr ins Gewicht, als es in den umliegenden Gebieten künftig noch reichlich Platz für niedrige Wohnneubauten gibt, die ja auch reichlich entstehen. Die tolle Ausicht wäre da für mich das einzige Argument, in ein derartiges Hochhaus zu ziehen. Die kompletten Türme aber mit Balkonanalagen nachzurüsten halte ich aus statischer Sicht für eine recht anspruchsvolle und teure Aufgabe, den Lichteinfall würde man außerdem so noch weiter reduzieren.


    Eine weitere Schwierigkeit im Moment: Die mangelnde ÖPNV-Anbindung (hat RainerCGN schon angesprochen). Diese würde erst durch die Fertigstellung der 3. Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn eine erhebliche Verbesserung erfahren, welche dann eine direkte Anbindung an das Zentrum ermöglichen würde. Das wird aber vor 2018 sicher nicht passieren.


    Das sind so die Gründe die mir einfallen, welche momentan eher gegen eine Wohn-, hingegen mehr für eine weitere Büronutzung sprechen. Und ein Nutzungsmix? Das ist wohl in der Entwicklung schwierig, langwierig und weniger gewinnversprechend. Mir fällt spontan keine Immobilie dieser Größe ein, bei der so etwas probiert wurde. Oder weiß da jemand ein Beispiel?

  • Hallo Tilou,


    der Hinweis mit dem Siebengebirge ist korrekt. Die Fenster waren sehr klein, Dachausschnitte nur bedingt möglich. Die Frage ist bei dem Hochhaus hier, was die Statik zulässt. Geplant wurde das Haus ja 1974 – ich weiß nicht ob das Schlüsse auf die damals übliche Bautechnik zulässt.


    Das die Aussicht nicht alleine das Glückseeligmachende ist stimmt. Da müssen dann ganz andere Mehrwerte rein. Also ein aufwändiges Gesamtkonzept, was nicht nur mit dem Thema Projektentwicklung zu tun hat sondern auch mit Nutzerentwicklung. Also einer guten Story. Zu den Balkonen, dass sehe ich genau so – ohne die geht es nicht! Das lässt sich aber auch lösen in dem Fassadenteile und Fensterfronten nach hinten verspringen. In der Höhe zieht es ohnehin stark, da sind Loggien besser als offene Balkone.


    Das Thema ÖPNV teile ich nur bedingt. Es gibt Busverbindungen zum Rheinufer Stadtbahn 16 und zum Haltepunkt an der Schönhauser Straße. Ich denke ohnehin mehr an einen in sich funktionierenden Ort der weniger Mobilität erfordert. Wer weiß vielleicht tut sich ja bald was in der Sache.

  • Der Gedanke der Loggien bei einer möglichen Nutzung als Wohngebäude ist mir auch direkt gekommen. Wenn man sich das Kranhaus und diese lächerlichen Austritte, die als Balkone bezeichnet werden, anschaut könnte man schlussfolgern, dass bei einer entsprechenden Gestaltung der Wohnungen auch im Deutsche Welle Gebäude durchaus die Möglichkeit bestände, potentielle Mieter bzw. Käufer zu finden.

  • gibt es Neues vom Hochhaus "Deutsche Welle"

    Hallo ich verfolge die Diskussion schon seit Jahren, allerdings in sehr unregelmäßigen Abständen.
    Die Diskussion findet ja zumindest in letzter Zeit auch nur sehr sporadisch statt...


    Deshalb habe ich mal die Frage an die Kölner Insider, ob sich den hier irgend etwas Neues ergeben hat hinsichtlich Eigentümer, Planung, Nutzung.


    Vielen Dank im voraus!
    Uli