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Alt 10.07.18, 17:43   #1831
Isek
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Die deutsche Politik schätzt das Verhalten global agierender Firmen und seinen hochqualifizierten Mitarbeitern eben komplett falsch ein. Natürlich lebt ein Elite-Investmentbanker aus Indien lieber in Paris als in Frankfurt! Und natürlich zieht das Ingenieur-Pärchen aus Bukarest lieber nach München als nach Hof. Auch ein privater Klein-Investor aus China wird lieber 5 teure Ein-Zimmer-Wohnungen in München kaufen als in Nürnberg obwohl er dafür 30 % mehr hinlegen muss. Die Welt fährt auf Metropolen ab nur die deutsche Politik macht sich was vor und denkt, man müsse diesen globalen Makrotrends entgegenwirken. Die Folge ist, dass aufgrund falscher Planungen und Subventionen die wenigen Großstädte in Deutschland, die noch einigermaßen im globalen Wettbewerb mithalten können, weiter abfallen.
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Alt 10.07.18, 18:08   #1832
MiaSanMia
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@Iarn75: Apple ist auch schon hier

Das Problem: Bayern ist ein großes Flächenbundesland. Nur 20 % kleiner als Österreich, dafür ein Drittel mehr Einwohner. Regionen wie Oberfranken und die Grenzregionen im Osten sind abgehängt.

Da klingt es erstmal vernünftig, diese Regionen stärken zu wollen.

Neulich war in der Zeitung zu lesen, in Bayern hätten entgegen einem europaweiten Trend sämtliche Landkreise an Einwohnern gewonnen. Da hieß es aus der Regierung: "Bayern stemmt sich erfolgreich gegen internationalen Trend [Anm.: ländliche Raum verliert an Einwohnern]".

Grundsätzlich ist also erstmal nichts schlechtes daran, den ländlichen Raum zu stärken. Was München nicht braucht, ist exzessives Werben um weitere Großunternehmen. Hier könnte ein kluges "Marketingkonzept" auch schwache Regionen attraktiver machen.

Entscheidend ist:

- Der Ausbau der Ballungsräume darf dabei nicht vernachlässigt werden, denn die Urbanisierung macht nicht vor wohlklingenden Broschüren halt. Die Anziehung, die Städte wie Nürnberg, Augsburg oder München hervorrufen, besteht aus weit mehr als nur Arbeit und Wohnen.

- Unternehmen und Arbeitskräfte, die in eine Stadt wollen, müssen dort auch die Chance auf eine Ansiedlung haben.

- Strukturkonzepte sind als Unterstützung zu betrachten. Sie funktioniert oder funktioniert nicht. Zwanghafte Bemühungen führen zu irrationalen Entscheidungen und verschwendetem Steuergeld.


Da wohl mindestens einer dieser Punkte nicht beachtet wird, dürften solche Konzepte zum Scheitern verurteilt sein. Der Staat müsste zunächst massiv in Vorleistung gehen (Infrastruktur), um überhaupt potentielle Investoren anlocken zu können. Ob der erhoffte Erfolg dann eintritt, weiß da natürlich noch kein Mensch. Ergo: Unter rein wirtschaftlichen Aspekten ein Desaster.


Hinzu kommt natürlich noch der von Regent bereits eingebrachte Aspekt der Zersiedlung. Demnach wäre es schon sinnvoller, die Menschen würden sich auf einige wenige Ballungsräume konzentrieren und der Natur wieder mehr ungestörten Raum geben. Politisch ist das natürlich nur schwer zu vermitteln. Insbesondere dann, wenn man sich - wie Schachbrett es bereits bemerkte - beim adäquaten Ausbau der Ballungsräume dermaßen anstellt.

Hier kann Bayern von seinem alpenländischen Nachbarn noch lernen...

Und ja, sowas kommt natürlich jetzt zur Wahlkampfzeit

Ab Herbst sitzt dann erstmals die AFD im Landtag (als wahrscheinlich zwei oder drittstärkste Partei). Jeder der die aktuellen Nachrichten verfolgt, kann sich ausmalen wie es dort dann zugeht, und welche Themen die Tagesordnung bestimmen. Hurra
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Alt 11.07.18, 08:14   #1833
Isek
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^^

Nur eine kleine Korrektur: Bayern hat um ca. 50 % mehr Einwohner als Österreich - mehr oder weniger sind es 5 Millionen.
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Alt 16.07.18, 16:50   #1834
MiaSanMia
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Einwohnerzahl zum 30.06.2018

1.531.971 Einwohner (30.06.2018)

+ 2.399 Einwohner gegenüber dem 30.04.2018

https://www.muenchen.de/rathaus/Stad...v-lkerung.html
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Alt 16.07.18, 19:58   #1835
LugPaj
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Also etwa 200 mehr als im Juni 2016. Sicher auch nur wegen statistischer Neubewertung/Spielerei.

Edit: 2017 mit 2016 verbessert
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Alt 17.07.18, 02:54   #1836
Urbanist
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Im Vergleich zum Juni 2017 ist das ein Rückgang um über 16.000 EW.
Du vergleichst mit Juni 2016.
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Alt 17.07.18, 06:34   #1837
Isek
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Das ist ja genau, was ich schon gefragt hatte: Wie lange wird hier noch in der Statistik korrigiert? Oder ist diese Korrektur schon abgeschlossen? Man kann die Zahlen der Änderung unter diesem Aspekt nicht bewerten. Vermutlich sind trotzdem die dicken Wachstumsjahre mit + 20.000 teilweise bis + 30.000 einfach vorbei. Starker Rückenwind für die Bewahrer, Zukunftsskeptiker und Verhinderer!
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Alt 17.07.18, 08:30   #1838
Munich_2030
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Mal ne ganz bescheidene Frage. Wie soll München bitteschön um 20.000-30.000 EW/Jahr wachsen? Man muß ja schließlich auch eine Wohnung bekommen! Oder?

Über die Wohnungsmarkt Situation geistern seit Monaten täglich Horrorgeschichten durch sämtliche Zeitungen. Wer soll denn freiwillig noch hierherziehen wollen?

Die Höhe der Mieten ist allmählich ausgereizt. Viele wollen und können nicht mehr bezahlen“, sagt Stephan Kippes!

Es ziehen auch sehr viele Leute aus München weg, die diesen Wahnsinn nicht mehr mitmachen wollen.

Eigentlich sollte das kein starker Rückenwind für die Bewahrer, Zukunftsskeptiker und Verhinderer sein. Im Gegenteil, es muß noch viel mehr gebaut werden.
Das Angebot an Mietwohnungen bei Immoscout ist das geringste, aller Großstädte in Deutschland.

https://www.tz.de/muenchen/stadt/mue...-10033684.html
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Alt 17.07.18, 16:44   #1839
MiaSanMia
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@Isek:

Verstehe ich nicht.

Die Korrektur betraf die ausländische Bevölkerung aufgrund nicht zustellbarer Wahlbenachrichtigungen.

47.000 Einwohner wurden lt. Stadt deshalb im Jahr 2017 gestrichen.

Es werden jetzt aber doch keine Einwohner einfach so wieder dazu genommen.

Die stetige Zunahme seit dem 31.12.2017 unterstützt doch vielmehr die Behauptung der Stadt im Jahr 2017, dass trotz statistischer Kürzung, die Stadt weiter wächst. Das wurde damals aufgrund eben jener Kürzung nur nicht sichtbar.

Zitat:
Vermutlich sind trotzdem die dicken Wachstumsjahre mit + 20.000 teilweise bis + 30.000 einfach vorbei.
Ja natürlich, die Zuwanderung aus den bekannten Herkunftsländern hat europaweit stark abgenommen. Und: Haben wir je 30.000 / a erreicht? Man kann aber nie wissen, wie sich die Zuwanderung langfristig entwickelt. Ein schönes Statement dazu aus dem Leipzig Forum:

http://www.deutsches-architektur-for...postcount=1412

Zitat:
Starker Rückenwind für die Bewahrer, Zukunftsskeptiker und Verhinderer!
Nein, weil viele Wegzügler nicht wirklich wegziehen, sondern direkt ins Umland und dort die Preise treiben. Es muss noch mehr gebaut werden als bisher, das sehe ich wie Munich_2030.

Vor allem, wenn man sich anschaut, wie viele neue Arbeitsplätze in Stadt und Region geplant sind.
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Alt 20.07.18, 15:15   #1840
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Hmm, ich bin mir nicht so sicher, ob eine Wachstumsdelle wirklich
Zitat:
Rückenwind für die Bewahrer, Zukunftsskeptiker und Verhinderer!
wäre. Steigt die Einwohnerzahl, dann ist es der Beweis, dass zu viele kommen. Sinkt die Einwohnerzahl, dann ist es der Beweis, dass das Boot bereits voll ist und niemand mehr Platz hat. Wer irrational argumentiert, kann fast alles so hindrehen, dass es in das eigene Weltbild reinpasst.
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Alt 20.07.18, 15:40   #1841
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Muss die SoBoN reformiert werden? Das fragen die Grünen im Stadtrat und stellen einen Antrag, der anregt, sich von den Konzepten anderer Städten inspirieren zu lassen. Dabei werden u.a. die Städte Münster,
Ulm und Tübingen erwähnt:

Zitat:
Die Verwaltung stellt dem Stadtrat die Praxis einer „Sozialgerechte Bodennutzung" (SoBoN) und Liegenschaftsverwaltung anderer Städte vor.
Begründung:
München war lange Vorreiter für die „Sozialgerechte Bodennutzung" (SoBoN). Bereits 1994 wurde in München als erster Kommune in Deutschland die SoBoN eingeführt, damit Grundstückseigentümer, die neues Baurecht erhalten – und damit eine leistungslose Wertsteigerung für ihr Grundstück – , sich an den Kosten der sozialen und grünen Infrastruktur beteiligen müssen. Mittlerweile sind auch andere Städte dem Beispiel Münchens gefolgt und haben interessante, bisweilen weitergehende Ansätze entwickelt, insbesondere bei der langfristig ausgerichteten Bodenvorratspolitik. Nachdem selbst die Münchner Bauwirtschaft sich verwundert über das für die Stadt schlechte Verhandlungsergebnis der letzten SoBoN-Runde zeigte, ist es Zeit, auch mal über den Tellerrand zu schauen und um zu sehen, wie andere Kommunen Flächen für dauerhaft bezahlbaren Wohnraum sichern. Insbesondere Münster, Ulm, Freiburg und Tübingen werden dabei oft genannt. Durch eine Baulandentwicklung auf eigenen Flächen können städtebauliche und soziale Ziele am effizientesten verfolgt werden. Deshalb ist eine langfristig ausgerichtete Bodenvorratspolitik von zentraler Bedeutung für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung. Neubau von Wohnungen ist nur dann ein nachhaltiger Beitrag zur Schaffung von leistbaren Wohnungen, wenn diese auch dauerhaft dem spekulativen Wohnungsmarkt entzogen bleiben. Dies ist immer dann möglich, wenn Wohnungen von kommunalen Baugesellschaften, Wohnungsbaugenossenschaften oder Miethaussyndikaten auf eigenen Flächen gebaut werden. München hat aktuell kein Geld- sondern ein Flächenproblem. Die verfügbaren kommunalen Grundstücke für Wohnungsbau sind in wenigen Jahren aufgebraucht. Auf SoBoN-Flächen hingegen entsteht nur temporär bezahlbarer Wohnraum. Bestes Beispiel dafür ist das Paulaner-Gelände. Dort werden, gerade mit Verweis auf die geringen Bindungsfristen, die Flächen für geförderten Wohnungsbau, auch im Rahmen von Share Deals, höchstbietend an Investoren verkauft. Dies führt dazu, dass heute die Verdrängung von morgen (nach Ablauf der kurzen Bindungsfristen) gebaut wird. Wie das funktioniert, ist aktuell bei den geförderten Wohnungen der GBW am Ackermannbogen zu beobachten. Dabei wird auch eine Regelungslücke in den SoBoN Regularien ausgenutzt. Der Bodenwert für Flächen, auf denen geförderte Wohnungen gebaut werden, ist beim Verkauf limitiert und wird auch als SoBoN-Belastung angerechnet. Die Flächen können jedoch samt Wohnungen ohne Limit zu weit höheren Preisen verkauft werden. Die tatsächliche Belastung durch die SoBoN ist daher deutlich geringer als auf dem Papier und dürfte nach Branchenkenntnissen mittlerweile weniger als ein Drittel des Planungsgewinns betragen.
Quelle: https://ru.muenchen.de/pdf/2018/ru-2...20.pdf#page=25
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Alt 23.07.18, 10:23   #1842
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Schrebergärten bebauen?

Das Marktforschungsinstitut Respondi hat in Berlin herausgefunden, dass sich dort 54,4 % der Bevölkerung für eine Bebauung von Schrebergärten aussprechen. Solch eine Umfrage sollte man auch bei uns mal in Auftrag geben - dann hätte die Stadt mit einem Schlag riesige Potenziale zur Entwicklung auf meist recht zentralen und gut erschlossenen Arealen (z.B. am Westfriedhof oder am Westpark). Insbesondere jüngere Einwohner befürworten laut der Studie eine Bebauung dieser Flächen.

http://www.deal-magazin.com/news/5/7...erten-Bebauung

Wenn selbst Städte wie Berlin und Hannover sich bereits an das Thema heranwagen, dann fragt man sich wirklich, was bei uns in München denn noch alles passieren muss, damit man endlich aufwacht und dieses Schrebergarten-Tabu bricht.
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Alt 23.07.18, 11:13   #1843
LugPaj
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Pauschal sollte man auch nicht alle Schrebergärten zur Bebaung ausrufen. Im Artikel steht dass Berlin 3 Prozent der Flächen Schrebergärten sind. Kennt jemand Zahlen zu München? Im statistischen Taschenbuch der Stadt habe ich nichts dazu gefunden.
Zur Bebauung anbieten finde ich würden sich Schrebergärten innerhalb des Mittleren Rings und in direkter Nachbarschaft zu Parks, wie zb Westpark oder Olympiapark.


Berlin hat gefühlt noch so viele Brachflächen, dass mich eigentlich so ein Umfrageergebnis dort erstaunt.

Wir sollten mal einen Thread machen, wo man Vorschläge für Flächenreserven sammelt. Getrennt von einer dazugehörigen Diskussion in einem anderen Thread.
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Alt 23.07.18, 11:53   #1844
MiaSanMia
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Damit das Thema gleich sachlich diskutiert wird, hier ein PDF über den zuständigen Münchner Kleingartenverband mit allen Infos zur Entstehungsgeschichte, zu Mitgliedern, der Lage sämtlicher Kleingartenareale in München und zahlreichen historischen Bildern.

Aus der Karte auf Seite 28 / 29 geht hervor:

Innerhalb des Mittleren Rings gibt es quasi bis auf die große Anlage nahe des Heimeranplatzes und am Olympiagelände keine Kleingartenanlage.

Große Flächen gibt es noch zwischen dem Nymphenburger Schlosspark und der Dachauerstraße.

https://www.kleingartenverband-muenc...tschrift_-.pdf


Zum Flächenanteil:

In München ist eine Zelle im Schnitt 250 Qm groß, 8.700 Zellen gibt es. Bei 310 qkm Stadtfläche macht das einen Flächenanteil der Schrebergärten von 0,70 %.

Datenquellen: https://www.merkur.de/lokales/muench...n-2387578.html
https://www.kleingartenverband-muenc...de/startseite/
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Alt 23.07.18, 17:57   #1845
sweet
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sweet könnte bald berühmt werdensweet könnte bald berühmt werden
In Hamburg hingegen fordert man zur Klimaverbesserung sogar neue Kleingartensiedlungen anzulegen:
https://www.welt.de/print/die_welt/h...chrumpfen.html
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