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Alt 23.05.18, 08:03   #1381
Bau-Lcfr
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^^ Deswegen meinte ich auch nicht das MEF (die große freie Fläche kann ja auch warten, noch einige Jahre - sie wird schon nicht weglaufen), sondern das Areal auf der anderen Seite des Roten Rathauses, welches aktuell beplant wird. Zum Teil steht im B-Plan was von 6 Geschossen, um weitere Bauten von einer verkehrsreichen Straße abzuschirmen - darauf zeigte ich mal sogar ein Foto der Altstadthäuser am Warschauer Marktplatz, die nicht niedriger sind.

Das Thema schwenkte ab als manche auf den Gedanken kamen, die Beteiligung einer kommunalen GmbH wie in Frankfurt, die nicht gewinnmaximierend arbeitet, würde beliebige Sozialexperimente erlauben. Mein Eindruck ist, dass die Frankfurter GmbH für das Dom-Römer-Areal zwar nicht den Gewinn maximierte, dafür die gestalterische Qualität - was ich an derart prominenten zentralen Standorten für die richtige Priorität halte. Sozialwohnungen in Billigstbau kann man auch woanders errichten.
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Alt 23.05.18, 18:34   #1382
Hallole
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Hallole braucht man einfachHallole braucht man einfachHallole braucht man einfachHallole braucht man einfachHallole braucht man einfachHallole braucht man einfach
Zitat:
Zitat von Architektenkind Beitrag anzeigen
Mediatheken-Tipp: Es gibt eine interessante Doku über Kreuzberg beim RBB ...
Danke!
Ebenfalls aus der rbb-Reihe "Bilderbuch Berlin" und sehenswert: http://mediathek.rbb-online.de/tv/Do...entId=52594872
Darunter die KMA und wie es sich dort so wohnt..
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Alt 05.06.18, 03:10   #1383
Bau-Lcfr
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Millionenstädte und Dichte

In dem Projektthread wird es viel zu allgemein:

Zitat:
Zitat von Architektenkind Beitrag anzeigen
... Deine Sichtweise auf die Megacitys und Dein Gerede von den "urbanen Netzwerkvorteilen" ist entweder naiv oder auf eine Art und Weise zynisch, die an Bosheit grenzt. Hast Du Dir die Slums dieser Städte mal angeschaut? Hast Du Dir die Arbeitsverhältnisse in den Fabriken angeschaut, in denen die Leute 12, 14 Stunden am Tag für unsere Konsumprodukte schuften, bis sie mit Mitte 40 tot umfallen? ...
Wo genau schuften in der EU Leute grundsätzlich 14 Stunden pro Tag und fallen Mitte 40 tot um? Hier habe ich u.a. diesen Artikel zusammengefasst, laut dem Paris für bis zu 15 Mio. EW plant - Megacities beginnen ab 10. Weder fallen die Leute massenweise tot um noch habe ich mehr Slums als im Ruhrgebiet gesehen. Irgendwie seltsam, dass jede Nachverdichtungsüberlegung hier im Unterforum in allgemeiner Kapitalismuskritik münden muss.

Stattdessen sollte man auch in Berlin nachdenken, wie man 4 oder 5 Mio. EW unterbringen könnte, falls es mal so viele sein sollten.
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Alt 22.06.18, 20:45   #1384
Klarenbach
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Klarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz seinKlarenbach kann im DAF auf vieles stolz sein
Im Tagesspiegel bringt einen interessanten Artikel, der sich mit dem Überhang an genehmigten Wohnungen beschäftigt. Demnach gibt es 60.000 Wohnungen, die zwar genehmigt sind, die aber dennoch nicht gebaut werden. Die Investitionsbank Berlin erklärt dieses Problem vor allem mit fehlenden Baukapazitäten und Fachkräftemangel. Stadtentwicklungssenatorin Lompscher sieht darüber hinaus auch die Spekulation mit Baugrundstücken. Sie fordert gesetzliche Regelungen, die die Spekulation begrenzen.

https://www.tagesspiegel.de/politik/.../22726928.html
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Alt 23.06.18, 22:55   #1385
Bousset
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Bousset sitzt schon auf dem ersten Ast
Zitat:
Zitat von Klarenbach Beitrag anzeigen
...Stadtentwicklungssenatorin Lompscher sieht darüber hinaus auch die Spekulation mit Baugrundstücken. Sie fordert gesetzliche Regelungen, die die Spekulation begrenzen.
Spekulation ist es wohl allenthalben. Bundesweite Gesetze wären hilfreich, aber war es nicht kürzlich Hamburg, dass erfolgreich einen Riegel vor allzuviel Spekulation geschoben hat, indem es an die Genehmigung gekoppelte Enteigungen durchführte, wenn jemand trotz Genehmigung nicht baut? Da müsste auch bei uns was auf Landesebene gehen.
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Alt 27.07.18, 09:21   #1386
alexsb73
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Typisch Deutsch

Hier von Schandfleck zu sprechen, ist sooooo deutsch. Fahrt mal nach Marseille, New York und dann bemerkt Ihr das es eben mal genau solche Ecken braucht, wo nicht alles sauber geleckt ist, was eine Stadt auch liebenswert macht, Ihr Charakter gibt - denkt mal an das Europaviertel - wird das mal der Grund sein nach Berlin zu fahren? Nein, es sind die kleinen Schmuddelecken die man in Paderborn, München und Stuttgart eben alle schön beseitigt hat - unsere Stadt soll schöner werden - ein großes Missverständnis wie ich finde. Denn leider wird häufig so renoviert das es völlig steril wirkt. Typisch Deutsch eben. Steril, weiß, keine Idee wenn es darum geht Stadtplätze zu entwickeln...Kennt jemand beispielsweise in Berlin ein Platz wo ein alter Brunnen wieder reaktiviert wurde? Ich nicht...

Da muss man also kein Hellseher sein um bsp. den Europaviertel vorher zu sagen - da wird sich kein Tourist hin verirren - wenn da nicht die Idee wäre auch mit Parks zu arbeiten, Kultur und Kunsthallen zu integrieren die die Menschen anziehen. Die Architektur ist es garantiert nicht. Die 50 Hertz Zentrale da dann zu loben ist schon fast witzig - die steht doch so fast in jeder zweiten Stadt in Europa. (ich übertreibe etwas)

Die Städte wohin wir in den Urlaub fahren bsp. im Mittelmeerraum, haben entweder eine sehr alte Innenstadt (morbide) was uns anzieht, die vielen Gestaltungselemente an den Fassaden und die verwendeten Farben eine echte Lebensqualität ausstrahlen, kleine Brunnen etc.. Man möchte gerne verweilen...

Demgegenüber stehen große urbane Städte wie NewYork, London und Paris. Auch hier fahren die Leute hin um Dinge zu sehen die wir bsp. so in Europa nicht so ausgeprägt haben wie in den USA oder China, wie eine entsprechende Skyline, aber gerade in NewYork eben auch sehr kreative Stadteile die super Urban daher kommen, wie Conney Island beispielsweise (ich hoffe ich verwechsele das nicht), viel Graffitti, kleinere Häuser, bunt und ein wenig "schräg". Ein wahrer Toursitenmagnet weil man verstanden hat, daß es eben zur Stadt gehört.

Kurz:
Es braucht die charaktergebenden Ecken, die dürfen dann auch mal alte Garagen stehen, evtl. gerade mit anspruchsvollen Grafitti, Kunst und alternative Wohnprojekte im Stil des Holzmarkt. Für mich hat da Berlin aktuell noch so eine Mischung die die Stadt "NOCH" interessant macht - ich sage Euch aus meiner Erfahrung der vielen Bekannten aus dem Ausland - wegen dem Potsdamer Platz kommt kein ausländischer Tourist nach Berlin - oder fast keiner. Die Menschen wollen eben auch mal dieses urbane sehen, die Grafittis, wie die Menschen leben, wie hier Lebensqualität verstanden wird. Kunst und Kultur, oder möglicherweise auch wie sich die Stadt verändert und wie man hier attraktive Lebensräume zu gestalten gedenkt...letzteres Fehlanzeige...oder?

Was mir gravierend auffällt, das wir fast schon krankhaft dazu neigen, alles sauber und steril haben zu wollen und wenn dann alles rennoviert ist, die alternativen Lebensmodelle bsp. wie Künstler verdrängt, die schicken Wohnungen gebaut und die beliebige Architektur ala Europaviertel steht - ja DANN, dann melden sich plötzlich alle zu Wort um festzustellen daß Berlin seinen einst existierenden Charme verloren hätte und man in der Politik nach dem Fehler sucht "Wie konnte das nur passieren..."?

Die Konservativen zeigen sich hier meist besonders fantasielos - denn dort ist man am wenigsten in der Lage alternative Lebensmodelle, alternative Architektur zu denken. Das spürt mann wenn man mit Investoren über das Anschutz-Areal, das RAW-Gelände spricht und auch über den Holzmarkt - aber gut, daß nur am Rande.

Nein, es sind wir Alle, wir sollten uns überlegen wie wir unsere Städte lebendig, durchmischt und wie wir Lebensqualität definieren. Das ist für mich eine Kernfrage von Stadtentwicklung. Und da sollte für jeden etwas dabei sein dürfen...und noch ein Denkanstoss - ohne die Alternativen in den 80ér und den besetzten Häusern hätten wir heute viele viele Häuser weniger OHNE Stuck und hübsche Fassaden - denken wir auch mal darüber nach was das im übertragenen Sinne für das heutige Berlin heißt.

Mich würde daher interessieren, was macht für Euch Lebensqualität in der Stadt aus;...große Parks mit Wasserläufen, Cafe´s, Kunst und Kultur, die von mir angesprochene Schmuddelecke die so ein wenig die Lust darauf macht mal da rein zu schnuppern und man sich fragt: "was verbirgt sich hier eigentlich...?"und und und...

Aus Wedding-Thread hierher verschoben.
Bato

Geändert von alexsb73 (27.07.18 um 10:01 Uhr)
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Alt 28.07.18, 00:29   #1387
Bau-Lcfr
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^ Man sollte Grafittis, ergo Wandschmierereien (irgendwelche Tags usw.) mit richtiger Fassadenkunst nicht verwechseln - solcher wie die East Side Gallery. Wie jemand mal in einem Thread bemerkte, es muss nicht beschmiert sein um als lebendig zu gelten - wichtig ist auch die Nutzungsmischung oder schön gestaltete Fassaden wie diese Höfe mit Backsteinfassaden in der Nähe des U-Bahnhofs Warschauer Straße - wo heute viel zu oft simple weiß-graue Verputzung drauf kommt. Kleinteiliger, wo es geboten ist; individuell, mit Seele und manchmal auch Witz.
In München wird von den Kommunalpolitikern bereits bewußt angesprochen, dass bessere architektonische Gestaltung mehr Lebensqualität schaffen würde. Und das genauso für Besucher wie auch für Dauerbewohner.
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Alt 14.08.18, 21:15   #1388
Architektenkind
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Tourismus wächst

Der Tourismus in (bzw. nach) Berlin boomt munter vor sich hin: Laut Statistischem Landesamt sei die Zahl der Übernachtungen im ersten Halbjahr 2018 um mehr als 4 Prozent auf 15,3 Mio. gestiegen – so berichtet es unter anderem die Berliner Morgenpost. Das liegt über den Erwartungen des Senats, der von einem Wachstum um die 3 Prozent ausgegangen war. Dem Bericht zufolge verlagert sich der Tourismus von den berühmten Sehenswürdigkeiten in Richtung der Kieze, weil viele Gäste "in der Stammkneipe" ein authentisches Berlin-Gefühl erleben wollten. Das führe bisweilen zu Spannungen mit den "Dauerbewohnern" (Begriffsrechte bei Bau-Lcfr ).
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Alt 22.09.18, 23:53   #1389
Bau-Lcfr
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Wohnen

^^^ Darüber wird das Thema der genehmigten, aber nicht gebauten Wohnungen angesprochen - in den letzten Tagen sah ich in einem der Artikel um die Wohngipfel-Ergebnisse die Feststellung, der Überhang sei bundesweit größer als je in den letzten Jahren (verschiedene Beschlüsse hier beschrieben).

In vielen Debatten sah ich Aussagen, viele Leute in Berlin seien an größere Wohnungen gewöhnt - einige Fälle der Wohnungen um 100 Qm für 1-2 Personen kenne ich auch selber. In diesem Zusammenhang fiel mir diese Pressemeldung aus Barcelona auf - Schlafzellen mit 2,4 Qm finde ich bereits übertrieben klein, doch die offizielle Wohnungen-Mindestgröße in der Stadt von laut Artikel 40 Qm - übertrieben üppig. Beim Recherchieren fand ich diese Berliner iLive-Apartments mit je 21-23 Qm Fläche (die Firma baut gerade eine weitere Wohnanlage ähnlicher Art in Essen) - in Barcelona hätte man sie wohl nicht genehmigt, trotz etlichen Klagen über das Fehlen der Wohnungen auch dort. Durchaus ein Angebot für Einzelpersonen mit wenig Geld, etwa Studenten.

Fazit daraus - für die Lösung des Wohnproblems wird entscheidend sein, wie groß die Bereitschaft für Kompromisse ist - ob bei der Wohnungsgröße oder der Dichte im Umfeld.

Ich habe gezielter nach der Situation in Berlin gegoogelt - dabei fand ich u.a. diesen TS-Artikel, in dem den Stadtoberen ein Versagen vorgeworfen wird - dort wird u.a. mehr Nachverdichtung im Zentrum gefordert. Etwas verwunderlich finde ich die Aussage zum Ende, beim Senat wären die Genossenschaften wie die Privatwohnwirtschaft suspekt - sonst gelten sie vielerorts als Non-Profit-Körperschaften als eine erwünschte Alternative. (Ich wohne übrigens auch selbst bei einer Wohngenossenschaft.)
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Alt Gestern, 12:24   #1390
Hallole
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^ Stichwort "Genossenschaften", dazu eine PM vom 11.09.2018: http://www.stadtentwicklung.berlin.d...richt6606.html

Noch jüngeren Datums sind folgende PMs:
http://www.stadtentwicklung.berlin.d...richt6611.html
http://www.stadtentwicklung.berlin.d...richt6615.html

"Einige Fälle der Wohnungen um 100 Qm für 1-2 Personen" in Berlin kennst du selber, schreibst du; nehmen wir an, es handelt sich um Mietverträge (bzw. "Nutzungsverträge" bei Genossenschaften) aus der Vorwendezeit, glaubst du, dass solche Haushalte darüber nachdenken, umzuziehen?
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Alt Gestern, 19:42   #1391
Bau-Lcfr
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^ Der erste Fall einer besonders großen Wohnung, der mir in den Sinn kommt, ist in West-Berlin seit der Vorwende-Zeit, in der Innenstadt, um 80-100 Qm, von zwei verpartnerten Frauen nur die Hälfte des Jahres bewohnt (die andere Hälfte leben sie in einer anderen Stadt). Wohl keine Wohngenossenschaft. Ich habe beim letzten Besuch bei der Bewohnerin (ist allerdings eine Weile her) den Eindruck bekommen, dass es eine unter den Grünen verbreitete Wohnsituation ist. Sicher, jeder darf so viel Wohnfläche beanspruchen wie er/sie sich leisten kann, doch bitte ohne zu klagen, die Wohnkosten seien zu hoch.
Der darunter verlinkte Artikel berichtet, die 38,5 Qm pro Kopf in Berlin seien im Vergleich der Hauptstädte Europas viel.

Es gab mal ein Programm des Wohnungstausches - Google findet noch Spuren davon. (Auch in den letzten Tagen fand ich in einem der Artikel eine Erwähnung eines solchen Programms - demnach sollte beim Tausch jeder die jeweils andere Miete ohne Erhöhungen übernehmen.) Genutzt wird es nicht allzu rege - die Situation kann also nicht so schlimm sein, wenn es kaum Anpassungsbereitschaft gibt?

Darüber zitierte ich einen CDU-Politiker, der u.a. innenstädtische Nachverdichtung fordert und da stellt sich die Frage, wie entschlossen dies in Berlin befolgt wird. Da hatten wir etwa die Entwürfe für zwei Grundstücke am Checkpoint Charlie, die ersten zum Teil mit 100-120 Metern Höhe - im dazugehörigen Thread wurden keine besonderen Proteste erwähnt, doch schwupp wurden maximal 60 Metern daraus. An sehr vielen Stellen der Stadt könnte eine Ecke etwas Höhe ertragen - was man mit Blockrandhöhe erreichen konnte, wurde bereits ausgeschöpft.
Ein weiteres dazugehörige Thema sind verschiedene Plattenbausiedlungen, die gerne unter jedem Vorwand unter Denkmalschutz gestellt werden und insgesamt nicht so viel Dichte haben. Bauten der Nachkriegszeit werden sehr oft abgerissen und ersetzt, ob in Düsseldorf, Ruhrgebiet oder auch Hamburg - öfters mit mehr Dichte als zuvor. Vielleicht sollte man mit dem Denkmalschutz für solche Ensembles zurückhaltender umgehen bzw. in einigen Fällen in besonders zentralen Lagen den bestehenden hinterfragen.

Ich erinnere selbst oft an die prekäre finanzielle Lage Berlins, doch selbst in solcher hören sich die 20 Mio. EUR für die Landes-Förderung der Wohngenossenschaften nicht berauschend an. Sollte etwa die umstrittene Sanierung des Hauses der Statistik nicht das Mehrfache kosten? Wer in den Medien verlauten lässt, das Wohnen sei die wichtigste soziale Frage, sollte die Gelder womöglich anders lenken.
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