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Alt 06.01.09, 12:49   #211
Guderian
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http://www.tagesspiegel.de/berlin/St...art125,2698318

Die Planer denken scheinbar auch schon in Richtung Spitzengastronomie. Ob die sich an diesem Standort halten kann, ist noch fraglich. Dazu müsste dort unbedingt noch ein wirklich zugkräftiges Museum entstehen. Ein paar hundert Beschäftige allein reichen als Kundschaft wohl nicht aus.

@ Futz77
Der deutsche Film hat vor allem deswegen einen so guten Ruf im Ausland, weil davon so wenig zu sehen ist. Würden die Kreativen in Mexiko sehen, wie der deutsche Film wirklich aussieht, sie würden schreiend davon rennen. Aber der Ruf Berlins als Produktionsort ist mittlerweile hervorragend, deshalb ist der Filmhafen schon fast zwingend.
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Alt 07.01.09, 21:31   #212
Hausschwamm
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Also ich bin in der Filmbranche tätig (Sound Design) und finde den Vorschlag schlicht schwachsinnig - da braucht der Bund nur die Filmförderung für AUSLÄNDISCHE Produktionen die in Deutschland mit deutschen Firmen produzieren kippen und aus ist der Mini-Boom. Das ganze wurde vor ein paar Jahren ja auch nur ins Leben gerufen als die "stupid german money" Filmfonds-Steuerschlupflöcher geschlossen wurden. Damals wurde mit deutschem Geld massenweise in Hollywood produziert "Terminator 2" etc. - nun hat der Bund den Spieß umgedreht - eine 80 Millionen Dollar Produktion sagt eben nicht nein wenn sie 8 Millionen GESCHENKT bekommen dafür das sie in Deutschland drehen und für Umsatz sorgen.

Viel angemessener für Tempelhof ist alles zum Thema Fliegerei - ich würde sogar eine Bahn offen halten für Privatflieger und Events. Oder auch um flugfähige Museumsstücke dort landen zu lassen.
War aus jemand aus diesem Forum schon mal im Luftwaffenmuseum in Gatow?
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Alt 08.01.09, 12:29   #213
Backstein
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War aus jemand aus diesem Forum schon mal im Luftwaffenmuseum in Gatow?
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Alt 08.01.09, 16:32   #214
Guderian
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@ Hausschwamm

Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen dem Deutschen FilmFörderFonds (DFFF) und den Filmfonds-Steuerschlupflöchern von früher. "Sie erhalten keinen Zuschuss, wenn der deutsche Beitrag lediglich in der finanziellen Beteiligung besteht, ohne dass der deutsche Beteiligte für die Filmherstellung inhaltlich mitverantwortlich und aktiv in die Produktion eingebunden ist." (Quelle) Der DFFF ist ebenso eine Kultur- wie eine Strukturförderung, auf die die deutsche (besonders die berliner) Filmindustrie auf Gedeih und Verderb angewiesen ist. Ohne die nationale und regionalen Filmförderungen gäbe es überhaupt keinen Film in Deutschland, weder von ausländischen noch von nationalen Produzenten. Auch die Mischung der Förderung stimmte: Es wurden 65 deutsche Filme und 34 internationale Koproduktionen mitfinanziert. (Quelle) Die subventionierten Sound-Designer vom Film könnten dann nur noch für das ebenfalls subventionierte Fernsehen arbeiten. (DFFF oder GEZ macht ja keinen großen Unterschied.)

[Ironie] Oder sich einen Job in einer der zahlreichen unsubventionierten Branchen in Deutschland suchen. [/Ironie]

Der DFFF wird garantiert nicht auslaufen, denn erstens gilt er als grandiose Erfolgsgeschichte. Über herausragende Erfolge berichtete der Kulturstaatsminister im Bereich der Filmförderung und kündigte die Verlängerung des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) bis zum Jahr 2012 an. "Seit Bestehen des DFFF wurden 160 Filmprojekte gefördert, Förderzusagen in Höhe von rund 95 Millionen Euro erteilt. Dies hatte zur Folge, dass 600 Millionen Euro an Herstellungskosten in Deutschland investiert wurden." (Quelle) Und zweitens gibt es die Filmförderung in der BRD schon ewig. Auf einer Jubiläumsveranstaltung in Berlin aus Anlass des 40jährigen Bestehens der Filmförderungsanstalt (FFA) erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann heute: "Die FFA hat einen erheblichen Anteil am nationalen und internationalen Erfolg des deutschen Films. Sie hat sich seit 40 Jahren in hervorragender Weise als Rückgrat der deutschen Filmwirtschaft bewährt." (Quelle) Und davor gab es sie auch schon, sie hiess nur anders. “It is my ultimate goal to establish the German film as the dominant cultural world power.” - Joseph Goebbels in 1941 (Quelle)

Zugegeben, die Subventionierung nicht benötigter Flughäfen hat in Deutschland ebenfalls Tradition. Aber dieser Zug ist für Tempelhof ein für allemal abgefahren. :
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Alt 08.01.09, 20:32   #215
Hausschwamm
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Das mit dem inhaltlich mitwirken ist wohl ziemlich schwammig und zählt nicht.

Zur Ironie kann ich nur antworten das es auch in Deutschland ohne Filmförderung geht. Siehe der schlechte "Der rote Baron" 32 mio Kosten rein privat finanziert ohne jede Filmförderung. Die meisten Produktionen an denen ich tätig war waren ohne Förderung. Neben der Neuproduktion gibt es ja schliesslich auch noch die Zweitverwertung ausländischer Produktionen, Restauration etc. - manche lassen Arbeitsschritte auch in Deutschland erledigen weil wir es besser können - so war eine Firma für die ich tätig war direkt an ein US Studio vertraglich gebunden, dort wurden die DVD Auswertungen in allen Sprachen neu synchron geschnitten und bearbeitet und in 5.1 umgelogen - die nehmen es in einigen Ländern nicht so genau

Die ganze Förderung, vor allem regional ist oft negativ zu betrachten - da wird gemauschelt was nur geht, für einen einzigen Film werden Firmen gegründet um den Sitz im passenden Bundesland zu haben. Oder deutsch-österreichische Produktionen die gleich doppelt absahnen. Am Ende kommt bei den Beteiligten Mitarbeitern und beauftragten Firmen natürlich so wenig wie nur möglich an. Da wird schon mal gern einem Regisseur 1 Woche vor Drehbeginn mitgeteilt das er nur noch 50% bekommt oder er wird ausgetauscht. Dreistigkeit gegenüber dem Auftragssender und beteiligten Firmen ist auch an der Tagesordnung, da fragt die Filmproduktion mal gerne "Kannst du uns nur für den Sender eine Rechnung über 24.000 schreiben?" - Original Betrag war natürlich nur 12.000, Herzlichen Dank, also wären auch 24.000 drin gewesen und die Freelancer hätten anständig bezahlt werden können - aber es ist natürlich vollkommen in Ordnung das sich irgendwelche Heinis mal eben 12.000 finanziert über die Filmförderung oder GEZ in die eigene Tasche stecken. - wie lange wird so eine Mafia Förderung wohl gut gehen? Irgendwann gibt es die passenden öffentlichen Skandale und aus ist die Maus.
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Alt 09.01.09, 00:15   #216
Backstein
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^^ Das ist ja alles ganz interessant, aber gehört das wirklich in das Thema "Nachnutzung Flughafen Tempelhof"?
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Alt 09.01.09, 00:16   #217
Hausschwamm
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Sicher - geht doch um die geplante Nachnutzung und wie sicher die langfristige Perspektive eines solchen Projekts als Filmstandort ist.

Moderation: Bitte nicht zu sehr vom Thema abschweifen!
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Alt 20.01.09, 00:35   #218
mescha
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Sowohl der Tagesspiegel als auch die Berliner Zeitung berichten über die Ideensammlung zur Nachnutzung des Flughafens. Es sind 61 Ideen eingegangen, darunter auch die Idee des Filmhafens von den Studios Babelsberg. Für das geplante Columbia-Quartier kamen 12 Entwürfe in die engere Wahl. Die meisten sehen wohl eine Verknüpfung mit dem benachbarten Bergmann-Kiez vor, während ein Entwurf eine Parklandschaft mit vereinzelten "Wohninseln" vorsieht. Besonders sticht ein Vorschlag hervor, ein Vergnügungsviertel unter anderen mit Rotlichtviertel zu errichten:

http://www.berlinonline.de/berliner-...8751/index.php

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Be...rt1050,2710235
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Alt 20.01.09, 11:33   #219
Andi_777
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Ich hoffe die "Wohninseln" setzen sich nicht durch. Derartige Konzepte haben ja Dauerhochkonjunktur und werden als besonders innovativ betrachtet.
Und in 30 Jahren ist nur mehr ein Hansaviertel mehr.
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Alt 20.01.09, 15:47   #220
NewUrban
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Und was ist bitteschön so schlecht am Hansaviertel? Es ist ein sehr beliebtes Wohnviertel.
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Alt 20.01.09, 19:06   #221
mescha
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Also ich finde die Idee mit den Wohninseln auch schlecht. Erinnert mich an Großwohnsiedlungen aus den 70ern mit undefinierten, meist ungepflegten Grünanlagen zwischen den Gebäuden, was meist nur wenig urban wirkt. Das Hansaviertel ist da schon was anderes, da es ein Prestigeprojekt West-Berlins war und außerdem im für Berliner Verhältnisse sehr gepflegten Tiergarten liegt. Ich würde mir an dieser Stelle ein urbaneres Quartier wünschen und das Gebiet nördlich des Columbiadamms sollte unbedingt in die Planung mit einbezogen werden, damit es nicht zu isoliert ist. Eventuell durch Umnutzung des Geländes der Kfz-Zulassungsstelle an der Jüterborger Straße und der südlich angrenzenden Gebäude. Aus den teils sehr schönen Altbauten ließe sich bestimmt was attraktives machen.
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Alt 20.01.09, 19:25   #222
Lothar
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Lothar könnte bald berühmt werden
...was schlecht ist am Hansaviertel? Dass es so tut, als wäre die Innenstadt eine Vorstadt. Dass es die Idee der Stadt an sich negiert. Denn die hat im Zentrum und zentrumsnah mit Verdichtung und vor allem Urbanität zu tun. Letzterem verweigert sich das Hansaviertel vollständig. Erster erzielt es nur um den Preis niedriger Decken in hohen Häusern. etc.
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Alt 20.01.09, 22:36   #223
kaktus
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stimme lothar da voll zu, "agree" wie man so sagt.

ich meine, ich kann einigen konzepten des hansaviertels echt was abgewinnen, eine symbiose aus städtisch und hansaviertel-moderne-doktrin könnte sogar interessant sein, und: man kann da ja auch ganz nett wohnen, aber leben?
ich finds krass, dass jemand sich NewUrban nennt, und echt danach fragt!
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Alt 21.01.09, 11:49   #224
Andi_777
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Ich denke NewUrban legt seinen Namen irgendwie anders aus (Klärst du uns auf NewUrban? )...
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Alt 21.01.09, 11:50   #225
OriginalScore
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OriginalScore sitzt schon auf dem ersten Ast
Ich finde aber diesen Vorschlag hier sehr attraktiv:

http://www.baunetz.de/img/22523156_f86c144fda.jpeg

Verdichte Blockrandareale im Anschluss an das Bergmannkiez und den Neuköllner Randbereich, dazu gute axiale Aurichtung der Parkkombination Hasenheide/Tempelhofer Feld. Gefällt mir.
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