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Alt 01.07.14, 09:24   #1
Bau-Lcfr
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Hochhaus-Angst?

Das Problem beobachte ich in einigen deutschen Städten, etwa Düsseldorf ebenso, doch mit der Architektur und den Bauprojekten der Stadt London hat dies wenig zu tun:

Zitat:
Zitat von hulibobo Beitrag anzeigen
Ich weiß,ich habe das auch nicht generell kritisiert nur dass selbst wenn irgendwo mal ein 100 m Gebäude entsteht wird gleich von Wolkenkratzer etc. geschrieben und es gibt massenweise Proteste dagegen,Unterschriften usw.
Woran kann diese irrationale grundsätzliche Ablehnung liegen? Die Architektur der Bauten in Deutschland empfinde ich meist als phantasieloser und öder als in London oder diversen französischen Städten, doch das kann nicht der Grund sein, da nie Unterschriften gegen beliebig öde Klötze bis 5 Etagen gesammelt werden. In Frankfurt scheint es diese Ablehnung kaum zu geben - vielleicht als PR-Erfolg der Wolkenkratzer-Festivals, die die Hochhäuser der Bevölkerung näher bringen?
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Alt 01.07.14, 09:32   #2
Batō
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Ich hab mal hierher verschoben. Wüsste jetzt nicht warum das irgendwie ein Berlinspezifisches Problem wäre und in der dortigen Subforen-Lounge besprochen werden müsste.
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Alt 07.07.14, 21:59   #3
necrokatz
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necrokatz ist ein hoch geschätzer Menschnecrokatz ist ein hoch geschätzer Menschnecrokatz ist ein hoch geschätzer Menschnecrokatz ist ein hoch geschätzer Mensch
Hochhausangst schein mir so ein Zeitgeistphänomen zu sein wie das Waldsterben, mit der gleichen irrationalen Übertreibung von realen Gefahren. Wenn es einer Gesellschaft zu gut geht, dann erfindet sie sich ihre Probleme halt.
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Alt 08.07.14, 15:09   #4
Bau-Lcfr
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"Die German Hochhaus-Angst"

Diesen Text vom 3. Juli in der Immobilien-Zeitung kann man noch gebührenfrei lesen - die Städte können nicht nur nach außen wachsen, sondern müssen auch nach innen wachsen. (ME können die nach außen gar nicht mehr wachsen, da die damit verbundene Ausdehnung der Infrastruktur unbezahlbar ist.) Intelligente Verdichtung sei gefragt, auch welche nach oben - wie auch "German Hochhaus-Mut".
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Alt 09.07.14, 11:42   #5
Bau-Lcfr
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Singapur: Verdichtung mit Lebensqualität

Dieser Schweizer Artikel über Singapur wurde vorgestern veröffentlicht. Singapur schaffe demnach Verdichtung mit Hochhäuserquartieren, die gut geplant seien und sinnvolle Erdgeschossnutzungen vorweisen sollten (in einer Düsseldorfer Debatte wurde zwischen einem von den Anwohnern akzeptierten Hochhaus im Quartier Central mit Läden im EG und welchen im gleichen Quartier ohne Läden unterschieden, die umstritten waren). Diese Hochhäuserquartiere würden ein stimulierendes Lebensumfeld und urbanes Flair schaffen. Gerade die Dichte der Stadt (7500 EW/Km²) sei ein Faktor der Attraktivität als Unternehmensstandort.
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Alt 16.07.14, 12:04   #6
Tilou
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^ Da spring ich doch mal mit ins Sommerloch...

@BauLcfr
Das Presse-Organ der deutschen Immobilienwirtschaft diagnostiziert also eine Art „Hochhausangst“? Das finde ich jetzt, nun ja, irgendwie nicht so wirklich überraschend. In etwa so überraschend, wie wenn die „National Rifle Association of America“ in Deutschland eine Waffenangst ausmachen würde. Ich selbst bin dieser „Hochhausangst“ noch nicht so real begegnet, mag sein, dass manche Menschen/Gemeinden damit eben mehr Schwierigkeiten haben als andere. Eine Art Problem kann ich daraus nicht ableiten.

Was du danach mit dem Beispiel Singapur ausdrücken willst, erschließt sich mir noch weniger. Einen autoritären Stadt-Staat mit über 5 Mio. Einwohnern mit Düsseldorf vergleichen? Jener von dir zitierte „Schweizer Artikel“ stammt übrigens vom wirtschaftsliberalen Think-Tank "avenir suisse". Dass die in vorauseilender Wachstums-/Wirtschaft-/Verdichtungsgeilheit Hochhäuser als was ganz Tolles und Zukunftsträchtiges ansehen, finde ich irgendwo naheliegend. Wie auch immer, bei genauerem Lesen erweist sich der Artikel teilweise ohnehin als etwas luftleer. Mal ein paar Zitate:

„Die rasante Entwicklung ging nicht auf Kosten der Lebensqualität, im Gegenteil: Diese wird in verschiedenen Umfragen im asiatischen Vergleich als hoch beurteilt.“
Ok „verschiedene Umfragen“, na dann… Welche das sind und von wem wäre schon interessant. Singapur ist nämlich nicht wirklich ein Hort der unabhängigen Medien und der Pressefreiheit. Was genau eine hohe Lebensqualität „im asiatischen Vergleich“ bedeutet bleibt ebenfalls offen. Da du aber offenbar einen Bezug zu Europa herstellen willst, passt das schon mal nicht zusammen.

„Städtische Dichte minimiert nämlich nicht nur die Transportkosten von Gütern und Personen, sie erleichtert auch die Kommunikation und das Knüpfen von Kontakten“
Also ich kenne Leute, die in Reihenhaussiedlungen wohnen und Leute, die in Hochhäusern wohnen. Wieviel Kommunikation und Kontakte die haben, hängt in beiden Fällen von nur einer Sache ab: Der Offenheit der Menschen für ebenjene. Städtische Dichte ist dabei völlig irrelevant. Man kann problemlos in einem 20-stöckigen Wohnhochhaus leben, ohne auch nur einen einzigen Nachbarn persönlich zu kennen.

„Zentraler Akteur dieser Politik ist das staatliche «Housing and Development Board (HDB)». Dieser mit Abstand wichtigste Bauherr im asiatischen Stadtstaat kontrolliert rund 90 Prozent des Wohnungsbestandes.“
Da war ich dann doch ein bisschen platt: Ein Think-Tank für Marktliberalismus, Wettbewerb und Privateigentum kann sich also für einen staatlichen quasi-planwirtschaftlichen Wohnungsbau erwärmen, bei dem (wie man weiterhin erfährt) bestimmte „ethnische Kontingente“ zugeteilt und nicht überschritten werden dürfen?

Ich sag es ehrlich: Bei so etwas überkommt mich tatsächlich irgendwie Hochhausangst...
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