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Alt 02.04.09, 14:10   #1
nikolas
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Ruhrgebiet: Umnutzung von Industriebauten


Der wirtschaftliche Strukturwandel im Ruhrgebiet ließ zahlreiche Industriebauten sowie die dazugehörige Infrastruktur ungenutzt zurück. Dem denkmalpflegerischen Erhalt der Bausubstanz sowie deren Umnutzung im neuen Kontext ist dieser Thread gewidmet.

Aktuell werden im DAF u.a. folgende Projekte (z.T. auch in anderen Zusammenhängen) diskutiert:

Bochum: Westend - quo vadis?
Bochum: Deutsches-Bergbau-Museum
Dortmund: "U"- Areal
Dortmund: Phoenix-West
Dortmund: Phoenix-See
Dortmund: Areal - Westfalenhütte
Dortmund: Hafen
Dortmund: Bürohaus Zeche Glückaufsegen [vorher] - [nachher]
Dortmund: Kokerei Hansa
Dortmund: Zeche Zollern
Dortmund: Verwaltungsgebäude Hoesch-Union
Dortmund: Kraftwerk Dortmund
Duisburg: Innenhafen und Zentrum
Duisburg: Landesarchiv
Duisburg: Rheinpark
Duisburg: Erweiterung Museum Küppersmühle
E/RUHR: Projekte mit Bezug zu RUHR.2010
Essen: Weltkulturerbe Zollverein
E/MH/DU: "Rheinische Bahn"
Gelsenkirchen: Nordstern
Gelsenkirchen: Graf Bismarck
Gelsenkirchen: Schalker Verein
Gelsenkirchen: Zeche Consolidation 3/4/9
Gelsenkirchen: Zeche Consolidation 1/6
Oberhausen: Verwaltungsgebäude Gutehoffnungshütte
Ruhrgebiet: Landschaftstuning

weiterführende Links:

Industriedenkmal-Stiftung NRW
ERIH
Route-Industriekultur
Forum Geschichtskultur Ruhr
IBA-Emscherpark
WIM
RIM
Projekte - RAG Montan Immobilien
LEG Standort- und Projektentwicklung
Stiftung Zollverein
Landschaftspark Duisburg-Nord
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Alt 06.04.12, 09:59   #2
Bau-Lcfr
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Kamp-Lintfort: Masterplan für das Bergwerk-Gelände

Die RP vom 17.03.2012 berichtete über den Stand der Planungen für das 40 Hektar große, inmitten der Stadt gelegene Gelände des einstigen RAG-Bergwerks. Vorgesehen sind genauso ein Standort der Hochschule Rhein-Waal im Norden wie auch Logistiknutzung auf dem Kohlenlagerplatz im Süden.

Mehr Gehalt bietet die städtische Webseite Masterplan Bergwerk West - das Bergwerk soll zum 31.12.2012 stillgelegt werden. Es gab bereits Bürgerversammlungen, weitere sind noch für dieses Jahr geplant. Mehrere Bauten sollen erhalten bleiben.

# Projektzeitung vom März 2012 als PDF
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Alt 13.04.12, 13:02   #3
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Mülheim: ehem. Lederfabrik Hammann


Quelle: Denkmalimmobilie Lederfabrik Mülheim

Von 1879 bis 2008 wurde in der Fabrik Hammann Leder hergestellt. In der heutigen Denkmalimmobilie in der Hansastraße entsteht nun bis April 2013 der Senioren-Park carpe diem Mülheim-Speldorf. Viele der typischen baulichen Gegebenheiten, wie z.B. die großen Gerbgruben auf dem Gelände bleiben erhalten. Alte Maschinen sollen zudem in exponierter Lage im Gebäude ausgestellt werden. Der Senioren-Park verfügt über 76 Pflegeappartements, 25 Plätze für die Tages- und Kurzzeitpflege und insgesamt 35 seniorengerechte Wohnungen.
Das Investitionsvolumen beläuft sich auf ca. 15-17 Mio. €. Investor ist die Projektgesellschaft SK Seniorenpark Speldorf.

Quellen:

Denkmalschutz Immobilien - Senioren-Park CARPE DIEM in Mülheim
Denkmalimmobilie Lederfabrik Mülheim
Lederfabrik wird zum Altersdomizil mit Industrie-Charme | DerWesten
Aus Mülheimer Lederfabrik wird Seniorenpark | DerWesten
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Alt 25.05.12, 21:00   #4
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Route der Industriekultur


Quelle: Pressedownloads - Metropole Ruhr Grafik: RVR

PM: "Rund 6,3 Millionen Euro hat der Regionalverband Ruhr (RVR) in den vergangenen drei Jahren in Instandhaltungsmaßnahmen in die sechs Großstandorte auf der Route der Industriekultur investiert. Das geht aus dem aktuellen Evaluierungsbericht des Verbandes hervor. Das Geld ist der Beitrag des RVR zur langfristigen Sicherung der Ankerpunkte Landschaftspark Duisburg-Nord, Gasometer Oberhausen, Jahrhunderthalle Bochum, Zeche und Kokerei Zollverein in Essen sowie Kokerei Hansa in Dortmund.
Die mit rund zwei Millionen Euro größte Summe floss bislang in den Landschaftspark Duisburg-Nord, wo der RVR u.a. Stahlbau- und Korrosionsschutzarbeiten an den Hochöfen und an der Erzbunkeranlage durchführen ließ. Knapp 1,7 Millionen Euro flossen in die Zeche Zollverein, weitere 1,2 Millionen in die benachbarte Kokerei.
Martin Tönnes als Bereichsleiter Planung beim RVR verantwortlich für die Route der Industriekultur: "Die Mittel sind gut investiert. Sie sichern die bedeutenden und identitätsstiftenden Industriedenkmäler im Ruhrgebiet, die immer stärker auch von Gästen außerhalb der Metropole Ruhr entdeckt werden."
Die Zahlungen des RVR sind Teil des Vertrages zwischen dem Regionalverband Ruhr und dem Land, in dem sich die Partner 2006 verpflichtet haben, ausgewählte Ankerpunkte der Route der Industriekultur über einen Zeitraum von zehn Jahren baulich zu sichern. Das Land gibt jährlich einen Zuschuss von 3,6 Millionen Euro für die sechs Standorte, der Verband steuert durchschnittlich 2,5 Millionen Euro pro Jahr für die Instandhaltung bei."

Quelle: idr
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Alt 09.06.12, 12:28   #5
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Kamp-Lintfort: Wettbewerb zur Nachnutzung Bergwerk-West


Quelle: http://www.rag-deutsche-steinkohle.d...php?SiteID=598 | Copyright 2012 RAG Deutsche Steinkohle | Rechtlicher Hinweis - RAG Deutsche Steinkohle

Zur Info:
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PM:
"
Wettbewerb um die besten Ideen für das Bergwerk West gestartet - Fünf Planerteams präsentierten sich: Im Mittelpunkt der 3. öffentlichen Arena zur Entwicklung des Bergwerk West-Areals stand das Einführungskolloquium, bei dem die Aufgabenstellung der nun beginnenden Ideenkonkurrenz und die fünf teilnehmenden Teams aus Stadt- und Landschaftsplanern vorgestellt wurden.

Gut 250 Bürgerinnen und Bürger waren am 5. Juni der Einladung in die Lohnhalle gefolgt und hörten interessiert vor allem der Vorstellung der einzelnen Planergruppen zu. U.a. präsentierten die Planungsteams Beispiele von vergleichbaren Projekten in Deutschland und Europa vor, an deren Entwicklung sie beteiligt waren.

Vor dem Auswahlgremium im April hatten sich zwei regional ansässige Teams sowie Arbeitsgemeinschaften aus Berlin, Frankfurt/Hannover und den Niederlanden durchgesetzt. Neben der persönlichen Vorstellung im Plenum nutzten die Besucher gestern abend auch die Möglichkeit, die Arbeitsgruppen in persönlichen Gesprächen an den von Ihnen gestalteten Stellwänden kennenzulernen. Bis Ende August haben die fünf Teams nun Zeit, die in der Auslobung genannten Aufgabenstellungen zu bewältigen und einen aussagekräftigen, städtebaulichen Rahmenplan für Entwicklung der Fläche vorzulegen.

Die Planungsaufgabe, die eingangs von Prof. Kunibert Wachten vom Dortmunder Planungsbüro Scheuvens+Wachten erläutert wurde, ist vielschichtig, die Erwartungen an das Ergebnis hoch. Den Rahmen der Entwicklung soll dabei ein übergeordnetes Leitbild vorgeben, welches die Grundlage für alle weiteren Planungen in den einzelnen Bereichen darstellt.
Wie kann die Verknüpfung mit den umliegenden Quartieren gelingen? Welche Nutzungen werden künftig an welchem Standort gesehen? Wie können die Bestandsgebäude in das Konzept integriert werden? Dies sind nur drei von vielen zu lösenden Fragen innerhalb der Ideenkonkurrenz, die ges-tern angerissen, aber natürlich noch nicht vollständig beantwortet werden konnten.

Bürgermeister Dr. Landscheidt zeigte sich überzeugt davon, dass die anstehende Aufgabe durch die Teams in guter Qualität gelöst werden kann und wagt bereits einen Blick auf das Zwischenkolloquium in vier Wochen: „Auf der 4. Arena werden die ersten Entwürfe vorgestellt und mit uns allen, hierzu zählen insbesondere wieder die Bürgerinnen und Bürger, offen diskutiert werden können. Diesem Ausblick, wie sich die Fläche entwickeln kann, sehe ich mit besonderer Spannung entgegen.“ Die Bevölkerung wird auf der nächsten Veranstaltung am 03. Juli dann auch bereits sehen können, welche ihrer Anregungen und Ideen in die Planung eingeflossen sind."

Quelle: Wettbewerb um die besten Ideen für das Bergwerk West gestartet - Fünf Planerteams präsentierten sich interessierten Bürgern in der Lohnhalle - RAG Montan Immobilien
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Alt 22.06.12, 17:10   #6
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Herten: Zeche Schlägel & Eisen 3/4/7


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:H...26_Eisen_1.jpg | Author: Stahlkocher | GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Die Entwicklungsgesellschaft Schlägel & Eisen (EGSE) plant das 19 ha großen Betriebsgelände bis 2013 bekanntlich zu einem neuen Gewerbe- und Freizeitpark zu entwickeln.
Hierfür sollen bereits 2012 die Abbruchbagger der RAG anrollen, um weite Teile der alten Werksanlagen von Schacht 7 sowie die Rundhalle abzureißen.
Zwei weitere Jahre wird es dann noch dauern bis das geplante Gewerbegebiet mit Straßen, Wegen und Entwässerung komplett erschlossen ist.
Mehr als 8 ha Fläche werden dann als Naherholungsgebiet zur Verfügung stehen. Auch ein RVR-Radweg wird sich auf der ehemaligen Zechenbahntrasse durch das ehemalige Werksgelände ziehen.

Quellen:
http://www.derwesten.de/staedte/unse...id5188955.html
http://www.derwesten.de/staedte/unse...id6670922.html
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Alt 23.06.12, 22:28   #7
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Zur Geschichte der Industriedenkmalpflege in NRW (I)

In loser Abfolge möchte ich hier eine (sehr ) kurze Geschichte der Industriedenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen einstellen. Die Abschnitte stammen aus einem älteren, nicht veröffentlichten Text von mir. Damals beschäftige mich die Frage: Lässt sich "Industriekultur" als eine neue "Leitkultur" des Ruhrgebiets begreifen? Meine Antwort war damals ein "Ja, aber..." Die Argumentation erfolgte auf historischem Wege. Meine These lautete damals:

Die Identifikations mit der eigenen Industriegeschichte als kulturpolitische Strategie und Zukunftsinvestition wird insbesondere von denjenigen Regionen als zentrale Aufgabe erkannt und betrieben, in denen traditionelle Monumente nicht unmittelbar an die lokale Geschichte angeschlossen werden können.

So heißt es im IBA Positionspapier zur Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur (1992): „Es ist eine Region, in der das bauliche Erbe durch die rasche Industrialisierung, durch Kriegszerstörung und durch die Abrisstätigkeit der heutigen Zeit besonders verarmt ist. Andererseits ist der Anteil der zugewanderten Bevölkerung besonders groß, so dass keine über Generationen geprägte räumliche Erinnerung ausgebildet ist. Die prägende Erinnerung beschränkt sich auf die vergleichsweise kurze Phase der Industrialisierung“
.[1]


Der Denkmalpflege und Geschichtskultur kommt in diesem Zusammenhang die Aufgabe zu, die zivilisationsprägende Entwicklung der Industrie in den Zeiten zu erklären, „in denen die Industrie ihre verbrauchten Räume verlässt und eine kulturelle Verpflichtung nicht mehr wahrnimmt“[2] Insofern bildet die Geschichte der Auflösung des industriellen Ruhrgebietes ebenso einen Teil seiner Historie wie die Entstehung und die Hochphase der Industrialisierung.


[1]
IBA Positionspapier zur Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur (1992)
[2]
Peter Zlonicky, zitiert nach Hassler, Ute/ Kierdorf, Alexander (Hrsg.): Denkmale des Industriezeitalters: von der Geschichte des Umgangs mit Industriekultur, Tübingen 2000, S. 273.


Die Maschinenhalle Zweckel in Gladbeck | Quelle: Pressefotos der Industriedenkmal-Stiftung

1. Der Kampf um den Erhalt identitätsstiftender Industriebauten


Parallel zum realen Bedeutungsverlust der Montanindustrie - als ökonomische Klammer des Ruhrgebietes - setzte ab den späten 1960er Jahren die ersten Bemühungen zur Bewahrung der altindustriellen Hinterlassenschaften im Ruhrgebiet ein. „Das darf nicht weg!“ – diese nachdrückliche Forderung stand am Anfang vieler Initiativen, die Zeugnisse einer schwindenden industriellen Welt im Ruhrgebiet zu erhalten.

Initialzündung der öffentlichen Auseinandersetzung um den Schutz alter Produktionsstätten als Denkmale des Industriezeitalters bildete Mitte 1969 der drohende Abriss der Zeche Zollern II/IV in Dortmund - Bövinghausen. Gegen dieses Vorhaben setzten sich nun erstmals eine Bürgerinitiative aus dem Kreis Bövinghauser Einwohner sowie eine Koalition aus Architekten, Hochschulleuten, Journalisten und Künstlern zur Wehr. Das Hauptaugenmerk aller Bemühungen richtete sich dabei auf
die 1902/03 von Bruno Möhring in Anlehnung an den Jugendstil errichtete zentrale Maschinenhalle.[1]

In einer im Nachhinein beachtlichen Schnelligkeit hatten Düsseldorfer Landespolitiker den Appell aufgegriffen. So verabschiedete die Sozialliberale Koalition bereits am 3. März 1970 das „Nordrhein-Westfalen Programm 1975“. Als Reaktion auf die denkmalpflegerische Debatte einerseits sowie das bürgerschaftliche Engagement um den Erhalt ehemaliger Zechen
(-Siedlungen) andererseits forderte das Programm die „Sicherung der bedeutenden baulichen Zeugnisse der Ruhrindustrie“ und beauftragte die Inventarisierung und Erforschung ehemaliger Industriebauten.

Im gleichen Jahr noch wurden durch das Land NRW die ersten 2. Mio. DM Sondermittel zum Erhalt von Zollern II/IV. bewilligt. Denn, so die Begründung, „Nordrhein-Westfalen sei durch Industrie und Technik geprägt wie kein anderes Bundesland, und das Ruhrgebiet als industrieller Ballungsraum in der Mitte des Landes überhaupt erst durch die Großindustrielle Gewinnung und Verarbeitung von Kohle und Erz entstanden. Folglich müsse man bedeutsame Bauwerke der Industriegeschichte als landestypische Monumente ansehen, die es als Teil der Landesidentität zu bewahren gelte“.[2] In Nordrhein-Westfalen ergab sich damit in den von den beiden Landschaftsverbänden organisierten Denkmalämtern in Münster und Bonn die Notwendigkeit, der landespolitischen Forderung nach einer Intensivierung der industriedenkmalpflegerischen Arbeit Folge zu leisten.

Vorerst zündete der Impuls, der aus einer engagierten Öffentlichkeit in die Politik getragen wurde, auf der Verwaltungsebene nicht ganz so schnell. So dauerte es bis 1973/74, ehe die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen- Lippe(LWL) hautberufliche Referenten für die Industriedenkmalpflege einsetzten.

Auch gesellschaftlich war der Wertewandel bei weitem noch nicht vollzogen. Nicht selten sah man sich bei industriedenkmalpflegerischen Bemühungen mit Denkmustern konfrontiert, die in der Einstellung zusammenflossen, Industrieanlagen müssten nach ihrer Stilllegung möglichst rasch und spurlos beseitigt werden.

Zu dieser Zeit führte der verschärfte wirtschaftliche Strukturwandel in der Region zusammen mit einer forcierten staatlichen Strukturpolitik dazu, dass ganze Industriekomplexe innerhalb kürzester Zeit beseitigt wurden, um die brach-gefallenen Areale einer (post-) industriellen Neunutzung zuführen. Auch bei der ehemaligen Belegschaft jener Betriebe stieß man mit musealen Umnutzungsplänen meist auf krasses Unverständnis. Den Menschen in der Region erschien es zunächst abwegig das, was über Jahrzehnte Arbeitsplatz und Zweckbau von Montanindustrie gewesen war, als Denkmal zu betrachten und damit als erhaltenswert einzustufen.[3] „Es passte zur Gefühlslage der Bergleute. Die Arbeit unter Tage war hart. Machte der Pütt dicht, war es gut alles abzureißen, die Erinnerung an die harte Arbeit auszulöschen. Vordergründige Modernisierung hat in dieser Region Konjunktur: Das alte wird beseitigt, Neues wird freundlich begrüßt“.[4] Erst mit dem massenhaften und flächendeckenden Abriss altindustrieller Produktionsstätten im Ruhrgebiet begann auch in der Ruhrgebietsbevölkerung so etwas wie eine „Verlusterfahrung“ spürbar zu werden.

Das europäische Denkmalschutzjahr 1975 bildete in diesem Zusammenhang einen weiteren wichtigen Impuls zur Neubewertung des industriellen Erbes der Region, indem es half, den in der Fachwelt sich vollziehenden Perspektivenwechsel über die Medien in breitere Gesellschaftskreise zu tragen. So entwickelte sich zu dieser Zeit über die „Geschichte von unten“ – Bewegung ein verstärktes Interesse an Sozial- und Alltagsgeschichte, was auch eine Neubewertung der altindustriellen Hinterlassenschaften zur Folge hatte. Diese Bewegung richtete ihren Blick nicht nur auf den Alltag der unteren Schichten, sondern enthielt zugleich einen basisdemokratischen Ansatz in Bezug auf ihre Akteure, indem jedem interessierten Laien die aktive Partizipation an dieser Form historischer Forschung offen stehen sollte. Mit der Aufwertung der Industriearbeitergeschichte sowie der bewussten Identifikation mit den montanindustriellen Hinterlassenschaften in der Region entfaltete das Engagement für den Erhalt ehemaliger Industriebauten zunehmend auch Breitenwirkung.[5] „Nach einer nahezu standardisiert ablaufenden Ablehnungsphase des „Nicht mehr sehen wollens“ der konkreten Orte verlorener Arbeitsplätze in Bergwerk und Hütte [...] trat wieder das Gewahrwerden der Orientierungsfunktion von Malakowturm, [...] oder Gebläsehalle an die Stelle der „Muss weg „- Haltung“.[6]

Dieser Perspektivenwechsel sollte 1980 auch in der Landesgesetzgebung seinen Niederschlag finden. So gab sich Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland
ein Denkmalschutzgesetz, indem die „Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse“ als maßgeblicher Faktor für den Denkmalwert festgeschrieben wurde. Damit wurden erstmals auch rechtlich verbindliche Grundlagen für die Industriedenkmalpflege in NRW geschaffen.

[1]
Die „Jugendstilhalle“ wurde aufgrund ihrer herausragenden ästhetischen Gestaltung und traditionellen repräsentativen Konzeption in erster Linie als Stilarchitektur und weniger als Ingenieurskonstruktion betrachtet. Die Betonung sozialgeschichtlicher Kriterien sowie die von ästhetischen Maßstäben unabhängige Betrachtung von Gestaltung, Form und Inhalt altindustrieller Bauten sollte sich erst im Verlauf der 1970er Jahre allmählich durchsetzen. Industriedenkmalpflege im heutigen Sinne war das noch nicht; aber ein Anfang war gemacht.
[2]
Suhrbier, H.: Zur veränderten Wahrnehmung von Bauten der Industrie- und Sozialgeschichte im Ruhrgebiet; in: Barbian, Jan-Pieter/ Heid, Ludger (Hrsg.): Die Entdeckung des Ruhrgebiets, Essen 1997, S. 249.
[3]
Schwarz, Angela (Hrsg.) Industriekultur, Image, Identität: Die Zeche Zollverein und der Wandel in den Köpfen, Essen 2008, S. 52.
[4]
Blase, D.: Stadtentwicklung im Ruhrgebiet; in: Barbian, Jan-Pieter/ Heid, Ludger (Hrsg.): Die Entdeckung des Ruhrgebiets, Essen 1997, S. 226.
[5]
Vgl. Schwarz: S. 52-53.
[6]
Föhl, Axel: Späte Liebe; in: Bourée, Manfred/ Willamowski, Gerd u.a. (Hrsg.): Ruhrstadt. Die andere Metropole, Essen 2000, S. 243.
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Alt 04.07.15, 10:15   #8
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Neubebauung ehemaliges Brandt-Gelände

In Hagen soll das ehemalige Brandt-Gelände neubebaut werden. Geplant ist ein neues Versorgungszentrums mit Einzelhandel, Büros und Medizinzentrum. Mehr als zwei Jahrzehnte lang ist in der Stadt Hagen über die Nachfolgenutzung der seit 2003 leer stehenden Gebäude der ehemaligen Zwieback-Fabrik "Brandt" diskutiert und beraten worden. Am (19. Juni) hat die Verbandsversammlung im Regionalverband Ruhr (RVR) einstimmig den Startschuss gegeben, eine Nachfolgenutzung zu ermöglichen. Eingeleitet wurde der Erarbeitungsbeschluss zur 11. Änderung des Regionalplans für den Regierungsbezirk Arnsberg zur Umwandlung eines Bereichs für gewerbliche und industrielle Nutzungen (GIB) in einen Allgemeinen Siedlungsbereich (ASB) auf dem "Brandt"-Gelände in der Stadt Hagen und in der Stadt Gevelsberg.

Im Vorfeld hat der RVR gemeinsam mit der Stadt Hagen bereits bestehende Vorstellungen für die künftige Nutzung des Brandt-Geländes aufgegriffen und weiter entwickelt. Nach aktuellen Planungen sollen auf dem Gelände ein Lebensmittelmarkt, ein Drogeriemarkt und ein Fachmarkt für Tiernahrung angesiedelt werden. Außerdem sind ein Gesundheitszentrum, ein Büro- und Verwaltungsgebäude sowie Gastronomie an dem Standort vorgesehen. Die Realisierung dieser neuen Nutzungen macht die Änderung des Regionalplanes erforderlich, die nun vom RVR eingeleitet worden ist.

Pressemitteilung: Metropole Ruhr




Bild: Stadt Hagen



Foto: Frank Vincentz, auf wikipedia commons, GNU Free Documentation License, Version 1.2
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Alt 11.09.15, 20:52   #9
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Herten: Motorworld Zeche Ewald

Auf der ehemaligen Zeche Ewald in Herten entsteht ein "Mekka" für Oldtimer- und Sportwagenfreunde. Die "Motorworld" soll auf dem Zechengelände Angebote und Dienstleistungen für Auto-Liebhaber vereinen. Geplant sind u.a. Showrooms mit Fahrzeugen legendärer Marken, Händler dieser ganz besonderen Automobile, spezialisierte Werkstätten und Anbieter von Dienstleistungen, Accessoires und Zubehör aller Art. Außerdem können Eigentümer besonderer Karossen Glasboxen mieten, in denen sie ihre wertvollen Fahrzeuge abstellen können. Auch eine neue Gastronomie und ein Hotel mit Themenzimmern sind in Planung. Die Motorworld Zeche Ewald Ruhr soll außerdem als Veranstaltungsort etabliert werden. Vorbild ist die Motorworld Region Stuttgart des gleichen Lizenzgebers auf dem Gelände des ehemaligen Württembergischen Flughafens in Böblingen/Sindelfingen. Das Investmentvolumen in Herten wird auf eine zweistellige Millionensumme beziffert.

Pressemitteilung: idr
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Alt 15.09.15, 21:02   #10
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Herten: Motorworld auf Ewald

Das Ruhrgebiet bekommt ein eigenes Oldtimer-Zentrum. Die Pläne dafür wurden heute offiziell vorgestellt. Der Umbau der Industrieanlage soll 2016 beginnen. Der erste - von insgesamt drei Bauabschnitten - soll 2018 fertiggestellt sein. Am Ende soll die Motorword eine Nutzfläche von 31.000 Quadratmeter haben und rund 250 Arbeitsplätze bringen. Vorbild ist die Motorworld Region Stuttgart auf dem Gelände des ehemaligen Württembergischen Flughafens in Böblingen / Sindelfingen. Es werden mehrere 100.000 Besucher pro Jahr erwartet.

Das Investmentvolumen für das Projekt wird auf eine zweistellige Millionensumme beziffert. Die bisher noch ungenutzte Rasenhängebank unter dem Doppelbockturm soll zum Zentrum der neuen Motorworld werden. Dazu zählen Showrooms mit Oldtimer, Youngtimer und Luxusautos in gläsernen Garagen. Darüber hinaus sollen sich Firmen der Autozuliefer-Branche ansiedeln. Auch soll das Gelände für Firmenpräsentationen, Betriebsausflüge und Charity-Veranstaltungen genauso genutzt werden können wie für Oldtimertreffen und Ausfahrten der zahlreichen Automobilclubs. Deshalb entsteht dort auch ein neues Gastronomiezentrum und ein Hotel mit 120 aufwendig gestalteten Themenzimmern.

Quellen: WDR - Neue Groß-Attraktion für das Ruhrgebiet | halloherne - Motorworld kommt nach Herten | lokalkompass - Motorworld auf Ewald: Baubeginn soll 2016 sein





Bilder: Motorworld Trademark Management AG
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Alt 17.09.15, 20:28   #11
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Motorworld Zeche Ewald Ruhr

Hier noch die Pressemitteilung der Stadt Herten zum Projekt

Ewald – dieser Name zierte einst die wichtigste Zeche in der größten Bergbaustadt Europas. Heute ist hier der Standort für das Wasserstoff-Kompetenz-Zentrum, europaweit tätige Speditionen und den Revuepalast Ruhr. Aber schon bald steht die frühere Zeche in Herten für eine neue Dimension im Strukturwandel des Ruhrgebiets. Denn unter dem gewaltigen Doppelbockturm entsteht an der Ewaldstraße die „Motorworld Zeche Ewald Ruhr“.

„Dieses Projekt hat eine Strahlkraft in die gesamte Region. Die Motorworld wird zeigen, dass wir im Ruhrgebiet etwas bewegen können“, ist Bürgermeister Dr. Uli Paetzel sicher. Für ihn seien besonders die rund 250 Arbeitsplätze entscheidend, die auf dem ehemaligen Zechengelände in Herten-Süd neu entstehen sollen.

Vorbild für das Vorhaben in der Zeche Ewald Ruhr ist die Motorworld Region Stuttgart auf dem Gelände des ehemaligen Württembergischen Flughafens in Böblingen/Sindelfingen. 2009 eröffnet, hat sich diese mittlerweile weit über die Region hinaus als Magnet für Automobilliebhaber und zugleich als gefragte Eventlocation etabliert.

Das Investmentvolumen für die Motorworld Zeche Ewald Ruhr wird auf eine zweistellige Millionensumme beziffert. Die bisher noch ungenutzte gewaltige Rasenhängebank unter dem Doppelbockturm soll zum Herzstück der neuen Motorworld werden. Unter ihrem Dach und um sie herum entsteht alles, was die Herzen der Autofreunde höher schlagen lässt. Dazu zählen Showrooms mit Fahrzeugen legendärer Marken, Händler dieser ganz besonderen Automobile, spezialisierte „gläserne“ Werkstätten und Anbieter von Dienstleistungen, Accessoires und Zubehör aller Art. Darüber hinaus wird hier ein „gelebtes Auto-Eldorado“ entstehen, in dem Eigentümer von Old-, Youngtimern und Luxusautomobilen Glasboxen mieten können, in denen sie ihre wertvollen Fahrzeuge abstellen können, langfristig zu mieten.

2016 beginnen die Arbeiten, 2018 soll die Motorworld Zeche Ewald eröffnen. Büros auf dem Gelände werden die Mitarbeiter allerding schon kurzfristig beziehen.

Daten:
  • Geländegröße: 40.000 qm
  • Bruttogeschossfläche: 43.000 qm
  • Nutzfläche: 31.000 qm
  • Investitionsvolumen: zweistelliger Millionenbetrag
  • Arbeitsplätze: 200-250
  • Baubeginn: 2016
  • Fertigstelle nach Abschnitten: 2017, 2018, 2019





Bilder: Stadt Herten | Zeche Ewald Entwicklungsgesellschaft
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Kamp-Lintfort: FH nutzt ehemaliges Magazin des Bergwerks West

PM: "Neues Leben im ehemaligen Bergwerk West in Kamp-Lintfort: Ab August 2016 soll die Hochschule Rhein-Waal das Magazingebäude nutzen. Der Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes hat bereits begonnen. Auf insgesamt 1.850 Quadratmetern entstehen verteilt auf drei Etagen Büro- und Seminarräume. Im Erdgeschoss ist u.a. ein Aufenthaltsraum für Studierende geplant. Eigentümer des Gebäudes ist die städtische Tochtergesellschaft Starterzentrum Dieprahm, die es an die Hochschule vermieten wird. Die Hochschule ist der erste Folgenutzer auf dem Bergwerksgelände. Die Zeche war Ende 2012 stillgelegt worden."

Quelle: idr
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Oberhausen: LVR-Industriemuseum wird umgebaut

PM: "Für rund 20 Millionen Euro soll das LVR-Industriemuseum in Oberhausen umgebaut werden. Nach der Planungsphase sollen die Bauarbeiten 2018 starten. Insbesondere wird die als Museum genutzte ehemalige Walzhalle der Zinkfabrik verändert. Hier werden die Außenanlagen des Altenberggeländes mit einem Park, Verkehrsflächen und einer neuer Zugangsstraße aufgewertet. Das Vorhaben ist ein Teilprojekt in einem Entwicklungsprogramm der Stadt Oberhausen für das Quartier rund um den Hauptbahnhof. Die Stadt will Fördergelder aus dem Städtebauförderungsprogramm des Landes NRW beantragen."

Quelle: idr
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Alt 11.11.15, 15:27   #14
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Industriedenkmalstiftung übernimmt vier Zechenrelikte

PM: "Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur übernimmt vier vom Abriss bedrohte Industriedenkmäler im Ruhrgebiet:
  • das Fördergerüst Schacht 3 der Zeche Hansa nebst Maschinenhaus in Dortmund-Huckarde,
  • das Hertener Fördergerüst Schacht 4 mit zugehörigem Grubenlüfter Schacht 3/4 der Zeche Schlägel und Eisen,
  • das Fördergerüst Schacht 2 der Zeche Fürst Leopold in Dorsten und
  • das Fördergerüst des Bergwerks Monopol, Zeche Grillo Schacht 1 mit Fördermaschinenhaus in Kamen.
Das beschloss heute das Stiftungskuratorium. Mit den Beschlüssen können die Zustiftungsverfahren durch die RAG Aktiengesellschaft als bisherige Eigentümerin der Objekte eingeleitet werden. Dann kann mit der Sanierung begonnen werden."

Quelle: idr
Infos: www.industriedenkmal-stiftung.de
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Alt 22.02.16, 21:45   #15
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Oberhausen: Sanierung der Zeche Sterkrade abgeschlossen

PM: "Nach mehr als drei Jahren ist die Sanierung der denkmalgeschützten Zeche Sterkrade, Schacht 1 abgeschlossen. Das Land NRW hatte die Arbeiten mit Mitteln der Städtebauförderung in Höhe von 2,77 Millionn Euro unterstützt. Spätestens ab Juni wird die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur Führungen über die Zeche anbieten. Gleichzeitig wird über die weitere Nutzung des Geländes verhandelt. Erste Probeläufe für Veranstaltungen soll es im Sommer geben. Die Stiftung hatte die Zeche 1997 übernommen. Ende 2012 fiel der Startschuss für die Sanierung der Schachthalle des Fördergerüsts. Der dreigeschossige Backsteinbau der Schachthalle von 1903 wurde nach historischen Vorbildern instand gesetzt, u.a. konnten die Stahlsprossenfenster rekonstruiert werden."

Quelle: idr
Infos: www.industriedenkmal-stiftung.de
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