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Alt 01.08.18, 10:47   #31
Heidewitzka
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In diesem Artikel werden die Mehrkosten gegenüber dem Bau von Gebäuden unter der Hochhausgrenze auf 10 bis 20 Prozent beziffert, bezogen auf die Vorgaben in der Schweiz.
https://www.nzz.ch/schweiz/letztes-m...ung-1.18699073


In Deutschland und dort sind offenbar 22/25m eine Grenze, ab 60m greifen hier offenbar höhere Brandschutzanforderungen:
https://www.baunetzwissen.de/brandsc...aeuser-3154225

https://de.wikipedia.org/wiki/Hochhausrichtlinie
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Alt 01.08.18, 21:01   #32
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^ Richtig! In NRW gilt die BauO NRW und nach der ist ein Haus bereits ein Hochhaus, wenn der Fußboden mindestens eines Aufenthaltsraumes über 22 m über der Geländeoberfläche liegt und ab da sind bereits die Kostentreibenden Maßnahmen notwendig, die ich unter #27 beschrieben habe:
Zitat:
Zusätzliche Kosten (und weniger Nutzen) entstehen u.a. durch:
- geringere Flächenausnutzung pro Etage
- mehr Fluchttreppenhäuser
- Feuerwehraufzug
- Notstromdiesel (zum Betreib des Feuerwehraufzugs und weiterer Sicherheitseinrichtungen
- Entrauchungsanlagen
- Druckbelüftung der Fluchttreppenhäuser und Feuerwehraufzug
Deshalb sind auch die Forderungen nach 1 oder 2 Etagen mehr (wenn es bereits 7 Geschosse sind) oft sinnfrei, da sie in keinem Verhältnis zu den Kosten stehen.

Noch zu den Hochhäusern an der Moskauer Straße:
während der Gebäudteil Werdener Straße 10 des PwC-Hauses bereits ein "echtes" Hochhaus ist (und somit die Hochhausverordnung für den gesamten Gebäudekomplex gilt), ist der Neubau Moskauer Straße 18 für die UK-NRW ein Hochhaus, dass man auf den ersten Blick nicht erkennt, da es eigentlich nur 7 Geschosse hat.
Da aber an der Seite zur Bahnlinie das 1. und 2. UG oberirdisch liegt, gilt auch dort die Hochhausverordnung.
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Alt 01.08.18, 23:10   #33
Heidewitzka
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Völlig sinnfrei kann es ja nicht sein, 1-2 mehr Etagen zu bauen, da es gerade die erwähnte UK NRW ja auch macht, und damit so gerade eben zum Hochhaus wird, mit dem erwähntem baulichen Mehraufwand. Bei diesem Haus muss der Mehraufwand mehr schmerzen, da sich die Grundstückskosten nur auf 7 Etagen verteilen und die zusätzlichen Auflagen für Hochhäuser zum Tragen kommen.

Warum nicht dann nach ökonomischen Erwägungen 10-16 Etagen, bauen, das mehr an Etagen ggü der UK NRW sind dann vorteilhafter, weil die Grundstückskosten pro qm sinken und für das Mehr an Etagen keine zusätzlichen Kosten im Vergleich zur UK NRW anfallen.

Grund dafür ist, dass Hochhäuser zwischen 22m zu 60m keine zusätzlichen baulichen Auflagen erfüllen müssen. Also wenn Hochhaus, dann gleich etwas mehr.

Geändert von Heidewitzka (02.08.18 um 11:38 Uhr)
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Alt 02.08.18, 17:36   #34
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^ Mann muss das von der anderen Seite betrachten und somit feststellen, dass sich der Bau für den Eigentümer (die UK-NRW ist ja nur Mieter) trotzdem lohnt1

Das man nicht höher baut, ligt wohl vor allem an den Flächenwünschen des Mieters und daran, dass er ein Haus für sich alleine wünscht.

Im Prinzip funktioniert das Zustandkommen eines solchen Projektes so:
große Firmen beauftragen einen Makler mit der Suche eines passenden Objektes und machen Vorgaben, was sie wünschen.
In der Regel geschieht das lautlos und erst bei Abschluss eines Vertrages erfährt die Öffentlichkeit was davon (siehe Deloitte mit dem ehem. Straßenverkehrsamt).
Bei der UK-NRW war es allerdings eine öffentliche Ausschreibung nach EU-Recht, da es eine Behörde ist.
Bei beiden Varianten bieten sich dann Eigentümer vom Grundstücken oder bestehenden Objekten, man sucht sich dann Objekte aus, die in die engere Auswahl kommen, verhandelt seine Wünsche und die Preise und entscheidet sich dann für eins.
So kommt es dann, dass so ein Objekt wie für die UK-NRW entsteht und Diskussionen über mehr Höhe somit keinen Sinn machen.
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Alt 02.08.18, 20:11   #35
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Bie RP-Online gibt es heute einen Artikel mit dem Titel "Vorbild Venlo: So könnte das Technische Rathaus aussehen".

Allerdings geht es primär nicht darum, wie das Haus aussehen wird oder wie hoch es wird - zumal das Haus in Venlo für 1000 Mitarbeiter geplant wurde und zudem nach dem ABW-Prinzip - sondern erst ein mal um Nachhaltigkeit und das ökoeffektive Kreislaufprinzip „Cradle to Cradle“.

Laut Artikel will man in Düsseldorf erst mal eine eigene Prioritätenliste erstellen, die auf die Stadt zugeschnitten ist und dass noch Jahre vergehen werden.
Und weiter wird erwähnt, dass bei der Stadtverwaltung noch Überlegungen über einen geeigneten Standort laufen und der Südring an der Völklinger Straße und ein Areal an der Moskauer Straße im Gespräch sind.
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Alt 03.08.18, 09:23   #36
Heidewitzka
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Zitat:
Zitat von DUS-Fan Beitrag anzeigen
^ Mann muss das von der anderen Seite betrachten und somit feststellen, dass sich der Bau für den Eigentümer (die UK-NRW ist ja nur Mieter) trotzdem lohnt1

Das man nicht höher baut, ligt wohl vor allem an den Flächenwünschen des Mieters und daran, dass er ein Haus für sich alleine wünscht.

Im Prinzip funktioniert das Zustandkommen eines solchen Projektes so:
große Firmen beauftragen einen Makler mit der Suche eines passenden Objektes und machen Vorgaben, was sie wünschen.
In der Regel geschieht das lautlos und erst bei Abschluss eines Vertrages erfährt die Öffentlichkeit was davon (siehe Deloitte mit dem ehem. Straßenverkehrsamt).
Bei der UK-NRW war es allerdings eine öffentliche Ausschreibung nach EU-Recht, da es eine Behörde ist.
Bei beiden Varianten bieten sich dann Eigentümer vom Grundstücken oder bestehenden Objekten, man sucht sich dann Objekte aus, die in die engere Auswahl kommen, verhandelt seine Wünsche und die Preise und entscheidet sich dann für eins.
So kommt es dann, dass so ein Objekt wie für die UK-NRW entsteht und Diskussionen über mehr Höhe somit keinen Sinn machen.
Nun gut, aber dass hieße ja, dass man sogar ein Minihochhaus (gerade über 22m) wirtschaftlich vermieten kann.

Interessant wäre, wie sich für Büros/ Wohnungen die wirtschaftlich notwendigen Mieten entwickeln würden, wenn man
1. ein normales 5-stöckiges Haus hätte
2. einen Fall wie UK NRW, wo man gerade ein Hochhaus hat
3. ein Hochhaus knapp vor der 60m Grenze und
4. welchen Sprung es ab 60m gäbe
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Alt 03.08.18, 11:33   #37
Bau-Lcfr
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^^ Immerhin ist das Venloer Technische Rathaus ein Hochhaus mit 11 Geschossen wenige 100 Meter vom Hauptbahnhof der Stadt - mit der größten begrünten Wand des Kontinents ein markanter Bau. Dem verlinkten RP-Artikel nach waren nach der Besichtigung genauso die Grünen begeistert wie auch OB Geisel.

Den möglichen Vorbildern in Deutschland könnte man Mannheim hinzufügen, wo es im Juli den ersten Spatenstich gab - laut diesem Artikel solle das neue Technische Rathaus "Visitenkarte für die Stadt" werden. Am Hauptbahnhof soll es bis 56 Meter Höhe erreichen. Der Artikel ist nur teilweise umsonst lesbar, glücklicherweise gibt es einen DAF-Thread mit Fotos und Visualisierungen (einige finde ich etwas langweilig, hoffentlich werden nicht diese zum Düsseldorfer Vorbild).

Wenn man all die Referenzen durchschaut, Einiges dürfte gemeinsam sein:

# Zentrale Lage mit guter ÖV-Erschliessung
# Dichte Bauweise mit einem Höhenakzent
# Zumindest verbal wird Gestaltung angestrebt, die ein Aushängeschild der Stadt sein könnte statt unscheinbarer Investorenarchitektur

Im verlinkten RP-Artikel heisst es ja, zuerst müsse eine Liste der Prämissen für den Neubau erstellt werden. Ich glaube, die drei Punkte darüber gehören unbedingt dazu. Bei zentraler Lage könnte gerne etwas Funktionsmischung hinzukommen - im EG Gastronomie, Kunstausstellungen usw.

Bei der Dichte würde ich eine GFZ von mindestens 3-5, gerne darüber, anstreben. Damit müsste man für die vorgesehenen 53.200 Qm Bürofläche (s. #1) ca. 1,1-1,7 Ha Grund oder gar weniger verbrauchen.
__________________
Alle Fotos von mir. Fotos der Städte Europas, London

Geändert von Bau-Lcfr (03.08.18 um 17:56 Uhr)
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