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Alt 24.02.07, 21:53   #1
formschön
 
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Planungen Kurfürstenallee

In Bad Godesberg ist Großes in Planung: Wie im GA schon vor einiger Zeit berichtet wird, gibt es zwei ernsthafte Interessenten für die Häuserzeile an der Godesberger Kurfürstenallee - die Stadt hatte ein Interessenbekundungsverfahren ausgelobt, nachdem sich der erhebliche Sanierungsstau an den Gebäuden immer deutlicher zeigte.
Kritiker in Bad Godesberg befürchten, es könne mit dem Verkauf der historischen Gemäuer auch zu einem Identitätsverlust des Stadtbezirkes kommen.

Die Konzepte im Einzelnen:

1) Die Projektpartner Hochtief und Prinz von Preußen planen in einem Teil der Logierhäuser sowie anstelle der jetzigen Bezirksverwaltungsstelle am Redoutenpark hochwertige Wohnungen - es ist die Rede von 90. Das Kurfürstenbad soll weichen und Platz machen für einen L-förmigen Rathausneubau, das Schwimmbad bekommt neben dem dann neuen Rathaus ebenfalls einen Neubau.
Es wird sogar über Thermalbohrungen nachgedacht, da sich unterhalb der Objekte Thermalwasser befindet (das sogar CO2-haltig sein soll, ob das noch mit dem Klimawandel in Übereinstimmung zu bringen ist

http://www.general-anzeiger-bonn.de/...=273029&page=0

2) Den Investoren Bertram/OBBrealinvest schwebt ein anderes Konzept vor: Sie wollen in Teilen der Häuserzeile sowie in dahinter zu errichtenden (Logierhäusern) ein Fünf-Sterne-Plus-Hotel errichten, welches in seiner Qualität Maßstäbe setzen soll und den in Bonn ansässigen Unternehmen sowie den VN einen entsprechenden Rahmen für die Unterbringung von Gästen. Hinsichtlich der Häuser 6-9 sei man flexibel, hier sei zB an die Unterbringung von medizinischen Angeboten zu denken. Rathaus und Schwimmbad plant man ähnlich den Mitbewerbern im rückwärtigen Teil zu errichten.
Während die Bewerber die Bohrungen für das Thermalwasser anführen, versucht diese Investorengruppe mit der Einbeziehung der Redoute ins Gesamtkonzept zu überzeugen.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/...etailid=275856


Kommentar: Beide Konzepte haben einen gewissen Charme, wobei nicht unterschätzt werden darf, dass in Bad Godesberg ein nicht unerheblicher Teil des dortigen Bürgertums Investoren an sich mit - vorsichtig formuliert - Zurückhaltung begegnet. Das hat sicher auch etwas mit dem "69er-Trauma" zu tun, der von einigen bis heute als "feindliche Übernahme" empfundenen Eingemeindung in die Stadt Bonn. Zudem hat die Altstadt in Bad Godesberg durch überzogene Modernisierung schweren Schaden genommen, den man heute versucht zu heilen.
Ungeachtet der Schwierigkeiten plädiere ich klar für die Verwirklichung des Hotels, aus folgenden Gründen: Anders als beim Altstadtcenter geht es vorliegend nicht um die Vernichtung alter Bausubstanz oder gar das Bauen wider den Stadtgrundriss - die Altbauten sollen erhalten bleiben und somit durch Sanierung erst wieder in einen würdigen Zustand versetzt werden.
Das Rathaus bleibt den Bürgern erhalten, bekommt sogar einen Ratssaal, den man bisher meines Wissens immer noch nicht hat - ein ungeheuerlicher Zustand eigentlich für ein demokratisches Gemeinwesen!
Auch das Bad wird in verbesserter Form wiedererrichtet. Bis hierher sind die Konzepte zwar ähnlich, aber das Hotel gibt den Ausschlag: Godesberg, bisher strukturell eher ein Verlierer des Umzugs durch Abwanderung der vielen Botschaften, mausert sich wieder zum eleganten Wohnort. Wohnungen an sich gibt es dort aber in großer Zahl, teils in berückend schöner Lage. Was dem Ort fehlt, ist eine Stätte mit wirklicher internationaler Klasse, ein Versammlungsort höchsten Niveaus - hier käme ein Spitzenhotel gerade recht, zumal es die Ecke beleben würde. Der Stadtbezirk hätte die Chance, wieder in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken, und zugleich mit adäquater Nutzung die Scharte der Eingemeindung durch ein eigenes Profil auswetzen.

Bin gespannt auf Eure Meinung, Ende März soll angeblich über die Veräußerung
entschieden werden.
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Alt 24.02.07, 22:01   #2
mischakr
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Hört sih beides gut an, besonders das Hote!

gibt es Pläne, das Zentrum besser herzurichten und die inadäquate Fussgängerzone zu verändern?
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Alt 24.02.07, 22:24   #3
formschön
 
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Meines Wissens ist die Diskussion um die in der Tat inadäquate Fußgängerzone in eine entscheidende Phase getreten - nächstes Jahr kommt erstmal das Leitsystem (mit dem knalligen Rot ein brutaler Kontrast zu dem komischen Belag in Godesberg) und auch die Fussgängerzone sollte im nächsten Jahr mit ersten Verschönerungsaktionen rechnen können.
Übrigens: Das Möbel-Franz-Gebäude wird noch in diesem Jahr zu Wohnungen umgebaut, damit verschwände nach dem leeren Hertie auch der zweite schlimme Schandfleck. Es scheint wirklich aufwärts zu gehen, wie lange hat dieses Ding leergestanden?
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Alt 25.02.07, 20:24   #4
rec
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Mir gefällt das Konzept von Bertram/OBBrealinvest besser. Ein Hotel der gehobenen Kategorie, unter Einbezug der Redoute und eines entsprechenden gastronomischen Angebotes, wäre ein echter Glanzpunkt für Bad Godesberg. Der Standort ist hervorragend für ein solches Objekt geeignet.

Bad Godesberg hat eigentlich gute Voraussetzungen, sich als Bestandteil der Stadt Bonn dennoch mit einem eigenen Profil zu positionieren: als Kur-, Erholungs- und Gesundheitsstandort. Vor dem Hintergrund der demograpahischen Entwicklung der Gesellschaft wird der Bedarf nach solchen Einrichtungen in Zukunft zunehmen. Dieses Profil sollte geschärft werden, ein Hotel wie angesprochen wäre ein wichtiger Baustein auf diesem Weg. Das Problem in Bad Godesberg ist einerseits die kaputtmodernisierte, heute latent baufällige Innenstadt, provisorisch anmutende Straßen- und Platzgestaltung (Bahnhofsvorplatz, Koblenzer Strasse), Ghettobildung (Bonner Str.) und ein unschönes Erscheinungsbild der Rheinpromenade. Hier besteht Handlungsbedarf.

Andererseits profitiert Bad Godesberg von einer guten Verkehrsanbindung und der Nähe zur Bonner Innenstadt, den Museen und anderen Sehenswürdigkeiten, sowie landschaftlichen Reizen wie Rhein und Siebengebirge. Immer wieder rankten sich Träume und Gerüchte ja auch um ein Spielcasino und ein Thermalbad (auf der Rigal´schen Wiese). Um den Standort wirklich voranzubringen müsste auch in dieser Richtung weitergedacht werden.
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Alt 25.02.07, 20:40   #5
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rec:
Das Problem in Bad Godesberg ist einerseits die kaputtmodernisierte, heute latent baufällige Innenstadt, provisorisch anmutende Straßen- und Platzgestaltung (Bahnhofsvorplatz, Koblenzer Strasse), Ghettobildung (Bonner Str.) und ein unschönes Erscheinungsbild der Rheinpromenade. Hier besteht Handlungsbedarf.

Antwort:
Die Herausforderungen Platzgestaltung und Rheinpromenade dürften in den nächsten Jahren - auch angesichts der sich verbessernden Haushaltslage - wohl gelöst werden können. Die Innenstadt an sich braucht aber eine Art Initialzündung; immerhin ist es gelungen, den drohenden Verlust der Kammerspiele als Spielstätte des Schauspiels abzuwenden, der wohl von der Stadt anfangs geplant war. Das ist aber nur eine defensive Taktik, die Schlimmeres verhindern soll - wichtig wäre ein Beschluss aus eigener Stärke, wie er mit dem Hotelbau verwirklicht würde.
Zur Ghettobildung: Mir ist nicht ganz klar, warum gerade in Godesberg solch eine massierte Problematik auftritt. Liegt es vielleicht daran, dass mit dem Unzug viele "kleine" Angestellte der Botschaften nicht mit nach Berlin gegangen sind und somit ihre Stelle verloren haben, sodass das vormals gepriesene internationale Flair eine Schlagseite bekommen hat? Zudem gibt es doch im Süden des Stadtteils die Fahd-Akademie, die wohl auch ein streng gläubiges Publikum angezogen hat. Das verbunden mit der direkt daneben existierenden großbürgerlichen Welt, ergibt einen Kontrast, der enormen Zündstoff in sich birgt, da schlicht die Anknüpfungspunkte fehlen. Freunde haben mir erzählt, es sei in der letzten Zeit besser geworden, da beide Seiten einsehen, dass nur Kooperation auf Dauer hilft.


rec:
Andererseits profitiert Bad Godesberg von einer guten Verkehrsanbindung und der Nähe zur Bonner Innenstadt, den Museen und anderen Sehenswürdigkeiten, sowie landschaftlichen Reizen wie Rhein und Siebengebirge. Immer wieder rankten sich Träume und Gerüchte ja auch um ein Spielcasino und ein Thermalbad (auf der Rigal´schen Wiese). Um den Standort wirklich voranzubringen müsste auch in dieser Richtung weitergedacht werden.

Antwort:
Sollte es zu dem Hotel kommen, werden sich weitere Ideen sicher verwirklichen lassen - aber auch nur dann. Wenn die Stadt die Investoren hier über die Klinge springen lässt, wird sich so schnell kein weiterer Geldgeber mehr die Finger verbrennen wollen. Bezeichnend dazu auch die Äußerung des Architekten von OBB/realinvest, der eine "zeitnahe" Entscheidung anmahnt, um den "Abfluss von bereitst
ehenden Geldern zu vermeiden".
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Alt 28.02.07, 00:32   #6
formschön
 
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So schnell kann`s gehen:

Die CDU Bad Godesberg spricht sich gegen eine Wohnnutzung der Häuser an der historischen Allee aus, kann sich aber durchaus vorstellen, dass dort ein luxuriöses Hotel entsteht. Bedingung: Der Zugang zu Rathaus und Redoute, die in das Konzept integriert werden soll, ist sicherzustellen, beispielsweise durch entsprechende Gastronomie.
Auch ein Selbstbehalt der Immobilien wird nicht ausgeschlossen, genausowenig wie eine nur teilweise Veräußerung. In jedem Fall soll am Ende eine substanzielle Verbesserung für den Gesundheitsstandort Godesberg herausspringen.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/...etailid=282810
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Alt 03.03.07, 01:53   #7
formschön
 
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Panoramapark

etwas offtopic, aber im Zusammenhang vielleicht interessant:

Das VG Köln hat die Stadt Bonn in ihrer Rechtsauffassung hinsichtlich des Bürgerbegehrens im Fall des Panoramaparks im Godesberger Villenviertel bestätigt. Die Bürgerinitiative wollte verhindern, dass ein Investor ein 900 qm großes Grundstück in sein Vorhaben eingliedert und gegen dessen Bebauung ein Bürgerbegehren gestartet.
Fraglich war, ob es sich vorliegend um eine nur stadtbezirkliche oder eine gesamtstädtische Interessenlage handelt, mit einem im Ergebnis entscheidenden Unterschied. Wäre der Initiative recht gegeben worden, hätte die Zahl der gesammelten Unterschriften ausgereicht für ein Bürgerbegehren auf Bezirksebene; da sich aber die Stadt mit ihrer Auffassung eines gesamtstädtischen Belanges durchgesetzt hat, reicht die Zahl der Unterschriften nicht aus mit der Konsequenz, dass der Wirtschaftsausschuss in seiner letzten Sitzung einer Veräußerung zugestimmt hat.
http://www.general-anzeiger-bonn.de/...etailid=284247

Die Zahl der in Bonn aktiven Bürgerinitiativen beeindruckt mich immer wieder
Liegt das eigentlich daran, dass dort die Bürger besonders viel Zeit haben, oder ist die Stadt mit ihren Planungsvorhaben so weit von der Realität der Bürgerschaft entfernt?

Zumindest wird mit dem Projekt ein wenig Druck aus dem hochwertigen Wohnungsmarkt genommen, was eine reine Wohnungslösung an der Kurfürstenallee (zumal nach dem eindeutigen Votum der in Bad Godesberg dominierenden CDU) immer unwahrscheinlicher werden lässt; die Hotelvariante rückt immer näher
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Alt 04.03.07, 23:51   #8
mischakr
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die Bürger passen in der letzten Zeit immer besser auf Ihre Stadt auf. Meist geht es darum, Kollateralschäden hungriger Investoren zu verhindern.

Leider engagieren sich die Bonner Bürger selten für ein Projekt-vielleicht wird sich das ja ändern eines Tages bei den Planungen zum neuen Festspielhaus
mischakr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.03.07, 22:38   #9
formschön
 
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In Bonn hängt alles mit allem zusammen, was die Stadtentwicklung in schlechten Zeiten bis zur totalen Blockade zu lähmen vermag. Umgekehrt kann es aber auch laufen, siehe die aktuellen Entwicklungen in Bad Godesberg.
Hier hat sich im Fall des Rathauses die Diskussion darum entzündet, wieviel öffentliche Nutzung an diesem Standort vonnöten ist - und wie weit ein Gemeinwesen mit der Privatisierung gehen darf, ohne im wahrsten Sinne des Wortes sein Gesicht zu verlieren.
Eine ins Gespräch gebrachte Wohnnutzung scheint chancenlos, im Gespräch sind noch ein Selbstbehalt oder ein Luxushotel. Von den GRÜNEN wurde die Idee eines sog. Stadthaushotels in die Diskussion eingebracht - ein Hotel, in dem Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen arbeiten und wohnen; In Hamburg und Berlin gibt es bereits entsprechende Projekte.
http://www.stadthaushotel.com/start.php
Imo eine ganz tolle Idee, hier wird die Integration Behinderter in die Gesellschaft nicht nur rhetorisch bei Lachshäppchen und Prosecco gefeiert, sondern gelebt.
Die Frage des "Ob" sollte sich nicht stellen, allerdings die des "Wo". Wie in dem Artikel des GA über die Pläne von Herrn Asbeck, dem Vorstandsvorsitzenden von Solarworld, berichtet wird, plant die "Bürgerstiftung Rheinviertel", ein solches Stadthaushotel neben dem ehemaligen Amerikanischen Club am Rhein zu errichten, neben der Bonn International School; der Club soll mit dem Neubau verbunden werden und als Restaurant dienen. Die Dimensionen eines solchen Vorhabens sind angesichts des Hamburger Vorbildes durchaus eindrucksvoll: In HH stehen 13 Zimmer zur Verfügung, in Bonn sollen es deren 80 sein. Die Bürgerstiftung überlegt gar, als Investor aufzutreten; bisher hat sich die schlafmützige VEBOWAG, der der Club gehört, aber noch nicht bewegt - schon die Solarworld-Zentrale hat man torpediert und gibt jetzt bekannt, dass die Wirtschaftlichkeit bei einem Verkauf stimmen muss. Welch eine Chuzpe bei einer Gesellschaft, die ein zentrales Element amerikanischer Kultur, einen legendären Club zu Hauptstadtzeiten, in einer Weise vergammeln lässt, dass es eine Schande ist!
Auf jeden Fall könnten so gleich beide Projekte Wirklichkeit werden - das Grandhotel sowie das Stadthaushotel, welches auch nur innerhalb der Grenzen des Wirkungsbereiches der Bürgerstiftung verwirklicht werden kann.
Zum Nachlesen:
GA zum Projekt von Solarworld, Stadthaushotel, Golfanlage:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/...etailid=286949
Bürgerstiftung Rheinviertel (sehr eindrucksvolle Initiative aus dem kirchlichen Raum, bisher ohne konkrete Projektpläne):
http://www.buergerstiftung-rheinviertel.de/
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Alt 17.04.07, 20:53   #10
formschön
 
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Nach einer schöpferischen Pause des Diskutierens und Erörterns in den zuständigen Gremien der Parteien sowie der Rückkopplung von Ideen mit der Bürgerschaft, zeichnet sich bei einem der ambitioniertesten Projekte seit Langem eine Entscheidung ab.

Neben der CDU, die das Projekt "Luxushotel im Rathaus" nebst Stärkung des Verwaltungs- und Gesundheitsstandortes schon seit längerem befürwortet, aber alleine über keine Mehrheit verfügt, spricht sich nun auch die Fraktion der Sozialdemokraten für eine Hotelnutzung aus. Man plädiert für vertiefende und zügige Verhandlungen mit der Bietergruppe Bertram Projektentwicklung/obbrealinvest.

Begründung: "Nach umfangreichen Untersuchungen und langen Diskussionen erscheint es für Godesberg am sinnvollsten, von allen geplanten Investitionsvor*schlägen die Nutzung als 5 Sterne plus Hotel weiter zu verfolgen. Dies bietet die Gewähr einer zukunftsträchtigen Entwicklung von Bad Godes*berg unter Einbeziehung der Redoute.

In Verhandlungen muss geklärt werden, ob dies zu vertretbaren Konditi*onen geschehen kann. Weitere Einschränkungen über den in der Aus*schreibung genannten Rahmen hinaus sollen für die Verhandlungen nicht vorgegeben werden."
(SPD-Antrag, 0711105)

Begründung 2:
"Nach sorgfältiger Abwägung entsprechen die Planungen der Bertram Projektentwicklung und OBB realinvest am ehesten der angestrebten Zielsetzung für die Kurfürstenallee.

Ausgangspunkt der Überlegungen war für die CDU-Fraktion, die städtischen Liegenschaften an der Kurfürstenallee in ihrem Bestand zu sichern und wenn möglich einer zukunftsträchtigen, impulsbringenden Nutzung zuzuführen.

Die Überführung der historischen Häuserzeile zu einer in Bonn und der Region einzigartigen hochwertigen Hotelnutzung würde das identitätsstiftende Straßenbild dauerhaft sichern, dem Stadtbezirk einen gewichtigen wirtschaftlichen Stimulus erbringen und die Häuserzeile ihrer ursprünglichen Nutzung wieder deutlich annähern.

Gleichzeitig bietet die von den potentiellen Investoren avisierte Lösung die Möglichkeit, den Verwaltungsstandort an der Kurfürstenallee zu erhalten und erheblich zu modernisieren. Die Kurfürstenallee könnte somit zentraler Sitz der Stadtverwaltung in Bad Godesberg bleiben.

Dabei sollten nicht nur die unabdingbar notwendigen Institutionen wie Bürgerdienste und Bezirksverwaltungsstelle im Stadtbezirk erhalten werden. Es entspricht der Bedeutung Bad Godesbergs, dass die Stadtverwaltung wie bisher mit weiteren fachlich orientierten Einheiten in Bad Godesberg präsent bleibt. Es sollten weiterhin Fachämter und auch ein Dezernat hier ihren Sitz einnehmen."
(CDU-Antrag, Nummer 0710711)



Quelle: http://www.bonn.de/bo_ris/ris_sql/su...arch_jjjj=2007

Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Bas Godesberg am 25. April.

(Bonner Rats-Informationssystem, bisweilen eine lohnenswerte Fundgrube für Drucksachen in den Mühlen der Verwaltung, sehr aufschlussreich für kommunalrechtlich Interessierte)

Der Vollständigkeit halber muss natürlich erwähnt werden, dass Bündnis90/DIE GRÜNEN einen Gegenantrag gestellt haben, mit dem Ziel, das Verfahren zu beenden.
Begründung hier (0710755, Antrag Bündnis 90/GRÜNE): erfolgt mündlich.


Mich freut diese Wendung der Diskussion sehr, wie sich meinen Beiträgen zuvor unschwer entnehmen lässt. Bad Godesberg benötigt diesen "Stimulus" dringend, und hat zugleich das Potential, den richtigen Rahmen für eine derartige Nutzung. Sollte es tatsächlich zur Umsetzung kommen, werden auch weitere Projekte des Gesundheitswesens sowie der Innenstadtsanierung (welche für die kommende Sitzung der Bezirksvertretung am 25. April übrigens ebenfalls von seiten der Union wie der SPD thematisiert wird) zur Ausführung gelangen.
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Alt 19.04.07, 00:35   #11
ZET-101
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Schon bald wird die Stadt sich entscheiden, ob sie ihre Liegenschaften an der Kurfürstenallee verkaufen wird. Unterdessen tauchen weitere Vorschläge auf.
Die Junge Union würde in der Redoute gerne eine Spielbank sehen. Das Thema wurde hier bereits angeschnitten, doch die Umsetzung der Idee ist im Moment leider unwahrscheinlich. In NRW ist die Anzahl der Casinos gesetzlich auf vier begrenzt, für eine fünfte Lizenz steht auch Köln an, und die Redoute soll in das Hotelkonzept einbezogen werden.
Ein Godesberger Spielbank wäre geeignet, dem rheinland-pfälzischen Casino in Bad Neuenahr einiges an Kundschaft abzugraben. Das sollte NRW bedenken, bevor es ein Bonner Gesuch vorschnell ablehnt. Es kann doch nicht sein, daß Freunde des Glücksspiels, die von der südlichen Rheinschiene herkommen, an Bonn vorbeifahren müssen, nur um das Nachbarland bereichern.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/...etailid=301263
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Alt 26.05.07, 03:01   #12
rec
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Drei Godesberger Politiker von Grünen, Bürgerbund und FDP gründen eine Initiative, um den Verkauf der Rathauszeile und Redoute zu verhindern.

Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/...etailid=314886
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Alt 26.05.07, 09:37   #13
mischakr
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schade, dass es in Bonn fast ausschliesslich Bürgerinitiativen gibt, die sich gegen etwas richten.
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Alt 26.05.07, 09:44   #14
CPK_Bonn
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Na ja, die BI für das Alte Stadthaus hatte ja einen positiven Ansatz.
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Alt 26.05.07, 11:06   #15
Echnaton
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^^ Sie war allerdings auch nur auf Erhalt gerichtet.
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"Die technischen Gründe, mit denen einst das System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gerechtfertigt wurde, sind heutzutage weitgehend verblasst." Wiss. Beirat beim BmF
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