In Potsdam kündigt gerade der Software-Milliadär Plattner an einen zweistelligen Millionenbetrag für den Abriss eines bestehenden Gebäudes (Mercure-Hotel) und den Ankauf des Grundstücks durch die öff. Hand zu verwenden. Insofern wäre mir auch nicht angst und bange, wenn die Stella-Fassade schon stünde: auch diese in Beton gegossene Scheusslichkeit kann man wieder abbrechen, nichts ist ewig.
Mich würde indess einmal interessieren, ob die Stella-Fassade wirklich soviel billiger. Der Förderverein soll mit seinen 80 Millionen ja nur die "Mehrkosten gegenüber einer modernen Fassadengestaltung" decken, und das für etwa 12.500 qm. Das sind immerhin 6.400 Euro pro QM Fassadenfäche für Mehrkosten, stattlich, stattlich.
Was die Stella-Fassade nun kostet (die Ostseite hat etwa 2.900 QM Fläche) habe ich jedoch noch nirgends gelesen...
Das gehört wohl eher hier rein.
Bato
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Die Linien der Humanität und Urbanität fallen nicht zusammen (Georg Christoph Lichtenberg)
(C): Für alle Abbildungen, wenn nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht bei mir
Ein gutes Beispiel für ein historisches Bauwerk mit moderner Ergänzung ist m.E. der Mittelbau des Saarbrücker Schlosses. Vielleicht nicht unbedingt 1:1 auf das Berliner Stadtschloss übertragbar, aber mit etwas Fantasie in Bezug auf Fassadengliederung könnte das recht gut aussehen.
Nein, das ist nicht übertragbar. Es wäre übertragbar als Alternative für Portal und Kuppel. In diesem Fall würde ich aber von einer Rekonstruktion Abstand nehmen und stattdessen lieber 1000 Eichen pflanzen oder so etwas. Dann könnte man sich auch das Einheitsdenkmal sparen.
Hier geht es doch um einer Rückseite, die man nicht zur zweiten Front machen sollte. Naja die Debatte ist eh nur noch müßig.
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Mir ging es nicht darum ein weiteres Portal auf der Spreeseite zu kreieren sondern nur eine Möglichkeit aufzuzeigen wie eine moderne Fassade in Verknüpfung mit alter Bausubstanz wirken könnte.
Plastisch vorgestellt müsste dann das Saarbrücker Portal irgendwie auf die Breite des Stadtschlosses gestreckt werden. Das kann gedanklich natürlich auf verschiedener Art und Weise geschehen (erhöhter Anteil an Natursteinelementen in der Fassade, horizontale wie vertikale Streben u.s.w.u.s.f.).
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Alle Bilder, soweit nichts anders angegeben, stammen von mir.
Zum Saarbrücker Schloß.Ist IMHO keine Option für das neuzubauende Berliner Schloß.Der moderne Portalbau biedert sich in seiner Formensprache m.E. zu stark an den umgebenden Schlossaltbau an.Lobenswert ist sicher der hohe Glasanteil an der Fassade.Ich plädiere hier bei uns in Berlin für eine streng monotone,also nichtgeliederte Glasfassade oder eine nur sehr sparsam gegliederte,Fensterlose Sichtbetonwand.Sichtbeton mit vorgelagerter monotoner Glasverkleidung und sich daraus ergebender Foyerwirkung wäre m.E. absolut anstrebenswert.
Ich hätte auch nichts dagegen,wenn die letzte Fassade,welche vor dem Abriss existierte,wieder aufgebaut würde und dafür im Inneren auf jeglichen historischen Pomp verzichtet würde.
Die "vierte Seite" finde ich am besten gelöst beim neuerrichteten Kommandentenhaus. Die Glasfassade wird hier allerdings auf beiden Seiten eingerahmt - was optisch einen Vorteil bietet den wir hier nicht haben (zwar haben hätten können, aber nicht haben).
Auch auf die Länge der Spreeseite hätte diese Form an abgerundetem Glasvorhang nicht schlecht gewirkt, sondern warhscheinlich an Palmenhausanbauten erinnert, wie wir sie von zahlreichen Schlössern kennen
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Wenn ich mich richtig erinnere, gab es bei der Ausstellung zu dem Wettbewerb einen Teilnehmer, der viel mit Glas auf der Spreeseite gearbeitet hatte. Fragt mich jetzt bloß nicht nach dessen Namen oder wo man sich das heute noch ankucken kann
Ich erinnere mich aber auf jeden Fall an eine interessante Ansicht zur Nacht bei dessen Beitrag.
Ist über den finalen Anstrich der Schlossfassade schon abschließend entschieden worden? Stand der schon vor dem wettbewerb fest, entscheidet das Stella oder ist das noch offen? Auf den Visualisierungen sieht man ja meist ein sehr kräftiges Gelb. War der Originalfarbton des Schlosses auch wirklich so grell? Ich kenne leider nur schwarz-weiß-Bilder oder Gemälde vom Original-Schloss. Mir würde ein hellerer Farbton, wie er sich momentan bei der Musterfassade auf Rotes Rathaus' Bildern präsentiert, oder ein organischerer Gelb-Ocker-Farbton besser gefallen als dieses grelle Gelb.
War der Originalfarbton des Schlosses auch wirklich so grell?
Welchen "Original-Farbton" zwischen 1701 und 1945 meinst Du denn?
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^Na genau das war ja meine Frage. Wie kommt es zu der Farbgebung, wie sie in den Visualisierungen zu sehen ist? Ist das historisch begründet oder einfach der Entwurf von Stella?
Hier darf man ja Sachen lesen... Das Stadtschloss soll am besten zur Spree hin eine glatte Glas- oder Sichtbetonwand erhalten?! Geht's noch? Der ästhetische Sinn mancher Zeitgenossen scheint zwischen all den nebulösen Modernistenfloskeln völlig verdampft zu sein. Zu schade für dieses (einst) wunderschöne Land
^Na genau das war ja meine Frage. Wie kommt es zu der Farbgebung, wie sie in den Visualisierungen zu sehen ist? Ist das historisch begründet oder einfach der Entwurf von Stella?
Welche Visualisierungen meinst du denn? Die meisten zeigen doch einen sehr dezenten natürlichen Sandsteinton...
Neenee, das Schloß war schinkelgelb gestrichen. Aber auch mal marmorweiss.
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(C): Für alle Abbildungen, wenn nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht bei mir
In der Aprilausgabe vom BERLINER EXTRABLATT vom FÖRVEREIN BERLINER SCHLOSS werden neue Abbildungen vom Schloss gezeigt.
Am Eckrondell wurde an Ostseite der modernen Fassade des Belvedere eine Fensterachse weggenommen, sodass es mehr Luft bekommt und von Osten sichtbar wird.
Auch die von mir oben angesprochene Lustgarten-Fuge wurde verändert. In der Fuge werden beidseits schmale Fenster ergänzt, die Balustrade wird bis zur Fuge durchgezogen und nach der letzten historischen Fensterachse kommen bis zur Fuge Putzspiegel über die Breite einer Fensterachse. Dadurch kommt es zu einer scharfen Trennung von historisch zu modern an der Fuge.
Die Abbildung sieht viel besser aus.
Außerdem erhält der Belvedere eine betonten Eingangsbereich über vier Fensterachsen.
M. E. eine sehr gelungene Überarbeitung. Langsam wird es. Jetzt kommt es auf die Spenden an!