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Alt 30.10.10, 21:40   #1
Konstantin
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Konstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle ZukunftKonstantin hat eine wundervolle Zukunft
Altes Rathaus Berlin (wiedergefunden)

Vor dem Roten Rathaus an der Rathausstraße (früher: Königstraße) stand bis 1865 das Alte Rathaus, im Kern erstes Drittel 13. Jahrhundert.

Es wurde von den Berliner Stadtvätern abgebrochen, weil es Ihnen zu popelig erschien.

Bei den Grabungen zur U55 sind nicht nur die Fundamente wieder efunden worden, sondern, da die mittelalterliche Schicht um ca. 1 bis 2 Meter tiefer liegt, auch die Säulen und die Maßwerkbögen. Das Archäologenteam fahndet noch nach dem mittelalterlichen Fußboden. Die Feldsteinfundamente sind an einer Stelle schon gut zu sehen. Gefunden wurde u. a. ein Silbermünzenkovolute mit Punzen aus dem 13. Jahrhundert.

Gottlob ist das Alte Rathaus komplett kartiert worden, bevor es abgerissen wurde. Der Uhrenturm folgte. Die Gerichtslaube stand noch länger - dann wurde sie in Schloßpark Babelsberg transloziert.







(C) Alle Bilder von mir

So sah der Innenraum früher aus:



Und so das Alte Rathaus von außen (hinten; vorne Gerichtslaube):



(C) Bundesarchiv, gemeinfrei
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Alt 30.10.10, 23:44   #2
tel33
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Also das hätte ich jetzt nicht erwartet, dass man da quasi nur Zentimeter unter der Straßendecke noch so gut erhaltene Substanz vorfindet. Die Frage ist natürlich, was macht man damit? Für die U5 scheint es ja eher hinderlich zu sein...
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Alt 31.10.10, 10:13   #3
Le-Wel
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Le-Wel könnte bald berühmt werden
^ Beim Umbau einer Duisburger Einkaufspassage wurden Überreste der mittelalterlichen Stadtmauer gefunden. Sofort stoppte man die Arbeiten und modifizierte den Entwurf. Hier las ich, dass der Fund erhalten und unter einer Glasplatte sichtbar gemacht wird - er soll dort sogar ein Highlight werden!

Sollten an der Stelle des Berliner Funds die Tunnel der U5 verlaufen? Die U-Bahn-Tunnel liegen in Berlin grundsätzlich nicht sehr tief, aber zwei Meter Abstand zur Oberfläche müssten möglich sein. Den Zugang zu verlegen wäre noch einfacher.
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Alt 31.10.10, 10:38   #4
Konstantin
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Genau an der Stelle des Alten Rathauses ist von der BVG ein Ausgang der neuen Station "Berliner Rathaus" geplant. Jetzt ist man wohl ratlos...
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Alt 01.11.10, 09:02   #5
tel33
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Das Problem ist natürlich - es wird dabei nicht bleiben. Auch wenn es dank der ganzen Kriegsbrachen nicht mehr so ersichtlich ist, so war doch Berlin eine über Jahrhunderte gewachsene, dicht bebaute Stadt. Egal wo man jetzt anfängt zu graben, werden die Überreste der Vergangenheit sichtbar werden. Ich erwarte noch einiges unter der Freifläche des Marx-Engels-Forums und irgendwo um die Marienkirche herum befinden sich auch noch die Fundamente des Marienviertels...
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Alt 01.11.10, 13:56   #6
Konstantin
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Zwischen den Überresten einfacher Wohn- und Geschäftshäuser und dem hochmittelalterlichn Rathaus Berlins würde ich ja doch einen Unterschied machen,
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Alt 01.11.10, 14:18   #7
Ben
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Wärs son großer Akt, den Ausgang etwas zu verlegen bzw. wärs das nicht wert? Planänderungen wirds bestimmt eh noch einige geben. Dann würde man eben statt vor dem Rathaus,um die Ecke rauskommen oder vor dem Nicolai/4.

Schon in der Ausstellung im Ephraim-Palais gewesen? Da wird das Rathaus auch behandelt mit Bildern und Grundrissen usw. Fands echt gut. Da wird einem noch mal bewusst, dass nicht erst nach dem Krieg hist. Bauten abgerissen wurden, sondern schon davor.
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Alt 02.11.10, 09:37   #8
jan85
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Die Verzierungen im Innenraum (Wildschweine etc.) erinnern mich an mittelhochdeutsche Handschriften. Das Gebäude an sich sah ja anscheinend nicht wirklich "schön" aus, aber trotzdem sehr, sehr bedauerlich, dass davon nicht mehr erhalten wurde. Gerade für so einen bedeutsamen Zeitzeugen in stein hätte man sich mehr Fürsorge wünschen können.

Wenn der Bahnhofsausgang "Berliner Rathaus" tatsächlich genau dort hinkäme, wäre das schon so eine Ironie des Schicksals bzw. der Geschichte. Man sollte auf jeden Fall Bezüge zu dem Gebäude herstellen - etwa mit den hier gezeigten historischen Aufnahmen oder mit originalen Teilen der Fundamente etc. Eine Versetzung des Ausgangs wäre bei Durchführbarkeit auch wünschenswert. Nur, wer zahlt die nötigen Umplanungen dann...?
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Alt 02.11.10, 09:48   #9
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Ich hab mir die von Ben verlinkten Entwürfe mal angeschaut. Also auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist ohnehin schon ein großzügigerer Ausgang mit Fahrstuhl geplant. Ich wäre dafür, den zweiten entweder woanders kleiner zu errichten oder Chipperfield zu beauftragen das alte Material irgendwie einzuarbeiten

Nein, aber im ernst: Jetzt gar nichts aus diesen Spuren der Geschichte zu machen, wäre mE fast ebenso fahrlässig wie der ursprüngliche Abriss.
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Alt 02.11.10, 10:05   #10
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Chippi hat ja - gottlob - nix mit dem Bahnhof zu tun. Den hat das Büro Collignon geplant. Ich denke auch, daß es kein Problem sein dürfte, den Eingang zu verlegen. Bloß nicht Richtung Westen - da kommt dann die Gerichtslaube...
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Alt 02.11.10, 19:14   #11
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Der Tagesspiegel liest auch das ARCHITEKTURFORUM...

http://www.tagesspiegel.de/berlin/ar...s/1972908.html

Bei Posts, die nur aus Links zu externen Artikeln bestehen, stets etwas Inhalt in eigenen Worten wiedergeben, bitte.
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Alt 04.11.10, 10:36   #12
jan85
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@Konstantin: Der Chipperfield-Bezug war mehr lustig gemeint. Weiß schon, dass da real nichts draus wird.

Was jetzt bleibt ist die Hoffnung, dass die nötigen Gelder und Geistesblitze rechtzeitig ein würdiges Lösungskonzept zu Tage fördern...
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Alt 04.11.10, 18:27   #13
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Das Gelände scheint eine regelrechte Schatztruhe zu sein. Bei jüngsten Ausgrabungen hat man Tresore und Bronzeplastiken entdeckt, die seinerzeit von den Nazis als entartete Kunst beschlagnahmt wurden. Aktuell sind Forscher dabei den kulturellen Wert der gefundenen Schätze zu ermitteln.

Artikel Tagesspiegel
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Berlin à la carte - die Projektkarte
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Alt 07.11.10, 22:22   #14
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Ich habe heute auch mal versucht einen Blick reinzuwerfen - ist aber nicht ganz leicht, fast das gesamte Gelände ist ja mit Sichtschutz versehen. Was man aber sofort erkennen kann ist, dass im Grunde überall die Spuren der Vergangenheit zum Vorschein kommen. Auch das Areal des alten Rathaus erstreckt sich über die volle Breite der Baustelle, ist aber im Moment noch zum größten Teil unter der Baustraße verborgen.
Mit Verlegen eines Bahnhofszugangs wird es da nicht getan sein...



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Alt 08.11.10, 13:58   #15
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Stimmt. Das wird nicht reichen.

Hier einmal die Grabungskarte. "Fläche 2" ist das Alte Rathaus, blau die Gerichtslaube. Alles auf Grundlage des gemeinfreien Straube-Planes von 1910.

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