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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dresden: Großer Garten


Elli Kny
18.04.14, 21:25
Grosser Garten - kein Geld für Projekte

heute berichtet die dnn über den stand der projekte im grossen garten.
fazit: es tut sich nichts und es ist auch kein geld da.

die chefin der dresdner schlösser und gärten, andrea dietrich, beschreibt projekt für projekt scheinbar emotionslos, wie sie kein geld (vom eigentümer freistaat) hat, als wäre das auch gar nicht so schlimm.

- 80000 euro stehen für schmuckpflanzungen, 27000 für baumpflanzungen zur verfügung
- 15 gärtner und ein gartenmeister sind für die pflege des 1,5 km²-areals vorhanden, es könnten gern nochmal so viele sein, aber das sei "reich der träume", so die frau
- die marmorfiguren am palais zeigen trotz wintereinhausung frostschäden, nun werden die schäden erfasst und überlegt, ob man auch hier kopien aufstellt
- seit jahren ist die sanierung des stillgelegten mosaikbrunnens geplant, jedoch wird auch 2014 daraus nichts - man hat kein geld dafür
- seit 2008 sollte eine neue gartenmeisterei erbaut werden, da die heutigen zustände inakzeptabel sind. nördlich des palais existiert eine schutt- und baumaterialfläche als schandfleck, wo eine gläserne orangerie für die gärtnerei entstehen sollte. die sollte damals gut eine million euro kosten. leider ist dafür nie geld bereitgestellt worden, so wohl auch die nächsten jahre nicht.
- das palais im inneren muss auch noch warten, "nice to have" sagt die frau, bemängelt aber, dass dann die blumenausstellung nicht mehr stattfinden kann, sollte der große festsaal rekonstruiert sein (raumklima). und ohne den förderverein würde nicht eine veranstaltung im palais stattfinden. wegen der heutigen nutzung scheint eine baldige reko kein allzu erstrebenswertes ziel, so die frau.
- für den austausch der ddr-standard-lampen an haupt- und querallee durch historische zierlampen (zwei musterleuchten stehen nahe dem palais) ist nach vielen wartejahren auch kein geld vorhanden, beim SIB diskutiert man noch über die "beleuchtungsart", da sei die planung noch nicht abgeschlossen, so die frau. na wers glaubt wird seelig.

15 millionen stehen pro jahr für alle sächsischen schlösser, burgen und gärten zur verfügung, derzeit konzentriert man sich auf die lustgarten-reko in pillnitz und die flutschadensbeseitigung an der festung dresden (kasematten).

größere bauarbeiten sind in naher zukunft im grossen garten nicht geplant, so die frau. aber in vorauss. zwei jahren komme eine größere investition, da will man eine neue E-Lok für die parkeisenbahn anschaffen, weil die alte lok hinsichtlich arbeitsschutz und reparaturaufwand nicht mehr haltbar sei.

vor 2 jahren hatte ich schonmal bei einer mitarbeiterin dieses schlösservereins nachgefragt, aber die müde und träge frau, die damals vor ort war, konnte wollte und durfte keine aussage machen, ausser dass für alles absehbar kein geld da ist. ich hätte fast geantwortet: na dann ist ja alles gut für sie, schlafen sie wohl weiter.


hier die angedachte musterzierleuchte ("bischofsstab") für den grossen garten. ich weiß nicht mehr genau, wie lange ich es schon herbeisehne. 10 jahre? oder doch schon 15? diese leuchten würden dem park ein metropolitanes flair verpassen - na egal.
http://abload.de/img/laterne1bmq0j.jpg

Elli Kny
27.07.14, 23:40
Palais Großer Garten - Erdgeschoss

Anlässlich der studentischen Jahres-Architekturausstellung war ich seit Ewigkeiten mal wieder im Palais. Und ich war überrascht, wie weit die Rekonstruktionen von vor Jahren doch auch oder zumindest das Erdgeschoss des Palais betreffen: zahlreiche Deckengewölbe sind instandgesetzt, die Raumfolge erlebbar, alles ausstaffiert mit Großplastiken. Aber schaut selbst.

Eingangsraum mit spezieller, jedoch schöner Treppen-Neukonstruktion:

http://abload.de/img/dscf2138l7odu.jpg

Nördlicher Saal des Erdgeschosses:

http://abload.de/img/dscf2139nordsaalegkkrkd.jpg

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Zwischensäle:

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Nördlicher Ecksaal:

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Südsaal des Erdgeschosses:

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Eine Außenansicht von ganz früher - Mensch, war da was los!

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Quelle: Abbildung in der Ausstellung

Elli Kny
24.09.14, 08:37
Grosser Garten
zuletzt in post 60 (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost.php?p=425828&postcount=60)

zwei meldungen aus dem lokalblatt:

Botanischer Garten - Ausbau beginnt:
ausbaufläche hier (http://binged.it/1B5BQE7)

das nahe der stübelallee liegende gebäude startet nun in den umbau, wobei bei schachtarbeiten nahe dem haus mehrere 2WW-brandbomben gefunden wurden. der freistaat investiert 560000 euro in die sanierung des hauses aus den 1950er jahren, welches auch schon bisher die büro- und sozialräume der beschäftigten des botanischen gartens beherbergte. im keller entstehen neue sanitärräume.

die haus(teil?)sanierung ist nur ein erster schritt. der 3 ha fläche des jetzigen gartens wird ein weiteres hektar angegliedert, welches seit jahren - dafür bereits eingezäunt - brachliegt. zunächst rückt nun die kampfmittelbeseitigung an, da dort weitere bomben vermutet werden. danach beginnt die nutzung durch die botaniker. im vorderen teil zur stübelallee sollen neue gewächshäuser entstehen, da der bestand auf dem altgelände veraltet und energieintensiv ist. noch muss deren finanzierung durch den landeshaushalt gesichert werden, daher noch kein zeitplan. ob die botaniker im größeren hinteren teil schon in eigenregie loslegen, wird man sehen. dazu keine aussage im käseblatt.

hier ein teil des bestandsgeländes
http://abload.de/img/grngr.gartendbi7l.jpg



"Schönheitskur für den Grossen Garten" (?)

unter diesem titel wurden baumaßnahmen zur flutschadensbeseitigung bekannt gegeben:
so werden in den nächsten monaten teile des offenen kanalsystems repariert bzw. ertüchtigt. der freistaat investiert 750000 fluteuro, dank cleverer flutschadens-deklarierung einiger "altlasten". das betrifft u.a. den parallelkanal zur stübelallee (gespeist vom kaitzbach). hier sollen die fluten uferschäden verursacht haben. der Grosse Garten ist fluttechnisches entlastungsgebiet für die stadt - also eine art polder - welcher schon immer so bestand. derzeit ist der kanal auf mehreren hundert metern trockengelegt. durch böschungssanierung und entschlammung soll die wasserqualität wieder steigen.

ab frühjahr 2015 werden dann einige umliegende wege instandgesetzt, wobei auch teile der herkulesallee dabei sind. man nutzt also die flutgelder, um seit jahren fällige arbeiten durchzuführen.

weiterhin wird ein letztes teilstück der parkeisenbahn über den winter erneuert.

last not least sollen in 2015 auch die zahlreichen ddr-standardlampen durch neue laternen mit energiesparenden LED-leuchten schrittweise ersetzt werden. dabei werden die abstände vergrößert. das lampenaussehen ist zwar noch in der diskussion, jedoch läuft derzeit alles auf ein "zeitloses design und sachlich-zurückhaltende ausführung" hinaus, denn man hat nun zwar etwas geld (endlich, nach so vielen jahren), aber eben auch wieder nur beschränktes budget. historisierende "bischofsstäbe" mit barockschnörkeln wird es wohl eher nicht geben (musterleuchte in #60-link) - leider.


hier der parallelkanal zur stübelallee in 2010, wo er noch romantisch aussah.
http://abload.de/img/101_40888qi4i.jpg

Elli Kny
19.01.15, 19:44
Grosser Garten

der freistaat gibt dieses jahr über 1,9 mill. taler für maßnahmen im park.
die SäZ (http://www.sz-online.de/nachrichten/freistaat-investiert-gut-19-millionen-euro-in-grossen-garten-dresden-3018237.html) berichtet kurz.
es werden teile der pionier... ähm parkeisenbahn erneuert sowie teile des kanalnetzes instandgesetzt. auch der mosaikbrunnen wird wohl mal endlich repariert.
die geldmittel sind mE nur weitergereichtes flutgeld. da kann man sich schön dahinter verstecken und erklären: ja ja, wir haben doch "investiert".
von laternen oder einem weiterbau am palais ist keine rede.

Elli Kny
22.01.15, 21:51
^ Gleich vier Baustellen im Großen Garten - SIB investiert fast 2 Millionen Euro

auch die DNN (http://www.dnn-online.de/dresden/web/dresden-nachrichten/detail/-/specific/Gleich-vier-Baustellen-im-Grossen-Garten-SIB-investiert-fast-2-Millionen-Euro-1648739042) berichten.

Elli Kny
01.02.15, 22:04
Grosser Garten
zuletzt post 105 (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost.php?p=461476&postcount=105) und oben 106

Entschlammung Carolasee - Uferböschungsbefestigung
http://abload.de/img/dscf6742gzu7s.jpg

Sanierung Mosaikbrunnen
http://abload.de/img/dscf6743g6ua3.jpg

Außerdem wird ein Gleisabschnitt der Parkeisenbahn auf Höhe der querenden Hauptallee (Nähe Lennéstrasse) erneuert.

antonstädter
31.05.15, 19:34
Ich finde, unser aller GRoßer Garten hat einen eigenen Themenstrang verdient, da er sich ob seiner Ausdehnung nur schwer einer bestimmten Vorstadt zuordnen lässt.

Fangen wir mal mit einer Torsituation an, nämlich den Thormeyerschen Torhausrepliken an der Lennéstraße/Hauptallee. Die Originale wurden 1814 errichtet, die zerstörten Gebäude 1968 abgerissen, um schließlich seit ihrer Wiedererrichtung 1998 gastronomisch genutzt zu werden.


Das etwas größere rechte Häuschen:

http://abload.de/img/img_08344vrvc.jpg


Sein linkes Pendant:

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Blick über die Hauptallee zum Palais. Wenn man nur mal endlich diese hässlichen Topflampen ersetzen würde...

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antonstädter
31.05.15, 19:58
Heute abend hat es mich in Dresdens Grüne Lunge verschlagen und ich habe eine Fotorunde um das Palais gedreht.


Annäherung über die Querallee aus Richtung Stübelallee; leider musste der doofe Lieferwagen das Motiv versauen:

http://abload.de/img/img_08361ylhn.jpg


Nordfassade des Palais:

http://abload.de/img/img_0838i8beo.jpg


Das Palais im Großen Garten wurde 1678 bis 1683 im Auftrag des Kurprinzen und späteren Kurfürsten Johann Georg II. von Sachsen nach Plänen von Johann Georg Starcke erbaut und gilt heute gemeinhin als erster sächsischer Barockbau, wobei die Architektur noch deutliche Renaissanceanklänge aufweist. Somit kommt ihm eine ganz besondere Bedeutung in der deutschen Architekturgeschichte zu. Auf eine adäquate Nutzung werden wir allerdings noch einige Jahre warten müssen, wenigstens ist das Äußere nunmehr weitgehend wiederhergestellt.


Westfassade, Hauptschauseite aus Richtung Innenstadt:

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http://abload.de/img/img_0841bay71.jpg


Detailaufnahme mit Dachlandschaft, der Dachzierrat wurde erst in den 1990er Jahren rekonstruiert, vorher trug das Palais eine einfache Kupferabdeckung:

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Mittelrisalit der Westfassade:

http://abload.de/img/img_0843efl8c.jpg

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Treppenanlage am südwestlichen Seitenflügel:

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Tür mit Jahresangabe 1679 im Sockelgeschoss des südwestlichen Seitenflügels:

http://abload.de/img/img_08479zlrl.jpg


Südfassade, Mittelrisalit:

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Südfassade von der Querallee aus:

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Detail des südöstlichen Seitenflügels, die Jahreszahl sagt diesmal 1680 und lässt interessante Rückschlüsse auf den Bauablauf zu:

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Südöstlicher Seitenflügel, Nordfassade mit Treppenanlage:

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Detail des östlichen Mittelrisalits, symmetrisch zu seinem Pendant an der Stadtseite:

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Nordöstlicher Seitenflügel:

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Mittelrisalit im Detail:

http://abload.de/img/img_0856x2k6e.jpg


Blick über den Palaisteich nach Osten, in der Ferne ist die barocke Portalanlage an der Karcherallee hinter der Ziervase nur zu erahnen:

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Palais von Süden, der H-förmige Grundriss ist ist erkennbar:

http://abload.de/img/img_0858bmkwj.jpg


Blick zurück, wir bewegen uns auf der Querallee in südlicher Richtung zur Tiergartenstraße.

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Demnächst was vor?

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antonstädter
31.05.15, 20:15
Markant sind die Kavaliershäuser rund um das eigentliche Palais, die zwischen 1684 und 1694 entstanden und allerlei weltlichen Freuden dienten. Von den ursprünglich acht sind nach den Zerstörungen noch fünf Exemplare erhalten, hier zwei Beispiele:


Nordwestlich des Palais...

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...und nordöstlich am Rand des Palaisteiches:

http://abload.de/img/img_0857f1juo.jpg


Auf dem Weg zur Straßenbahnhaltestelle Querallee kreuzt man zwei Mal die Strecke der Parkeisenbahn mit der sagenhaften Spurweite von 381 Millimetern, hier leider nur mit der hässlichen blauen Akkulok; eine der beiden Original-Liliput-Dampfloks wäre mir lieber gewesen:

http://abload.de/img/img_08608tjhu.jpg


Blick zurück zum Palais:

http://abload.de/img/img_0861l1j0b.jpg


Am Ausgang der Querallee an der Tiergartenstraße erwarten den aufmerksamen Beobachter zwei Löwenfiguren. Diese sind deswegen interessant, da sie vor Errichtung der Vier Tageszeiten die unteren Podeste der Treppe zur Brühlschen Terrasse zierten. Seit 1863 findet man sie nun an der Tiergartenstraße:

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Elli Kny
06.06.15, 23:54
Gewässer- und Wegesanierung geht weiter

die SäZ berichtet:
auch dieses Jahr zahlreiche Baustellen, der Carolasee ist inzwischen fertig und wieder geflutet, Ende Juni soll auch der Neue Teich sowie der Kanal fertig sein, einige Wege im Ostteil des Grossen Gartens werden grundhaft erneuert und bekommen eine sandfarbene Walzschotterdecke, die östliche Herkulesallee (von Querallee bis Karcherallee) wird bis Ende Juli ebenso erneuert - ja überhaupt wieder ihrer Würde gemäß wiederhergestellt. Das war ja nur noch ein zerfurchter holpriger Trampelpfad.

Etwas Verzögerung gabs am Carolasee, der Neuteich inkl. Kanal kosten 750000 Euro, die Wegesanierungen inkl. Herkulesallee verschlingen rund 700000 Euro, in ca. 8 Wochen soll alles fertig sein. Die Kosten finanziert der Eigentümer - der Freistaat. (Wäre echt schön, wenn auch mal bissel Geld für den ersten Schwung historisierender Lampen kommen würde.) (Erinnerung: das SIB tendiert eher zu modernen Leuchten - bääähh).

Ab August wird dann der westliche Teil der Herkulesallee (also von Querallee bis Lennéstrasse) erneuert. Damit dürfte eine passende Vorarbeit geleistet sein - hinsichtlich der künftigen Großachse, die sich mit der verlängerten Herkulesallee bis durch die Lingnerstadt ziehen wird. Gut, dass der Zustand nun wieder hervorragend sein wird.

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^ die aufgerissene Herkulesallee (östliche Südbahn)
v die sanierte Herkulesallee (hier die nördliche der beiden Bahnen)
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Blick zum trockengelegten Kanal mit der Brücke vor dem Neuen Teich
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^ der Neue Teich des Grossen Gartens

Elli Kny
02.07.15, 23:47
Zwischenstand am Kanal entlang der Stübelallee


Blick von der Stübelallee Richtung Neuer Teich mit neuer Brücke und neuen Sandsteinmauern. Der Kanal geht von hier nach rechts ab.
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der Kanal scheint schon flutungsbereit zu sein - daher ein Blick hinein - doch ca. 3-4 Wochen solls ja noch dauern
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^ ob das kleine Belvedere zur Linken schon zuvor existierte, weiß ich nicht.

Elli Kny
05.11.16, 23:57
Indian Summer @ Grosser Garten

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Stahlbauer
06.11.16, 01:06
^

Indian Summer @ Grosser Garten???

In der Ausgabe der Sächsischen Zeitung vom 05./06.11.2016 wird die Beschwerde von Marika Neugebauer behandelt. In der Sächsischen Zeitung wurde der Begriff "Sachsen-Bashing" verwendet. Marika Neugebauer, sicherlich in Dresden wohnend und die Dresdner Bevölkerung vertretend, wünscht sich, dass deutsche Begriffe in Dresden verwendet werden sollen. Die Sächsische Zeitung erklärt Marika Neugebauer, dass sich Sprache im stetigen Wandel befindet.

antonstädter
06.11.16, 13:16
^Es wäre sehr interessant zu erfahren, wo bei dem geschilderten Anekdötchen der Zusammenhang zu Ellis wirklich schönen Bildern (danke dafür!) zu suchen wäre. Es sei denn, gemeine Dresdner Bäume sind in den Augen des gemeinen Tieflandsbucht-Bewohners genauso doof wie gemeine Dresdner selbst?

Elli Kny
06.11.16, 22:48
^ Da hat wohl jemand einfach nur etwas zuviel Sächsische Zeitung geschnüffelt und zudem nach Unmengen tokioter Betongrazie folgerichtig den Blick für die Schönheit der Natur ausgeblendet. nomen est omen. Aber egal, wer zum Teufel ist diese Marika Wer? Mein Horizont löst lediglich Hirnreize zu Marika Röck aus, ...huhust... . Den tollen Artikel hatte ich nicht mitbekommen, so what. Ich weiß nicht mal, ob Marika Röck Dresdnerin war oder ist. :)

arnold
07.11.16, 18:41
^^ Der Zusammenhang ist doch offensichtlich, oder? Ich jedenfalls fand es durchaus lustig :lach: (auch wenn es eigentlich zum heulen ist...)

Elli Kny
25.11.16, 22:36
4,45 Mio für Grossen Garten vom Freistaat - Lampen, Pflanzen, Figuren

SäZ (exklusive) (http://www.sz-online.de/nachrichten/millionen-fuer-den-grossen-garten-3548870.html)

- 1 Mio davon für neue Lampen auf Haupt- und Querallee, um Carolaschlösschen sowie um die Junge Garde - was Wunder! - ab Frühjahr 2017
Das SIB hat sich für einen modernen Lampentyp entschieden - die alten von 1967 verschwinden.
Wir hatten vor einiger Zeit mal das Lampenthema - klick hier (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost.php?p=526993&postcount=235).
Und nein, hier hat Herr Koettnitz nix zu tun und auch keine Hand im Spiel, denn das ist Freistaatsgrund.
- 0,6 Mio scheinen zusätzliche Betriebskosten zu sein: für Bepflanzungen + Bäume - bis Ende 2018
- Großprojekt ist für 1,2 Mio die Restaurierung der Figurengruppe „Die Zeit raubt die Schönheit“
- auch weitere "marode Figuren" sollen restauriert werden (hat jemand Beispiele?)

Über die letztliche Verwendung der Mittel entscheidet die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen GmbH. Hier wird es spannend, denn die lang anvisierte neue Gartenmeisterei (nordwestl. Palais gelegen) könnte auch (zumindest planerisch?) in Angriff genommen werden - die SäZ nennt es "neue Werkstatt oder ein Gewächshaus". Vor vielen Jahren war hier mal - oder war's nur eine meiner vielen blöden Ideen? - eine "Glasorangerie" als Meisterei entstehen.
Seit 1991 flossen bereits 46 Mio Euro in den Park

Elli Kny
12.12.16, 17:34
Licht und mehr im Grossen Garten

^ nun zieht auch die DNN (http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/2017-18-wird-der-Grosse-Garten-in-Dresden-fuer-4-45-Millionen-Euro-verschoenert) nach.

Die Zeitung fragte beim SIB an, bekam Infos, zeigt aber nicht mal ein Bildchen von einer solchen "LED-Leuchte".
Immerhin erfuhr man, dass aus 176 Lampenstandorten nunmehr 120 werden, was immerhin auch meiner Intention folgt - siehe Lampenthema vor einiger Zeit.
Zur Optik teilt man Folgendes mit: „moderner, zurückhaltend sachlicher Gestaltung“. Kosten für die Beleuchtungsanlage: 1,15 Millionen Euro. <-- das scheint nicht viel und wäre sehr ärgerlich, wenn eine historisierende Variante kaum 30% bei diesem Betrag teurer gewesen wäre.

Nunja, schon bei BILD in 2014 (http://www.bild.de/regional/dresden/grosser-garten/soll-neu-beleuchtet-werden-35408430.bild.html) hielt man sich bedeckt, wodurch eine fußballtaugliche "Chaotenfunzel" prophezeit wurde. :D

Schon vor Wochen zeigte BILD (http://www.bild.de/regional/dresden/grosser-garten/millionenkur-fuer-grossen-garten-48903948.bild.html) allerdings einen solchen modernen Lampentyp, welcher schon 2014 probegestellt war. ...Oho! Na, wenigstens kein Verriss!
Hierzu heisst es aber: es kommen nun welche "ähnlich dieser". ...äh..Aha!
Also der Vorschlag sieht ja schonmal nicht schlecht aus. Vielleicht scheute man den Bischofsstab (s. #235 (http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost.php?p=526993&postcount=235)) auch, da man angesichts solcher "Protzigkeit" etwaiges "Volksgeschnatter" fürchtete, was nur in Mißgunst und Verschwendungsvorwurf bzgl. "unserer Steuergelder" mündete. Ich sahs unter dem Prinzip der "Traditionsinsel", was ja in total zerlotterten Nachkriegs-Städten ein fast letztes Mittel einer kleinräumigen Bewahrung darstellt(e). Hier solls nun nicht sein. Das ganze Thema hinsichtlich "Dresden" wäre auch uferlos, komplex und letztlich auch nur wiederholt zerredet. Dann bleibt der Königliche Garten eben eingebettet ins Nachkriegsgefüge drumrum, was natürlich auch begründet ist.

Diese Lampen kommen weg, etwas weniger kommen wieder hin. Und letztlich wird v.a. das Licht am Abend ein mE völlig anderes sein und damit ein neues Ortsgefühl aufkommen.
https://abload.de/img/p10306579yjan.jpg

Bemerkenswert laut DNN zudem: der Staatsbetrieb Schlösser & Gärten zieht gemäß Umstrukturierung in eines der Kavalliershäuschen ein (wohl dem zuletzt sanierten).

Elli Kny
03.08.17, 00:18
weitere Sanierung des Kanalsystems und mehr
Flutschadensmittel 740 000 Euro nur für Kanäle, ab 2018 weitere Wegesanierungen gen Südost
SäZ (http://www.sz-online.de/nachrichten/kosmetik-fuer-den-grossen-garten-3731933.html) berichtet über die derzeitigen Baumaßnahmen im Park. Allerdings stimmt der Abschnitt zum Rodelberg und erwähnte neue Sichtachse nicht!

https://abload.de/img/p1090349y8kk5.jpg
^ Blick nördlich der Hauptallee in die nun beackerten Kanalabschnitte (Herkulesallee hinten)
v Blick südwärts ebenda auf einen Abschnitt in bald fertigem Zustand (hinten die Brücke der Südallee)
https://abload.de/img/p1090350mejno.jpg


https://abload.de/img/p1090351ilk55.jpg
^ Blick von der Südallee zurück gen Hauptallee


https://abload.de/img/p1090352h2k0z.jpg
Fertiger Abschnitt des Querkanals durch den Park - hinten ist die "Brücke" des Durchlasses zum Carolasees (südwärts geschaut) zu sehen.
https://abload.de/img/p1090353gkjt5.jpg


Carolasee in Grün. Die bisherigen Flutschadensmaßnahmen kann man tlw. auf Strangseite 1 hier nachlesen. Der See war auch schon dran.
https://abload.de/img/p1090356l7jyl.jpg


Wie die SäZ oben richtig berichtete, wurde auch eine weitere Pergola saniert, allerdings steht sie nicht am Rodelberg sondern noch nahe des Palaisteichs.
Hier handelt es sich um eine wohl recht unbekannte Pergola hinter dem nordöstlichen Kavalliershaus. Diese ist quasi ein Geschwisterchen der Pergola am Dahliengarten.
Standort os-maps (https://osm.org/go/0MLhlp2jf), das Foto blickt Richtung Herkulesallee (hinten), erst dahinter gehts zum Rodelberg bergan.
https://abload.de/img/p10903587wki7.jpg

Elli Kny
31.10.17, 22:53
Querkanal im Grossen Garten - fertig
zuletzt ^oben drüber
Blick von Hauptallee gen Norden
https://abload.de/img/p11103343ujn1.jpg
^ noch sind nicht alle Bauzäune weggeräumt (Anwachsschutz?), aber teils vom Sturm umgehauen...
Blick von Hauptallee gen Süden
https://abload.de/img/p111033578kz6.jpg

Blick von Südallee gen Norden
https://abload.de/img/p11103389wjge.jpg

noch herrscht Herbststimmung im Staatspark (2-Bilder-Kombi)
https://abload.de/img/p1110339u8jyj.jpg

Sturmfolge von vorgestern: paar große Bäume hats umgelegt, am schlimmsten hier auf der kaum freigeräumten Hauptallee
https://abload.de/img/p111034078jml.jpg

FritzTowner
24.03.18, 19:09
Hab heute beim Vorbeifahren gesehen, dass ein kleines Häuschen im Großen Garten (direkt an der Stübelallee) saniert/renoviert wird. Laut OSM heißt dieses Gebäude Einnehmerhaus und ein älteres Ehepaar hinter mir bemerkte dazu, dass das wohl ein Cafe werden soll!?

Chris1988
24.03.18, 19:36
Ja wird ein Cafe oder sowas. Stand vor Monaten in der SZ.

BautzenFan
24.03.18, 19:53
Hier ist noch einmal der Artikel:

Nun erwecken es [Anm.: es = das kleine Häuschen] die Brüder Ralph und Rastislav Krause aus seinem Dornröschenschlaf. Sie wollen das mehrere Hundert Jahre alte Gebäude, dessen genaue Geschichte sie nicht kennen, so originalgetreu wie möglich sanieren. In Abstimmung mit dem Denkmalschutz erhält das Haus einen flachen Anbau. Die restliche Grundstücksfläche wird als Biergarten gestaltet.

Quelle: Sächsische Zeitung, 10.10.2017
http://www.sz-online.de/nachrichten/eine-neue-wirtschaft-fuer-den-grossen-garten-3791326.html

FritzTowner
25.03.18, 09:46
Super, vielen Dank! Da bin ich mal gespannt.

Elli Kny
01.04.18, 23:06
Skulpturenprogramm Grosser Garten
10 Jahre Laufzeit, 3,7 Mio Euro Invest

Es gibt eine aktuelle PM des Freistaates (https://medienservice.sachsen.de/medien/news/216891?page=6) mit dem Sachstand und geschichtlichen Infos.

Wie auch in der Lokalpresse wird das Wiederaufsetzen der Vasen auf den Kavaliershäusern am Palais erwähnt.
Interessanter sind die Infos zum Figurenprogramm, v.a. der zentralen Gartenplastik der Figurengruppe "Die Zeit raubt die Schönheit" stadtseitig vor dem Palais.
Diese soll nach der Restaurierung letztlich "in den Innenbereich" umziehen, eine Kopie ersetzt dann den Standort.
Infotafel am eingehausten Baugerüst an dieser Plastik:
https://abload.de/img/p1130778sgusk.jpg

Motiv an der Hauptallee mit weiterer Großfigur und o.g. Einhausung hinten.
https://abload.de/img/p1130782hqulx.jpg

Elli Kny
18.04.18, 21:08
^^^ Sommerwirtschaft Drachenwiese (ehem. Zolleinnehmerhaus gen grunaer Ausland / Ex-Wohnhaus Gartendirektor)


DNN (http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Im-Juni-oeffnet-erstmals-Sommerwirtschaft-an-der-Drachenwiese) berichten mit Fotos und listen folgende weitere Projekte im Grossen Garten auf (einiges zeitlich noch unklar):
Was noch im Großen Garten passiert:

Sanierung der Beleuchtungsanlage im Großen Garten (voraus. Baubeginn 2018, Fertigstellung 2019)

Skulpturenprogamm Parkanlage (2017–2027) zur Restaurierung der noch vorhandenen 22 Sandstein-Bildwerke, 12 Marmorskulpturen und 26 Sandstein-Postamente im Großen Garten

Instandsetzung der Balustraden an der Hauptallee – links und rechts der beiden Skulpturengruppen „Eurytis und Hippodamia“ und „Nessus und Delanira“. Sie begrenzen nordwestlich die Kernzone des Großen Gartens, in deren Zentrum sich das Palais befindet. Störende Wurzeln unterhalb der Balustraden sollen gekappt werden – ohne dass der bzw. die Bäume Schaden nehmen. Vierungen und Verankerungen müssen entsalzt, konserviert, restauriert und ergänzt werden. Evtl. werden Balustraden abgebaut, Fundamente erneuert und die Balustraden neu aufgebaut. Beginn voraussichtlich 2018.

Restaurierung einer Konche im Palais im Großen Garten als Probeachse. Eine Konche ist in der Architektur eine Einbuchtung oder halbrunde Nische, die in der Regel nach oben mit einer Halbkuppel abgeschlossen ist.

Einbau einer Heizung im Festsaal des Palais Großer Garten. Im Gespräch ist eine Infrarotheizung.

Neubau einer Gartenmeisterei und einer Orangerie im Großen Garten, in der dann einmal die Orangenbäumchen, die den Sommer über im Zwingerinnenhof stehen, überwintern sollen.

Sanierung und Umbau Bahnhof Zoo der Parkeisenbahn im Großen Garten.

Bauunterhalt und Sanierung der Technik der Freilichtbühne „Junge Garde“.

Bau eines Depots im Großen Garten , in dem der Schlösserbetrieb Skulpturen unterbringen kann, die aufgrund ihres Erhaltungszustandes nicht mehr im Freien stehen können.

^ Quelle DNN-online

Fachfrage: Was ist mit Restaurierung einer Konche im Palais gemeint? Ist das Teil des Festsaals oder nicht?

BautzenFan
19.04.18, 11:53
In den Jahren 1968 bis 1974 wurde im Festsaal eine erste Probeachse realisiert, hier zu sehen:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9d/Dresden_Palais_Großer_Garten_Theate r.jpg
Von Anvilaquarius - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=65740396

Die jetzt angesprochene zweite Probeachse war schon mal vor über 10 Jahren (2006/2007) ein großes Thema. Zur Erinnerung: Zu diesem Zeitpunkt ging man ja von offizieller Seite noch davon aus, dass das Schloss im Jahr 2013 fertig gestellt wäre (auch innen). Die damaligen Verlautbarungen klangen für mich so (im Sinne einer „begründeten Spekulation“): – (Spätestens) wenn das Schloss fertig ist, wird man sich dann die Festsaaletage des Palais vornehmen, also die Rekonstruktion der Innenarchitektur. Hier ein Auszug aus einem Artikel der Sächsischen Zeitung von Ende November 2007:

Der Festsaal des Palais im Großen Garten soll rekonstruiert werden. Trotz Kritik an den Ideen gibt es bisher kaum eine öffentliche Diskussion. Die Pläne zur Wiederherstellung des im Krieg zerstörten Festsaales im Palais sind bald fertig. Das bestätigt das Finanzministerium auf Anfrage der SZ. Details zum Vorhaben gibt es aber offiziell nicht. Die Dresdner sollen vor vollendete Tatsachen gestellt werden: „Nach erfolgter Entscheidung werden wir die Öffentlichkeit über das weitere Vorgehen in Sachen Palais informieren“, heißt es.
Trotzdem gilt es nach SZ-Informationen als sicher, dass der originalgetreue Wiederaufbau favorisiert wird. Das war bereits Anliegen von Ex-Finanzminister Horst Metz (CDU). Der Festsaal sollte wieder ein Ort werden, an dem sich Künstler und Staatsmacht inmitten barocker Pracht präsentieren können. Anders als noch vor wenigen Jahren geplant, könnte der Freistaat sogar die Finanzierung dafür komplett übernehmen. Offiziell bestätigt wird das aber nicht.

Die zweite Probeachse gehörte (Stand etwa 2007) zu den noch notwendigen Vorarbeiten (wissenschaftlich / künstlerisch), bevor die eigentlichen Reko-Arbeiten hätten beginnen können. Auf der HP des Fördervereins Palais konnte man damals Folgendes lesen:

Gleichzeitig wird vom Förderverein in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege der Gedanke der Herstellung einer neuen Probeachse forciert, die zur Zeit planerisch vorbereitet wird und die im Winterhalbjahr 2006/2007 begonnen werden soll. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wird die Ausführung der Probeachse mit 30.000 EUR unterstützen.

Tja, dann kam leider die Finanzkrise und das finanzielle Desaster mit der Sächsischen Landesbank – Sachsen musste sparen und das Vorhaben Festsaaletage Palais wurde bis auf unbestimmte Zeit storniert. Wenn jetzt das Thema *2. Probeachse* wieder aktuell wird, ist das natürlich eine Super-Nachricht. Denn daraus ergibt sich für mich die (freilich spekulative) Schlussfolgerung: Man wird jetzt dort weitermachen, wo man 2007/2008 erstmal aufgehört hat.

Nun aber zur eigentlichen Frage von Elli. Dazu muss ich kurz den innenarchitektonischen Bereich des Festsaales beschreiben, um den es meiner Vermutung nach bei dieser Probeachse geht. Hier zunächst ein Grundriss der Festsaaletage:

https://bautzenfan.mach.sh/bilder/a88f7187OG307ml.JPG

Es gab im Festsaal neben den beiden Eingangstüren, die auf die beiden Freitreppen führten, je zwei Nischen (im obigen Grundriss von mir mit grünen Pfeilen markiert). Diese wiesen eine – wie Gurlitt das formulierte – „reiche decorative Ausstattung“ auf. In den insgesamt 4 Nischen standen überlebensgroße aus Gips (Stuck) gefertigte Skulpturen, die Gurlitt als „mit reichem Faltenwurf ausgestattete, vorzüglich durchgebildete Gestalten von überraschend vornehmer und klassischer Haltung“ beschreibt. Ich habe nun die Vermutung, dass man mit besagter zweiter Probeachse einen dieser Nischenbereiche nachbilden will (höchstwahrscheinlich nicht nur die Nische an sich, sondern den ganzen Streifen bis zum Sims incl. der angrenzenden Säulen). Meine Vermutung begründet sich darauf, dass 2007 schon detaillierte Arbeiten durchgeführt worden (Künstler Jan Hooss). Dazu einige Fotolinks.

Zustand der zugehörigen Längsseite des Festsaales im Jahr 1948 (man beachte den relativ guten Erhaltungsstand des Stucks):
http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/32021398/df_hauptkatalog_0101037

Ein Ausschnitt des Bereiches links des Türdurchgangs im Jahr 1946:
http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/32021398/df_hauptkatalog_0314993_029

Und das (Zustand etwa 2006) war dann die Folge der langjährigen Wirkung von „Wind und Wetter“ (das Palais erhielt erst Mitte der 1960er Jahre ein Dach):
http://janhooss.de/wp-content/gallery/stuckarbeit/jan-hooss_pgg_2.jpg

Und hier sieht man die Reko-Arbeit von Jan Hooss:
http://janhooss.de/wp-content/gallery/stuckarbeit/jan-hooss_pgg_8.jpg

Elli Kny
19.04.18, 22:25
^ Aha, also Teil des Festsaals - sehr gut. Vielen Dank für deine ausführlichen Hinweise.
Die bestehende Probeachse (eher eine ganze Ecke des Saals) hatte ich unwissentlich für eine Nachwendetat gehalten. Es ist schon erstaunlich, daß was in der DDR hier möglich war, in seither bald 30 Jahren (50 Jahre ! seit der Probeachse) keine Fortsetzung fand - eine äusserst bedauerliche Nachlässigkeit.
Im wiki.commons-Foto sieht man links und rechts zwei der Nischen (Konche), wobei bei Linker nur eine weitere Torbogenöffnung bis zur bestehenden Probeachse vorliegt.
Ich halte es auch für unumgänglich, beim vorgezeichneten Planungs- und Vorbereitungsstand von 2007 weiterzumachen. Dabei hoffe ich aber, daß die zweite Probeachse doch den einen Bogen mitumfasst und bis zur ersten Probeachse anschließen wird. Damit wäre schonmal eine Ecke des Festsaals bis zum Sims wiederhergestellt.

Nun ergab sich schon die nächste Frage: In deinem Bildlink 3 (janhooss...2, ca. 2006) sieht man Heizungen und zugehörige Heizungsrohre beiderseits der Nische.
Im wiki.commons-Foto oben von 2017 sieht man diese nicht mehr. Nun ist ja seit Längerem ein "Einbau einer Heizung" im Festsaal gefordert und bald in Umsetzung (die Rede ist von evtl. Infrarot). Keine Ahnung, wie Infrarotheizungen funktionieren, aber ich gehe davon aus, daß nach 2006 die irgendwann eingebaute Standardheizung samt Rohren wieder ausgebaut wurde.
Die Frage nach der neuen Heizung ist für eine Rekonstruktion sicherlich relevant - wenn nicht gar Voraussetzung. Ist die neue Heizung also quasi auch als Teil der Wiederaufbaubestrebungen einzuordnen und ist es gesichert, daß die neue Heizung keiner Saal-Reko entgegenstehen darf? (kurze Antwort reicht)

BautzenFan
21.04.18, 13:36
Man kann wohl gesichert davon ausgehen, dass der Einbau einer Heizung so erfolgen wird, dass die Innenraumrekonstruktion weiterhin möglich ist. Wenn das Thema früher mal angesprochen wurde, war eigentlich immer von einer Fußbodenheizung die Rede (ist ja unter den Bedingungen des Palais m.E. auch die einzige Möglichkeit, die betreffenden Installationselemente quasi zu „verstecken“). Den Begriff *Infrarotheizung* kannte ich bislang ebenfalls nicht. Ich bin jetzt wirklich überfragt, ob sich das Prinzip *Heizung mittels Infrarotstrahlen* als Fußbodenheizung realisieren lässt. Der Begriff Fußbodenheizung bezeichnet ja letztlich den Einbauort, nicht das Heizungs-/Erwärmungsprinzip als solches. Über Kamerad Google konnte ich auf die Schnelle in Erfahrung bringen, dass bei einer Infrarotheizung nicht die Raumluft direkt erwärmt wird. Die Infrarotstrahlen bewirken vielmehr eine Aufheizung der Raumflächen und diese geben ihre Wärme dann an die Luft ab. Wie gesagt, ich habe keine Ahnung, ob das auch funktioniert, wenn die Fußbodenzone „von unten angestrahlt“ wird.

Zum Thema Fußboden in der Festsaaletage ist noch anzumerken, dass hier erfreulicherweise die historischen Sandsteinplatten erhalten geblieben sind (die Decke zum EG war bekanntlich nicht durchgebrochen), allerdings in einem ziemlich lädierten Zustand – aufgrund der von oben herunter gestürzten Teile und wegen der großen Hitzewirkung beim Brand. Hier ist ein relativ aktuelles Foto:
http://www.design-am-fussboden.de/HTML/images/referenzen/ref-pal/PalaisDD3.jpg

Es ist vorgesehen, diese Sandsteinplatten zu restaurieren. Um weitere Beschädigungen zu vermeiden (durch den Besucherverkehr bei öffentlichen Veranstaltungen) hatte man vor einiger Zeit eine Schutzschicht aufgebracht. Die nachstehend verlinkten Fotos zeigen die Arbeitsschritte dieser Maßnahme (Quelle: HP der ausführenden Fachfirma namens „Design am Fußboden“):

1. Auslegen eines Vlieses zur Sicherung und Verhinderung von Beschädigungen am historischen Sandsteinboden
http://www.design-am-fussboden.de/HTML/images/referenzen/ref-pal/PalaisDD4.jpg

2. Einbringen einer Trockenschüttung (60mm), Verlegen von Weichfaserplatten (8mm) und Verlegen von Spanverlegeplatten (13mm, 2-lagig)
http://www.design-am-fussboden.de/HTML/images/referenzen/ref-pal/PalaisDD6.jpg

3. Epoxidbeschichtung und anschließende Versiegelung
http://www.design-am-fussboden.de/HTML/images/referenzen/ref-pal/CIMG0753.jpg

Wenn nun tatsächlich in absehbarer Zeit eine Heizung eingebaut wird und dies in Form einer Fußbodenheizung erfolgt, müssten die Sandsteinplatten ja eh ausgebaut werden. Wird man dann im Anschluss gleich den Fußboden in seine endgültige Fassung bringen oder kommt da nochmal eine Interimslösung?

Im Fazit bleibt aber unbedingt noch festzuhalten, dass auch die Ankündigung des anstehenden Heizungseinbaus als sehr positives Indiz zu werten ist (wie die Nachricht betreffs der Rekonstruktion der Konche). Offenbar ist die lange Stornierungsphase vorbei. Noch im Jahr 2016 klang das nämlich ganz anders. So berichteten zum Beispiel die DNN in einem Artikel (3. November 2016), dass der *Förderverein Palais* Spendengelder gesammelt hatte (67.000 Euro) und diese für bauliche Maßnahmen im Palais zur Verfügung stellen wollte:

Der Verein hatte vorgeschlagen, mit seinen Spendenmitteln die im Festsaal vorhandene Probeachse nach neuesten Erkenntnissen fortzuführen. Das wurde vom bauausführenden Staatsbetrieb SIB ebenso abgelehnt, wie die Verputzung des nördlichen Langsaales im Erdgeschoss. Offenbar sollen derzeit gar keine Begehrlichkeiten erst geweckt werden. Denn: Der Freistaat Sachsen als Besitzer der Immobilie „plant auf absehbare Zeit keine investiven Baumaßnahmen im Palais.“
[…]
Die Frage nach einer neuen Heizung wird durch SBG folgendermaßen beantwortet: „Sinnvoll ist, dass geschossübergreifende Maßnahmen (z. B. komplette Haustechnik) mindestens im Bezug auf Rohbau und Rohinstallation in einem Zug durchgeführt werden.“ Da der Freistaat aber keine Investition plant, fällt auch das vorerst aus.
Quelle: http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Palais-Grosser-Garten-steckt-in-der-Sackgasse

BautzenFan
25.04.18, 20:59
Es sind offenbar nicht nur finanzielle Aspekte, warum die Rekonstruktion der Innenarchitektur der Festsaaletage so lange storniert worden ist. Es gab im Zuge der intensiven wissenschaftlichen Vorarbeiten nämlich neue Erkenntnisse. Vor längerer Zeit hatte ich dazu einen längeren Beitrag im aph verfasst, den ich hier in relevanten Abschnitten zitieren möchte. (Mein Fazit: Es bleibt spannend).

Im Jahr 2008 fand in Regensburg eine internationale Fachtagung des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen Würzburg statt. Das Tagungsthema lautete:
„Stuck des 17. und 18. Jahrhunderts. Geschichte - Technik – Erhaltung“.

Einer der Fachvorträge trug folgenden Titel:
*Die kriegsbeschädigte Stuckausstattung im Festsaal des Palais im Großen Garten in Dresden - Material und Werktechnik: Zur ursprünglichen Gestaltung der Stuckoberflächen*

Der Autor, Prof. Roland Lenz (Kunsthistoriker, Dipl.-Restaurator) hatte 2007/2008 im Auftrag des SIB (Staatsbetrieb für die sächsischen Landesimmobilien) restauratorische Untersuchungen an den Stuckoberflächen im Bereich des Festsaales (Obergeschoss Palais im Großen Garten) durchgeführt. Den Wortlaut besagten Vortrages konnte ich nicht auftreiben, doch im Netz ist ein Kurzexzerpt einsehbar. Es umfasst nur einige wenige Sätze, aber die haben es in sich (Auszug, Quelle L2):

Der Artikel breitet die Ergebnisse der in diesem Zusammenhang [Anm.: eben im Festsaalbereich] erfolgten Untersuchungen aus und kommt zu dem Schluss, dass die Befunde sowie überlieferte historische Fotografien und Pläne für eine Rekonstruktion "im Sinn einer Kopie" nicht ausreichen.

Solch eine drastische Aussage hat mich doch sehr überrascht um nicht zu sagen schockiert. Das war natürlich Anlass diesbezüglich zu recherchieren. Nun habe ich kürzlich einen sehr interessanten Fachartikel entdeckt, der einen Vortrag von Dr. Arndt Kiewetter (langjähriger Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege) wiedergibt (gehalten 2009 auf einer Tagung der Landesdenkmalpfleger in Dresden. Wie folgt betitelt: „Möglichkeiten und Grenzen einer wissenschaftlich fundierten Erkenntnis und Interpretation von Befunden am Beispiel des Palais im Großen Garten zu Dresden“.

Ich habe nachfolgend wesentliche Passagen zitiert (Quelle L3):

[…]
Ein Förderverein engagiert sich seit Jahren für die Rekonstruktion des Festsaales. Auch das Landesamt für Denkmalpflege [Anm.: das sächsische] hatte sich für eine Wiederherstellung des Festsaales ausgesprochen, dabei aber offen gelassen, wie weit und wie umfassend eine Rekonstruktion gehen kann und soll. Vor ca. drei Jahren [Anm.: also 2006, der Vortrag wurde am 17. Juni 2009 gehalten] veranlasste nun das sächsische Finanzministerium neben einer Nutzungskonzeption die Erarbeitung einer Entscheidungsgrundlage zur Gestaltung. Alles Wissen zur einstigen Gestalt und Dekoration des Palais sollte zusammen getragen werden, um die Möglichkeiten und Grenzen einer Wiederherstellung des Festsaales auszuloten. Zunächst galt es, durch umfassende Befunduntersuchungen und Archivrecherchen möglichst viele der offenen Fragen zum ursprünglichen Aussehen des Festsaales zu klären. Es existieren zwar Fotos, Aquarelle und Farbdias, die uns ein Bild von dem Raum vor der Zerstörung vermitteln. Doch aus welcher Zeit stammte die letzte Farbfassung? Welche Veränderungen und Überarbeitungen hat es seit dem 17. Jahrhundert gegeben und wie sah die Erstfassung aus? Da zur frühen Bau- und Nutzungsgeschichte nahezu keine Quellen existieren...

Zum voran stehenden „Halbsatz“ sei folgendes ergänzt. Schon Cornelius Gurlitt bedauerte in seiner umfassenden Abhandlung (fast 900 Druckseiten, erschienen um 1900) „Beschreibende Darstellung der älteren Baudenkmäler Sachsens“ genau diesen :

Quelle L1
Zur Geschichte des Baues fehlt es ganz an archivalischen Quellen. Die Pläne und Rechnungen dürften beim Brande des Wackerbartschen (Curländer) Palais zu Grunde gegangen sein.

Dieser Graf Wackerbart war zum Zeitpunkt des Brandes (1. Hälfte 18. Jhd.) oberster Baubeamter von Sachsen. Aber nun weiter im Text des Fachartikels von Arndt Kiesewetter:

Da zur frühen Bau- und Nutzungsgeschichte nahezu keine Quellen existieren, konzentrierten sich die Archivrecherchen auf das bisher weniger beachtete 19. Jahrhundert, in der Hoffnung, hier Informationen zu finden, die Rückschlüsse auf ältere Fassungen erlauben.

Schwerpunkt der restauratorischen Untersuchungen waren der Stuck des Festsaals und dessen Farbigkeit. Ausgehend von den Befundergebnissen sollte eine verbesserte Probeachse in historisch gesicherter Technologie als Vorbereitung einer eventuellen Rekonstruktion der Stuckdekoration entstehen. Relativ rasch fiel die Entscheidung, statt einer weiteren Probeachse an der Wand große fahrbare Mustertafeln mit 1:1 nachgebildeter Raumgeometrie herzustellen. Die originale Wandfläche wurde damit geschont, zumal mit einem wiederholten „Probieren“ der historischen Technologie gerechnet werden musste und die Einbindung der originalen Stuckfragmente noch unklar war. Die Erkenntnisse aus den Befunduntersuchungen sollten auf diesen Mustertafeln praktisch nachvollzogen werden.
[…]
Dank einer komfortablen [!!!] finanziellen und zeitlichen Vorgabe konnten erstaunliche Ergebnisse erzielt werden. Die bewusste Inaugenscheinnahme der Stuckreste, die Sensibilisierung für historische Stucktechnologien, gezielte chemisch-physikalische Analysen und das ständige Gespräch zwischen Restaurator, Kunsthistoriker und Stuckateur führten in der Summe zu neuen Erkenntnissen der einstigen Stuckgestaltung, deren Bild sich grundsätzlich unterschied von der Musterachse aus dem Jahre 1968. Das betrifft sowohl die Werktechnik als auch die Stuckmaterialien selbst. Besonders bemerkenswert ist die Feststellung des bewussten Einsatzes von Hochbrandgipsen, die nach dem Bügeln und Glätten ohne Leimzugabe einen seidenen Glanz erhielten – eine Technologie, die offenbar im 17. Jahrhundert weit mehr verbreitet war als bisher bekannt. Die Figuren aus weißem Kalkstuck hoben sich vom Glättstuck tuchmatt ab, während die Säulen und Pilaster aus hoch poliertem, farbigem Stuckmarmor bestanden.

Von den vor der Zerstörung roten Pilastern hatte sich leider nichts erhalten. Aus den Unterlagen des 19. Jahrhunderts geht jedoch hervor, dass sie ursprünglich blau-grau marmoriert waren. Tatsächlich fanden sich nach gezielter Suche an einer Abrisskante des Pilasters minimale Reste roter Farbe, die bestätigten, dass die Stuckmarmorpilaster nachträglich – wohl erst Ende des 19. Jahrhunderts – rot übermalt wurden. Auch dies war eine neue Erkenntnis für uns. Die Gesamtfarbigkeit des Festsaales vor der Zerstörung in differenzierten Rosétönen geht übrigens ebenfalls auf Anstriche des 19. Jahrhunderts zurück.

Die im Ergebnis der Untersuchungen festgestellten Technologien wurden auf großen Mustertafeln nachvollzogen. Viele Versuche waren nötig, um den geeigneten Gips und die Temperatur des im Feldofen gebrannten Gipsgesteines zu finden, mit dem rissfrei der gleiche optische Eindruck wie beim Original erzielt werden konnte.
[…]
Auch die bauarchäologischen und ikonographischen Forschungen brachten viele neue Erkenntnisse, auf die hier nicht weiter eingegangen werden kann. Insgesamt lässt sich sagen, dass wir dank der intensiven Untersuchung heute über einen wesentlich besseren Kenntnisstand zum Palais verfügen als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig können wir auch exakt benennen, was wir bezüglich der Raumgestaltung nicht wissen und wohl auch nie zweifelsfrei klären können. Wir wissen beispielsweise nichts über den ursprünglichen Umfang und die Technologie an Vergoldungen des 17./18. Jahrhunderts im Bereich der Decke [Anm.: die war vollständig zerstört, so dass hier natürlich keine Befunduntersuchungen möglich waren]. Nicht sicher zu klären war auch die Erstfassung an den steinernen Postamenten unter den Säulen. Zu den Wandgestaltungen der Ecksäle gibt weder Fotos noch Befunde. [Anm.: Allerdings existieren Farbdia-Aufnahmen von den dort ehemals befindlichen Deckengemälden, und zwar für alle 4 Ecksäle. Sie beinhalten allegorische Darstellungen der 4 Jahreszeiten]. Doch auch die Erkenntnis darüber, was wir definitiv nicht wissen, ist eine wichtige Aussage.


Zur besseren gedanklichen Anbindung hier noch einmal das Grundriss-Schema des Festsaalbereiches (= Obergeschoss des Palais), die grünen Pfeile sollten die Standorte der vier überlebensgroßen Statuen verdeutlichen.

https://bautzenfan.mach.sh/bilder/a88f7187OG307ml.JPG

Nun weiter im Text von Arndt Kiesewetter:

Die Untersuchungen sind beispielhaft für die Leistungsfähigkeit einer Befunduntersuchung in Verbindung mit Bauarchäologie und Quellenstudium, wenn die Umfeldbedingungen stimmen [Anm.: soll wohl u. a. auch heißen – wenn das dafür notwendige Geld und die erforderliche Zeit vorhanden sind, siehe die Formulierung weiter oben *komfortable finanzielle und zeitliche Vorgabe*]. Die Ergebnisse bilden eine solide Grundlage für weitere Entscheidungen, die freilich nach wie vor offen sind. Sie sind abhängig vom politischen Willen, den Nutzungsentscheidungen und natürlich vom finanziellen Vermögen. Als Denkmalpfleger beanspruchen wir bei den Grundsatzentscheidungen ein entscheidendes Mitspracherecht.

Jetzt folgt im Originaltext eine längere Abhandlung zu generellen Aspekten der denkmalpflegerischen Befunduntersuchung. Natürlich auch lesenswert, aber ich möchte im unmittelbaren Nachklingen des letzten Zitatsatzes (der mit dem Mitspracherecht) sofort zum Schlusspassus übergehen. Denn dieser Satz produziert natürlich eine spannende Frage: WIE ist denn nun die Positionierung der Denkmalpfleger (ich bin überzeugt, dass Kiesewetter hierbei vor allem seine Dresdner Mannschaft meint) angesichts der neuen Erkenntnisse.

Abschließend sei hier noch auf die auch im Palais im großen Garten nicht zu überhörenden Stimmen verwiesen, die – wohl als Reaktion auf die zahlreichen, nicht immer glücklichen Rekonstruktionsbemühungen – fordern, Denkmale ausschließlich zu konservieren und den Status quo ohne jegliche Ergänzung zu bewahren. Neben der Charta von Venedig wird dabei auch mit der unverfälschten Erhaltung und Präsentation aller Befunde argumentiert. Nun gibt es zweifellos Denkmale, die in ihrem fragmentarisch-ruinösen Zustand besonders reizvoll sind und mit gutem Recht so erhalten werden sollen. Doch kann nicht zum dogmatischen Prinzip erhoben werden, dass nichts ergänzt oder erneuert werden darf. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass dem Denkmal bei einer reinen Konservierung kein zeittypischer Stempel aufgedrückt wird. Das für den Laien schwer nachvollziehbare Befundfragment wird stilisiert und in seiner ästhetischen Zufälligkeit manchmal wichtiger als die Gesamtwirkung des Raumes. Es entsteht eine Raumästhetik des 20./21. Jahrhunderts, die mit ihrem rohen Mauerwerk und dem halbvollendeten, halbruinösen Charme kaum einen Unterschied zwischen einstigen barocken Sälen, Bahnhöfen und verlassenen Fabrikhallen erkennen lässt.

Der Festsaal des Palais im Großen Garten verdient nach Auffassung des Autors [Anm.: Arndt Kiesewetter, leitender Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen] sehr wohl eine angemessene ästhetische Aufwertung. Die jüngsten Befunduntersuchungen haben uns die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen einer Rekonstruktion aufgezeichnet. So wird hier dafür plädiert, dass die Entscheidung nicht auf ein „entweder – oder“ hinauslaufen darf und ein Kompromiss anzustreben ist, der auch die Erhaltung und Einbindung der originalen Stuckfragmente berücksichtigt. Gerade dazu stehen noch Überlegungen und Untersuchungen aus. Es bleibt zu hoffen, dass die Zeitschiene eine ebenso gründliche Prüfung dieser Fragen erlauben wird, wie dies bei der Befunduntersuchung des Festsaales im Palais im Großen Garten der Fall war.

Literaturangaben:
L1 - Cornelius Gurlitt "Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen", 1901
L2 - http://www.baufachinformation.de
L3 – Arndt Kiesewetter „Möglichkeiten und Grenzen einer wissenschaftlich fundierten Erkenntnis und Interpretation von Befunden am Beispiel des Palais im Großen Garten zu Dresden“; publiziert im Arbeitsheft 14 des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen


Ansonsten noch ein Fotolink. Es ist mir endlich gelungen, ein Foto des im Palais eingebauten Fahrstuhls zu finden (Fertigstellung war im November 2015). Auf der Seite etwas nach unten scrollen, von den kleinen Vorschaubildern ist es das zweite in der obersten Reihe:
http://www.rollpfad.de/barrierefreies-dresden/bilder/

Der SIB schrieb dazu in einer Pressemitteilung:

Der Baumaßnahme gingen umfangreiche Abstimmungen mit dem Denkmalschutz voraus. Diese bedingten einen intensiven Planungsprozess, um beispielsweise die Entscheidung zum Standort des Aufzuges zu treffen. Die Aufzugskonstruktion steht auf einem der Kellergewölbe des Palais, was statische Abfangkonstruktionen und eine besondere Aufzugstechnik erfordert. Der Aufzug überwindet eine Höhe von etwa 6,50 Meter.

Ich kann den Standort anhand des Fotos nicht zuordnen. Vorstellbar ist für mich aber nur einer der 4 Ecksäle.

Elli Kny
08.08.18, 18:35
Altes Zollhaus eröffnet bald als Sommerwirtschaft
SäZ (https://www.sz-online.de/nachrichten/grosser-garten-bekommt-neue-sommerwirtschaft-3988710.html) berichtete.
hier die Ansicht aus dem Park. Der Längsbügel ist wohl ein automatischer Biergartenschirm.
https://abload.de/img/p11604363vi1w.jpg

Arwed
12.08.18, 06:07
Ein Update zum Beitrag #18 von Elli Kny:
Aktuell hat das SIB die Ausschreibung für die Erneuerung der Beleuchtung der Hauptachsen des Großen Gartens veröffentlicht. Darin vorgegeben, ist die Leuchte „Hess Campone Typ Dresden“. Worin sich genau der „Typ Dresden“ auszeichnet, weiß ich nicht, aber im wesentlichen wird die Leuchte so aussehen: http://www.hess.eu/de/Produkte/Produkte_Leuchten/Systemleuchten/CAMPONE_LED_LEVO3/ Ich finde die gewählte Leuchte ganz in Ordnung.
Im Leistungsverzeichnis ist der Abbruch von 250 alten und die Aufstellung von 140 der neuen Leuchten enthalten. Der Leuchtenwald wird sich also deutlich lichten. Das ist auf jeden Fall sehr gut.
(Wie der Entsorgung von 1,8 km alter Kabel der Einbau von 6 km neuer Kabel gegenüber stehen kann, müsste mir ein Elektroplaner erklären. Aber wahrscheinlich bleibt einfach ein Teil unter der Erde?)

Saxonia
12.08.18, 10:27
Sind das nicht die selben Dinger, wie sie am Postplatz stehen? Ich hatte schon auf ordentliche Kandelaber gehofft.

Stadtträumer
15.08.18, 21:09
Seit wann kann man in Dresden auf etwas "vernünftiges" in Sachen Städtebau und Stadtraumgestaltung hoffen? Das war so klar wie Kloßbrühe, dass so ein Gesülz bei herauskommt. Ein Wunder, dass es keine Peitschenlaternen sind.
Mit den "neuen" Laternen wird sich das kaltweiße diffuse Postplatzfeeling wunderbar bis zum großen Garten und hindurch erleben lassen. Jucheeee...

Elli Kny
21.09.18, 23:00
Nun berichten die DNN (http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Weg-mit-dem-DDR-Charme-Neue-Laternen-fuer-den-Grossen-Garten) auch nochmal über die neuen Leuchten für den Grossen Garten.
Die Laternen werden an Haupt- und Querallee 6m hoch, am Zugang zum Konzertplatz 'Junge Garde' 3,60m hoch sein.
Am Zugang zum Carolaschlösschen werden die drei alten Kandelaber aufgearbeitet und wiederverwendet.
Leider habe ich die im Artikel erwähnten Musterleuchten nicht gesehen, vermutlich stehen sie auch nicht mehr.

Und nein, das sind nicht die Lampen vom Postplatz. Ich bin recht positiv überrascht, und kann mir vorstellen, daß das sehr gut und angenehm wirken könnte. Ich kann mir auch denken, warum es so entschieden wurde und nicht anders. Hoffentlich sind die Leuchten blendarm wie ich annehme und erzeugen ein tolles "indirektes" Streulicht. Die Bischofsstäbe oder schwülstige Kandelaber sind - nach langer Überlegung - auch keine wirkliche Lösung. Das passt nicht. Und vieles andere mehr. Ich finde, die neue Leuchte wirkt bewußt weniger modernistisch, vielmehr klassisch, sie adaptiert etwas die dresdner Gasleuchte, ist stimmig. Wirkt doch stilvoll, gut ist auch der dann größere Abstand zw. den Standorten. Und heutiges "Warmweiß" dürfte schon deutlich mehr Warm als Weiß haben als noch vor Jahren. Die LED-Entwicklung ging voran. Bin gespannt.

Elli Kny
24.09.18, 21:48
Nun war ich nochmal auf der Suche nach dem Musterleuchtenort, konnte diesen aber keinesfalls ausmachen.
Was die Lampensache angeht, möchte ich doch nochmal partiell zurückrudern. Die Bischofstäbe sind schon toll, sie würden aber in den Kilometerreihen vielleicht etwas überbordend daherkommen und durch ewige Wiederholung nivelliert. Hingegen wäre es im Palaisumfeld doch geradezu grandios. Man hätte vielleicht die Anordnung teilen sollen: Parkachsen mit modern-klassischer Leuchte wie gehabt und in Berücksichtigung des heute meist neuzeitlichen Bauumfelds des Parks; Palaisumgebung in Parkmitte mit zB Bischofstäben - quasi als mal störungsfreie Genußzone (was sie ja auch so ist) im Sinne einer Traditionsinsel.
Wäre so gewählt worden, wäre aber auch die Grundfrage der Kontinuität wieder aufgekommen. Ich hielte das aber für vertretbar - es wäre der Kompromiss gewesen.
Schlecht wird es ums Palais nun mit modernen Leuchten nicht, aber das reale Resultat bleibt abzuwarten.

Ich möchte und kann heute aber noch einige diesbezügliche Dinge und weiteres beisteuern, da sich einige Baumaßnahmen im Park zeigen.
Zunächst die bildlose Kurzinfo, daß die beiden Herkulesse am westlichen Beginn der Herkulesallee (Lennéstrasse) eingerüstet sind und in Sanierung gehen können. streetview. (https://goo.gl/maps/9TzBruLJ6k72)

Auch werden die steinernen Geländerfassungen an der Hauptallee zum Palaisrondeel abgebaut und rekonstruiert.
https://abload.de/img/p1170188f2itu.jpg
^ ganz rechts der Muster-Bischofstab

Die linke Barockvase am Parkzugang Fürstenallee (Comeniusplatz) scheint ziemlich neu dazustehen. Im Bild rechts die rechte Vase. Kann mich auch täuschen,
doch zeigt streetview (https://goo.gl/maps/5skWgCFaSSk) vor etlichen Jahren ein Fehlen der linken Vase. Beide Vasen wurden seither zumindest gereinigt, wenn nicht aufgearbeitet.
https://abload.de/img/p1170189gqdv5.jpg

beispielhaft: Detailmotive an den Vasen
https://abload.de/img/p1170190znfhv.jpg

Wer kennt/kannte die Art der Leuchten auf den Wegen zur Jungen Garde? Auch diese werden nun bald durch 3,6m hohe neue Leuchten ersetzt.
Es handelt sich hier um eine größere Anzahl, da doch etliche Wege um die Junge Garde mit dieser auch ganz passablen Leuchte ausgestattet sind.
https://abload.de/img/p1170194kid62.jpg

Auch zu finden am Parallelweg der Karcherallee:
https://abload.de/img/p1170193fqe3g.jpg

Unbekannt waren mir inzwischen die besagten Kandelaber am Carolaschlösschen.
Es sind allerdings 10 Stück + 2 ähnliche an der Seebrücke - und nicht 3 wie angegeben wurde.
Die Kandelaber sind in gutem Zustand, wahrscheinlich muß nur die LED-Variante eingebaut werden.
https://abload.de/img/p117019156e2t.jpg
oben: Blick zur Carolaseebrücke und zum Carolaschlösschen rechts hinten.
unten: Zuweg zum Carolaschlösschen von der Tiergartenstrasse aus.
https://abload.de/img/p1170192fbf81.jpg

Nicht nur für Bahnfans interessant dürfte eine weitere Leuchtenart an den Bahnhöfen der Pionier.. äh.. Parkeisenbahn sein:
DDR-Tellerlampen - ein damaliger Typ für besondere Orte. Diese Lampen werden jetzt wohl nicht ausgetauscht.
Zufällig kam gerade die schöne Dampflok daher.
https://abload.de/img/p1170196dned8.jpg

Jetzt mal eine Wissensfrage an die wandelnden Stadtlexika:
Wer kennt das Birkenwäldchen im Grossen Garten? Ich bis heute jedenfalls nicht, bzw bisher nicht wahrgenommen.
Man wähnt sich wie in einem alt-russischen Märchen - ein versteckter und fast unzugänglicher Ort. Wahnsinn, wunderbar! Na, wo befindet er sich?
https://abload.de/img/p1170197birkenxcfej.jpg

Schluss-Impession: Durch die lange Trockenheit liegt schon länger viel Laub auch in manchen Bereichen des Parks. Sieht hübsch aus.
https://abload.de/img/p1170198rjewc.jpg

Wo sonst noch im "Garten" der Bär steppt, dor Fuchs pfeift oder der Wolf jault, müssen mal andere beisteuern.

Rundling
27.09.18, 15:11
Wo sonst noch im "Garten" der Bär steppt, dor Fuchs pfeift oder der Wolf jault, müssen mal andere beisteuern.
Bitte sehr:

http://fs5.directupload.net/images/180927/hdn22lgk.jpg

Na, wer erkennt das Untier? :D


Die Bischofstäbe sind schon toll

http://fs5.directupload.net/images/180927/vf8ewutc.jpg

Stimmt.

Zur Laternensammlung noch ein Beispiel aus der Umgebung des ehemaligen Ausstellungs-Palastes:

http://fs1.directupload.net/images/180927/pjmawhvq.jpg


Meiner Meinung nach ein Highlight im Garten:

http://fs1.directupload.net/images/180927/jjir4j2j.jpg

http://fs5.directupload.net/images/180927/95syxg3y.jpg


Ein bisschen Architektur darf natürlich auch nicht fehlen:

http://fs1.directupload.net/images/180927/ded5xvfl.jpg

http://fs1.directupload.net/images/180927/jqt9mwe4.jpg

http://fs5.directupload.net/images/180927/x35m7tzw.jpg

antonstädter
14.01.19, 17:30
Die DNN zu den neuen Lampen:

http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Neue-Laternen-fuer-den-Grossen-Garten-in-Dresden

Besser als die ollen Topflampen sind sie sicher allemal, aber eine historisierende Retro-Lösung hätte ich in Anbetracht der Baulichkeiten auch bevorzugt.

Interessant der Passus zu den weiter oben gezeigten Leuchten am Carolaschlößchen. Die sind ja nun völlig undresdnerisch - handelt es sich dabei um überlebende Originale aus dem Park, oder eine spätere Installation?

Elli Kny
08.04.19, 23:12
^ noch sieht man nix. Auf der Fürstenallee sind auf der Ostseite die Alt-Leuchten weg und wohl die Kabel nun in der Erde. Vielleicht gehts bald los mit der Stellung erster Neu-Leuchten.


Konzertarena Junge Garde - Altbau wird renoviert
Es stand auch mal in der Zeitung vor Monaten.
https://abload.de/img/p1210395lkjp5.jpg

Elli Kny
10.04.19, 19:41
originale Marmorskulptur „Die Zeit enthüllt die Wahrheit“ - nach Sanierung nun an prominenterem neuen Standort aufgestellt
DNN berichtet. (http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Die-Zeit-enthuellt-die-Wahrheit-ist-zurueck)
Von der freigeschnittenen Querachse, wo nun mittig die Skulptur steht, war hier schon die Rede. Hier der neue Ort bei g-maps (https://goo.gl/maps/mxqDhayoBym).
Es finden noch Restarbeiten statt, daher habe ich den kreisrunden Rasenspiegel um die Figur noch nicht im Bilde.
https://abload.de/img/p12104519fj0j.jpg
https://abload.de/img/p1210446mnk6o.jpg
^ Rückansicht von Norden in Richtung Fontaine am Palais GroGa.

Mir war eine solch bedeutende Skulptur im Südosten des GroGa gar nicht mehr geläufig. Kann jemand mal den genauen Standort (nahe Carloaschlösschen) zB per g-maps zeigen... danke.

Dort westlich steht die hier schon gezeigte, zuletzt sanierte Pergola-Anlage.
https://abload.de/img/p1210452byjsu.jpg

Fertig ist inzwischen auch die südliche Steinfassung an der Figurengruppe Hauptallee.
Das nördliche Gegenpart (hinten rechts) kam - anders als gedacht - nicht dran, sondern wurde gar mit Balken gesichert, was ja irgendwie auf längeres Warten hindeutet.
https://abload.de/img/p1210438x2k5q.jpg

Die Sanierung der Haupt-Figurengruppe "Die Zeit entführt die Schönheit" am Schmuckplatz am Palais dauert an, wie folgendes Foto der Querachse von heute zeigt.
https://abload.de/img/p1210440d4keo.jpg

Und weil so schöner Frühling ist, hier noch ein Bonusbild samt Detailmotiv vom Palais.
https://abload.de/img/p1210442rxjwy.jpg
https://abload.de/img/p1210443cokjy.jpg
^ Ostansicht

Chris1988
15.04.19, 06:50
War auch am Wochenende mal bei der neuen Figur.
An dem neuem Wegnetz sind mehrere Abzweigungen vorbereitet, die wohl noch in den nächsten Jahren als neue Wege angelegt werden, um diverse Trampelpfade zu ersetzen.

Übrigens ist in der Hauptallee schon jede zweite Lampe oberhalb demontiert.

Elli Kny
22.06.19, 23:46
Neue Leuchten für den Grossen Garten - erste Neu-Laternen sichtbar
zuletzt oben #36 (https://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showpost.php?p=613749&postcount=36)

Wohl bedingt durch die Konzertsaison an der Jungen Garde sind inzwischen alle dortigen Wege mit Beleuchtung mit der kurzen Variante der neue Leuchte ausgestattet.
https://abload.de/img/p123068444jln.jpg
^ die unterschiedliche Farbwirkung der Masten liegt lediglich an unterschiedlichem Licht und unterschiedlicher Belichtung der Fotos. (Sommersonne + starke Schatten)

Parallelweg zur Karcherallee als Beispiel
https://abload.de/img/p12306845fjiw.jpg


Derzeit wird um das Palais in Parkmitte gearbeitet. An der Querallee kam ich nicht lang.
https://abload.de/img/p1230685jkj49.jpg

Blick im Bereich des nachgebauten historischen Kandelabers (Bischofsstab)
https://abload.de/img/p12306869fjhd.jpg

Die Neu-Laternen sind am Mast ordentlich aus Metall, die Glaskörper oben wirken schlichter als gedacht. Da hätte ich eine leichte Glasstruktur erwartet.
Insgesamt aber eine schöne Leuchte. Wichtig wird natürlich auch der Dunkeltest, denn dort sollten sich hoffentlich die grössten Verbesserungen der Ortsstimmung zeigen.
Selbst ums Palais kommt mein erstes Schnell-Fazit zur Tendenz, dass es die richtige Entscheidung war. Die Bischofsstäbe würden eine überladene Situation ergeben, welche heute angesichts der Umgebungsparameter keine Herleitbarkeit bzw. Begründung hergäbe.
Um die Junge Garde ist alles unkomplizierter, wobei die dortigen alten Leuchten eigentlich auch nicht schlecht waren. Der Zuweg zum Carolaschlösschen mit jenen historischen Kandelabern muß beim nä. Besuch drankommen.