Thema: Dortmund: Stadtgespräch
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Alt 14.01.09, 14:06  
Nick
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Synagoge am Ostwall

Wie im Thread "Dortmunder U" erwähnt, wird das Ostwall-Museum in den "U"-Turm ziehen.
Dies hat zur Folge, dass über eine Neunutzung des Gebäudes diskutiert wird.
Favorit einer Neunutzung ist die jüdische Gemeinde Dortmund.
Dortmund besitzt mit 3.700 Mitgliedern die 6. größte jüdische Gemeinde in Deutschland.
Nachdem die architektonisch sehr ansprechende "Alte Synagoge" in der Reichskristallnacht zerstört wurde und die 5.700 Menschen zählende Gemeinde aus nur noch 50 Mitgliedern nach dem 2. Weltkrieg bestand, wurde im Jahre 1956 die heutige Synagoge an der Prinz-Friedrich-Karl-Straße ihrer Bestimmung übergeben.
Mittlerweile ist die Synagoge, nach Umbaumaßnahmen existiert Platz für 550 Personen, viel zu klein geworden. Daher gibt es Bestrebungen von Seiten der Stadt und der jüdischen Gemeinde, eine Synagoge wieder im Stadtzentrum, an einer repräsentativen Stelle, neu zu errichten.
Folgend ein Kommentar von Alexander Völkel aus der WAZ, vom 10.01.2009. Dieser gibt einen guten Einblick in die aktuellen Planungen und Gedankenspiele:
http://www.derwesten.de/nachrichten/...92/detail.html

Bild der "Alten Synagoge Dortmund":
http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:A...erSynagoge.jpg
Meiner Meinung nach würde sich an dieser Stelle ein repräsentativer Umbau sehr gut machen.
Der umliegende Park mit dem alten Baumbestand, dazu der schöne Ostwall, das hätte schon was für sich!


DFB-Museum

Die Entscheidung über den zukünftigen Standort des DFB-Museums soll endgültig am 23. Januar 2009 fallen. Positiv anzumerken ist, dass der DFL-Chef und "Dortmunder" Reinhard Rauball auch eine Stimme bei der geheimen Wahl hat.


Nachtrag "Ladenmiete"

Wie schon in # 41 mitgeteilt wurde, prognostiziert die Immobilienfirma Brockhoff & Partner für 2009 8,11% höhere Mieten für kleinere Ladenlokale in Dortmund.
Bei Ladenlokalen bis zu einer Größe von 260qm² werden sie um 7,11% steigen.

- Diese Größe haben viele Geschäfte auf dem Westen- und Ostenhellweg.
Ein zweideutiges Signal für das Oberzentrum Dortmund, das auf der einen Seite weiterhin sehr attraktiv ist, was die letzten Neueröffnungen auf der Einkaufsmeile auch belegen, aber andererseits führt dies zu einer immer größeren Vereinheitlichung der Innenstädte im Allgemeinen. Durch die "Thier-Arkaden" entspannt sich hoffentlich das Mietpreisniveau und unabhängige Einzelhändler und Gastronomen haben auch wieder eine Chance sich neu anzusiedeln. Ich finde, dass mittlerweile genügend Starbucks, Douglas´ & Co. im Innenstadtbereich vertreten sind. -

Teurer als in Dortmund sind Ladenlokale lediglich in Berlin, München, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart.


Groß-Klinikum Dortmund?

Neben dem Flughafen-Ausbau gibt es noch ein zweites brisantes Projekt, das nach den Wahlen 2009 angegangen werden muss.
Das Klinikum Dortmund.
Die Städtischen Kliniken schreiben einen zweistelligen Mio.-Betrag Miese pro Jahr, Tendenz steigend, zudem gibt es einen Investitionsstau.
2007 ist die Helios-Kliniken GmbH, ein Tochterunternahmen der Fresenius SE, erstmals an die Stadt herangetreten, bezüglich einer Mehrheitsbeteiligung.
Helios ist bereit am Standort Dortmund bis zu 300 Mio. € zu investieren.
Ziel ist eine Konzentrierung um das Klinikzentrum-Nord ("Groß-Klinikum") am Fredenbaum. Neubauten sollen auf den heutigen Parkplätzen entstehen und Teile des Altbestandes saniert werden. Zwar wurde erst kürzlich das neue Logistikzentrum der Städtischen Kliniken in der Innenstadt eröffnet aber es kann durchaus auch ohne die direkte Nachbarschaft zum Klinikum weiter genutzt werden.
Die Helios-Kliniken GmbH ist nicht bereit die Schulden, ca. 70 Mio. €, der Städtischen Kliniken gGmbH zu übernehmen. Außerdem ist Helios nicht bereit einen Kaufpreis über dem berühmten "Symbolischen €" zu zahlen.

- So sicher ich mir bin, dass die Öffnungszeiten am Flughafen verlängert werden, so sicher bin ich mir auch, dass das Klinikum in absehbarer Zeit einen neuen Mehrheitseigner bekommen wird. Die Helios-Kliniken sind ein verlässlicher und auch ein seriöser Partner, der etwas von seinem Geschäft versteht. Die Stadt sollte so schnell wie möglich diesen Deal abschließen, denn rein objektiv gesehen ist das Angebot von Helios nicht perfekt aber akzeptabel. Die Vorteile, gerade für die Stadt Dortmund sind nicht wegzudiskutieren.
Durch die Konzentration auf einen Standort ergeben sich somit ganz neue Perspektiven für das Klinik-Viertel.

Was wird aus den dann leer stehenden Gebäuden in der Innenstadt?

Das nahliegenste wäre wohl ein Abriss. Das Klinikviertel bildet zusammen mit dem Kreuzviertel schon jetzt eine der attraktivsten Wohngegenden Dortmunds. Eine Bebauung mit Wohnhäusern, vielleicht u.a. ja auch ein ansprechendes Wohnhochhaus, wäre meiner Meinung nach die beste Idee, gerade unter dem Aspekt, dass Wohnen in der Innenstadt wieder "angesagt ist". Dieser Trend zum Wohnen im City-Bereich ist auch in Dortmund klar zu erkennen. Investoren würden sich wohl auch nicht lange bitten lassen. Das Grundstück ist sehr reizvoll und sicherlich etliche Mio. € wert. Dazu muss ich sagen, dass ich keine Ahnung habe wie kostenintensiv ein möglicher Abriss für die Stadt wäre.
http://www.derwesten.de/nachrichten/...32/detail.html

Details zum Angebot von Helios an die Stadt:
http://www.buergerforum-phoenix.de/d...kum/index.html


Neunutzung des ehemaligen Ritter-Areals

Die Radeberger-Gruppe, die das Gelände nicht mehr selber nutzen möchte, ist bezüglich einer künftigen Neunutzung und Vermarktung mit der Stadt "in Verbindung".
Die SPD ist gegen die Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel.
Die Stadt hat unter anderem das Areal in Lütgendortmund der Landesregierung als Standort für den geplanten Neubau der JVA Dortmund/Hagen vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde aber mittlerweile abgelehnt:
http://www.ruhrnachrichten.de/lokale...art2577,453587

- Zumindest ist Bewegung in der "JVA-Neubau-Diskussion", sodass in absehbarer Zeit der Standort an der Hamburger Straße aufgegeben werden kann. Hoffentlich früher als später.
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