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Alt 13.10.12, 16:30   #19
RianMa
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RianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle ZukunftRianMa hat eine wundervolle Zukunft
Sanierung Domschule in der Schulstraße

Vielleicht muss ich hierbei eine kurze Erklärung geben:
Güstrow hatte bis vor einigen Jahren noch drei Gymnasien (John-Brinckman-Gymnasium, Ernst-Barlach-Gymnasium, Gymnasium am Distelberg), von denen nur noch eins übrig geblieben ist, das John-Brinckman-Gymnasium. Die beiden anderen wurden vor Jahren schon zusammengelegt; das gebildete Gymnasium wurde jedoch vor zwei Jahren auch geschlossen, da durch das weitere Sinken der Schülerzahlen der Erhalt von zwei eigenständigen Gymnasien in Güstrow nicht mehr möglich war.
Man entschied sich, in der Innenstadt einen zentralen Campus für die Gymnasiasten zu schaffen, bestehend aus zunächst zwei Gebäuden. Das Hauptgebäude des John-Brinckman-Gymnasiums für die höheren Klassenstufen am Domplatz:



Das zweite Gebäude für die jüngeren Schüler an der Hansenstraße:



Die Kapazitäten reichten aber durch die Auflösung des zweiten Gymnasiums nicht mehr aus. So entschied man sich beim Landkreis, als Träger des Gymnasiums, die ungenutzte Domschule (die sich auch am Domplatz befindet) in den Campus zu integrieren. Die befindet sich jedoch im Besitz der Stadt. Also wurde der Beschluss gefasst, dass die Stadt Güstrow die anspruchsvolle Sanierung der Domschule in Angriff nimmt und daraufhin das Gebäude für zunächst 20 Jahre an den Landkreis vermietet, um so die Kosten der Sanierung wieder ausgleichen zu können. Diese belaufen sich auf 3,8 Millionen Euro.
Die Fassade des Hauptgebäudes der Domschule wurde vor einigen Jahren bereits saniert, ein Nutzungskonzept fehlte jedoch bis heute. Ein zufriedenstellender Kompromiss also auf beiden Seiten. Die Stadt hat eine sinnvolle Nutzung gefunden und der Landkreis schafft die erforderlichen Kapazitäten für die Schüler.

Jetzt kommen erstmal Fotos von der Domschule:
Die Fassade in Richtung Domplatz präsentiert sich so:



Die Domschule wurde von 1575 bis 1579 errichtet und ist damit der älteste erhaltene Schulbau in Mecklenburg.
Die Hauptfassade:



Das Gebäude besitzt zudem noch einen größeren Anbau jüngeren Datums:



Am 13. August starteten die Bauarbeiten, die etwa 2 Jahre dauern sollen. Nach der Fertigstellung werden den Schülern weitere Klassenräume, aber auch Fachräume für Zeichen-, Musik- und Medienunterricht zur Verfügung gestellt werden können.
Die Sanierung wird die ganze Ecke extrem aufwerten. Die Idee des Schulcampus mit Integrierung der Domschule war mir vor Jahren auch schon gekommen, insofern bin ich froh, dass sie auch andere hatten und es nun so umgesetzt wird.
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