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Alt 02.07.16, 16:17   #168
RianMa
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Neubebauung Gleviner Straße 13 und 14

Wie oben erwähnt, hat die Wohnungsgesellschaft Güstrow auf dem angrenzenden Grundstück in der Gleviner Straße 13/14 mit dem geplanten Wohnungsbau bereits begonnen, der den zweiten Bauabschnitt dieses gesamten Vorhabens im Quartier zwischen Langer Straße/Gleviner Straße/Grepelstraße darstellt (Bilder der Baulücke zuletzt in Post #153).



Es sind 10 Wohnungen geplant, die Wohnflächen zwischen 52 und 96 m² bereithalten. Anfang des Jahres wurde dabei das erste Mal eine Ansicht des geplanten Gebäudes gezeigt, welche auf der Seite des Architekturbüros Kruse & Fliege ebenfalls zu finden ist.

Da ich den Fassadenentwurf für durchaus kritikwürdig halte, habe ich daraufhin einen Leserbrief an die lokale Presse geschrieben, den ich hier gerne anbringen möchte, weil er noch immer alles Nötige auf den Punkt bringt.

Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe heute den Artikel über die zukünftigen Bauvorhaben der Wohnungsgesellschaft Güstrow im Online-Service des Güstrower Anzeigers gelesen und würde mich dazu gerne äußern wollen.

Ich finde es sehr vorbildlich, dass sich die Wohnungsgesellschaft Güstrow in unserer Innenstadt immer stärker engagiert und mit dem Bau neuer Wohnhäuser diverse Baulücken, die teilweise seit Jahren bestehen, schließt. Das wird in diesem Jahr auch die letzte, große Baulücke in der Gleviner Straße (Nr. 13, 14) betreffen. Im gestrigen Artikel über dieses Vorhaben wurde dabei zum ersten Mal eine Darstellung von den geplanten Fassaden veröffentlicht, die mich zu der folgenden Kritik veranlasst hat.
Die Gleviner Straße ist eine der repräsentativsten Straßen im gesamten Stadtgebiet. Sie zeichnet sich durch ihre vielen herausragenden Einzelarchitekturen aus, die letztlich dennoch ein homogenes und spannendes Bild erzeugen. Hohe Erdgeschosse betonen diesen besonderen Straßencharakter und bieten Platz für zahlreiche Geschäfte. Der angedachte Neubau folgt dabei leider anderen Regeln. Zunächst schließt er sich im Erdgeschoss fast komplett zur Straße hin ab, was aufgrund der angedachten Wohnnutzung teilweise nachvollziehbar ist. Viel problematischer ist jedoch die geringe Raumhöhe des Erdgeschosses, wodurch das Gebäude im Vergleich zu den benachbarten Gebäuden sehr gedrungen und erdrückt erscheint. Durch eine deutliche Anhebung dieses Geschosses könnte dieser Eindruck behoben und eine städtebaulich wichtige Anpassung erreicht werden. Ein weiterer Knackpunkt ist die Fassadengestaltung. Es ist korrekt, an dieser Stelle eine Kleinteiligkeit anzudeuten, um sich besser in das Bild der Gleviner Straße einzubinden. Unverständlich ist jedoch, warum nun drei Fassaden angedeutet werden, obwohl es hier nie drei Häuser gab und nicht geben wird. Die Dreiteilung wird wiederum durch die vereinheitlichte Dachzone konterkariert. Eine Unterteilung lediglich durch eine andere Farbwahl erreichen zu wollen, geht meines Erachtens nicht weit genug. Keine der drei Fassaden kann mich überzeugen, da keine Gestaltung erkennbar ist, die ich für einen Neubau in der Gleviner Straße als notwendig erachte. Viele der Gebäude in der Straße bestechen durch ihre klare, symmetrische Gliederung. Warum hat man diese offensichtlichen Merkmale nicht aufgegriffen? Die Anordung der Fenster beim Neubau der WGG folgt lediglich der Lage der dahinterliegenden Wohnräume und führt dadurch zu einem fragwürdigen Fassadenbild.
Ein Schließen dieser Baulücke ist immens wichtig. Ich würde mir jedoch wünschen, dass an dieser Stelle nicht nur ein Lückenfüller realisiert wird, sondern stattdessen ein Gebäude entsteht, das selbstwusst und mit eigenem architektonischen Anspruch das charakteristische Bild dieses wichtigen Straßenzugs bereichert.

Mit freundlichen Grüßen
Natürlich war der Entwurf bereits von städtischer Seite genehmigt worden. Im Moment finden die ersten Fundamentarbeiten statt. Die Gesamtmaßnahme kostet dem Unternehmen 1,8 Millionen Euro, die weitestgehend aus Eigenkapital finanziert werden.





Man möchte im Sommer des kommenden Jahres mit dem Bau und der Umgestaltung des gesamten Hofbereiches fertig sein.
Es folgt noch ein Blick von der Langen Straße in den Hofbereich. Im Hintergrund erkennt man das Sanierungsvorhaben, welches zuletzt in Post #139 gezeigt worden ist.

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Alle Fotographien sind generell durch mich aufgenommen und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Danke.
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