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Alt 09.06.16, 10:32   #39
Häuser
Diamant-Mitglied

 
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Häuser kann im DAF auf vieles stolz seinHäuser kann im DAF auf vieles stolz seinHäuser kann im DAF auf vieles stolz seinHäuser kann im DAF auf vieles stolz seinHäuser kann im DAF auf vieles stolz seinHäuser kann im DAF auf vieles stolz seinHäuser kann im DAF auf vieles stolz seinHäuser kann im DAF auf vieles stolz seinHäuser kann im DAF auf vieles stolz seinHäuser kann im DAF auf vieles stolz seinHäuser kann im DAF auf vieles stolz sein
Ich kann nur für Hamburg sprechen:

Wurde in HH bereits diskutiert:
http://www.deutsches-architektur-for...ead.php?t=5532

Mangels royaler Residenzen besitzen wir hier weder Schlösser , noch Burgen (ausgenommen Bergedorfer Schloss) . Dank des Großen Brandes 1842 und der Bombardierung Operation Gomorrha 1943 wurde die Stadt 2 mal innerhalb kürzester Zeit fast komplett zerstört. Nur zehn Prozent aller Gebäude in Hamburg sind 100 Jahre oder älter

Die größte Zerstörung gab es allerdings erst nach der Bobardierung, als sie Stadherren meinten, alles alte verschwinden lassen zu müssen, Stadtteile "modern" umgestalten wollten und Gebäude wie den alten Altona Bahnhof in den 70ern abrissen. Heute bereut man den Abriss zutiefst.

Hier gibt es schlichtweg nichts zu rekonstruieren. Bis auf die Kirche St Nikolai
http://www.deutsches-architektur-for...p?t=332&page=4

Fragt sich, ob ein Mahnmal bedeutender ist als eine Rekonstruktion.

Ansonsten gilt hier eher das Aufheben von Nachkriegsbausünden wie die Re-Urganisierung der Innenstadt z..B. Cremon Insel und Katharinenquartier oder dem komplett ausgebombten Wohnviertel Hammerbrook (DAF) und Wiederherstellen von Straßenzügen wie an der Nikolaikirche DAF.

zudem ist hier gerade sehr angesagt, die alte Fassade stehen zu lassen und das ganze Gebäude komplett neu aufzubauen Stadthöfe , Alter Wall, Work Life Center im Stephanspalais oder in Eppendorf ein Wohnprojekt Martini44.

Somit erschafft man neues Leben in alten Gebäuden, die dem heutigen Standard angepasst werden.

Generell zum Thema Rekonstruktion ist zu sagen, dass durch die Zerstörung der Städte im 2. Weltkrieg sehr viel Identität der Deutschen genommen worden ist.

In meiner Schulzeit in den 90ern gab es nur ein Thema: 2. Weltkrieg und - du bist schuld!
Woher wir vorher gekommen sind, wurde nie thematisiert. Es gab nur 39-45. In Geschichte und Deutsch, 8-10 Klasse. Das Thema hing uns zu den Ohren raus.

Nun ist der Drang bei der neuen Generation enorm, wie die Stadt vorher aussah. Man will keine 50er-70er Jahre Betonnachkriegsbauten mehr sehen. Hannover will nicht mehr hässlich sein. Berlin besinnt sich neben Mauer und NS Zeit auch auf seine Preußenzeit. Es ist die Rebellion gegen die "Klappe zu Affe tot" Menschen, die am liebsten Geschichte abreißen wollen und so tun, als hätte diese niemals existiert.

Es ist das Wiederaufleben unserer Wurzeln. Die Deutsche Geschichte fing nicht erst 1939 an.
Rekonstruktion soll nicht den Krieg vergessen lassen, jedoch zeigen, dass es auch ein Leben vorher gab.

Meine Meinung.
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