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Alt 28.03.04, 21:18   #32
Kampflamm
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Kampflamm ist ein wunderbarer AnblickKampflamm ist ein wunderbarer AnblickKampflamm ist ein wunderbarer AnblickKampflamm ist ein wunderbarer AnblickKampflamm ist ein wunderbarer AnblickKampflamm ist ein wunderbarer AnblickKampflamm ist ein wunderbarer AnblickKampflamm ist ein wunderbarer Anblick
Ich würde mal sagen, dass das Haas-Haus ganz einfach bahnbrechend war, besonders wegen seiner Platzierung neben dem Stephansdom. Die Häuser von Hadid sind für mich einfach "more of the same", sieht zwar eigenartig aus aber es kommt einem fast schon vor als ob man es öfter gesehen hat. Na ja, wir müssen wohl übereinstimmen, dass wir nicht übereinstimmen können.

Hier mal ein ganz interessante Kolumne von Wolf D. Prix (Coop Himmelb(l)au) über Zara Hadid:

Zitat:
Zaha Hadid, 54
Als erste Frau erhält die gebürtige Irakerin und Professorin an der Wiener Universität für angewandte Kunst Zaha Hadid den mit 100.000 US-Dollar dotierten Pritzker-Preis. 1950 als Tochter des ehemaligen Chefs der Demokratischen Partei in Bagdad geboren, schaffte es ihre „ekstatisch tanzende Architektur“ („FAZ“) lange Zeit nur bis aufs Reißbrett. Die Exzentrikerin bestückte Ausstellungen, lehrte an Universitäten und hielt viel beachtete Vorträge – bis sie 1993 endlich das Feuerwehrhaus der Firma Vitra in Weil am Rhein bauen durfte. Seither wurden ihre fantastischen Entwürfe immer öfter realisiert, wenn auch zum Teil nur mit deutlichen Abstrichen vom ursprünglichen Entwurf. In Österreich baute Hadid die Skischanze am Berg Isel (2002), die Überbauung der Stadtbahnbögen in der Spittelau in Wien-Alsergrund wird 2005 fertig gestellt.


„Wenn ich könnte, wie ich müsste,
baute ich ein Schiff an dieser Küste.“


Wenn man sagen kann, dass Zaha Hadid der Komet unter den Fixsternen der Architektur ist, muss man sich fragen, wie denn das Firmament der Architektur zu beschreiben wäre, an dem sich Zaha Hadid mit rasender Geschwindigkeit bewegt.
Es ist inzwischen bekannt, dass ich darauf bestehe, dass sich die Architektur in Zukunft dramatisch verändern wird und damit auch die Rolle der ArchitektInnen.

Es wird die ArchitektInnen geben, oder auch nicht mehr, die, im vorauseilenden Gehorsam ihrem verinnerlichten Zwang folgend, alles schön finden, was ihre Auftraggeber, ihre Investoren oder sonst wer von ihnen verlangen [...]

Dann wird es aber ArchitektInnen geben, die sich als StrategiedenkerInnen sehen, die nicht an Erfüllungszwang leiden und all das neu definieren, was die Architektur der Zukunft ausmacht: das visionäre Denken in Raum und Zeit, in Programm, Material und Konstruktion. [...]

[...]jeder Baukörper muss als Idee zunächst noch unvertraut sein. Ein fremder Körper noch ungesehen, daher nicht bekannt und daher ungewohnt. Will man diesen fremden Körper entfremden, also gewohnt, gesehen machen und bewohnt, muss man die ästhetischen Kriterien der Architektur immer wieder neu definieren.

[...]

Neue Räume können nur entworfen werden, wenn man Grenzen überschreitet. Denn nur wer grenzüberschreitend denkt, wird den Raum begreifen können, der außerhalb der Normalität zu finden ist. [...]
Mehr unter: http://www.profil.at/articles/0413/567/78225.shtml
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