Fellbach: SLT 107 (107 m) und Fromm-Areal

  • Wie viele Unterschriften müsste man wohl sammeln um das "Recht" auf Bürgerbegehren aus dem Grundgesetz streichen zu lassen? Das ist doch der totale Schwachsinn, es geht doch überhaupt nicht mehr um die Meinung der Bürger, sonder schlicht und einfach um Politik. Da scheint wohl jedes Mittel Recht um Ahnungslose Bürger mit Haarstreubensten Argumenten und Mitteln zu einer Unterschrift zu bewegen. Vielleicht sollte sich die SPD einmal überlegen ob dieser unsägliche Populismus sie momentan auch nur einen Millimeter voranbringt.

  • Regent
    Marzahn ist ein ganzer Stadtteil. Ích wollte damit zum Ausdruck bringen, dass ich nichts von "Klotz"bebauung beim Wohnbau halte (damit ist nicht das Hochhaus, sondern das drumherum gemeint). Das sieht man in Stuttgart immer wieder, wie z.B. beim Mediaforum oder etwas älter am Hallschlag - ergo Marzan. Außerdem glaube ich, wer aufs Land will (und dazu zählt für mich Fellbach) der wohnt lieber kleinbürgerlich (bitte nicht falsch verstehen), sprich Häusle oder Wohnung in einem Häusle. Wenn du beispielsweise Nachbarort Rommelshausen mit seinem Hochhausviertel betrachtest, dann weißt du, wie dieser Turm in Fellbach in 20 Jahren bewohnt sein wird.
    Im übrigen gebe ich Dir Recht, insgesammt ist das nicht mit Marzan zu vergleichen (Großstadt vs. Kleinststadt)

  • Für die SPD ist es auch hart gekommen. Früher hatten sie wenigstens noch das in Kreisen attraktive Label der Gesellschaftskritischen. Dann kamen die Grünen und haben mehr oder weniger jede Proteststimmung aufgegriffen und für sich verbucht. Jetzt macht auch noch die Linke in Sachen Sozialismus kräftig Konkurrenz. Hier beim 5to1 haben wohl die Grünen nicht schnell genug zugegriffen oder sind aus gewissen Gründen nicht dagegen. Vielleicht kennt man den Architekten oder sowas.


    Da kann die SPD also endlich selbst mal Bürgerinitiative, Protestpartei und Bedenkenträger in einem spielen. Wer wollte ihr das verdenken?

  • Suevian


    Also Marzahn ist für mich, wie wohl für die meisten, eine Sozialsiedlung. Der 5to1 hingegen ist ein Solitär in einer intakten Umgebung, konzipiert für Mittel bis Oberschicht. Ob er nun besonders gut in die Umgebung passt sei dahingestellt, in meinen Augen ist es allerdings Unsinn davon auszugehen das der Turm zu einem "Sozialen Brennpunkt" oder ähnlichem wird, nur weil er mehr als 5 Stockwerke hat. Das ist für mich ganz klar Schubladendenken, und man sieht ja auch wunderbar anhand der teils peinlichen Argumente seitens der Gegner das es sich hier um ein schlüssiges Konzept handelt.
    Außerdem hätte ich zumindest nichts dagegen einzuwenden einen Unverbaubaren Blick auf Stuttgart und Umgebung zu haben, aber das kann jeder natürlich so sehen wie er will.


    Übrigens, falls du dir einmal Neubau-Sozialsiedlungen anschauen willst geh doch einmal in die neuen Siedlungen am Burgholzhof, da kann man sehr schön beobachten das Ghettoisierung absolut nicht mit der höhe von Gebäuden zu tun hat, mehr als 3 Stockwerke gibts da nämlich nicht.

  • Regent
    das ist doch totaler Unsinn. Welches Mitglied der Oberschicht zieht denn in ein Fellbacher Hochhaus. Das ist doch abwegig. Vielmehr hat Sueviabn natürlich recht, dass derjenige, der aufs Land, ergo nach Fellbach, zieht doch auch kleinteilig wohnen möchte.


    Die HH-Befürworter verkennen die Situation uach wenn der Marzahn-Vergleich ebenfalss falsch ist

  • Also ich kann mich nicht erinnern das Fellbach unbedingt das Mekka kleinteiliger Bebauung ist. Vielmehr ist das Stadtbild doch von Mehrfamilienhäusern geprägt. Der Punkt ist doch, es mangelt in Stuttgart massiv an hochwertigen Wohnraum, und was spricht da bitte dagegen in den 20, statt in den 2 Stock zu ziehen? Ich habe ja auch von Mittel bis Oberschicht geredet, das natürlich die Killesberg Fraktion ihre Halbhöhenlagigen Villen nicht gegen ein Appartment im 5to1 eintauscht ist mir auch klar. Schau dir doch bitte mal die Mieten in den Asemwaldhochhäusern an, und das sind schließlich 70iger Jahre Bauten. Dann weisst du das Hochhaus nicht gleich Sozialslum ist. Beim 5to1 wird es natürlich auch eine Frage der Vermarktung sein, aber dieser Horizont scheint sich manchen noch nicht erschlossen zu haben. Wenn man das Ding natürlich überall verteufelt ist klar das das öffentliche Bild davon geprägt wird, warscheinlich ist auch genau das Ziel der Gegner, solange stänkern bis wirklich dem letzten die Lust auf eine Beschäftigung mit dem Thema vergangen ist. Mir jedenfalls stinkts so langsam. Es gibt wirklich wichtigeres als alle Kraft daran zu setzen Dinge zu verhindern an denen 1. Arbeitsplätze hängen, und 2. so etwas wie einen Schritt in die Zukunft wagen. Aber Leuten die Denken ein Turm wirft einen Kreirunden Schatten muss man so etwas natürlich nicht sagen.:Nieder:

  • Regent
    Sowas mache ich nicht an der Höhe fest.
    1. ich finde diesen! Turm nicht ansprechend (war aber für den Trump Tower)
    2. die Bebauung um den Turm hat für mich ähnlichen Charakter wir die am Burgholzhof
    Deshalb bin ich der Meinung, dass dies eine Sozialsiedlung mit negativem Touch werden wird.

  • Ich vermute, Warbanoff wird sich demnächst ganz einfach aus Fellbach zurück ziehen, wenn diese Provinzposse weitergeht. Sollen die Fellbacher auf ihrer hässlichen Brache auf weitere Jahre, vielleicht Jahrzehnte sitzen bleiben. Auch gut. Investiert wird wo anders.

  • Aber Suevian hat doch recht. Wenn man sich das konzept anschaut, ahnt man doch jetzt schon, dass dort in spätestens 30 Jahren überwiegend menschen in prekären Lebenlagen wohnen werden.


    Man kann eben manchmal auch gegen HH sein, wenn Sie nicht ins Umfeld passen. das Arbeitsplatzargument ist ehrlich gesagt nicht würdig, diskutiert zu werden :nono:

  • Ich ahne was anderes, das Konzept scheint schlüssig, die Chancen stehen m.E. gut.
    Man muss nicht jedes Haus über 35m kaputt reden, nur weil es bisher in der Region wenig solcher Konzepte gab und gibt, an denen man sich orientieren kann. WohnHHer sind aber im Ausland etwas vollkommen Selbstverständliches, insbesondere und gerade für gehobene Klientel. Das mit verrottender, billigst gebauten SozialHH-Siedlungen Marke 60er zu vergleichen ist für mich absurd.

  • Etwas was hier noch gar nicht so zur Sprache kam:


    In Städtischen Gebieten ist ein ÖPNV-Anschluss m.E. schon ein Preiskriterium. Und den hat´s am 5to1 nicht in einen Akzeptablen Umfang (So nur 1 Bus/h).


    Da sollte man sich villeicht wirklich einen anderen Standort raussuchen.
    Dafür ist aber eine 4 (?) Spurige Hauptverkehrsstraße gleich nebenan.
    Und wie siehts dort eigendlich mit der Nahversorgung aus?


    Das ist grad die lage an die zumindest ich nie ziehen würde.


    Selbst Aemwald hat So mehr ÖPNV als 5to1. Und dafür wohnt man halt auch wirklich in ruigerer Lage.


    Nichts gegen 5to1 aber die Lage ist halt echt nicht die beste.

  • .


    Selbst Aemwald hat So mehr ÖPNV als 5to1.


    Sind wir jetzt eigentlich entgültig im Land der Märchen angekommen?


    Also 1. Wenn bedarf besteht lässt sich die Frequenz der Busse bestimmt erhöhen, 2. liegt der 5to1 an einer gut angebauten Hauptstrasse, mit anbindung an eine Schnellstrasse. 3. verfügt Fellbach über S- sowie Stadtbahn, die mit einer neuen bedarfsgerechten Busverbindung schnell erreicht werden kann. Und zu den Einkaufsmöglichkeiten, erstens schafft eine Eventuelle Nachfrage Bedarf, was wiederum Arbeitspläte schaffen würde (ja, so ist das wenn Städte wachsen!), außerdem ist in Nicht einmal 5 Fahrminuten der Waiblinger Real-bzw Obi usw erreicht. Und noch ein Punkt zur bebauung am Fuße des Turms, welche Kriterien sprechen bitte dafür das sich hier eine Sozialsiedlung entwickelt?


    Wie Wagahai sehr richtig bemerkt hat ist das wohnen in Wohtürmen in den meisten Ländern eine gern gesehen Selbstverständlichkeit, man schaue nur nach Spanien, Asien, Latainamerika, Amerika, und seit neuestem auch wieder unsere Osteuropäischen Nachbarn. Aber der Horizont reicht auch hier wieder bloß bis zu den hängen der Schwäbischen Alb...

  • ^


    Wenn bedarf besteht lässt sich die Frequenz der Busse bestimmt erhöhen,


    Wenn's wer zahlt.


    liegt der 5to1 an einer gut angebauten Hauptstrasse, mit anbindung an eine Schnellstrasse.


    Habe ich das nicht geschrieben?
    Zur erinnerung: "Dafür ist aber eine 4 (?) Spurige Hauptverkehrsstraße gleich nebenan."


    Wie Wagahai sehr richtig bemerkt hat ist das wohnen in Wohtürmen in den meisten Ländern eine gern gesehen Selbstverständlichkeit, man schaue nur nach Spanien, Asien, Latainamerika, Amerika, und seit neuestem auch wieder unsere Osteuropäischen Nachbarn.


    Noch mal:
    Mir geht es nicht um 5to1 an sich sondern an den Standort.
    Von mir aus könnte man ja im Neckarpark sowas bauen oder auch am Prgagsattel, aber nicht am A... der Welt.

  • ^




    Wenn's wer zahlt.


    Die zusätzlichen Fahrgäste! Du stellst jetzt aber nicht ernsthaft die bis jetzt schlechte Busverbindung als Argument gegen den 5to1?


    Mal davon abgesehen ist Fellbach nicht am Arsch der Welt, sonder grenzt direkt an Stuttgart (Cannstatt). Im Talkessel selbst sind Hochhäuser ,wie du weißt, nicht zugelassen, also bleiben nur die Ränder. Und einen Blick auf Stuttgart hat man nur vom Pragsattel aus, oder eben von dem Standort in Fellbach. Alle anderen Hänge fallen weg, da entweder Waldgebiet, oder von Villen bebaut. Der Standort des 5to1 ist demnach einer der wenigen der Sinn macht, und nicht umgekehrt! Mal davon abgesehen ist das ganze immernoch Sache des Investors, ihr tut ja gerade so als müsstet ihr das Ding bezahlen...

  • ^
    Die zusätzlichen Fahrgäste!


    Zur erklärung:
    ÖPNV benötigt in der Regel Subventionen. Wenn ein Bus öfter fahren soll muss der Besteller (entweder die Stadt oder der Landkreis) mehr Geld Zahlen. Und das muss der Besteller erst mal wollen. Alternativ könnte auch der Investor was zahlen.


    Mal davon abgesehen ist Fellbach nicht am Arsch der Welt, sonder grenzt direkt an Stuttgart (Cannstatt).


    OK A... der Welt ist villeicht übertrieben, aber ÖPNV-Wüste ist dort unbestritten. Ich war schon oft dort (am Bauplatz) und weiß wovon ich rede.