Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 21.02.14, 02:52   #84
LE Mon. hist.
Diamant-Mitglied

 
Registriert seit: 11.12.2008
Ort: Leipzig
Alter: 45
Beiträge: 4.264
LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sich die Gerichte angesichts der bevorstehenden umfassenden Sanierung des Gebäudes einschließlich eines angekündigten Austauschs aller Scheiben der Einschätzung anschließen würden, dass es sich um Sachbeschädigung handelt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Neunund...nderungsgesetz
http://www.graffitianwalt.de/urteile.php
u.a. AG Düsseldorf, Urteil vom 9.12.2011 (Ist ohnehin eine Komplettrenovierung erforderlich, sind weitere Tags straflos)

So ganz allgemein denke ich allerdings, dass das geplante Aufsetzen eines Sattelgeschosses das Baudenkmal viel viel stärker und dauerhafter schädigen wird als das Graffito. Und das sowohl im Äußeren durch starke Veränderung der Kubatur als auch im Inneren durch die dafür notwendigen statischen Umbauten. Vor allem aber ist diese Beschädigung irreversibel im Gegensatz zu dem Bild.

PS: In einem Artikel in der heutigen LVZ äußert sich Holger Krimmling von der Geschäftsleitung des Leipziger Projektentwicklers KSW. Das Graffito soll nicht entfernt werden. "Das lohnt sich doch gar nicht. ... Die Fenster werden ohnehin ausgetauscht und die Fassade wird erneuert." Allerdings soll die Hauptpost demnächst von Sicherheitspersonal bewacht werden soll. Durch die zerschnittene Werbeplane, die nicht ersetzt werden soll, sei ein Schaden von rund 10.000 Euro entstanden.

Geändert von LE Mon. hist. (21.02.14 um 03:27 Uhr)
LE Mon. hist. ist offline   Mit Zitat antworten