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Alt 14.04.16, 11:22   #11
Midas
Diamant-Mitglied

 
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Midas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiell
^^ Korrekterweise! Die aktuellen Plaene sind ein schlechter Witz, was die Ausstattung und Ausgestaltung angeht.

Allerdings muss man auch einmal die Gesamtsituation sehen. Die DBAG ist ja nicht dumm und weiss ganz genau wie solche Grossplanungen funktionieren.

Bei der DBAG ist man sich bewusst, dass der Bezirk Altona und die Stadt Hamburg ganz ueberwiegend die Bahnhofsverlagerung wollen - vor allem, weil man gern die sehr zentral gelegenen heutigen Bahn-Flaechen in Altona fuer den (dringend benoetigten) Wohnungsbau entwickeln moechte. Auch bahn-betrieblich und verkehrlich ist die Verlagerung mittelfristig sinnvoll. Das langfristig durch die Verlagerung angestossene Poenzial ist riesig.

Wenn die Bahn weiss, dass die Stadt gern verlagern will, dann braucht die Bahn natuerlich auch nicht mehr anbieten als den absoluten Minimalstandard, der notwendig ist, um das Projekt umzusetzen.

Man weiss sehrwohl, bei der DBAG, dass der aktuell geplante Spar-Bahnhof so nicht kommen wird. Es geht im aktuellen Pokerspiel weniger darum was am Ende kommt, sondern darum wer was bezahlt.

Wohlwissend, dass die Stadt den neuen Bahnhof will, stellt sich die DBAG auf den Standpunkt, dass alles was ueber das absolut nNotwendige Minimum hinausgeht von Bezirk Altona, Freier und Hansestadt Hamburg (Land) und Bund (ggf ueber Zuschuesse) bezahlt werden soll. Freiwillig, wird es von Seiten der Bahn keinen Cent mehr als notwendig geben. Aus deren Sicht vertstaendlich.

Am Ende wird es also wohl einen Deal geben: Wahrscheinlich wird man die DBAG mit politischem Druck dahin bewegen, doch etwas mehr als das absolute Minimum zu realisieren. Gleichzeitig werden Stadt und ggf Bund im Gegenzug wohl etwas Geld in die Hand nehmen um das Projekt besser zu gestalten. Wahrscheinlich wird man dabei versuchen zusaetzlich noch einen Investor mit ins Boot zu nehmen, der dann z.B. ein groesseres und schoeneres Bahnhofsgebaeude realisiert, dass sich dann wiederum ueber Mieteinnahmen teilfinanziert, so dass es die Stadt nichts (bzw weniger kostet).

So waere es z.B. eine Option den neuen Bahnhof staedtebaulich zu markieren in dem man ein 20-Stoeckiges Buerohaus als 'Landmark' integriert. Stadt und Bezirk koennten das ueber einen B-Plan bzw im Rahmen der Planfestellung moeglich machen. Der Investor, der das bauen darf, koennte dann im Gegenzug das Empfangsgebauede des Bahnhofes mitfinanzieren.

Zur Orientierung noch einmal meine Karte aus diesem Thread.


Bild: google maps / ich
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