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Alt 27.04.14, 22:04   #96
Elli Kny
Diamant-Mitglied

 
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Elli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz seinElli Kny kann im DAF auf vieles stolz sein
Ex-Betonwerk Strehlener Strasse

im strang pirnaische vorstadt hatten wir gerade das thema, und nun schrieb die DNN zur hiesigen fläche: "ein schandfleck verschwindet", inhalt sinngemäß:

BM hilbert hatte sichtlich freude beim pflanzen einer stiel-eiche, denn er durfte bagger fahren - wie er sagt, zum 1. mal in seinem leben. ziel der aktion: drauf aufmerksam machen, dass man nicht nur bäume und grün für wichtig hält sondern daß hier ein schandfleck fast verschwunden ist. nach der zerstörung der 5-geschossigen gründerzeithäuser im krieg bestanden später das betonwerk auf dem areal und dann bis 2012 dessen ruinösen reste. die ruinen auf 20000 m² direkt am bahndamm stellten ein schlechtes aushängeschild für die stadt dar. letztlich musste die stadt hier durchgreifen und kaufte für 869000euro die 34 flurstücke von den eigentümern ab. dann erfolgte der oberirdische abbruch der ruinen, später die tiefenenttrümmerung samt der keller der vorkriegshäuser. es wurden dabei nicht nur brandbomben, granaten und gewehre geborgen sondern auch die skelette von sechs menschen, die nicht mehr zu identifizieren waren. drei derer waren allerdings ein mann, eine frau und ein junges mädchen. ausserdem fand man den helm eines luftschutzwarts und eine luftschutzapotheke. die skelette wurden geborgen und werden wohl am 8. mai auf dem johannesfriedhof beigesetzt. die kriegsgräberfürsorge soll dann zuständig werden.

jetzt werden bäume und sträucher gepflanzt, vor allem der teil ggü der neuen feuerwache an der franklinstrasse soll eine art kleiner park werden. das grün kostet 200000 euro. später entsteht auf der restfläche ein parkplatz mit 500 stellplätzen. insgesamt kosten enttrümmerung und "revitalisierung" rund 1,1 mill. euro, die zu 75% aus EFRE-mitteln finanziert werden. der rest wie auch die o.g. kauf- und abrissmaßnahmen hat die stadt weitgehend aus eigener tasche bezahlt, um endlich den schandfleck wegzubekommen.

soweit die interessante schilderung der dnn, allerdings ohne mal zu hinterfragen, ob denn diese "revitalisierung" durch einen parkplatz, der fast die ganze riesenfläche einnehmen wird, überhaupt so toll ist und was eigentlich "stadt" in nähe eines hauptbahnhofes ausmacht. es bleibt halt trockene berichterstattung des einzelfalls ohne blick über den tellerrand. seis drum, vielleicht sollte man auch nicht zuviel erwarten. zunächst einmal hat die stadt hier engagement bewiesen, vielleicht bleiben die parkplatzflächen dennoch bauerwartungsflächen für spätere entwicklungen. hier wirds also heissen: 10 jahre (fördermittelsperrfrist) warten und dann schaun mer mal weiter.
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