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Alt 22.03.14, 23:08   #58
Miguel
Silbernes Mitglied

 
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Miguel kann im DAF auf vieles stolz seinMiguel kann im DAF auf vieles stolz seinMiguel kann im DAF auf vieles stolz seinMiguel kann im DAF auf vieles stolz seinMiguel kann im DAF auf vieles stolz seinMiguel kann im DAF auf vieles stolz seinMiguel kann im DAF auf vieles stolz seinMiguel kann im DAF auf vieles stolz seinMiguel kann im DAF auf vieles stolz seinMiguel kann im DAF auf vieles stolz seinMiguel kann im DAF auf vieles stolz sein
Den bisherigen Stand des Entwurfs halte ich für solide, mehr aber auch nicht. Ich bin gespannt auf die finalen Ausgestaltungen, die hoffentlich noch ein wenig mehr Esprit versprühen werden.

Klar ist es schön, dass an dieser Stelle ein Hochhaus entsteht. Aus ein paar wenigen Perspektiven wird das Türmchen bestimmt auch was hermachen. Aber weder was die Höhe, noch was die Architektur angeht, wird hier wohl mehr als ein Lückenfüller entstehen. Und das ist genau das Problem. Denn ich halte den Standort für den besten Wolkenkratzer-Standort überhaupt in ganz Frankfurt. Hier fehlen nicht nur 50 Höhenmeter, sondern 100!

Zum einen befinden wir uns hier im Zentrum des Bankenviertels, was sich auf die zu erzielende Miete positiv auswirkt. Zum anderen ist die S-Bahn-Station Taunusanlage direkt vor der Haustür, der Hauptbahnhof befindet sich eine, der Flughafen vier Stationen entfernt. Es gibt kein "Verschattungsproblem". Direkt vor dem Gelände befindet sich die Taunusanlage, der Frankfurter "Central Park". Die Alte Oper, Goethestraße und Fressgass sind fußläufig in max. 5 Minuten erreichbar. Um es kurz zu machen, die Lage ist einfach perfekt.

Dass dieses absolute Filet-Grundstück, das politisch abgesegnet mit 210 Metern Höhe hätte bebaut werden dürfen, so dermaßen unter Wert entwickelt wird, ärgert mich sehr.

Die nicht vorhandene Auswirkung auf die Skyline haben wir schon diskutiert. Auch wenn nebenan mit T11 und T8 zwei halb so hohe Gebäude stehen (werden), die zumindest in der direkten Nachbarschaft Abwechslung erzeugen, wird doch aus etwas größerer Distanz aus allen Perspektiven eher der Eindruck dominieren, dass die Deutsche-Bank-Türme zusammen mit dem Skyper, Silberturm, Gallileo und der Marieninsel eine gefühlte Einheitshöhe von +/- 5 Metern aufweisen. Als hätte die Stadtplanung von Nord nach Süd ein Lineal auf die Türme gelegt und mit der Wasserwaage kontrolliert, dass es bloß keine Ausreißer nach oben gibt. Wie langweilig und eintönig!

Ich kann auch nicht verstehen, wieso der Investor so dermaßen risikoavers agiert und vermeintlich auch dadurch auf Nummer sicher gehen will, dass er die betriebswirtschaftlich streng rational durchkalkulierte Logik der Flächenausnutzung und Gebäudehöhe auch in der äußeren Gestaltung demonstrieren lässt, ohne jegliche individuelle Note in das Projekt einzubringen. Womöglich geht der Schuss auch nach hinten los, weil Mieter vielleicht gerade das Besondere an einem Objekt wünschen - das Unverwechselbare, den Charakter, was dieses Gebäude in seiner derzeitigen Form und Höhe offensichtlich nicht bieten kann.

Wie wäre es stattdessen mit einer Mischnutzung, wie sie letztens auch Herr Cunitz für den Hochhausbau in Frankfurt propagierte? Ein Luxushotel ganz oben mit öffentlichem Restaurant / Bar, darunter Wohnungen, darunter Büros und ganz unten Gastronomie / Einzelhandel, alles verteilt auf 250 Meter. Das wäre die adäquate Lösung für diesen Bombast-Standort! Hat sich der Investor darüber mal Gedanken gemacht?
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