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Alt 05.03.10, 19:43   #676
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Geschäftshaus an der Hartmannstraße 16 geräumt

Chemnitz-Fernsehen, 5.3.2010
Haus im Chemnitzer Zentrum geräumt: Einsturzgefahr
http://www.sachsen-fernsehen.de/

http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=sg5...111%20Chemnitz
Mich würde es nicht wundern, wenn da nun gleich die Chance zum "Aufräumen" ergriffen werden würde.
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Alt 05.03.10, 20:07   #677
cherubino
 
Beiträge: n/a
Laut einer neuen Studie werden 2020 in Chemnitz 30.000 Wohnungen leerstehen, d.h. etwa ein Fünftel des Bestandes. Baubürgermeisterin Petra Wesseler (46, parteilos): „Bis 2020 werden wir massiv Einwohner verlieren“. Sie rechnet in zehn Jahren mit nur noch 225000 Chemnitzer_innen und damit 15000 weniger als jetzt. „Wir werden einen Überhang von 30000 Wohnungen haben.“ Wesseler kündigt an: „Der Abriss muss weitergehen.“ Für dieses Jahr ist bereits der Abriss von 1700 Wohnungen beschlossen. Sicher ist, dass auch weiterhin wertvolle Gründerzeithäuser dem „Stadtumbau“ zum Opfer fallen werden. Wesseler: „Wir werden nicht jedes Haus retten können.“

Petra W.

Laut einer neuen Studie sollen 2020 in Chemnitz 30.000 Wohnungen leer stehen, d.h. etwa ein Fünftel des Bestandes. Baubürgermeisterin Petra Wesseler (46, parteilos): "Meine Mitarbeiter und ich arbeiten derzeit intensiv an Lösungen um dieses prognostizieret Szenario zu verhindern. Ich bin nicht bereit mich planlos derart Prognosen zu ergeben. Dafür bin ich nicht gewählt worden, ich stelle mich der Verantwortung." Wesseler kündgt an: "Einen Abriss historischer Bausubstanz in Chemnitz werde ich nicht akzeptieren. Es gibt Alternativen, so den Wohnungsrückbau in nach 1970 entstandenen Plattenbauvierteln. Wir müssen und werden die Geschlossenheit der histoischen Chemnitzer Viertel erhalten. Konzepte werden derzeit erarbeitet." Wesseler "Wir werden versuchen jedes Haus zu retten"
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Alt 08.03.10, 10:16   #678
chemnitzer
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chemnitzer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Die Gebäude an der Klaffenbacher Straße 62, 64/66, 88, 74/76, Bachgasse 4, Zwickauer Straße 473, 483, Bernsdorfer Straße 297, 299, 301
und Geibelstraße 214, 216, 218 wurden bei der Auktion am 02.03.2010 nicht versteigert. Ein weiterer Versuch wurde am Samstag unternommen. Die Ergebnisse sind aber noch nicht bekannt.
Das ehemalige Rathaus in Rabenstein dagegen wurde bereits beim ersten Mal versteigert.
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Alt 08.03.10, 13:12   #679
Gärtner
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Gärtner befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
@cherubino

Deine treffende Formulierung kann man sich nur herbeiwünschen. Aber es bleibt allein der Wunsch. Von Petra W. und Barbara L. ist nix mehr zu erwarten. Man hat resigniert im Rathaus, angesichts der Fakten. Bleibt nur die Frage, warum diese beiden und andere Entscheidungsträger, wenn schon nicht jedes Haus, weiter ihren eigenen Stuhl im Rathaus retten können.
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Alt 08.03.10, 15:53   #680
cherubino
 
Beiträge: n/a
Hoffen wir auf die nächste OB Wahl ...
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Alt 08.03.10, 20:22   #681
John28
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Beiträge: 84
John28 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Wann is die nächste OB-Wahl???
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Alt 09.03.10, 10:24   #682
chemnitzer
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chemnitzer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Die aktuellen Ergebnisse der "Sächsische Grundstücksauktion AG" vom 02. und 06. März 2010. Es wurden die folgenden Objekte versteigert:

Apollostraße 3 (8.500 Euro, Mindestgebot 5.000 Euro)
Louis-Schreiter-Straße 9 (45.000 Euro, Mindestgebot 30.000 Euro)
Walthergasse (22.000 Euro, Mindestgebot 9.000 Euro)
Olbernhauer Straße, Teilgebiet 2+3 3 (160.000 Euro, Mindestgebot 50.000 Euro)
Marienberger Straße, Flst. 461/4 (5.000 Euro, Mindestgebot 5.000 Euro)
Einsiedler-/Marienberger Straße, Flst. 461/5 (5.000 Euro, Mindestgebot 5.000 Euro)
Einsiedler Straße, Flst. 461/7 (5.000 Euro, Mindestgebot 5.000 Euro)
Neukirchner Straße 1 (6.500 Euro, Mindestgebot 3.000 Euro)
Klaffenbacher Straße 78 (6.000 Euro, Mindestgebot 5.000 Euro)
Klaffenbacher Straße 70/72 (1.000 Euro, Mindestgebot 1.000 Euro)
Klaffenbacher Straße 62 (5.000 Euro, Mindestgebot 5.000 Euro)
Klaffenbacher Straße 62 (5.000 Euro, Mindestgebot 5.000 Euro)
Klaffenbacher Straße 64/66, 68 (9.000 Euro, Mindestgebot 9.000 Euro)

Da hat sich ja auf der Klaffenbacher Straße einiges getan. Vielleicht kann cherubino etwas zu den Käufern sagen. Oder hat er etwa selbst?

Besonders freut es mich für das Objekt Klaffenbacher Straße 70/72. Da muß dringendst etwas unternommen werden. Schlimmer kann es mit einem neuen Eigentümer eigentlich nicht werden.
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Alt 09.03.10, 10:37   #683
cherubino
 
Beiträge: n/a
cherubino ist ganz überrascht ... hat nicht selber gekauft :-))) Hoffentlich sind es Investoren die sanieren :-)
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Alt 10.03.10, 17:34   #684
cherubino
 
Beiträge: n/a
Nach meiner Information ist die nächste OB Wahl 2013.
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Alt 10.03.10, 18:07   #685
cherubino
 
Beiträge: n/a
Ein Skandal das die GGG Häuser jahrelang zu unrealistischen Preisen 100. tsd. + anbietet und dann wenn sie keiner kauft die Häuser bei Zwangsversteigerungen für 1000 bis 5000 rausschmeist. Eine Geldvernichtung.
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Alt 11.03.10, 19:56   #686
piTTi
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piTTi sitzt schon auf dem ersten Ast
Mich wundert es etwas, dass der heute in der Freien Presse zum Thema Sonnenberg erschienene Artikel noch nicht erwähnt wurde. Dort ging es im speziellen um das „Konservierte StadtQuartier“. Dabei kam natürlich auch der Verein Stadthalten zum Wort. Im Grunde wurde erklärt, dass man den Sonnenberg noch lange nicht abschreiben sollte. Es gäbe viele Interessenten. Auch eine Frau kam zu Wort, der dort ein Haus gehört und die sich in Sachen Vermietungsstand keine Sorgen zu machen braucht. Bei vielen Hausbesitzern scheitere bisher eine Sanierung an den Banken, die keine Mittel zur Verfügung stellen wollen. Die Kredit-Banken bewerte den Sonnenberg schlecht. Mit der Einstellung verhindern sie überhaupt erst, dass die Situation besser wird. Eine Spirale sozusagen. Da sollte meiner Meinung nach die Stadt eingreifen und diese Leute unterstützen. Es standen noch einige interessante Dinge mehr in dem Artikel. Leider habe ich die Zeitung im Moment nicht zur Hand. Wenn mir keiner zuvorkommt, dann werde ich später noch ein paar Inhalte editieren.

Edit:

Die erwähnte Frau heißt Hannelore Holz und ihr gehören vier Häuser im Stadtquartier. Ihre Häuser sind gut vermietet, weil sie sich sehr darum kümmert. Ihrer Meinung nach, würde die Sanierung auf dem Sonnenberg schneller vorangehen, wenn sich alle Eigentümer vor Ort engagieren würden. Frau Holz betreibt eine Immobilienfirma und hat zurzeit mehrere Interessenten, die Häuser in diesem besagten Stadtquartier kaufen wollen.

Klingt ja alles gar nicht so schlecht. Mal schauen, ob da in naher Zukunft mal etwas Bewegung in die Sache kommt.

Geändert von piTTi (11.03.10 um 22:31 Uhr) Grund: Ergänzung
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Alt 13.03.10, 08:55   #687
chemnitzer
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Ort: Chemnitz
Beiträge: 242
chemnitzer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Den städtebaulichen Ideenwettbewerb des Freistaates zum Gebiet um die Oberfinanzdirektion Chemnitz an der Brückenstraße hat das Architekturbüro Peter Koch aus Chemnitz gewonnen. Siehe: Der Siegerentwurf ist glaube ich Bild 5.

Zitat:
Der Freistaat Sachsen plant langfristig seinen Standort im Quartier zwischen Brückenstraße, Straße der
Nationen, Käthe-Kollwitz-Straße und Mühlenstraße als Justiz- und Behördenzentrum auszubauen. Damit sollen
städtebauliche Defizite beseitigt und die Chemnitzer Innenstadt weiter aufgewertet werden.
Ich bin zwar kein Architekt oder Stadtplaner, aber ich finde, dass man mit diesem Entwurf städtebauliche Defizite nicht beseitigt. Der Ersatzbau für das Forum trennt das Gelände zur Mühlenstraße noch stärker ab. Auch der kleinere Neubau wirkt nur wie eine Innenhofbebauung.
Den neu entstehenden Durchgang zum Opernplatz finde ich vom Grundgedanken her richtig, allerdings hätte man dazu die Parteifalte auch an dieser Stelle öffnen können.

Wahrscheinlich hatte dieser Entwurf das beste Kosten/Nutzen Verhältnis.

Was passiert nach der Umsetzung eigentlich mit den bestehenden Liegenschaften der Landesverwaltung in Chemnitz?
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Alt 13.03.10, 09:40   #688
felli
Mitglied

 
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felli befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Tja, das ist mal wieder ein Dilemma.

Die Parteifalte zu öffnen ist die einzige Chance den Brühl wieder vernünftig an die Innenstadt anzubinden. Dagegen wird allerdings das denkmalgeschützte Ensemble an der Brückenstraße zerstört und könnte dann besser gleich abgebrochen werden.
Der Siegerentwurf ist aus meiner Sicht ein guter Kompromiss im Umgang mit der zerklüfteten Hinterlandschaft um das Forum herum und um die Mühlenstraße anzubinden.

Ich halte außerdem einen städtebaulichen Anschluss des Brühls an das Zentrum derzeit für nicht notwendige. Ein ähnliches Konzept ist ja schon mit der Schmidtbankpassage und Markthalle gescheitert. Chemnitz hat einfach nicht das Potential, dass die Innenstadt soweit "ausstrahlt" um einen Brühl wieder zu einer "Einkaufsstraße" zu machen.

Aus meiner Sicht hat der Brühl dagegen sehr gute Chancen als eigenständiges, innerstädtisches Wohngebiet (Super Lage, Infrastruktur, ruhig, innenstadtnah). Das dies funktionieren würde zeigen einige teilweise ungünstiger gelegene Gebiete in der Nachbarschaft wie z.B. StraNa / Lerchenstraße, Josephinestr., Ottostraße usw. oder gar der Nordpark.
Wenn da nur nicht die GGG mit ihren Immobilienpreisen auf den wichtigsten Objekten sitzen würde (Interessenten gab es ja schon des öfteren). Jeder engagierte Versuch eines Eigentümers von Einzelobjekten ist damit zum scheitern verurteilt. So ein Gebiete kann man nur komplex in großen Schritten entwickeln.

So das war jetzt etwas O.T.

Geändert von felli (13.03.10 um 18:18 Uhr)
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Alt 13.03.10, 12:33   #689
lguenth1
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lguenth1 ist ein geschätzer Menschlguenth1 ist ein geschätzer Menschlguenth1 ist ein geschätzer Menschlguenth1 ist ein geschätzer Mensch
In der Freien Presse gibt heute einen detaillierteren Einblick. Das Forum und das Gebäude an der Straße der Nationen (heutige Nutzung?) sollen abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Zwei Bauten für Staatsarchiv und Justizzentrum scheinen sicher, ein Neubau für die theater-Verwaltung an der Käthe-Kollwitz-Straße ist lediglich eine Option. Die Sperre zur Innenstadt soll dadurch geöffnet werden, daß das Innenleben der Erdgeschoßzone des Baus an der Brückenstraße entfernt wird, so daß man dann auf Höhe der Kunstsammlungen einen neuen Hof erhält.
Welches städtebauliche Defizit dadurch gelöst werden soll, frage ich mich allerdings auch. Letztlich werden nur zwei alte Gebäude durch neue ersetzt, die Zerklüftung des Gebiets bleibt unverändert. Fraglich ist vor allem, warum zum Teufel man Geld verpulvern will, um einen Durchgang von der Brückenstraße zu einem Hof zwischen einem Archiv und einem Justizzentrum zu schaffen, der mit den Kunstsammlungen an der nächsten Sperre endet. Was für ein Blödsinn. Aber vom Architekten, der das Parkhaus in der Innenstadt verbrochen hat, erwarte ich mir auch keinen mutigen Entwurf:


Eigenes Bild

Ich kann mir absolut nicht erklären, nach welchen Kriterien dieser Architekturwettberwerb entschieden worden ist. Schon der bei Sachsen-Fernsehen gezeigte Entwurf weist ganz andere Qualitäten auf, gerade vor dem Hintergrund, daß die Parteisäge selber eben nicht denkmalgeschützt ist. Bitte, bitte: Wer mal einen Tag Zeit hat, der möge bis Ende März mal mit dem Fotoapparat in die Brückenstraße 10 gehen und die Ergebnisse des Wettbewerbs für die Öffentlichkeit dokumentieren. Über die Ergebnisse dieses Wettbewerbs müßte dringend eine öffentliche Debatte beginnen, um ein wirklich wegweisendes Konzept für diesen wichtigen Teil von Chemnitz zu erzielen. Prinzipiell stimme ich Felli aber zu: Für den Brühl sehe ich auch eher Chancen als Wohngebiet, vor allem wenn mit dem Behördenzentrum 2000 Arbeitsplätze in die unmittelbare Nachbarschaft verlegt werden.
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.03.10, 15:26   #690
cherubino
 
Beiträge: n/a
Leider hab ich die Entwürfe nur aus den Veröffentlichungen hier gesehen.

Es gab Anfang/Mitte der 90er schon einmal einen Ideenwettbewerb für das Gebiet. Der sah eine Art städtebaulich Neuauflage der Angervorstadt in dem Bereich vor. Neubauten bildeten die alten Straßen. Die Platten an der Mühlenstraße hatten in den Entwürfen keinen Platz mehr. Ziel war es, die städtebauliche Strucktur bis zum Anschluss Brühl wiederherszustellen.

U.a. sollten die Punkthochhäuser am Brühleingang beseitigt und die Karrees dort geschlossen werden.

Inzwischen wurde aber an der Mühlenstraße abgerissen und die Punkthochhäuser sollen teilsaniert werden

Das Haus an der StraNa ist meines Wissens nach als Gästehaus des Rates der Stadt Karl-marx-Stadt ebaut worden. Heute sind da Wohnungen drinnen. Dafür wurden damals die letzten Reste der Gartenstraße abgerissen.
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