Zurück   Deutsches Architektur-Forum > Architektur, Städtebau und Bauwesen: Regionale Themen > Osten > Chemnitz

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 04.01.11, 09:39   #1021
lguenth1
Platin-Mitglied

 
Registriert seit: 16.10.2008
Ort: Rochlitz
Beiträge: 2.666
lguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Die Aussagen vom CAWG-Vorstandvorsitzenden zu Yorckgebiet und Gablenz im richtigen Thema (Aussagen zum Brühl siehe hier):

- Wegen des hohen Altersdurchschnittes etwa in Gablenz oder dem Yorckgebiet (Leerstand fast 10 %) ermöglicht die CAWG den altersgerechten Umbau der Wohnungen. Laut den Bevölkerungsprognosen gehen allein im Wohngebiet Gablenz und im Yorckgebiet in den nächsten zehn Jahren noch einmal fünf Prozent der Haushalte verloren.
- Vor allem die Einpendler sieht man als Kundenpotential.
- Anfang 2012 werden insgesamt 50 Wohnungen an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße 15 bis 23 abgerissen (Luftbild). Im Gegenzug wird das Nachbargebäude an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße 22 bis 36 in 2011 mit 85 Wohnungen umfassend modernisiert.
- Ein zweiter Weg ist der Verkauf von Siedlungsteilen. So hat die Firma Chemnitzer Wohnwelt, ein Tochterunternehmen der Saxum AG, 2010 den Bernsdorfer Hang mit 283 Wohnungen gekauft. Auf der CAWG-Webseite fehlen inzwischen die entsprechenden Seiten zum Am Bernsdorfer Hang 1 - 29, 22 - 40 (Luftbild) die man über Google noch findet. An einen Investor aus Jena wurden zudem 149 Wohnungen an der Yorck-/Ecke Fürstenstraße verkauft.
- 2013 will die CAWG 59 Wohnungen an der Arthur-Strobel-Straße 5 bis 15 abreißen (Luftbild).
- Weitere Pläne über Rückbau oder Verkauf gibt es derzeit nicht.
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.01.11, 21:10   #1022
lguenth1
Platin-Mitglied

 
Registriert seit: 16.10.2008
Ort: Rochlitz
Beiträge: 2.666
lguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Zum neuen alternativen Projekt an der Leipziger Straße 3-5 wurde hier noch nichts genaueres gesagt, wenn ich mich nicht irre. Dabei handelt es sich bekanntlich um die Nachfolge der Reba 84, Projektname ist "Kompott". Wenn man den entsprechenden Stadtstreicherartikel liest und dazu die vielversprechenden Eindrücke aus einem Gespräch mit einem der Beteiligten addiert, kann man wirklich auf eine Belebung der Chemnitzer Kulturszene hoffen.
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.11, 10:48   #1023
lguenth1
Platin-Mitglied

 
Registriert seit: 16.10.2008
Ort: Rochlitz
Beiträge: 2.666
lguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Die WG Einheit will 2011 fast zehn Millionen Euro in ihren Bestand investieren:

- Modernisierung der Gebäude Arno-Schreiter-Straße 65 bis 71 und 73 bis 77 (Plattenbau, Markersdorf, Luftbild)
- Modernisierung Eisenweg 47/49 und 51/52 (erhaltenswerte Altneubauten, Markersdorf, Luftbild)
- Modernisierung von drei Gebäuden an der Baumgartenstraße und am Genossenschaftsweg im ländlichen Grüna.
- Verbesserungen geplant sind unter anderem Am Harthwald 98 bis 106 und 108 bis 116 sowie Ludwig-Kühn-Straße 13.
- für zwei Millionen Euro sollen 16 Eigentumswohnungen in der Siedlung am Hochfeld/Eisenweg gebaut werden
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.11, 20:48   #1024
lguenth1
Platin-Mitglied

 
Registriert seit: 16.10.2008
Ort: Rochlitz
Beiträge: 2.666
lguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Die Chemnitzer Wohnungsunternehmen fordern mehr Anreize für den Stadtumbau, da der Abbruch von Häusern in Chemnitz nahezu zum Erliegen gekommen ist (Link). Nur 600 Wohnungen wurden 2010 abgerissen. In der Printausgabe ist auch die Abrißbilanz der letzten Jahre zu finden (insgesamt 13733 Wohnungen):

2000: 199
2001: 124
2002: 569
2003: 1945
2004: 1652
2005: 2196
2006: 2379
2007: 1802
2008: 1231
2009: 1036
2010: 600

Dabei ist zu bedenken, daß allein die GGG etwa 40% ihrer Abrisse, also 3500 Wohnungen, im Altbaubestand vollzogen hat, wie Frau Kalew mal eingeräumt hatte. Das bestätigt eigentlich mein Gefühl, daß in Chemnitz erst spät mit dem Abriß begonnen wurde und insgesamt zu wenig Plattenbauten vom Markt genommen werden. Daß die "organisierte Wohnungswirtschaft" sich dem weiteren Abriß von Plattenbauten verweigert und wie immer in den Altbaubeständen wüten und somit Chemnitz weiter schädigen möchte, ist mir unverständlich. Natürlich will man den Erhalt der Neubaugebiete auch noch massiv vom Staat subventioniert bekommen. Hier ist die Stadt gefordert, die eigentlich schon längst Stadtteilkonzepte hätte vorlegen sollen, anhand derer solche Fragen vorangetrieben werden müßten. Der Artikel steht wirklich beispielhaft für alles, was in Chemnitz falsch läuft. Übrigens enthält er auch die Zahl, das vom offensichtlich noch fraglichen Teilrückbauvorhaben in den Plattenbaubeständen des Sonnenbergs 1200 Wohnungen betroffen sein sollen.

Passend dazu ist auch der Rückzug der GGG aus der Stadtumbau GmbH, die vollständig in den Besitz der WCW übergehen und mit neuen Aufgaben beauftragt werden soll (Stadtratsvorlage).

Geändert von lguenth1 (13.01.11 um 21:38 Uhr)
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.11, 18:38   #1025
cherubino
 
Beiträge: n/a
Stadtumbau vor dem Ende (SF)

http://www.sachsen-fernsehen.de/defa...howNews=916377

Die eigentliche Meldung ist, dass sich die Wohnungsunternehmen der Stadt beschwert hhaben, dass es keine Mittel mehr für den Abriss von Häusern gibt. Deshalb die notwendigen Veränderungen. Die Wohnungsunternehmen, die sich hier beschwert haben, sanieren einen Plattenbau nach dem anderen und wollen sogar neu bauen im Heckert.
  Mit Zitat antworten
Alt 18.01.11, 17:00   #1026
NiRVaNA
Debütant

 
Registriert seit: 20.11.2010
Ort: Chemnitz
Alter: 32
Beiträge: 2
NiRVaNA befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Stadt der Moderne - Stadt im Umbruch

das ist doch so lächerlich oder ?

die sollen doch die ganzen alten hässlichen platten lehr machen und abreißen und die leute in sanierte altbauhäuser stecken... wenn man das mit nur einem Block machen würde könnte man doch schon locker 5 Altbauhäuser retten

PS: weis jemand genaueres was mit dem Benrsdorfer Hang passieren soll ? http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=sg1...022%20chemnitz
an den kleinen Blöcken unten an der Bernsodrfer Straße wurde bis vor kurzem was gemacht aber nur i-was an den wasserleitungen so wies aussieht... komplett lehr gezogen sind sie auch schon also ich wüsste gern ob sie die scheuslichen dinger abreisen oder doch nicht etwa sanieren :/
NiRVaNA ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.11, 23:21   #1027
Hannes Kuhnert
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 13.07.2009
Ort: Chemnitz
Beiträge: 583
Hannes Kuhnert sitzt schon auf dem ersten Ast
Zitat:
Zitat von NiRVaNA Beitrag anzeigen
das ist doch so lächerlich oder ?

die sollen doch die ganzen alten hässlichen platten lehr machen und abreißen und die leute in sanierte altbauhäuser stecken... wenn man das mit nur einem Block machen würde könnte man doch schon locker 5 Altbauhäuser retten
Nun ja, Mieter werden nicht wo rein gesteckt, sondern suchen sich ihr Domizil aus. Trotzdem finde ich nicht gut, wie die GGG und die meisten Genossenschaften nur auf die eigenen Bestände orientiert agieren. Auch die Rahmenbedingungen der Politik im Sinne einer funktionierenden gesamtstädtischen Struktur sind nur schwach ausgeprägt. Insgesamt kann das kaum gut gehen.

Wenn man sich bei der Entwicklung des Plattenbaus bewusst beschränken würde (und beschränkt hätte) – flankiert von adäquater Kommunikation –, wäre auch mehr Nachfrage im Altbausegment da. Der naturgesetzmäßigen Art, mit der der die Feststellung „es gibt kaum noch Bewegung zwischen Altbau und industriellem Wohnungsbau“ immer wieder angebracht wird, muss ich widersprechen.

Dafür, dass auch sanierter Altbau, allemal auf dem Niveau üblicher sanierter Plattenbauten, preiswert sein kann, gibt es übrigens genug Beispiele.

Zitat:
Zitat von NiRVaNA Beitrag anzeigen
PS: weis jemand genaueres was mit dem Benrsdorfer Hang passieren soll ? http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=sg1...022%20chemnitz
an den kleinen Blöcken unten an der Bernsodrfer Straße wurde bis vor kurzem was gemacht aber nur i-was an den wasserleitungen so wies aussieht...
Trennung der Hausanschlüsse, diese Gebäude werden abgerissen. Zu den weiter oben habe ich allerdings gelesen, dass sie wohl ein neuer Eigentümer sanieren wolle.
Hannes Kuhnert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.11, 22:04   #1028
lguenth1
Platin-Mitglied

 
Registriert seit: 16.10.2008
Ort: Rochlitz
Beiträge: 2.666
lguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Korrekt, die Plattenbauten Bernsdorfer Straße 199 a bis d und 189 bis 197 mit ihren 108 Wohnungen werden abgerissen, wie hier und in der FP vom Donnerstag bereits zu lesen war. Anderswo war von mir auch der Verkauf von CAWG-Gebäuden an Saxum vermeldet worden, wobei es sich nach meinen Recherchen wohl um die Gebäude Am Bernsdorfer Hang 1 - 29, 22 - 40 handeln dürfte. Dürfte nur noch das GGG-Gebäude Am Bernsdorfer Hang 4-20 fehlen, das einen immens hohen Leerstand aufweist und wohl ebenfalls ein Abrißkandidat sein dürfte.

Generell ist die GGG derzeit durchaus mit einigen Abrissen in ihrem Plattenbaubestand beschäftigt, die mir noch nicht bekannt waren, wenn ich mich nicht täusche. In dieser Woche beginnt nämlich der Abriß der fünf- beziehungsweise sechsgeschossigen Plattenbauten Jakobstraße 16 bis 24 und Martinstraße 10 bis 12 mit insgesamt 76 Wohnungen. Von dem Karree auf dem alten Luftbild ist im Zuge des Projektes Bunte Gärten Sonnenberg bereits vieles abgerissen worden. Das Projektbild unter diesem Link sieht für mich aber so aus, als wären die jetzt abzureißenden Gebäude bei den ursprünglichen Plänen noch für den Erhalt vorgesehen gewesen.

2010 hat die GGG nach eigenen Angaben rund 340 Wohnungen vom Markt genommen, in diesem Jahr soll der Leerstand durch den Abriss von etwa 800 Wohnungen reduziert werden.
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.11, 10:05   #1029
lguenth1
Platin-Mitglied

 
Registriert seit: 16.10.2008
Ort: Rochlitz
Beiträge: 2.666
lguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Die lang erwarteten Stadtteilkonzepte sind endlich da! Das ganze Dokument kann man im Ratsinformatiossystem schon nachlesen (Link). Nach dem ersten Überfliegen ist die Einteilung der Gebiete sinnvoll, man findet einige statistische Daten, genaueres werde ich dann nach intensivem Studium zusammenfassen.

Zitat:
Baubürgermeisterin stellt Stadtentwicklungskonzept Chemnitz 2020 mit Gebietspässen vor
Baubürgermeisterin Petra Wesseler hat heute die Gebietspässe - Detailkonzepte aufbauend auf dem gesamtstädtischen Städtebaulichen Entwicklungskonzept Chemnitz 2020 (SEko) - erstmals öffentlich vorgestellt. Die Pässe geben Auskunft über die Entwicklungsziele und Maßnahmen in den 8 Einwohner-versammlungsgebieten in Chemnitz. Im November 2009 hatte der Stadtrat das SEKo beschlossen und die Verwaltung beauftragt, ergänzend zur gesamtstädtischen auch eine stadtteilbezogene Betrachtung vorzunehmen.

Die 8 Gebietspässe bereiten die aktuelle Situation sowie Stärken und Schwächen der Teilräume einheitlich und übersichtlich auf. Des Weiteren geben sie die Schwerpunkte der mittelfristigen Finanzplanung an. Aussagen zu den Hauptausfallstraßen und Magistralen haben Eingang in die Pässe gefunden. Darüber hinaus wurden erste Ergebnisse aus den parallel bearbeiteten Konzepten zum Wohnraumbedarf und Siedlungswohnungsbau aufgenommen.

Die Pässe dienen neben der Information der Bürgerinnen und Bürger auch den Stadträten als Unterstützung in der Ratssitzung zur Haushaltskonsolidierung am 9. Februar. Wesentliche Ziele von Haushalt und Finanzplan sind in den Pässen abgebildet.

Baubürgermeisterin Petra Wesseler: “Die gebietsbezogenen Stadtentwicklungskonzepte sind ganz bewußt zunächst als Entwurf konzipiert. Sie sollen qualifizierte Diskussionsgrundlage sein, um mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Stadträtinnen und Stadträten und weiteren Akteuren der Stadt gemeinsam an der Entwicklung von Chemnitz zu arbeiten. Die geplante breite Bürgerbeteiligung –durch Akteurskonferenzen und öffentliche Ausstellung – kann die Legitimität der nach diesem Prozess im Stadtrat zu beschliessenden Gebietspässe deutlich steigern. Es sind alle Interessierten herzlich eingeladen sich einzubringen.”

Die Bürgerbeteiligung zum SEKo mit den Gebietspässen findet vom Februar bis Mai 2011 statt. So werden die Pässe ab 28.02.– 31.05.2011 im Rahmen einer Ausstellung im Technischen Rathaus öffentlich präsentiert und der Internetauftritt für das Beteiligungsverfahren freigeschaltet.

Außerdem wird Baubürgermeisterin Wesseler in jedem der 8 Gebiete eine Akteuerskonferenz mit ansässigen Bürgerinitiativen, Vereinen, Verbänden und Ortschaftsräten durchführen.

Hier sind nachfolgende Termine jeweils 17.00 Uhr geplant, der genaue Ort wird rechtzeitig im Amtblatt und im Internet veröffentlicht :

15.03.2011 Gebiet Mitte
17.03.2011 Gebiet Süd-Ost
07.04.2011 Gebiet Mitte-Ost
13.04.2011 Gebiet Süd
18.04.2011 Gebiet Nord-Ost
10.05.2011 Gebiet West
17.05.2011 Gebiet Nord
19.05.2011 Gebiet Mitte-West
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.11, 18:10   #1030
LE Mon. hist.
Diamant-Mitglied

 
Registriert seit: 11.12.2008
Ort: Leipzig
Alter: 45
Beiträge: 4.252
LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Naja, zumindest kann man der Chemnitz Stadtverwaltung nun nicht mehr vorwerfen, sie würde konzeptlos handeln . Und jetzt heißt es eifrig lesen und mitdiskutieren.

In der Chemnitzer Morgenpost vom heutigen Samstag, 22. Januar 2011, werden die nach Ansicht des Blattes wichtigsten Punkte zusammengefaßt:

BM Petra Wesseler krempelt Chemnitz um
http://www.sz-online.de/Nachrichten/...icleid-2668610

Verkehr

* Innerer Stadtring in Chemnitz-Mitte - Neubau einer Straße zwischen Zschopauer Straße und Dresdner Platz, um die Innenstadt vom Verkehr zu entlasten. Länge: rund 500 Meter. Baubeginn: etwa 2015.

* Weiterbau des Südrings zwischen Augustusburger und Frankenberger Straße (Teil IV). Beginn: nach 2014, Länge: vier Kilometer.

* Neue Stadtbahntrassen nach Limbach-Oberfrohna (über Chemnitz-Center), nach Thalheim, Niederwiesa und Oelsnitz/E. Einzugsbereich: rund 200000 Einwohner. Kosten: 50 Millionen Euro. Wegen der Kürzungen im Nahverkehr steht der Baubeginn nicht fest.

Freizeit
* Aufdeckelung der Chemnitz am Falkeplatz (Ausbau des „Uferparks“ mit Promenade). Baubeginn: ab 2015.

* Talsperre Einsiedel: Sanierung der Staumauer für 3,1 Millionen Euro nach 2014.

* Wall am Johannisplatz: Anlage des "grünen Bandes durch die City" mit Spielgelegenheiten, Bäumen und Bänken. Bereits im Bau. Länge: rund 600 Meter. Fertigstellung: 2012. Kosten: 1,6 Millionen Euro.

* Kulturpalast Rabenstein: Laut Stadtplaner Börries Butenop (45) „eine Ecke, um die man sich kümmern muss“. Gebaut 1951 im neoklassizistischen Stil. Zurzeit versucht das Rathaus, den Abriss zu verhindern. Gespräche mit dem Eigentümer über Nutzungskonzepte laufen.

* Erweiterung Sportforum: Sanierung Hauptstadion, Umbau Radrennbahn, Erweiterung der Schwimmhalle. Baubeginn: bis 2014.

* Würdigung des Versteinerten Waldes im Zeisigwald durch Lehrpfade und Vulkanspiellandschaft. Fertigstellung: bis 2020.

Wohnen
* "Apollo-Karree" in der Nähe der Reitbahnstraße: Acht Hektar groß, sanierungsbedürftige Häuser. Soll mit Fördermitteln saniert und zu Wohnviertel für Studenten werden. Fertigstellung: bis 2014. Karree zwischen Gustav-Freytag-Str., Karl-Immermann-Str., Apollostraße und Annaberger Str. - Luftbild - unter Erhalt der freigezogenen und zunächst zum Abriss bestimmten Altneubauten an der Gustav-Freytag-Str. Dazu im Konzept S. 37/170.

* Bau neuer Einfamiliensiedlungen, geplante Standorte:
** ehemaliges Plattenbaugebiet Wenzel-Verner-Straße (16 Häuser): S. 73/170 Luftbild

** Charlottenstraße: 35 Häuser. S. 138/170 Luftbild
LE Mon. hist. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.11, 19:26   #1031
lguenth1
Platin-Mitglied

 
Registriert seit: 16.10.2008
Ort: Rochlitz
Beiträge: 2.666
lguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
So schnell schießen die Preußen nicht. Ich habe mich vorerst auf die Statistiken konzentriert. Wichtig sind hierbei für die einzelnen Gebiete die Zahl der Wohnungen und Haushalte seit 2000, die Einwohnerentwicklung seit 2000 (natürlicher und Wanderungssaldo), die Altersstruktur und ihre Entwicklung und die Daten zu Arbeitslosigkeit und Hartz-IV. Die Angaben zu Wohnungen und Haushalten lassen Rückschlüsse auf den Leerstand zu. Dabei gibt es in den Daten zur Gesamtstadt auf Seite 161 allerdings einen ärgerlichen Fehler, weil dort die Zahl der Haushalte korrekt mit 127339 hätte angegeben sein müssen. Daraus ergibt sich ein Leerstand von 19,5 % in der Gesamtstadt. Im Zentrum (inkl. Kapellenberg, Lutherviertel, Altchemnitz und Bernsdorf) sind es 23,5 %, im Gebiet Sonnenberg/Hilbersdorf/Ebersdorf 29,5 %, im Gebiet Kaßberg/Schloßchemnitz/Altendorf 14 %, im Yorckgebiet/Gablenz 17,5 % und im Heckertgebiet 21,3 %.

Weitere statistisch interessante Informationen:

- Das Heckertgebiet verliert im letzten Jahr 1,3 % seiner Einwohner. Die Altersgruppe von 45-64 Jahren ist deutlich überrepräsentiert, was vermuten läßt, das noch etwa 20 Jahre relativ geringe Auswirkungen des natürlichen Saldos auf die Bevölkerungszahl zu erwarten sind.
- Sehr ungünstige Altersstrukturen haben der Bereich Yorckgebiet/Gablenz (1,9 % Bevölkerungsverlust 2009) und das ländliche Chemnitz-Nord mit jeweils 40 % Bewohnern im Rentenalter. Deshalb sollte speziell im Yorckgebiet und in Gablenz der Schwerpunkt des Stadtumbaus angesetzt werden. Für Altendorf mit seinem Flemminggebiet gibt es leider keine separaten Zahlen.
- Das Gebiet Kaßberg/Schloßchemnitz/Altendorf glänzt seit 10 Jahren mit großen Wanderungsgewinnen und einem beträchtlichen Anstieg der Haushalte. Folge dessen ist die hohe Sanierungsquote in diesem Bereich, auch hier wären separate Zahlen für Schloßchemnitz und Kaßberg interessant.
- Das einzige Gebiet mit einem positiven natürlichen Saldo ist Sonnenberg/Hilbersdorf/Ebersdorf. Auch das Wanderungssaldo liegt etwa bei null, was ich auch beachtlich finde. Hier zeigen sich erhebliche Potentiale: Eine Geburt ist meist mit einem Umzug in eine größere Wohnung verbunden, zudem läßt die zeitliche Entwicklung des Wanderungssaldos auf eine grundlegende Umkehr der Wanderungsströme hoffen. Dem entgegen steht die bekannte immens hohe Zahl von sozial Schwachen (25 %). Der niedrige Altersdurchschnitt ist ebenfalls nicht neu.

Beachtlich auch der Vergleich der innerstädtischen Einzelhandelsflächen: Chemnitz 12 %, Karlsruhe 36%, Wiesbaden 33%, Magdeburg 20%, Leipzig 18% oder Halle 28%.

Geändert von lguenth1 (22.01.11 um 19:41 Uhr)
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.11, 21:02   #1032
lguenth1
Platin-Mitglied

 
Registriert seit: 16.10.2008
Ort: Rochlitz
Beiträge: 2.666
lguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Ich werde mich mal nur auf die Sachen konzentrieren, die mir neu sind oder nicht mehr präsent waren - beginnend im Gebiet Zentrum.

Die Pläne an der Apollostraße (Luftbild) unter Erhalt der Bestandsbebauung sind vielversprechend. Die "Nutzungsmischung aus Wohnangeboten im preiswerten Mietsektor, alternativen Wohnformen für Jugendliche und Studenten sowie ergänzenden kulturellen und gewerblichen Einrichtungen mit entsprechenden Grün- und Freiflächen" wird im Zuge der steigenden Bedeutung des ganzen Gebietes als Wohngebiet für die nahe Universität funktionieren. Der Altbau in der Apollostraße 3 wurde übrigens erst kürzlich versteigert.

Sehr interessant auch die Auflistung der geplanten Baumaßnahmen am Sportforum. Dort werden etliche Maßnahmen genannt, nicht bei allen hat sich die Stadt meines Erachtens bisher so klar unterstützend geäußert. Das gilt etwa für die Kunstturnhalle und den Erweiterungsbau der Schwimmhalle. Die komplette Liste:

• Kunstturnhalle
• Erweiterungsbau der Schwimmhalle (Funktionsräume, Sanitär- und Umkleideräumlichkeiten, Zuschauerplätze)
• Haus des Sports (für Olympiastützpunkt Chemnitz / Dresden, TU Chemnitz / Fachbereich Sportmedizin, Sportamt, Vereine und Verbände)
• Sanierung des Hauptstadions, als multifunktionale Sportanlage u. a. für den Bundesstützpunkt Leichtathletik
• Sanierung / Umbau der Radrennbahn
• Errichtung einer Sportmittelschule

Ansonsten ist noch der Abriß des Gebäudes Promenadenstraße 33 erwähnenswert (ehemalige Wladimir-Jljitsch-Lenin-Oberschule, Luftbild).
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.11, 08:20   #1033
lguenth1
Platin-Mitglied

 
Registriert seit: 16.10.2008
Ort: Rochlitz
Beiträge: 2.666
lguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Die einzige wichtige Aussage zum ländlichen Gebiet Süd-Ost (Klaffenbach, Harthau, Reichenhain, Erfenschlag, Einsiedel, Euba, Adelsberg, Kleinolbersdorf-Altenhain) ist das Bekenntnis zur Sanierung der Staumauer der Talsperre Euba für 3,1 Mio. € nach 2014. Damit hat sich ein langes Ringen um die Wiederherstellung der Naherholungsmöglichkeit gelohnt. Die Talsperre Einsiedel ist hier definitiv nicht gemeint, dabei handelt es sich um einen Fehler im Mopo-Artikel.
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.11, 08:47   #1034
chemnitzer
Senior-Mitglied

 
Registriert seit: 08.05.2009
Ort: Chemnitz
Beiträge: 239
chemnitzer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Das die Staumauer der Talsperre Euba gemeint sein könnte, auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Da ja die Talsperre Einsiedel für ca. 30 Mio. vor ein paar jahren an den Freistaat verkauft wurde. Ist aber sehr schön und wird sich meines Erachtens auch in der Kasse der Stadt (Steuern) früher oder später positiv auswirken.
Beim Überfliegen der eingestellten Texte hat es sich für mich nach "Wünsch Dir Was" angehört. Die Pläne sind zwar wirklich interessant, nur wer soll das alles bezahlen?

lguenth1 schrieb:
Zitat:
Ansonsten ist noch der Abriß des Gebäudes Promenadenstraße 33 erwähnenswert (ehemalige Wladimir-Jljitsch-Lenin-Oberschule, Luftbild).
Ich hatte eigentlich auf eine Sanierung ala Saxxum gehofft, da nach einem Abriss nicht mit einer Neubebauung zu rechnen ist. Die Lage ist ja eigentlich top.

Zitat:
Deshalb sollte speziell im Yorckgebiet und in Gablenz der Schwerpunkt des Stadtumbaus angesetzt werden.
Leider ist derzeit nichts dergleichen zu erkennen. Lediglich der 5-Geschosser an der Ernst-Moritz-Arndt Straße (2011) und der 5-Geschosser an der Fürstenstraße (2012?; direkt neben der Makkarenko GS) im Yorckgebiet stehen meines Wissens auf der Liste.

Das war mein erstes Statement, weitere Folgen später.
chemnitzer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.11, 09:31   #1035
lguenth1
Platin-Mitglied

 
Registriert seit: 16.10.2008
Ort: Rochlitz
Beiträge: 2.666
lguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Im Heckertgebiet ist das Konzept nach wie vor von bemerkenswerter Mut- und Planlosigkeit geprägt. Im ersten Entwurf des SeKo waren Markersdorf und Hutholz als Sanierungsgebiete Stadtumbau definiert, wurden dann aber auf Druck im Stadtrat zu Erhaltungsgebieten hochgestuft. Entscheidungen auf Basis solcher politischen Wunschvorstellungen, ändern aber nichts an der Zukunftsfähigkeit der Bestände, sondern machen den Politikern nur die nächsten Wahlen etwas leichter. Deshalb hat man hier zwar dutzende Seiten über das Heckertgebiet fabriziert, dabei aber nicht einen neuen Gedanken verloren, der das konzeptionelle Handeln im Sinne der Gesamtstadt ermöglichen würde. Lieber verkauft man weiter die Illusion, daß es sich um zukunftsträchtige Stadtteile handelt - um dann irgendwann auf die Bevölkerungsverluste doch mit Abriß reagieren zu müssen, wie aktuell mit den Plattenbauten Jakobstraße 16 bis 24 und Martinstraße 10 bis 12 auf dem Sonnenberg geschehen.

Folgende Pläne werden genannt, dabei handelt es sich bei den Abrißmaßnahmen nur um ungenutzte Gebäude im städtischen Bestand, die seit Jahren wie Sauerbier angeboten werden:

- Umgestaltung des Fußgängerbereiches Morgenleite / Markersdorf – Nord. Ich bin der Meinung, daß man das kürzlich mit der Begründung fehlender finanzieller Mittel zeitlich verschoben hätte, finde dazu aber nichts mehr.
- Neugestaltung der Quartiersmitte Markersdorf – Süd
- Abbruch Friedrich-Viertel-Straße 68-70 (ehemaliger Kindergarten, Luftbild)
- Abbruch Alfred-Neubert-Straße 21 (ehemalige Schule, Luftbild)
- Abbruch Max-Müller-Straße 15-17 (ehemaliger Kindergarten, Luftbild)
- Abbruch Irkutsker Straße 127/129 (ehemalige Schule, Luftbild)
- Sanierung der Brücke Markersdorfer Straße
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 13:39 Uhr.


Powered by vBulletin (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2019, Jelsoft Enterprises Ltd.
©2003 - 2019 Deutsches Architektur-Forum