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Alt 19.11.11, 04:34   #151
LE Mon. hist.
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PM: Leipziger Immobilienmarkt: Nachfrage-Boom und ungewöhnli

Hier eine weitere Pressemitteilung aus der Immobilienbranche, in der mit dem üblichen Wortgeklingel die aktuelle Entwicklung bei den Immobilien in Leipzig beschrieben wird.

Leipziger Immobilienmarkt: Nachfrage-Boom und ungewöhnliche Entwicklungen
Published on November 18, 2011 by PR-Gateway
http://www.deaf-deaf.de/?p=208160

http://www.widepr.de/pressemitteilun...icklungen.html

Zitat:
LEIPZIG. Die Immobilienbranche in Leipzig erlebt einen außergewöhnlichen Boom: Immobilienhändler und Bauträger erfreuen sich einer für diese Jahreszeit unüblich starken Nachfrage. Gesucht und gekauft werden vor allem nagelneue und sanierte Immobilien in sehr guten Lagen. Die Preise sind geklettert. Im Interview mit der Leipziger Volkszeitung sowie dem Kundenmagazin des Universitätsklinikums Leipzig beschreibt Immoscoring-Geschäftsführer Hagen Lehmann die aktuellen Entwicklungen und gibt Immobilieninteressenten wertvolle Empfehlungen.

Sogar erfahrene Immobilien-Experten sind in diesem Jahr verwundert – so etwas haben sie noch nicht erlebt. Hagen Lehmann weiß aus seinen jahrelangen Erfahrungen, dass normalerweise der Spätsommer und Frühherbst für Firmen wie seine eigene eine Saure-Gurken-Zeit sind. “Die Anleger aus den alten Bundesländern, die drei Viertel unserer Kunden ausmachen, kaufen in der Regel erst im November/Dezember. Denn dann wissen sie, wie hoch die tatsächliche Steuerlast in diesem Jahr ist. Aber diesmal haben wir schon seit Monaten eine konstant hohe Nachfrage. Wenn dieses Niveau zum Jahresende hin noch einmal im gewohnten Maße anwächst, könnte es regelrechte Panikkäufe geben.”, erklärt Hagen Lehmann im Gespräch mit der LVZ und der Uniklinik Leipzig.

Parallel zu dieser ungewöhnlich starken Nachfrage schildert der Immoscoring-Experte eine weitere seltsame Entwicklung auf dem Leipziger Immobilienmarkt: Weil finanzstarke Anleger aus den alten Bundesländern fast ausschließlich in ausgewiesene Top-Lagen und dort in hochwertige – zumeist kernsanierte oder neue – Objekte investieren, sind in diesem so genannten Erstmarkt die Preise in die Höhe geschnellt. Für solche frisch sanierten Objekte werden in Leipzig zurzeit pro Quadratmeter Wohnfläche Preise zwischen 2.400 und 3.000 Euro gefordert und auch tatsächlich gezahlt. Im so genannten Zweitmarkt dagegen – welcher den Markt für Gebrauchtimmobilien umfasst – sind “nur” Quadratmeterpreise von durchschnittlich 1.100 bis 1.300 Euro üblich. Diese starke Differenz ist laut Hagen Lehmann ein Leipziger Phänomen, das in anderen Städten nicht in diesem Maße auftritt.

Die Immobilien-Spezialisten aus dem Hause Immoscoring empfehlen deshalb Einheimischen, die nicht so finanzstark sind wie Kapitalanleger, sich vor allem Objekte im Zweitmarkt anzuschauen. “Insbesondere Stadtteile, die das Potenzial haben, sich in den nächsten Jahren zu einer besseren Lage zu entwickeln”, rät Hagen Lehmann und hat ein Beispiel parat. “Vor zehn Jahren haben Käufer um Immobilien in Marienbrunn einen Bogen gemacht – heute sagen dagegen alle: Ein Haus an der Märchenweise, das wäre was.”

Während gut betuchte Anleger vor allem Stadtteile wie Gohlis, das Waldstraßenviertel, das Bachviertel, Teile von Schleußig, die Südvorstadt und Markkleeberg im Blick haben, gelten in der Branche Stadtteile wie Plagwitz, Teile von Lindenau und von Connewitz als Standorte mit Potenzial. “Einheimische Anleger sollten bei der Immobiliensuche ihren Wissensvorsprung in die Waagschale werfen”, empfiehlt auch Immoscoring-Mitarbeiterin Leila Omerovic. “Aber Objekte aus zweiter Hand müssen natürlich vor dem Kauf von einem Sachverständigen begutachtet werden.”! Solche Objekte böten auch den Vorteil, Eigenleistungen zu erbringen und einzelne Investitionen in die Zukunft zu verschieben.

[...]

Ein Ende des Immobilienbooms ist für Hagen Lehmann und sein Team allerdings nicht absehbar. “Viele Menschen haben Angst vor einem Wertverfall ihres Geldes”, skizziert der Experte im Interview einen Hauptgrund für die ungewöhnlich große Nachfrage. Dies werde sich erst ändern, wenn wieder stabile Verhältnisse einzögen. “Entweder es bessert sich alles oder es kracht richtig im Finanzsystem. Erst anschließend werde wohl die Nachfrage wieder auf ein normales Maß sinken.” – mit diesen Worten verabschiedet sich der Immoscoring-Geschäftsführer aus dem Interview mit der Leipziger Volkszeitung sowie dem Universitätsklinikum der Stadt.

[...]

Immoscoring GmbH
Leila Omerovic
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Alt 21.11.11, 07:19   #152
LE Mon. hist.
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Betongold in Dresden, Rendite in Leipzig

Hier mal ein Vergleich zwischen dem Immobilienmarkt in Leipzig und in Dresden aus der Immobilienzeitung vom 10.11.2011:

GESCHÄFTSHÄUSER
Betongold in Dresden, Rendite in Leipzig
Von Gerda Gericke

In Leipzig kostete ein 2010 verkauftes Wohn- und Geschäftshaus im Schnitt 360.000 Euro. Stolze 880.000 Euro brachten es in Dresden auf die Waage. Wie kommt dieser eklatante Preisunterschied zwischen den zwei ewigen Konkurrenten in Sachsen zustande?

http://www.immobilien-zeitung.de/112...ite-in-leipzig

Auch hier steht bereits in der Überschrift das Schlagwort Betongold, das derzeit überall prangt. Ich werde es mal als Unwort des Jahres vorschlagen:
http://www.google.de/search?aq=f&hl=...=1&q=Betongold

"Mit Betongold gegen die Krise", "Bürger legen in «Betongold» an", "Flucht ins "Betongold"", "Euro-Krise - Betongold boomt", "Richtige Zeit für Investitionen in Betongold", "Der Bürger legt in Betongold an" .... .

Mit dem aktuellen Immobilienboom unmittelbar verbunden sind natürlich die Diskussionen um Gentrifizierungen in Berlin, München, Hamburg und anderen Großstädten. Einige lohnen durchaus die Lektüre:
http://www.google.de/search?aq=f&hl=...entrifizierung

Selbst in der LVZ - und hier im Forum - ist das Thema im Zusammenhang mit den aktuellen Auseinandersetzungen um den "Kiez Windmühlenstraße" und in Connewitz mittlerweile angekommen.
http://www.deutsches-architektur-for...703#post317703

Andere Zeitungen gehen über Zustandsbeschreibungen hinaus und beschreiben auch Ursachen der derzeitigen Veränderungen, vor allem die Investitionen von Kapitalanleger_innen aus Deutschland und anderen europäischen und außereuropäischen Staaten in Mehrfamilienhäuser und Eigentumswohnungen.

TAZ, 11.11.2011
Gentrifizierung in Berlin
Abgezockte Spekulanten
Boomender Tourismus, niedrige Preise – für Italiener ist der Kauf einer Immobilie in Berlin eine attraktive Geldanlage. Agenturen nehmen jede Menge Extragebühren.
Von Riccardo Valsecchi
http://www.taz.de/Gentrifizierung-in-Berlin/!81698/

Dies ist genauso in Leipzig zu beobachten, das, nachdem der Markt für den Kauf von un- oder teilsanierten Häusern in Berlin leergefegt oder völlig überhitzt ist, international als der Geheimtipp im Osten gilt. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass es hier noch zahlreiche unsanierte Häuser gibt, die in den anderen ostdeutschen Wachstumsregionen wie Dresden oder Jena ebenfalls schon weg sind.

Noch ist Leipzig erfreulicherweise nicht Berlin oder Hamburg oder München, aber der Kauf von Immobilien als scheinbar sichere Geldanlage in Zeiten der "Euro-Krise", vulgo "Betongold", wird sicherlich noch deutlich stärker zunehmen.

Geändert von LE Mon. hist. (21.11.11 um 08:00 Uhr)
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Alt 21.11.11, 20:48   #153
dj tinitus
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dj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nett
na hoffentlich. sonst werden die noch unsanierten altbauten früher oder später in sich zusammenfallen.
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Alt 05.12.11, 19:06   #154
lguenth1
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lguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Weitere Einzelheiten zu den durch die Stadt Leipzig leichtfertig als "herrenlos" verkauften Immobilien enthält folgender Artikel: Link.
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Alt 06.12.11, 13:35   #155
diogenes
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diogenes hat die ersten Äste schon erklommen...
"Über Motive, heißt es im Rathaus, „können wir selbst nur rätseln“."
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Alt 10.12.11, 08:21   #156
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Grundstücksauktionen und (Spekulations)-Gewinne

Hier wurde ja immer mal gefragt, was denn im Allgemeinen mit den bei Auktionen versteigerten Häusern passiert, insbesondere mit Blick auf die ehemaligen LWB-Immobilien. Dazu hier mal ein besonders schönes Beispiel:

Bei der gestrigen Deutschen Grundstücksauktion wurde von der LWB das Haus in der Zschocherschen Straße 74 in Plagwitz (sozusagen das erste Haus in Plagwitz, die benachbarte Nr. 76 liegt noch in Kleinzschocher ;-) ) angeboten. Noch findet man es im LWB-Katalog zu einem inserierten Verkaufspreis von 38.000 €: http://lwb-immobilienangebote.de/pdf...hersche_74.pdf

Das Mindestgebot betrug gestern nur 6.000 Euro. Bei welchem Gebot der Zuschlag erteilt wurde kann ich noch nicht sagen, da die Auktion auch heute noch weiterläuft und die Ergebnisse wohl erst nächste Woche veröffentlicht werden. Ich vermute, dass es zum Mindestgebot oder knapp darüber wegging, denn es ist keine Schönheit, kein Denkmal und liegt außerhalb des Sanierungsgebietes an einer vielbefahrenen Straße, hat so gut wie keinen Hof, Blick auf einen Supermarkt und scheint auch baulich nicht mehr ganz unbedenklich zu sein.

Allerdings tauchte bereits heute nacht ein neues Immobilienangebot auf dem Immonet-Portal auf:

NEU! Plagwitz:Investieren Sie noch heute! Sanierungsbedürftiges Wohn- und Geschäftshaus *provisionsfrei*
http://www.immonet.de/exposeansicht....ic_id=17461127

Marko Künne Immobilien bietet dieses Haus nun zu einem Kaufpreis von 34.500,00 € an.

Eine Sanierung oder Wiederbelebung des Hauses ist nun trotz Eigentümerwechsel keinen Schritt nähergerückt.


Die Mitarbeiter_innen von Herrn Künne fahren offensichtlich gern mal nach Berlin. Genau vor einer Woche wurde bei der Immobilienauktion der Karhausen AG der Bahnhof Leutzsch bei einem Mindestgebot von 1.500,00 € versteigert und bei 7.800,00 € der Zuschlag erteilt: http://www.karhausen.de/ergebnisliste.html

Auch hier tauchte der Bahnhof kurz darauf bereits wieder in den Immobilienangeboten im Web auf. Er wird nun von Marko Künne Immobilien in Leipzig zum Kauf angeboten. Der inserierte Kaufpreis soll 49.000,00 € betragen:

**Provisionsfrei** Ihr eigener Bahnhof, machen Sie es zu Ihrem Projekt!!!
http://www.immonet.de/exposeansicht....ic_id=17439459

Das wären mal locker knapp 40.000 Euro Gewinn für Herrn Künne für ein paar Mal die Hand Heben in Berlin. Baulich passieren dürfte bis zum Verkauf bei beiden Häusern nicht allzuviel.
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Alt 15.12.11, 04:20   #157
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Bodenrichtwerte für das Stadtgebiet Leipzig

PM der Stadt Leipzig vom 14.12.2011
http://www.leipzig.de/de/buerger/new...et-21781.shtml

Zitat:
Bodenrichtwerte für das Stadtgebiet Leipzig jetzt auch im Internet

Die Bodenrichtwerte (BRW) für 2010 (Stichtag 31. Dezember), d. h. die durchschnittlichen Lagewerte für den Boden, die der Gutachterausschuss in der Stadt Leipzig jedes Jahr flächendeckend für das gesamte Stadtgebiet auf Basis der Kaufpreissammlung ermittelt, sind jetzt auch auf der Internetseite des Gutachterausschusses in der Stadt Leipzig abrufbar http://www.gutachterausschuss.leipzig.de. In analoger Form liegen sie bereits seit dem 22. März vor, die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses erteilt entsprechende Auskünfte aus der Bodenrichtwertkarte.

Die Bodenrichtwerte sind entsprechend der 2009 erfolgten Novellierung des Baugesetzbuches zonal dargestellt. Das bedeutet, dass jedes Grundstück einer konkreten Zone und damit einem BRW zugeordnet werden kann.

[...]

Die BRW werden alle zwei Jahre aktualisiert. Die nächste Veröffentlichung erfolgt somit voraussichtlich im Frühjahr 2013 mit den BRW zum Stichtag 31. Dezember 2011.
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Alt 27.01.12, 04:11   #158
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Wohnungsmieten in Leipzig

Widerspruechliche Meldungen verlangen nach Vergleich und Erklaerung der Zahlen:

Einerseits meldet die SZ heute unter der Ueberschrift "Münchner wohnen dreimal teurer als Chemnitzer", dass die durchschnittliche Miete in Leipzig etwa 5,01 Euro betraegt. Damit liegt es zwischen Chemnitzer mit 4,61 Euro und Dresden mit 6,40 Euro. Dies habe ein Vergleich des Internetportals Immobilien-Scout24 ergeben. Mietpreis-Spitzenreiter der 50 größten Städte Deutschlands bleibt München mit durchschnittlich 12,98 Euro Kaltmiete für einen Quadratmeter. Der Durchschnitt aller 50 Städte lag im zweiten Halbjahr 2011 bei 6,96 Euro.

Die LVZ weisst zurecht darauf hin, dass fuer die Studie die auf dem Portal geschalteten Wohnungsangebote des zweiten Halbjahrs 2011 ausgewertet wurden. Da es hier um Angebote der Vermieter geht, dürften die tatsächlich gezahlten Preise bei Neubezügen etwas niedriger liegen, da viele Mieter versuchen, durch Verhandlungen den Preis zu drücken.

Leipzig ist dem Vergleich zufolge die Stadt mit der höchsten Mieterquote (88 %) und dem mit Abstand größten aktuellen Angebot für Wohnungen zur Miete (mehr als 11.000).
http://www.sz-online.de/Nachrichten/...icleid-2973043
http://www.presseportal.de/pm/31321/...r-wie-chemnitz

Durchschnittsmieten der 50 größten deutschen Städte
Mietpreis pro Quadratmeter in Euro
1. München 12,98
2. Frankfurt am Main 11,80
3. Hamburg 10,68
4. Stuttgart 10,07
5. Freiburg im Breisgau 9,80
6. Düsseldorf 9,33
...
22. Hannover 6,58
23. Dresden 6,40
24. Kiel 6,35
25. Bremen 6,32
26. Erfurt 6,28
...
44. Duisburg 5,16
45. Herne 5,03
46. Leipzig 5,01
47. Magdeburg 4,97
48. Hagen 4,91
49. Gelsenkirchen 4,74
50. Chemnitz 4,61

Quelle: Immobilien Scout 24, 2. Halbjahr 2011
http://www.dnn-online.de/dresden/web...feld-597166082


Andererseits brachte die LVZ gestern einen laengeren Artikel, wonach bei den Spitzenmieten für Top-Immobilien Leipzig inzwischen die teuerste Stadt in Sachsen
ist:

Leipzig hat die höchsten Wohnungsmieten in Sachsen
In Toplagen werden zehn Euro pro Quadratmeter verlangt / Immobilienverband geht von weiter steigenden Preisen aus

Hier werden Zahlen zugrunde gelegt, die aus einer ersten Einschätzung des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) Mitte-Ost hervorgehen. Bereits 2011 beobachtete der Verband in Sachsen und Sachsen-Anhalt einen Anstieg um 5,8 (Baujahr bis 1948) und 3,8 Prozent (Baujahr nach 1949) - bei einer gleichzeitigen Inflationsrate von 2,4 Prozent. Er erwartet, dass die Mieten in Leipzig in diesem Jahr weiter steigen werden. Karl-Heinz Weiss, Regionalvorsitzender des IVD Mitte-Ost, erklaert diese Tendenz damit, dass das Angebot frisch sanierter oder neu gebauter Wohnungen mit dem Nachfragewachstum kaum noch Schritt halte. Auch die bessere Situation auf dem Arbeitsmarkt sowie wachsende Bevölkerungszahlen führten zu steigenden Preisen.

In Spitzenlagen, genannt werden hier Waldstraßenviertel, Musikerviertel, Gohlis-Süd und Zentrum, würden für Erstbezüge derzeit bis zu zehn Euro pro Quadratmeter Kaltmiete verlangt.

Andreas Köngeter, Mitglied des IVD Mitte-Ost und Leipziger Immobilienmakler, stellte fest, dass dies zugleich die höchsten Preise in Sachsen seien. In Dresden lägen die Spitzenmieten bei acht Euro. „Auch wenn es mittlerweile einige Neubauprojekte in Toplagen gibt, ist die momentane Nachfrage durch den Bestand schwer zu decken. Da sich diese Objekte als Eigentumswohnungen an den Selbstnutzer wenden und kaum dem Mietmarkt zur Verfügung stehen. Daher rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Mieten.“

Bei den Grundstücks- und Hauspreisen registrieren die IVD-Mitglieder aehnliche Tendenzen. In Leipzig werden für ein freistehendes Eigenheim mit Garage und ortsüblich großem Grundstück im Moment je nach Wohnwert zwischen 135.000 und 470.000 Euro verlangt. Auch hier steigen die Preise, da gute Lagen und hochwertige Immobilien nur begrenzt verfügbar seien. Hierzu Köngeter: „Die Sorge vor einer möglichen Geldentwertung lässt die Menschen wieder verstärkt nach Sachwerten Ausschau halten. Allen voran die Immobilie. Befördert wird dies durch die niedrigen Kreditzinsen. Da vor allem gute Lagen beziehungsweise hochwertige Immobilien nur begrenzt verfügbar sind, gehen auch hier die Werte nach oben.“

Im Vergleich noch die Zahlen aus den beiden anderen Grossstaedten in Sachsen und dem benachbarten Halle:

In Dresden werden Höchstpreise für Wohnungen am Elbhang und am Neumarkt gezahlt. Die Spitzenwerte liegen hier bei 8,00 Euro pro Quadratmeter. Für freistehende Eigenheime liegen die Werte je nach Wohnsituation aktuell zwischen 120.000 Euro bis 500.000 Euro.

In Chemnitzbeträgt die Spitzenmiete in begehrten Wohnlagen wie dem Adelsberg, Rabenstein und Schönau 7,50 Euro pro Quadratmeter. 95.000 Euro bis 380.000 Euro werden für freistehende Eigenheime verlangt. Der Immobilienmarkt in Chemnitz wird vom IVD Mitte-Ost als "Geheimtipp" bezeichnet. Gerade Kapitalanleger mit einer nachhaltigen Anlagestrategie könnten hier vom guten Wertsteigerungspotenzial profitieren. „Chemnitzer Immobilien stehen zu Unrecht meist im Schatten von Leipzig und Dresden. Durch die wachsende Wirtschaftskraft und dem starken Mittelstand registrieren wir hier einen Markt mit sehr guten Aussichten für die Zukunft“, so Jens Zimmermann, Vorstandsmitglied des IVD Mitte-Ost.

In Halle werden im Mühlwegviertel, im Stadtteil Kröllwitz oder auch in der Vogelsiedlung bis zu 8,50 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete verlangt. „Da die momentane Nachfrage durch den Bestand schwer zu decken ist, rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Mieten“, sagt Dirk Radde, Vorstandsmitglied des IVD Mitte-Ost und Immobilienmakler in Halle. Für ein freistehendes Eigenheim mit Garage und ortsüblich großem Grundstück werden je nach Wohnwert zwischen 110.000 Euro bis 350.000 Euro verlangt.

• IVD Mitte-Ost veröffentlicht Jahresprognose • Niedrige Zinsen und moderates Preisniveau beleben Nachfrage • Mieten in den Städten ziehen an
http://www.ivd-mitte-ost.net/nachric...nsteigend.html

Geändert von LE Mon. hist. (27.01.12 um 04:47 Uhr)
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Alt 27.01.12, 20:08   #159
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Verkauf des Plagwitzer Rathauses

Demnaechst wird im Grundstuecksverkehrsausschuss des Stadtrates darueber entschieden, wer den Zuschlag fuer eine der interessantesten staedtischen Immobilien erhaelt, das 1884 errichtete Plagwitzer Rathaus an der Alten Straße 22, Ecke Weißenfelser Straße. Das Mindestgebot fuer die denkmalgeschützte Immobilie mit einer Gebäudenutzfläche von 2.360 qm betrug stolze 560.000 Euro.

Einer der Bieter, die Projektinitiative "Neues soziokulturelles Zentrum" ( http://soziokulturelles-zentrum.info/ ) ist nun an verschiedene lokale Medien herangetreten, um fuer das Projekt zu werben:

Radio Mephisto, 23. Januar 2012
Im alten Rathaus soll ein soziokulturelles Zentrum entstehen
http://mephisto976.uni-leipzig.de/th...hen.html#share

LIZ, 25.01.2012
Vom Bürgeramt zum Bürgerzentrum: Initiative will aus Rathaus Plagwitz eine soziokulturelle Anlaufstelle machen
http://www.l-iz.de/Politik/Brennpunk...hen-40759.html

Es wird spannend, wer letztlich den Zuschlag erhaelt und welche Nutzungen kuenftig im ehemaligen Rathaus Platz finden werden.
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Alt 04.02.12, 07:56   #160
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Blick auf den Leipziger Immobilienmarkt

In der LVZ-Online erschien gestern ein sehr langer und daher zweigeteilter Artikel, in der eine ganze Reihe von Meldungen rund um die Themen Mieten und Immobilienmarkt zusammengestellt werden:

Leipziger zahlen Spitzenmieten in Sachsen - eisiger Winter treibt Betriebskosten in die Höhe
Franziska Seifert
http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-123810.html

Die Kaltmieten und Grundstückspreise steigen. Jens Zimmermann, zweiter Vorsitzender beim Regionalverband Mitte-Ost des Immobilienverbands Deutschland (IVD), stellte fest: „Allgemein steigen die Kaltmieten in Leipzig wegen der erhöhten Nachfrage. ... In den vergangenen Jahren wurden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und das Stadtbild ist durch Sanierungen optisch attraktiver geworden. Zudem habe der Erholungscharakter durch Parkanlagen und das Umland – wie etwa den Cospudener See – an Bekanntheit gewonnen. Ein weiterer Vorteil sei die gute Infrastruktur, insbesondere die Anbindung an die Autobahn 38.

Insbesondere schlägt sich das erhöhte Studenten_innenaufkommen der in Stadt nieder. Die Doppeljahrgänge an Abiturient_innen, die durch die Abschaffung der 13. Jahrgangsstufe in vielen Bundesländern entstanden sind, führen zu einer stärkeren Nachfrage. Hierzu wiederum Zimmermann: „Es ist noch immer möglich, eine günstige Studentenwohnung für eine Kaltmiete von vier Euro pro Quadratmeter zu bekommen.“ Doch sollten die Ansprüche an die ersten eigenen vier Wände dann nicht allzu groß sein.

Wie hier bereits erwähnt hat der IVD-Regionalverband Mitte-Ost steigende Spitzenmieten im Raum Sachsen und Sachsen-Anhalt registriert, wobei Leipzig die Liste anführt. In Toplagen - Wohnungen in den beliebten Stadtteilen Zentrum, Gohlis-Süd, im Musik- sowie im Waldstraßenviertel - kann die Kaltmiete pro Quadratmeter bis zu zehn Euro Kaltmiete betragen. Schleußig und die Südvorstadt erreichen diese Werte zwar noch nicht, "sind aber weiter stark im Kommen."

Weniger attraktiv seien dagegen die Leipziger Randbezirke wie Grünau, Anger-Crottendorf oder Paunsdorf. Die (meines Erachtens viel zu kurz gegriffene) Begründung des Immobilienverbandes lautet: „Das ist aber keine neue Entwicklung. Schuld daran ist die Lage, denn Wege zum Einkaufen oder Ausgehen in der Innenstadt werden dadurch länger und auch kostenintensiver. Vor allem, wenn der Sicherheitsaspekt mit hineinspielt und man ein Taxi nutzen möchte.“

Der Mieterbund Sachsen rechnet für das Jahr 2012 mit steigenden Mieten im Freistaat, vor allem durch die Nebenkosten. In Leipzig, das im deutschlandweiten Vergleich noch gut dasteht, werde im Höchstfall 2,67 Euro pro Quadratmeter und Monat für die Nebenkosten berechnet. Im gesamten Freistaat Sachsen werden nach Berechnungen des Mieterbundes jedoch im Durchschnitt maximal 2,57 Euro pro Quadratmeter und durchschnittlich 2,30 Euro pro Quadratmeter im Monat fällig. Selbst Dresden liegt mit 2,58 Euro pro Quadratmeter nicht nur im Mittel, sondern auch deutlich unter Leipzig.“ Grund dafür ist die unterschiedliche Preisgestaltung der städtischen Versorger. Dresden ist bei der Abrechnung für Wasser, Strom und Heizung im Schnitt ein bis drei Cent pro Quadratmeter günstiger als Leipzig.

Laut Mieterbund werden die NK weiter steigen. Gründe sind der höhere Heizenergieverbrauch durch die langanhaltenden Frostperioden zu Beginn des Jahres 2011, die allgemein steigenden Kosten für Heizöl, Erdgas und Fernwärme und die teilweise bereits erhöhten Gebühren für die Grundsteuer und die Müllabfuhr. Bis zu fünf Prozent mehr müssen Mieter in Sachsen durchschnittlich für die Betriebskosten zahlen als in anderen Bundesländern.

Leipziger zahlen Spitzenmieten in Sachsen - Teil 2
Franziska Seifert
http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-123813.html

Heiko Hettwer, Makler bei der Leistungsgesellschaft Haus & Grund Leipzig, meint, dass die Talsohle auf dem Immobilienmarkt durchquert sei. Nach der Wende sei Leipzig sehr begehrt gewesen und der Immobilienmarkt deshalb überhitzt. Vor rund fünf Jahren kam der Zusammenbruch. „Der Leipziger Immobilienmarkt erholt sich insgesamt gerade von einer Talfahrt, die im vergangenen Frühsommer ihren Tiefpunkt erreicht hat.“ Nun steigen die Preise für Grundstücke und Häuser wieder, wobei das Preisniveau immer noch verhältnismäßig niedrig sei.

„Grundsätzlich kann auch für den Grundstücks- oder Hauskauf die Positionierung in beliebten Stadtteile wie Gohlis-Süd, Musik- und Waldstraßenviertel oder die Südvorstadt wertsteigernd sein“, sagt Makler Hettwer. Er schränkt jedoch ein, dass diese Entwicklung vor allem durch auswärtige Käufer forciert sei, die ihr Wissen von Magazin-Beiträgen beziehen. „In Lindenau oder Stötteritz beispielsweise können die Preise abhängig vom genauen Standort stark variieren. Das ist ja gerade das Verrückte an Leipzig“ berichtet der Makler. Da mache schon ein Straßenabschnitt den Unterschied aus. Besonders Plagwitz sei derzeit interessant: „Da bewegt sich viel. Studenten weichen von der Südvorstadt dorthin aus, und es entsteht eine kunterbunte Mischung mit gutsituierten Bewohnern und vielen Zugezogenen von Nord- bis Süddeutschland.“

Zu den Grundstückspreisen wurde auch Matthias Kredt, Vorsitzender des Gutachterausschusses in der Stadt Leipzig, befragt. „Im Durchschnitt zahlt man für ein erschlossenes Grundstück in Leipzig 100 Euro für den Quadratmeter.“ Leipzig liege damit knapp unter den Werten von Dresden und im gesamtdeutschen Vergleich eher im niedrigeren Bereich. „In Baden-Württemberg zahlen Sie gern auch mal das Doppelte.“ In Leipzig-Thekla ist der Quadratmeter schon für 60 Euro zu bekommen, in den begehrten Vierteln kann der Preis bei 150 bis 200 Euro liegen. „In diesem Bereich werden die Angebote auch relativ schnell bekannt und sind schwierig zu bekommen“, berichtet Heiko Hettwer. Zu den dramatischen Anstiegen oder den Spitzenwerte-Rankings unter den Städten meint er lediglich: „Das sind wirklich Einzelfälle. Die Preise in Leipzig befinden sich im Moment wieder auf einem gesunden Niveau. Und die Wohnqualität ist spitze, weil Haus- und Wohnungsbesitzer viel investieren.“
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Alt 04.02.12, 08:10   #161
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Entwicklungen in den Stadtvierteln u. Gentrifizierung in Leipzig

In einem anderen Zusammenhang, der Fortschreibung des Schulentwicklungsplans 2012, nimmt meines Wissens zum ersten Mal ein leitender Mitarbeiter der Stadtverwaltung für Plagwitz bzw. insgesamt für den Leipziger Westen das Wort Gentrifizierung in den Mund.

Die dringend notwendigen Sanierungen und Neubauten von Schulen hängen unmittelbar mit dem Wachstum der zentrumsnahen Stadtbezirke zusammen. Haller und/oder die LVZ bemerken, dass Plagwitz eine rasante Entwicklung vorlegt und sich zum Trendviertel für junge Familien und Studenten. "Man kann auch von Gentrifizierung reden", sagt Haller.

Auch die Viertel entlang des Auenwalds vorn Nord nach Süd legen zu: "Da haben wir in manchen Vierteln eine Verdreifachung der Kinderzahl", sagte Haller.

DNN-Online, 03.02.2012
Bildung
Leipzig braucht 4000 Grundschulplätze - Stadt stellt neue Standorte vor
Evelyn ter Vehn
http://www.dnn-online.de/web/dnn/nac...2022-585416070

Ob Haller in dem Zusammenhang tatsächlich Gentrifizierung meinte, wage ich einmal zu bezweifeln, da man sich darüber offensichtlich freut. Nichtsdestoweniger halte ich die Wortwahl nicht für falsch.
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Alt 04.02.12, 08:38   #162
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Romy Zischner und Andrej Holm zur Gentrifizierung in Leipzig

Am Dienstag, den 31. Januar, fand im Conne Island eine Diskussionsveranstaltung zu Prozessen der Stadtentwicklung und Verdrängung unter dem von der FAZ ( http://www.faz.net/aktuell/politik/i...-11525236.html ) geklauten Titel "Disneyland des Unperfekten" statt (http://www.conne-island.de/termin/nr3490.html ).

Es referierten die Dipl.-Geographin Romy Zischner, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Wirtschaftsgeographie der Uni Leipzig, die 2003 eine Diplomarbeit zum Thema "Gentrification in Leipzig-Connewitz? Theoretische Gentrification-Ansätze und deren Gültigkeit in Städten der neuen Bundesländer" verfasst hat, und der in Leipzig geborene, aber seit langem in Berlin lebende, dezidiert linke Sozialwissenschaftler und wissenschaftliche Mitarbeiter an der Humboldt-Universität Dr. Andrej Holm ( http://www.sowi.hu-berlin.de/lehrber...innen/a-z/holm , http://de.wikipedia.org/wiki/Andrej_Holm ).

Andrej Holm hat bereits wesentliche Teile seines Vortrages auf seinem Blog veröffentlicht:

Leipzig: Die Gentrifcation-Debatte erreicht Connewitz
http://gentrificationblog.wordpress....cht-connewitz/

Das in seinem Vortrag gezeigte Video mit dem Mitschnitt der "Berliner Immobilienrunde im August 2011 / Hotel Maritim Berlin"
http://www.youtube.com/watch?v=lpw43qWAiA8

Die Immobilienkarte der Zeitschrift Capital:
http://karte.immobilien-kompass.de/w...g.html#details

Die Veranstaltung im Conne Island wurde zwar mitgeschnitten, aber ich weiss nicht, ob der Audio-Mitschnitt auch veröffentlicht werden soll. Wer sich einen Überblick über die Inhalte des zweiten Referats verschaffen will, der sei in erster Linie auf Texte und Folien der Präsentationen von Andrej Holm bei ähnlichen Veranstaltungen anderenorts verwiesen:

Andrej Holm:
Aufwertung und Verdrängung. Eine Annäherung
http://www.dielinke-mkk.de/uploads/m...ication_04.pdf

Aufwertung und Verdrängung in der Berliner Innenstadt
http://www.asum-berlin.de/veranstalt...erlin_2010.pdf

Wer parallel zum oder anstatt lesen lieber hört, der/die wird bei Youtube und anderen Videoportalen fündig:

Ein Vortrag von Holm am 18.10.2011 in Potsdam (1 h 22 min!):
http://www.youtube.com/watch?v=Adq2D5cXQwc

Interview mit Holm: http://www.youtube.com/watch?v=xQQEYKlLVeQ

Interview mit Holm im Maerz 2010 - Freiräume für Bewegung:
http://www.youtube.com/watch?v=gCHtZnDt7s4

Am 14.02. wird die Debatte von der LINKEN im UT Connewitz fortgesetzt:

Stadt(teil)entwicklung im Leipziger Süden. Stadt für alle – aber wie?
http://www.linke-bueros.de/text.php?...=451&openCont=
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Alt 04.02.12, 09:15   #163
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Dazu auch eine der jüngsten mir bekannten Untersuchungen zu Leipzig von der Soziologin Anne Bundschuh, derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. Müncheberg, Institut für Sozioökonomie
( http://www.zalf.de/home_zalf/institu...uh/general.htm ). Der 14seitige Text entstand im Zusammenhang mit einer Klausur der Verfasserin zu diesem Thema und fasst kurz den Forschungsstand und die Literatur zusammen. Allerdings ist er auch schon wieder anderthalb Jahre alt.

Anne Bundschuh, 30. Juni 2010
Gentrification in ostdeutschen Städten? Das Beispiel Leipzig
http://anne.qsdf.org/dateien/Gentrif...eutschland.pdf
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Alt 04.02.12, 09:41   #164
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Handelsblatt empfiehlt Immobilieninvestment in Ostdeutschland

Zur gleichen Zeit wirbt die Immobilienbranche für Investitionen in Ostdeutschland und nutzt den Kauf des Geschäftshauses Speck's Hof in der Leipziger Innenstadt durch die Fondsgesellschaft Deka Immobilien als Aufhänger:

Handelsblatt, 04.02.2012, 09:12 Uhr
Besser als ihr Ruf
Noch immer hegen Anleger pauschale Vorbehalte gegen ein Immobilieninvestment in Ostdeutschland. Zu Unrecht, meinen viele Experten.
von Christian Hunziker
http://www.handelsblatt.com/finanzen...f/6148592.html

Jochen-Konrad Fromme, Geschäftsführer der ausschließlich in den neuen Bundesländern tätigen TLG Immobilien, wundert sich darüber, dass immer noch die meisten Anleger einen Bogen um die neuen Bundesländer machen. „Viele Investoren haben noch nicht begriffen, dass der Immobilienmarkt im Osten Deutschlands in vielen Bereichen genauso gute Chancen bietet wie der im Westen.“

Ein weiterer TLG-Geschäftsführer, Niclas Karoff, meint: „Die wirtschaftlichen Entwicklungskerne sind für die nächsten Jahre gesetzt.“ Das Unternehmen legt den Schwerpunkt auf die Region Berlin, die Ostseeküste, Leipzig, Dresden und die thüringischen Städte entlang der Autobahn A4.

Im Vordergrund steht der Wohnungsmarkt. Hierzu wiederum Fromme: „Das Kapital, das in A-Städten nichts mehr findet, weicht in B-Städte aus. ... Deshalb sind in den letzten Monaten die Preise für Wohnungsportfolios in ostdeutschen Städten deutlich angestiegen.“ Nach Beobachtung des Maklerhauses Engel & Völkers sind auch viele private Anleger aktiv. Besonders gern kaufen sie Wohn- und Geschäftshäuser, die man in ostdeutschen Städten bereits für deutlich weniger als eine Million Euro bekommt. Diese vergleichsweise niedrigen Preise seien der große Vorteil ostdeutscher Standorte. „In Dresden können wir deutlich günstiger einkaufen als in westdeutschen Landeshauptstädten.“ Nach Meyer seien solide Wohnungsportfolios dort schon für das Zwölffache einer Jahresmiete zu finden. In München wird dagegen mehr als das 20-Fache fällig und die Rendite daher deutlich geringer.
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Alt 04.02.12, 21:17   #165
Stahlbauer
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...Vor rund fünf Jahren kam der Zusammenbruch. „Der Leipziger Immobilienmarkt erholt sich insgesamt gerade von einer Talfahrt, die im vergangenen Frühsommer ihren Tiefpunkt erreicht hat.“ Nun steigen die Preise für Grundstücke und Häuser wieder...

Ist das Statistik? In meiner Wahrnehmung kam es um 2000 -oder etwas früher zum Zusammenbruch. Hochzeit der Abbruchwelle im Gründerzeitbestand -unter dem Stadtumbau-Ost-Programm- war in Leipzig vor 2006, vor der Fußball-WM.
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