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Alt 01.04.14, 22:07   #556
Conne Witzer
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...und um nicht als vollkommen negativer Miesmacher daherzukommen, ein paar Ansätze, die ich an dieser Stelle gern zur Diskussion stelle:

1.) Wegfall der Grunderwerbssteuer bei selbstgenutztem Wohneigentum
2.) Bürokratieabbau bei Kauf/Verkauf von selbstgenutztem Wohneigentum
3.) Es ist überlegenswert, für selbstgenutztes Wohneigentum eine eigene, bevorzugte (geförderte) "Widmungkategorie" einzuführen. Die "Umwidmung" einer selbstgenutzten Eigentumswohnung zur Vermietimmobilie würde also ein gewisses Procedure nach sich ziehen.

...Auf der Mietfront:

4.) Grundsteuer strikt nach Ertragswert pro qm Grundstücksfläche, nicht mehr umlegbar. Damit wird das Anbieten "normal" ausgestatteter Mietwohnungen etwas lukrativer, im Vergleich zu sog. "Luxussanierungen". Letztere wird es natürlich weiterhin geben, da einfach auch die Nachfrage da ist!
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Alt 02.04.14, 04:35   #557
dj tinitus
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dj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nett
"stadtsoziologen" sind sicher in der lage, bestimmte phänomene zu beschreiben und zu problematisieren. das konnte marx auch. aber bei praktikablen lösungsansätzen verdampft das wasser, mit dem da gekocht wird, dann doch ziemlich schnell.

konkretes beispiel holbeinstraße 28 - was sollte denn da gemacht werden?

sollte man dem eigentümer die sanierung verbieten? dann würde das haus irgendwann in sich zusammenfallen.
sollte man dem eigentümer verbieten, profitable mieten zu erzielen? dann würde er nicht sanieren und das ergebnis wäre das gleiche.
sollte man den eigentümer verpflichten, einen gewissen prozentsatz der wohnungen supergünstig zu vermieten? dann müssten die mieten für die übrigen wohnungen um so höher ausfallen. (und wer würde entscheiden, wer in die günstigen wohnungen ziehen darf?)
oder sollten die mieten dort künftig von der allgemeinheit subventioniert werden? dann hätte ich dafür gern mal begründungen, die auch aldi-kassiererinnen überzeugen, die jeden tag buckeln, um ihre zweiraumwohnungen in der platte bezahlen zu können.

im umkreis von einem kilometer um die holbeinstraße werden wohnungen angeboten, die unter 5 euro pro quadratmeter kosten. angesichts solcher verhältnisse scheint das (zu oft und in leipzig zu unrecht benutzte) schlagwort "gentrifizierung" nur ein vehikel zu sein, um eigene interessen zu einem gesellschaftlichen problem aufzubauschen.

es gibt zum glück für jeden das recht auf eine trockene und warme wohnung. davon konnten die menschen vor 100 oder vor 50 jahren nur träumen. aber es gibt kein anrecht auf eine superbillige loftwohnung direkt am wasser.

das können noch so viele "stadtsoziologen" irgendwie ungerecht finden. aber mit restriktionen lässt sich dieses thema denkbar ungeeignet angehen. eher schon mit einer ausweitung des angebots: durch die freilegung der bisher verrohrten mühlgräben, der anlage des stadthafens und der ausweisung neuer baufelder am lindenauer hafen. so wird die erhöhte nachfrage besser befriedigt und die (miet-)preise für wohnungen am wasser schießen nicht total durch die decke.

dynamische stadtentwicklung statt willkürliches einfrieren des status quo. ganz heimlich untem im keller wird auch der kritischste "stadtsoziologe" eingestehen, dass dies auf lange sicht der bessere ansatz für ein allseits gedeihliches miteinander ist.
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Alt 06.04.14, 19:16   #558
DieVa
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DieVa könnte bald berühmt werden
Zitat von "Altbaufan" aus dem Thread Militärkasernen
Zitat:
Ich sehe da grundsätzlich kein Problem für die Stadt oder die Flüchtlinge, sondern für den Immobilienstandort der teuer sanierten Objekte, die kurz- und langfristig eine Abwertung erfahren könnten, da Flüchtlingsheime und Luxuswohnen nur schwer zueinanderfinden, wenn man teure Eigentumswohnungen verkaufen und 10 Euro kalt verlangen will. Ist nunmal so.

Viele Leute, die in solche Objekte ziehen, möchten bewusst nicht neben "Problemfällen" wohnen (Arbeitslose, für sie gefühlte "Asoziale"; Ausländer usw.) und das heißt nicht sofort ausländerfeindlich, sondern eher z.B. keine Lust auf permanente Polizeipräsenz wg. NPD-Spinnern oder die Angst vor steigender Kriminalität (auch wenn es mancher nicht wahrhaben will, solche Gefühle und Denkweisen sind auch bei "Reichen" sehr verbreitet ohne dass diese jemals NPD wählen würden.)
Oder kurz: gleich und gleich gesellt sich gern, was oben wie unten stimmt - Migranten ziehen gerne zueinander, Reiche wohnen auch gern unter sich. Was wiederum dazu führt, dass soziale Mischung viel Arbeit braucht, um sie umzuzsetzen...
Lieber Altbaufan, deine Intension ist wahrlich schwer zu verstehen. In diesem Thread über Gentrifizierung beklagst du dich seit Monaten über beginnende sichtbare Anfänge in Leipzig, über zu hohe Mieten und über die Profitgier der Eigentümer.
Im Thema "Militärkasernen", aus dem die o.g. Aussagen von dir stammen, kritisierst du die Errichtung eines Asylantenheims neben einer teuren Wohnanlage und zeigst plötzlich Mitgefühl mit den Eigentümern und Mietern der benachbarten "Luxuswohnungen" wegen befürchteter Mieteinbußen? Das paßt nicht zusammen.

Ich kann nicht umhin, dir latente Ausländerfeindlichkeit zu unterstellen. Anders jedenfalls sind deine o.a. Bedenken zum Asylantenheim in Verbindung mit deinem Herz für die Eigentümer und Bewohner der angrenzenden "Luxuswohnungen" nicht zu verstehen. Schade auch.

..mußte ich einfach mal loswerden, auch wenn das eigentlich nicht zum Thema passt...

Geändert von DieVa (06.04.14 um 20:18 Uhr)
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Alt 06.04.14, 22:27   #559
Altbaufan_
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Alt 07.04.14, 08:37   #560
Bau-Lcfr
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Zitat:
Oder kurz: gleich und gleich gesellt sich gern, was oben wie unten stimmt - Migranten ziehen gerne zueinander, Reiche wohnen auch gern unter sich. Was wiederum dazu führt, dass soziale Mischung viel Arbeit braucht, um sie umzuzsetzen...
Das dürfte von der Abstammungsfrage unabhängig sein, doch es stellt sich eine andere: Wenn weder Arm noch Reich diese soziale Mischung wünschen, wieso will jemand wie Obergott auftreten und mit "viel Arbeit" etwas erzwingen, was keiner so wirklich will?
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Alt 07.04.14, 09:37   #561
LE Mon. hist.
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Mythos Soziale Mischung

Das bestätigt meines Erachtens eine andere These: Die "soziale Mischung" wird vor allem dann gern angeführt, wenn es darum geht, bislang eher von Ärmen bewohnte Quartiere auch für die Mittelschicht attraktiv zu machen. Das Argument der "sozialen Mischung" ist aber nicht mehr ganz so beliebt, wenn 500 oder auch weniger Asylsuchende oder andere eher ärmere Menschen in ein bislang von Mittelschichtsfamilien bewohntes oder eher für diese hergerichtetes Quartier ziehen.

"Neil Smith, einer der prominentesten kritischen Geographen, geht in seiner Kritik noch einen Schritt weiter und sieht nicht nur den Mythos der Sozialen Mischung gescheitert, sondern interpretiert die neoliberalen Anrufung der sozialen Mischung als Ausdruck revanchistischer Stadtpolitik, da der Mix fast ausschließlich im Kontext einer Rückeroberung von Arbeitervierteln durch die Mittelklasse denkbar ist und nur selten in umgekehrter Richtung."

Andrej Holm: Soziale Mischung - Zur Entstehung und Funktion eines Mythos. In: Städte: Planung, Entwicklung, Innenleben. Forum Wissenschaft 26 Heft 1, 2009 (http://www.bdwi.de/forum/archiv/archiv/2380964.html).
Wiederabdruck: Mythos Soziale Mischung auf gentrificationblog.wordpress.com vom 29. Juli 2009:
http://gentrificationblog.wordpress....iale-mischung/

Sebastian Friedrich, Duygu Gürsel, Çağrı Kahveci: Berlin-Neukölln und viel Gefühl: Wie funktioniert die Forderung nach “sozialer Mischung”? In: analyse & kritik Nr. 580 vom 15.2.2013, S. 30 f. ( http://www.akweb.de/ak_s/ak580/ ).
Wiederabdruck auf http://www.annotazioni.de vom 5. März 2013: http://www.annotazioni.de/post/1136

Geändert von LE Mon. hist. (07.04.14 um 09:56 Uhr)
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Alt 07.04.14, 09:49   #562
Bau-Lcfr
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^ Das mit der Rückoberung habe ich noch nie im Zusammenhang mit konkreten gehobenen Projekten gelesen, dafür bei jeder Siedlung ab dem Durchschnitt aufwärts bundesweit heisst es immer wieder, im Namen der sozialen Mischung müsse es dort Sozialwohnungen geben, am besten von den Käufern der anderen quergesponsert. Vor mehreren Wochen habe ich selbst hier hinterfragt, ob man so gerne benachbarten Reichtum sehen möchte, wenn man gerade arm ist. (Arm war ich schon mal selbst, reich noch nie - und die jetzige Mitte würde ich näher dem unteren Bereich empfinden.)

Jetzt geben die führenden Verfechter der Stadtsoziologie u.ä. zu, dass die so oft geforderte soziale Mischung bloß Humbug ist. Danke, dass wird unserer Stadtplanung Vieles ersparen.
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Alt 07.04.14, 13:12   #563
Cowboy
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Ich weiß auch nicht, was ich von der neuerlichen Phantomdiskussion halten soll. Dass Stadtviertel in den letzten Jahrzehnten eher in umgekehrte Richtung entmischt wurden (nämlich von Migranten und ärmeren Bevölkerungsschichten) kann man in jeder deutschen Großstadt (im Ausland, z.B. Frankreich, noch viel öfter) ausmachen. Und auch in Leipzig ging der Trend bis in die 1990er-Jahre hinein in entgegengesetzte Richtung. Dass es momentan in die andere Richtung geht ist bislang lediglich ein Trend aus jüngerer Zeit und betrifft alle Städte. Eine Entmischung kann ich dabei zumindest in Leipzig nicht feststellen. Lindenau oder Volkmarsdorf bleiben sicher auch auf lange Sicht eher arme Stadtteile trotz dass jetzt vermehrt Studenten und Mittelschichtsfamilien dorthin ziehen.

Und bei 500 Flüchtlingen künftig in der Erstaufnahmeeinrichtung an der Max-Liebermann-Str. werden hier wild Bedenken angemeldet und Thesen aufgestellt, wo das betreffende "wohlhabende" Klientel noch gar keine Bedenken angemeldet hat. Aber diskutiert weiter, wir sind hier schließlich bei Mephistos Kaffeekränzchen.
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Alt 12.04.14, 07:36   #564
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Aus der Begründung eines Beschlussantrages der Fraktion Die LINKE auf der Stadtratssitzung am 16.04.2014 geht hervor, dass auch in Leipzig ein Problem mit der schnell und massiv abnehmenden Zahl an Wohnungen für Arme besteht:

http://notes.leipzig.de/appl/laura/wp5/kais02.nsf/docid/BD0D3B3FFA1061BAC1257CB6003C0FDF/$FILE/V-a-536.pdf

Beschluss-Nr.:
Datum: 10.04.2014
Einreicher: Fraktion DIE LINKE
Beschlussfassung in: öffentlicher Sitzung
Aktueller Antrags-Status: Antrag zur Aufnahme in die Tagesordnung
Beschlussantrag
Betrifft: Durchführung einer wohnungspolitischen Stunde
Beratungsfolge:
21.05.2014 Ratsversammlung
16.04.2014 Ratsversammlung
05.06.2014 Fachausschuss Jugend /Soziales /Gesundheit und Schule

Beschlussvorschlag/Begründung
Der Stadtrat führt im I. Quartal 2015 eine wohnungspolitische Stunde durch.

Begründung:
Nach den bildungspolitischen, der sicherheitspolitischen und einer wirtschaftspolitischen Stunde ist es an der Zeit für eine wohnungspolitische Stunde.

Die Stadt Leipzig wächst. Der Wohnungsmarkt entwickelt sich nach Jahren, die von schwacher Nachfrage und hohem Leerstand geprägt waren, in Richtung eines ausgeglichenen Angebots- und Nachfrageverhältnisses, in einigen Stadtteilen mit hoher Nachfrage wird der Wohnraum in einzelnen Segmenten knapp und verteuert sich.

Die bis 31.12.2013 mögliche Wohnraumversorgung einkommensschwacher Haushalte und anderer Bedarfsgruppen (z. B. ältere und behinderte Menschen) durch das Sozialamt ist ab dem 01.01.2014 eingeschränkt. Ursache sind
• das Auslaufen des Sächsischen Belegungsrechtsgesetzes zum 31.12.2013, welches die Basis der bestehenden Belegungsrechtsverträge der Stadt Leipzig mit der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) und den Wohnungsgenossenschaften bildete,
• der massive Rückgang der Belegungsbindungen aus der Wohnungsbauförderung (von ehemals 10.000 Wohnungen im Jahr 2003 verblieben am 01.01.2014 noch ca. 350 bis 500 Wohnungen mit alten- und behindertengerechter Ausstattung in der Bindung) und
• der Wegfall der Subjektförderung („einkommensabhängige Zusatzförderung“) für rund 10.000 Wohnungen durch Auslaufen der Mietwohnungsbauförderprogramme des Freistaates Sachsen nach Teil B II in den letzten Jahren.

In dieser Situation steht das Sozialamt vor der Herausforderung, die Wohnraumversorgung für einkommensschwache Haushalte und andere Bedarfsgruppen bei geänderten Rahmenbedingungen nachhaltig zu sichern. Dazu bedarf es eines tragfähigen wohnungspolitischen Konzeptes der Stadt, um auch weiterhin genügend Wohnraum für einkommensschwache Haushalte und andere Bedarfsgruppen vorhalten zu können und somit einer weiteren Segration entgegenzuwirken.
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Alt 13.04.14, 13:40   #565
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung in Leipzig

Noch einmal zu den bestehenden Belegungsrechtsverträgen der Stadt Leipzig:

Die Antwort des Innenministers Markus Ulbig vom 25. November 2013 auf eine kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Dr. Dietmar Pellmann ergab, dass es in Dresden zum Stichtag 10. September 2012 noch 10.212 in Leipzig 22.543 und in Chemnitz 290 Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung gab. In ganz Sachsen waren es 37.329 Wohnungen, davon in den drei größten Städten 33.045.
http://edas.landtag.sachsen.de/viewe...=5&pos_dok=202
http://www.l-iz.de/Politik/Kassenstu...gen-52523.html

Bemerkenswert sind die Ausführungen im Wohnungspolitischen Konzept der Landesregierung "Wohnen in Sachsen 2020" ( http://www.bauen-wohnen.sachsen.de/d...n/WPK_0403.pdf ):

Zitat:
2.3.6 Belegungsgebundener Wohnraum
Das Auslaufen der Belegungsbindungen nach dem Sächsischen Belegungsrechtsgesetz
zum 31. Dezember 2013 und das sukzessive Auslaufen der Mietpreis- und Belegungsbindungen nach den Wohnraumförderprogrammen Sachsens werden zu einem starken Rückgang an belegungsgebundenem Wohnraum bis 2020 führen.

Nach einer Umfrage des SMI im Jahr 2012 bei allen 456 sächsischen Städten und Gemeinden sehen lediglich die drei kreisfreien Städte Dresden, Chemnitz
und Leipzig zukünftig einen Bedarf für die Begründung von neuen Belegungsrechten.

5.1.3 Belegungsgebundener Wohnraum
Auch nach Auslaufen des Sächsischen Belegungsrechtsgesetzes zum 31. Dezember 2013 können künftig Belegungsrechte begründet werden. Hierzu wurde das Gesetz über die Zuständigkeiten auf dem Gebiet der sozialen Wohnraumförderung (SächsWoFZustG)
erlassen [Anm. 52: SächsGVBl. 2013, S. 804].
Das Gesetz über die Zuständigkeiten auf dem Gebiet der sozialen Wohnraumförderung (SächsWoFZustG) wurde durch den Landtag am 18. September 2013 in seiner 82. Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen und am 30. Oktober 2013 im Sächsischen Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicht.

Gesetzentwurf der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion
http://edas.landtag.sachsen.de/viewe...=Drs&leg_per=5

Nun gibt selbst die Sächsische Staatskanzlei in ihrer Pressemitteilung vom 30. Oktober 2013 zu, dass mit dem neuen Gesetz keine landesweite Regelung geschaffen wurde, sondern lediglich "den Städten und Gemeinden rechtzeitig die Verwaltung und auch die Schaffung von belegungsgebundenem Wohnraum nach Außerkrafttreten des Sächsischen Belegungsrechtsgesetzes zum Ende des Jahres weiterhin ermöglicht" wird.
Minister Ulbig: „Mit diesem Gesetz ermöglichen wir unseren Städten und Gemeinden bei der sozialen Wohnraumförderung weiterhin eigenständig auf die regionalen Besonderheiten zu reagieren. Damit ist soziales Wohnen weiter gewährleistet.“

Über den kleinen Nebenaspekt der Finanzierung macht man sich in dem Konzept keine weiteren Gedanken. Warum auch? Im September 2012 hatte ein Sprecher des Innenministeriums auf dapd-Anfrage mitgeteilt: "Im Freistaat Sachsen stehen preiswerte Wohnungen in ausreichender Menge zur Verfügung." Die zusätzliche Schaffung von Wohnraum mit Mietpreis- und Belegungsbindung sei somit nicht erforderlich.
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Alt 15.04.14, 00:27   #566
Conne Witzer
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Das ist keine Diskussion, sondern Propaganda-Copypasta.
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Alt 15.04.14, 21:26   #567
Altbaufan_
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Alt 16.04.14, 00:19   #568
Conne Witzer
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Zitat:
Zitat von Altbaufan_ Beitrag anzeigen
Mag sein, dass meine Argumentation und Meinung icht jedem passt, damit muss ich leben,
Ach, komm doch bitte aus der Opferecke! Von mir hast Du noch keine - irgendwie geartete - "Bewertung" erhalten, jedoch jede Menge Argumente (siehe vorherige Seite). Ich "kämpfe" mit offenem Visier!
Zitat:
Zitat von Altbaufan_ Beitrag anzeigen
Dass die Miet- und Belegungsbindung ein ernstes Thema ist, sollte jedem klar sien, wie damit umgegangen wird, ist eine andere Frage.
Ich halte es jedoch für wenig hilfreich, wenn das Thema zum x-ten Male durchgekaut wird, ohne auf die vorgebrachten Gegenargumente (z.B. zum Thema "Miet- und Belegungsbindung") auch nur im Geringsten einzugehen. Stattdessen unentwegt Propaganda von der Rolle. Spam, Spam, oh lovely Spam!
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Alt 16.04.14, 05:16   #569
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Man muß schon sehr überzeugt sein vom eigenen Standpunkt - "Wo ich stehe ist vorn und alle, die anderer Ansicht sind, sind entweder blöd oder ideologisch völlig verblendet, denn sonst wären sie ja nicht anderer Ansicht!" - sein, wenn das Abwerfen von ein paar Wortgruppen als Vorbringen von Gegenargumenten gilt. Und jedes Gegenargument zum Gegenargument wieder nur ein Stichwort wie etwa "alles (Fehl)-Subventionierung" oder "unter dem aktuellen Markwert geht gar nicht" braucht, um auch da zu klarzustellen, dass es nicht weiter diskutiert werden muss.

Konkret meinst Du vermutlich folgende Textpassage:

Zitat:
Zitat von Conne Witzer Beitrag anzeigen
Unabhängig davon gibt es auch weithin bekannte Argumente gegen sozialen Wohnungsbau (in all seinen Variationen), auf die Du schon eingehen solltest.

Die da wären:

1.) Innerhalb kürzester Zeit hohe Fehlbelegungsquote
2.) Entweder Ghettoisierung (am Stadtrand) oder sehr teuer, wenn in "angesagten" Lagen gebaut/gefördert wird
3.) Das Problem lässt sich einfacher und flexibler/bedarfsgerechter auf direktem Weg lösen, ohne gravierende Markteingriffe -> Stichwort: Wohngeld
4.) Es wird ein begrenztes Kontingent "privilegierter Armer" aufrecht erhalten. Das hilft zwar bei der sozialen Durchmischung, aber nicht gegen die Wohnungsnot. Mit anderen Worten: Es ist eigentlich egal, ob ich keine Wohnung bekomme, weil ich sie mir nicht leisten kann, oder weil keine frei ist!

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Ich versuche es mal:

1.) Das ist erst mal nur eine Behauptung, vor allem mit Blick auf "innerhalb kürzester Zeit". Ich hätte gern ein paar Beispiele aus anderen Städten genannt, wie hoch sogenannte Fehlbelegungsquoten innerhalb welcher Zeiträume sind. Da wird es doch sicherlich einige Studien dazu geben. Angesichts aktueller Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt wie der zunehmenden Verfestigung von Langzeitarbeitslosigkeit, der Ausnahme von Hartz-IV-Empfänger_innen beim Mindestlohn, der zunehmenden Zahl von sogenannten Aufstockern und Seniorinnen, die trotz Rentenbezug auf Grundsicherung angewiesen sind, und so weiter glaube ich nicht so richtig an die Geschichte von gestern noch arbeitslos und auf Hartz IV, heute schon DINK mit 6000 Euro gemeinsamen Einkommen, aber immer noch in der 60-qm-Kohlenheizungswohnung.

Außerdem kann man Fehlbelegungen überprüfen. In Brandenburg wird nun ähnlich wie in Berlin ein Förderprogram für sozialen Wohnungsbau aufgelegt, bei dem zinsgünstige Baudarlehen ausgegeben werden. Im gesamten Bundesland Brandenburg sollen bis 2019 240 Millionen Euro für die Wohnraumförderung in Kommunen mit erhöhtem Wohnungsbedarf ausgeben werden. Da es sich um Darlehen handelt, fließen die gering verzinst langfristig auch wieder in den Landeshaushalt zurück. Der Löwenanteil von 60 Millionen Euro geht in die Landeshauptstadt, wo rund 900 Sozialwohnungen, also etwa 150 Wohnungen pro Jahr, entstehen sollen. Mindestens die Hälfte des Geldes muss für die Sanierung von bereits vorhandenem Wohnraum eingesetzt werden. Dabei gilt für 75 Prozent der Wohnungen eine Mietpreis- und Belegungsbindung, beim Neubau liegt die Bindung bei 100 Prozent. Diese Wohnungen dürfen nur an einkommensschwache Mieter_innen mit einem Wohnberechtigungsschein vergeben werden, vor allem an Familien, Alleinerziehende, ältere und behinderte Einwohner sowie Studierende und Auszubildende. Haushalte, die ursprünglich als Förderfall eine günstige Wohnung erhalten haben, müssen eine marktübliche Miete zahlen, wenn sich das Einkommen erhöht. „Dies wird alle drei Jahre geprüft“, so Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD).

PNN, 15.4.2014
Wohnungsbau in Potsdam
900 Sozialwohnungen für Potsdam
http://www.pnn.de/potsdam/846883/

RBB, 14.04.2014
Brandenburg investiert 240 Millionen in bezahlbare Wohnungen
Ein Viertel davon geht nach Potsdam
http://www.rbb-online.de/politik/bei...elsaenger.html

Zu 2. habe ich mich bereits länger geäußert:
http://www.deutsches-architektur-for...d.php?p=423158

Keine Konzentrationen von Sozialwohnungen am äußersten Stadtrand, sondern überall verteilt in der Stadt. Entweder durch Modelle wie die Münchner SoBoN, also Quotenregelungen für Neubauten, oder durch geförderten Bau von Sozialwohnungen auf Grundstücken der Kommune oder von Wohnungsbaugenossenschaften. "Jede andere Art der unterpreislichen Verwertung ist letztlich eine versteckte Subvention." Das ist zunächst nur ein Glaubenssatz. Und wenn schon, dann ist es eben so. Was heutzutage nicht alles versteckt subventioniert wird. Wenn es am Ende günstiger kommt und/oder an anderer Stelle hohe Ausgaben oder soziale Fehlentwicklungen verhindern hilft, dann ist dagegen doch kaum etwas zu sagen, oder?

Zu 3. Wohngeld und die Übernahme der "Kosten der Unterkunft" mögen auf den ersten Blick "einfacher und flexibler/bedarfsgerechter" erscheinen. Ich frage mich allerdings, zu welchen Gesamtkosten. Daher gibt es den längeren Beitrag unter http://www.deutsches-architektur-for...d.php?p=423183 .

Warum rechnet nicht einfach mal jemand gegeneinander auf, was eine mit günstigen Baukrediten geförderte Sozialwohnung über 20 Jahre die Landes- und kommunale Kasse kostet und was in der gleichen Zeit Wohngeld/KdU für eine Wohnung auf dem "freien Markt" fließen würde?

4. Das mit dem begrenzten Kontingent "privilegierter Armer" habe ich noch nicht verstanden. Die wären schon längst wieder alle in gut bezahlter Arbeit, wenn sie sich drehen müssten, weil sie nicht mehr so günstig wohnen können?
LE Mon. hist. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.14, 14:31   #570
Conne Witzer
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Zitat:
Zitat von LE Mon. hist. Beitrag anzeigen
Man muß schon sehr überzeugt sein vom eigenen Standpunkt - "Wo ich stehe ist vorn und alle, die anderer Ansicht sind, sind entweder blöd oder ideologisch völlig verblendet, denn sonst wären sie ja nicht anderer Ansicht!" - sein, wenn das Abwerfen von ein paar Wortgruppen als Vorbringen von Gegenargumenten gilt.
Es ist eine Grundeigenschaft linker Propaganda, mit vielen Worten wenig zu sagen.

Sokal lässt grüssen!

"Sozialer Wohnungsbau" und "Fehlbelegungsquote" umreissen das Problem vollkommen, wozu noch die ganze Prosa. Das Problem "Fehlbelegungsquote" ist gemeinhin unumstritten, die Quote wird auf etwa 40% geschätzt.

"Marktgerechte Miete bei Fehlbelegung" löst das Problem in keiner Weise, da eine fehlbelegte Wohnung - unabhängig von der Miethöhe - für soziale Zwecke eben nicht mehr zur Verfügung steht.

Wenn also von 100 Sozialwohnungen 40 fehlbelegt sind, so bleiben 60 Sozialwohnungen. Gebaut wurden aber 100.

Bei den fehlbelegten versucht sich die öffentliche Hand als "Unternehmer". Wenn letzteres immer so gut funktionieren würde, dann lebten wir immer noch in der DDR - und der Westen wäre beigetreten.

Zum Thema "Sozialer Wohnungsbau" gab es übrigens seinerzeit einen Grossversuch mit dem Namen "Bundesrepublik Deutschland".
Zitat:
Zitat von LE Mon. hist. Beitrag anzeigen
Und jedes Gegenargument zum Gegenargument wieder nur ein Stichwort wie etwa "alles (Fehl)-Subventionierung" oder "unter dem aktuellen Markwert geht gar nicht"
Habe ich gar nicht geschrieben! Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass auch eine verdeckte Subvention eine Subvention ist, d.h. es wird unterm' Strich Geld ausgegeben. Und da man jeden € bekanntlich nur einmal ausgeben kann, fehlt dieses Geld dann an anderer Stelle.
Zitat:
Zitat von LE Mon. hist. Beitrag anzeigen
Konkret meinst Du vermutlich folgende Textpassage:
Dieser Strang enthält (gelinde gesagt) mehr als ein Posting von mehr als einem Poster zum Thema. Allen gemein ist, dass Du nicht wirklich darauf eingehst.

Und so dreht sich das Ganze im Kreise.
Zitat:
Zitat von LE Mon. hist. Beitrag anzeigen
Da es sich um Darlehen handelt, fließen die gering verzinst langfristig auch wieder in den Landeshaushalt zurück.
Eine Subvention ist eine Subvention, egal wie man sie betitelt.
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Keine Konzentrationen von Sozialwohnungen am äußersten Stadtrand, sondern überall verteilt in der Stadt.
Die Leute wollen aber nicht "überall verteilt in der Stadt" wohnen, sondern in ganz bestimmten, teuren Lagen. Teure Lagen = wenige freie Grundstücke zu hohen Preisen.

Es gibt da z.B. noch ein wunderschönes, preiswertes Gründerzeitviertel östlich vom Hauptbahnhof mit beachtlichem Leerstand. "Wohnungsnot" geht anders!
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"Jede andere Art der unterpreislichen Verwertung ist letztlich eine versteckte Subvention." Das ist zunächst nur ein Glaubenssatz.
Nein, das nennt sich "Mathematik".
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Und wenn schon, dann ist es eben so. Was heutzutage nicht alles versteckt subventioniert wird. Wenn es am Ende günstiger kommt und/oder an anderer Stelle hohe Ausgaben oder soziale Fehlentwicklungen verhindern hilft, dann ist dagegen doch kaum etwas zu sagen, oder?
..."wenn"! Aber genau dieses "wenn" wird ja bestritten! Im Englischen nennt man das: "Begging the Question".
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Zitat von LE Mon. hist. Beitrag anzeigen
Zu 3. Wohngeld und die Übernahme der "Kosten der Unterkunft" mögen auf den ersten Blick "einfacher und flexibler/bedarfsgerechter" erscheinen. Ich frage mich allerdings, zu welchen Gesamtkosten. Daher gibt es den längeren Beitrag unter http://www.deutsches-architektur-for...d.php?p=423183 .
Auch dazu gab es von dj tinitus eine Anwort, die von Dir ja aber scheinbar ignoriert wurde.
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Zitat von LE Mon. hist. Beitrag anzeigen
Warum rechnet nicht einfach mal jemand gegeneinander auf, was eine mit günstigen Baukrediten geförderte Sozialwohnung über 20 Jahre die Landes- und kommunale Kasse kostet und was in der gleichen Zeit Wohngeld/KdU für eine Wohnung auf dem "freien Markt" fließen würde?
Jetzt kommen wir zum Punkt! Mit Wohngeld zahlt die öffentliche Hand die Herstellungs- und Betriebskosten von Wohnraum, plus eine - in Leipzig eher bescheidene - Rendite von maximal so um die 5-6% (vor Finazierungskosten und Steuern). Sämtliche Risiken liegen beim privaten Vermieter. Fehlbelegungsquote 0%

Jetzt kommt die gelobte "öffentliche Hand" in's Spiel, die glaubt, mit nur maximal 5-6% Mehrkosten gegenüber dem privaten Vermietertum dasselbe auch stemmen zu können? Fehlbelegungsquote 40%... "Neue Heimat", ... Muss ich noch weiter schreiben?
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Das mit dem begrenzten Kontingent "privilegierter Armer" habe ich noch nicht verstanden.
Egal wie viele Sozialwohnungen aus dem Boden gestampft werden: Es kann nicht jeder für €3 Kalt im Waldstrassenviertel wohnen - aber jeder wird es wollen werden.

Wir könnten ja auch aus Steuermitteln so viele Porsches bauen, bis jeder einen hat?
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