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Alt 15.04.14, 14:13   #391
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AENGEVELT-RESEARCH sieht attraktiven Einzelhandelsmarkt Leipzig

Pressemitteilung AENGEVELT IMMOBILIEN GmbH, 15.04.2014
https://www.konii.de/news/aengevelt-...g-201404159427

Zitat:
AENGEVELT-RESEARCH sieht attraktiven Einzelhandelsmarkt Leipzig

Die Messemetropole Leipzig ist – nach Berlin – der bedeutendste und mit bis zu EUR 140,-/m² Einzelhandelsfläche auch teuerste Einzelhandelsstandort im Osten Deutschlands vor Dresden (EUR 110,-/m²). Gleichzeitig bietet Leipzig als beliebtes touristisches Ziel und im Vergleich mit den deutlich teureren Big Seven (München: EUR 370,-/m²; Frankfurt: EUR 310,-/m²; Stuttgart: EUR 300,-/m²; Hamburg: EUR 280,-/m²; Berlin: EUR 270,-/m²; Düsseldorf: EUR 260,-/m²; Köln: EUR 250,-/m²) sehr gute Rahmenbedingungen für nationale und internationale Einzelhändler. Entsprechend verstärkten in den letzten Jahren zahlreiche Filialisten, internationale Ketten und Brands ihr Engagement in Leipzig.

Dass die Spitzenmiete angesichts der hohen Nachfrage nach Einzelhandelsflächen in den Top-A-Lagen gegenüber 2012 nicht weiter gestiegen ist, ist nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH auf die Aufwertung der Handelsflächen in der Hainstraße bzw. dem Areal um den Markt zurückzuführen:

- Mit der Eröffnung der „Höfe am Brühl“ (Herbst 2012) wurden nicht nur die Bedeutung der Leipziger Innenstadt ausgebaut und gestärkt, sondern auch alte neue Laufwege (über die Hainstraße) wieder etabliert.
- Ebenso wirkt sich die Eröffnung des Citytunnels mit der Station „Am Markt“ positiv auf die Passantenfrequenz in der Leipziger Innenstadt aus.

Die zunehmende Passantenfrequenz - besonders in der Hainstraße - führt dazu, dass weitere Handelsflächen für die Händler attraktiv wurden und somit der Druck auf die Spitzenmieten etwas abgefedert wurde.

Ungeachtet dieser positiven Entwicklungen besitzt Leipzig hinsichtlich der einzelhandelsrelevanten Kennziffern „EH-Kaufkraftniveau“ (90,7; Deutschland = 100), „EH-Umsatzniveau“ (95,5) und „Zentralität“ (105,2 = „Kaufkraft-Import“) noch deutliche Steigerungspotentiale. Hintergrund ist das im bundesweiten Vergleich (noch) geringere und nur allmählich steigende durchschnittliche Einkommensniveau und die Konkurrenz mit den großflächigen Einkaufszentren vor den Toren der Stadt.

- Insgesamt befinden sich in der Leipziger City rd. 200.000 m² Verkaufsfläche. Gemessen am Leipziger Einzelhandels-Gesamtbestand (830.000 m² Verkaufsfläche) sind das lediglich 24%. Dieser Wert liegt deutlich unter denen vergleichbarer Großstädte wie z.B. Düsseldorf (33%) oder Mannheim (40%).
- Hinsichtlich der Flächenausstattung stellt sich Leipzig mit rd. 1,5 m² je Einwohner exakt auf den Bundesdurchschnitt (z.V.: Dresden: 1,7 m²/EW; Magdeburg: 2,7 m²/EW; Berlin: 1,4 m²/EW).
- Ein zunehmend wichtiger Faktor für den Leipziger Einzelhandel ist außerdem der Tourismus. 2013 verzeichnete der Leipziger Tourismus erneut ein Rekordjahr: Mit 1,44 Mio. ankommenden Gäste wurde das Vorjahresrekordergebnis deutlich um rd. 6% übertroffen. Hiervon profitiert insbesondere der innerstädtische Einzelhandel, da der Ring die Innenstadt räumlich begrenzt und dadurch ihre Erschließung zu Fuß erleichtert.

Leipziger Einkaufslagen

- Top-A-Lagen: Als klassische Top-A-Lage gelten in Leipzig die Petersstraße und die Grimmaische Straße. Diese beiden Handelslagen gehören zu den erfolgreichsten sächsischen Einkaufsstraßen, verfügen über einen hohen Filialisierungsgrad und profitieren beide deutlich von der Eröffnung des Citytunnels. In der Grimmaische Straße wirkte sich zudem die erfolgreichen Entwicklungen wie z.B. der „Handelshof“ (Leipzigs zweitältestes Messehaus) und der ergänzende Universitätsneubau am Augustusplatz positiv auf die Passantenfrequenz und die Handelslage aus.
- Zur A-Lage innerhalb der City gehört der auch bei Touristen sehr beliebte Bereich am Markt.
- Von den Frequenzen zwar geringer gehören zu den guten Einkaufsadressen (B-Lage) in Leipzig auch Katharinenstraße, Neumarkt, Nikolaistraße und Hainstraße.

Mit der Eröffnung der „Höfe am Brühl“ wurden insbesondere Hainstraße und Katharinenstraße gestärkt. Für die Hainstraße ist dabei mit der Fertigstellung der „Hainspitze“ (2014) und der Eröffnung von „Primark“ von weiteren positiven Impulsen auszugehen.

Leipziger Einzelhandelsmieten

- Die Einzelhandels-Spitzenmiete erreicht in Leipziger Top-A-Lagen (Petersstraße, Grimmaische Straße) bei hoher Nachfrage und knappem Angebot bis zu EUR 140,-/m².
- Die A-Lage ist neben der Top-A-Lage durch hohe Passantenfrequenz mit hoher Kaufbereitschaft gekennzeichnet (z.B. Markt). Der Wettbewerb um Ladenflächen ist hoch, aber geringer als dies in der Top-A-Lage der Fall ist. In der Spitze erreichen die Mieten in A-Lage bis zu EUR 100,-/m²-Verkauffläche, die günstigsten Flächen in diesen Lagen bis zu EUR 60,-/m².
- In den etablierten, gleichwohl weniger frequenzstarken B-Lagen bewegt sich das Mietniveau zwischen EUR 30,- bis EUR 60,-/m².
- Auf ein deutlich niedrigeres Niveau stellen sich die realisierbaren Mieten in C-Lagen (z.B. Brühl, Goethestraße, Burgstraße, Universitätsstraße, Ritterstraße, Kupfergasse). Hier liegen die aktuell kontrahierten Mietwerte objektabhängig von Lage, Ausstattung und Größe zwischen EUR 20,- und 40,-/m².
- Des Weiteren hat die Karl-Liebknecht-Straße (Ausfallstraße) eine ausgesprochene Bedeutung für den Leipziger Einzelhandel. Hier haben sich neben zahlreichen Traditionsgeschäften auch neue Geschäfte angesiedelt (periodischer Bedarf und Szeneläden). Im Top-Level-Segment werden an diesem Standort rd. EUR 18,-/m² Verkaufsfläche realisiert.

AENGEVELT– RESEARCH prognostiziert folgende Trends:

- In den Top- Lagen bleibt die Nachfrage nach Ladenlokalen stabil hoch.
- Entsprechend ist von einem konstanten Spitzenmietniveau mit mittelfristig anziehender Tendenz angesichts weiter verbesserter Infrastruktur und steigender Passantenfrequenzen (z.B. „City-Tunnel“) auszugehen.
- Im ostdeutschen Standortvergleich werden in Leipzig weiterhin die höchsten Spitzenmieten erzielt, gegenüber den deutschen Metropolen ist Leipzig indessen unverändert günstig und wettbewerbsfähig.
- In weniger frequentierten Nebenlagen halten Mietpreisdruck und limitierte Flächennachfrage an.
- Grundsätzlich sind die Potentiale Leipzigs angesichts moderater Einzelhandelskennziffern nach wie vor steigerungsfähig.
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Alt 15.04.14, 14:21   #392
LE Mon. hist.
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AENGEVELT analysiert starken Leipziger Grundstücksmarkt

Pressemitteilung AENGEVELT IMMOBILIEN GmbH, 15.04.2014
https://www.konii.de/news/aengevelt-...t-201404159604

Zitat:
AENGEVELT analysiert starken Leipziger Grundstücks- und Investmentmarkt

Der Geldumsatz durch Verkäufe auf dem gesamten Leipziger Immobilienmarkt (Asset-Deals) lag im Jahr 2013 nach vorläufigen Analysen des Leipziger Gutachterausschusses bei rd. EUR 1,57 Mrd. und damit nach Berechnungen von AENGEVELT-RESEARCH 9% über dem Vorjahresvolumen und ein Drittel über dem Mittelwert der vorangegangenen zehn Jahre (Ø 2003 bis 2012: EUR 1,18 Mrd.). Gleichzeitig handelt es sich um das dritthöchste Transaktionsvolumen in diesem Jahrtausend nach den beiden globalen Boomjahren 2006 (EUR 1,66 Mrd.) und 2007 (EUR 1,75 Mrd.).

Von dem Transaktionsvolumen aus Immobilienverkäufen (bebaut, unbebaut, Asset-Deals) in Höhe von rd. EUR 1,57 Mrd. entfielen im Jahr 2013:

- rd. EUR 886 Mio. auf bebaute Liegenschaften (2012: rd. EUR 843 Mio.) = +5%
- rd. EUR 97 Mio. auf unbebaute Liegenschaften (2012: rd. EUR 113 Mio.) = -14%
- rd. EUR 588 Mio. auf Wohn- und Teileigentum (2012: rd. EUR 491 Mio.) = +20%

Investmentmarkt: Stabiles Geldumsätze und Renditen

- Nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH stieg das Umsatzvolumen am Leipziger Investmentmarkt (Asset-Deals) im Berichtsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr leicht um 1% auf EUR 863 Mio. (2012: rd. EUR 852 Mio.) und liegt damit zudem 22% bzw. EUR 159 Mio. über dem jüngsten Dekadenmittel ((Ø 2003 bis 2012: EUR 704 Mio.).
- Im Leipziger Wohninvestmentsegment (Mehrfamilienhäuser und unbebaute Mehrfamilienhausgrundstücke) legte dabei der kontrahierte Geldumsatz 2013 gegenüber dem Vorjahr um 5% bzw. EUR 18 Mio. auf rd. EUR 356 Mio. zu (2012: EUR 338 Mio.) und liegt damit zudem 50% über dem jüngsten Dekadenmittel (Ø 2003 bis 2012: EUR 238 Mio.).
- Am Leipziger Markt für Gewerbeinvestments (bebaut und unbebaut, Asset-Deals) erreichte das Transaktionsvolumen 2013 mit rd. EUR 507 Mio. nahezu den Vorjahreswert (2012: EUR 514 Mio.) und liegt damit wiederum deutlich über dem Mittelwert der jüngsten zehn Jahre (Ø 2003 bis 2012: EUR 467 Mio.).
- Anders als im Vorjahr konnte dabei kein Deal > EUR 50 Mio. registriert werden. Hierbei handelt es sich nicht um ein etwa nachlassendes Investoreninteresse an Objekten in Leipzig, sondern ist zum einen allgemein auf die Produktknappheit an großvolumigen Losen in Leipzig und zum anderen auf das auch in Leipzig immer knapper werdende Angebot an Core-Objekten bzw. die hierbei geringe Verkaufsbereitschaft zurückzuführen.
- Das spiegelte sich auch im traditionell stärksten Gewerbeinvestment-Segment Büro- und Geschäftshäuser wider: Hier ging knappheitsbedingt das Transaktionsvolumen 2013 gegenüber dem Vorjahr um 25% auf rd. EUR 170 Mio. zurück (2012: EUR 226 Mio.).

Stabile und überdurchschnittlich hohe Renditen

Das Renditeniveau ist in Leipzig im Vergleich zu den „Big Seven“ unverändert überdurch-schnittlich hoch:

- Geschäftshäuser in zentralen Lagen erzielten wie im Vorjahr Anfangsrenditen zwischen 5,9% und 7,7%. Die mittlere marktübliche Rendite liegt unverändert bei 6,8%.

Auch die Spitzenrenditen blieben stabil. Top-Geschäftshäuser werden i.d.R. zu Einstiegsfaktoren von 17- bis 18-fach gehandelt. In Ausnahmen ist auch bis zum 20-fachen der Jahreskaltmiete (=Rendite: 5%) erzielbar.

- Für Büroimmobilien in gutem Lagesegment variieren die mittleren Anfangsverzinsungen objektabhängig zwischen ca. 6,0% und 8,0%, in dezentraleren Lagen zwischen etwa 7,0% und 9,0%. Im laufenden Berichtszeitraum rechnet AENGEVELT-RESEARCH mit anhaltend stabilen Wertentwicklungen.

- Bei Wohnhäusern sind im guten Lagebereich aktuell Anfangsrenditen von 5,9% bis 8,5% marktüblich. Für Objekte in nachgeordneten bzw. weniger präferierten Wohn- und Geschäftslagen reicht die Spannweite bis 9,0%.

Aufgrund des steigenden Nachfrageinteresses ist im Bereich Wohnhäuser mit weiter anziehenden Kaufpreisen und dementsprechend kurz- bis mittelfristig wachsendem Druck auf Anfangsrenditen bzw. Kapitalverzinsungen zu rechnen.
Das Verzinsungsniveau im Wohnsegment ist zudem stark von der technischen Gebäudequalität bzw. vom Baualter bestimmt. So liegt die Spannweite für neue Mehrfamilienhäuser i.d.R. zwischen 5,9 und 7,9%, während sie bei Bestandsimmobilien zwischen 6,0% und 9% liegt.

- Im Bereich Fachmarkt/Fachmarktzentren und kleineren Shoppingcentern werden mittlere Anfangsverzinsungen lageabhängig zwischen ca. 6,5% und 7,5% (A-Standorte) bzw. 7,0% und 9% in mittleren bis guten Lagen erzielt, Tendenz leicht fallend.

AENGEVELT-RESEARCH prognostiziert folgende Trends:

- In den kommenden Jahren sind die Aussichten für die Immobilienbranche in Leipzig insgesamt ausgesprochen gut: Leipzig wächst auch weiterhin, das trifft sowohl auf die Wirtschaft als auch auf die Bevölkerungszahl zu.
- Aufgrund der weiterhin geringen Neubautätigkeit (Büro und Wohnen) ist in Leipzig mit keinem Anstieg der Leerstände zu rechnen. Dies wirkt sich positiv auf das Mietniveau und stabilisierend auf die Wertentwicklung aus. Vergleichbares gilt in Top-Lage für den Einzelhandel. Hochwertige Immobilien bleiben in Leipzig auch zukünftig sehr gefragt.
- Aufgrund der stark begrenzten Verfügbarkeit von erstklassigen Objekten erwartet AENGEVELT-RESEARCH insgesamt stabile, im Einzelfall steigende Preise bzw. sinkende Renditen im Büro- bzw. Geschäftshaussegment. In unsanierten Gebäuden in wenig gefragten Lagen müssen Immobilieneigentümer indessen mit einem moderat sinkenden Preisniveau rechnen.
- Die ausgesprochen hohen Einstiegsfaktoren in den Big Five lenken den Fokus zkünftig weiter auf wachsende B-Städte. Leipzig zählt zur Top-Gruppe der B-Städte. AENGEVELT-RESEARCH rechnet daher mittelfristig mit einem moderaten Anstieg des Transaktionsvolumens im gewerblichen Segment.
- Die Entwicklungsperspektiven für Wohnimmobilien werden von AENGEVELT-RESEARCH ebenfalls günstig eingeschätzt. Insbesondere in gefragten Lagen zeichnet sich seit Jahren ein deutlicher Anstieg des Mietpreisniveaus ab. Da zugleich in guten Lagen bei entsprechender Objektqualität der Leerstand systematisch gesunken ist, ist die Mietausfallwahrscheinlichkeit entsprechend gering. Hierdurch steigt die Stabilität dieser Asset-Klasse weiter an. Im Mehrfamilienhaussegment erwartet AENGEVELT-RESEARCH bei marktfähigen Objekten deshalb ein leichtes Absinken der Renditen.
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Alt 15.04.14, 14:27   #393
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AENGEVELT analysiert robusten Büromarkt Leipzig

Pressemitteilung AENGEVELT IMMOBILIEN GmbH, 14.04.2014
https://www.konii.de/news/aengevelt-...g-201404141888

Zitat:
AENGEVELT analysiert robusten Büromarkt Leipzig

2013 wurden nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH auf dem Leipziger Büroflächenmarkt rd. 72.000 m² umgesetzt. Zusammen mit dem Jahr 2010 ist dies das niedrigste Ergebnis der letzten zehn Jahre. Gegenüber dem Vorjahr (2012: rd. 90.000 m²) bedeutet dies einen Rückgang um 20%. Zudem liegt die 2013er Marktleistung 21% unter dem Wert des jüngsten 10-Jahresdurchschnitts ( 2003 bis 2012: rd. 90.900 m²).

Für 2014 prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH einen auf 80.000 m² anziehenden Büroflächenumsatz. Im 1. Quartal lag die Marktleistung bei überdurchschnittlichen 21.000 m².

Short Facts 2013:

- Das Ergebnis von 72.000 m² Büroflächenumsatz in 2013 ist im wesentlichen auf das Fehlen großvolumiger Abschlüsse ab 2.000 m² zurückzuführen: Im Jahr 2012 erfolgten sechs Abschlüsse in der Größenklasse ab 2.000 m² mit einem Flächenumsatz von insgesamt 24.500 m² und einer Marktquote von 27%. 2013 gab es in diesem Größensegment lediglich zwei Abschlüsse mit zusammen rd. 10.400 m². Die Marktquote halbierte sich auf 14%.

Dagegen erhöhte sich der Marktanteil der Abschlüsse bis 250 m² von 24% auf 33% bzw. 24.000 m² (2012: 21.800 m²). Insgesamt entfielen 2013 69% bzw. 49.500 m² auf Verträge bis 1.000 m² (2012: geringere Marktquote von 54% indessen nahezu identischer Flächenabsatz von 48.600 m²).

- Hinter der kleinteiligeren Nachfrage u.a. stehen junge, neue und wachsende Unternehmen: Dadurch werden Jahr für Jahr in Leipzig zusätzliche Flächen in Anspruch genommen (Büroflächenmehrverbrauch). So entfiel in den letzten vier Jahren ein überdurchschnittlich hoher Anteil von 45% bis 60% des Büroflächenumsatzes auf Flächenexpansionen, Neuansiedlungen bzw. Neugründungen (2013: 53%; 2012: 45%).
- Dies führt dazu, dass der Leerstand - auch in Jahren mit geringeren Büroflächenumsätzen - kontinuierlich sinkt: Standen in Leipzig Ende 2012 noch rd. 520.000 m² Bürofläche leer, waren es wie von AENGEVELT-RESEARCH prognostiziert Ende 2013 480.000 m². Dies entspricht einer nominellen Leerstandsquote von 14,3% (2012: 15,6%)
- 2013 wurden lediglich 5.000 m² neue Bürofläche fertiggestellt (2012: rd. 14.000 m²). Dies entspricht einer Innovationsquote von lediglich 0,1% des gesamten Büroflächenbestandes von 3,35 Mio. m². Hiervon standen Ende 2013 keine Flächen zur Anmietung zur Verfügung.
- Die Verknappung an Flächen innerhalb des Rings führt dazu, dass die Spitzenmieten auf EUR 12,-/m² (Ende 2012: EUR 11,50/m²) angestiegen sind.

Prognose / Trends 2014

- Für das Jahr 2014 prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH einen auf rd. 80.000 m² anziehenden Büroflächenumsatz.
- Für das erste Quartal 2014 analysierte AENGEVELT- RESEARCH einen Flächenumsatz in Höhe von rd. 21.000 m², der 31% über dem Wert des Vorjahreszeitraums liegt (I. Q 2013: 16.000 m²).
- Bis Ende 2014 erwartet AENGEVELT-RESEARCH einen weiteren Abbau der nominellen Angebotsreserve auf rd. 440.000 m² Bürofläche (siehe dazu auch Leerstandsdifferenzierung nach ARLEX AENGEVELT-RESEARCH LeerstandsindEX).
- 2014 werden rd. 11.000 m² neue Bürofläche fertiggestellt (= Innovationsquote: 0,3%), von denen lediglich noch 3.000 m² verfügbar sind.
- Die Spitzenmiete stellt sich 2014 nach Analysen von AENGEVELT-RESEARCH stabil auf rd. EUR 12,00/m². Indessen zeichnen sich aufgrund weiterer Verknappungen in gefragten Lagen vor allem im mittleren Preissegment Erhöhungstendenzen ab.

Büroflächenumsätze nach Lagen

- Auf den Altstadtkern (Innenstadt) entfielen rd. 18.600 m² bzw. 26% des gesamten Büroflächenumsatzes (2012: 23.500 m² bzw. 26%). Höhere Umsatzanteile sind hier ungeachtet der regen Nachfrage durch die zunehmende Angebotsverknappung insbesondere großer zusammenhängender Flächen limitiert.
- Hiervon profitieren vor allem die erweiterten Cityrandlagen, auf die wie bereits 2012 der größte Flächenumsatz mit rd. 69% bzw. gut 49.600 m² entfiel (2012: 58% bzw. 52.300 m²).
- In direkter Ringlage wurden 2013 nur noch 3.100 m² bzw. 4% des gesamten Leipziger Flächenumsatzes kontrahiert (2012: 13.300 m² bzw. 15%), während es in den Randlagen bzw. im äußeren Bereich gerade einmal 1% bzw. 700 m² waren (2012: 1% bzw. 900 m²).

Büroflächenumsätze nach Branchen

In der Branchenanalyse dominiert in Leipzig seit Jahren die Nachfragegruppe der unternehmensbezogenen und beratenden Dienstleister:

- Im Jahr 2013 konnte die Gruppe der unternehmensbezogenen bzw. sozialen Dienstleister ihren Anteil am Büroflächenumsatz sowohl absolut als auch prozentual auf rd. 37.500 m² bzw. 52% steigern (2012: 33.700 bzw. 38%).
- An zweiter Stelle folgen ungeachtet eines Umsatzrückgangs Vereine und Verbände bzw. die Öffentliche Hand mit d. 10.600 m² bzw. 15% (2012: 17.200 m² bzw. 19%).
- Den nahezu gleichen Wert erreichten die sonstigen Nachfrager (u.a. Handels- und Industrieunternehmen) mit rd. 10.500 m² (2012: 18.200 m² bzw. 20%).
- Zum wiederholten Male rückläufig waren auch die Büroflächenumsätze der Medien-/Kommunikations- und IT-Unternehmen mit rd. 9.500 m² bzw. 13% des gesamten Leipziger Flächenumsatzes (2012: 13.700 m² bzw. 15%; 2011: 26.300 m² bzw. 27%).
- Auf die Finanzbranche entfielen 2013 rd. 3.900 m² bzw. 5% (2012: 7.200 m² bzw. 8%).

Büroleerstände

U.a. aufgrund der anhaltend expansiven Büroflächennachfrage sank der Leerstand in Leipzig weiter auf 480.000 m², bewegt sich indessen mit 14,3% noch immer auf recht hohem Niveau.
Für die Bewertung der Marktwirksamkeit des Flächenleerstands ist die rein statistische Leerstandsquote indessen nicht aussagekräftig. Unter Anwendung des von AENGEVELT-RESEARCH entwickelten Leerstandsindex „ARLEX“ („AENGEVELT-RESEARCH LerstandsindEX“) ist der Gesamtleerstand hinsichtlich unterschiedlicher Mietwirksamkeiten zu differenzieren:

- Am Leipziger Büromarkt sind rd. 86.000 m² bzw. 18% als „regionalisierte Fluktuations-reserve“ für das reibungslose Funktionieren des Marktes notwendig.
- 232.000 m² bzw. 48% entfallen auf „strukturelle Leerstände“, also leerstehende Büroflächen in Objekten, die mindestens 5 Jahre Leerstandsquoten von 50% und mehr aufweisen. Diese Flächen sind nicht vermarktungsfähig und deshalb nicht marktrelevant (Fachjargon: „Marktleichen“).
- Ebenfalls nur bedingt marktwirksam sind Untermietflächen bzw. „latente Leerstände“, die indessen in Leipzig zu vernachlässigen sind.
- Nach Subtraktion der vorerwähnten Flächenbestände ergibt sich der marktwirksame Flächenüberhang von 162.000 m² (2012: 193.000 m²). Das sind rd. 34% des nominellen Gesamtleerstands bzw. lediglich 4,8% des Gesamtflächenbestand von 3,35 Mio. m².
- Die Leerstandsdifferenzierung gemäß ARLEX zeigt, dass die nominelle Leerstandsrate (14,3%) wie allerorten auch in Leipzig allenfalls indikative Aussagekraft hat.

Mietniveau: Moderater Anstieg

- Im Spitzensegment (oberste 3% des Mietflächenabsatzes) bleibt das Angebot knapp. Die Spitzenmiete erhöhte sich 2013 moderat auf 12,-/m² (2012: EUR 11,50/m²).
- Im Bereich der Durchschnittsmieten zeigt sich am deutlichsten die positive Entwicklung am Leipziger Büromarkt: Im gesamten Stadtgebiet steigt das Durchschnittsmietniveau seit vier Jahren und erreicht zum Ende 2013 den Wert von EUR 6,60/m² (2010: EUR 5,70/m²).
- In der City gaben die mittleren Mieten auf EUR 8,-/m² nach (2012: EUR 8,20/m²). Diese Entwicklung ist indessen qualitätsbedingt und nicht Folge eines gesunkenen Mietniveaus. Am Cityrand zogen sie dagegen auf EUR 6,60/m² an (2012: EUR 6,20/m²).
- Für 2014 prognostiziert AENGEVELT-RESEARCH weitere Mietsteigerungspotentiale im mittleren Preissegment.
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Alt 16.04.14, 17:52   #394
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PM immowelt.de: Wohnen in Dresden und Leipzig wird teurer

PM immowelt.de, 16.04.2014
http://news.immowelt.de/miete-kaufpr...rd-teurer.html

Zitat:
Wohnen in Dresden und Leipzig wird teurer

[...]

Steigende Preise in Leipzig

Auch in Leipzig sorgt der Stadtumbau dafür, dass Eigentumswohnungen teurer werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kaufpreise in Leipzig um acht Prozent gestiegen. Mit 1.485 Euro pro Quadratmeter liegen sie allerdings noch deutlich unter dem deutschen Durchschnitt. Die Wohnungspreise in Leipzig sind im Zentrum am teuersten, allerdings ziehen sie auch außerhalb des Stadtkerns an. Wer etwa in Gohlis eine Wohnung kaufen möchte, muss pro Quadratmeter mit durchschnittlich 1.724 Euro pro Quadratmeter rechnen, 16 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Mieten relativ stabil

Die Mietpreise in Leipzig sind im Vergleich zum vergangenen Jahr dagegen verhältnismäßig stabil. Sie stiegen im Schnitt lediglich um vier Prozent und liegen aktuell bei durchschnittlich 5,70 Euro pro Quadratmeter. Ein größeres Plus gibt es lediglich im Zentrum-Ost. Auf den Mietmarkt wirkt sich hier vor allem die gute Anbindung an den Nah- und Fernverkehr durch den Hauptbahnhof aus. Vermieter verlangen hier im Schnitt 7,80 Euro pro Quadratmeter, ein Zuwachs von 16 Prozent im Vergleich zu 2013.

• Mietspiegel Leipzig: http://www.immowelt.de/immobilienpre...ig/mietspiegel
[Basis: angebotene und nachgefragte Wohnungen auf immowelt.de]
Der Teil der PM zu Dresden im entsprechenden Thread: http://www.deutsches-architektur-for...d.php?p=425530
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Alt 01.05.14, 20:42   #395
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Licon

Die Licon Immobilienverwaltung sitzt neuerdings in der Goldschmidtstraße 31, bekanntlich eine hochwertige Villa, welche von KSW saniert wurde. Der Standort Chopinstraße wurde anscheinend aufgegeben. Weiß jemand, wieso Licon sich bei KSW einmietet oder ob KSW gar Licon (zumindest die Verwaltung der WE) übernommen hat?
Von Licon hörte man ja bereits seit über einem Jahr keinerlei neue Projekte mehr und es liegen einige mal begonnene Projekte (z.B. Elsterstraße) brach, bei den Kaisergärten ist ein Gebäude noch immer Ruine, obwohl das Objekt schon 2011 fertiggestellt wurde (bis auf dieses eine Gebäude).
So wirklich gut geht es der Firma wohl nicht oder ist das nur ne Ruhepause?
Grüße
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Alt 13.05.14, 07:32   #396
Cowboy
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^ Die Ereignisse rund um die Licon AG wurden hier bereits diskutiert. Ansonsten einfach mal "Licon, Razzia, Betrug..." in Google eingeben. Lt. aktuellen Meldungen im Netz gibt es in der Firma einen Machtkampf zwischen den einstigen Partnern, zwei Deutschen und einem (Deutsch-)Amerikaner.

Das City-Hochhoch, besser bekannt als "Uniriese", das zwischen 1999 und 2002 umfangreich nach Planungen des Büros Peter Kulka saniert wurde, stand lange Zeit als Synonym für den Niedergang des ostdeutschen Büromarktes. Bis vor etwa 5 Jahren stand es fast komplett leer. Mit Unterzeichnung eines Mietvertrages über 1.600qm der Technologie-Firma Adyton Systems GmbH ist das mit etwa 24.000qm Nutzfläche ausgestattete Hochhaus heute wieder fast komplett vermietet.

Quelle
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Alt 16.05.14, 07:19   #397
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Ausführlicher zum aktuellen Prozess eines jungen Paares gegen die Licon vor dem Landgericht Leipzig:

PM Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte, 7.5.2014
http://bildung.pr-gateway.de/erfolg-...-zurucknehmen/

Zitat:
Licon Wohnbau GmbH soll Aufklärungspflichten verletzt haben
Erfolg vor dem Landgericht Leipzig - LICON Wohnbau GmbH muss ihre "Schrottimmobilie" zurücknehmen!
Rechtsanwältin Helena Winker, Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte, Berlin

Das Landgericht Leipzig entschied in seinem noch nicht rechtskräftigen Urteil vom 21.02.2014, Az. 07 O 3987/2012, das die LICON Wohnbau GmbH, Schorlemmerstraße 2, aus Leipzig, die an ein junges Ehepaar verkaufte Eigentumswohnung rückabwickeln muss. Dem vorausgegangen ist ein kurzer Gerichts-Prozess gegen die LICON Wohnbau GmbH, im Rahmen dessen auch ein Zeugenbeweis erhoben wurde.

...

Immobilien-Zeitung, 15.05.2014
"Ein typischer Schrottimmobilienfall"
Von Peter Maurer
http://www.immobilien-zeitung.de/126...immobilienfall

Geändert von LE Mon. hist. (16.05.14 um 07:37 Uhr)
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Alt 16.05.14, 07:29   #398
LE Mon. hist.
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Immobilienmarkt Leipzig 2013

PM Stadt Leipzig, 15.05.2014
http://www.leipzig.de/news/news/immo...-leipzig-2013/

Zitat:
Immobilienmarkt Leipzig 2013

Der Leipziger Immobilienmarkt stellt sich auch weiterhin insgesamt als sehr stabil dar. Das geht aus dem jetzt vorliegenden Grundstücksmarktbericht 2013 hervor. Erarbeitet hat ihn der Gutachterausschuss in der Stadt Leipzig, eine unabhängige Behörde, deren Geschäftsstelle beim Amt für Geoinformation und Bodenordnung der Stadt Leipzig angesiedelt ist. Der Marktbericht beinhaltet die wesentlichen Daten und Auswertungen zum Leipziger Immobilienmarkt im Jahr 2013.

Entwicklung der Kauffallzahlen

Teilmarkt - 2012 Kauffälle - 2013 Kauffälle - Entwicklung [%]
Erbbaurechte - 22 - 26 - + 18
bebaute Grundstücke - 1.451 - 1.509 - + 4
unbebaute Grundstücke - 752 - 772 - + 3
Sondereigentum - 3.302 - 3.670 - + 11
Gesamt - 5.527 - 5.977 - + 8

Die Anzahl der erfassten Kaufverträge stieg um (beachtliche) acht Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 5.977 und auch das Umsatzvolumen übertraf das Vorjahresergebnis deutlich um neun Prozent. Insbesondere im Teilmarkt des Sondereigentums ist eine deutliche Umsatzsteigerung zu verzeichnen.

Entwicklung der Kaufpreisumsätze [Mio. Euro]

Teilmarkt - 2012 - Umsatz [Mio. Euro] - 2013 Umsatz [Mio. Euro] - Entwicklung [%]
Erbbaurechte - 31 - 14 - - 55
bebaute Grundstücke - 843 - 886 - + 5
unbebaute Grundstücke - 82 - 83 - + 1
Sondereigentum - 491 - 588 - + 20
Gesamt - 1.447 - 1.571 - + 9

Unbebaute Grundstücke

Der Teilmarkt der unbebauten Grundstücke konnte sich 2013 stabilisieren. Die Anzahl der Kauffälle erhöhte sich um drei Prozent bei moderatem Umsatzanstieg. Für Baugrundstücke des individuellen Wohnungsbaus wurde 2013 teilweise ein deutlicher Preisanstieg festgestellt. Die Preise für Geschossbaugrundstücke streuen hingegen sehr stark um das jeweilige Bodenrichtwertniveau, wobei in einigen bevorzugten Lagen ebenfalls deutliche Preissteigerungen zu verzeichnen sind.

Bebaute Grundstücke

Bei den bebauten Grundstücken legten die Transaktionszahlen um vier Prozent und der Umsatz sogar um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.

Im Marktsegment der Mehrfamilienhäuser waren mehr Verkäufe sowohl im Teilmarkt der unsanierten als auch im Teilmarkt der sanierten Gebäude zu verzeichnen. Das Kaufpreisniveau zog bei den unsanierten Mehrfamilienhäusern um fast 20 Prozent und bei den sanierten Mehrfamilienhäusern um rund fünf Prozent an.

Bei den bebauten Grundstücken des individuellen Wohnungsbaus wurden 2013 mehr als 500 Kaufverträge erfasst. Für Einfamilienhäuser, insbesondere im Bestand, konnten teilweise deutlich höhere Preise erzielt werden als in den Vorjahren.

Eigentumswohnungen

Auch 2013 entfielen auf den Teilmarkt der Eigentumswohnungen wieder rund 60 Prozent des gesamten Kauffallaufkommens in der Stadt Leipzig. Dabei sind die sogenannten Erstverkäufe sanierter Eigentumswohnungen weiterhin am häufigsten vertreten. Das sind Kauffälle, bei denen anzunehmen ist, dass der Verkauf in der Regel vor der Sanierungsmaßnahme erfolgte. Insgesamt wurden auch 2013 mehr Kauffälle im Wiederverkauf von sanierten oder nach 1990 errichteten Objekten als im Erstverkauf erfasst.

Der durchschnittliche Kaufpreis sanierter Eigentumswohnungen im Erstverkauf stieg auch 2013 noch einmal um rund fünf Prozent auf 2.503 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, wobei sich die Preise zwischen 1.700 und 3.718 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bewegen. Bei sanierten Eigentumswohnungen im Wiederverkauf reicht die Preisspanne von 148 bis 2.415 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Das Mittel liegt beinahe unverändert zum Vorjahr bei 1.055 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Eigentumswohnungen in neu errichteten Wohnanlagen (inklusive Tiefgaragen- bzw. Stellplatzanteil) erzielten 2013 einen durchschnittlichen Kaufpreis in Höhe von 2.972 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Damit wurde das Vorjahresniveau bei der Kaufpreishöhe deutlich überschritten (plus elf Prozent). Die Anzahl der Transaktionen nahm auch deutlich zu (plus 65 Prozent).

Kaufpreis [Euro/qm - Wohnfläche] - Minimum - Maximum - Mittelwert
Altbau, saniert Erstverkauf - durchschnittliche Kaufpreise (ohne Tiefgaragen- bzw. Stellplatzanteil) - 1.700 - 3.718 - 2.503
Neubau Erstverkauf - durchschnittliche Kaufpreise (inkl. Tiefgaragen- bzw. Stellplatzanteil) - 1.750 - 4.471 - 2.972

Während die Käufer der Immobilien beim Erstverkauf (Altbau, saniert) zu rund 96 Prozent nicht aus Leipzig stammen, sind es beim Wiederverkauf nur 61 Prozent.

Bei den Neubauten (Erstverkauf) beträgt hingegen der Anteil der Erwerber, die ihren Wohnsitz in Leipzig haben, rund 50 Prozent.

Teilmarkt Gewerbe

Die Kauffallzahlen für gewerbliche Baugrundstücke waren 2013 rückläufig, jedoch lagen die gezahlten Preise überwiegend über dem Bodenrichtwertniveau von 2012.

Bei den bebauten Gewerbegrundstücken gingen die Kauffallzahlen und der Geldumsatz leicht zurück.
LVZ-Online, 15.05.2014
Wohnungen in Leipzig werden 20 Prozent teurer – Sanierte Altbauten gehen meist an Auswärtige
http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-239011.html

BILD, 15.05.2014
Quadratmeterpreise steigen und steigen
Eigentumswohnungen so teuer wie nie
http://www.bild.de/regional/leipzig/...2568.bild.html


Die Eigentumswohnungen, bei denen der Quadratmeterpreis mit 4471 Euro erstmals die 4000-Euro-Marke überstieg, liegen im Zentrum-West. Wir dürfen jetzt raten, um welches Gebäude es sich handelt .

Es wurden 190 unsanierte Häuser verkauft, 53 weniger als 2012. Sie lagen zumeist in Ost und Altwest. Der durchschnittliche Kaufpreis stieg um 19 % auf 184 Euro/m².

[Steht logischerweise weder im Grundstücksmarktbericht 2013 noch in der BILD, aber mittlerweile wird bei den allermeisten unsanierten Mehrfamilienhäusern stadtweit ein Preis von (zum Teil deutlich) über 200 Euro/m² aufgerufen.]

Die BILD zitiert Bau-Dezernentin Dorothee Dubrau (59): „Wir gehen davon aus, dass der Wohnungsmarkt enger wird, weil das Angebot sinkt und die Preise steigen.“

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Alt 17.05.14, 04:55   #399
LE Mon. hist.
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Immowelt: Mietbarometer und Kaufbarometer

Pressemitteilungen immowelt.de, 16.05.2014
http://presse.immowelt.de/pressemitt...4-prozent.html

Zitat:
Marktberichte
Mietbarometer: Mieten in vielen Großstädten stabil – in Berlin steigen sie dagegen um 14 Prozent

In keiner deutschen Großstadt steigen die Wohnungsmieten so rasant wie in Berlin / Seit dem 1. Quartal 2013 verteuerten sich die Angebotsmieten um 14 Prozent auf durchschnittlich 9,60 Euro pro Quadratmeter, das zeigt das aktuelle Mietbarometer von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale / Teuerste Großstadt ist München mit einer Durchschnittsmiete von 15,10 Euro pro Quadratmeter, die günstigsten Wohnungen gibt es in Leipzig für durchschnittlich 5,70 Euro

[...]

Schlusslichter: Essen, Dortmund und Leipzig

Das Mietbarometer zeigt: Nur in Essen, Dortmund und Leipzig liegen die Mieten unter dem Bundesdurchschnitt von 6,90 Euro pro Quadratmeter. Wer in Essen eine Mietwohnung sucht, muss im Schnitt mit 6,50 Euro pro Quadratmeter (+3 Prozent) rechnen. Dabei zeigt die Stadt an der Ruhr zwei Gesichter: Während die Mieten im Norden zwischen 5,50 und 6 Euro pro Quadratmeter liegen, reichen sie im Süden bis durchschnittlich 8,10 Euro. Noch günstiger als Essen ist Dortmund mit 5,90 Euro pro Quadratmeter (+2 Prozent). Die günstigste der untersuchten Großstädte ist Leipzig: Mit durchschnittlich 5,70 Euro pro Quadratmeter zahlen Mieter hier über 9 Euro weniger als in München. Steter Zuzug sowie rege Bau- und Sanierungstätigkeit sorgten innerhalb eines Jahres für einen Mietanstieg von 4 Prozent.

Für das Mietbarometer wurden die Angebotsmieten in 14 deutschen Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern untersucht. Datenbasis für die Berechnung der Durchschnittsmieten waren insgesamt 92.450 auf immowelt.de inserierte Angebote. Die Mietpreise sind Nettokaltmieten bei Neuvermietung. Verglichen wurden die Mietpreise des 1. Quartals 2014 mit dem Vorjahreszeitraum. Der deutsche Durchschnittspreis errechnet sich aus allen auf immowelt.de zur Miete angebotenen Wohnungen im Untersuchungszeitraum.

Angebotsmieten der untersuchten Großstädte im Überblick:

Stadt - Durchschnittsmiete* 2013 - 2014 - Veränderung
München - 14,20 Euro - 15,10 Euro - +6 Prozent
Frankfurt am Main - 12,80 Euro - 12,80 Euro - 0 Prozent
Hamburg - 10,90 Euro - 11,00 Euro - +1 Prozent
Stuttgart - 10,70 Euro - 10,80 Euro - +1 Prozent
Köln - 9,60 Euro - 9,90 Euro - +3 Prozent
Düsseldorf - 9,70 Euro - 9,90 Euro - +2 Prozent
Berlin - 8,40 Euro - 9,60 Euro - +14 Prozent
Nürnberg - 8,20 Euro - 8,40 Euro - +2 Prozent
Bremen - 7,00 Euro - 7,30 Euro - +4 Prozent
Dresden - 6,90 Euro - 7,20 Euro - +4 Prozent
Hannover - 7,00 Euro - 7,10 Euro - +1 Prozent
Essen - 6,30 Euro - 6,50 Euro - +3 Prozent
Dortmund - 5,80 Euro - 5,90 Euro - +2 Prozent
Leipzig - 5,50 Euro - 5,70 Euro - +4 Prozent

Deutschland gesamt - 6,60 Euro - 6,90 Euro - +5 Prozent

* Durchschnittliche Mieten pro Quadratmeter im 1. Quartal
** Prozentuale Veränderung der Durchschnittsmieten vom 1. Quartal 2013 zum 1. Quartal 2014
Pressemitteilungen immowelt.de, 13.05.2014
http://presse.immowelt.de/pressemitt...frankfurt.html

Zitat:
Marktberichte
Kaufbarometer deutscher Großstädte: Mit bis zu 27 Prozent steigen die Wohnungspreise in Frankfurt und Hannover am stärksten

Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Deutschlands Großstädten sind 2014 langsamer gestiegen als im Vorjahr / Das Kaufbarometer von immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale, zeigt: Die Spanne der Durchschnittspreise reicht von 1.190 Euro pro Quadratmeter in Essen bis 5.474 Euro in München / In der Mehrzahl der Städte bleibt das Preiswachstum im einstelligen Prozentbereich, große Preisanstiege gibt es in Frankfurt und Hannover

[...]
In Nürnberg, Köln, Stuttgart und Düsseldorf zahlen Käufer im 1. Quartal 2014 zwischen 2.200 und 2.700 Euro, die Preise in diesen Großstädten sind seit dem Vorjahr zwischen 4 Prozent und 10 Prozent gestiegen. Schon im nächsten Jahr könnten auch die Wohnungspreise in Dresden die 2.000-Euro-Marke knacken: Derzeit werden an der Elbe im Schnitt noch 1.974 Euro verlangt (+6 Prozent). Damit liegt die sächsische Landeshauptstadt preislich über dem ebenfalls deutlich teurer werdenden Leipzig (1.485 Euro, +8 Prozent).
[...]

Für das Kaufbarometer wurden die Kaufpreise von Wohnungen in deutschen Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern untersucht. Verglichen wurden die Kaufpreise von rund 59.200 Wohnungen, die im 1. Quartal 2013 und im 1. Quartal 2014 auf immowelt.de angebotenen wurden. Die Kaufpreise sind Angebots-, keine Abschlusspreise.

Die Kaufpreise für Wohnungen in den 14 größten deutschen Städten im Überblick:

Stadt - Durchschnittskaufpreise* 2013 - 2014 - Veränderung*
München - 5.027 Euro - 5.474 Euro - +9 Prozent
Frankfurt a. M. - 3.104 Euro - 3.681 Euro - +19 Prozent
Hamburg - 3.339 Euro - 3.481 Euro - +5 Prozent
Berlin - 2.586 Euro - 2.825 Euro - +9 Prozent
Düsseldorf - 2.450 Euro - 2.701 Euro - +10 Prozent
Stuttgart - 2.475 Euro - 2.668 Euro - +8 Prozent
Köln - 2.217 Euro - 2.390 Euro - +8 Prozent
Nürnberg - 2.125 Euro - 2.189 Euro - +3 Prozent
Dresden - 1.861 Euro - 1.974 Euro - +6 Prozent
Hannover - 1.339 Euro - 1.695 Euro - +27 Prozent
Leipzig - 1.379 Euro - 1.485 Euro - +8 Prozent
Bremen - 1.318 Euro - 1.440 Euro - +9 Prozent
Dortmund - 1.132 Euro - 1.253 Euro - +11 Prozent
Essen - 1.200 Euro - 1.190 Euro - -1 Prozent

Deutschland gesamt - 1.905 Euro - 2.061 Euro - +8 Prozent

* Durchschnittlicher Kaufpreis pro Quadratmeter im 1. Quartal
** Prozentuale Veränderung der Durchschnittspreise vom 1. Quartal 2013 zum 1. Quartal 2014
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Alt 21.05.14, 14:48   #400
Altbaufan_
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Wohnungspolitisches Konzept der Stadt Leipzig

Das Konzept wird in diesem Jahr fortgeschrieben. Diskussion dazu im Rahmen von "Leipzig weiter denken"
Laut der Website "Mit Oberbürgermeister Burkhard Jung, Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau und Bürgermeister für Familie und Soziales Thomas Fabian"
Laut leipzig.de wiederum mit Frau Dubrau und Prof. Rink (UFZ).
Kann man sich wohl aussuchen, wer am Ende wirklich da ist.

02.06.2014, 18 Uhr, Festsaal des neuen Rathauses.

LINK
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Alt 22.05.14, 13:16   #401
Martin Pohle
 
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Die oben genannten Preisentwicklungen stimmen für Leipzig ja sehr zuversichtlich. Ein Plus von acht Prozent p.a. ist schon beachtlich, vor allem wenn man sich das bisherige sehr niedrige Preisniveau ansieht. Damit kommen wir gesunden Marktverhältnissen, wie sie in einer Stadt von Leipzigs Größe herrschen sollten immer näher. Zunehmende Bevölkerungszahlen, steigende Einkommen durch neue Industrieansiedlungen und durch atttraktive Verkaufspreise angezogene Investoren haben mittlerweile eine Aufwärtsspirale in Gang gesetzt die man nur unterstützen kann! Hoffentlich geht es noch ein paar Jahre so weiter, dass endlich die lange vernachlässigten Magistralen und die B- und C-Viertel Sellerhausen, Schönefeld, Plaußig und Anger-Crottendorf die dringend benötigte Aufwertung ihres historischen Gebäudebestandes erfahren.
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Alt 22.05.14, 14:43   #402
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Ich werde das Spiel nicht mitmachen und die Diskussion nun auf den nächsten Thread ausweiten. Wir können aber gemeinsam die Tränen der darbenden Immobilienunternehmen trocknen. So erzielte etwa die deutsche Tochter der österreichischen Conwert im ersten Quartal 2014 klägliche 7,8 Prozent Rendite mit ihrem Wohnportfolio in Leipzig. In Nordrhein-Westfalen war die Rendite genauso mickrig. Überall anders in Deutschland war es noch weniger, von dem Gesamt-Minus von 5,9 Millionen Euro, insbesondere aufgrund von Verlusten und verpatzten Zinsspekulationen in Österreich, mal ganz abgesehen:

wirtschaftsblatt.at, 22.05.2014
Conwert: Ein Elefant im Porzellanladen
http://wirtschaftsblatt.at/home/boer...Porzellanladen

Ansonsten nur der kurze Verweis auf die gestrige Debatte im Sächsischen Landtag über Wohnungsmarkt und Wohnungspolitik in Sachsen und die mögliche Einführung einer Mietpreisbremse:

DNN-Online, 22.05.2014
Schlagabtausch zur Wohnungspolitik im Sächsischen Landtag - SPD will Mietpreisbremse
http://www.dnn-online.de/dresden/web...emse-891076816

BILD, 22.05.2014
Kontroverse im Landtag
Angesichts steigender Mieten in Dresden und Leipzig haben sich Regierungsparteien und Opposition im Landtag einen wohnungspolitischen Schlagabtausch geliefert.
http://www.bild.de/regional/leipzig/...6098.bild.html
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Alt 23.05.14, 07:45   #403
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Landtagsdebatte zur Wohnungspolitik

Dresden Fernsehen, 22. Mai 2014
"Die Miete steigt, Tillich schweigt"
Im Landtag ist am Donnerstag über die Mieten in Sachsen und das Wohnproblem in Dresden diskutiert worden. Mehr dazu bei DF-Online. +++
http://www.dresden-fernsehen.de/Aktu...lich-schweigt/

PM Land Sachsen, 22.05.2014
http://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/192478
http://www.medienservice.sachsen.de/.../102386#192478

Zitat:
Landtagsdebatte zur Wohnungspolitik

Ulbig: „Anreize zum Bauen statt Dirigismus“

Innenminister Markus Ulbig hat heute vor dem Sächsischen Landtag in einer aktuellen Debatte Grundzüge der Wohnungspolitik im Freistaat Sachsen erläutert. Forderungen nach einer Mietpreisbremse erklärte Ulbig für kontraproduktiv auf dem sächsischen Wohnungsmarkt.

Innenminister Markus Ulbig: „Die Fachleute im Innenministerium haben den Wohnungsmarkt fest im Blick. Unsere Förderinstrumente setzen seit Jahren erfolgreich Anreize zum Bauen und Sanieren. Eine Mietpreisbremse verkennt die Regeln von Angebot und Nachfrage. Wer in Sachsen die Debatten aus München oder Hamburg führen möchte, kennt die Fakten nicht.“

So fördert der Freistaat über Richtlinien des Sächsischen Innenministeriums das Mehrgenerationenwohnen, die Energetische Sanierung und das Wohneigentum seit 2007 mit über 300 Mio. Euro. Damit wurden fast 17.000 Wohneinheiten gefördert, wobei mehr als die Hälfte der Fördersummen in die kreisfreien Städte Dresden, Leipzig und Chemnitz ging. Infolge der im Förderprogramm „Energetische Sanierung“ ausgereichten Fördermittel in Höhe von insgesamt 151,70 Millionen Euro werden jährlich 14.313 Tonnen CO2 eingespart.

Zahlen aus dem Wohnungspolitischen Konzept „Wohnen in Sachsen 2020“ belegen, dass in Sachsen genügend Wohnraum vorhanden ist. Das Angebot auf dem Wohnungsmarkt übersteigt die Nachfrage, was vor allem die Quote von Wohnungsleerständen zeigt, die im Freistaat bei knapp 10 Prozent und damit bundesweit am höchsten liegt. Auch beim Preis für Wohnraum belegt Sachsen einen Spitzenplatz: Nur 20,5 Prozent eines Haushaltsnettoeinkommens müssen durchschnittlich für die Bruttokaltmiete aufgewendet werden – so wenig wie in keinem anderen Bundesland.

Link zum Wohnungspolitischen Konzept „Wohnen in Sachsen 2020“:
http://www.bauen-wohnen.sachsen.de/d...n/WPK_0403.pdf

Zum Hintergrund: Wohnungsbauprogramme

Alle Wohnungsbauprogramme bietet die Sächsische-Aufbaubank-Förderbank (SAB) mit einem Förderzins von 1 Prozent pro Jahr als Komplett-finanzierung an. Die Förderdarlehen sind durch die lange Zinsbindungsfrist von 25 Jahren, die Möglichkeit von Sondertilgungen und den Zuschuss für die Baubetreuung von bis zu 1.000 Euro besonders attraktiv. Pro Wohneinheit gibt es bis zu 50.000 Euro Darlehen zu diesen Konditionen. Durch ein Förderdarlehn aus den Wohnraumförderprogrammen des Freistaats über 50.000 Euro erzielt ein Fördermittelempfänger gegenüber den marktüblichen Konditionen derzeit einen Finanzierungsvorteil von rund 15.000 Euro.

Mit dem Programm „Wohneigentum“ können Selbstnutzer ein Haus kaufen und um- bzw. ausbauen oder sanieren. Zum innerstädtischen Lückenschluss ist auch ein Neubau möglich. Die Neubauförderung setzt das Erreichen eines vorgegebenen Energieniveaus voraus. Als Nachweis hierfür wird mindestens der KfW-Standard „Effizienzhaus 55“ anerkannt. Für Familien mit Kindern ist das Programm besonders vorteilhaft. Mit jedem Kind erhöht sich die maximale Darlehenssumme von 50.000 Euro je Wohneinheit um jeweils 35.000 Euro. Die Förderung ist kombiniert mit dem KfW-Programm KfW-Wohneigentumsdarlehen (124), wobei der KfW-Zins um weitere 0,50 Prozent pro Jahr verbilligt wird.

Seit der Richtlinienänderung im Förderprogramm „Mehrgenerationenwohnen“ werden barrierefreie Baumaßnahmen innerhalb und außerhalb von Wohnungen sowie in Sanitärräumen bestehender Wohngebäude besonders gefördert. Baumaßnahmen zur Herstellung der Barrierefreiheit von Wohnungen werden beispielsweise mit einem Darlehensfestbetrag von 12.900 Euro je Wohneinheit unterstützt. Damit wurde das bis dahin geförderte barrierereduzierende Umbauen ergänzt. Das Darlehen dient der Anpassung von innerstädtischem Wohnraum an geänderte Wohnbedürfnisse unter Berücksichtigung der demografischen Veränderungen.

Mit dem Programm „Energetische Sanierung“ können Eigentümer die Energieeffizienz ihrer innerstädtischen Wohngebäude verbessern. Die Förderung setzt eine energetische Bewertung des Gebäudes nach aktuellen Vorgaben voraus. Gefördert werden Maßnahmen zur Verbesserung der Wärmedämmung, zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur Verbesserung der Effizienz der Energienutzung.

Alle drei Programme gelten für Vorhaben in Gemeinden mit Funktion eines sogenannten Grund-, Mittel- oder Oberzentrums. Die Gemeindeverwaltung muss bestätigen, dass die Lage des Vorhabens den Förderbedingungen entspricht.
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Alt 23.05.14, 11:15   #404
Martin Pohle
 
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Zitat:
Wer in Sachsen die Debatten aus München oder Hamburg führen möchte, kennt die Fakten nicht.
Dem ist nichts hinzuzufügen, gerade angesichts des berüchtigten Windmühlen-Threads in diesem Forum.
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Alt 30.05.14, 15:49   #405
Altbaufan_
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Nochmal eine ausführliche Meldung zum Wohnungspolitischen Konzept der Stadt Leipzig und der Veranstaltung am Montag, 2.6.:

http://www.leipzig.de/news/news/stad...sches-konzept/
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