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Alt 17.02.17, 18:42   #271
KMS1983
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KMS1983 hat die ersten Äste schon erklommen...
Ach Gott, laut Karte steht das ja dritte Reihe hinten links. In der Beschreibung klang das wie Zentrum und nur einen Katzensprung vom HBF entfernt. Borna hatte ich nicht auf dem Schirm.
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Alt 17.02.17, 19:38   #272
Hannes Kuhnert
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Hannes Kuhnert sitzt schon auf dem ersten Ast
Geheimnisvolles Industriedenkmal

Zitat:
Zitat von KMS1983 Beitrag anzeigen
Ach Gott, laut Karte steht das ja dritte Reihe hinten links. In der Beschreibung klang das wie Zentrum und nur einen Katzensprung vom HBF entfernt. Borna hatte ich nicht auf dem Schirm.
Werbung eben! Mit der Bahn ist es tatsächlich nur ein Katzensprung vom Hauptbahnhof – losfahren und dann gleich wieder aussteigen, keine fünf Minuten, fühlt sich wirklich wie fast nichts an. Erinnert mich irgendwie an München und den Transrapid zum Flughafen!
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Alt 18.02.17, 01:49   #273
Joseph
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Joseph könnte bald berühmt werden
Mir ist das Ding als ehemalige Knopf Fabrik bekannt, ein Name dazu ist mir aber nicht bekannt. Kann mich auch nicht mehr erinnern wer mir das mal erzählt hat... Schon zu lange her.

Das Ding war meines Wissens nach lange Zeit noch genutzt, ich kenne es nicht als leer stehend. Ich meine da war auch ein Sanitärbetrieb oder sowas in der Richtung ansässig.

So schön und toll solche Umbauten auch sind. Ich beobachte seit Jahren, dass innerstädtisch gelegene gute! Industrie-/Gewerbegrundstücke leider oft zu Wohnanlagen umgenutzt werden. Ob das für die Zukunft wirklich so gut ist für die Stadt?

Ich als Gewerbetreibender suche jedenfalls seit Jahren bisher ohne Erfolg nach einer geeigneten Fläche für meinen Handwerksbetrieb - und werde am jetzigen Standort auch von "tollen" Wohnprojekten dieser Art bedroht.

Sicherlich braucht die Stadt der Zukunft nicht mehr so viele Gewerbe/Produkttionsflächen wie früher. Einen behutsameren Umgang damit würde ich trotzdem befürworten. Zumal ja direkt angrenzend zu dem hier gezeigten Objekt die ehemalige Gießerei Martens liegt und dort ja auch Becker Umweltdienste und zukünftig vielleicht doch auch wieder Industrie oder weiteres Gewerbe. Wie das dann mit den neuen Nachbarn werden wird, ist ja absehbar. Die Flächen die jezt durch den teilweisen Abbruch der Gießerei entstanden sind wurden mir zumindest schon mal angeboten, war aber lange nicht dort, weiß nicht wie sich das mittlerweile entwickelt hat dort.
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Alt 18.02.17, 09:56   #274
lguenth1
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lguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphärelguenth1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
^Wenn ich mir die gesichtslosen Gewerbegebiete vor den Toren der Städte so anschaue, finde ich es auch sehr bedauerlich, dass gerade in Chemnitz die Möglichkeiten der leerstehenden Industriedenkmale nicht viel mehr auch für gewerbliche Nutzungen genutzt werden. Dass es geht, zeigen ein paar Sanierungen wie die Färberei Haase in der Rochlitzer Straße oder das Möbelhaus in der Zwickauer Straße. Allerdings bin ich auch über jede Sanierung für eine Wohnnutzung froh, weil der Erhalt der wertvollen Bausubstanz das Wichtigste ist.

Weil man immer wieder von Schwierigkeiten von Chemnitzer Betrieben bei der Standortsuche hört, wäre eine Schilderung Deiner Erfahrungen aus erster Hand höchst interessant. Was genau suchst Du und welche Anforderungen hast Du an Fläche oder Bausubstanz? Welche Schwierigkeiten bestehen dabei? Hast Du die CWE um Unterstützung gefragt und wenn ja mit welchem Ergebnis? Vielleicht hat jemand hier im Forum dann eine Idee, idealerweise in einem Industriedenkmal :-)
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Alt 18.02.17, 11:13   #275
(dwt).
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(dwt). hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
^ Für dies angesprochene gibt es sicher noch Möglichkeiten, wo man sich mit seiner Firma einmieten kann. Spontan fällt mir da der Stadtteil Siegmar ein, wo es möglich wäre.

Beispielsweise die Lassallestraße 11 < Hier steht im Komplex noch einiges zur anmietung zur Verfügung, auch wenn es sehr nach Sanierungsbedürftigkeit aussieht. Vor Ort ist ein Plakat für Mietinteressenten am Gebäude angebracht.

Man kann das sicher auch irgendwo erfragen, wo man die Antworten für den Themenbereich der Gewerblichen anmietung im Stadtgebiet bekommt.
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Alt 18.02.17, 11:16   #276
InderSonne
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InderSonne sitzt schon auf dem ersten Ast
Ich finde auch, eine gewisse Durchmischung muss bleiben. Die Arbeitswege werden sonst viel zu lang mit allen uns bekannten Problemen. Diese Zonierung der Städte ist eine Fehlentwicklung der 60er. In Chemnitz gibt es ein paar Ansätze: z.B. die kleineren Gewerbe an der Zwickauer Straße oder die Entwicklung eines kleinen Gewerbegebietes auf dem ehemaligen Güterbahnhof sowie in dem Dreieck Dresdner Straße, Hainstraße, Palmstraße. Bundesweit wurden auch die Baugesetze wieder etwas geändert, so dass Mischnutzung besser realisierbar ist.
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Alt 18.02.17, 12:53   #277
Joseph
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Joseph könnte bald berühmt werden
Tja, das Thema Arbeitswege ist genau der springende Punkt. Ich arbeite als Handwerker fast ausschließlich in der Stadt - warum soll ich dann also rausziehen aus der Stadt? Macht aus meiner Sicht keinen Sinn, weder momentan noch in Zukunft.

Mit der CWE bin ich seit Jahren in Kontakt und wurde bisher auch von Herrn Michaelis dort sehr unterstützt bei meiner Suche. Leider trotzdem ohne Erfolg bisher. Die suchen selbst händeringend nach passenden Flächen für andere Gewerbetreibende.

Ich bin halt - leider - ein Spezialfall. Mit Miete oder Pacht komme ich nicht wirklich weiter, da ich aufgrund meiner Spezialisierung erstens sehr viel Material einzulagern habe und zweitens spezielle Maschinen für die Bearbeitung benötige, die eigene Fundamentierung usw. brauchen. Zudem bräuchte ich so viel Fläche, dass ich selbst bei einer Miete von 1€/ m2 schnell an einer monatlichen Belastung bin wo ich auch locker etwas finanzieren könnte bzw. mit einer Finanzierung auf Dauer sogar günstiger wäre.

Ich gebe dir insoweit Recht, dass eine Umnutzung von Fabrikgebäuden in Wohnungen sicherlich heutzutage fast der einzige Weg ist solche Dinger zu erhalten. Es will ja meist auch kein Betrieb mehr auf mehreren Geschossen produzieren, auch in der gezeigten Fabrik stand meines Wissens nach der überwiegende Teil leer.

Trotzdem gibt es das auch anders. Zum Beispiel Güterbahnhof Altendorf. Das habe ich recht genau verfolgt und da gab es von Anfang an keine einzige Variante um den Gewerbestandort als solches zu erhalten oder weiter auszubauen - obwohl das dort hinten eigentlich ideal wäre, weil dort niemand weiter gestört wird und es sich um eine große, gute und zentral gelegene Fläche handelt. Man will dort auf Krampf WOHNgebiet draus machen, selbst über eine mögliche Mischfläche wurde nie geredet. Ob das jetzt mittlerweile durch den Stadtrat schon beschlossen wurde ist mir nicht bekannt, meine aber das ist noch in Vorbereitung. Selbst wenn die Gewerbeflächen dort trotz Wohngebiet bleiben dürften (die haben ja eine Genehmigung) sind da die nachbarschaftlichen Probleme in Zukunft eigentlich schon vorprogrammiert. Zumal den Betrieben damit ja auch eine weitere Entwicklung in der Zukunft verbaut werden würde.

Ich fühle mich momentan aufgrund solcher Entwicklungen an meinem aktuellen Standort in meiner Existenz bedroht. Mittlerweile sind die Kosten für Grundstücke durch Spekulationen auch extrem gestiegen, das beste Beispiel wird hier die Hartmannhalle sein. Hätte ich damals im Studium gewusst, dass ich eines Tages so eine große Halle gut brauchen könnte, hätte ich zugegriffen. Für 20.000€ wurde sie mir angeboten, kurz danach für 29.000€ versteigert - und vor kurzem lag der Preis laut einer Immobilienplattform bei sage und schreibe 550.000€. Dort hält die Stadt glücklicherweise an einem Gewerbestandort fest - immerhin.

Ich denke bei den ganzen Planungen (auch beim Güterbahnhof an der Sachsen Allee) sollte viel mehr Rücksicht darauf genommen werden, auch jungen und kleinen Gewerbetreibenden günstige Möglichkeiten zu bieten. Die Stadt müsste ein ureigenstenstes Interesse daran haben. Warum dort aber die alten Hallen abgerissen werden sollen ist mir ein absolutes Rätsel. Mit einem neuen Dach versehen könnte die Stadt die Hallen in Scheibchen unterteilen welche dann auch für Exstenzgründer bezahlbar blieben. Man will aber abreissen, grüne Wiese daraus machen und am Ende werden dort graue Blechhallen die Dresdner Straße zieren. Wird bestimmt richtig schick werden...

Mal abwarten was sich noch so tut, noch ist ja nichts endgültig und definitiv beschlossen und vieles sicherlich noch offen. Vielleicht ergeben sich ja auch noch ganz andere Entwicklungen. Laut IHK ist es ja in wenigen Jahren soweit, dass in der Region über 6000 Betriebe aus Altersgründen und wegen fehlender Nachfolge schließen werden. Vielleicht ergibt sich ja dann eine völlig andere Situation auf dem Markt.
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Alt 26.02.17, 18:22   #278
lguenth1
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Da im ganzen Forum dieser Strang thematisch am nächsten dran ist, will ich hier mal auch wieder den Blick auf andere sächsische Kulturdenkmale schweifen lassen. Während die Abrissbagger an der Frankenberger Lisema bereits angekommen sind (Link), fließen weiter Fördermittel für Abrisse von Industriedenkmälern im ganzen Freistaat. Einige Beispiele stellt die Mopo mit Bildern vor (Link). Natürlich reicht das nicht für eine notwendige Einzelfallbetrachtung aus, aber die Bemühungen für einen Erhalt der denkmalgeschützten Industrielandschaft dürften seit der Wende bis heute gleich null gewesen sein.
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Alt 27.02.17, 02:05   #279
Joseph
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Oha, da fällt ja einiges im Umkreis. Könnte man fast zum Anlass nehmen sich mal gemeinsam zu treffen und die Objekte (zumindest manche) abzulichten.

Die Färberei in Hartmannsdorf war vor kurzem bei einer Zwangsversteigerung, glaube das Startgebot lag bei 3000€. Ich hatte noch überlegt, weil es echt ein schöner Bau war, allerdings haben eben Versteigerungen den großen Nachteil, dass man so kurzfristig nicht abklären kann ob das, was man da vor hat, dort auch machbar wäre. Bauvoranfrage dauert im Schnitt ca. 2 Monate. Versteigerungen werden meist innerhalb von 4 Wochen abgewickelt.

Was ich total bescheuert finde, ist die Aussage, dass die Immobilien niemand haben will. Faktisch werden die Sachen nur sehr selten auf dem Markt angeboten, die meisten findet man tatsächlich nur bei Versteigerungen. Da braucht man sich dann auch nicht wundern. Solche Objekte brauchen nicht nur viel Zeit in der Wiederherstellung, es braucht auch im Vorfeld viel Zeit um sich überhaupt gedanklich klar zu werden was man damit machen kann. Versteigerungen werden die Objekte immer nur in die Hände derer treiben, die damit spekulieren wollen - und das führte ja schlussendlich in den meisten Fällen zum jetzigen abrisswürdigen Zustand. Wenn ich das Foto der Verbandwattefabrik in dem Artikel sehe... ach, das tut schon weh.

Man kann nicht alles retten, ist auch klar, aber manches, da ist es echt verdammt schade drum.

Ich muss mal meine Bilder durchsuchen, ich meine in der Lisema war noch ein wunderschönes altes Direktorenzimmer erhalten, so richtig mit Holzvertäfelung und Parkettboden... werd die Tage mal im Archiv suchen
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Alt 27.02.17, 16:04   #280
Saxonia
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Ich finde solche Abrisse ja auch meist extrem Schade. Allerdings kann ich mir in den allermeisten Fällen tatsächlich keine tragfähige Weiternutzung vorstellen. Wenn ich dran denke, was allein in Werdau seit der Wende abgerissen wurde, dann ist das schon allerhand und es stehen immer noch genug Ruinen rum. Das ein oder andere wie die Schmelzerfabrik hätte man vielleicht retten können. Aber man darf auch nicht vergessen, dass auch genug andere repräsentative Gebäude leer stehen, deren Abriss noch bitterer wäre.
Dann kommt natürlich noch die Problematik der Kontamination hinzu. Bei der Zweiga in Fraureuth hat es bspw. Jahre gedauert bis, die Gemeinde den verseuchten Ziegelschutt entsorgen lassen konnte.
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Alt 27.02.17, 19:57   #281
Joseph
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Ja, du hast auf jeden Fall damit Recht. Kleinere Gemeinden sind oft sehr stark mit den alten Gebäuden belastet und haben mehr davon als Ihnen gut tut und können nur wenige in eine Nutzung überführen.

Trotzdem gab und gibt es für viele Areale dennoch Interessenten. Nun ist halt die Frage wie sehr sich eine Gemeinde mit solchen Objekten beschäftigt oder beschäftigen kann. Ich kenne im Umland auch einige nach wie vor genutzte Fabrikhallen. Oftmals nur notdürftig in Stand gehalten und nur für untergeordnete Zwecke wie Lager oder Autoschraubergarage genutzt - aber immerhin. Interessanterweise ist das von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich. Ob das mit deren Bemühungen zu tun hat, oder mit Eigentumsverhältnissen ist halt die Frage.

Ich habe es jedenfalls schon oft erlebt, dass Fabrikgebäude einfach so von heute auf morgen platt gemacht wurden, ohne dass in den Jahren vorher eine Bemühung stattgefunden hat das Gebäude durch einen Verkauf zu retten.

Vor kurzem wurde an der Zwickauer Straße das alte Manometerwerk abgerissen. Von der Größe her wäre das Ding optimal gewesen und sogar gut gelegen (also für mich). Nun weiß ich natürlich nicht wie das mit den Altlasten dort war, aber auch das Ding wurde über die Jahre nur gesichert damit keiner rein kann und nie angeboten - und ich verfolge den Markt schon sehr gewissenhaft. Ähnlich war das auch mit der alten Kofferfabrik oder auch der Garnspinnerei an der Zschopauer Straße.

Wo Standorte verseucht sind, ist es logisch. Da ist nur mit so großem Aufwand was zu retten, dass sich das hier in der Region einfach nicht lohnt.

Auch bei den ganz großen Objekten bin ich skeptisch ob das jemals was wird. So wie die Naplafa an der Annaberger zum Beispiel oder generell auch gegenüber in dem Viertel die vielen sehr sehr großen Fabriken. Davon gibt es hier halt echt viele... Eigentlich hätte die Stadt dort gut auch mal Vorbildfunktion sein können. Ich persönlich halte nichts von dem Neubau des technischen Rathauses. Wir haben hier zig tausend m2 wunderschöne und gut geeignete Industriearchitektur in der Stadt leer stehen - mit viel Platz drumherum (zum Beispiel für die so unbeliebten kostenfreien Parkplätze ).
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Alt 27.02.17, 21:16   #282
Joseph
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Joseph könnte bald berühmt werden
Garnspinnerei Zschopauer Straße

Ich bin mir nicht sicher, ich denke die Bilder passen sowohl hier als auch in die Denkmalgelerie hinein - wobei es sich bei dem Gebäude bestimmt nicht um ein Denkmal gehandelt hat.

Wie dem auch sei, anbei mal ein paar Fotos der schon öfter von mir erwähnten Garnspinnerei die 2012 abgerissen wurde. Standort lag direkt neben Bliedung an der Zschopauer Straße.

Auch wenn das Gebäude auf den Bildern sehr verrottet aussieht, der Bau wäre rettbar gewesen. Die Decken bestanden allesamt aus Ziegelgewölben und das hat nen echt schicken Eindruck hinterlassen. Habe das in der Form im Mehrgeschoßbau bei Fabriken in Chemnitz nicht wieder gesehen.

Interessant ist wohl auch, dass das Gebäude wohl in Folge Kriegseinwirkung mal ein, vielleicht auch mehrere Geschosse, eingebüßt hat. Man achte auf die verbogenen Stahlträger. Diese trugen wohl mal eine Decke, oder in dem Bereich vielleicht auch nur ein Dach. Das Haupttreppenhaus hatte mindestens noch zwei Treppenläufe nach oben gehabt die im Dach tot liefen. Vermutlich in Folge von Brandeinwirkung haben sich die Träger durchgebogen und wurden später behelfsmäßig als Unterkonstruktion für das Notdach genutzt - ein offensichtlich lange währendes und kurioses Provisorium was ich so auch nie wieder gesehen habe.

Als erstes Bild habe ich die Straßenansicht gewählt, da hier die Gebäudetrennung sehr gut zu sehen ist. Wir haben ja im Zuge der Diskussion um die Schraubenfabrik Grassmann darüber gesprochen. hier


Im Gebäude hätte ich mir sehr gut Büros oder auch ein attraktives Restaurant vorstellen können. Im Dachgeschoß hätten Wohnungen entstehen können. Es war ein interessanter Bau mit nicht allzu hohen Decken und einem ganz eigenen Charme. Jetzt ist da ne grüne Wiese bis irgendwann mal ein Edeka / Rewe oder sonstwer darauf eine 0815 Halle hinstellen wird - oder noch jemand auf die geniale Idee kommt Einfamilienhäuser in der Innenstadt zu bauen

Bitte entschuldigt die schlechte Qualität der Bilder, hatte damals ne miese Kamera und war selbst ein noch mieserer Fotograf...

Aussenansichten:
















Innenansichten:















Provisorium:





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Alt 27.02.17, 22:32   #283
Temroc
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Zitat:
Zitat von Joseph Beitrag anzeigen
...
Interessant ist wohl auch, dass das Gebäude wohl in Folge Kriegseinwirkung mal ein, vielleicht auch mehrere Geschosse, eingebüßt hat. ...
Das Gebäude hatte tatsächlich früher ein paar mehr Geschosse.

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Alt 27.02.17, 23:09   #284
Joseph
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Joseph könnte bald berühmt werden
Danke für das Bild! Top!

Ja, man erkennt ja auch anhand der Fassade des Vorbaus dass darüber mal was gewesen sein muss, dass aber über dem Vorbau mal ein prächtiger Balkon war - das war mir nicht bekannt. Vor allem fehlt da ja mehr als ein Geschoss.

Interessant finde ich auch, wie die alte Kofferfabrik (gegenüber) mal innerhalb eines Viertels stand, schon spannend, darauf gibt es ja an der Ecke gar keinen Hinweis mehr. Irgendwo hab ich auch noch Bilder davon, da muss ich aber mal kramen...

Hast du noch mehr so tolle Bilder?
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Alt 27.02.17, 23:36   #285
Joseph
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Joseph könnte bald berühmt werden
Schade, von der Kofferfabrik hab ich nur noch zwei Bilder... Hatte mal nen Festplattencrash, da ging leider viel verloren. Im Grunde nichtssagende Bilder, aber vielleicht hat noch jemand anderes was dazu. Stand auch bis vor ein paar Jahren noch gegenüber von Bliedung und war wohl zuletzt eine Autowerkstatt.

Die Gittertür - einfach nur ein herrliches Stück Handwerkskunst. Sowas geht meist beim Abbruch dann verloren, es ist selten dass Antikhändler noch die Möglichkeit haben sowas zu bergen, vor allem bei Objekten wo sonst nichts interessantes für Händler ist.



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