B:Hub Offices (Friedrichshain | realisiert)

  • ^^ Die Kernaussage des Abendschau-Beitrags war doch, dass die SPD-Baustadträtin bewusst Gentrifizierung inkaufgenommen hat um die Investoren an der Sanierung des Gewässers beteiligen zu können. Für was also wurden diese 70 Mio ausgegeben wenn es nicht möglich ist das Gewässer zu sanieren? Interessant doch auch die Einlassung einer älteren Bewohnerin, dass es im gesamten Neubaugebiet weder, Einkaufsmöglichkeiten, Bank oder medizinische Versorgung gibt. Es bleibt ja jedem selbst überlassen wo er sich eine Wohnung zulegt aber anscheinend verblendet eine spiegelnde Wasseroberfläche nicht nur den > Bon Sens <

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  • http://asbestsachverstaendiger.de/gerichtsurteile-asbest/
    --> BGH, Urteil vom 27.03.2009 AZ: V ZR 30/08
    Demnach kann ein Verkäufer einer Immobilie unter Umständen vom Käufer haftbar gemacht werden, wenn der Verkäufer verschweigt, dass in der zu verkaufenden Immobilie Asbestplatten verwendet wurden. Es stelle rechtlich einen Sachmangel dar, einen potentiellen Käufer im Vorfeld nicht darüber aufzuklären - arglistiges Verschweigen könnte auch infrage kommen.


    Ich bin kein Jurist, aber stellt sich hier - im Fall des Rummelsburger Sees - nicht auch die Frage der Haftung:confused: :nono:

  • ^Wer soll hier denn arglistig getäuscht worden sein? Jeder weiß, dass dort im Laufe von vielen Jahrzehnten alles mögliche und unmögliche in das Wasser gekippt wurde. Da das meiste davon auf dem Grund liegt, stört es zumindest die idyllische Oberflächenoptik nicht. Und träumen kann man natürlich auch davon, dass es irgendwann mal doch saniert wird und man dann eine "große Badewanne" vor der Tür hat, wie es ein Anwohner in irgendeinem Beitrag mal formulierte.

  • ^OT: Hast Du Dir da ein Haus gekauft? Falls ja sieht es wohl weniger gut aus mit evtl Rechtsansprüchen. Es sei denn Dir wurde explizit ein Badesee versprochen und Du kannst das belegen. Im übrigen finde ich den Status ökologisch auch alles andere als optimal aber jeder normal tickende Mensch wird sich über so etwas informieren, bevor er dort hin zieht. Das Haus des Wassers hat daran ja wohl auch keine Schuld, soll es doch vielmehr bei der Vermittlung der Thematik und der Entwicklung von Lösungsansätzen helfen. Ich verstehe nicht, wo da ein Problem oder Widerspruch liegen soll.


    First World Problems bezog sich auf die Anspruchshaltung, am untersten Zipfel einer Halbinsel am besten gleich noch ein EKZ vor der Nase zu haben. Ich habe mal eben im Navi nachgesehen. Vom unteren Ende sind es 15-25 Minuten per ÖPNV und 5+x Min per Auto/ Fahrrad zu Lidl oder Kaufland, vom oberen Ende +-500m oder 5-10 Minuten zu Fuß (künftig dann noch etwas weniger). Dann ist man aber auch fast schon am Ostkreuz, hat zig Verbindungen und auch Angebote in der näheren Umgebung. Man hat also die Wahl, wie wichtig einem Abgeschiedenheit und Naturidyll vs fußläufige Supermärkte sind.

  • Eigentlich dachte ich, dass die Zeiten von solchen - nicht nur in akustischer Hinsicht - isolierenden Gebäuderiegeln vorbei sei, dass man verstanden hätte dass man damit der Stadtentwicklung keinen Gefallen tut. Grundsätzlich ist es gut dass etwas gebaut wird, aber mit diesem Projekt kann ich mich nicht anfreunden.

  • Eigentlich dachte ich, dass die Zeiten von solchen - nicht nur in akustischer Hinsicht - isolierenden Gebäuderiegeln vorbei sei[...]


    Und ich dachte im Gegenteil, dass geschlossene Blockränder und anderen Gebäuderiegel fast der Normalfall sind, u.a. gerade wegen der Abschirmung gegen Lärm. Was ist denn dagegen einzuwenden?

  • ^ Die Größenordnung. Wo bitte ist die „Normalfall“?
    Erinnerung: Wir reden in diesem Zusammenhang von lediglich 1 Gebäude...

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  • Der Riegel gefällt mir gut. Entlang der Gleise macht der Bau Sinn. Er hat strukturell Ähnlichkeit mit dem Allianzkomplex oder dem Komplex der Rentenversicherung nordöstlich des Ostkreuz im Kaskelkiez. Die Eingliederung großer Bürokomplexe in Wohnkieze um Wohnen und Arbeiten zu durchmischen, ist ein Kennzeichen klugen Städtebaus.


    Hier und überall in Berlin besteht jedoch ein enormer Bedarf den öffentlichen Raum zu qualifizieren und zu pflegen. Scherbenübersähte Wege gelten inzwischen wohl auch als alternativ und saubermachen als spießig. Gerade in der inzwischen bürgerlichen Umgebung in Stralau und Rummelsburg ist der Kontrast merkwürdig.

  • Wüsste nicht was daran merkwürdig sein sollte. In Stralau gibt es kein Nachtleben, keine Bars, Cafes usw. Das Saubermachen hält sich dort also in Grenzen. Mir ging es auch nicht um die Nutzung der Immobilie, sondern um dessen Gestaltung. Eine lange Wand im 90° Winkel zur Halbinsel aufzustellen halte ich nicht für klug, auch wenn parallel dazu die S-Bahn Trasse verläuft.

  • Eigentlich dachte ich, dass die Zeiten von solchen - nicht nur in akustischer Hinsicht - isolierenden Gebäuderiegeln vorbei sei,...


    Die Isolierung/Abriegelung ist in diesem speziellen Fall doch durch die S-Bahntrasse bereits gegeben. Insofern halte ich es für verschmerzbar, dass sich das Gebäude nicht zur Kynaststraße hin öffnet. Und so ist (auch angesichts der Höhe des Gebäudes) hoffentlich auch ein entsprechender Lärmschutz gegeben.


    Ich frage mich nur, wie die Nachbarn in dem gerade restaurierten Gebäude der Glasfabrik mit der Baumasse direkt hinter ihren Gartenflächen klarkommen werden. Aber der B-Plan war ja wohl bekannt ...

  • Das mit der Trasse hatte ich in #32 ja schon erwähnt. Aber doppelt hält in diesem Fall nicht besser. Dazwischen befindet sich ja auch noch eine Straße, nebst Geh- und Radweg.

  • Ich verstehe die Kritik nicht. Der gewerblich genutzte Riegel (mit ergo mittlerem Schallschutzanspruch und nachts gar keinem) schirmt die empfindlicheren Wohngebiete dahinter vom Lärm von Straße und S-Bahn (und zukünftig vielleicht noch Autobahn) ab. Wie es im Lehrbuch steht (in diesem Fall Leitfaden Lärmschutz in der Bauleitplanung) und durchaus sinnvoll.


    Daher erläutere doch mal bitte, was Du mit


    Eigentlich dachte ich, dass die Zeiten von solchen - nicht nur in akustischer Hinsicht - isolierenden Gebäuderiegeln vorbei sei, dass man verstanden hätte dass man damit der Stadtentwicklung keinen Gefallen tut.


    genau gemeint hast. Findest Du verlärmte Wohngebiete zeitgemäßer oder wie ist das gemeint?

  • ^ Ich finde die Kritik auch ziemlich konstruiert. Mal abgesehen davon, dass der Riegel keine unabdingbaren Wegeverbindungen verbaut, sondern sich genau zwischen den zwei relevanten (Alt-Stralau und Abzweig "Kleine Kynaststraße") befindet, befindet sich mitten in Alt-Stralau mit der Ex-Platte Upper Spreegold bereits ein 11-Stöcker. Wenn die Bahnstrecke dort Bögen mit Gewerbe und vielleicht auch noch 'nen Durchgang zum Markgrafendamm aufwiese, wäre das ja noch irgendwie nachvollziehbar. Am Eheseten kann man vielleicht noch über Verschattung der Abendsonne bzw. Verbauung des Blicks zum Alexanderplatz diskutieren, aber dann müsste man die Bebauung an sich in Frage stellen.

  • ^^ So wie Du das Projekt beschreibst, könnte man meinen es handele sich um eine gewerblich genutzte Schallschutzmaßnahme.
    Dies deckt sich übrigens mit meiner Wahrnehmung und verdeutlicht damit das Problem. Bei der Stadtplanung gilt es, auch andere Aspekte zu berücksichtigen. An diesem Ort muss u.a. dafür Sorge getragen werden, dass sich die Halbinsel nicht isoliert, auch wenn das vielleicht im Interesse des ein oder anderen Anwohners sein mag. Anstelle von lediglich einem Gebäuderiegel, wären durchaus auch 3 voneinander getrennte Gebäude vorstellbar.

  • Anstelle von lediglich einem Gebäuderiegel, wären durchaus auch 3 voneinander getrennte Gebäude vorstellbar.


    Das hätte nur Sinn, wenn man zwischen den getrennten Gebäuden über unterschiedliche Straßen Richtung Zentrum käme. Tut man aber nicht, man stößt direkt auf den Bahndamm. Der Riegel macht nichts dicht, was nicht schon dicht ist.

  • ^ Müsste man auf jeder dieser Straßen Richtung Zentrum kommen? Ich meine nicht. Auch nicht, wenn man nur den Autoverkehr berücksichtigt. Ich bin der Meinung dass man auch in Trassennähe etwas lebendigeres schaffen kann als das was hier angedacht ist. Wichtig ist es, das dahinter liegende Wohngebiet nicht zu isolieren.

  • ^Da wird einfach niemand schlau draus, wenn Du nur die gleiche Aussage wiederholst bzw minimal variierst. Der Riegel "isoliert" das Wohnviertel von dem Bahngelände und vom Lärm. Das ist die Absicht dahinter. Jede Öffnung würde diese erwünschte Funktion nur einschränken und der von Dir scheinbar erhoffte Gewinn lässt sich einfach nicht greifen. Werde doch mal konkreter. Zu was genau soll sich der Riegel denn nun öffnen und wer soll etwas davon haben? Was hätte an dieser Stelle lebendiger sein können oder sollen? Dass es noch mehr öffentlich zugängliche Nutzungen im EG hätte geben können, wurde ja schon angesprochen.

  • ^ Außer der Straße Alt Stralau sehe ich keinen weiteren Durchgang von der Halbinsel gen Westen in die Stadt - und die Straße wird ja nicht gekappt. Vielleicht geht es darum, dass der lange Baukörper besser gegliedert und differenzierter gestaltet werden sollte?


    Vielleicht sollte die Gestaltung der Außenflächen etwas mehr an das viele Wasser in der Umgebung erinnern? Zum Beispiel eine langgestreckte Wasserfläche vor einen Teil des Baus mit einem Zugang durch eine Klappbrücke wie oft in den Niederlanden? Wenn schon eine Art Mauer - dann mit dem Burggraben... ;)
    Mit ansprechender und phantasievollen Außenflächengestaltung könnte man die Wirkung des langen Blocks etwas abmildern. Bloß nicht kahle Pflasterung davor, dann wäre diese Wirkung noch verstärkt. Leider wirken die bekannten Visualisierungen eher kahl - ein paar Bäume und das wär's.

    6 Mal editiert, zuletzt von Bau-Lcfr ()

  • ^^ Der Schallschutz ist ja die ganze Zeit schon Thema. Das muss jetzt wirklich nicht als neue Erkenntnis mit ins Spiel gebracht werden.
    Entsprechend ging es um die Frage, ob bei der Planung noch andere Faktoren mit einbezogen wurden (siehe oben).
    Weshalb ist die Frage nach der städtebaulichen Verträglichkeit eines Gebäudes, dessen Hauptfunktion (neben der gewerblichen Nutzung) offenbar der Schallschutz darstellt, so schwierig zu verstehen?
    Ich wüsste auch nicht weshalb das Wohngebiet explizit von der Bahntrasse isoliert werden müsste (die Autobahn ist ein anderes Thema), das ist anderswo in Berlin auch nicht der Fall.


    ^ Bessere Differenzierung und Gliederung? Auch gerne.
    Bisher sind wir über die Frage der Kubatur allerdings nicht hinausgekommen.


    Wollte übrigens kein großes Fass aufmachen. Wie ich schon shrieb, bin ich grundsätzlich froh wenn die Stelle bebaut wird.