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Alt Gestern, 11:55   #376
Isek
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Zitat:
Zitat von horus2 Beitrag anzeigen
Und wo sollen mehrere Milliarden für nur 30.000 Einwohner herkommen?
Aus den Steuereinnahmen? Schlussendlich wird der ländliche Raum deutlich höher vom Staat subventioniert als die Großstadt. Die 1,5 Millionen Menschen in München kommen dem Staat und vor allem der Umwelt deutlich deutlich DEUTLICH billiger als 1,5 Millionen Menschen im ländlichen Raum bei 100 Einwohner pro Quadratkilometer. Warum ist das so schwer nachvollziehbar? Warum setzen Entwicklungsländer auf die Entwicklung der Stadt? Weil es eben deutlich billiger ist als tausende von Krankenhäuser und Schulen am Land zu bauen, Straßen, Verwaltung usw. usw.
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Alt Gestern, 12:02   #377
Schachbrett
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Schachbrett könnte bald berühmt werden
@ISEK,

Evtl ist es so, dass es optisch also „ gefühlt“ günstiger, mit weniger Aufwand verbunden und auch vermeintlich ökologischer ist, verteilt in der Fläche zu Wohnen und zu arbeiten.
Evtl. wird mit dem ländlichen Raum die vorindustrielle Zeit und deren Wirtschaftsform verbunden, und daher gemeint, dass die Zukunft in diesen
Strukturen zu finden ist ?
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Alt Gestern, 12:07   #378
horus2
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Zitat:
Zitat von Isek Beitrag anzeigen
Das bedeutet ein jährliches Wachstum von 1,4 %. Absolut üblich. Keine Gefahr, dass München an Lebensqualität einbüßt. Im Übrigen würde ich eher von 1 % pro Jahr ausgehen. Die Peripherie der EU ist aktuell deutlich stabiler als noch vor 5 Jahren und Wanderungen aus den EU Ländern in Randlange wird praktisch auf Null zurückgehen, da diese Länder schlussendlich keine jungen und gleichzeitig mobilen Menschen mehr haben.
Nur wächst leider die Infrastruktur nicht mit und die Stadt wächst an Ihre Grenzen. Der Versiegelungsgrad ist z.B. jetzt schon so hoch, dass bei Starkregen unsere Hinterlassenschaften ungeklärt in die Isar fließen, weil die Kanalisation völlig überfordert ist. Kann man bei Stadtrat Ruff (Gewässerökologe) nachfragen. Und es gibt eben noch viele andere , sehr negative Begleiterscheinungen, die auch der Gesunheit schaden werden.

Zitat:
Keine Gefahr, dass München an Lebensqualität einbüßt
Das sehen viele nicht so. Die Bürgerinitiativen werden immer mehr. Auch ich verspüre es bereits jetzt am eigenen Leib. Kommt eben auch darauf an, wo man wohnt, wo man hin muss und ob man Enge mag. Das kann man nicht pauschalieren. Die Befindlichkeiten sind eben nicht bei jedem gleich.

Zitat:
Wanderungen aus den EU Ländern in Randlange wird praktisch auf Null zurückgehen
Lt. Demografiebericht der Stadt besteht auch in Zukunft der größte Zuzugsdruck aus dem Ausland. Vorweg Südosteuropa.

Geändert von horus2 (Gestern um 12:28 Uhr)
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Alt Gestern, 12:10   #379
horus2
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Zitat:
Zitat von Isek Beitrag anzeigen
Aus den Steuereinnahmen? Schlussendlich wird der ländliche Raum deutlich höher vom Staat subventioniert als die Großstadt. Die 1,5 Millionen Menschen in München kommen dem Staat und vor allem der Umwelt deutlich deutlich DEUTLICH billiger als 1,5 Millionen Menschen im ländlichen Raum bei 100 Einwohner pro Quadratkilometer. Warum ist das so schwer nachvollziehbar? Warum setzen Entwicklungsländer auf die Entwicklung der Stadt? Weil es eben deutlich billiger ist als tausende von Krankenhäuser und Schulen am Land zu bauen, Straßen, Verwaltung usw. usw.
Aus welchen Steuereinnahmen? Bitte konkret. Wohl eher aus Schulden...
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Alt Gestern, 15:08   #380
LugPaj
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Zitat:
Zitat von horus2 Beitrag anzeigen
Das Planungsreferat geht von 350.000 bis 2035 aus.
Ich habe von der SEM und den dortigen Planungen gesprochen.
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Alt Gestern, 17:21   #381
horus2
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Zitat:
Zitat von LugPaj Beitrag anzeigen
Ich habe von der SEM und den dortigen Planungen gesprochen.
?? Dann hätten wir ja kein Problem. Aber die Stadt wächst ja nicht nur im SEM-Gebiet

Im SEM-Gebiet wäre das dann 100% Wachstum.
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Alt Gestern, 17:56   #382
LugPaj
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Ich verstehe deinen Punkt nicht. Mein Punkt war, dass die Planung und Entwicklung von Wohnungen für 30.000 Leuten in dem Planungsgebiet SEM NordOst für einen Entwicklungszeitraum 20-30 Jahre nun keine dramatischen Wachstumsszenarien darstellen. Was nun irgendwo anders passiert (Freiham, Sendling oder wo sonst) interessiert die Anwohner bei der SEM NordOst doch eh nicht wirklich.
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Alt Gestern, 17:58   #383
Jai-C
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Meines Erachtens ist es unbestreitbar, dass eine konzentrierte Besiedelung effizienter ist als eine, die in die Fläche wuchert. Schön sieht man das wenn man europäische Städte mit amerikanischen Städten vergleicht, gerade beim Thema Infrastruktur. In den USA erstrecken sich die Metro Areas über derart große Flächen, dass man sich dort eigentlich nur per Individualverkehr fortbewegen kann. Ein öffentlicher Nahverkehr oder gar Fahrradfahren ist dort nur im absoluten Zentrum möglich. Um die Verkehrslawine zu bewältigen gibt es ein Netzwerk aus x-spurigen Schnellstraßen. Wenn wir mit der Zersiedelung unserer städtischen Räume so weitermachen, wird das bei uns irgendwann auch so aussehen.

Zitat:
Zitat von horus2 Beitrag anzeigen
Nur wächst leider die Infrastruktur nicht mit und die Stadt wächst an Ihre Grenzen. Der Versiegelungsgrad ist z.B. jetzt schon so hoch, dass bei Starkregen unsere Hinterlassenschaften ungeklärt in die Isar fließen, weil die Kanalisation völlig überfordert ist.
Die Grenzen einer Stadt sind doch skalierbar. Eine Kanalisation kann man erweitern, Überlaufbecken bauen usw.
Am Ende ist es eben eine Frage von Investitionen. Wenn man kein Geld in die Hand nimmt, wird ein bestehendes System irgendwann nicht mehr passen.

Zitat:
Zitat von horus2 Beitrag anzeigen
Das sehen viele nicht so. Die Bürgerinitiativen werden immer mehr. Auch ich verspüre es bereits jetzt am eigenen Leib. Kommt eben auch darauf an, wo man wohnt, wo man hin muss und ob man Enge mag. Das kann man nicht pauschalieren. Die Befindlichkeiten sind eben nicht bei jedem gleich.
Ja, Platz zu haben geht einher mit einer gewissen Lebensqualität. Je enger gebaut wird, je kleiner der Wohnraum ist, umso niedriger ist die Lebensqualität des einzelnen. Es ist nachvollziehbar wenn man diesen Platz und die damit verbundene Qualität beibehalten und nicht mit anderen teilen möchte.

Das perfide an dieser Sichtweise ist jedoch, dass der Erhalt eines Status Quo für eine bestehende Gruppe (der bereits dort wohnenden Bevölkerung, vorzugsweise mit Wohneigentum), eine andere Gruppe (die nach Wohnraum Suchenden) umso mehr benachteiligt. Die für erstere Gruppe bewahrte Qualität, führt indirekt zu umso schlechterer Lebensqualität für alle anderen. Denn letztere Gruppe muss sich anderswo nach Wohnraum umsehen, hat noch weniger Fläche zur Verfügung und muss dafür mehr bezahlen.

Der Wunsch nach dem Beibehalten des Status Quo ist somit aus der individuellen Perspektive zwar nachvollziehbar, aber in Anbetracht der daraus resultierenden Entwicklung für die Allgemeinheit hochgradig egoistisch und unsozial.
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Alt Gestern, 18:42   #384
MiaSanMia
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@horus2:

Vorweg: Wieso für jedes Zitat einen neuen Beitrag? Das macht das Lesen und Antworten deutlich schwerer.


Zitat:
Zudem ist C. Hierneis in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Bund Naturschutz da gewesen!
Du selbst hast seinen Vortrag positiv bewertet und jetzt unterstellst Du ihm augenscheinlich mangelnde Sachkenntnis bzw. die Unwahrheit zu sagen.
Da verstehe ich Deine Polemik nicht im geringsten.
Entschuldige mal, du unterstellst mir mangelnde Sachkenntnis und unqualifizierte Äußerungen bzgl. der Landwirtschaft vor meiner Nase, gehst aber nicht im geringsten auf meine nachfolgende Erläuterung ein und beschwerst dich jetzt über meine Polemik?
Weder habe ich Herrn Hierneis "mangelnde Sachkenntnis" oder "Unwahrheit" unterstellt, noch ist mir unbekannt in welcher Funktion er anwesend war.
Worum es geht: Aussagen wie "die Landwirtschaft sei positiv" oder "negativ" sind doch keine hinreichende Legitimation für den Erhalt der Ackerflächen im MNO sowie die Einstellung der SEM? Auf die Relation kommt es an, positiv im Vergleich zu was? Wie bereits geschrieben: Ökologisch wertvoller sind bebaute Flächen nicht, deshalb müssen intensiv bewirtschaftete Äcker aber noch lange nicht schützenswert sein...

Zitat:
Wer hat Dir gesagt, dass der Wettbewerb direkt mit einer SEM zusammenhängt? Das war unabhängig davon. Wurde auch mehrfach so kommentiert.
Das Ergebnis des Wettbewerbs kann auch ohne SEM von Bedeutung sein (hab ich hier auch schon geschrieben), ob das dann Sinn macht ist eine andere Frage. Das ändert alles nichts daran, dass die CSU bei der Veranstaltung vor 1.000 Menschen eingeknickt ist. Wäre durchaus interessant wie sich die CSU auf einer Veranstaltung der Befürworter verhalten würde, wäre dort auch so eine aufgeheizte Stimmung.

Zitat:
Auch wenn die Stadt kein Unternehmer ist, muss sie Kosten vorab kalkulieren. Ich kenne keinen, der Zahlen auf den Tisch legt.
Zitat:
Aus welchen Steuereinnahmen? Bitte konkret. Wohl eher aus Schulden...
Was willst du denn mit deinen Berechnungen und Zahlen erreichen? Welche Zahlen sollten denn vorgelegt werden? Hast du bei der Stadt schon mal nachgefragt?
Gewerbesteuer? Rekordüberschuss 2018, niedrigster Schuldenstand seit den 80ern... da darf auch mal investiert werden.

Zitat:
Die Bürgerinitiativen werden immer mehr.
Bürgerinitiativen können aus den verschiedensten Gründen für oder gegen die verschiedensten Dinge sein, 20 oder 500 Mitglieder führen, sich nach ein paar Monaten wieder auflösen oder Jahre bestehen. Die Anzahl an Initiativen ist kein sinnvoller Indikator für die breite Stimmung.

Zitat Jai-C:

Zitat:
Der Wunsch nach dem Beibehalten des Status Quo ist somit aus der individuellen Perspektive zwar nachvollziehbar, aber in Anbetracht der daraus resultierenden Entwicklung für die Allgemeinheit hochgradig egoistisch und unsozial.
Absolut. Die Luft wird immer sauberer, die Wohnfläche pro Einwohner ist so groß wie nie. Was wird einem denn tatsächlich weggenommen? Der Platz auf der Straße? Auto stehen lassen wenn nicht zwingend notwendig. Der Platz im Bus? Der ÖPNV kann ausgebaut werden. Was genau in einer Stadt mit knapp 5.000 EW / qkm, sehr hohem Wohlstandsniveau, ohne Wassermangel und Dauersmog? Das würde mich wirklich interessieren, um nicht wieder der Unkenntnis bezichtigt zu werden, wenn ich behaupte, dass da sehr viel "gefühlte" Verschlechterung im Spiel ist, angefacht durch reißerische Medienberichte.
Jeder sollte in einer Großstadt bereit sein, Veränderung zuzulassen und eigene Interessen etwas zurückzustellen, sofern die Allgemeinheit von dieser profitiert.

Das hat auch nichts mit "Wachstumsgeilheit" zu tun, wie MartyMuc es bezeichnet hat, sondern mit der schlichten Notwendigkeit, mehr Wohnraum zu schaffen um den Markt ein wenig mehr ins Gleichgewicht zu rücken. Wenn dafür nur 3.000 WE pro Jahr nötig wären, umso besser. Nur die sind es halt leider nicht. Davon abgesehen wäre es auch völlig legitim, wenn Menschen in einer Großstadt kein Problem mit starkem Wachstum hätten.
__________________

Alle Bilder sind sofern nicht anders angegeben, von mir selbst erstellt.

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