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Alt 29.01.12, 13:11   #76
Stadtmensch
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Stadtmensch sitzt schon auf dem ersten Ast
Vielleicht sollte man die Plattenbaughettos einfach abreißen und neu bauen, in Blockrandbebauung mit Innenhöfen etc. Die Bevölkerungsdichte in Eimsbüttel ist höher als im Osdorfer Born, aber Eimsbüttel ist ein begehrter Stadtteil, auch bei jungen Familien.
Die Anzahl der Wohnungen je Eingang sollte 6-8 nicht übersteigen. Die Behörden können dann ja kontrollieren (Wer zahlt, bestimmt), dass pro Eingang nur höchstens 1-2 Wohnungen mit problematischen Familien belegt sind. Den Vermietern könnte man es so schmackhaft machen, dass bei Problemfällen die Miete direkt vom Amt kommt. Ist heute nicht so...

Ich bin der Meinung, dass das Umfeld einen positiven oder negativen Einfluss auf die Menschen haben kann und negativ geprägte Wohnsiedlungen am besten gar nicht erst entstehen.

Bei den Einfallstraßen, Tempo30 und Dauerstau bin ich der Meinung, dass mehr Straßen mehr Verkehr nach sich ziehen (Die Erfahrung zeigt es!) und weniger Straßen ziehen dann weniger Verkehr nach sich.
Wer bei zurückgebauten Straßen auch zukünftig meint, mit dem Auto von Pinneberg zu seinem Arbeitsplatz in der City Süd fahren zu müssen, wird dann häufiger mal zu spät kommen. Oder er muss halt früher aufstehen, hat weniger Schlaf, ist unkonzentriert und verliert früher oder später seinen Job an jemanden, der an den neu gestalteten Einfallsstraßen mit Tempo30 wohnt.
Oder der Pinneberger zieht weg aus Pinneberg hin ins Quartier Osdorfer Born 2.0 (nach Eimsbütteler Vorbild gestaltet)

Anstatt die Häuser näher an die Straßen zu bauen, hatte ich mir vorgestellt, in den freigewordenen Streifen mehr Bäume zu pflanzen und eine Art Boulevardcharakter herzustellen. Aber es kann nicht nur Boulevards geben. Sicher ist es auch eine gute Idee, in vielen Straßen die Häuser näher an die Straße zu bauen.
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Alt 29.01.12, 14:58   #77
Midas
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Midas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiellMidas ist essentiell
Der angespannte Markt der Gegenwart fuer Neumieter und der (in meinen Augen etwas uebertriebene) 'Schutz' alt eigesessener Mieter fuert zudem zu einer weiteren Marktverzerrung die in der Politik ungern angesprochen wird weil alle "Loesungen" dafuer sehr unpolulaer sind und man damit keinen Blumenstrauss gewinnen kann.

Wenn zum Beispiel ein aelteres Ehepaar in einer 90m2 Wohung wohnt und einer der Partner im Alter von (z.B.) 75 stirbt, dann entsteht oft die Situation, dass von da an alleinlebende Partner (also Witwen und Witwer) noch viele viele Jahre als Einzelnutzer in viel zu grossen Wohungen verbleiben.

Neben emotionalern Gruenden ist hier vor allem ein Problem, dass durch die zumeist lange Mietdauer (zB. Ehepaar eingezogen als Erstnutzer in der 60ern bei Fertigstellung des Neubaus) die Miete fuer 90m2 Wohung unter dem alten Vertrag nur unwesentlich hoeher ist als die Miete fuer eine 45m2 Wohung unter einem neuen Vertrag waere. Der Spareffekt ist sehr gering.

Zudem sind viele der Nachkriegswohungen eigentlich fuer alte alleinstehenden Menschen kaum geeignet: Zu gross, kein Fahrstuhl, dezentrale Lage in 'aufgelockerten' Nachkriegsvierteln.

Wenn es gezielt Angebote gaebe, fuer aeltere alleinstehende Menschen kleine aber altengerechte Wohungen (Fahrstuhl, breite Tueren und Flure, seniorengerechte Baeder, etc.) zur Verfuegung zu stellen und der Mieter dabei die Konditionen des alten Mietvertrages uebernehmen koennte, dann wuerden sicherlich zahlreiche grosse Wohungen fuer Familien freiwerden.

Das gegenwaertige System bevorteilt sehr stark Mieter mit alten Vertraegen und langer Mietdauer. Das ist einerseits schoen fuer die denen es nuetz, andererseits foerdert es massive die Fehl- und Unternutzung von Mietraum (der dann anderswo fehlt).
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Alt 29.01.12, 15:27   #78
Stadtmensch
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Stadtmensch sitzt schon auf dem ersten Ast
Ja, so einen Fall kenne ich aus meiner Umgebung: Ältere Dame, verwitwet, bewohnte eine 5-Zimmer-Wohnküche-Bad-GästeWC-und-2-Abstellkammerwohnung mit 2 Balkonen, einer zur Straße und einer zum Hof. Altbau, Eppendorf. 3. Stock ohne Fahrstuhl.... Ganz sicher keine 90m².

Aber was will man machen?
Wenn man die alten Leute da zwangsweise rausholt, geht das direkt auf deren Lebenserwartung. Einen alten Baum verpflanzt man nicht so einfach.
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Alt 29.01.12, 15:33   #79
Schwabenpfeil
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Schwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nett
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Geändert von Schwabenpfeil (08.08.12 um 15:37 Uhr)
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Alt 29.01.12, 15:49   #80
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Stadtmensch sitzt schon auf dem ersten Ast
Objektiv ja, das war fehlbelegt. Und das waren keine 90m², sondern eher so ca. 120-130m²...
Inzwischen ist die alte Dame auch verstorben.

Aber was soll man machen?
Die Wohnung konnte sie bezahlen, dank eines Mietvertrages aus den 1960er Jahren. Heute wohnen in dieser Wohnung ganz sicher keine Otto-Normal-Verdiener mehr.
Wenn man die Dame da zwangsweise irgendwie rausgeklagt hätte, hätte es sie sicher ein paar Jahre ihres Lebens gekostet.

Rechtsgültiger Mietvertrag, Miete wird immer pünktlich gezahlt - was will man da machen?
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Alt 29.01.12, 17:47   #81
Midas
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@ Posts 78-80.

Es geht ja eben nicht darum alte Leute aus ihren Wohnungen zu schmeissen. Es ging mir um das generelle Problem, dass die Mieten am Markt sich nicht nur an der aktuellen Marlktlage orientieren, sondern sich auch stark danach richten wie alt der Vertrag ist.

Sicherlich wuerden nicht wenige aeltere Menschen, vor allem Alleinlebende, lieber eine seniorengerechte 50m2 Wohung im Erdgeschoss haben, als weiterhin z.B. eine fuer sie eigentlich viel zu grosse Wohung im vierten Stock ohne Fahrstuhl zu bewohnen. Nur wenn die neue 50m2 mit neuen Vertag am Ende fast teurer wird als die 100m2 mit altem Vertrag, dann macht so einen Wechsel natuerlich kaum jemand mit.

Die Tatsache, dass man je nach Vertagsalter fuer die selbe Wohung sehr unterschiedlich bezahlen muss verzerrt eben den Markt, was letztlich niemandem etwas bringt.
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Alt 29.01.12, 18:12   #82
Oeconom
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Oeconom befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Stadtmensch Beitrag anzeigen
Es sollte die vorhandene Bebauung aufgewertet werden!
In diesem Thread wurde ja schon erwähnt, dass sich die starke Nachfrage auf wenige In-Viertel beschränkt, während man z.B. in Wandsbek nicht tot überm Zaun hängen möchte!
Das stimmt doch einfach nicht. Sicherlich ist die Nachfrage z.B. in Wandsbek nicht so groß wie in Winterhude, Eppendorf, der Schanze, Harvestehude, Rotherbaum etc. Aber auch in Stadtteilen wie Winterhude herrscht erhebliche Nachfrage nach Wohnraum. Und gerade das von Dir genannte Wandsbek ist ein solider und recht attraktiver Stadtteil. Ich kenne genug Menschen, die dort wohnen und finde es recht attraktiv.

Zitat:
Zitat von Stadtmensch Beitrag anzeigen
Eine weitere Möglichkeit sind die "Plattenbaughettos" Mümmelmannsberg, Steilshoop oder Osdorfer Born. Da zieht heutzutage auch keine junge Familie hin, weil die Kinder nicht auf eine Schule mit hohem Migrantenanteil sollen. Da muss man auch die Bevölkerungsmischung in diesen Stadtteilen verbessern.
Da sprichst Du sicherlich ein großes Problem an. Aber was soll man da machen? Die oft so gescholtene Gentrifizierung wäre doch die einzige Möglichkeit, um dieses Problem in den Griff zu bekommen, dazu erhebliche Anstrengungen, um Migranten besser (in den Arbeitsmarkt) zu integrieren. Das wird nur über Förderung UND Forderung gehen.

Zitat:
Zitat von Stadtmensch Beitrag anzeigen
Aufwertung von Einfallstraßenrandwohnungen: Viele Wohnungen sind entlang der großen Einfallstraßen und da wohnt auch keiner freiwillig. Hier könnte man flächendeckend in Hamburg Tempo30 einführen und die Straßen generell von momentan bis zu 6spurig auf zukünftig höchstens 4spurig zurückbauen.
Der Vorschlag ist doch völlig unrealistisch. Mit entsprechenden baulichen Maßnahmen ist es übrigens kein Problem an einer stark befahrenen Straße zu wohnen.
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Bilder aus der HafenCity und von den Landungsbrücken.
"du bist schon irgendwie ein affe" (Kommentar zu einem meiner Beiträge)
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Alt 29.01.12, 19:34   #83
Stadtmensch
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Zitat:
Zitat von Midas Beitrag anzeigen
@ Posts 78-80.

Es geht ja eben nicht darum alte Leute aus ihren Wohnungen zu schmeissen. Es ging mir um das generelle Problem, dass die Mieten am Markt sich nicht nur an der aktuellen Marlktlage orientieren, sondern sich auch stark danach richten wie alt der Vertrag ist.
...
Die Tatsache, dass man je nach Vertagsalter fuer die selbe Wohung sehr unterschiedlich bezahlen muss verzerrt eben den Markt, was letztlich niemandem etwas bringt.
Wenn die alte Dame Miete nach dem Stand eines Vertrages aus den 2000er Jahren hätte zahlen müssen, hätte sie ihren Lebensabend nicht in gewohnter Umgebung verbringen können.
Die Forderung einer Entkoppelung des Mietniveaus vom Vertragsalter läuft genau darauf heraus: Alte Leute aus ihren Wohnungen zu schmeißen.
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Alt 29.01.12, 19:45   #84
Midas
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^^ Solche Plattitueden sind genau der Grund warum die Politik dieses Thema nicht anfasst obwohl es im Sinne aller waere Fehlbelegungen und Unternutzungen aller Art zu reduzieren. Man kann die Thematik aber offenbar nicht sachlich von allen Seiten beleuchten, ohne dass von irgendwoher solche einseitgen und plakativen Statements kommen.
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Alt 29.01.12, 20:04   #85
Stadtmensch
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Stadtmensch sitzt schon auf dem ersten Ast
Was wäre denn Dein Vorschlag für diesen Fall?
Übrigens sind die Inhaber von viele Jahrzehnte alten Mietverträgen typischerweise alte Leute, das liegt in der Natur der Sache.
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Alt 29.01.12, 20:31   #86
Midas
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Ich kann mir zum Beispiel eine Loesung vorstellen wie hier in Frankreich. Hier ermittelt das statistsiche Landesamt (oder wie immer es sich hier nennt) einen jaehrlichen regional differenzierten Inflationsindikator. Mietvertraege sind in der Regel so gestaltet, dass ich die Miete jeweils in Jahresschritten vom Vertragsanbschluss automatisch um genau diesen Prozentsatz ehrhoeht.

Auch hier haben alte Vertraege machmal einen Kostenvorteil gegenueber neuen Vertraegen, die Diskrepanz ist aber bei weitem nicht so gross wie in Deutschland.

Ausserdem koennte der Vermieter das Recht haben zu festgelegten Zeitrauemen (z.B. alle 15 Jahre) unabhaengig von allen Mietenspiegeln frei nach eigenem Gusto zu erhoehen wie stark er Lust hat. Der Mieter waere zwar lange Zeit sehr sicher, muss aber nach 15 Jahren eine deutlich angepasste Miete aktzeptieren (oder auch nicht, wenn die Nachfrage grade gering ist) oder umziehen. Diese Massnahme waere allerdings bei vielen Waehlern wohl sehr unpopulaer...

Einen anderen Punkt erwaehnte ich ja bereits:

Staatliche Wohnungsbaugesellschaften koennten gezielt bezahlbare Wohungen bauen die sich von Groesse und Ausstattung an die Bedruefnisse aelterer alleinstehender Menschen richten. Viele aeltere Menschen wollen gar nicht um jeden Preis an ihrer inzwischen zu gross gewordenen Wohung festhalten, zum Beispiel auch weil diese zu viel Arbeit macht, relativ hohe Nebenkosten mit sich bringt und ggf schlecht erreichbar ist wenn man nur noch schwer Treppensteigen kann.

Sie tun dies aber dennoch weil sie im gegenwaertigen Markt keine Alternativen finden. Wer mag sich denn mit (z.B.) 75 Jahren schon noch bei einer Wohnungsbesichtigung mit zwei Dutzend Mitbewerbern im Alter von 25 bis 35 um den Zuschlag 'kloppen'? Da bleibt man doch - solange man es sich leisten kann - lieber in einer eigentlich zu grossen Wohnung.

Hier konnte zum Beispiel ein staatlicher Traeger oder eine Genossenschaft halbwegs guenstige speziell ausgestattete Wohnungen fuer Senioren bauen und vermieten. Bedingung um als Einzelperson den Zuschlag zu bekommen koennte sein, dass man mindestens das Alter X erreicht hat und derzeit allein eine Wohung nutzt, die mindesten um den Faktor Y groesser ist als die neue Wohnung.

Vorteil: Die Stadt baut zum Beispiel 100 Wohungen a 50m2, vergibt sie wie oben beschrieben und es werden 100 Wohungen a 100m2 frei, z.B. fuer Familien. Der Netto-Effekt des Wohungsneubaus waere also deutlich erhoeht.

Von Zwang, oder von Rausschmeissen spricht kein Mensch..
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Alt 29.01.12, 20:57   #87
Stadtmensch
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Stadtmensch sitzt schon auf dem ersten Ast
Was sind denn die Auswirkungen dieser Vertragsgestaltung in Frankreich?
Man hört ja viel schlechtes über Ghettobildung in Banlieus etc...?
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Alt 29.01.12, 21:17   #88
nairobi
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nairobi wird schon bald berühmt werdennairobi wird schon bald berühmt werden
Zitat:
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Bei den Einfallstraßen, Tempo30 und Dauerstau bin ich der Meinung, dass mehr Straßen mehr Verkehr nach sich ziehen (Die Erfahrung zeigt es!) und weniger Straßen ziehen dann weniger Verkehr nach sich.
Wer bei zurückgebauten Straßen auch zukünftig meint, mit dem Auto von Pinneberg zu seinem Arbeitsplatz in der City Süd fahren zu müssen, wird dann häufiger mal zu spät kommen. Oder er muss halt früher aufstehen, hat weniger Schlaf, ist unkonzentriert und verliert früher oder später seinen Job an jemanden, der an den neu gestalteten Einfallsstraßen mit Tempo30 wohnt.
Oder der Pinneberger zieht weg aus Pinneberg hin ins Quartier Osdorfer Born 2.0 (nach Eimsbütteler Vorbild gestaltet)
Oder er sucht sich gleich einen Arbeitsplatz in München oder Berlin, wo er der diesen sowohl mit dem ÖPNV als dann auch mit dem Auto besser erreichen kann. Oder der Selbstständige/Unternehmer verlagert sein Firma gleich in Pinneberg und überlässt es seinen Angestellten sich täglich durch den Verkehr zu kämpfen. Und vom Umwelt- und Verkehrssicherheitsaspekt her auch kontraproduktiv. Autos verbrauchen nun mal bei 30 deutlich mehr als bei 50 und viele fahren dann wieder schön durch die Wohngebiete, weil´s kürzer ist.
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Alt 29.01.12, 21:24   #89
Stadtmensch
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Ja, wenn eine Firma auch ohne Kunden oder mit drastisch weniger Kunden existieren kann, dann könnte man die Firma auch nach Pinneberg verlagern...
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Alt 29.01.12, 21:26   #90
Midas
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@Beitrag 87. Sorry, aber das ist einfach nicht das Niveau auf dem ich hier diskutieren moechte. Ich versuche halbwegs differenziert einen Gedanken zur Wohungssituation in Hamburg darzustellen und im Gegenzug kommt als Antwort ein duerrer Zweizeiler mit der Frage nach 'Ghettos' in der Pariser Banlieu.

Also, wenn Du es gern hoeren willst: Inflationsklausen in Mietvertraegen fuehren innerhalb von drei Wochen zwangslaeufig zur totalen Ghettobildung. Daher ist absehrbar, dass Paris sich bis Mitte dieses Jahres unaufhaltsam in einen einzigen Slum entwickeln wird. Spaetestens im Fruehling sind buergekriegsartige Zustaende zu erwaren, die ihre Ursachen einzig in der Vertragsgestaltung zwischen franzoesischen Mietern und Vermietern haben.
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