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Alt 15.06.16, 00:31   #16
rec
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^Richtig. Das Problem der Dreifachtraktion wiederum ist, dass solche Züge mit ca. 84m Länge nach BOStrab (Straßenbahn-Bau-und Betriebsordnung) nicht am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. §55 BOStrab regelt die Teilnahme am Straßenverkehr. Gemäß Absatz 3 nehmen Züge nur auf "besonderen und unabhängigen Bahnkörpern einschließlich der Bahnübergänge" nicht am Straßenverkehr teil. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor (ampelgesicherte Kreuzungen erfüllen das Kriterium nicht), gilt die Einschränkung auf eine maximale Zuglänge von 75m. Will man trotzdem mit Dreifachtraktionen fahren, benötigt man eine Sondergenehmigung.

Die Studie soll nun klären, unter welchen Voraussetzungen eine solche Genehmigung erteilt werden könnte. Für den Abschnitt zwischen Heumarkt und Aachener Weiher ist ein Tunnel möglicherweise die einzige Option, um die baulichen, und daraus resultierend, rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, Züge in Dreifachtraktion fahren zu lassen.
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Alt 15.06.16, 10:13   #17
Tilou
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Ich finde übrigens, wenn man tatsächlich schon über so ein Riesen-Projekt nachdenkt, dann richtig klotzen. Will heißen: Wenn schon Ost-West-U-Bahn, dann auch mit Tunnel unter dem Rhein durch.

In Deutz endet momentan die U-Bahn der Linien 1 und 9. Es erscheint mir nicht sinnvoll diese für eine Station aus der Erde zu holen, um sie dann gleich im Anschluss am Heumarkt wieder zu versenken. Konsequenter wäre doch da der direkte unterirdische Lückenschluss Deutzer Freiheit -> Heumarkt. Auf der Siegburger Straße müsste hingegen genügend Platz für eine Rampe sein, um die Linie 7 dort ebenfalls an die unterirdische Trassenführung anzuschließen.

Vorteile:
- Der Heumarkt wäre endgültig befreit von jeglichen Rampen/Gleisbauwerken, was eine mögliche Neuordnung des Autoverkehrs samt Wiedervereinigung des Platzes wesentlich erleichtern würde. Auch eine bauliche Schließung wäre dann womöglich realistischer.
- Die komplette Deutzer Freiheit wäre ebenfalls von Rampe und Gleisen befreit. Auch dort könnten die momentan komplizierten Verkehrswege endlich entwirrt und auf ein erforderliches Minimum für Fahrzeuge reduziert werden. Im Rechtsrheinischen könnte so ein wesentlich attraktiveres Entree mit großzügigen Aufenthaltsräumen entstehen.
- Auf der Deutzer Brücke könnte der gewonnene Platz z.B. für einen begrünten Boulevard genutzt werden
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Alt 17.09.16, 09:13   #18
VincMcMoor
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VincMcMoor befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Denken wir mal anders

Falls eine Ost-West-U-Bahn gebaut wird, frage ich mich, warum man in Köln manchmal nicht über den Tellerrand schaut. :-)

Wenn man die Baupolitik der Stadtbahn in Köln anschaut bemerkt man oft eher ein politisches Schachspiel, somit werden Provisorien gebaut, die zum Teil falsch demensioniert sind (Beispiel: Haltestelle Zoo, Molwitzstr., Rheinuferstrasse, höhengleiche Kreuzungen Nord Süd Stadtbahn)
Es ist doch vorhersehbar, dass die Kapazität steigt und dass dies dann zu Problemen führt.

Man darf nicht vergessen, dass Köln in den letzten 10 Jahren um knapp 100.000 Einwohner grösser geworden ist, Dendenz steigend. Das Umland ist garnicht mit einberechnet.
Die Stadtbahn allerdings hat sich in den letzten 10 Jahren kaum vergrössert (leider auch wegen des Unglücks am Waidmarkt). Der ÖV sollte ja Prozentual mit seinen Einwohner ausweitet werden findet ihr nicht?

Kapazität: 4 gleisiger U-Bahntunnel (Deckelbauweise je zwei Gleise mit Zwischendecke)
Problem Heumarkt nur zweigleisig vorbereitet. Sicher auch eine Herausforderungen an den Knotenpunkten Neumarkt / Rudolfplatz.

Wenn man sich die Karte anschaut wäre es durchaus denkbar bautechnisch 4 Gleise bis Moltkestr. zu bauen und den Abzweig Linie 9 dann von dort aus zur Dasslerstr oder direkt zur Universität zu führen.

Klar verlieren wir die Beziehung Ost-West am Zülpicher Platz, allerdings war die Station noch nie für einen leistungsfähigen Umsteigverkehr geeignet.
Man könnte auch eine hochfrequentierte leistungsfähige Buslinie auf dem
Teilstück einsetzen um eine Ost-West-Verbindung herzustellen.

Weiter frage ich mich warum jede 400m eine Stadtbahnstation gebaut werden muss. Schauen wir mal
auf die Linie 1. Das ist äusserst teuer. Es ist durchaus zumutbar einzelne Stationen gegen einen Zubringerbusverkehr zu ersetzen wie andere grosse Städte das auch machen. Die restlichen Stationen könnte man leistungsfähiger ausbauen.

Das würde die Stadtbahn beschleuningen und einem regionalen Expressverkehr zuordnen. Der lokale Zubringerverkehr würde über moderne Hybrid / Elektro Gelenk-Busse laufen, was auch den Stadtbahnverkehr entlasten würde. Ältere Menschen mit Gehbehinderungen könnten davon profitieren, sowie ist das Sicherheitsgefühl im Bus wahrscheinlich höher als in einer U-Bahn in den Randzeiten.

Nehmen wir mal Beispiele aus anderen europäischen Metropolen.
Dieses System hat sich bewehrt, man muss die Transformation schaffen und eine Abkehr vom Strassenbahndenken bekommen. (egal ob die Züge oberirdisch oder unterirdisch fahren) Ein weiteres Beispiel: Türen aufhalten, in anderen Städten unmöglich. In Paris/ London/ Berlin macht man das nur einmal. Dort gehen die Türen nicht mehr auf sondern halten den Druck. In anderen Städten werden alle Türen automatisch geöffnet, dies spart ein Paar Sekunden beim aus- und Einstieg.

Geändert von VincMcMoor (17.09.16 um 09:35 Uhr)
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Alt 31.12.16, 15:59   #19
Xalinai
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Xalinai ist essentiellXalinai ist essentiellXalinai ist essentiellXalinai ist essentiellXalinai ist essentiellXalinai ist essentiellXalinai ist essentiellXalinai ist essentiellXalinai ist essentiell
Bleib doch bei der zweigleisigen Bauweise aber nutze leistungsfähigere Stationskonzepte.
Neumarkt und Rudofplatz mit ihrem enormen Umsteigepotential sollten nach spanischer Bauweise, also mit je Richtung einem Einsteige- und einem Aussteigebahnsteig ausgeführt werden. letzterer kann dabei durchaus als Mittelbahnsteig (weniger Rolltreppen und Aufzüge) gebaut werden.

Die Kohortenschaltung der Türen (Alle öffnen ohne Anforderung durch Fahrgäste) habe ich in Köln schon mehrfach beobachten können - das bringt wohl nur etwas als Standardfunktion an hochfrequentierten Stationen, da manche Fahrgäste erst so zu bemerken scheinen, dass es weitere Türen gibt.

Für die Station Moltkestraße wird man vermutlich eine neue Lage finden müssen, da an der Eisenbahnbrücke über die Aachener Straße ein S-Bahn-Halt entstehen soll - vielleicht ein Eingang an der Eisenbahnbrücke, der andere direkt westlich der heutigen Station.
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Alt 19.01.17, 21:56   #20
Dominik
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Dominik sitzt schon auf dem ersten Ast
Die beiden Ex-Oberbürgermeister Roter und Schramma setzen sich im Express für einen Ost-West-Tunnel ein. Schramma fordert sogar die große Lösung von Deutz bis zur Inneren Kanalstraße.

Apropos: Sollte das Gutachten bzw. die Machbarkeitsstudie nicht schon längst vorliegen?

http://www.express.de/koeln/roters-u...chse--25535688
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Alt 10.02.17, 02:03   #21
Citysurfer
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Nun soll sie also kommen, die Ost-West U-Bahn. Und das auch noch relativ zügig, nämlich bis 2025. Leider nur die Minimallösung vom Heumarkt bis Neumarkt - aber immerhin.
Kurz vor dem Neumarkt soll die Bahn schon wieder an's Tageslicht kommen - der Neumarkt soll im Zuge dessen gleich mit umgestaltet werden,die Nordumfahrung soll wegfallen, der Verkehr auf der Südseite gebündelt werden.

http://www.rundschau-online.de/regio...tellt-25706374
http://www.express.de/koeln/ost-west...unnel-25706838
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Alt 10.02.17, 02:04   #22
philld91
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philld91 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Laut Express schreiten die Planungen bei den KVB ja voran.
Allerdings nur für eine kurze Variante Heumarkt bis Neumarkt.
Dabei hieß es im Masterplan doch, dass diese wenig Sinn mache....
Naja 2025 könnte der Tunnel dann fertig sein. KÖNNTE

http://www.express.de/koeln/ost-west...unnel-25706838
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Alt 10.02.17, 17:11   #23
Dooo?
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Dooo? befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ganz ehrlich, was soll das denn bringen außer hohe Kosten und viel Aufwand?
Ich bin kein Experte, aber diese Variante löst doch kein einziges der Probleme, weswegen der Ost-West-Tunnel überlegt wird: keine Verbesserung der chaotischen Straßensituation am Heumarkt... am Neumarkt ist nichts gewonnen... und der Rudolfplatz mit seinen seperaten Verkehrsführungen wird auch nicht harmonischer gestaltet...
Was ist der Gedanke bei der Sache?
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Alt 10.02.17, 19:38   #24
Kieselgur
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Kieselgur ist jedem bekannt und beliebtKieselgur ist jedem bekannt und beliebtKieselgur ist jedem bekannt und beliebtKieselgur ist jedem bekannt und beliebtKieselgur ist jedem bekannt und beliebtKieselgur ist jedem bekannt und beliebtKieselgur ist jedem bekannt und beliebt
Viel gewonnen wird bei dieser kleinen Lösung natürlich nicht. Der Verkehr dürfte nur sehr wenig beschleunigt werden, weil ein paar Kreuzungspunkte wegfallen, aber immerhin.

Am ehesten dürfte sich eine optische Verbesserung ergeben, weil ein Umbau der Cäcilien- und Pipinstraße zum Boulevard mit doppelten Baumreihen möglich wäre. Wobei am Heumarkt die Änderungen marginal wären, die oberirdische Haltestelle fiele weg, dafür erhält man aber eine trennende Stelle, wo die Gleise an die Oberfläche kommen und zur Deutzer Brücke führen. Die Verlagerung des Verkehrs auf eine Seite am Neumarkt ist sicher sinnvoll, allerdings wird man sich Lösungen für die Zufahrten zu den Parkhäusern überlegen müssen.

Eine große Lösung wäre zwar sinnvoller, aber wegen der damit verbundenen deutlich höheren Kosten für den Kreuzungsbahnhof Neumarkt, den Abzweig für die Linie 9 und einen unterirdischen Bahnhof am Rudolfplatz (und evt. weiterer Bahnhöfe) vorerst nicht durchsetzbar. Die nun vorgeschlagene Tieferlegung ist vermutlich auch ohne Tunnelbohrmaschinen relativ kostengünstig herstellbar.

Ich sähe am ehesten die Rampe vorm Neumarkt kritisch: Eigentlich könnte der Tunnel nach Unterfahrung der Nord-Süd-Fahrt auf tiefem Niveau verbleiben, um am Neumarkt auch den kreuzenden U-Bahntunnel zu unterfahren, stattdessen muss man auf diesem Stück dann schon steil nach oben um an die Oberfläche zu gelangen. Man hätte also das totale Gegenteil einer Bauvorleistung, wenn man so 15-20 Jahre später doch dazu überginge die West-Ost-Linie auch am Neumarkt in die Erde zu verlegen.
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Alt 13.02.17, 10:48   #25
vantast
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vantast hat die ersten Äste schon erklommen...
Der Hauptsinn einer U-Bahn, und ich meine hier eine richtige U-Bahn, ist die Entzerrung von Verkehrsknoten. Und derer gibt es auf der Ost-West-Achse zu genüge:
- Rhein,
- Heumarkt,
- Kreuzung über der Nord-Südfahrt,
- Neumarkt, Rudolfplatz/Ring,
- Moltkestraße
- und schließlich Innere Kanalstraße
- wenn nicht gar Gürtel.

Vergessen will ich dabei nicht die (eigentlich nicht wirklich vorhandene) Fußgänger-Querung am Grüngürtel über die Aachener Straße. Eine große Tunnellösung bis mindestens Melaten würde für die Stadt unzählige Verbesserungen mit sich bringen. Ich höre die Innenstadt schon förmlich Aufatmen. Gegner kritisieren, dass ein U-Bahn-Bau nur Vorteile für den Autoverkehr böte. Aber dies ist sehr engstirnig. Profitieren würden vor allem Bahnfahrer durch einen störungsfreien Streckenverlauf sowie Fußgänger und Radfahrer durch dazu gewonnenen Platz. Letztlich aber würde Jeder einen Gewinn darauf ziehen, weil sich das Stadtbild erheblich verbessern könnte.


Leider ist zu befürchten, dass in Köln wieder zu klein gedacht wird. Dazu passt der folgende Artikel über das bundesweit schlechte Abschneiden unserer Stadtbahn: http://www.zeit.de/2017/07/koen-nahv...ings-verlierer
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Alt 15.02.17, 12:10   #26
Benevolo
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Benevolo könnte bald berühmt werden
Ein Ost-West-Tunnel würde aus verkehrstechnischer und städtebaulicher Sicht nur zwischen Heumarkt und Melaten machen. Ich frage mich nur wie die Bahn von der Deutzer Brücke kommend in den Tunnel einfahren könnte, um die U-Bahn-Kathedrale am Heumarkt nutzen zu können. Der ganze Bereich am Heumarkt würde dann noch stärker durch die Rampe zerschnitten, so dass Maritim-Hotel und Malzmühle räumlich noch stärker vom eigentlichen Heumarkt abgeschnitten wäre.

Für die Bereiche Neumarkt, Rudolfplatz/Kreuzung Ringe und Aachener Straße/Richard-Wagner-Straße ist ein Stadtbahntunnel natürlich zwingend notwendig, die Situation dort ist ja unerträglich. Daher nur die große Lösung bis Innere Kanalstraße oder am besten Melaten, um die Innere noch zu unterqueren oder gar keine. Bei einer kleinen Lösung zwischen Neumarkt und Rudolfplatz kann man sich das Geld und die Baubelastung schenken.
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Alt 26.08.17, 12:39   #27
Xalinai
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^^Ein Tunnel über den Gürtel hinaus hat keinen Sinn, da dort der Abzweigung zur KVB-Werkstatt ist.

Wenn man sich mit der kurzen Lösung nicht alles weitere verbauen will, kann man ja mit Frankfurt in einen Wettbewerb über die Dauer von Provisorien eintreten. Dort gibt es bereits seit den 1960ern eine Rampe, die den Anschluss an eine zukünftige unterirdische Verlängerung der dortigen A-Strecke nach Norden verdeckt.

Ein wesentliches Problem am Neumarkt ist doch, dass man kein vernünftiges Konzept für die Verbindung und Kreuzung mit der querenden Strecke hat und zu befürchten ist, dass man intensiv in die bestehende Substanz eingreifen muss.
Da wird man nicht dran wollen, bevor das Loch der Nord-Süd-Bahn geschlossen wurde.
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Alt 26.08.17, 14:23   #28
Dominik
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Dominik sitzt schon auf dem ersten Ast
Der Express und die Rundschau rollen das Thema noch einmal neu auf und zeigen neue mittelmäßige Visualisierungen der Aachener Str und des Rudolfplatzes nach einem Umbau.

Es ist einfach schade, dass wegen der Nord-Süd-Stadtbahn von den Bürgern kaum Vertrauen mehr da ist und nicht in die Zukunft gedacht wird. Laut Perspektivplan „Köln mobil 2025“ soll der motorisierte Individualverkehr 7 Prozent schrumpfen, doch ein Umsteigen in die Öffis kann man heute ohne Ausbau von keinem Autofahrer verlangen, weil man auch außerhalb der Spitzenzeiten schon keinen Sitzplatz mehr bekommt. Es ist dauernd nur von der Linie 1 die Rede, doch früher oder später müssen auch andere Linien, vor allem die 18, auch in 3er Traktion fahren. Die Fehler der Vergangenheit muss man jetzt ausbügeln und es führt eigentlich kein Weg dran vorbei. Wieso es zum Beispiel in Ehrenfeld eine lange U-Bahn Strecke bis über Bickendorf hinaus gibt, es aber in der Innenstadt keinen langen Ringtunnel oder eben längst den Ost-West Tunnel gibt, kann ich bis heute nicht verstehen.
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Alt 26.08.17, 18:31   #29
emvau
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Hallo beisammen,

der Ost-West-Tunnel macht eigentlich auf allen Ebenen mehr Probleme als das er eines der vorherrschenden tatsächlich lösen würde.
- Allgemein kosten U-Bahnen unverhältnismäßig viel Geld. Der Ertrag ist dann zwar eine relativ störungesfreie Fahrt, aber durch die weiten Wege an die Oberfläche werden viele Minuten davon wieder für die Fahrgäste aufgefressen.
- Der Heumarkt wird, wie bereits oben geschrieben, absurderweise noch mehr durch die Rampe der Bahn zerteilt. Zudem werden weiterhin vier Spuren Autoverkehr dort fahren. Meiner Ansicht nach das viel größere Problem um Aufenthaltsqualität auf dem Heumarkt herzustellen. Wieso nicht die Auto-Verkehrsströme über die Bäche auf die Brücke und von der Brücke leiten. Hat während der Bauphase der U-Bahnhaltestelle prima geklappt.
- Die Rampen stören das Stadtbild empfindlich sowohl vor dem Neumarkt, wie am Rudolfplatz und auch an Melaten. Es werden neue Schneisen geschaffen, wo man Verbindungen sucht.
- Um wirklich mehr Verkehre abzuwickeln, muss man tatsächlich die oberen Gleise beibehalten. Dann kann man den geforderten Takt fahren, dh. oben fährt die Linie 9, unten die 7 und die 1. DAnn wäre auch gelöst wie man die 9 durch das Mauritiusviertel schickt, falls man bis zum Rudolfplatz buddelt.
- Unter der Erde kann kein so dichter Takt gefahren werden wie oberhalb. Oberhalb dürfen Bahnen auf Sicht fahren, d.h. in einem Tunnel können die derzeit fahrenden Bahnen gar nicth aufgenommen werden. Die Situation würde sich verschlechtern.
- Die längeren Bahnsteige können ohne Probleme auch überirdisch entstehen.

Um wirklich Aufenthaltsqualität zu errreichen müssen alle Potentiale ausgeschöpft werden das Auto aus der Stadt möglichst herauszuhalten. Wie sagte noch ein bekannter Kölner Oberbürgermeister in den 20er Jahren als die Planungen für die Ost-West-Achse begannen: Was interessiert es mich wenn ich zwei Minuten weniger benötige um vom Rudolfplatz zum Heumarkt zu kommen. Leider hat er sich nicht durchgesetzt, aber er hat Weitblick bewiesen. Die Zukunft des ÖPNV liegt eher nicht unter der Erde.
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Alt 27.08.17, 14:21   #30
abekoeln
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abekoeln könnte bald berühmt werden
noch 2017 wird beschlossen...

...wie man hier nachlesen kann - und die bildchen zeigen, das potenzial in köln ist riesig! sollte die stadt in den nächsten 10 jahren neumarkt, rudolfplatz und ebertplatz gelungen umgestalten, dann hätte das gerade auch am neumarkt einen qualitätsschub, der unglaublich wäre - alleine wie dann st. aposteln wirken würde, wenn der ganze platz davor nur für die menschen da wäre!

http://www.rundschau-online.de/regio...stadt-28227198

was mich nur wundert, warum ausgerechnet die grünen nicht den langen tunnel-ausbau wollen??? bei dem zu erwartenden verkehrsaufkommen anlässlich des wachstums der stadt würden irgenwann gigantische bahnen oberirdisch fahren, so dass der raum dort oben einfach zu eng wäre, und der gewinn für radler und fussgänger würde gänzlich verpuffen!
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